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Thema: Deutsches Reich Druckzufälligkeiten
Das Thema hat 136 Beiträge:
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Dieter 66 Am: 06.11.2023 12:44:42 Gelesen: 27207# 87 @  
@ erron [#86]

Super, vielen Dank, da komme ich echt schon weiter. Da ich noch ein paar mehr im Bereich Infla Besonderheiten habe, wäre eine Anschaffung zu überlegen. Die Sammlung, die ich übernommen habe lag 40 Jahre im Schrank. Da hatte der ehemalige Sammler wohl noch keine passende Literatur.

Beste Grüße
Dieter
 
Henry Am: 31.05.2024 11:23:10 Gelesen: 24836# 88 @  
Deutsches Reich, Mi-Nr. 70 oder 85

Auf 2 Marken des 5 Pf-Wertes habe ich diese Auffälligkeit gefunden:



Bei dieser Marke ist das C von REICH oben gebrochen. Der untere Bogen zeigt eine Einkerbung, die auf dem C von DEUTSCHES nicht vorhanden ist.

Auf der 2. Marke ist die gleiche Einkerbung vorhanden, diesmal aber auf dem C von DEUTSCHES



Ob die Mi-Nr. 70 oder 85 betroffen ist, kann ich nicht sagen, weil die Marken auf Belegen kleben und ich das Wasserzeichen nicht bestimmen kann.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
spain01 Am: 12.09.2024 15:51:17 Gelesen: 23315# 89 @  
Hallo Allerseits,

im Schantl Plattenfehler Katalog Deutsches Reich ist unter anderem eine MiNr. 768 f 20, "(gebogener) brauner Strich durch die Marke (im linken Bereich)" gelistet. Diese Marke liegt mir nicht vor, aber ich zeige hier 3 Marken, bei denen ebenfalls gebogene Striche im Markenbild vorhanden sind:





Die Linien sind alle gerastert, so dass sie zu dem Druckverfahren bei dieser Marke passen. Die Marken lassen sich aber zu keiner Einheit zusammenfügen.

Wenn Haare auf der Druckplatte liegen, können die dann beim drucken durch den Anpressdruck der Platte auf das Papier aussehen wie eine gerasterte Linie? Wenn nicht, dann müsste es sich ja wohl um Plattenfehler handeln.

Bin gespannt auf eure Meinungen.

Gruß
Michael
 
Gehwegflatterer Am: 21.09.2024 21:14:56 Gelesen: 23045# 90 @  
Einen schönen guten Abend,

ich habe unter meinen Marken folgendes Exemplar der Mi Nr. 53 gefunden. Handelt es sich hierbei um eine Druckzufälligkeit oder um einen Plattenfehler?

Vielen Dank im Voraus.

Beste Grüße

Göran


 
spain01 Am: 12.11.2024 10:51:17 Gelesen: 22660# 91 @  
Deutsches Reich MiNr. 32 (B?)

Hallo Allerseits,

bei dieser Marke fällt ein sehr deutlicher Fleck in Form einer "6" zwischen G und E von PFENNIGE auf:



Des weiteren ist ein Bruch in der Verzierung oben rechts erkennbar:



Ist dies als Plattenfehler bekannt oder handelt es sich hierbei (leider) nur um eine Druckzufälligkeit?

Gruß
Michael
 
spain01 Am: 16.11.2024 17:05:48 Gelesen: 22540# 92 @  
DR MiNr. 333A **

Hallo Allerseits,

diese Marke zeigt eine deutliche Einkerbung im oberen Teil des Bogens der 5:



Ist dieser Fehler bekannt? Die Beschreibung im Mi-Spez (bei mir 2023) für die DR MiNr. 333 AF III scheint nicht auf diese Einkerbung passend.

Gruß
Michael
 
erron Am: 16.11.2024 18:51:43 Gelesen: 22534# 93 @  
@ spain01 [#92]

Nein, ist nicht der Plattenfehler Nr 333 III vom Bogenfeld 59 aus der OPD Breslau.

Dieser PF III sieht so aus.



Aus meinem Archiv: Links die Endstufe und rechts die Anfangsstufe des PF.

Diese kleine Einkerbung bei deinen beiden Marken ist nicht aufgeführt im Infla Band Nr 36.

Eventuell eine Druckzufälligkeit.

mfg

erron
 
spain01 Am: 16.11.2024 19:28:53 Gelesen: 22528# 94 @  
@ erron [#93]

Danke für die Info.

Aber: die links gezeigte Marke stammt von einem 10-er Feld (10, 20, 30 etc) und kann somit nicht Feld 59 sein.

Gruß
Michael
 
erron Am: 16.11.2024 20:30:25 Gelesen: 22518# 95 @  
@ spain01 [#94]

Stimmt, ist ein 10er Feld. Aber so steht es auch im MiSp. Feld 59, OPD Breslau.

Habe nun mal genauer im Inflaband Nr 36 nachgeschaut. Da steht:

OPD Breslau
Platte 1a meist "5" mit Innenlücke, Feld 59
Platte 1b "5" rechts aussen mit kleiner Kerbe, Feld 59.
Platte 1c "5" rechts aussen mit kleiner Kerbe Feld 1 (59)
Platte 1d "5" angebrochen Feld 1 (59)

Bei OPD Leipzig
"5" beschädigte Fahne Feld 60

Bei OPD München
Platte 1b "5" rechts beschädigt Feld 13
Platte 1c "5" rechts beschädigt Feld 13 und 92

Meine Vermutung: Anscheinend haben die Autoren im Jahre 1940 im Band 36 bei der OPD Breslau diese Bogennummer 59 falsch angegeben ? und es wurde so übernommen.

Hier aus meinem Archiv der Befund der Marke mit dem rechten Seitenrand.



mfg

erron
 
spain01 Am: 16.11.2024 20:42:46 Gelesen: 22515# 96 @  
@ erron [#95]

Danke für die ausführliche Info.

Könnte es sich bei meiner Marke demnach um die 1b/1c aus Breslau handeln? Von der Beschreibung her könnte das doch passen.

Gruß
Michael
 
erron Am: 16.11.2024 20:59:48 Gelesen: 22509# 97 @  
@ spain01 [#96]

Möglich ist es, dass die Marken aus den Platten 1b oder 1c sind. OPD Breslau

Wie ich schon geschrieben habe.
Dieser Band Nr 36 kam im Kriegsjahr 1940 heraus.

Seither ist die Forschung weiter.
Der verstorbene INFLA-Berlin Prüfer schrieb im Geleitwort zu diesem Band Nr 36 im Jahre 1995:

Auszug

"Nach so langer Zeit wissen wir, dass Änderungen und neue Erkenntnisse eingearbeitet werden müssen".

mfg

erron
 
spain01 Am: 19.11.2024 16:50:02 Gelesen: 22344# 98 @  
Hallo Allerseits,

heute bekam ich folgende Marke Deutsches Reich MiNr. 233:



Die Schrift unter dem Markenbild ist extrem nach unten bis in die Zähnung verschoben. Der normale Abstand beträgt etwa 2mm, hier sind es knapp 5mm, gemessen von dem oberen Ende der "4".

Passerverschiebungen kommen immer wieder bei Aufdruckmarken vor und sind in einem gewissen Rahmen nichts wirklich besonderes. Aber diese extreme Passerverschiebung halte ich für sehr bemerkenswert.

Gruß
Michael
 
Henry Am: 19.11.2024 17:22:00 Gelesen: 22338# 99 @  
@ erron [#93]

Hallo erron,

entschuldige bitte, wenn ich mich als Infla-Laie zu deinem Beitrag äußere. Das sind zwei schöne Schadstellen. Nach meinem technischen Verständnis handelt es sich aber nicht um eine Vor- und eine Endstufe, sonderen möglicherweeise um zwei getrennte Erscheinungen. Grund meines Argwohns ist der schwarze Punkt, der bei beiden Marken vorkommt. Bei deiner "Vorstufe" liegt er ja ziemlich nahe an der Welle der 5, bei der "Endstufe aber weiter unten. Die Form ist dennoch relativ gleich. Bei einer schadhaften Verschiebung hätte sich die Form aber doch sicher auch verändern müssen. Ich lasse mich aber gerne belehren.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
alex11 Am: 08.12.2024 10:28:46 Gelesen: 21999# 100 @  
Hi,

ich habe einige Briefmaken mit Angaben zu Plattenfehlern bekommen, welche offensichtlich nicht nach dem Michel zugeordnet wurden.

Unterhalb 2 Beispiele - 864 III sowie 885 IV - weiß jemand, nach welchem Katalog die Zuordnungen vorgenommen wurden und ob diese auch korrekt sind?

Danke und Grüße
Alexander



[Redaktionell verschoben aus dem Thema "Deutsches Reich Plattenfehler"]
 
alex11 Am: 08.12.2024 12:37:26 Gelesen: 21974# 101 @  
Statt einer Antwort eine Verschiebung in den Bereich Druckzufälligkeiten - toll.

Dabei ginge es ja gerade um die Frage, ob es sich um einen Plattenfehler oder um eine Druckzufälligkeit handelt.

Druchzufälligkeiten haben jedenfalls normalerweise keine III oder IV in der Bezeichnung.

Michel hat ja kein Monopol auf die Katalogisierung von Plattenfehlern.

In Österreich gibt's diesbezüglich z.B. auch noch den ANK und den Gindl.

In Deutschland Schrage, Schantl und vermutlich noch weitere Kataloge, welche sich mit dem Thema Plattenfehler beschäftigen.

Grüße
Alexander
 
tomato Am: 08.12.2024 12:40:55 Gelesen: 21974# 102 @  
@ alex11 [#100]

Ja mit den Michel-Nummern deutscher Marken in Verbindung mit römischen Ziffern muss man schon aufpassen, dass es sich wirklich auch um MICHEL-Plattenfehler handelt. Scheinbar ist es für manche Sammler, Händler und Autoren kein Problem die Michel-Nummer mit eigenen römischen Ziffern zu versehen und diese so als Plattenfehler verkaufsfördernd zu verkaufen oder auszugeben.

Also zumindest die 862 F 26 ist im kleinen Schantl-Katalog Deutsches Reich verzeichent. Und zwar auf Feld 26 und ohne Angabe der römischen Ziffer 864 III. 885 IV kenne ich nicht Das Bild ist auch nicht scharf genug.

Gruß Thomas
 
alex11 Am: 08.12.2024 18:48:40 Gelesen: 21913# 103 @  
@ tomato [#102]

Vielen Dank für Dein Feedback.

Zu 885 (IV):

Ich habe ein neues Bild gemacht.

Es führt eine 'Straße' vom oberen linken Rand bis zur Mütze.

Freundliche Grüße
Alexander


 
tomato Am: 08.12.2024 19:37:49 Gelesen: 21902# 104 @  
@ alex11 [#103]

Einen Plattenfehler halte ich hier für möglich. Hier ein ebay-Angebot:

https://www.ebay.de/itm/235862425869

Da dürfte die 884 im Eckrand der gleiche Fehler sein. Siehe auch den weißen Punkt über Mütze bei beiden Marken.

Könnte evtl noch bei Philotax verzeichnet sein. Philotax schreibt aber keine zusätzlichen römischen Ziffern hinter der Michel-Nummer.

Gruß Thomas
 
alex11 Am: 08.12.2024 20:46:23 Gelesen: 21880# 105 @  
@ tomato [#104]

Nochmals danke für Dein Feedback.

Die Plattenfehlerforschung ist ja noch nicht abgeschlossen; immer wieder werden neue gefunden bzw. fallweise verlieren Plattenfehler auch ihren Status, aufgrund neuester Erkenntnisse.

Dazu kommt noch, dass Universalkataloge wie der Michel gar nicht den Platz haben, alle bekannten Plattenfehler zu listen und zu beschreiben, sondern sich auf eine gewisse Auswahl beschränken müssen.

So kennt z.B. Gindl bei einigen Werten der Bautenserie ab 1959 weit über 500 Plattenfehler/Marke.

Diese auch im Michel/ANK alle aufzunehmen würde diese beiden Kataloge wohl bis zur Unlesbarkeit aufblähen.
 
lueckel2010 Am: 08.12.2024 23:18:32 Gelesen: 21853# 106 @  
@ alex11 [#100]

Guten Abend,

im Michel Deutschland-Spezial 2022, Band 1, sind die Mi.-Nr. 864 III und 885 IV nicht verzeichnet.

Allerdings "pflegt" Michel schon seit langem die "Unsitte", für Nebenbereiche von Sammelgebieten (z. B. Markenheftchen, Plattenfehler, Ganzsachen, Rollenmarken) "spezielle" Spezial-Kataloge herauszugeben.

So gibt es für 39.80 € den Katalog "Plattenfehler Deutsches Reich 1872-1945". Wann der herausgekommen ist, ist mir nicht bekannt (ich besitze keinen). Falls Du die Möglichkeit hast, in diesen reinzuschauen: Vielleicht wirst Du da fündig.

In dem, mir verliegenden Schantl-Plattenfehler-Katalog "Deutsches Reich, 1875 -1945, inkl. Dienstmarken", sind diese Plattenfehler nicht verzeichnet.

Moin, Gerd Lückert
 
alex11 Am: 09.12.2024 18:52:43 Gelesen: 21758# 107 @  
@ lueckel2010 [#106]

Hi,

ich finde das keine 'Unsitte', sondern den einzigen möglichen Weg, wenn Michel auch bei Plattenfehlern ein ernsthafter 'Player' sein will.

400 Seiten+ im normalen 'Deutschland bis 1945' für Plattenfehler extra wäre für die meisten wohl uninteressant und würde das Produkt sicher noch weiter verteuern.

Für echte Plattenfehler-Freaks hingegen sind 40 € wohl ok - wenn die Quantität und Qualität dieses Spezialkataloges passt.

Und da haben sie ihr Sammelgebiet kompakt präsentiert, ohne den 100 Extrasachen, welche halt im Standardwerk mit dabei sind.
 
Schradin Am: 19.01.2025 12:31:03 Gelesen: 21297# 108 @  
Hallo,

ich habe auf einem Beleg eine Mischfrankatur aus 516 und 604 (leider leicht stockfleckig), wobei die 604 oben rechts an der Wertziffer "6" eine recht markant sichtbare "Ausbeulung" in das innere Oval der Wertziffer hat.



Hier evtl. sogar klarer erkennbar:



Plattenfehler oder Druckzufälligkeit (Putze?) (im Michel Spezial nicht erwähnt)?

[Redaktionell verschoben aus Plattenfehler in Druckzufälligkeiten, solange keine Katalogisierung oder kein Attest vorliegt]
 
spain01 Am: 19.01.2025 19:11:39 Gelesen: 21258# 109 @  
DR MiNr. 760

Hallo Allerseits,

hier zeige ich eine Deutsches Reich MiNr. 760, postfrisch:



Auffallend sind hier die sehr deutlichen Flecken links neben TH von DIPHTHERIE:



Meiner Meinung nach handelt es sich dabei nicht um eine Druckzufälligkeit. Wäre schön, wenn sich durch Vorlage weiterer Marken mit dieser Auffälligkeit ein (potentieller) Plattenfehler bestätigen könnte.

Gruß
Michael
 
lueckel2010 Am: 20.01.2025 23:15:14 Gelesen: 21243# 110 @  
Deutsches Reich, Druckzufälligkeiten

Da ich nichts "Passsendes" gefunden habe, stelle ich in einem neuen Thema ein waagerechtes Pärchen der Mi.-Nr. 122 vor:



Beide Marken weisen insbesondere an den Bildecken markante Druckmängel auf:



Frage an die Experten: Ist das "normal" und eventuell durch das Druckverfahren (Buchdruck der Urmarken) bedingt? Wer kann mich "aufklären"?

Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
 
tomato Am: 25.01.2025 11:43:39 Gelesen: 21031# 111 @  
@ lueckel2010 [#110]

Ja das ist typisch für Buchdruck und als normal anzusehen durch zu viel Farbe. Solche Erscheinungen gibt es auch bei DDR-Marken wie Köpfe und Ulbricht.

Gruß Thomas
 

Das Thema hat 136 Beiträge:
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