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Thema: Deutsche Lokalausgaben 1945: Das Postreich Fredersdorf
Richard Am: 27.04.2018 09:38:43 Gelesen: 5560# 1 @  
Das Postreich Fredersdorf

In der aktuellen Michel-Rundschau April 2018 berichtet die Redaktion über die seltenen FM Marken des Postreichs Fredersdorf. Hinter den Frei-Marken (FM), Klebeetiketten des Postmeisters Franz Massimo (FM) verbirgt sich eine spannende Geschichte, die Dr. Manfred Kliem vom Heimatverein Fredersdorf-Vogelsdorf zu Papier gebracht hat [1].

Michel katalogisiert im neuen Spezial Band 2 auf den Seiten 35 bis 44 die ausgegebenen Fredersdorf Marken und weist darauf hin, dass die Bewertungen nur für BPP geprüfte Marken gültig sind. Es empfiehlt sich, das Vorwort auf Seite 35 zu lesen. [2]

Aktuell werden die Fredersdorf Marken von Dr. Philip Harder BPP geprüft [3].

Die Katalogredaktion weist auf steigende Notierungen hin, so sind die 8 Marken Mi. 170 bis 177 postfrisch im Satz nach 1.760 Euro in 2017 jetzt mit 4.400 Euro bewertet, ein Anstieg um 150 Prozent.

Auf ebay und anderen Handelsplattformen sind zahlreiche Marken und Belege im Angebot - Vorsicht bei allen Offerten mit nicht aktuell BPP geprüften Stücken [4].

In der PPA Mitgliederauktion wurde bisher nur ein Los erworben [5].

Schöne Grüsse, Richard

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Aus einem Angebot der Nordphila e.K., Lindhöft [6]:



1945, 5, 6 und XII Pf., Rahmengröße 18x25 mm, mit Zusatzfrankatur Sp 163FI und 164F auf Einschreibkarte (rückseitig unbeschriftet), Pracht

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[1] https://heimatverein-fredersdorf-vogelsdorf.de/Dokumente/Massino.pdf
[2] http://www.philaseiten.de/philabuch/show/245
[3] https://www.bpp.de/de/31-BPP-Briefmarkenpruefer-Philipp-Harder.html
[4] https://www.ebay.de/sch/i.html?_odkw=fredersdorf+gepr+harder&_osacat=10582&_from=R40&_trksid=p2045573.m570.l1313.TR0.TRC0.H0.Xfredersdorf+harder.TRS0&_nkw=fredersdorf+harder&_sacat=10582
[5] http://www.ppa-auktion.de/cgi-bin/auktion.pl?do=bu&bu=117&lo=14598
[6] https://www.philasearch.com/de/i_9396_32379/910_Deutsche_Lokalausgabe_Fredersdorf/9396-A459-2526.html?breadcrumbId=1524831790.5377&row_nr=16
 
Wim Ehlers Am: 23.11.2019 18:49:15 Gelesen: 4110# 2 @  
Einfallsreich in der Notlage

Die "Märkische Oder-Zeitung" berichtet über ein Stück Postgeschichte:

Es waren die vier Orte Fredersdorf, Vogelsdorf, Petershagen und Bruchmühle, die seinerzeit den Postbezirk Fredersdorf bildeten. Ersichtlich unter anderen an der gemeinsamen Postleitzahl. Die 1273 war das zu DDR-Zeiten, nach der Umstellung in der ersten Nachwendezeit auf das bundesdeutsche fünfstellige System dann die 15370. Das ist insofern nichts Ungewöhnliches. Dass die Fredersdorfer sozusagen ein Stück Philatelie-Geschichte geschrieben haben, dürfte allerdings nur den wenigsten bekannt sein. Kurzzeitig wurden dort eigene Briefmarken ausgegeben: Eine Maßnahme, die aus bitterer Notwendigkeit geboren wurde. Denn Fredersdorf war wenige Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine der drei ersten lokalen Postbehörden, die wieder ihre Arbeit aufnahmen.

Seine Ursprünge kann der örtliche Briefmarkensammlerverein "FM" bis ins Jahr 1950 zurückverfolgen. Zu DDR-Zeiten bestanden die Mitglieder als Gruppe unter dem breiten Dach des Kulturbundes. Etwa 50 Philatelisten aus Fredersdorf und den Nachbarorten waren zu Höchstzeiten vereint.


Hier der Link zum Beitrag:

https://www.moz.de/landkreise/maerkisch-oderland/strausberg/artikel8/dg/0/1/1766931/

Beste Grüße
Wim

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Philatelie in der Presse - Aus den Vereinen"]
 
Holzwuermlein Am: 13.02.2022 10:03:35 Gelesen: 1650# 3 @  
Hallo,

ich beschäftige mich schon länger mit der Materie.

Irritierend finde ich zb. die Sache mit den Stempeln. Es gibt da verschiedenste Aussagen:

1. befinden sich im Postarchiv Frankfurt.
2. 1946 vernichtet
3. bei Massimos Wohnungsauflösung in den Ofen geworfen
4.gibt es Gerüchte, dass seine Tochter diese mit nach Schweden genommen hat.

Auch die Auflagenzahlen finde ich denkwürdig. Es sind massig Marken aller Spielarten im Umlauf. Wenn man alle Auflagenzahlen zusammenrechnet und dann versucht,die Marken abzurechnen, die nach Beförderung im Müll gelandet sind. Es gab ja nicht so viele Sammler. Bleiben für meinen Geschmack zu viele übrig.

Die Thematik der Nachstempelungen mit nicht ölhaltiger Stempelfarbe von 1945 kann auch keiner mehr nachvollziehen.

Warum sollte 2 Jahre später kein Händler/Sammler im Besitz von normaler Stempelfarbe sein, um nachzustempeln oder die handelsüblichen Etiketten nachzubeschriften ? Es gab im Postamt immerhin 5 Angestellte.
 
achim11-76 Am: 13.02.2022 11:47:08 Gelesen: 1616# 4 @  
Das wird ganz einfach gewesen sein, zu allererst war da die Idee und der Wille, den Postverkehr wieder aufzunehmen. Email gab es noch nicht, Telefon hatten nur wenige und das funktionierte auch wahrscheinlich nicht mehr.

Als es dann im kleinen Rahmen angelaufen war, kamen Sammler und Händler auf den Plan und man hat dann wahrscheinlich angefangen in grösserem Stil diese Machwerke zu produzieren.
 
Philipp Harder Am: 13.02.2022 15:14:32 Gelesen: 1586# 5 @  
@ Holzwuermlein [#3]

Anmerkungen vom mir (Prüfer für Fredersdorf im BPP e.V.):

- Postmeister Massino hat im Juni 1945 mit den kleinen Etikettenmarken zu 5, 6, 8 und XII Pfg. dafür gesorgt, dass man Briefe wieder in die Briefkästen einwerfen konnte. Der früheste (echte) Brief mit Marken stammt vom 21. Juni.

- Die mit F.M überdruckten Hitlerkopfmarken gibt es ab 2. Juli 1945. Rudolf Bründlmayer (ein Sammler) hat sich später als Miterfinder der Überdruckmarken geoutet. Ob lose Überdruckmarken jemals am Schalter verkauft wurden, ist bis heute ungeklärt. Nur von den im November 1945 überdruckten Inflamarken wissen wir, dass ein Sammler dem Postamt Urmarken zum Überdrucken geschenkt hat.

- Im September 1945 wurden neben den kleinen gezähnten auch grössere Formate produziert. Zu Beginn hat man Wertziffern und F.M in gleicher Farbe gedruckt (z.B. Michelnummern Sp 205 - 208, 163 F I und 164 F). Etwas später hat man dann für die 5 und 6 Pfg. das F.M in violett und die Wertziffern in rosa gedruckt; bei 8 und XII Pfg. genau umgekehrt. Obige Karte vom 5.10. ist echt und zeigt die älteren, einfarbigen Etiketten mit F.M.

- Wieder etwas später hat man mit dem Bedrucken von gestanzten Etiketten begonnen und den Schaltersatz um die Wertstufe 30 Pfg. ergänzt: Sp 226 - 230.

- Ab 8.11.1945 kommen Marken mit kleinen Wertziffern vor: Sp 231 - 235, 246 - 250, 251 - 255. Parallel hat man immer wieder auch die alten grossen Wertziffern verwendet.

- Ab 24.11.1945 standen die Berliner Bärenmarken zur Verfügung.

- Ganzsachen muss man separat betrachten. Hier gibt es mit F.M überdruckte Karten der Hitlerkopfserien und mit losen Etiketten beklebte Feldpostkarten aus dem Bedarf.

Der originale Petschaftsstempel F.M blieb bei Massino. Sein Sohn hat ihn mir 1992 gezeigt und wir haben ein paar 5-Pfg. Marken Braunschweiger Löwe (Bund Mi.-Nr. 1448) damit überdruckt. Das wurde damals von mir in der MICHEL-Rundschau berichtet. Später wurde der originale F.M Stempel versteigert und wohl vom Postmuseum gekauft. Überprüft habe ich das nicht.

Neben dem originalen Petschaftsstempel hatte Massino ab November noch mindestens einen zweiten. Über dessen Verbleib weiss ich nichts.

Auflagezahlen haben Massino nie interessiert. Alle Angaben dazu basieren auf Hochrechnungen oder Schätzungen der jeweiligen Autoren.

Massino war kein Sammler, aber stolz auf seine Marken. Aus ganz Deutschland erreichten das Postamt schon während der Markenzeit immer mehr Bestellungen. Bis in den Winter 1945/1946 wurden noch Marken nachgedruckt und oft auch mit rückdatierten Stempeln entwertet. Einigen Sammlern war diese Spekulation zuwider. Sie haben sich bei der Zentralverwaltung in Berlin beschwert und damit war dann bald Schluss mit den Lokalmarken.

Ich werde in den nächsten 2 Jahren eine Homepage zu Fredersdorf ins Netz stellen. Bis es soweit ist, empfehle ich für den Einstieg die Loknot Rundbriefe #67 und #70 aus den Jahren 1991/92. Fredersdorfer Etikettenmarken wurden über Monate am Schalter verkauft und bedarfsmässig verwendet. Daneben gibt es "Machwerke", die nur einzelne Sammler bekamen. Zum Beispiel die Goldetiketten und XII-auf-8-Pfg. Provisorien, die alle auf Willi Engel zurück gehen.

Der teils ungeklärte Verbleib der Originalstempel stellt m.E. kein Problem dar. Ungestempelte Aufdruckmarken werden analog den Sächsischen Schwärzungen nicht geprüft. Die ovalen Notstempel nutzten sich schnell ab. Ungestempelte Etikettenmarken wurden anfangs nur von wenigen gesammelt, weil sie ohne Poststempel gar nicht wie Briefmarken aussehen.

Ergänzend dazu noch zwei Abbildungen von Bedarfsbelegen:


 
drmoeller_neuss Am: 13.02.2022 15:50:45 Gelesen: 1571# 6 @  
@ Philipp Harder

Vielen Dank für diese aufschlussreichen Artikel. Das deckt sich mit meinem Bauchgefühl zum Thema Lokalausgaben: die ersten waren noch aus der Not geboren, aber dann hat man in den kargen Nachkriegsjahren sehr schnell gemerkt, dass sich damit gute Geschäfte machen lassen. Da ist der ein oder andere Schinken gegen ein paar Lokalausgaben getauscht worden. Zum Herstellen brauchte man ja nur Papier und etwas Druckerfarbe, und in den Dörfern war nicht so viel zerstört, und für Marmeladenetiketten interessierte sich nicht die Besatzungsmacht.

Und zu den "Bedarfsbriefen": dass die Adressen mit der gleichen Schreibmaschine geschrieben sind, mag Zufall sein. Ich hoffe auch, dass es die "Ernst-Thälmann-Str." schon am 1. November in Eberswalde gegeben hat.

Die Menschen in Fredersdorf, Großräschen und Spremberg waren sehr schreibfreudig, was die vielen Ausgaben im Michel-Katalog erklärt. Auch die modernen Ausgaben von Äquatorial-Guinea, Guinea-Bissau, Sierra Leone, Liberia und Guyana lassen sich nur mit dem hohen Anteil an briefeschreibenden Menschen in diesen Ländern erklären. :)
 
Holzwuermlein Am: 13.02.2022 16:47:27 Gelesen: 1551# 7 @  
Hab da noch etwas passendes zum Thema "nachträgliche Stempelung" gefunden. Merkwürdigerweise kann sich kein älterer Fredersdorfer an die Markenhistorie erinnern.

Herr Kliem, der die wunderschöne Chronik geschrieben hat, ist leider auch nicht mehr befragbar.

Wie erwähnt, wohne ich in Fredersdorf.


 
Philipp Harder Am: 13.02.2022 17:47:19 Gelesen: 1526# 8 @  
@ Holzwuermlein [#7]

Passend zu Deiner Karte vom 19. Mai die späteste mir bekannte Verwendung eines Ovalstempels vom 12. April 1949. Dazu muss man wissen, dass Fredersdorf spätestens seit April 1946 über Normstempel verfügte. Das jahrelange Festhalten am Ovalstempel hatte also mehr mit "Traditionspflege" als mit "Notmassnahme" zu tun. Es war aber 1949 schon die dritte Neuanfertigung des gleichen Ovalstempels mit Sternchen. Rückdatierungen ins Jahr 1945 könnte man heute erkennen.


 
Michael 1969 Am: 19.06.2022 19:44:04 Gelesen: 701# 9 @  
Wodurch unterscheiden sich die Fredersdorfer Marken/Etiketten, die im Katalog mit laufenden Nummern gelistet sind (z.B. 50-53) von denen, die mit "Sp" (z.B. Sp 108, Sp 109) im Katalog stehen ?

Danke
 
Holzwuermlein Am: 21.07.2022 19:04:51 Gelesen: 438# 10 @  
@ PhilippHarder

Zuerst muss ich mal meine Bewunderung loswerden. Diese gilt den Prüfern, die ich kenne oder deren Veröffentlichungen ich lesen durfte. So in die Materie einzutauchen und sich im Laufe der Zeit, ein unschätzbares Fachwissen anzueignen, verdient Respekt.

Ich hoffe immer, dass, wenn ein Prüfer aufhört, egal aus welchen Gründen, dieses Wissen, samt Markenmaterial nicht irgendwo im Nirwana verschwindet, sondern der Nachwelt erhalten bleibt.

Nun die Frage, hast du schon mal im Archiv vom Rathaus Fredersdorf geforscht?

Gruss Jens
 
Philipp Harder Am: 21.07.2022 23:38:04 Gelesen: 397# 11 @  
@ Holzwuermlein

Im Archiv vom Rathaus Fredersdorf war ich nie.

Vor 30 Jahren war ich eine Woche lang in Fredersdorf. Damals habe ich mich u.a. mit Hanni Wagner ("Wa"-Signum auf kleinen Etiketten), Bernward Massino (Sohn von Franz Massino), dem Uhrmacher und Heimatforscher Herrn Siegfried Gross und dem Apotheker und Sammlervereinsvorsitzenden Herrn Graf getroffen. Ich weiss, dass es heute in Fredersdorf einen Heimatverein gibt. Dessen Veröffentlichungen habe ich soweit möglich gekauft. Aber für einen Besuch in Fredersdorf hat mir immer die Zeit gefehlt.

Ich hoffe immer, dass, wenn ein Prüfer aufhört, egal aus welchen Gründen, dieses Wissen, samt Markenmaterial nicht irgendwo im Nirwana verschwindet, sondern der Nachwelt erhalten bleibt.

Mein Material besteht aus

- 8 dicken Ordnern mit Marken und Belegen aus dem Zustellbereich des Postamts Fredersdorf mit Schwerpunkt auf der frühen Nachkriegszeit. Die könnte man mit vertretbarem Aufwand digitalisieren. Highlights aus meiner Sicht sind die kompletten Bogen von Etikettenmarken Sp 101b (132), 106 (132), 164a (25) und 236-239 (20). Bei Sp 206 arbeite ich an einer Plattierung eines kompletten Bogens. Daneben gibt es an Bogen nur noch einen mir aus Katalogabbildungen bekannten Bogen der Sp 104bz (132).

- etwa 200 GByte mit Scans von allen seit 2002 zur Prüfung vorgelegten Marken und Belege.

- einige Ordner mit Ausschnitten aus Auktionskatalogen und S/W - Kopien von Prüfvorlagen vor 2002. Auch das könnte man digitalisieren.

Problem ist die Aufarbeitung. Ich habe bisher niemanden gefunden, der die Adressen, Michelnummern und Stempeldaten für einen Mindestlohn in einer Datenbank erfassen würde. Also muss ich wohl noch 11 Jahre warten bis ich Rente bekomme. Sollte mir vorher etwas zustossen, kommt der ganze Plunder auf eine Auktion. Dafür ist gesorgt.

Wenn Du Kontakte vor Ort hast: Die grösste Wissenslücke habe ich hinsichtlich der Wiederaufnahme des Bahn- und S-Bahn-Verkehrs zwischen Fredersdorf und Berlin nach dem 2. Weltkrieg.



Frühester Brief nach dem 2. WK; zuadressierter Umschlag an Georg Schrimmer. Laufende #7 im Einnahmeverzeichnis; 8 Pfg. porto handschriftlich bestätigt "Wg" (Jutta Wagner).



Frühester Etikettenmarkenbrief vom 21. Juni; Handschrift von Bründlmayer (Sammler). Echtheitsbeweis ist hier das anfangs relativ klein und sorgfältig ausgeführte Namenszeichen "Wg".


 
Holzwuermlein Am: 31.07.2022 12:25:23 Gelesen: 231# 12 @  
Hallo,

es gibt im Archiv des Rathauses Fredersdorf eine Dame die sich vormittags um das Archiv kümmert. Nach Absprache mit der Gemeinde darf ich diese kontaktieren und mit viel Glück eintauchen. Der Heimatverein ist auch eine Option, obwohl die gern möchten, dass man diesem beitritt, wenn man Infos haben möchte.

Von älteren Nachbarn wurde mir erzählt, dass dieser Heimatverein nach der Wende von Tür zu Tür ging und um alte Dokumente bat. Denke mal, da ist bestimmt einiges zusammengekommen.

Wenn ich so meine Gassirunde drehe und mir ein ganz, ganz altes Menschlein über den Weg läuft, versuche ich immer diese auf die Briefmarkenzeit anzusprechen. Bis jetzt ohne Erfolg. Aber, ich bin sehr hartnäckig.

Weißt du zufällig, ob die Tochter vom Hrn. Massimo, die nach Schweden ausgewandert ist, noch lebt ?

Gruss Jens
 
Holzwuermlein Am: 31.07.2022 12:31:35 Gelesen: 227# 13 @  
@ phillipp

Ich glaube in den Aufzeichnungen des Herrn Kliem mal etwas über die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs gelesen zu haben, mit Hinweis auf das Archiv vom Rathaus Fredersdorf.

Was schätzt du, welcher zeitliche Aufwand, für das digitalisieren deiner "Schätze" ca. nötig wäre?

Gruss Jens
 
Philipp Harder Am: 31.07.2022 21:31:37 Gelesen: 194# 14 @  
@ Holzwuermlein [#12]

Weißt du zufällig, ob die Tochter vom Hrn. Massimo, die nach Schweden ausgewandert ist, noch lebt ?

Mir ist nichts gegenteiliges bekannt. Bernward Massino war während der Lokalmarkenzeit als Soldat in Kriegsgefangenschaft. Vor meinem Besuch in Fredersdorf hat er seine Schwester gefragt, was sie über die Lokalmarken berichten könnte. Es war nicht besonders viel. Aber vor einigen Jahren hat wohl Herr Graf erneut den Kontakt aufgenommen [1].

ich glaube in den Aufzeichnungen des Herrn Kliem mal etwas über die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs gelesen zu haben, mit Hinweis auf das Archiv vom Rathaus Fredersdorf.

Das würde mich wie gesagt sehr interessieren. Einiges steht in den Wikipedia-Artikel über den Bahnhof Fredersdorf, Bahnhof Mahlsdorf, Berliner S-Bahn Verkehr etc. Aber die genauen Termine und Informationen über die Häufigkeit der Verbindungen von und nach Berlin über Mahlsdorf habe ich bisher nicht gefunden.

Was schätzt du, welcher zeitliche Aufwand, für das digitalisieren deiner "Schätze" ca. nötig wäre?

Ich habe dank philaseiten jetzt einen Mitarbeiter. Das Einscannen wird bis zum Herbst erledigt. Eine digitale Kopie meiner Sammlungen kannst Du hoffentlich innerhalb eines Jahres bekommen. Um Verwirrung zu vermeiden, müssen echtes und falsches Material zuvor noch getrennt werden. Ich möchte auch keine unrealistischen Hoffnungen wecken. Meine Sammlung enthält schwerpunktmässig R-Briefe mit passender R-Zettel-Nummer für die Stempelprüfung. An Bedarfsbriefen und -karten habe ich rund hundert mit kleinen Etikettenmarken oder den gestanzten 6-Pfg.-Marken mit F.M und schwarzem Rahmen. Von der Mehrzahl der grossen Etiketten kenne ich auch nur Sammlerbelege oder gemachte Briefstücke. Und bei den ungebrauchten Etikettenmarken muss ich trotz 30 Jahren Beschäftigung mit Fredersdorf in vielen Fällen sagen, kein einziges Stück der entsprechenden Michelnummer zu kennen.

Wenn ich so meine Gassirunde drehe und mir ein ganz, ganz altes Menschlein über den Weg läuft, versuche ich immer diese auf die Briefmarkenzeit anzusprechen. Bis jetzt ohne Erfolg. Aber, ich bin sehr hartnäckig.

Ich hatte u.a. Kontakt zu Karl-Heinz Freitag, der damals als Schüler sein Taschengeld mit Markenhandel aufgebessert hat. Er hat sich über meine Belegkopien aus seiner Schülerzeit gefreut, aber ohne diese Hilfe hätte er das meiste nicht mehr gewusst. So wird es mit vielen Zeitzeugen sein.

Gruss
Philipp

[1] https://www.moz.de/lokales/strausberg/nachkriegsmonate-einfallsreich-in-der-notlage-49175178.html
 
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