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Thema: Fälschungen zum Schaden der Post in Deutschland seit der Euroeinführung
Das Thema hat 144 Beiträge:
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Journalist Am: 17.05.2018 11:50:20 Gelesen: 39393# 1 @  
Hallo an alle,

vor etlichen Jahren hatte ja das Autorengespann Wolfgang Maassen und Wilhelm van Loo regelmäßig in der philatelie über aktuelle Fälschungen zum Schaden der Post in Deutschland berichtet. Der erste Artikel über eine Fälschung mit Euroangabe (Doppelnominale) stammt aus der philatelie 304 vom Oktober 2002. Dort wurde über zwei verschiedene Varianten der Fälschung "Steinerne Brücke Regensburg" berichtet. Vor kurzem wurde ja auch an anderer Stelle über einen neuen Betrugsprozess in Bochum berichtet, bei dem es um aktuelle Fälschungen zum Schaden der Post ging. Dort wurde unter anderem die Marke "Buchenwälder" genannt. Es erscheint mir daher sinnvoll, dieses Thema nicht mal da oder dort in Teilen zu erläutern, sondern in einem zusammenhängenden neuen Tread.

Kann jemand diese Fälschung mal hier als Brief oder als Marke aus seiner Sammlung zeigen ? - Das wäre toll.

Gesucht wird hier aber nicht nur diese bekannte Fälschung auch andere oder bisher unbekannte Fälschungen ab dem Jahr 2002 bis heute können und sollen hier zukünftig vorgestellt werden.

Ich bin gespannt auf weitere Folgebeiträge - viele Grüße

Jürgen
 
Pete Am: 24.06.2018 18:25:34 Gelesen: 39168# 2 @  
@ Journalist [#45]

Vor kurzem wurde ja auch an anderer Stelle über einen neuen Betrugsprozess in Bochum berichtet, bei dem es um aktuelle Fälschungen zum Schaden der Post ging.

Der Vollständigkeit halber der Link zu diesem Thema im Forum:

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=11482&CP=0&F=1

Ein weiteres Thema, was sich mit aktuellen Fälschungen der Dauerserie "Blumen" befasst, befindet sich unter [1].

Was lange währt, wird endlich gut oder anders geschrieben, lief mir vorgestern nach ca. eineinhalbjähriger - bis dato erfolgloser - Suche in aktueller Kiloware die erste Fälschung zum Schaden der Deutschen Post über den Weg. Um das Fass voll zu machen, fanden sich gleich fünf Exemplare dieser Fälschung in dem ca. 4-5 kg Briefstücke umfassenden Posten der Jahre (Stempeldatum) 2013-2017, welche mir ein Sammlerkollege zwecks Durchsicht ausgeliehen hatte. Dieser Sammlerkollege war angenehm über das Ergebnis der Suche überrascht und gestattete es, einige Exemplare online in diesem Thema vorzustellen. Zwei Exemplare durften danach den Weg in meine Sammlung antreten. :-)

Es handelt sich bei den nachfolgenden Stücken um eine Fälschung der Briefmarke zu 0,60 Euro aus der Dauerserie "Blumen" (Mi-Nr. 3046), welche als Original am 05.12.2013 zwecks zum 01.01.2014 anstehender Erhöhung des Portos für einen Standardbrief (Format C6; Gewicht bis 20 g) von 0,58 Euro auf 0,60 Euro erschien.



Briefzentrum 70 vom 31.08.2015 bzw. Briefzentrum 74 vom 28.10.2015



Briefzentrum 70 vom 22.11.2015 bzw. Briefzentrum 74 vom 02.05.2016

Bedingt durch spätere Portoerhöhungen weisen die Briefstücke Ergänzungswerte auf (2015 Porto von 0,62 Euro, seit 2016 Porto von 0,70 Euro). Es ist nun rein spekulativ, dass die Fälschung zwar zur Ausgabe für das Jahr 2014 vorgesehen war, allerdings hauptsächlich (ausschließlich?) ab 2015 postalisch verwendet wurde.

Die Fälschung ist wie das Original selbstklebend und fiel bei der Durchsicht der Kiloware vor allem dadurch zuerst auf, dass das Papier der Briefmarke im Vergleich zu den Nachbarmarken nicht weiß sondern eher gräulich ("schmutzig") erscheint. Unter der Lupe sind auch kleine graue Pünktchen (Flecken) ersichtlich. Die Papieroberfläche ist ganzflächig glänzend, während das Original stellenweise matt erscheint. Das Druckraster wirkt - laienhaft ausgedrückt - grober.

Die Fälschung beinhaltet im Vergleich zum Original auch einen Zeichungsunterschied im oberen Drittel des Motivs. Wer sieht diesen?



Bund Mi-Nr. 3046 - links falsch, rechts echt

Die Fälschung fällt unter einer handelsüblichen UV-Lampe nicht auf, d.h. diese fluoresziert wie das Original. Die Zähnung (Stanzung) der Fälschung ist insgesamt auch gut getroffen und weicht nicht bzw. nicht wesentlich vom Original ab. Die vorliegenden Exemplare wurden in den benachbarten Briefzentren 70/71 (Stuttgart) und 74 (Heilbronn) maschinell entwertet. Dadurch lässt sich (bisher) eine Verwendungszeit dieser Fälschung von August 2015 bis August 2016 belegen.

Sind weitere Fälschungen bekannt bzw. liegen dubiose Stücke vor, welche nicht so recht einzuordnen sind?

Gruß
Pete

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1888
 
Holzinger Am: 24.06.2018 20:20:58 Gelesen: 39124# 3 @  
@ Pete [#46]

Meiner Meinung nach die Sonnenreflexion auf dem roten Blütenblatt (rechts oben unterhalb der grünen Blätter).
 
Pete Am: 24.06.2018 21:23:35 Gelesen: 39103# 4 @  
@ Holzinger [#117]

Danke für deine Überlegung. Ich meinte einen noch einfacheren Zeichnungsunterschied, womit man mit einer Lupe problemlos, beispielsweise auf einem Tauschtag, echt und falsch nachprüfen kann. :-)

Gruß
Pete
 
Holzinger Am: 24.06.2018 21:40:45 Gelesen: 39092# 5 @  
@ Pete [#118]

Aber hallo, warum mit der Lupe den unterbrochenen/durchgehenden (rechten) Konturenrand des "K" beim obigen Text suchen, wenn die "Reflexion" so deutlich in das Auge fällt. :-)
 
bignell Am: 24.06.2018 22:15:55 Gelesen: 39078# 6 @  
Ich sehe auch unten einen Unterschied, bei der Fälschung grenzt die Blume an den linken Bildrand (der eine Strich links unten), beim Original ist ein deutlicher Abstand.

Lg, harald
 
Journalist Am: 25.06.2018 11:14:50 Gelesen: 39022# 7 @  
@ Pete [#118]

Hallo an alle,

der von Pete gemeinte Unterschied ist auch ohne Lupe sehr gut erkennbar und hilft vor Ort bei jedem Tauschtag, diese Fälschung schnell und sicher zu erkennen. Je nach Sehstärke des Sammlers ist natürlich die Lupe zusätzlich hilfreich. :-)

viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 25.06.2018 21:12:34 Gelesen: 38922# 8 @  
Hallo an alle,

vielleicht noch ein Tipp - betrachtet doch mal die Schrift im Vergleich zwischen echt und falsch. :-)

viele Grüße Jürgen
 
Holzinger Am: 25.06.2018 22:01:41 Gelesen: 38905# 9 @  
@ Journalist [#123]

Meinst Du den Text "Kaiserkrone"? Da hatte ich doch am Beispiel des "K" bereits im Beitrag von Holzinger [#119] hingewiesen.
 
Journalist Am: 25.06.2018 22:23:42 Gelesen: 38889# 10 @  
@ Holzinger [#124]

Ja die Schrift ist deutlich unterschiedlich, zwar nicht ganz so deutlich beim großen K aber beim folgenden kleinen k und den direkt folgenden r - speziell die Serifen der Schrift haben mehr oder wenige deutliche Unterschiede, da die Schrift bei der Fälschung neu gesetzt wurde - dabei sind deutliche Fehler passiert. In der Septemberausgabe der philatelie, soll diese Fälschung ausführlich mit allen Details und Unterschieden vorgestellt werden.

Viele Grüße Jürgen
 
Pete Am: 01.07.2018 18:35:57 Gelesen: 38749# 11 @  
@ bignell [#121]

Ich sehe auch unten einen Unterschied, bei der Fälschung grenzt die Blume an den linken Bildrand (der eine Strich links unten), beim Original ist ein deutlicher Abstand.

Ein interessanter Gedanke! Leider nicht generell zutreffend, wie nachfolgend anhand vorliegender Originale der Mi-Nr. 3046 ersichtlich:



Wieso auch immer ist das Blumenmotiv trotz identischer Farbe (Blume und Bildrahmen) innerhalb des Bildrahmens in der Lage zu "wandern" - im Scan von links außen über die Mitte nach rechts außen. Eventuell mag dies mit der Ausgabeform dieser selbstklebenden Briefmarke, d.h. Folienblatt bzw. von der Rolle (verschiedene Rollengrößen?) abhängig sein.

Im Beitrag [#46] verwies ich auf einen bestehenden Zeichnungsunterschied zwischen echt und falsch. Journalist äußerte sich in Beitrag [#125] bereits entsprechend, dass der Blumenname bei der Fälschung neu gesetzt wurde. Ein auffallender Unterschied besteht darin, dass bei der Fälschung die Buchstaben "k" und "r" von "Kaiser krone" frei stehen, während am Original diese zwei Buchstaben durch einen waagerecht verlaufenden Strich miteinander verbunden sind. Dieser markante Unterschied lässt sich mit guten Augen bzw. mit der Lupe überprüfen.

Zusammenfassend würde ich als Merkmale zur Erkennung dieser Fälschung vermerken:

- Papier gräulich und nicht weiß, unter der Lupe kleine Flecken erkennbar
- Papier ganzflächig glänzend (Original innerhalb der Briefmarke im Regelfall unterschiedlich matt glänzend)
- gröberes Druckraster
- bestehende Zeichnungsunterschiede, u.a. bedingt durch eine Neusetzung des Blumennamens sind die Buchstaben "k" und "r" im Blumennamen nicht miteinander verbunden

Es müsste überprüft werden, ob sich die selbstklebenden Fälschungen im Wasserbad vom Trägerpapier (Bsp. Briefumschlag) ablösen lassen. Ich nehme an, dass dies nicht funktioniert.

Gruß
Pete
 
Journalist Am: 21.07.2018 11:14:42 Gelesen: 38597# 12 @  
Hallo an alle,

ich möchte heute hier aus aktuellen Posteingang eine weitere Fälschung zum Schaden der Post vorstellen. Diese Marke wurde ja schon mal vom Arbeitskreis Markenheftchen in seiner Info 6/2017 vorgestellt und dies wurde auch auszugsweise in der DBZ 2-2018 zitiert.

Anbei nun ein Ausschnitt aus einem überfrankierten Einschreibebrief aus aktuellen Posteingang mit einer Teilfrankierung dieser Marken:



Erkennbar ist diese Marke leicht an der falschen Zähnung - diese ist bei der Fälschung wellenförmig:



Wer kann hier gelaufene Exemplare aus der Kiloware zeigen ? oder sogar komplette Briefe ?

Viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 25.07.2018 13:46:13 Gelesen: 38438# 13 @  
Hallo an alle,

eben wurde als Vorabveröffentlichung der Artikel "Fälschung "Vogelwarte Helgoland" aus der philatelie auf der Webseite "Moderne Postgeschichte" freigeschaltet [1].

Dazu anbei nun hier auch einige ergänzende Bilder zur Fälschung:



Dies ist ein Bildvergleich der echten und der falschen Marke sowie rot markiert die zwei Stellen, an denen man mit bloßen Auge die Fälschung leicht erkennen kann.

Viele weitere Details, die aber eher nur unter der Lupe erkennbar sind, werden natürlich auch im obigen Artikel nicht nur textlich sondern auch mit ausführlich vorgestellt.

Beispielsweise wurde ja bei dieser Marke auch die Verpackung gefälscht:



Es folgt ein Vergleich links die falsche Rolle, rechts die echte Rolle von oben:



Auch die Nummern auf der Rückseite wurden gefälscht - hier allerdings noch sehr einfach und gut sichtbar:



(links die echten rechts die falschen Nummern)

Soweit einige Ausschnitte zu dieser Fälschung - viel Spaß beim Suchen in der Kiloware.

Mich interessieren dabei Frühdaten und Spätdaten (Stempel) bzw. ob jemand echt gelaufene Belege findet oder hier zeigen kann.

Viele Grüße Jürgen

[1] http://jolschimke.de/briefmarken-und-ganzsachen/faelschung-vogelwarte-helgoland.html
 
Journalist Am: 05.08.2018 18:12:04 Gelesen: 37950# 14 @  
@ Journalist [#45]

Hallo an alle,

ich habe mal eine Übersichtstabelle von Fälschungen zum Schaden der Post erstellt, die bisher in der philatelie im Zeitraum 2002 bis 2009 vorgestellt wurden. Da ich diese nicht als Exceltabelle hier direkt einbinden kann, habe ich entsprechende Bildschirmkopien erstellt:







In der ersten Spalte ist die Wertstufe, in der zweiten das Motiv, es folgt das Ausgabedatum, die Michelnummer, eine Unterscheidung ob nassklebend oder selbstklebend und hier ob Rolle oder Folienblatt, dann als Gedächtnisstütze ein Scan einer echten Marke.

In der vorletzten Spalte steht die entsprechende philatelie-Ausgabe, in der über diese Fälschung berichtet wurde und in der letzten Spalte steht der Monat und das Jahr der entsprechenden philatelieausgabe.

Insgesamt handelt es sich hier um 18 verschiedene Fälschungen, die im Zeitraum 2002 bis 2009 dort vorgestellt wurden.

Diese Tabelle soll als Anregung und schnelle Übersicht dienen, von welchen Motiven es Fälschungen gibt, die bisher bekannt sind.

Viele Grüße Jürgen
 
mediaskate Am: 08.08.2018 00:45:07 Gelesen: 37753# 15 @  
Hallo,

bin neu in diesem Forum. Als Frankaturhändler habe ich schon einige Erfahrung gemacht und möchte mich auf den Bericht äußern.

Vor kurzem wurde ja auch an anderer Stelle über einen neuen Betrugsprozess in Bochum berichtet, bei dem es um aktuelle Fälschungen zum Schaden der Post ging. Dort wurde unter anderem die Marke "Buchenwälder" genannt. Es erscheint mir daher sinnvoll, dieses Thema nicht mal da oder dort in Teilen zu erläutern, sondern in einem zusammenhängenden neuen Thread.

Kann jemand diese Fälschung mal hier als Brief oder als Marke aus seiner Sammlung zeigen ? - Das wäre toll.


Habe ein Foto der Buchenwälder angehängt, das ich selbst gemacht habe Wer sich das Bild genau ansieht wird jede Menge Fehler zum Original finden, abgesehen davon, dass die Fluoreszenz nur aufgedruckt war.


 
Journalist Am: 12.08.2018 09:12:05 Gelesen: 37568# 16 @  
@ mediaskate [#15]

Hallo Mediaskate,

danke für das Zeigen der Fotos von den gefäschten Buchenwäldern.

@ Journalist [#14]

Ergänzend zu obigen Beitrag möchte ich noch eine weitere Marke vorstellen, von der eine Fälschung zum Schaden der Post existiert. Es handelt sich dabei um die Marke "Europa" aus dem Jahr 2000 Michelnummer 2113 (Bei der folgenden Abbildung handelt es sich um die echte Marke):



Dies ist die erste Marke mit Doppelnominale, die auch gefälscht wurde. Im Michel ist diese auch als Fälschung zum Schaden der Post gelistet, es fehlen aber weitere Details, wie man diese erkennen kann. Im Buch von Wolfgang Maaßen "Echt oder falsch?" wird diese Fälschung aber ausführlicher vorgestellt. Bekannt wurde diese Fälschung laut dem Buch im September 2001 als Einzelmarke, aber auch als Zehnerbogen.

Das einfachste Kriterium beim Erkennen dieser Fälschung ist die UV-Lampe. Während die echte Marke grüngelb leuchtet, fehlt diese bei der gefälschten Marke.


Weitere relativ einfach erkennbare Merkmale sind alle nicht zur Markengestaltung notwendigen Flächen - diese sind bei der echten Marke auch als Fläche gedruckt, während diese bei der Fälschung gerastert sind (beispielsweise das "grün" der Marke.

Wer kann hier diese gefälschte Marke zeigen?

Viele Grüße Jürgen
 
Ron Alexander Am: 12.08.2018 16:31:58 Gelesen: 37490# 17 @  
@ Journalist [#16]

Hallo Jürgen,

habe meine Dubletten durchgeschaut, konnte aber nichts finden.

Was mir vor kurzem bei MiNr. 3046 aufgefallen ist unter UV Licht:



Die mittlere Marke leuchtet richtig weiß, die anderen nicht. Wenn ich sie im vollen Dublettenbestand betrachte dann springt sie einen schon fast an. Als würde man UV Licht auf ein weißes Papier richten. Würde fast sagen, Marke gedruckt auf ein anderes Papier unter UV licht erkennt man auch dünnere Stellen, hält man die Marke in der Hand bzw. Pinzette fällt nichts auf. Da ich hier einen UV Unterschied sehe, passt es nicht wie von Dir weiter oben gezeigt.

Lege ich beide Marken übereinander, unten Original, die fragliche Marke darüber so stimmt der Druck überein, keine Abweichungen:



Grüße,
Ron
 
Journalist Am: 13.08.2018 10:29:10 Gelesen: 37397# 18 @  
@ Ron Alexander [#17]

Hallo Ron,

beim Thema "Wiederverwendete PWZ" hatte ich schon mal am Rande erwähnt, das aus mir noch nicht bekannten Gründen bei der Betrachtung von abgeweichten modernen Briefmarken unter UV-Licht, so wie von dir auch geschildert, sehr große Unterschiede auftreten können.

Was hier die Ursache ist, ist mir noch nicht klar, ob es am Abweichprozeß liegen könnte, der die UV-Schicht beeinflusst oder ... ? eine Kombination aus verschiedenen Ursachen .... ?

Ich würde dies aber eher in diesem Tread nicht weiter verfolgen bzw. lieber nur im dem Tread "Wiederverwendete PWZ" weiter diskutieren wollen, damit wir uns hier nicht verzetteln.

Wie schon mal an anderer Stelle auch geschrieben, ist natürlich die UV-Lampe schon mal ein erstes wichtiges Hilfsmittel beim groben überprüfen von Marken, ob es sich um eine Fälschung handeln könnte.

Sie hilft etwa zu 60% weiter. Je nach gefälschter Marke gibt es dann weitere teils mit bloßen Auge erkennbare Details, die helfen die Fälschung schnell zu erkennen. Bei der obigen Marke Kaiserkrone ist dies besonders die Schrift "Kaiserkrone" - ausführliche Details und Abbildung werden in der nächsten philatelie vorgestellt werden.

Ein weiteres sehr günstiges Hilfmittel habe ich jetzt durch einen Bekannten gezeigt bekommen - eine 60fach-Lupe mit LED-Beleuchtung, mit der man schnell bestimmte Details anschauen kann oder sich die Raster an einer bestimmten Stelle betrachten kann.

Diese 60fach-Lupe kommt aus China und wird von vielen Anbietern zu unterschiedlichen Preisen von circa 2 Euro bis 10 Euro angeboten. Ich habe nun so eine Lupe zu Testzwecken in China für 1,75 Euro incl. Versandkosten incl. Batterien und Kunstlederbeutel zum Unterbringen bestellt. :-)

Allerdings muss ich nun noch circa 4 Wochen warten, bis diese hier in Deutschland ankommt. Spätestens in Sindelfingen kann ich diese dann tatsächlich zeigen bzw. testen, ob sie das verspricht, was diese auf den ersten Anschein her suggeriert.

Soweit für heute viele Grüße Jürgen
 
Shinokuma Am: 13.08.2018 20:34:50 Gelesen: 37317# 19 @  
Hallo Jürgen,

ich habe so den Eindruck, dass Du hier der Experte in Sachen Fälschungen zum Schaden der Post bist.

Daher meine Frage: Sind bereits Fälschungen der Mi.Nr. 2311 bekannt?

Mir ist kürzlich unter dem Mikroskop ein gravierender Unterschied bei der Rasterung des unteren rechten Sockels aufgefallen. Typ I und Typ II unterscheiden sich sowieso, aber ich habe eine einzige Marke, die noch eine dritte Rastervariante aufweist.

Ich zeige hier mal Fotos der 3 Rastertypen. Sollten die hier nicht gut erkennbar sein, sende ich auf Anfrage auch gerne die Fotos als E-Mail-Anhang direkt.





Links ist Typ I zu sehen, rechts die normale Typ II und unten die abweichende Variante.

Die Unterschiede lassen sich sogar mit einer Lupe gut erkennen, wenn auch nicht so präzise.

Beste Grüße
Gunther
 

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