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Thema: Österreich Ganzsachen Umschläge
Das Thema hat 30 Beiträge:
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Cantus Am: 11.07.2018 01:37:53 Gelesen: 7125# 6 @  
@ Cantus [#5]

Heute habe ich vermutlich den Umschlsag bei Delcampe gefunden, auch wenn die Abbildung etwas differiert. Hier wird ein sauberer Umschlag gezeigt, bei delcampe sieht es so aus, als sei unten ein Knick, vielleicht steckt der Umschlag aber auf einer Steckseite. Bei Delcampe beschrieben als U 108, was vermutlich auch stimmt, denn Umschlaginnendrucke kann ich nach dem Bild nur der Außenseite nicht unterscheiden. Ich habe mir den Umschlag in die Beobachtung gelegt, habe jetzt aber festgestellt, dass er bei mir schon vorhanden ist.

Dagegen fehlen mir noch gestempelte Exemplare von U 95, 96, 97, 99, 100, 104, 105, 107, 113, 114 und viele, viele weitere. Alle diese Umschläge sind so etwa nach 2000 erschienen und wer passendes Material hat, kann es gerne hier bei der PPA oder bei delcampe anbieten, ich werde es bemerken.

In ein paar Tagen zeige ich hier weitere Umschläge.

Viele Grüße
Ingo
 
Baber Am: 11.07.2018 11:08:27 Gelesen: 7093# 7 @  
@ Apn [#4]

Hallo Apn,

diese Ganzsachenumschläge wurden ab 2002 als sog. "Bonusbriefe" als Paket mit 5 Stück verkauft, erfreuten sich bei den Postkunden aber keiner großen Beliebtheit. Die Restbestände wurden dann mit dem Aufdruck "Justiz" ab 2003/4 von den Justizbehörden aufgebraucht.



Gruss
Bernd
 
Cantus Am: 11.07.2018 13:42:23 Gelesen: 7071# 8 @  
@ Baber [#7]

Hallo Bernd,

bei den Justiz-Umschlägen bin ich so gut wie komplett, aber mir geht es ja um die Originalumschläge, die echt gelaufen so gut wie gar nicht aufzutreiben sind. Das ist sicherlich ähnlich wie bei den Plus-Briefen der Deutschen Post, von denen nur ab und zu Umschläge im gebräuchlichsten dinC6-Format zu finden sind, aber Langbriefe ohne Zudruck - wer benutzt denn so etwas?

Viele Grüße
Ingo
 
Baber Am: 11.07.2018 14:19:03 Gelesen: 7064# 9 @  
Hallo Ingo,

ich habe Dir eine Mail geschickt mit den Umschlägen die ich dir anbieten kann.

Gruss
Bernd
 
henrique Am: 30.03.2019 00:07:50 Gelesen: 6443# 10 @  
Hallo,

ein Umschlag aus dem Jahr 1989 zu "500 Jahre Markt Reutte"



Habe soeben bemerkt, dass ein ähnlicher Beleg (allerdings mit Zusatzmarke) bereits im Beitrag [#3] eingestellt ist.

Henrique
 
henrique Am: 30.03.2019 00:21:42 Gelesen: 6439# 11 @  
Hallo,

ein weiterer Ganzsachen-Umschlag mit Wertstempel zu 5 ÖS, gesendet am 15.3.1990 von Korneuburg nach Wien:



"Kulturstätte Kloster Riedenburg BREGENZ"

Henrique
 
Cantus Am: 01.04.2019 13:05:02 Gelesen: 6413# 12 @  
Von mir heute ein älterer Umschlag der Ausgabe des Jahres 1896, Michel U 67. Der zugehörige Brief wurde am 25.12.1897 in Hotzenplotz, einer Stadt mit etwa 2.200 Einwohnern im Landkreis Jägerndorf, aufgegeben und war an eine Adresse in Breslau gerichtet, wo er bereits am 26.12.1897 eintraf. Rückseitig findet sich als Absender eine Vignettte vom K.K.Post & Telegrafenamt Hotzenplotz.





Viele Grüße
Ingo
 
henrique Am: 05.04.2019 15:59:20 Gelesen: 6370# 13 @  
Hallo Ingo,

ein Super Beleg mit schönem Stempel. Hat mich begeistert und berührt, da die Großeltern meines Vaters in diesem Bereich gelebt haben.

Habe daher etwas recherchiert und kann weitere Informationen geben.

Die Stadt Hotzenplotz liegt in den Sudeten in der Mikroregion Osoblaha am linken Ufer der Osobłoga, etwa 14 Kilometer nordöstlich von Głubczyce (Leobschütz) und 19 Kilometer nördlich von Krnov (Jägerndorf).

Im Tschechischen wie im Deutschen und auch im Polnischen trägt die Stadt den Namen des Flusses, an dem sie liegt: Osoblaha, Hotzenplotz bzw. Osobloga.
Der Breslauer Forscher Heinrich Adam vermutete 1888 einen vorslawischen Flussnamen ‚Ossa‘, aus dem dann ein slawisches ‚Ossoblavia‘ oder ‚Ossoblaka‘ geworden sei, von „der Ossa umflossen“ oder „… durchflossen“.

Osoblaha – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Osoblaha

Osoblaha (deutsch Hotzenplotz) ist eine Stadt im tschechischen Okres Bruntál (Bezirk Freudenthal). Als Eigentum des Olmützer Bistums war die Enklave Hotzenplotz gleichzeitig auch ein Lehen der Könige Böhmens.

Die Stadt war bis 1918/20 eine mährische Exklave in Schlesien und gehörte als solche zum Kronland Mähren, im Bereich der staatlichen Verwaltung aber zur Statthalterei Schlesien.

Im Jahr 1945 gehörte die Stadt Hotzenplotz zum Landkreis Jägerndorf im Reichsgau Sudetenland, Regierungsbezirk Troppau, des Deutschen Reichs.

Beste Grüße
Henrique
 
Franz88 Am: 15.12.2019 00:20:08 Gelesen: 5806# 14 @  
Hallo Sammlerfreunde,

am 29.4.1994 wurde ein Umschlag zu 6 Schilling ausgegeben. Der Wertstempel zeigt die Pfarrkirche von Neunkirchen.

Auf dem Umschlag links unten ist die Kirche mit den Text " 1094-1994 - 900 Jahre Neunkirchen" abgebildet. Der Umschlag ist im Austria Netto Katalog unter der Nummer 77 gelistet.

Der Brief wurde am 13.6.1994 in Neudau (Steiermark) aufgegeben.



Liebe Grüße
Franz
 
Ichschonwieder Am: 03.08.2020 18:17:59 Gelesen: 5197# 15 @  
Ich hoffe, dass der Beleg im richtigen Thema ist und dass jemand dafür eine passende Erklärung abgibt.



VG Klaus Peter
 
Franz88 Am: 04.08.2020 14:34:52 Gelesen: 5169# 16 @  
@ Ichschonwieder [#15]

Hallo Klaus Peter,

der von dir gezeigte Umschlag wurde am 5.5.2005 ausgegeben. Er ist der NÖ Landesaustellung in Heldenberg gewidmet und hat einen Nennwert von 0,55 Euro. Der Umschlag ist im Austria Netto Katalog unter der Nummer 96 gelistet.

Liebe Grüße
Franz
 
becker04 Am: 18.03.2021 13:47:00 Gelesen: 4095# 17 @  
Hallo zusammen,

habe hier einen Ganzsachenumschlag, abgeschickt am 26.10.1882 von einem Fischhändler aus Wien (Weißgerber) an eine Fischhandlung in Berlin, Ankunft dort am 28.10.1882.



Viele Grüße
Klaus
 
becker04 Am: 11.09.2021 08:03:58 Gelesen: 3210# 18 @  
@ becker04 [#17]

Inzwischen habe ich erfahren, dass es sich hier um einen Geldbriefumschlag handelt.

Heute möchte ich einen - wohl normalen - Ganzsachenumschlag zu 5 Kreuzer zeigen, aus Klęczany nach Berlin vom 28.5.1895, Ankunft am nächsten Tag. [1]



Viele Grüße
Klaus

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Kl%C4%99czany,_Gorlice_County
 
bayern klassisch Am: 02.10.2021 10:03:55 Gelesen: 3172# 19 @  
Liebe Freunde,

heute möchte ich einen besonderen Brief vorstellen, der leider hinten nur noch fragmentarisch erhalten ist, auch keinen Inhalt mehr aufweist, aber dennoch interessant genug war, um mein Interesse zu wecken und meinen Geldbeutel zu ziehen.



Eine Ganzsache zu 15 Neukreuzern (Nkr.) wurde im österreichischen Neureichenau am 30.11.1865 unter Recommandation aufgegeben. Gerichtet war sie "Seiner Wohlgeboren Herrn Alois Karesch Langestrasse Nro. 21 in Bremen per Leipzig Recommandirt sehr dringend Nach Abgang der Post.

Der Brief erhielt zuerst einen RECOM. - Stempel, den ich der Aufgabepost zuordne, um dann per Bahnpost wohl von Preussen eine Recommandirt - Stempel in rot zu erhalten. Ab 1.1.1861 mit dem neuen Postvereinsvertrag konnten Expressbriefe nur recommandirt verschickt werden - das hätte aber zusätzliche 15 Neukreuzer = 3 Silbergroschen gekostet, die in Ermangelung ihrer Frankatur auch rechts von der Aufgabepost notiert wurden, dann aber von derselben Hand wieder gestrichen wurden, weil man a) entweder kein Geld für diese expresse Versendung in die Hand nehmen wollte, oder b) man die Kosten dem Empfänger ersparen wollte, hatte man doch mit Franko und Reco schon 25 Nkr. hinblättern dürfen.

Die Unterstreichung mit Rötel "Nach Abgang der Post" kenne ich so aus den 1860er Jahren gar nicht mehr, scheint aber der Aufgabepost sehr wichtig gewesen zu sein.

Hinten/innen lese ich noch: "1865 NeuReichenau 30. Novemberg Adolf Pollak erhalten 4. Dezember".

Vlt. liege ich aber auch als Ahnungsloser von Altösterreich mit meinen Aussagen völlig daneben und würde mir von daher Aufklärung wünschen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch

P.S. Wer Interesse hat, das gute Stück mit einem für mich passenderen aus/nach Bayern zu tauschen, darf sich gerne bei mir melden !

[Auf Wunsch von Ingo (cantus) redaktionell verschoben aus dem Thema "Österreich Ganzsachen - amtliche Postkarten"]
 
Cantus Am: 04.10.2021 23:55:00 Gelesen: 3068# 20 @  
Österreich Ganzsachen Umschläge

Die ersten Ganzsachenumschläge wurden in Österreich ab 1861 verkauft. Es gibt zwei Umschlaggrößen, Type A = 147 x 85 mm, Type B = 148 x 118 mm. Type B ist bei dieser Ausgabe erheblich seltener und auch ich kann hier nur Type A zeigen. Insgesamt wurden acht verschiedene Wertstufen mit Umschlägen bedient, und zwar zu 3 und 5 und 10 und 15 und 20 und 25 und 30 und 35 Kreuzer, alle in klein und groß.

Alle Umschläge tragen rückseitig auf der Umschlagklappe einen eingepressten Klappenstempel, wobei mehrere Varianten der Klappenstempel vorkommen. Bei gelaufenen Umschlägen lassen sich in aller Regel diese Klappenstempel nicht bestimmen, da die Absender üblicherweise exakt an der Stelle den Umschlag mit einem Lacksiegel versahen. Gelegentlich gelingt es, von der Umschlaginnenseite her den Klappenstempel zu bestimmen, das ist aber recht mühselig und oft nicht von Erfolg gekrönt. Soweit ich aber bei dieser und den folgenden Ausgaben den Klappenstempel bestimmen konnte, gebe ich seine Nummer, z.B. K 6a, mit an.

Es gibt von den ersten acht Umschlägen allerlei Neudrucke in recht kleiner Auflage, die in den Jahren 1866 bis 1887 hergestellt wurden, ich selber besitze davon aber nur ungebrauchte Exemplare.

Zum Start zeige ich heute einen Umschlag zu 15 Kreuzer in blau, der an einem 13.7. (Jahr unbekannt) von Triest nach Wien gelaufen ist. Da der Absender sich nicht sicher war, wo das Fräulein Maier denn tatsächlich wohnt, gab er zwei verschiedene Straßennamen in Wien an - und die Post konnte offensichtlich den Brief ordnungsgemäß zustellen.



Rückseitig findet sich nur ein undeutlicher Ankunftstempel sowie ein unleserliches Siegel.



Mi. U 4A / K 3

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 06.10.2021 01:45:41 Gelesen: 2996# 21 @  
@ becker04 [#17]

Hallo Klaus,

dein Geldbrief-Umschlag ist keine Ganzsache. Das Porto für die Beförderung von Geld- bzw. Wertbriefen (mit Geld- oder adäquatem Inhalt) setzte sich aus der normalen Beförderungsgebühr des Briefes und einer eigenen Wertgebühr zusammen. die Gesamtgebühr musste ausnahmslos bar am Postschalter frankiert werden, selbst, wenn der Aufgeber einen Ganzsachenumschlag als Geldkuvert verwendete; in diesem Fall wurde der Wertstempel des Ganzsachenumschlags mit einem Haken versehen und als nichtig betrachtet.

Wenn du dich intensiver mit dem Thema befassen möchtest, dann empfehle ich dir das 1993 erschienene Handbuch "Die amtlichen Geldbriefumschläge der österreichischen Post", verfasst von Franz Hochleutner und Henry Pollak, erschienen als Jubiläumsausgabe zum 80jährigen Bestand des Wiener Ganzsachen- und Poststempelsammlervereins. Das Buch dürfte heute allerdings nur noch antiquarisch zu finden sein. Eine Neuauflage gibt es nicht, Ergänzungen dazu jedoch in einem aktuell in Österreich erschienenen Artikel von mir.

Viele Grüße
Ingo
 
bignell Am: 06.10.2021 20:42:11 Gelesen: 2971# 22 @  
@ bayern klassisch [#19]

Hallo Ralph,

die Vorderseite sieht sehr hübsch aus, schade dass die Rückseite beschädigt ist.

Der Stempel von Nový Rychnov [1] (Müller 1902a - 35 Punkte auf der 5. Ausgabe) ist gar nicht so häufig und auch recht schön abgeschlagen. Interessant finde ich auch rückseitig den Leitvermerk "pr Pilgram" (= Pelhřimov [2]) - ist vermutlich für ein eventuelles Antwortschreiben gedacht, damit dieses nicht in Niederbayern [3] landet - somit hat der Beleg indirekten Bayern-Bezug und passt in Deine Sammlung. :)

Liebe Grüße,
harald

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Nov%C3%BD_Rychnov
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Pelh%C5%99imov
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Neureichenau
 
Cantus Am: 17.10.2021 14:10:47 Gelesen: 2890# 23 @  
Heute ein Umschlag zu 3 Kreuzer in grün der Ausgabe von 1863, in Wien gelaufen. Das exakte Verwendungsjahr ist aus dem Poststempel nicht ersichtlich, Spezialliteratur dazu habe ich momentan nicht zur Hand. Der rückseitige Klappenstempel ist nur im Gegenlicht und nur bei schräg gehaltenem Umschlag zu erkennen, der Scan gibt da leider nichts her.





Mi. U 17 - K 4b

Viele Grüße
Ingo
 
bayern klassisch Am: 17.10.2021 14:20:43 Gelesen: 2888# 24 @  
@ bignell [#22]

Lieber Harald,

danke für die Links - ein Traum !

Liebe Geüsse,
Ralph
 
Briefuhu Am: 27.10.2021 12:16:10 Gelesen: 2794# 25 @  
Jetzt wieder was Neueres. Eine Ganzsachenumschlag mit dem Motiv Kaffeehaustradition. Der Brief ging am 24.05.2002 von Höhnhart nach Braunau. Da ich keinen entsprechenden Katalog besitze, habe ich im Internet recherchiert.

Laut einem Händler soll es sich um einen "Bonusbrief" vom Oktober 2002 mir der Nr. U 105 handeln. Gelaufen ist die Ganzsache aber schon im Mai.



Schönen Gruß
Sepp
 
HWS-NRW Am: 27.10.2021 17:38:48 Gelesen: 2777# 26 @  
@ becker04 [#17]

Hallo,

gilt der Beleg wirklich als Ganzsache ? Habe derartiges bisher noch nie gesehen, Danke für´s zeigen.

mit Sammlergruß
Werner
 
Baber Am: 27.10.2021 18:19:29 Gelesen: 2762# 27 @  
@ HWS-NRW [#26]

Diese ganz normalen Ganzsachen sind im Michel Österreich-Spezial gelistet unter Sonderwertstempel: U95-U100, U102-103, U108-110, U113.

Nachdem sie in Packungen zu 5 Stück verkauft wurden, waren sie nicht sehr beliebt und der Lagerbestand wurde dann 2004 von den Gerichten mit dem Zudruck "Justiz" aufgebraucht. Michel DUB1 und DUB2.

Eigentlich war man dumm, denn mit diesen Wertstempeln ohne Währungsangabe, ewig gültig für Inland oder Europa, hätte man den Portoerhöhungen ab 2001 ein Schnäppchen schlagen können.

Gruß
Bernd
 
Cantus Am: 22.09.2022 22:42:06 Gelesen: 225# 28 @  
Nach langer Zeit wieder einmal ein Beitrag.

Im Jahr 1864 erschienen amtliche Ganzsachenumschläge zu 3, 5, 10, 15 und 25 Kronen, wobei der Umschlag zu 5 Kronen heute noch am häufigsten anzutreffen ist. Diese Umschläge besitzen im Umschlagpapier kein Wasserzeichen, ganz im Gegensatz zu den Umschlägen der Ausgabe von 1865. Darüber hinaus besitzen sie rückseitig einen anderen Klappenschnitt als die vorausgegangene Ausgabe des Jahres 1863. Zusätzlich unterscheidet man 4 verschiedene Klappenstempel am unteren Ende der rückseitigen Umschlagklappe, diese sind aber meistens sehr schwach ausgeprägt und lassen sich im Scan überhaupt nicht darstellen, weshalb ich hier auf die nähere Bestimmung verzichtet habe.

Der heute gezeigte Umschlag zu 5 Kronen lief am 15.3. (vermutlich 1864) von Innsbruck nach Unken bei Lofer. Da sich das Postamt in Lofer befand (Unken ist zu klein dafür gewesen), trägt der Brief rückseitig auch nur den Ankunftstempel von Lofer.





Mi. U 28

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 22.09.2022 22:52:15 Gelesen: 218# 29 @  
@ becker04 [#17]

Hallo Klaus,

dein Beitrag [#17] ist zwar schon länger her, aber ich muss da etwas richtigstellen.

Alle Geldbriefumschläge von Österreich, auch der von dir gezeigte, sind keine Ganzsachen, sondern ganz normale Formulare, für deren Versendung nach dem Kauf oder der Herstellung (bei privaten Geldbriefformularen) die erforderliche Gebühr in bar am Postschalter entrichtet werden musste, später war auch eine Frankierung mit Briefmarken möglich. Nähere Ausführungen dazu findest du im Thema "Portobestimmung Geldbriefumschläge".

Viele Grüße
Ingo
 
bayern klassisch Am: 28.09.2022 12:10:36 Gelesen: 92# 30 @  
Liebe Freunde,



eine 5 Neukreuzer - Ganzsache aus Bludenz (Vorarlberg) wurde mit einer 5 Nkr. Marke auffrankiert, damit der Empfänger in St. Gallen kein Nachporto zahlen musste, denn die Entfernung von 46 km Luftlinie war höher, als die 5 Meilen = 37,5 km, die ihn zu einem Grenzrayonbrief gemacht hätten. Über Feldkirch (Folgetag) kam er in St. Gallen an. Schön ist die Verschlußetikette der Firma Getzner Mutter & Compagnie. St. Gallen notierte hinten 5 Nkr., die der Schweiz zustanden; die anderen 5 Nkr. behielt Österreich.

Aber deswegen habe ich ihn gar nicht gekauft - der Grund war die Adresse, die sich wie folgt liest:

"Herrn A. Beutter Wohlgeboren mit Briefen der Herren Beutter & Compagnie St. Gallen".

Die Versandart "Brief mit Briefen" kenne ich nur von einiges altdeutschen Staaten und Österreich. Es wäre schön zu sehen, dass es sie noch von anderen Ländern gibt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 

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