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Thema: Danzig: Marken und Belege Januar bis März 1945
Das Thema hat 35 Beiträge:
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hajo22 Am: 29.07.2018 13:30:31 Gelesen: 14171# 11 @  
Faltbrief geschrieben am 22.1.1945 nach Oberbayern. 12 Pfg. AH entwertet mit Orts-Werbestempel Danzig 500 Jahre Krantor (b) vom Dienstag, den 23.1.1945.



hajo22

Wer Material aus dem betreffenden Zeitraum Januar bis März 1945 aus oder nach Danzig hat, bitte mitmachen.
 
hajo22 Am: 03.08.2018 19:02:06 Gelesen: 14120# 12 @  
Bislang habe ich Belege vom Januar und Februar 1945 aus und nach Danzig gezeigt.

Heute nun ein Brief vom März 1945, dem letzten Monat Danzigs im untergehenden Deutschen Reich.

Finanzamtsbrief "Frei durch Ablösung Reich" von Dienstag, dem 6.3.1945. Keine Frankatur erforderlich durch den Ablösungsstempel des Finanzamts Danzig 1. Maschinenwerbestempel "500 Jahre Danziger Kran" Danzig 5 (a).

Brief adressiert nach (2) Glöwen/Westpreußen.



Auf der Briefrückseite keine Vermerke.

hajo22
 
KaraBenNemsi Am: 05.08.2018 19:22:48 Gelesen: 14079# 13 @  
@ hajo22 [#9]

Hallo hajo22,

zum obigen Beitrag [#9] noch die Ergänzung, dass es sich um P 310 I mit einem Setzfehler handelt. Hier sind der vorletzte und der drittletzte Buchstabe im Wort буквами vertauscht, so dass links unten neben dem Wertstempel fälschlich букв маи steht.

Grüße

Carsten
 
hajo22 Am: 06.08.2018 12:54:42 Gelesen: 14043# 14 @  
@ KaraBenNemsi [#13]

Danke für den Hinweis.

Ich habe in meinem Ganzsachen-Katalog Deutschland 2007 (einen aktuelleren habe ich nicht) nachgesehen und die P310(F) I wertet da einzeln mit sage und schreibe 100 €.

Wichtig für mich ist dennoch nur der späte Stempel von Danzig. Ob mit oder ohne Setzfehler ist sekundär.

hajo22
 
olli0816 Am: 06.08.2018 14:46:58 Gelesen: 14029# 15 @  
@ hajo22 [#14]

Gibt es einen bekannten Letzttag, wann ein Brief abgeschickt werden konnte bzw. letztes Stempeldatum? Offiziell wurde Danzig am 30.3. erobert, aber wenn ich mir Wikipedia durchlese, dürften durch die Eroberungen der russischen Armee in der direkten Umgebung zwischen dem 19. und 23.3. wahrscheinlich keine Postbeförderung mehr stattgefunden haben. Ist dazu etwas bekannt?

Grüße Oliver
 
hajo22 Am: 07.08.2018 12:32:31 Gelesen: 13983# 16 @  
Privatbrief mit Vermerk "Flugpost" gestempelt Montag, den 19.3.1945 mit Ortswerbestempel "500 Jahre / Danzig Krantor" (b) nach Niendorf adressiert. Mit 12 Pf. und 6 Pf. Hitler um 1 Pf. überfrankiert (5 Pf. für Luftpost hätten genügt).





Die letzte Maschine aus Danzig, die auch Privatpost mitgenommen hat, soll am 18. (oder evtl. 19.) 3.45 geflogen sein.

Einen späteren März-Beleg aus Danzig 1945 besitze ich nicht.

zu [#15]:

Gibt es einen bekannten Letzttag, wann ein Brief abgeschickt werden konnte bzw. letztes Stempeldatum?

Die Frage kann ich leider nicht abschließend beantworten. Da Danzig Ende März 1945 von der Roten Armee eingenommen wurde (Kampfhandlungen um Danzig sollen ab 26.3. begonnen und spätestens zum 30.3. beendet worden sein), ist der Postverkehr vermutlich um den 20./21.3. eingestellt worden.

hajo22
 
Markus Pichl Am: 08.08.2018 22:07:16 Gelesen: 13936# 17 @  
@ hajo22 [#16]

Hallo hajo22,

das sind in meinen Augen ganz beeindruckende Belege, die Du uns aus dem Jahre 1945 zeigst. Vielen Dank dafür.

Meine wenigen im Jahre 1945 in Danzig gestempelten Habseligkeiten, beschränken sich im Moment auf die nachstehenden drei Briefstücke und dem Ganzsachenabschnitt. Die Daten Deiner Stücke, mit selbigen Stempeln, sind später.



Beste Grüße
Markus
 
Stefan Am: 31.08.2020 11:33:33 Gelesen: 12233# 18 @  
Nachfolgend eine Ganzsache, welche 1945 in Danzig-Praust aufgegeben wurde:



Sendung vom 03.02.1945 aus Danzig-Praust nach Ezelheim (Mittelfranken), Handstempel aptiert und ergänzt um die Postgebietsleitzahl "5a"

In [1] wurde der Text der Karte übersetzt.

Danke.

Gruß
Pete

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=243063#M43 (Beiträge 43 und 44)
 
Dulfen1 Am: 04.11.2021 09:10:56 Gelesen: 10680# 19 @  
Hallo,

hier ein Kartenbrief vom 21.03.1945 samt tragischem Inhalt. Sehr ähnlich dem bereits abgebildeten "Luftpost"-Brief.

Ebenfalls um einen Pfennig überfrankiert, evtl. gab es in dem Chaos einfach keine 5 Pfennig - Werte mehr.

Liebe Grüße
Ulf


 
hajo22 Am: 04.11.2021 09:50:23 Gelesen: 10664# 20 @  
@ Dulfen1 [#19]

Sensationeller Brief, gratuliere!

hajo22 ))
 
mark94 Am: 13.02.2022 19:26:28 Gelesen: 10195# 21 @  
Nun möchte auch ich einen Beitrag leisten.

Zu sehen ist eine Feldpostanweisung von Hohenstein nach Wien. Diese wurde am 05.03.1945 aufgegeben. Eine Auszahlung erfolgte nicht, die Rückseite ist ohne weitere Vermerke. Eine Besonderheit im Stempel ist leider nicht zu sehen. Bei diesem Stempel befindet sich die eingearbeitete Postleitzahl 5a im oberen Segmentbogen. Beide Stempel sind nicht optimal abgeschlagen. Man könnte z.B eine unebene Arbeitsfläche vermuten.

Noch ein paar generelle Anmerkungen zu dieser Thematik. Belege aus dem Raum Danzig aus 1945, wir orientieren uns dabei an dem Stadtgebiet wie es von 1920-1939 bestand, sind selten. Die vorhandenen Belege sind oft Feldpost, Flüchtlingspost oder Firmenpost. Ich möchte darauf hinweisen nicht das menschliche Leid dieser Zeit zu vergessen. Insbesondere wenn es Briefe mit Inhalt sind lohnt ein Blick darauf. Das ist gelebte Geschichte wie sie in keinem Geschichtsbuch steht. Die Zeitumstände kann sich aus heutiger Sicht keiner mehr wirklich vorstellen.


 
Matthias Bock Am: 13.02.2022 19:57:25 Gelesen: 10184# 22 @  
@ mark94 [#21]

Kleine Korrektur: Die beiden Stempelabschläge vorne sind ohne Postleitzahl. Hohenstein hatte zwei Stempel, von denen nur der mit dem Unterscheidungsbuchstaben "a" aptiert wurde (das a wanderte nach unten zum DANZIG). Der Stempel ohne Unterscheidungsbuchstabe blieb unverändert.

Tipp zum Auseinanderhalten: Beim Stempel ohne UB ist das D von DANZIG unter der Tageszahl, beim Stempel mit UB unter der Monatszahl. Ändert aber gar nichts daran, dass das ein tolles Stück ist. Danke fürs Zeigen!

Viele Grüße,
Matthias
 
bernhard Am: 13.02.2022 20:37:33 Gelesen: 10173# 23 @  
@ Matthias Bock [#22]

Stimme dir zu, es ist der Stempel ohne UB und ohne PLZ. Bei beiden Stempeln (ohne UB, UB a) sind jedoch beide Stege gebrochen, weshalb sie sich sehr ähnlich sehen. Eine weitere Unterscheidung ist die Uhrzeitangabe (Zeitraum 1944/1945).

ohne UB: vereinfachte 24-Std-Zeit
UB a: 12-Std-Zeit (mit V/N)

Viele Grüße
Bernhard
 
mark94 Am: 14.02.2022 10:11:38 Gelesen: 10142# 24 @  
Danke für die Korrektur, da war ich beim Blättern im Katalog nicht sorgfältig genug.
 
Dulfen1 Am: 03.04.2022 13:39:21 Gelesen: 9728# 25 @  


Danke Mark, für deine Anmerkungen zum Thema. Leider ist es gerade heute wieder sehr aktuell.

Hier noch ein Faltbrief vom 22.02.1945 an einen Kanonier (?) Feldpostnummer Hamburg (?)
 
charly999 Am: 04.04.2022 15:56:58 Gelesen: 9689# 26 @  
@ Dulfen1 [#25]

Der Brief ging an einen Kanonier der 4. Batterie leichte Flakabteilung 942 (o) (o = ortsfest). Bei Post an eine Luftwaffeneinheit wurde das zuständige Luftgaupostamt angegeben (hier Hamburg). Die Abteilung war in Ostfriesland stationiert.

charly999
 
Stefan Am: 12.04.2025 16:34:13 Gelesen: 3523# 27 @  
Der nachfolgende Handwerbestempel "DANZIG / 500 Jahre / KRANTOR" (Unterscheidungsbuchstabe b) auf einem Briefstück wurde in verschiedenen Beiträgen dieses Themas bereits gezeigt: [#6]; [#11]; [#16]; [#17]; [#19]; [#25] - aktuell belegt bis 21.03.1945 (vermutlich Letzttag)



Die bisher jüngste Sendung einer Behörde als Absender datiert vom 06.03.1945 (Beitrag [#12]). Mit diesem Briefstück wird die dienstliche Verwendung um drei Tage nach vorn auf den 09.03.1945 geschoben. Zumindest bis zu diesem Tag arbeitete noch jemand in einer Behörde trotz drohender Einkesselung durch die sowjetische Armee. Normalerweise würde ich flächendeckende Auflösungserscheinungen in behördlichen und privatwirtschaftlich organisierten Strukturen erwarten. Der Handstempelabschlag ist ein stummer Zeuge einer Zeit, welche sich hoffentlich nicht nochmals wiederholen wird.



Handstempelabschlahg vom 09.03.1945, Scan zu 600 dpi

Gruß
Stefan
 
angim Am: 12.04.2025 19:08:23 Gelesen: 3491# 28 @  
@ Stefan [#27]

Hallo Stefan,

die Marken sind Parteidienstmarken und wurden nicht von Behörden verwendet.

Vielmehr benutzte die NSDAP und ihre Unterorganisationen diese Parteidienstmarken.

Viele Grüße
Thomas
 
bedaposablu Am: 21.12.2025 19:49:05 Gelesen: 1748# 29 @  
Hallo miteinander!



Hier ein Brief aus Berlin vom 14.05.1942 nach Jurata bei Danzig an eine Schülerin Magda Friebe. Leider kann ich mit "KLD= ....." nichts anfangen, geschweige im Internet etwas finden.

Wer kann hier weiter helfen?

Vielen Dank und viele weihnachtliche Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
Stefan Am: 21.12.2025 19:57:24 Gelesen: 1744# 30 @  
@ bedaposablu [#29]

Leider kann ich mit "KLD= ....." nichts anfangen, geschweige im Internet etwas finden.

Eventuell ist "KLV" gemeint, also "Kinderlandverschickung"?

Gruß
Stefan
 
bovi11 Am: 21.12.2025 20:00:25 Gelesen: 1740# 31 @  
@ bedaposablu [#29]
@ Stefan [#30]

Das heißt nicht KLD sondern KLV und das heißt 1942 ganz sicher Kinderlandverschickung.
 
Brigitte Am: 21.12.2025 20:02:59 Gelesen: 1737# 32 @  
@ bedaposablu [#29]

Hallo Klaus-Peter,

Google weiß dazu:

"Das "KLV Lager Haus Lido bei Danzig" war eine Kinderlandverschickungs-Einrichtung des NS-Regimes während des Zweiten Weltkriegs, wo Kinder aus bombardierten Städten wie Danzig in vermeintlich sichere, ländliche Gebiete verbracht wurden, aber ideologisch durch die Hitlerjugend (HJ) beeinflusst wurden, wobei das "Lido" vermutlich ein spezifischer Ortsteil oder Name der Unterkunft in der Nähe von Danzig (heute Gdańsk) war, die als "Haus Lido" diente und von der HJ zur Erziehung genutzt wurde, um die Kinder vor den Schrecken des Krieges zu schützen, aber auch politisch zu formen".

Liebe Grüße,

Brigitte
 
bedaposablu Am: 21.12.2025 20:26:50 Gelesen: 1727# 33 @  
@ Brigitte [#32]

Hallo Brigitte,

recht vielen Dank für Deine Information.

Ich hatte KLV immer als KLD angesehen und vielleicht deshalb nichts gefunden!

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
hajo22 Am: 17.01.2026 14:33:26 Gelesen: 1489# 34 @  
Es kommt selten vor, daß man einen Beleg von Danzig 1945 findet.

Ich zeige heute eine Neuerwerbung datiert vom 15.2.45 mit Sonderstempel "500 Jahre Danzig Krantor" auf Feldpost-Vordruckcouvert ohne Angabe einer Feldpostnummer, so daß eine Nachgebühr in Höhe von 18 Pfg. bei der Empfängerin erhoben wurde (Fernbrief 12 Pfg. + 6 Pfg. Nachgebühr).



viele Grüße
hajo22
 
Dulfen1 Am: 17.01.2026 23:13:23 Gelesen: 1437# 35 @  
Moin, von mir ein Feldpostbrief FP-Nummer (43132?) vom 31.01.1945 mit Inhalt.





Gruß Ulf
 

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