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Thema: IBRA 2023 - Briefmarken Weltausstellung in Essen am 25.-28.5.2023
Das Thema hat 306 Beiträge:
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muemmel Am: 17.06.2023 21:33:01 Gelesen: 18023# 282 @  
@ HWS-NRW [#279]

Hallo Werner,

mittlerweile sind alle 4 Blätter vorhanden:




Zunächst ärgerte mich, dass dort von Teilname die Rede ist. Ich bin immer davon ausgegangen, dass man Teilnahme mit h schreibt. Nun ja, wer arbeitet macht auch mal Fehler, ....

Ärgerlich empfand ich auch, dass für das gewürdigte Exponat Einführung in die Deutsche Hochinflation 1923 die vom Organisator zusätzlichen zugesagten Rahmen für die Sonderschau nirgends zu sehen waren. Für den umfangreichsten Teil Inflation und Philatelie gab es hingegen kein Papier.

Und wie Du richtig geschrieben hast, wurde die Infla-Sonderschau ausschließlich durch mich und etliche Helfer gestaltet und organisiert. Der Organisator selbst hat sich während der 4 IBRA-Tage nicht einmal bei uns sehen lassen. Vielmehr hatte er eine Woche vor der Eröffnung durch eine Falschinformation dafür gesorgt, dass ich nach mehr als einem Jahr die Arbeit fast in die Tonne befördert hätte. Zum Glück konnte die falsche Interpretation am Ende ausgebügelt werden.

Sonnige Grüße
Mümmel
 
HWS-NRW Am: 17.06.2023 22:09:37 Gelesen: 17986# 283 @  
Hallo Mümmel,

nimm es gelassen, das mit dem Schreibfehler, so etwas kann passieren und dass da jemand unterschreibt, der kaum etwas dazu beigetragen hat, kenne ich auch, es gibt halt auch solche "Mitstreiter".

mit Sammlergruß
Werner
 
Regis Am: 23.06.2023 11:52:44 Gelesen: 17281# 284 @  
Die IBRA war ein Erfolg, das Material war überragend und so kaum mehr zu sehen.

Die Berurteilung der Objekte durch die Juroren war, wie immer, durch nicht klar messbare Kriterien unterschiedlich aufgenommen. Eines ist mir aber aufgefallen.

Auch Juroren sind nicht in der Lage klar zwischen Franko und Porto zu unterscheiden und gehen mit dem Begriff Porto und dessen Abwandlungen volkstümlich schlampig um. Der Beweis:

- Objekt 383 Reinhard Kamps Fürstentum Liechtenstein Portomarken 1920 - 40 und ihre Verwendung 77 Pkt. LS
Hier akzeptieren die Juroren die Existenz von Portomarken - diese sind tatsächlich im Michel katalogisiert.

- Objekt 1346 Peter Hüthmair AT Die Verwendung der Nachportomarken in der 1. Republik 1918 - 1938. 80 Pkt. V
Hier gibt es mehr Punkte für Marken, die nicht existieren. Wenn der Juror in einen Katalog sieht, findet er nur Portomarken. Die imaginären Nachportomarken hingegen muss er durch Phantasie ersetzen.

Was ist danach von Beurteilungen zu halten ? Nicht übertrieben viel.

Alles Gute Regis
 
ArGe Baltikum Am: 24.06.2023 11:09:55 Gelesen: 16898# 285 @  
Die Aussteller von Wettbewerbsrahmen hatten zumindest die Möglichkeit, im Rahmen von Jurygesprächen Näheres über die Hintergründe der Punktebewertung zu erfahren. Bei den Literaturexponaten gab es nicht einmal die Möglichkeit dazu. Begründung vom BDPh-Stand dafür: das wären ja über 200 potentielle Gespräche, da wäre gar nicht die Zeit für da. Naja, die Anzahl Rahmenbeiträge war deutlich höher und da ging es auch. Ist halt eine Frage ob man das will oder nicht. Und wer sagt denn dass die Jurygespräche in 3 Stunden „durch“ sein müssen?

Man erfährt nicht einmal, von wem man bewertet wurde. Bei Rahmenbeiträgen gibt es m.W. die Regel, dass man als Juror mal zuvor selbst ausgestellt haben muss. Auf meine Frage an Eric Scherer, wie das bei Literaturbeiträgen bzw. elektronischen Medien sei (ob man selbst einmal ein Büchlein geschrieben oder ein Web aufgestellt haben muss), meinte er, dass ihm nicht bekannt sei, ob die Juroren derartige Erfahrungen hätten.

Dazu kommt m.E., dass man z.B. bei Webs den Zweck desselben beachten muss und schauen, wie gut dieser Zweck für die Besucher erfüllt wird. Wer nur die Darstellung eine Sammelgebiets im Internet anstelle im Rahmen erwartet und bewertet, hat m.E. nicht verstanden, welche andere Zwecke mit Webs erfüllt werden können, z.B. durch andere Mittel als Darstellungen philatelistischer Belege und deren Erläuterungen das Interesse an Sammelgebieten zu wecken oder über etwas anderes als über „nur“ Briefmarken zu informieren.

Der Zweck eines Webs wird zwar vom Aussteller in der Anmeldung beschrieben, aber ich wage mittlerweile zu bezweifeln, dass dies beachtet und der Inhalt des Webs daran gemessen wird.

Nehmen wir als Beispiel das von mir betreute Web der ArGe Baltikum. Da wird in der Anmeldung der Zweck (in „max. 50 Wörtern“) wie folgt beschrieben:

- Informationen über 30 Sammelgebiete des Baltikums (regional und zeitlich unterschieden).
- Auflistung Kataloge, sonstige Literatur, eigene Arbeitshilfen, weltweite Baltikum-Webs,historische Karten, Prüfer, Land-und-Leute-Seiten.
- digitales Archiv der Mitteilungsblätter der ArGe Baltikum e.V. und deren Vorgänger.
- Informationen über die ArGe: Chroniken, Satzung, Vorstand, Redaktion.
Komplett zweisprachig deutsch / englisch.

Demgegenüber stehen die Bewertungskriterien:

1. Inhaltliche Bearbeitung
2. Originalität, Bedeutung und Tiefe der Forschung / Inhaltliche Qualität
3. Technische Gestaltung
4. Präsentation

Zu 1: Wenn bei der inhaltlichen Bearbeitung dann nicht die volle Punktzahl erreicht wird, wüsste ich gern vom Juror, was ihm denn noch fehlt. Welcher Inhalt wird von einem Besucher erwartet, der aber nicht dargestellt ist? Oder müsste der Inhalt in noch mehr Sprachen vorliegen?

Zu 2: Wird denn bei Webs nur die Forschung bewertet? Auch wenn der Zweck ein ganz anderer ist? Oder wird bei Webs, die keine eigene Forschungsergebnisse zeigen, nur die inhaltliche Qualität bewertet? Auch hier würde mich interessieren, was dem Juror fehlt.

Zu 3: Was bewertet der Juror hier? Dass Menüs auf jeder Seite gleich aussehen und maximal in 2 Ebenen existieren? Wie schnell sich Seiten aufbauen? Ob und wie Seiten responsiv sind (auf Tablets und Smartphones nicht verkleinert, sondern neu geschachtelt werden)? Dass Bilder in 2 Auflösungen verwendet werden (eine zur schnellen Anzeige beim Seitenaufbau, eine höher auflösende beim Anklicken der Bilder)? Dass alle Bilder einen sprechenden Alternativtext haben, so dass Personen mit Sehbehinderung, die sich den Text vorlesen lassen, zumindest hören, was einem Bild zu sehen ist? Dass Videos (!) mit Untertiteln deutsch und englisch versehen sind?

Zu 4: Auch hier: was fehlt oder stört, wenn nicht die volle Punktzahl vergeben wird?

Wenn ich als Webmaster zu diesen Bewertungsergebnissen keine Rückmeldung erhalte, wie kann ich dann das Web verbessern? Bei der ESTONIA 2020 fragte ich den Juror, was denn getan werden müsste, um von Groß-Vermeil zu Gold zu kommen. Seine Antwort: die Sammelgebiete vervollständigen und eine englische Fassung des Webs. Haben wir gemacht. Und das Ergebnis:

ESTONIA 2020 (Tartu): (87, GV) -> anschließend Ergänzung Sammelgebiete und englische Fassung
BDPh-ArGe-Wettbewerb 2022 (Ulm): (83, GV)
IBRA 2023 (Essen): (85, GV)

Was sagt uns das über die Juroren?
 
HWS-NRW Am: 24.06.2023 13:01:04 Gelesen: 16863# 286 @  
Hallo in die Runde,

hier muss ich doch auf den letzten Eintrag etwas reagieren.

1. Ich weiß, dass man auch als Literatur-Juror im Vorlauf auch eigene Werke herausgegeben haben muss, ob diese dann von R 2 bis FIP-Ebene auch ausgestellt werden müssen, ist (mir) unklar, da Literatur ja ohne eine Vorbewertung in jedem Rang gezeigt werden darf.

Und ich denke auch, dass gerade die FIP hier schon entsprechende Maß-Stäbe anstzt, wer bei welcher FIP-Ausstellung juriert.

2. Jedem Aussteller ist bekannt, dass es in der Literaturklasse grundsätzlich keine Jury-Gespräche gibt, also was soll das "maulen"?

Ihr müßt doch zugeben, das bei den Punkten 3. und 4. alles erledigt ist, ein Buch kann später meist kaum "besser" oder "teurer" neu gedruckt werden, hier kommt es tatsächlich auf dern Inhalt (Punkte 1. und 2.) an, hier kann der Juror ersehen, wie intensiv ein Werk erarbeitet wurde, ob nur aus früheren Büchern der Wissensstand übernommen wurde oder ob der Aussteller hier ein bisher nie bearbeitetet Thema vorstellt.

3. Bei Web-Seiten kann man auch einiges positiv bewerten oder mit weniger Punkten ausdrücken, das man event. bei der Suche nach speziellen Probleme gesehen hat oder, was noch wichtiger ist, gerade hier (auch bei den ausgestellten Rundbriefen z.B.) immer nur ein kleiner Bereich eines oft umfangreichen Sammelgebietes präsentiert werden kann. Dazu kommen dann "dem Verein" wichtige zusätzliche Hilfen wie Mehrsprachigkeit, Kataloge etc., die aber für den Einzelnen oft nett, aber (für sein spezielles Gebiet) nicht immer hilfreich sind.

Noch ein Hinweis, es steht im BDPh jedem Mitglied frei, sich im Vorfeld mal an einen der Literatur-Juroren zu wenden, das gleiche gilt auch in den übrigen Wettbewerbsklassen, ich habe das in meiner Berliner Zeit und auch hier in Essen so erlebt und konnte dann helfen.

Und ideal ist es auch, mal über den Tellerand zu schauen und andere Homepages aufzurufen, das gibt oft Anregungen, wie man es selber besser machen kann.

mit Sammlergruß
Werner
 
Eric Scherer Am: 24.06.2023 14:24:07 Gelesen: 16832# 287 @  
@ ArGe Baltikum [#285]

Wie schon erwähnt und wie Hanswerner auch nochmals angeführt hat, sind bei der FIP in der Literaturklasse keine Jury-Feedback-Gespräche vorgesehen. Daran kann ich selbst erst einmal nichts ändern. Ich habe das Thema aber bei der FIP Literature Commission platziert und dringend um Verbesserungen gebeten.

Leider hilft es relativ wenig, sich hier in Internet-Foren auszuk …. Da kann man vielleicht Solidarität von anderen Sammlern bekommen, ändern wird sich nichts.
Ich kann nur empfehlen: Melden Sie sich bei den "Offiziellen". Das sind die Ausstellungs- und Juryverantwortlichen in den Verbänden sowie die Vertreter in den FIP-Kommissionen. Seien Sie klar und bestimmt, aber sachlich.

Allein die Tatsache, dass die Bewertungen schwanken, helfen als Aussage genauso wenig, wie irgendwelche Heldengeschichten.

Bei den Bewertungen bei der IBRA gab es sowohl bei den klassischen Rahmenexponate wie bei der Literaturexponaten sicher jede Menge Bewertungen, die eine Nachfrage sinnvoll erscheinen lassen und damit auch zulässig machen.

Ich selbst habe relativ gute Erfahrungen gemacht, wenn man auch wirklich ein ernsthaftes Gespräch sucht.
 
TeeKay Am: 24.06.2023 19:00:36 Gelesen: 16740# 288 @  
@ HWS-NRW [#286]

"2. Jedem Aussteller ist bekannt, dass es in der Literaturklasse grundsätzlich keine Jury-Gespräche gibt, also was soll das "maulen"?"

Man nennt es Kritik und Verbesserungsvorschläge oder sogar Diskussion. Ganz böse in einem Diskussionsforum, ich weiß. Lasst uns kurz den BDPh und alle Freiwilligen preisen, wie toll alles war und ist.

@ Eric Scherer [#287]

"Allein die Tatsache, dass die Bewertungen schwanken, helfen als Aussage genauso wenig, wie irgendwelche Heldengeschichten."

Darum hat er ja lang und breit erklärt, auf was bei der Bewertung von Webseiten geachtet werden könnte. Irgendwas sagt mir, dass in der organisierten Philatelie 99,999% nicht einmal verstehen, was Friedhelm da schrieb, geschweige denn das ganze bewerten könnten.
 
ArGe Baltikum Am: 24.06.2023 21:03:18 Gelesen: 16688# 289 @  
@ HWS-NRW [#286]

Ich wusste nicht, dass es das "grundsätzlich nicht gibt", denn ich habe auch schon andere Erfahrungen gemacht:

- Bei der ersten ArGe-Literaturausstellung, bei der ich teilnahm, sprach ich einige Zeit (Wochen) später den Juror an, der sich aber nicht mehr an Details erinnerte und empfahl, mich kurzfristiger zu melden.
- Bei der ESTONIA 2020 konnte ich den Juror fragen, wie geschrieben.
- Bei der ArGe-Literaturausstellung 2022 war ich vom Ergebnis erstmal so geplättet, dass ich gar nichts sagen konnte, später war es dann zu spät dazu.
- Bzgl. der IBRA teilte mir Eric Scherer vorher mit, dass keine Jurygespräche für Literatur vorgesehen sind, das wusste ich also. Dass das generell bei der FIP so gehandhabt wird, wusste ich nicht, das steht m.W. nirgendwo in den Auslobungsunterlagen und es war meine erste FIP-Ausstellung.

Das ändert aber alles nichts daran, dass ich Jury-Gespräche (clinics) für sinnvoll halte, um als Aussteller Hinweise zu bekommen, was man aus Jurorensicht verbessern könnte. Das ist kein maulen und kein "sich ausk...", sondern ein Wunsch. Dass das derzeit nur als Vorschlag gesehen werden kann, der bei den Verantwortlichen noch nicht als notwendig und sinnvoll angesehen ist, lerne ich durch die heutigen Antworten. Allein die Ausdrucksweise zeigt jedoch, wie solche Wünsche angesehen werden (ich fürchte, die Antworten hier sind symptomatisch).

Warum sollten denn Literaturbewertungen und mögliche Verbesserungen anders zu sehen sein als bei Rahmenausstellungen? Auch da möchten Aussteller wissen, was warum wie bewertet wurde und was man aus Jurorensicht anders oder besser machen müsste, um eine höhere Bewertung zu erhalten.

Bei der Bewertung eines Webs wird auch in deiner Antwort die Sichtweise erkennbar, dass ein Web bestimmte Inhalte haben sollte, obwohl das möglicherweise gar kein erklärtes Ziel eines speziellen Webs ist. Bei jedem Rahmenexponat schreibt man vorneweg, was man zeigt und was nicht, dann kein ein Juror auch nicht erwarten, die Dinge zu sehen, die nicht gezeigt werden. Dasselbe gilt für Webs.

Deinen Tipp mit dem Anschauen Gold-bewerteter Webs habe ich schon lange befolgt. Da werden manchmal einzelne Themen sehr intensiv bearbeitet, es ist wie ein Handbuch oder eine Bibliothek, halt im HTML-Stil. Da würde mich auch manchmal interessieren, warum ein Juror die Punktezahl vergibt, die er vergibt, weil die Möglichkeiten des Mediums gar nicht alle genutzt werden.

Wie gesagt, wenn ein Web ein anderes Ziel als Forschungsergebnisse (Handbuch in html anstelle im Print) verfolgt und damit einen philatelistischen Zweck erreicht, ist doch die Frage, ob das bei der Bewertung eines Webs eine Rolle spielen könnte oder sollte oder nicht. Mein Eindruck ist, dass ein Web nach den derzeitigen Kriterien nur dann gut bewertet wird, wenn es Forschungsergebnisse wie ein Printwerk beinhaltet.

Damit erreichen beispielsweise die Philaseiten wohl nie Gold, obwohl sie für viele Mitmacher mehr Wert haben als alle Gold-bewerteten Webs.
 
ArGe Baltikum Am: 24.06.2023 21:16:37 Gelesen: 16679# 290 @  
@ TeeKay [#288]

Mit deiner Aussage zu 2. magst du recht haben. Oben wird die Luft dünn - aber natürlich gibt es immer eine Menge Zuschauer, die etwas zu sagen haben – so funktioniert schließlich jeder Stammtisch.

Mir stellt sich allerdings die Frage, wo Menschen, die wie ich ihr Web gerne verbessern möchten, sich konkret und im Detail austauschen sollten. In öffentlichen Foren wie den Philaseiten muss man immer damit rechnen, dass Unkundige etwas zu dem Thema sagen.

Es ist schließlich ein Unterschied, ob Zuschauer ein Spiel kommentieren oder der Trainer auf dem Spielfeld im Detail sieht was getan werden müsste und in der Pause mit den Spielern (ernsthaft und mit Fachwissen) so redet, dass sie in der 2. Halbzeit besser spielen. Mit Zuschauerkommentaren hat noch keiner besser gespielt.
 
muemmel Am: 04.09.2023 22:01:05 Gelesen: 12187# 291 @  
Guten Abend,

die IBRA 2023 ist seit etwas mehr als 3 Monaten Geschichte. Doch als ich heute Post aus Bonn erhielt und den Inhalt betrachtete, war ich angenehm überrascht:



Bin ich nun verpflichtet, den "Orden" fortan bei öffentlichen Auftritten immer tragen zu müssen?

Sommerliche Grüße
Mümmel
 
Altsax Am: 04.09.2023 22:43:51 Gelesen: 12159# 292 @  
@ muemmel [#291]

"Bin ich nun verpflichtet, den "Orden" fortan bei öffentlichen Auftritten immer tragen zu müssen?"

Die Größe eignet sich nur für Damen mit üppigem Dekolletè.

Herren pflegen so etwas nur zum Frack oder bei Karnevalssitzungen anzulegen.
 
Richard Am: 12.09.2023 09:16:18 Gelesen: 11540# 293 @  
@ ArGe Baltikum [#285]

Hallo,

ich zitiere aus Deinem Beitrag:

ESTONIA 2020 (Tartu): (87, GV) -> anschließend Ergänzung Sammelgebiete und englische Fassung
BDPh-ArGe-Wettbewerb 2022 (Ulm): (83, GV)
IBRA 2023 (Essen): (85, GV)

Was sagt uns das über die Juroren?



Unser Mitglied Paul S., ein erfahrener und erfolgreicher Aussteller, hat zu den Bewertungen auf der Phila Toscana geschrieben:

Die Bewertung der Jury war wie immer teilweise umstritten. Einige Objekte wurden meiner Meinung nach stark unterbewertet, einige krass überbewertet.

Ein Beispiel: Eine Sammlung wurde in Graz/Seiesberg mit 86 Punkten bewertet und in Gmunden mit 95 Punkten - als beste Sammlung - bewertet ohne das wesentliche Änderungen vorgenommen wurden.

Das, nicht nur meiner Meinung nach, mit Abstand beste Objekt erhielt mickrige 90 Punkte.

Das ist nicht seriös und reicht der Jury nicht zur Ehre. Über die möglichen Hintergründe möchte ich mich nicht äußern.


Mein Objekt [Pail S.] wurde, trotz Verbesserungen, wie in Graz mit 91 Punkten bewertet.

Schöne Grüsse, Richard
 
Paul S. Am: 12.09.2023 10:57:06 Gelesen: 11487# 294 @  
@ Richard [#293]

Mir ist völlig klar das die Arbeit eines Jurors schwierig ist. Ich bin seit über 30 Jahren engagierter Sammler und in einem Verein der national und international einen guten Namen hat. Bei uns gibt es wöchentlich Vorlagen zu unterschiedlichen Themen. Ich habe also schon sehr viele Sammlungen gesehen. Aber ich traue mir nicht zu eine wirklich objektive Beurteilung mancher österreichischer Themen, oder gar schwieriger internationaler Themen zu leisten. Juroren, die ich besser kenne, sagen offen, dass es ihnen ähnlich geht. Dazu kommt, dass in Österreich ein Mangel an Juroren herrscht.

Die Jury hat im Schnitt 15 Minuten Zeit ein Objekt zu beurteilen, das ist eindeutig zu wenig! Es gibt Überlegungen, dass ein Aussteller schon vor der Ausstellung ein PDF der Sammlung der Jury zur Verfügung stellt um den Juroren eine genauere Prüfung zu ermöglichen. Ich halte das für eine gute Idee!

Bei allem Verständnis für die Schwierigkeiten der Juroren, sind aber manche "Beurteilungen" lächerlich - in beide Richtungen! Das liegt u.a. an gewissen Juroren und dem Einfluss mancher Aussteller auf die Jury.

Grüße aus Wien
Paul S.
 
22028 Am: 12.09.2023 11:19:16 Gelesen: 11470# 295 @  
@ Paul S. [#294]

Die Jury hat im Schnitt 15 Minuten Zeit ein Objekt zu beurteilen, das ist eindeutig zu wenig! Es gibt Überlegungen, dass ein Aussteller schon vor der Ausstellung ein PDF der Sammlung der Jury zur Verfügung stellt um den Juroren eine genauere Prüfung zu ermöglichen. Ich halte das für eine gute Idee!

Das mit den 15 Minuten da gebe ich Dir recht, wegen den PDFs vorab senden, bei der Naposta 2023 in Trier wurde ich von "meinen" Juroren gebeten solche PDFs und auch Literatur zum Gebiet meines Exponates zu senden was ich auch tat, solange es aber keine entsprechende Anweisung welche vorzugsweise in den Ausstellungsregeln der Ausstellung oder ich besser in den Bedingungen des Verbandes an die Aussteller gibt ist es halt nur ein Wunschtraum.

Hinzu kommt, dass nicht jeder Aussteller, wo ich nun gar nicht auf das Alter des Ausstellers eingehen will, in der Lage ist das zu tun. Es gäbe Möglichkeiten der Hilfestellung, aber nicht jeder Aussteller will das.
 
Altsax Am: 12.09.2023 15:18:59 Gelesen: 11386# 296 @  
@ 22028 [#295]

"Das mit den 15 Minuten da gebe ich Dir recht, wegen den PDFs vorab senden, bei der Naposta 2023 in Trier wurde ich von "meinen" Juroren gebeten solche PDFs und auch Literatur zum Gebiet meines Exponates zu senden was ich auch tat, solange es aber keine entsprechende Anweisung welche vorzugsweise in den Ausstellungsregeln der Ausstellung oder ich besser in den Bedingungen des Verbandes an die Aussteller gibt ist es halt nur ein Wunschtraum.
Hinzukommt, dass nicht jeder Aussteller, wo ich nun gar nicht auf das Alter des Ausstellers eingehen will, in der Lage ist das zu tun. Es gäbe Möglichkeiten der Hilfestellung, aber nicht jeder Aussteller will das."


Diese grundsätzlich zu begrüßende Idee scheitert nicht nur an unwilligen Ausstellern, sondern nicht selten auch daran, daß sich gerade die altgedienten, auf Rang 1 und internationalen Ausstellungen zugelassenen Juroren die Arbeit nicht machen wollen, wirklich tief in ein Exponat einzusteigen. Ich hatte mehrfach erlebt, daß ein inzwischen verstorbener und (zu recht) hoch angesehener Juror sich mit fadenscheinigen Gründen (Zitat: "Sie wissen doch selbst, wie gut Sie sind") weigerte, ein Jurygespräch mit mir zu führen. Inzwischen kenne ich den Grund: Er interessierte sich gar nicht für Details, sondern betrachtete die Exponate als Ganzes. Schien ihm Gliederung und Struktur "stimmig" und konnte er feststellen, daß die zu erwartenden "guten" Stücke vorhanden waren, bewertete er entsprechend. Er lag damit i.d.R. gar nicht so falsch. Das allerdings einem Aussteller an Hand der detaillierten Bewertungsregeln zu erläutern, war natürlich nicht möglich.

Das alles funktioniert aber nur mit einem ausgeprägten philatelistischen Allgemeinwissen und langjähriger Erfahrung. Wird das ersetzt durch Selbstüberschätzung, möglicherweise gestützt durch Ämter in philatelistischen Gremien, geht solches Verfahren natürlich schief.

Man muß das sportlich sehen. Überall, wo objektive Maßstäbe fehlen, fehlen zwangsläufig nachmeßbare Ergebnisse.
 
Lars Boettger Am: 12.09.2023 17:45:51 Gelesen: 11307# 297 @  
@ Paul S. [#294]

Die Jury hat im Schnitt 15 Minuten Zeit ein Objekt zu beurteilen, das ist eindeutig zu wenig! Es gibt Überlegungen, dass ein Aussteller schon vor der Ausstellung ein PDF der Sammlung der Jury zur Verfügung stellt um den Juroren eine genauere Prüfung zu ermöglichen. Ich halte das für eine gute Idee!

Hallo Paul,

das hört sich nach wenig Zeit pro Exponat an. Aber in vielen Fällen kennt ein Juror das Exponat und den Aussteller, zumindest im Bereich von nationalen Ausstellungen (internationale Ausstellungen sind ein anderes Thema, dazu kann ich nichts sagen). Schwieriger wird es, wenn Exponat und Aussteller "unbeschriebene Blätter" sind. So etwas ist immer aufregend.

Als Juror bekommt man den Anmeldezettel, (hoffentlich) eine gute Synopsis und eine vernünftige Literaturliste. Damit kann sich der Juror vorbereiten. Ich versuche, ein PDF der Ausstellungssammlung zu erhalten. Das ist aber für den Aussteller ein zweischneidiges Schwert. Wenn man richtig viel Zeit hat und alles liest, dann findet man die kleinsten Fehler, über die man normalerweise hinweg gelesen hätte. Es hat sich herauskristallisiert, dass Bewertungen bei virtuellen Ausstellungen etwas unter denen liegen, die man auf einer "normalen" Ausstellung erhält - weil die Juroren Zeit haben, sich alles durchzulesen. Ich erinnere mich an einen Fall, bei denen ein Exponat in einer virtuellen Ausstellung deutlich unter den Vorbewertungen lag. Weil der Jury aufgefallen ist, dass hier mehrere Böcke geschossen wurden, die man nicht ignorieren konnte.

Die Vorbereitungszeit pro Exponat (ohne PDF der Sammlung) liegt bei etwa 30 - 45 Minuten. Ist das Thema extrem ungewöhnlich, auch gerne mehr. Die Zeit kannst Du locker verdoppeln, wenn ein Exponat als PDF vorliegt und man ein-zwei Exponate pro Tag durcharbeitet bzw. durcharbeiten kann.

Beste Grüsse!

Lars
 
Eric Scherer Am: 12.09.2023 18:13:27 Gelesen: 11282# 298 @  
Ich denke, es gibt einfach grosse Unterschiede. Umso regionaler eine Ausstellung und ein Ausstellungskreis ist, umso eher kennen sich Juroren und Aussteller und können sich aufeinander einlassen. Bei internationalen Ausstellungen ist das ein wenig wie ein mehrstufiges Lotteriespiel. Schritt 1 ist schlicht die Frage: nimmt die Jury das Exponat überhaupt ernst. Ich selbst habe da eher schlechte Erfahrungen gemacht und habe feststellen müssen, dass da sehr einfache Trigger zu Geltung kommen.

So habe ich ein Exponat zu einem sehr klassischen Thema, dass eher "nicht so gut" ist, und ein anderes, zu einem Thema, dass kaum ein Juror versteht, aber das deutlich bessere Exponat ist. Nun darf jeder raten, welches einfacher zu einer guten Bewertung kommt.
 
Richard Am: 14.09.2023 09:49:31 Gelesen: 9141# 299 @  
Günther Korn (Schriftleitung): DIE IBRA 2023 Essen. Ein Rückblick

(wm) - Pünktlich zum 117. Deutschen Philatelistentag in Bautzen stellt das Consilium Philatelicum des BDPh die Nummer 16 seiner „Schriftenreihe zur Geschichte der Philatelie in Deutschland“ vor. Diese 128-Seiten Broschüre ist der Weltausstellung IBRA 2023 gewidmet.

Zahlreiche Autoren des IBRA-Organisationsteams lassen noch einmal die verschiedenen Stationen der Planung, der ungewollten Verschiebung, des Neuanfangs und der Durchführung im Mai 2023 miterleben. So erfährt man so manches, was man als Besucher oder selbst als Teilnehmer nicht gewusst hat, fühlt so manchen Ängsten und Problemen nach, die verantwortliche Mitarbeiter und Helfer nicht selten hatten und kann so besser verstehen, welcher Stein vom Herzen gefallen sein muss, als die Ausstellung mit großem Erfolg vorbei war.

Was die Broschüre wirklich bereichert, sind nicht nur die verschiedenen Stil- und Ausdrucksformen der zahlreichen Autoren, sondern das großzügig layoutete Bildmaterial der Fotografen Petra Kornmesser und Wilhelm van Loo. Sie setzen ins Bild, was für nicht wenige unvergessliche Momente waren, an die man sich immer wieder gerne erinnert.



Eine solch umfangreiche Broschüre zu produzieren, ist ein nicht zu unterschätzender Aufwand. Die Redaktionsleitung hatte Günther Korn, der Vorsitzende des Conciliums, fleißig unterstützt, u.a. von Wolfgang Maassen, der das Lektorat und die Anzeigenakquisition übernahm. Dank der Anzeigen des BDB, BPP, der AIJP, der Deutschen Post und drei Umschlaganzeigen des Auktionshauses Heinrich Köhler in Wiesbaden, insbesonders aber der Stiftungs- und BDPh-Förderung, konnte diese aufwändige Publikation zu einem mehr als vertretbaren Preis produziert werden. Der Phil*Creativ Verlag in Schwalmtal übernahm die Gestaltung.

Die Broschüre ist für 10 Euro (inkl. Porto) bei Philatelie Promotion UG, c/o BDPh-Geschäftsstelle, Mildred-Scheel-Str. 2, 53175 Bonn, anzufordern. Tel. 02 28/308 580, E-Mail: info@bdph.de
 
Franz-Karl Lindner Am: 27.10.2023 11:39:47 Gelesen: 7768# 300 @  
Exponate im 13. Deutsch-Amerikanischen Salon der IBRA 2023

Unter der u.a. Web-Adresse findet sich nun ein Großteil der Exponate, die im 13. Deutsch-Amerikanischen Salon während der IBRA 2023 zu sehen waren. Es lohnt sich, einmal hineinzuschauen.

https://www.consilium-philatelicum.de/exponate/studien/13-deutsch-amerikanischer-salon-2023
 
HWS-NRW Am: 28.10.2023 12:58:30 Gelesen: 7694# 301 @  
Hallo Franz-Karl,

natürlich wäre noch schöner, statt der Titel und dem einen Bild die gesamten Exponate sehen zu können, ich bin gerne bereit, mein Exponat (oder einen Teil) dort zu präsentieren.

Frage doch bitte mal Michael Lenke, ob er bereit wäre, die Exponate dort zu veröffentlichen.

Euch ein schönes Wochenende.
Werner
 
22028 Am: 28.10.2023 13:50:11 Gelesen: 7679# 302 @  
@ HWS-NRW [#301]

Michael veröffentlicht eigentlich alles, Du musst ihn nur anschreiben und ggfls die Bilder nach seinem System nummerieren, dann hat er es einfacher.
 
HWS-NRW Am: 28.10.2023 15:20:19 Gelesen: 7655# 303 @  
Hallo Rainer,

Danke für Deinen Hinweis, das wusste ich schon, er hat ja meine Exponate beim BDPh eingestellt, ich dachte, das man im Nachhinein auch die Exponate, die während der Messe ausgestellt hatte, jetzt ansehen kann.



Dir ein gutes Wochenende.
Werner
 
Franz-Karl Lindner Am: 28.10.2023 16:41:49 Gelesen: 7631# 304 @  
Hallo HWS,

Dein im deutsch-amerikanischen Salon zur Ibra - und hier geht es in diesem Abschnítt der Website ausschließlich - ausgestelltes Exponat ist vollständig gepostet. Ich weiß nicht, wo das Problem ist? Muss nur auf das Bild tippen und dann klappt es schon.

Gruß
Franz-Karl
 
HWS-NRW Am: 28.10.2023 22:39:44 Gelesen: 7592# 305 @  
Hallo Franz-Karl,

dass solltet Ihr aber auch so schreiben, denn normalerweise geht man auf "weiterlesen", aber eventuell sind die Anderen da digital etwas erfahrener.

Also auf beide Bilder klicken und schon geht es los.

Gruß
Werner
 
Eric Scherer Am: 08.12.2023 10:15:07 Gelesen: 5655# 306 @  
BDPh in Bangkok für die IBRA 2023 geehrt

Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung der FIP-Weltausstellung Thailand 2023 in Bangkok wurde der Bund Deutscher Philatelisten mit dem „Certificate of Appreciation“ geehrt. BDPh-Präsident Alfred Schmidt und Schatzmeister Walter Bernatek konnten aus den Händen von FIP-Präsident Prakob Chirakiti und Vize-Präsident Rainaldo Macedo diese Auszeichnung entgegennehmen. Die Auszeichnung wurde erstmalig an die Ausrichter der IBRA 2023 in Essen für deren Einsatz für die Förderung der weltweiten Philatelie vergeben wurde und soll künftig zu einer Tradition innerhalb der FIP werden.


 

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