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Thema: Absenderfreistempel Typen und Besonderheiten
Das Thema hat 52 Beiträge:
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Nordluchs Am: 29.08.2019 15:44:37 Gelesen: 1646# 28 @  
@ T1000er [#27]

Hallo Thomas!

Dank für Deine Rückmeldung. Ich habe mal jetzt in der Datenbank der Forschungsgemeinschaft PFS u. AFS recherchiert. Es handelt sich um die Inhalte aller Berichte, bearbeitet von Werner Vogler. Diese steht nebenbei bemerkt, für jedermann zum Download zur Verfügung!

In Bericht Nr. 55, S. 29 wird exakt der Beleg gezeigt. Aber es gab und gibt nur Vermutungen. Zitat: „.. es dürfte sich hier um eine private Maschine handeln, die für die Deutsche Post einen amtlichen Einsatz zur Verfügung gestellt hat.“ Seinerzeit wurde schon nach Informationen gefragt. Der Bericht Nr. 76, S. 43 zeigte nochmals diesen Beleg. Seitdem wohl kein Ergebnis. Hat jemand anderes eine Idee?

Viele Grüße
Hajo
 
Nordluchs Am: 05.09.2019 12:06:56 Gelesen: 1584# 29 @  
@ Nordluchs [#26]

Hallo zusammen,

nach der Vorstellung der bunten Reihe von Telefrank mit Kennung K, nun noch eine andere „zweifarbige“ Variante. Bestimmte Geräte von Pitney Bowes, bekannt unter der Bezeichnung PB 6930 u. 6931 konnten durch zwei getrennten Farbwalzen ein farbiges Aussehen ermöglichen. Im Ausland (z.B. USA, Niederlande, Belgien, Norwegen u. a.) war es zulässig auch zweifarbig zu stempeln.



Diese „Zweifarbigkeit“ war in Deutschland nicht zugelassen. So weit die Theorie!
Wenn alles normal lief trugen diese zwei rote Farbrollen. Wenn nun bei der Lieferung eine andere Farbe dabei war, ergab es die folgende nette Bilderreihe. Die Farbrolle für den Abdruck des Ortstempels und Wertrahmen war kleiner, also kam das nicht in Frage.



Die wenigen Maschinen der Firma KRAG (ca. 10 Geräte) in Deutschland trugen auch diese Möglichkeit, ist aber meines Wissen nach nicht vorgekommen. Aber das Bild aus dem Prospekt (KRAG) zeigt diese zwei Farbrollen.



Sie priesen sogar im Klischee die Möglichkeit an. Hier der Text: Niederland - S - Gravenhage 2502 EP - KR 444 /de enige frankeermachine die twee kleuren drukt / Die einzige Frankiermaschine die zweifarbig druckt.

Nun hätten sie das gedacht ? Also langweilig war die Sammelei dieser Freistempel nicht. Bis zum nächsten Thema, das sich schon in Vorbereitung befindet.

Viele Grüße
Hajo
 
DL8AAM Am: 06.09.2019 19:36:41 Gelesen: 1550# 30 @  
@ Nordluchs [#26], T1000er [#27]

... könnte es sein dass hier ein Mailing-Unternehmen dahinter steckt?

Hi Hajo, Hi Thomas,

ja, hier bewegen wir uns im Bereich eines Dienstleisters aus dem Sektor des "internationalen Remailings". In diesen Fällen hat "jemand" Post in Österreich eingesammelt und über die Deutsche Post in Freilassing eingeliefert. Möglicherweise handelt es sich den von Euch gezeigten Beispielen ebenfalls um die noch heute sehr aktive Firma "Maillog Richter & Weiner GmbH" (Sitz in Österreich: Talpagasse 1a, 1230 Wien) [1].

Heute wird zur Freimachung der FRANKIERSERVICE der Deutschen Post beim Briefzentrum 80 (München) eingesetzt. Als Rücksendeadresse verwendet man jetzt aber das Postfach 108 in 83400 Freilassing. Entweder wurde also das Postfach gewechselt oder es tummeln sich dort in Freilassing noch weitere Firmen, die in diesem Dienstleistungssektor aktiv sind und österreichische Post für deutsche Empfänger hier kostensparend "umschleusen". Oder ein Vorgänger? Maillog versendet unter dem Freilassinger Postfach aber nicht Post österreichischer Absender nach Deutschland, sondern auch "weltweites" im Remailingbereich [4].




Oben zwei Beispiele von mir, die letzte Abbildung stammt von Ingo (u/ginonadgolm), alle drei in unserer Stempeldatenbank [2], siehe auch ein Beleg von Pete [3].

Gruß
Thomas

[1] https://www.maillog.at/de/postal-services/versand/versand-mailings-international/
[2] https://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/1112
[3] https://www.philaseiten.de/beitrag/133007
[4] https://twitter.com/IAAPAEMEA/status/719561439778893824
 
Nordluchs Am: 07.09.2019 11:10:24 Gelesen: 1524# 31 @  
@ DL8AAM [#30]

Hallo Thomas I und II !

Besten Dank für Eure Reaktion. Die Erklärung leuchtet mir ein, zumal diese noch mit Beispielen aus dem Bereich Frankit eindrucksvoll belegt werden. Ich stimme zu, dass es sich wohl um die Anfänge einer Dienstleistung für die Post handeln könnte. In dieser Zeit gab es so langsam auch keine amtlichen Veröffentlichungen mehr, daher müssen wir das mühsam nachvollziehen. Aber auch das kann Freude bereiten.

Ich schweife hier jetzt ab, da ich etwas gefunden habe das zum Schmunzeln anregt.

Bei der Bearbeitung von AFS Belegen die einem so geschickt werden, gab es schon mehrfach Ausschnitte, die wie folgt „verschönert“ wurden.



Ein gestandener Briefmarkensammler meinte wohl, erst dadurch die Briefmarkensammlung zu verschönern. Ich kenne derartige Zacken von früheren Fotos und glaube dass eine derartige Schere bei früheren Fotographen im Bestand war.

Somit konnten die „ungeliebten“ zu den anderen Schönheiten eingefügt werden. Vor dem Umstand dass es vermutlich sonst keinen anderen Stempel (Hand- oder Maschinenstempel) gab ist es verständlich! Diese Meldung nur zur Auflockerung in dieser ernsten Zeit. Es macht Freude ein derartiges Stück bearbeiten zu dürfen!

Viele Grüße
Hajo
 
Nordluchs Am: 11.09.2019 15:22:38 Gelesen: 1475# 32 @  
@ Nordluchs [#31]

Hallo zusammen!

Ich zeige nochmal zweifarbige Absenderfreistempel der Firma Krag. In meinem vorherigen Beitrag [#29] hatte ich geschrieben, dass ich keine farbigen von dieser Firma gesehen habe. Diese Muster hatte ich nicht mehr im Gedächtnis, fand diese nun zu meiner Überraschung.




Aber es sind halt Musterabschläge, aber sie zeigen was möglich ist. Ich versuche demnächst ein neues Thema anzusetzen.

Freundliche Grüße
Hajo
 
Nordluchs Am: 20.09.2019 20:20:10 Gelesen: 1296# 33 @  
@ Nordluchs [#32]

Hallo,

auch diese Rubrik braucht wieder Unterstützung. Nachdem die farbigen soweit abgearbeitet sind wird ein neues Fass aufgemacht. Dieser ungewöhnliche Beleg ist schon alleine durch seine Verwendung mit dieser hohen Portostufe zeigenswert. Postaufträge mit zwei, drei oder ein paar mehr auf einem Umschlag ja, aber wie nachfolgend zu sehen, 196 Postzustellungsaufträge im Gesamtwert von 980,00 DM!



Das wurde nur durch jeweiliges falten des Umschlages erreicht. Die Bediensteten in der Poststelle des Amtsgerichts Hagen haben das sicherlich öfters gemacht. Ein weiterer Grund diesen Beleg zu zeigen ist, wie anderweitig versucht wurde, die Darstellung und Registrierung von höheren Summen zu bewerkstelligen. Das werde ich dann im nächsten Beitrag zeigen.

Viele Grüße
Hajo
 
T1000er Am: 20.09.2019 22:56:31 Gelesen: 1285# 34 @  
@ Nordluchs [#33]

Hallo Hajo,

ich stelle mir gerade den Berg von 196 Briefen vor. Wie haben die die den in den Umschlag gepfercht? So ein Postzustellungsauftrag ist ja schon etwas mehr als bloß ein 20 g Standardbrief.

Kann es sein das bei solchen Großmengen der Umschlag lediglich als eine Art "Beutelfahne" fungierte?.

Schöne Grüße,
Thomas
 
Nordluchs Am: 21.09.2019 10:37:20 Gelesen: 1266# 35 @  
@ T1000er [#34]

Hallo Thomas,

natürlich waren die Aufträge wohl nicht im Umschlag, sondern separat. Mit dem ganzen Abdrücken von Freistempelgebühren wurde das Porto entrichtet. Anbei ein weiterer Umschlag mit „nur“ 185 Postzustellungsaufträgen und Gebühr von 925,- DM. Die Rückseite versuche ich auch mal darzustellen.



Der Grund dieser Veröffentlichung ist eigentlich zu zeigen, dass diese Maschine nur den Höchstbetrag von 99,99 DM abgeben konnte. Aber dazu mehr im nächsten Teil.

Viele Grüße
Grüße
 
Nordluchs Am: 26.09.2019 20:18:54 Gelesen: 1211# 36 @  
@ Nordluchs [#35]

Hallo zusammen,

nach fünf Tagen technischer Probleme sind wir wieder auf Sendung. Im Beitrag [#33] habe ich erwähnt das Probleme mit höheren Beträgen bei Postalia anders gelöst wurden. „Blinde Null“ lautet das Stichwort. Mit der Verfügung 604/1982 wurde eine frühere Zulassung der Postalia D 2 und D 3 nun erweitert auf D 20 und D 30. Dahinter verbirgt sich eine mögliche Erhöhung der Wertvorgaben auf Beträge von 10.000,- DM bzw. 150.000,- DM. Dazu sind Zählwerke und Gebührenräder zusätzlich mit einer “blinden Null“ versehen worden.



Hier die wichtige Abbildung (Ausschnitt) eines Gebühren- bzw. Gerichtskostenstempler. Ganz rechts ist die aufgelötete 0 zusehen. Somit wurden bisher dreistellige und vierstellige Geräte „aufgepeppt“. Einschränkung in der Verfügung: Es können nur Gebührenbeträge verstempelt werden, die als letzte Ziffer eine „0“ aufweisen. Weiter wird darauf hingewiesen das derartige Maschinen nur auf Kunden beschränkt sind die schon eine Freistempelmaschine benutzen, also erfahren sind.



Eine derartige Verwendung zeige ich mit den Abdrücken, wenn Geräte vorher beispielsweise Gebührenstempler jetzt zu Absenderfreistemplern wieder umgerüstet wurden, oder der Kunde den Wunsch äußerte. Auf den im Foto zusätzlich ersichtlichen Dezimalpunkt gehe ich im nächsten Beitrag ein. Auch dieser Beitrag zeigt wie interessant die Beschäftigung mit Freistemplern ist.

Viele Grüße
Hajo
 
T1000er Am: 26.09.2019 23:14:14 Gelesen: 1195# 37 @  
@ Nordluchs [#36] und natürlich allen Interessierten.

Ein Thema das viele vielleicht bisher noch garnicht beachtet bzw. beobachtet haben. Ist halt manchmal auch garnicht so einfach. Bei dem Karlsruher Freistempel gibt es nämlich 2 Varianten.



Im Jahr 1985 liegt die 0 noch eng an der 7, aber bereits 1986 ist der weitere Abstand zu sehen. Aber beide zeigen eindeutig die zusätzlich "aufgelötete" 0.
Bei der dreistelligen Maschine ist die mittlere Wertziffer genau über dem Posthorn. bei der vierstelligen Maschine ist der Zwischenraum zwischen der zweiten und dritten Wertziffer genau über dem Posthorn.



Ein weiteres Beispiel einer so auf diese Art "getunten" Frankiermaschine will ich hier noch zeigen.



Und es gibt noch weitere Beispiele, so u.a. Köln F 19 7721 usw. usf. Viel Spaß beim suchen :-)

wünscht euch
Thomas
 
Nordluchs Am: 01.10.2019 11:21:47 Gelesen: 1123# 38 @  
@ T1000er [#37]

Hallo Thomas und alle Interessierten!

In dem Forum Beitrag [1] (Analoge Stempel) habe ich einen Beleg gezeigt der erklärungsbedürftig ist. Dort ist statt eines Wertrahmens eine Art Gelegenheitsstempel zu sehen. Zum besseren Verständnis nachfolgend die Archivkarte und wichtiger die Rückseite!





Die Archivkarte zeigt, dass ursprünglich die Firma Burk & Braun, eine Fabrik für Kakao und Schokoladen, diese Maschine benutzte. Die Firma wurde verstaatlicht und zwecks Reparationsleistungen von den Sowjets demontiert. Danach übernahm die Stadt Cottbus, hier das Messeamt die Maschine.

Durch mindestens 2 Philatelistische Veranstaltungen (siehe Klischees) kam es in einem Fall am 24.10.1947 zu einem interessanten Umbau. Wie eingangs erwähnt wurde das Gerät zur Abstempelung von Ganzsachen benutzt, die den Sammlern von Freistempel aber bekannt sind. Zusätzlich ein weiteres Stück, aber mit einem anderen Gelegenheitsstempel unten links.

Viele Grüße
Hajo

[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/211945
 
Nordluchs Am: 03.10.2019 16:56:47 Gelesen: 1069# 39 @  
@ Nordluchs [#38]

Hallo zusammen,

im Beitrag [1] konnte ich zeigen, wie und warum Dezimalpunkte in die Maschinen eingefügt wurden. Die nachfolgenden Belege zeigen Muster von Gerichtskostenstempler und Behördenstempler. Für derartige Geräte waren die Dezimalpunkte zwischen den Wertziffern eigentlich gedacht.



Viele Grüße
Hajo

[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/211867
 
filunski Am: 06.10.2019 23:53:21 Gelesen: 989# 40 @  
Hallo Hajo und alle AFS Spezialisten,

ich "wildere" mal hier in diesem Thema. Vielleicht liege ich ja auch nicht richtig und/oder diese "Besonderheit" wurde schon mal behandelt (habe jetzt nicht ausdrücklich danach im Forum gesucht).

Hier habe ich einen AFS aus Lauenburg/Elbe, von derselben Maschine ist auch schon Einer von Angelika in der Datenbank, aber nicht dieser:



Mir fällt da etwas "Besonderes" auf, euch auch? ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
juju Am: 07.10.2019 00:07:39 Gelesen: 986# 41 @  
@ filunski [#40]

Da hat schon jemand ein paar Tage früher aufs fünfstellige PLZ-System umgestellt ;)

Es sei denn, es handelt sich um einen Einstellungsfehler.

Gruß
Justus
 
filunski Am: 07.10.2019 00:22:59 Gelesen: 981# 42 @  
@ juju [#41]

Hallo Justus,

ja, genau das meine ich! Kein Einstellungsfehler. Dieses Phänomen habe ich schon öfters gesehen, aber meist war es dann der 30.6., also nur ein Tag vor der Umstellung. Hier in Lauenburg war man damals schon früher dran. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
Nordluchs Am: 09.10.2019 20:39:31 Gelesen: 884# 43 @  
@ filunski [#40]

Hallo Peter!

Ich kann leider erst jetzt reagieren, es ist ein weiteres technisches Problem aufgetaucht, dazu am Ende noch einen Satz.

Wenn ich das richtig beurteile geht es um die Einführung der neuen 5-stelligen PLZ? Falls es nun bei dem Beleg um den eigentlichen Termin der Einführung vor dem 1.7.1993 geht, gibt es wesentlich frühere! Daher habe ich dazu aus einem Bericht, einen Auszug aus einer Arbeit von Dieter Kimmle beigefügt (Bericht der FG Nr. 24, S. 12–14).



Zusätzlich gibt es ein Schreiben der GD vom 1.2.1993. Auszug daraus: Nach offizieller Bekanntgabe kann die neue PLZ ... bereits vor dem 1.7.1993 verwendet werden. Der Grund war, dass eine größere Menge an AFS Maschinen ausgerüstet werden mussten.

Viele Grüße
Hajo
 
Nordluchs Am: 12.10.2019 10:46:45 Gelesen: 759# 44 @  
@ Nordluchs [#38]

Hallo an die Leser!
Hallo Volkmar!

Nach Cottbus siehe [#38] ist dieses der 2. Fall einer besonderen Verwendung einer Absenderfreistempelmaschine. Der besondere Ortsstempel ist sicherlich seitens der Post genehmigt gewesen. Von einem Einsatz gibt es eine Kopie in S/W.



(24b) Pinneberg / 75 Jahre Stadt - Strobel Pflanzen / gute Pflanzen / Strobel u. Wohlt . Pinneberg (Musterabschlag)

Im Thread [1] (Analoge Stempel) habe ich den Gelegenheitsstempel dazu auch schon veröffentlicht. Beide Stempel habe ich in der Datenbank freigegeben, aber die genaue Stempelbezeichnung noch nicht vorgenommen. Ein Fall für Volkimal?

Auch wenn es langweilig wird folgender Hinweis auch in diesem Teil des Forums. Unser „großer „Tower PC (Einzelanfertigung) geht wegen Garantiearbeiten zurück zum Hersteller, das dauert ca. 10 - 12 Tage. Daher können wir ab Montag den 14. 10 nicht mehr reagieren.

Wir melden uns danach wieder!

Viele Grüße
Hajo

(1) https://www.philaseiten.de/beitrag/212870
 
T1000er Am: 12.10.2019 12:24:22 Gelesen: 748# 45 @  
@ Nordluchs [#44]

Die Stempelbezeichnung ist ein "Kreisstempel" die Striche rechts und links neben dem Wappen und der Jubiläumszahl gehören eindeutig zum Motiv. Ebenso wie die netten Blümchen. ;-)

Schöme Grüße,
Thomas
 
epem7081 Am: 28.10.2019 23:01:13 Gelesen: 493# 46 @  
AFS-Wertestempel rahmenlos?

Hallo Stempelexperten,

heute ist mir unter Hunderten von Belegen mit Absenderfreistempeln an das Österreichische Generalkonsulat diese - wie mir scheint - rätselhafte Besonderheit untergekommen.



Hier wird vom Bürgermeisteramt - Standesamt - Ellwangen am 29.6.1993 mit nackten Zahlen agiert, d.h. dem Wertestempel fehlt der übliche Rahmen. Nicht die geringste Spur zu erahnen.

Zur Vervollständigung bringe ich hier noch einen Beleg der Standesamtes Ellwangen vom 23.8.1991, dem ersten Anschein nach von der gleichen Stempelmaschine.



Da bin ich gespannt, ob die Stempelmaschinenexperten dazu einen Lösungsvorschlag machen können.

Trotz der Rätsel eine gute Nacht wünscht
Edwin
 
T1000er Am: 29.10.2019 00:24:55 Gelesen: 481# 47 @  
@ epem7081 [#46]

Hallo Edwin,

ein fehlender Wertrahmen sollte eigentlich nicht vorkommen. Es gibt aber hier und da Frankiermaschinen die aus welchem Grund auch immer einen fehlenden Wertrahmen aufweisen.

Einen plausibelen Grund zu finden ist im nachhinein recht schwierig. Zumal nach der erfolgten Umstellung auf die 5-stellige PLZ 73479 der Wertrahmen "Deutsche Bundespost" wieder anzutreffen ist.



Schöne Grüße,
Thomas
 
Nordluchs Am: 31.10.2019 10:40:50 Gelesen: 485# 48 @  
@ Nordluchs [#39]

Hallo zusammen!

Er nun wieder mit dem „alten Zeug“. Nach dem nun der Punkt zwischen den Wertziffern bei einigen seltenen Postalia Geräten behandelt wurde, kommen wir nun zum Datum im Freistempelabdruck. Es gab Wechselsteuerstempler (Gebühreneinstellung bzw. Wertkarten erhielt man am Postschalter) die trugen Datumsziffern in Form von Buchstaben (z. B. MAI, JUN, OKT). Aber in den meisten Fällen nur bei Postalia. Daher anbei einen Auszug aus einem Werbeprospekt (in zwei Teilen), der mehr zeigt als alle Worte. Aufschlussreich die vielfältigen Möglichkeiten.



Darunter eine Abbildung einer Stempelrolle, deutlich zu sehen auch hier der eingesetzte Dezimalpunkt. Die grüne Farbe ist typisch für Wechselsteuerstempler. Im Prospekt ist jeweils ein Komma abgebildet.



Wenn derartige Geräte oder nur Ersatzteile daraus wieder in "normalen" Geräten den Dienst verrichteten, kamen die folgenden gezeigten Beispiele zustande.



Viele Grüße
Hajo

Siehe auch [#33], [#39]
 
Nordluchs Am: 12.11.2019 19:56:38 Gelesen: 335# 49 @  
@ Nordluchs [#48]

Hallo zusammen,

im vorigen Beitrag habe ich Freistempler erklärt, die im Ortsstempel den Monat in Schriftform trugen (z. B. MAI, JUN, OKT). Eine weitere ungewöhnliche Maschine möchte ich hier vorstellen. Ein Musterabdruck auf einer Karte zeigt was gemeint ist.



Eine Abbildung aus einer Datei und ein eigener Beleg (unten) ergänzen diesen Eindruck.

Eine mögliche Erklärung ist, dass die Deutsche Bundespost 1963 mit Verf. Nr. 318 verfügte, das die Gebühren für die Postwurfsendungen nur noch auf einer Einlieferungsliste angebracht werden. Des Weiteren ist die Einführung von Massendrucksachen im Oktober 1969 (mindestens 1000 Sendungen gleichen Inhalts und äußerer Beschaffenheit) ein weiterer evtl. Grund sein könnte. Später gab es bei der INFO -POST auch, dass die Tagesangabe fehlte. Aber alles nur als mögliche Erklärung für diese ungewöhnliche Ausführung der Maschine A 9000.



Der eigene Beleg befand sich auf einem Klebetikett und ist durch einen Bug etwas verzerrt worden. Aber ist eine kleine Rarität!

Viele Grüße
Hajo
 
volkimal Am: 12.11.2019 20:19:30 Gelesen: 329# 50 @  
@ Nordluchs [#49]

Hallo Hajo,

ich habe auch einen AFS aus Gütersloh mit der Monatsangabe in Schriftform in meiner Sammlung.



Als Ergänzung noch eine Monatsangabe in römischen Ziffern aus Kassel-Niederzwehren.



Viele Grüße
Volkmar
 
Nordluchs Am: 13.11.2019 15:58:50 Gelesen: 272# 51 @  
@ volkimal [#50]

Hallo Volkmar,

wie ich erstaunt sehe, verfügst Du anscheinend auch über nettes Material. Alle anderen zucken die Schulter, wenn Sie befragt werden. Ich nutze Deinen Beitrag, um noch einige derartige Belege nachzuschieben.



Nachfolgend Monatsangabe mit römischen Zahlen.



Falls noch jemand etwas zeigen kann, raus damit bevor die Belege vergilben.

Viele Grüße
Hajo
 
Nordluchs Am: 20.11.2019 15:22:35 Gelesen: 87# 52 @  
@ Nordluchs [#51]

Hallo zusammen!

Da ich den kürzlich von mir eingerichteten Forum Titel nicht mehr fand, verabschiede ich mich an dieser Stelle und Danke allen für das Interesse. Daher an dieser Stelle der eigentlich anderweitig vorgesehene Beitrag.

Ein interessanter ausländische Freistempler, den man anhand des Werbeklischee wohl als „Philatelistisch“ einstufen kann.



Der gezeigte Freistempel aus Großbritannien ist eine Neopost, erkenntlich am „N“ in der linken unteren Ecke.

Mit freundliche Grüßen!

Hajo

Literaturnachweis für Interessierte:

METER STAMPS OF GREAT BRITAIN AND IRELAND (EIRE); SECOND EDTION. Mann, JOHN C. (1972)
Harris, A. A. (1940). The Meter Postage Meter Stamp Catalogue
S. D. Barfoth / Werner Simon. The Meter Postage Catalog (1953) USA
 

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