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Thema: Die Poststempel von Frankfurt am Main
Das Thema hat 50 Beiträge:
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NikFFM Am: 20.04.2020 21:17:03 Gelesen: 9021# 26 @  


Hallo Wolfgang,

du hast vollkommen recht. Bin meine Stempel durchgegangen, hier ist er. Und zum Vergleich zwei andere Stempel der Zeit.
 
wheilmann Am: 20.04.2020 21:47:15 Gelesen: 9013# 27 @  
@ NikFFM [#26]

Hallo NikFFM,

der UB "b" Deines Stempels war mir bisher nicht bekannt, ich hatte nur den "a" in meiner Liste.

Die Amtsziffer, die auf dem bx-Stempel nicht mit abgedruckt wurde, lautet "1".

Gruß Wolfgang
 
NikFFM Am: 20.04.2020 21:57:32 Gelesen: 9007# 28 @  
Hallo Wolfgang,

ich bin beeindruckt.

Wo wurde der "bx"-Stempel verwendet, am Schalter in Frankfurt 1?

Erinnerst du dich an die Verwendung des UB-"y" in Frankfurt 1. Es war ein Hammerstempel der an einem temporär verwendeten Tisch abgeschlagen wurde. Später diente der UB-"y" der Versandstelle, aber vermutlich mit anderer PLZ.

Gruß
 
Christoph 1 Am: 20.04.2020 22:15:42 Gelesen: 8998# 29 @  
@ NikFFM [#28]

Diesen Stempel findest Du hier in unserer Stempeldatenbank:

https://philastempel.de/stempel/zeigen/203677
 
NikFFM Am: 20.04.2020 22:41:58 Gelesen: 8986# 30 @  
@ Christoph 1.

Interessant, danke für die Info, aber nein das ist er warscheinlich nicht. Eventuell wurde die Stempelplatte wieder verwendet. Es war ein alter Hammerstempel. Das war um 1994-5. Es gab ihn bei Überlastung der Postschalter oder des Sammlerschalters an einem Tisch auf Böcken. Ein Postmitarbeiter nahm nur an und stempelte, mehr nicht, dabei zielte er meist schlecht, die Abdrücke waren meist schwach. Um 2000 wurde die Hauptpost abgerissen, das Gelände lagt Jahre brach.

Anbei Beispiele die ich hatte abstempeln lassen. Ich bevorzugte diesen, weil ich das Kürzel des Sammlerschalters nicht mochte und den schlechteren Abschlag in Kauf nahm.



Viele Jahre später tauchte "y" bei gedruckten Entwertungen auf.

Die Bilder sind schlecht, man kann aber am letzten gut erkennen wie der Hammer sich in die Marke drückte.
 
filunski Am: 23.04.2020 15:45:35 Gelesen: 8912# 31 @  
Hallo zusammen,

zur Abwechslung mal hier und nicht im "einschlägigen" Thema.

Auch das sind Frankfurter Poststempel:



Handrollstempel von Frankfurt am Main 3

Die gab es auch "anders rum":



Die sind jetzt aber wirklich für die Tonne (die Belege dazu, Preisausschreiben-Postkarten, zeige ich erst gar nicht), höre ich jetzt schon, nicht nur NikFFM sondern noch viele Sammler entsetzt aufschreien. ;-) Aber ihr wisst ja, dazu habe ich eine ganz andere Meinung. Da der größte Teil der Sammlerschaft schon seit Jahrzehnten so denkt, sind von diesen Stempeln auch seit Jahrzehnten nicht sehr viele übrig geblieben. Auch nicht von diesem Prachtstück:



Ebenfalls ein Handrollstempel, ein sehr früher und auch recht seltener. Aber auch wieder so ein "zweifelhafter", sammelunwürdiger, weil gemachter Beleg. ;-)

Ja klar, das ist eine Gefälligkeitsabstempelung auf Wunsch eines mal ganz bekannten Stempelsammlers, Fritz Paeplow. Zum Glück gab es ihn und er hat sich solche "gemachten" Belege besorgt, sonst hätten wir heute kaum mehr welche von diesen Stempelabschlägen, da die entsprechenden Bedarfspostbelege meist entsorgt wurden.

Mehr, auch "schöne" Stempel, demnächst. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
NikFFM Am: 23.04.2020 15:54:43 Gelesen: 8903# 32 @  
@ filunski [#31]

Bei den ersten zwei würde ich nur nach schöneren Exemplaren suchen, denn diese sind häufig und von jedem Frankfurter Stempel suche ich einen Abschlag, auch von den Handrollstempeln, bei anderen Gebieten hätte ich das allerdings nicht gesammelt.

Der zweite Beleg, des Architekten ist hochinteressant. Anbei ein anderer Beleg von ihm, der mir leider nicht gehört.



"älteste Messe" war Bestandteil des Versuch die Messe wieder zu beleben, was auch gelang.
 
Cantus Am: 23.04.2020 16:01:25 Gelesen: 8897# 33 @  
Ich zeige einen Sonderstempel vom 15.6.1957 vom Deutschlandtreffen der Heimkehrer.



Viele Grüße
Ingo
 
filunski Am: 24.04.2020 00:02:14 Gelesen: 8844# 34 @  
@ NikFFM [#32]

"Der zweite Beleg, des Architekten ist hochinteressant."

Ja, ist er und auch noch in anderer Hinsicht. :-) Der Adressat, Vossen, ist zumindest für die Poststempelgilde eine sehr prominente Persönlichkeit als langjähriger Vorsitzender und danach Ehrenvorsitzender bis zu seinem Tode. Danke fürs Zeigen.

Nun aber weiter mit, wie versprochen "schönen" Frankfurter Stempeln. Alle zu einer Person.

"Frankfurt am Main steckt voller Merkwürdigkeiten"

Dieser Aussage stimme ich durchaus zu, aber von mir stammt sie nicht. Sie stammt aus dem Munde oder der Feder eines der berühmtesten Söhne Frankfurts und einem der größten Dichter Deutschlands, Johann Wolfgang von Goethe.

Seine Worte zierten, auch mehrfach, schon sehr früh die Werbeklischees von Frankfurter Maschinenstempeln:



Der rechte Stempel birgt auch noch eine kleine Überraschung. Da "stickt" nämlich Frankfurt, oder besser dieser Slogan ;-), voller Merkwürdigkeiten!

Auch die Frankfurter Uni ist nach ihm benannt, so überrascht es auch nicht, Goethe auch auf Absenderfreistempeln der Uni zu finden:



Da durften dann natürlich zu seinem 250. Geburtstag im Jahre 1999 entsprechende Sonderstempel nicht fehlen:



Auf dem rechten Stempel wurde die weltbekannte Figur Goethes in dem Gemälde von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (auch Goethe-Tischbein genannt) "Goethe in der Campagna" ein wenig karikiert als "Weltbürger Goethe" dargestellt. Diese Darstellung fand dann auch im Jubiläumsjahr beim Frankfurter BZ 60 Verwendung.



Wenn man noch ein wenig weiter sucht findet man Goethe sicher noch öfter in Frankfurter Stempeln.

Viele Grüße,
Peter
 
NikFFM Am: 24.04.2020 08:08:46 Gelesen: 8819# 35 @  
@ filunski [#34]

Vielen Dank für's Zeigen der "Goethestempel". Ich besitze zwar keinen Beleg, möchte jedoch einen zeigen, der mir bekannt ist.



Im Jahr 1932 wurde das Goethejahr gefeiert. Ganz im Freudentaumel der Moderne, des "neuen frankfurt" entstanden auch moderne Drucksachen und dieser Werbestempel, der im Coporate Design der Veranstaltungsreihe gehalten ist, durch Verwendung der Schriftart "Futura". Da diese viel später weltberühmt wurde, wirkt die Typografie sehr modern.

@ Cantus [#33]

Wer oder was sind die "Heimkehrer"?
 
filunski Am: 24.04.2020 12:35:43 Gelesen: 8795# 36 @  
@ NikFFM [#35]

"Wer oder was sind die "Heimkehrer"?"

Das waren die, insbesondere aus russischer Kriegsgefangenschaft, heimgekehrten Kriegsgefangenen (Soldaten).

Ich möchte nochmals die schon angesprochenen [#20] Stempel mit dem aus der NS-Zeit stammenden Zusatz "Stadt des deutschen Handwerks" vorstellen.

Bekannt war ja vor allem diese Variante, als Tagesstempel und auch als Maschinenstempelkopf, der Kreisstempel mit Kurzsteg:



In Frankfurt gab es diesen Zusatz auch noch im Normstempel (Zweikreisstegstempel), so wie hier:



Beim (Post-) Scheckamt sogar auch mal als Maschinenstempelkopf:



Auch nach Kriegsende blieben gerade die Tagesstempel, Typ Kreisstempel mit Kurzsteg, noch lange im Einsatz. Allerdings in der "entnazifizierten" Version:



So viel im Augenblick dazu.

Viele Grüße,
Peter
 
zockerpeppi Am: 24.04.2020 21:59:44 Gelesen: 8760# 37 @  
Ein weiterer Beleg aus meinem Fundus:



Ganzsache zu 5 Pfennig mit 5 Pfennig Zusatzfrankatur. Stempel *Frankfurt (Main) 1. d 6-7N, Datum 20.5.87, nach Luxemburg Ankunft am 21.5.87

mfG
Lulu
 
filunski Am: 24.04.2020 23:28:53 Gelesen: 8746# 38 @  
@ zockerpeppi [#37]

Hallo Lulu,

das sind ja traumhafte Abschläge, super!

Von mir in Anlehnung an [#36] noch etwas. Der Zusatz "Stadt des deutschen Handwerks" wurde ab 1937 in allen Stempeln eingeführt und zumindest bei den Tages- und Maschinenstempeln wurden frühere Stempelköpfe ohne diesen "linientreuen" Zusatz aus dem Verkehr gezogen. Selbst die AFS bekamen entsprechende Stempelköpfe.

Aber da spielten wohl nicht alle Nutzer der AFS gleich mit. Hier ein AFS (Nutzer müsste die Stadtverwaltung selbst gewesen sein) ohne diesen Zusatz im Jahre 1938:



Viele Grüße,
Peter
 
mausbach1 Am: 26.04.2020 08:37:02 Gelesen: 8612# 39 @  
Guten Morgen - hier ein "Frankfurter"



FRANKFURT (MAIN) 7 / 28.7.48 - 18 / m.E. "c"

Der Stempel in der Versandstelle wird am Normalschalter wohl nicht verwendet werden.

Einen schönen Sonntag!
Claus
 
Manne Am: 26.04.2020 08:57:01 Gelesen: 8609# 40 @  
Guten Morgen,

ein Bahnpoststempel Frankfurt - Bebra vom 23.08.1963, Zug 00006.

Der Beleg lief nach Schwenningen, was wurde damit geliefert?

Gruß
Manne


 
Altmerker Am: 29.04.2020 17:34:45 Gelesen: 8543# 41 @  
@ filunski [#36]
@ Quincy [#20]

Ich möchte zu dem Thema einen interessanten Stempel beisteuern, weil die Versendungsart nun doch nicht so Massenware ist.

Freundliche Grüße
Uwe


 
Cantus Am: 21.03.2022 02:16:43 Gelesen: 3627# 42 @  
Ein Stempel so zwischen den Zeiten vom 17.1.1911.



Viele Grüße
Ingo
 
Ameise Am: 21.03.2022 18:03:37 Gelesen: 3601# 43 @  
Hallo,

anbei ein Stempel "FRANKFURT A. M." (Thurn & Taxis?) mit Zierraute und roter Stempelfarbe von 1863:



Viele Grüße
Enrico
 
Magdeburger Am: 21.03.2022 18:25:44 Gelesen: 3593# 44 @  
@ Ameise [#43]

Hallo Enrico

Thurn und Taxis ist richtig - roter "Franco"-Stempel Barzahlung von 9 Kreuzer - siegelseitig 3 Pfennige Bestellgeld.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Ameise Am: 21.03.2022 18:32:51 Gelesen: 3589# 45 @  
Hallo Ulf,

danke für Deine Erklärung.

Viele Grüße Enrico
 
dithmarsia43 Am: 22.03.2022 12:01:09 Gelesen: 3573# 46 @  
@ zockerpeppi [#37]

Hallo,

3 GSK-Postkarten aus der DR "Pfennige"-Zeit mit "Schreibschrift"-Stempeln aus 1876 bis 1880.



Die auffälligen Kontrollbuchstaben zählen zu den frühen Sonderformen.

Beste Grüße

Uwe
 
bedaposablu Am: 24.08.2022 18:07:47 Gelesen: 1994# 47 @  
Hallo miteinander!

Hier ein Stempel auf einer Postkarte, die ich persönlich am 09.06.2003 im Flughafen abgeschickt hatte.



FRANKFURT AM MAIN 75 FLUGHAFEN / i / 60549

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
juni-1848 Am: 16.09.2022 13:36:52 Gelesen: 1673# 48 @  
Moin zusammen,

zum zweiten Mal kam mir dieser Frankfurt-Stempel mit der rätselhaften Abkürzung "N.M" unter die Augen:



FRANKFURT A.M \ 6 \ FEB \ N.M \ {Zierstück} \ 1 - 1½

Dieser Einkreiser in der Stempelfarbe rot (in der Th&T-Zeit üblich u.a für Frankfurt) befindet sich auf einem ganz normalen Faltbrief ohne Inhalt und ohne Marken nach Bayern, nur mit Taxvermerk "fo" (franco) und roter "9" sowie einem unleserlichen Ankunftsstempel rückseitig, bei dem die Jahreszahl nur zu erraten ist: 18 34 oder 18 54 oder 18 64.

Da ich diesen Stempel in keiner Datenbank und auch nicht beim schnellen Durchblättern einschlägiger Altdeutschland-Literatur (leider ohne Sem, Haferkamp/Probst und Scheibe) gefunden habe, meine Fragen an Euch:

Was bedeutet N.M? Etwa Nach Mittag?

Über welchen Zeitraum wurde dieser Stempel verwendet?

Sammlerdank vorab, Werner
 
Jürgen Witkowski Am: 16.09.2022 22:20:22 Gelesen: 1632# 49 @  
@ juni-1848 [#48]

Hallo Werner,

ich habe im Haferkamp/Probst[1] nachgeschlagen. Wenn Dein Stempel den Durchmesser von 24 cm hat, handelt es sich wohl um die Nr. 14 aus Frankfurt am Main. Die Verwendungszeit wird von 1862 bis 1865 angegeben. Als Stempelfarbe allerdings schwarz. Das will aber nicht viel heißen, da zu dieser Zeit, wie Du auch schon schreibst, häufig in rot gestempelt wurde. Das N.M steht für Nach Mittag. Andere Stempel im Katalog sind auch mit V.M für Vor Mittag abgebildet.


Katalogauszug [1]

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen

[1] Hans Haferkamp, Erwin Probst, Thurn u. Taxis Stempelhandbuch 1
 
juni-1848 Am: 17.09.2022 14:42:16 Gelesen: 1569# 50 @  
@ Jürgen Witkowski [#49]

Danke Jürgen,

Durchmesser 24 mm und die Jahreszahl 1864 passen.

Obgleich der Stempelabschlag von der roten Stempelfarbe etwas "verschmiert" wirkt, überlasse ich ihn der Stempeldatenbank:

[https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/483807]

Nochmals Dank und Sammlergruß, Werner
 

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