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Thema: Information zu ungewöhnlichem Postscheckamts-Stempel gesucht
EdgarR Am: 10.10.2018 18:21:35 Gelesen: 316# 1 @  
Die Postscheckämter der Deutschen Bundespost stempelten Überweisungsbelegabschnitte und Zahlkartenabschnitte mit speziellen Stempelmaschinen.

Typische Stempel waren entweder kreisförmig wie hier:



Durchmesser 21,5 mm

oder aber rechteckig wie hier:



Größe: 28 mm x 14,5 mm

Bisher sind mir nur drei Stempel untergekommen, die "anders" sind, und alle waren im PSchA Stuttgart in Gebrauch. Als ein Beispiel sei hier dieser Stempel gezeigt:



Die anderen beiden Exemplare sind formgleich und haben nur andere Unterscheidungsbuchstaben, nämlich "ah" und "al".

Gibt es jemand hier, der zu dieser Stempelform (Kreisstegstempal mit Bogen oben und Bogen unten) und möglicherweise sogar zu der zugehörigen Stempelmaschine bzw. zu ihrem Fabrikat nähere Auskünfte beitragen kann?
 
volkimal Am: 10.10.2018 18:36:15 Gelesen: 308# 2 @  
@ EdgarR [#1]

Hallo Edgar,

solch einen Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten gab es auch in München.

https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/110061

Kennst Du diesen Stuttgarter mit PLZ vor dem Ort?

https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/74613

Ansonsten kann ich Dir leider nicht weiterhelfen.

Viele Grüße
Volkmar
 
bernhard Am: 10.10.2018 19:21:28 Gelesen: 294# 3 @  
@ Volkimal

Die Fragestellung ist vermutlich explizit zu den Stempelmaschinen für die Überweisungsvordrucke und Zahlkartenabschnitte gemeint.

@ EdgarR

1. Die Rechteckstempel wurden erst im Jahre 1943 für die Hochdruckstempelmaschinen eingeführt.

2. Jedes Postscheckamt hatte auch ganz normale Tagesstempel im Einsatz. Bei Ausfall der Stempelmaschine konnten diese auch für die genannten Formulare zum Einsatz kommen.

3. Hersteller: DAPAG, Sylbe & Ponsdorf, Klüssendorf …; die gleichen Hersteller wie bei "normalen" Stempelmaschinen

4. Stempel mit Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten waren auch bei den anderen Postscheckämter im Einsatz. Suche später ein paar Abbildungen heraus

Gruß, Bernhard
 
bernhard Am: 10.10.2018 20:35:51 Gelesen: 269# 4 @  
An den gleichmäßigen Abdrucken an gleicher Stelle des PSchA Frankfurt/Main kann man gut erkennen, dass diese durch die eine Stempelmaschine erzeugt wurden.



Einige weitere Postscheckämter. Ab den 30er Jahren dann auch Normumstellung auf die Zweikreisstegstempel bzw. Kreisstempel mit Kurzsteg.



Gruß, Bernhard
 
filunski Am: 10.10.2018 23:56:48 Gelesen: 233# 5 @  
@ EdgarR [#1]

Hallo Edgar,

die von dir angefragten Stempel (Stuttgart, Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten) gab es wie auch Bernhard sehr schön anhand von Belegen gezeigt hat als Stempelköpfe in den genannten Stempelmaschinen.



Was mich bei deinem Stempel und auch den beiden anderen stutzig macht, ist das späte Datum und bei den UB ah und al auch der Abschlag. M.E. sind das mit großer Sicherheit alles Handstempel. In den Maschinen waren zu dieser Zeit (1972) normalerweise schon andere Stempelköpfe eingebaut (Kreisstempel). In jedem der Postscheckämter gab es solche Stempel (Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten) aber noch lange als Handstempel. Ich habe aber leider momentan nicht genug Vergleichsmaterial um dazu einen Nachweis zu führen und da ich momentan nicht Zuhause bin, kann ich auch nicht auf meine Unterlagen zurück greifen. :-(

Nächste Woche, wenn ich wieder zurück bin, werde ich die entsprechenden Sachen raus suchen und mich dann nochmals dazu melden!

Viele Grüße,
Peter
 
filunski Am: 13.10.2018 23:07:09 Gelesen: 157# 6 @  
@ EdgarR [#1]
@ filunski [#5]

Hallo Edgar, hallo zusammen,

bin in meinem "Fundus" mittlerweile fündig geworden und bin mir jetzt auch sicher, dass die drei Kandidaten alles Handstempel sind.

Hier ein scan dreier solcher Abschnitte. Zum Vergleich, ganz links, der Stempelkopf einer Klüssendorf-Maschine wie sie zu dieser Zeit vielfach bei den Postscheckämtern im Einsatz waren. Die anderen beiden sind unzweifelhaft Handstempel, dabei wieder auch zwei von Edgars Kandidaten, UB "ak" und "al".



Viele Grüße,
Peter
 
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