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Thema: Altdeutschland Sachsen: Über 200 Sachsen-Dreier auf der 89. Feuser-Auktion
Richard Am: 17.11.2018 09:36:20 Gelesen: 1849# 1 @  
Peter Feuser offeriert über 200 „Sachsen-Dreier“!

(wm) Galt der rührige Stuttgarter Auktionator vielen meist eher als ausgewiesener Experte der Postgeschichte und der Altbriefkunde, kommt er mit seinem Katalog zur 89. Auktion und dem Thema „Königreich Sachsen - Plattenrekonstruktion der 3 Pfennige rot“ dieses Mal als Traditionalist daher.

Ganz der traditionellen Klasse verpflichtet, kann er am 8. Dezember 2018 eine im wahrsten Sinne des Wortes einmalige Sammlung von „Sachsen-Dreiern“ anbieten. Dürfte für viele Sammler bereits ein schönes Einzelstück dieser ersten Marke von Sachsen aus dem Jahre 1850 nur schwer erschwinglich sein, hatte hier ein Sammler mit großem Kapitaleinsatz gar den Versuch gestartet, die 120 bekannten verschiedenen Plattenpositionen – die Marke wurden mit sechs Platten zu jeweils 20 Marken im Bogen gedruckt – zusammenzutragen. Das war bisher noch keinem gelungen, der unvergessene Experte Georg Bühler hatte diese Plattenpositionen aber aufgrund von Prüfvorlagen und ihm vorgelegten Marken vor Jahrzehnten bestimmt und die Merkmale in seinem 1978 erschienenen heute sehr seltenen Buch „Sachsen 3 Pfennig Rot“ veröffentlicht.

Dieser Auktionskatalog ist eine unübertreffliche Ergänzung zu diesem Werk. Denn alle Plattenpositionen sind nach Bühler bestimmt, es gibt lesenswerte Einleitungen zum Thema und großformatige Fotos der Merkmale jeder Platte. Natürlich kann bei einer solch riesigen Ansammlung dieser beliebten und seltenen, damit also auch teuren Marke nicht jedes Stück ein Luxusstück sein. Der Sammler hatte in erster Linie Wert auf die möglichst weitgehende Plattierung gelegt.

Im Ansatz der Ausrufpreise ist die jeweils sorgfältig beschriebene Erhaltung berücksichtigt, so dass sich für manchen auch die Chance bieten kann, vergleichsweise preiswert an ein gefälliges Exemplar zu kommen. Man darf gespannt sein, wie der Markt diese Fülle aufnimmt. Eines ist schon jetzt sicher: Mit diesem Auktionskatalog hat sich der ungewöhnliche Sammler, aber auch der Auktionator Peter Feuser in die Literaturgeschichte eingeschrieben.

Kontakt: Peter Feuser Auktionen, Tel. 0711-247524, Mail: feuser-auktionen@t-online.de, http://www.feuser-auktionen.de


 
Bodo A. von Kutzleben Am: 19.11.2018 08:47:01 Gelesen: 1767# 2 @  
Auch nach sechzig Jahren Sammelleidenschaft erlebt man und Frau immer noch positive Überraschungen.

Da kommt vom Stuttgarter Auktionshaus Peter Feuser ein bemerkenswerter Katalog mit dem Titel "Königreich Sachsen" einem ins Haus geflattert und was muss ich sagen: Einfach Toll!



Einhundertneunundsechzig (169) Lose drehen sich nur um den berühmten "Sachsendreier", der drei Pfennigmarke von Sachsen aus dem Jahre 1850.



Ich sammele kein Sachsen, sondern Thurn und Taxis, aber das ist mal ein wunderbares Highligt in der deutschen Philageschichte.

Lieber Peter, das hast du toll gemacht.
 
Markus Pichl Am: 07.12.2018 19:34:19 Gelesen: 1618# 3 @  
Nur noch einmal schlafen, dann wird die bisher bekannte größte Sachsendreier-Sammlung unter das Hämmerchen gebracht.

Eine beeindruckende Sammlung und ein wirklich schöner, sehr informativ gestalteter Auktionskatalog. Dieser steht auch zum Download, als PDF-Datei, auf der Webseite des Auktionators bereit und es empfiehlt sich diesen zu speichern - als auch jedem an Sachsendreiern interessierten Sammler, sich an der Auktion zu beteiligen.

Eine in dieser Art bisweilen einmalige Auktion.

Beste Grüße
Markus
 
Richard Am: 13.12.2018 09:00:44 Gelesen: 1493# 4 @  
„Sachsen-Dreier“ waren gefragt!

(wm) Am 8. Dezember 2018 versteigerte Peter Feuser in Stuttgart im Rahmen einer Sonderauktion, zu der ein vorzüglicher Auktionskatalog erschienen war, 169 Lose mit insgesamt wohl über 200 Exemplaren der legendären „Sachsen-Dreier“, der ersten Briefmarke, die 1850 in Sachsen erschienen war. Darunter waren zahlreiche Einzelstücke, aber auch Einheiten und Briefe. Der Gesamtausrufwert lag bei rund 675 000 Euro. Von den 169 Losen blieben nur 22 unverkauft, was angesichts der Angebotsfülle eine beachtliche Verkaufsquote ist, nämlich 87 Prozent. Versteigerer träumen von solchen Zahlen.

Allerdings und bei näherer Betrachtung sind solche Zahlen auch zu relativieren, wenn man z.B. den Gesamtausrufwert von ca. 675.000 Euro in Relation zum Zuschlag in Betracht zieht. Denn dann zeigt sich, dass die 22 unverkauften Lose mit rund 233.000 Euro angesetzt waren, de facto also fast 35 Prozent des Gesamtausrufes liegen blieb. Die verkaufte Lose spielten – ohne Aufgeld – 441.305 Euro ein, was dennoch beachtlich ist. Eine noch weitere Analyse belegt, dass Einzelstücke und in Ausnahmefällen auch ganz besondere Exemplare, z.B. auf Brief, sehr gefragt waren, teils auch wirklich gute Steigerungen erfuhren, aber so manche Top-Stücke, zumal im fünfstellen Bereich (bis zu 25- und 40.000 Euro) keinen Käufer fanden. Dabei waren alleine zehn ab 10.000 Euro. Über Gründe mag man rätseln, an der Investitionsbereitschaft generell kann es kaum gelegen haben, denn auch manch anderes vergleichbar teure Stück ging gut weg. Insgesamt waren die Ergebnisse aber erstaunlich und für manche bereits vor noch kommenden Nachverkauf überraschend hoch – und dies in breiter Fülle.
 
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