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Thema: Marken bestimmen: Spanien
Das Thema hat 88 Beiträge:
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buzones Am: 29.03.2018 08:14:44 Gelesen: 22360# 64 @  
Hallo Pepe,

das ist eine spanische Dienstmarke für Sendungen bis zu einer halben Unze Gewicht von 1854, Mi.-Nr. 1.

Beste Philagrüße
Ralf
 
Pepe Am: 29.03.2018 20:17:14 Gelesen: 22331# 65 @  
@ buzones [#64]

Hallo Ralf,

habe die Marke etwas zu spät im Katalog gefunden. Vielen Dank für Deine Hilfe.

Als kleines Osterei zeige ich mal diesen Dienstmarkensatz. Der ist optisch eine Augenweide. So schön können Briefmarken sein. Und am 22. April 2018 wird dieser Satz seine 102. Geburtstag feiern.





Die Marken sind ohne Nennwert - warum ist dies so?

Ausgabeanlass war der 300. Todestag von Miguel de Cervantes Saavedra. Die Marken wurden im Stichtiefdruck kreiert. Die Michelnummern sind Dienstmarken 12-16. Auflage 450.000 Sätze. Im Mi 2002/2003 mit Falz mit 12,- Mi€ gelistet.

Vielleicht hast Du ja noch mehr Hintergrundinformationen.

Aber bei aller Liebe zum Hobby, nicht Ostern vergessen.

Herzliche Grüße und tolle Tage Pepe
 
buzones Am: 30.03.2018 17:41:22 Gelesen: 22293# 66 @  
Hallo Pepe,

als Antwort auf deine Frage erlaube ich mir, dir den entsprechenden Absatz über diese "Marken" aus dem ArGe-Handbuch von Oswald Schier als Scan einzustellen:



Außer der von dir erwähnten unglaublichen Menge von 450.000 gezähnten kamen auch noch 4.000 ungezähnte Sätze zur Ausgabe – bei einer Anzahl von ca. 600 Senatoren und Kongressabgeordneten. Mit der produzierten Anzahl an Cervantes-Vignetten hätte jedes Kongress- bzw. Senatsmitglied innerhalb von zwei Tagen rund 750 Briefsendungen "schmücken" können. Das Ganze entbehrt somit nicht eines gewissen spekulative Charakters.

Der verwendete Sonderstempel vom 22. April 1916 sah so aus:



Mit philatelistischen Grüßen
Ralf
 
Pepe Am: 03.04.2018 20:17:26 Gelesen: 22201# 67 @  
@ buzones [#66]

Hallo Ralf,

vielen Dank für die Aufklärung. Könntest Du vielleicht mal eine aktuellere Michelbewertung für diese Ausgabe geben? Mein Katalog ist ja doch schon 15 Jahre alt. Da war ganz Europa noch in 4 Bänden untergebracht und die kosteten ca 130,- Euro. Für Nichtneuheitensammler lohnen sich die vielen neuen Bände Europa kaum.

Nette Grüße Pepe
 
buzones Am: 03.04.2018 20:41:00 Gelesen: 22193# 68 @  
@ Pepe [#67]

Mit aktuellen Michel-Bewertungen kann ich leider nicht dienen. Im aktuellsten Edifil-Katalog, den ich besitze, (2007) ist der Satz mit 18 Euro postfrisch notiert; ungebraucht/gebraucht mit 11 Euro. Viel mehr wird das heutzutage auch nicht sein.

Beste Philagrüße
Ralf
 
Pepe Am: 03.04.2018 20:55:55 Gelesen: 22195# 69 @  
@ buzones

Vielen Dank für die Antworten.

Sammlerabsahnung, ein interessantes Wort. Und doch so treffend in der Philatelie. Die Herstellung von diesen Schnipseln kostet Bruchteile von Pfennigen. Und alle Postfrischsammler sind sozusagen abgesahnt. Da wo keine Leistung in Anspruch genommen wird, hat die Post Mega Profit gemacht. Und wie viele hunderte Millionen postfrischer Marken schlummern in Sammleralben.

Trotzdem habe ich selbst auch einige Sammelgebiete, wo ich Postfisch schön finde und auch sammele.

Nette Grüße Pepe
 
Pepe Am: 03.04.2018 20:55:55 Gelesen: 22195# 70 @  
@ buzones



1910 erschien die 233 A a, hier mal in breiter und schmaler Ausführung, Vor und Rückseite mit Kontrollnummer.

Ist das normal? Und kannst Du vielleicht etwas zu den Kontrollnummern sagen.

Nette Grüße Pepe
 
buzones Am: 18.06.2018 19:33:59 Gelesen: 20232# 71 @  
Hallo Pepe,

irgendwie ist mir deine Anfrage seinerzeit wohl durch die Lappen gegangen. ¡Lo siento mucho!

Hier also die Antwort: Bei den Dauerserien Spaniens zwischen 1901 und 1930 findet sich dieses Phänomen öfter. Die damals verwendeten Zähnungsmaschinen (Kammzähnung!) waren alt und schlecht gewartet, so dass sie nicht mehr sehr exakt arbeiteten. Wenn also der Zähnungkamm zu kurz oder zu weit vorrückte, kam es zu solchen sehr schmalen aber auch zu sehr breiten Marken, letztere sind besonders "eindrucksvoll"; wenn sie vom Bogenrand stammen. Nachfolgend ein Extrem-Beispiel hierfür: zwei 30c-Medallón aus meiner Sammlung.



Kontrollnummern: Die spanischen Marken der Jahre 1901 bis 1931/32 (mit Ausnahme einiger Kleinstwerte zu 1 und 2 cts) immer mit einer rückseitigen Kontrollnummer, die der jeweiligen Bogennummer entspricht, versehen. Die Nummerierung A 000,000 (bzw. nur 000,000 bei der ersten Auflage der Cadete-Marken von 1901) kennzeichnete die offiziellen Mustermarken.

Mehr dazu (auf Englisch) auf meiner Alfonso XIII-Seite (die auch mal modernisiert werden müsste - ich weiß!):

http://www.reinhold-und-becker.de/espana/alfonso/alfonsocifras.htm

Beste Philagrüße
Ralf
 
Sherlock Am: 16.02.2020 22:24:38 Gelesen: 9677# 72 @  
Alfonso XIII als Kadett - Varianten 15c - Frage zur Bestimmung

Hallo,

bin bei der Bestimmung älterer spanischer Marken auf die folgende Frage gestoßen.

Laut Michel Europa 2001/2002 existieren zwar vier Varianten, wobei sich jedoch zwei davon nur durch die Farbe der Kontrollnummer unterscheiden.

Mi 209 schwarzblau 1901 (oben rechts)

Mi 218 aI graulila blaue K-Nummer 1902 (oben links)

Mi 218 aII graulila grüne K-Nummer 1902 (nicht vorhanden)

Mi 218 b violett 1905 (unten links)

Wenn ich die Marken, wie oben in Klammern beschrieben, den einzelnen Michel-Nummern zuordne, bleibt die Märke unten rechts unbestimmt. Als 218 b gleicht sie der Marke daneben zu wenig: Druckbild verschoben, schlechte Zähnung, flaue Farbe.

Würde mich freuen, wenn hier jemand was dazu schreiben würde. Danke!

Sherlock


 
buzones Am: 16.02.2020 22:34:50 Gelesen: 9674# 73 @  
@ Sherlock [#72]

Zur Unterscheidung der sechs (!) verschiedenen Auflagen der 15 Céntimos Cadete empfehle ich dir meine entsprechende Auflistung [1].

Da findest du zwar keine Michel-Nummern, aber sichere Unterscheidungsmerkmale, allerdings nur in Englisch, aber das sollte ein "Sherlock" ja beherrschen! :-)

Mit philatelistischen Grüßen
Ralf

[1] http://www.reinhold-und-becker.de/espana/alfonso/alfonso0301.htm
 
Sherlock Am: 28.02.2020 00:58:02 Gelesen: 9581# 74 @  
Danke, Ralf, die Antwort hilft mir weiter!
 
DERMZ Am: 29.06.2020 20:26:20 Gelesen: 7422# 75 @  
Guten Abend,

bin zwar nicht ganz unwissend, aber für diese Marke (die RECHTE) reichen meine Kenntnisse kein Stück.



Ich kann weder ein Jahr zu der Karte sagen, noch ob es eventuell eine Lokalausgabe ist. Kann jemand ein wenig Licht in meine Dunkelheit bringen.

Eventuell hilft ja noch ein Bild der Karte:




Vielen Dank und viele Grüße

Olaf
 
volkimal Am: 29.06.2020 20:54:47 Gelesen: 7416# 76 @  
@ DERMZ [#75]

Hallo Olaf,

ich habe zwar keinen Katalog dazu, aber ich gehe davon aus, dass es sich um eine Zwangszuschlagsmarke der Stadt Logroño handelt.

Im Michel sind am Ende von Spanien einige aus anderen Orte aufgeführt. 1936/37 gab es in zahlreichen spanischen Provinzen und Städten Zuschlagsmarken, deren Verwendung obligatorisch war.

Wenn Du bei Delcampe.net als Suchbegriff "Logrono 1937" eingibst findest Du die Marke mehrfach (zum Teil laufende Angebote zum Teil beendete Angebote).

Viele Grüße
Volkmar
 
buzones Am: 30.06.2020 12:19:37 Gelesen: 7383# 77 @  
@ DERMZ [#75]

Hallo Olaf,

wie Volkmar schon angemerkt hat, handelt es sich um eine Ausgabe der Stadt Logroño. Diese, unter deutschen Philatelisten als "Beisteuermarken" bekannte Marken, dienten während des spanischen Bürgerkrieges zur Erhebung von Abgaben für wohltätige Zwecke wie der Arbeitslosenhilfe, Einrichtung von Suppenküchen, etc. - und zwar bei beiden Kriegsparteien. Sie wurden nicht nur auf Poststücken, sondern auch mit allen möglichen anderen "offiziellen" Dokumenten verlangt und benutzt.

Die Michel-Auflistung ist rein willkürlich und es fehlen hier naturgemäß locker 99,9% aller lokal ausgegebenen Stücke. Mittlerweile gibt es zahlreiche spanische Kataloge, die sich des Themas annehmen, meist lokal ausgerichtet. 1995 erschien ein Catálogo de los sellos «locales» emitidos durante la Guerra Civil Española 1936-1939, der auf knapp 370 Seiten in Schwarz/Weiß alle seinerzeit bekannten, lokalen Beisteuermarken aufzulisten; inkl. Druck- und Zähnungsvarianten. Die damalige Bewertung (noch in Pesetas) ist natürlich überholt, bildet jedoch in Relation der Preise zueinander noch immer die (relative) Seltenheit mancher Stücke ab.



Deine "Marke" ist zum Wohle der Arbeitlosen (Pro paro obrero) herausgegeben worden; es gab drei verschiedene Ausgaben. Deine Marke stammt aus der ersten Auflage, der häufigsten.

Die Karte ist übrigens unter dem handschriftlichen Text links unten datiert mit 30/6/37.

Mit philatelistischen Grüßen
Ralf
 
DERMZ Am: 30.06.2020 13:01:00 Gelesen: 7379# 78 @  
@ volkimal [#76]
@ buzones [#77]

Hallo Volkmar und Ralf,

vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Daß der Michel in diesem Fall wenig bis gar nicht hilfreich ist, das hatte ich schon bemerkt - umsomehr helfen die Antworten von Kennern der Materie. Das Datum habe ich nicht gesehen, Augen auf soll (mir) bekanntlich helfen.

Ich werde die Karte mal zur Seite legen, auch wenn nicht von bester Qualität, mir gefällt sie ein wenig.

Mit besten Grüßen

Olaf
 
Gerhard Am: 30.06.2020 13:16:32 Gelesen: 7373# 79 @  
@ DERMZ [#78]
@ buzones

Hallo Olaf, hallo Ralf,

auch mir gefällt deine Karte sehr gut; Glückwunsch dazu! Wenn Du Dich allerdings entschließen solltest sie doch nicht zu behalten, würde ich sie gerne eintauschen, sollte ich etwas für Dich haben, oder auch gerne in der PPA bebieten, da ich mich schon lange mit diesem Gebiet beschäftige, wenn auch nach dem Galvez-Katalog von 1960 (leider letzte Auflage). Zu den "Locales" weiß der auch alles, was mit ausschlaggebend dafür war, dass ihn mir vor ca. 25 Jahren auf Mallorca für gutes Geld zugelegt habe.

MphG
Gerhard
 
buzones Am: 01.07.2020 12:47:24 Gelesen: 7299# 80 @  
@ Gerhard [#79]

Lieber Gerhard,

der Galvez von 1960 ist eigentlich der von 1950, lediglich die aktualisierten Preisnotierungen wurden separat auf den Seiten XXII bis XXX nachgetragen.

Deine Aussage: "Zu den "Locales" weiß der auch alles" ist angesichts einer siebzig Jahre alten Publikation, die zudem auch noch – den damaligen politischen Zuständen geschuldet – die republikanischen Ausgaben kaum berücksichtigt, sehr "ambitioniert". ;-)

Schau dir mal diese Webseite an, auf der der bekannte Philatelist und Händler Jose Vincente Domènech lediglich die bislang bekannten republikanischen Marken und Vignetten in downloadbaren, hochauflösenden PDFs katalogisiert, dann sieht der Galvez wirklich so alt aus, wie er ist. Spässle! :-)

http://guerracivil.afinet.org/catalogos/vinyetas/listado.htm

Bei uns in der Arge Spanien sind übrigens zahlreiche aficionados Mitglied, die auf diesem Gebiet forschen und recht viel publizieren (Ich gehöre nicht dazu!). Vielleicht juckt's dich ja auch?

Wir können uns auch gerne außerhalb des Forums austauschen. Schick mir einfach deine Kontaktdaten, wenn du magst!

Mit philatelistischen Grüßen
Ralf
 
Gerhard Am: 01.07.2020 13:20:16 Gelesen: 7284# 81 @  
@ buzones [#80]

Lieber Ralf,

danke für den Link, der Katalog ist phantastisch. Es wird mir immer klarer, wie (m.E. viel zu)wenig wir damals über den spanischen Bürgerkrieg gelernt haben. War es damals im Rückblick auf Guernica und die Legion Condor noch zu peinlich "öffentlich" diskutiert zu werden?

Zurück zur Philatie: Die Dokumentation einiger Personen, die in den antifaschistischen Organisationen aktiv waren sind hochinteressant und dann die Darstellungen der jeweilgen Gesinnungen auf Zwangszuschlagsmarken. Ich bin begeistert; da wird mein Drucker einiges zu tun bekommen.

In Bezug auf den "Galvez" und offensichtliche Zensur im Franco-Spanien, hatte ich mit so noch keine Gedanken gemacht; - shame on me(!).

Danke für die Einladung zur ARGE, wobei ich fürchte dafür zu wenig Zeit zu haben. Ein Problem, dass mit zunehmendem Alter bei mir immer häufiger auftaucht.

MphG
Gerhard
 
10Parale Am: 10.12.2020 11:42:38 Gelesen: 4160# 82 @  
Die linke Marke (grüne Farbe), ungezähnt, evtl. geschnitten, mit dem Porträt von Isabella II. zu 20 C. finde ich nicht mit dieser Farbe und Jahreszahl im Michel Online Katalog. Die Marke ist rückseitig gefalzt und hat Gummierung.

Bei der mittleren, bläulichen Marke könnte es sich um die Nr. 84 handeln. Bei der rechten Marke handelt es sich um die Dienstmarke 5a (auf hellgelb) oder 5b (auf dunkelgelb).

Liebe Grüße

10Parale


 
Redfranko Am: 10.12.2020 15:49:46 Gelesen: 4141# 83 @  
@ 10Parale [#82]

Hallo, im Michel Südwesteuropa 2017 steht bei der MiNr. 79 (Jahreszahl 1866) der Zusatz:

Marken in gleicher Zeichnung, aber andere Wertstufen und/oder Jahreszahl 1867 siehe Spanisch-Westindien (Michel Übersee)

aber den Katalog habe ich leider nicht.

Gruß, Frank
 
GSFreak Am: 10.12.2020 16:06:28 Gelesen: 4135# 84 @  
@ Redfranko [#83]

Das ist die Mi.-Nr. 20 von Spanisch-Westindien (20 C. grün, geschnitten).

Beste Grüße
Ulrich
 
10Parale Am: 10.12.2020 23:44:27 Gelesen: 4110# 85 @  
@ Redfranko [#83]
@ GS Freak [#84]

Vielen herzlichen Dank. An ein anderen Land habe ich gar nicht gedacht, aber Spanien hatte ja ebenfalls seine Kolonien.

Ich zeige 3 weitere spanische Marken, ganz rechts die Michel Nr. 1 Type II (T und O in CUARTOS miteinander verbunden), auf dickem Papier.

Die beiden anderen Marken (Michel Nr. 24, dünnes Papier) tragen dicke schwarze Balkenstriche.

Liebe Grüße

10Parale


 
jmh67 Am: 11.12.2020 09:18:01 Gelesen: 4098# 86 @  
@ 10Parale [#85]

Diese Balken dienten der Entwertung von Restbeständen der Ausgaben bis 1875. Weder schön noch selten, aber immerhin amtlich.
 
JohannesM Am: 19.12.2020 16:04:07 Gelesen: 3884# 87 @  
Ich sammele Spanien nicht und bin daher nicht sicher ob ich die Marken richtig identifiziert habe. Mein Katalog ist von 1987, danach ist wohl nichts Werthaltiges dabei, außer vielleicht der Mi 82, oder?



Beste Grüße
Eckhard
 
buzones Am: 20.12.2020 17:09:33 Gelesen: 3852# 88 @  
@ JohannesM [#87]

Hallo Eckhard,

soweit ich das sehe, stimmt deine Zuordnung – bis auf die beiden Nr. 32. Ich glaube, dass das zwei Nr. 40 sind: Glattes, weißes Papier ohne Wasserzeichen.

"Werthaltiges“ scheint nichts dabei zu sein; die Nr. 82 ist dezentriert und die Stempelqualität ist schlecht.

Mit philatelistischen Grüßen
Ralf
 

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