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Thema: Deutsche Abstimmungsgebiete Schleswig Belege
GSFreak Am: 03.12.2018 20:08:28 Gelesen: 8530# 1 @  
Ein R-Brief vom 07.03.1920 aus HADERSLEBEN nach Hoyerswerda, dort nach Görlitz weitergeleitet (Ankunftstempel GÖRLITZ vom 09.03.1920). Verklebt sind als MeF zwei Stück Mi.-Nr. 7 = 50 Pf.: 20 Pf. für einen Fernbrief und 30 Pf. Einschreibgebühr.



Gruß Ulrich
 
volkimal Am: 27.01.2020 21:14:12 Gelesen: 7584# 2 @  
Hallo zusammen,

diese Karte wurde von einer Insel auf die andere geschickt. Leider trägt sie keinen Ankunftsstempel.



Die Ansichtskarte vom 07.06.1920 zeigt die Villa Christianie in Nebel (Amrum). Nebel ist neben Wittdün auf Amrum und Norddorf auf Amrum eine der drei Gemeinden auf der nordfriesischen Nordseeinsel Amrum. Absenderin war Ida Christine Matzen, von der ich im Netz ein Buch und ein Lied gefunden habe. Die Postkarte geht an Pastor Tielking im Nordseebad Borkum.



Die Postkarte ist mit zwei Marken des Abstimmungsgebietes Schleswig frankiert. Am 14. März fand die Volksabstimmung in Zone II (Mittelschleswig) mit Flensburg, Niebüll, Föhr, Amrum und Sylt statt. Über 80 % der Bevölkerung stimmten für Deutschland.

Viele Grüße
Volkmar
 
philast Am: 19.11.2021 17:17:39 Gelesen: 5694# 3 @  
Hallo,

beigefügt ein Beleg von Norburg 2.6.1920 (Abstimmungsgebiet Schleswig, 1.Zone) nach Ajstrup Dänemark.

Das Belegdatum ist in dem Zeitraum, in dem die 1. Zone an Dänemark übergeben wurde.

Meine Erwartungshaltung wäre gewesen, nachdem der Beleg noch vom preussischen Amtsgericht (Dienstsiegel) abgesendet wurde, dass dieser mit Dienstmarken Deutsches Reich frankiert wäre (die sind nach dem Ausland jedoch unzulässig) oder mit Anstimmungsmarken 1. Zone.

Da weder eine Frankatur erfolgte, noch eine Nachtaxierung am Zielort in Dänemark, stelle ich die Frage an die Forumleser was in diesem Falle vorgeschrieben war.




Grüße
philast
 
Briefuhu Am: 29.11.2021 15:07:34 Gelesen: 5605# 4 @  
Hier ein Brief vom 05.02.1920 von Flensburg nach Hamburg. Frankiert mit zweimal Michel Nr. 4 zu je 10 Pfennige als waagrechtes Paar.



Schönen Gruß
Sepp
 
Stefan Am: 20.12.2024 20:06:39 Gelesen: 1470# 5 @  
Der nachfolgende Beleg wurde gestern im Inflaseiten-Thema [1] vorgestellt und passt ebenfalls in dieses Thema.





Sendung vom 04.04.1920 aus Tondern ca. 170 km weiter nach Glückstadt in der PP 4, Porto zu 15 Pfennig für eine Karte im Fernverkehr

Die Ganzsache zu 10 Pfennig Germania weist eine daneben geklebte Germania zu 5 Pf. auf (Mi-Nr. 85). Die Frankatur wurde mittels Bahnpoststempel vom 04.04.1920 entwertet. Daneben wurde ein Tagesstempel mit identischem Datum aus Tondern abgeschlagen.

Im April 1920 lag Tondern in der ersten Zone des Abstimmungsgebietes Schleswig und wurde wenige Wochen später an Dänemark abgetreten, die eigentliche Volksabstimmung war bereits erfolgt. Heute liegt der Ort als Tønder kurz hinter der deutsch-dänischen Grenze. Die Briefmarken des Deutschen Reiches waren im Abstimmungsgebiet Schleswig zu dieser Zeit nicht gültig. Die Portostufen der Reichspost wurden allerdings in der Abstimmungszeit beibehalten (PP4 und PP5).

Was war geschehen? Hatte die Absenderin die vorfrankierte Karte in Tondern in den Briefkasten geworfen, wo die ungültige Frankatur erkannt, der Tagesstempel aus Tondern daneben gesetzt, allerdings die Frankatur mittels Blaustift nicht umrandet und auch kein Nachporto erhoben wurde?

Zur Entwertung der Frankatur wurde der Bahnpoststempel der Bahnstrecke Hamburg-Tondern verwendet. Daneben wurde der Handstempel TONDERN **b abgeschlagen:



Die Absenderin Lenchen beschreibt u.a. von Ihrer Bahnfahrt und einer Kontrolle an dem Grenzübergang in Stedesand (vermutlich vom Deutschen Reich ins Abstimmungsgebiet Schleswig). Die Passvermerke dürften heute recht interessant sein. Die Empfänger wohnten in einer Kleinstadt nordwestlich von Hamburg gelegen.

Die Karte fand sich vorletzten Sonntag auf dem Großtauschtag in Aachen in einer Krabbelkiste eines niederländischen Händlers und erweckte meine Aufmerksamkeit durch den TONDERN-Stempel.

Gruß
Stefan

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1155 (Beitrag 10763 ff)
 
Michael Mallien Am: 25.06.2025 14:10:58 Gelesen: 808# 6 @  
Ganzsache P2 mit 5 Pfennig Auffrankatur portorichtig verwendet am 2.2.1920 für eine Fernpostkarte von Flensburg nach Bargteheide.



Viele Grüße
Michael
 
Gernesammler Am: 10.01.2026 16:09:02 Gelesen: 130# 7 @  
Hallo Sammlerfreunde,

habe diese 3 Ganzsachen Postkarten bekommen, für alle drei wurde die Mi.Nr. P 1 mit Werteindruck von 7 1/2 Pfennig, Plebiscit Slesvig verwendet.

Alle 3 Karten sind von Wilhelm Hochreuter aus Flensburg, spediert an Gustav Manry in München, im Text geht es jedesmal um den Tausch von Briefmarken.

Die erste Karte vom 19.4.1920 wurde als Drucksache verwendet, dadurch überfrankiert, gestempelt wurde mit Einkreisstegstempel von Flensburg *1f.



Die zweite Karte vom 3.4.1920 mit einer Zusatzfrankatur einer Mi.Nr.3 zu 7 1/2 Pfennig, diese 15 Pfennig waren die Gebühr für die Postkarte im Fernverkehr in der Portoperiode 4 ab 1.10.1919-5.5.1920.

Gestempelt mit Einkreisstegstempel von Flensburg *1i.



Die dritte Karte vom 12.3.1920 hatte als Zusatzfrankatur 3x die Mi.Nr.1 zu 2 1/2 Pfennig, gestempelt wurde hier mit Einkreisstegstempel von Flensburg *1g.



Gruß Rainer

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Pfennigzeit (1876-1920) eingehende Post"]
 
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