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Thema: (?) (12) Bund Ganzsachen: Eigenausgaben der Deutschen Post AG
Michael Mallien Am: 16.12.2018 21:17:57 Gelesen: 1140# 1 @  
Die Eigenausgaben der DPAG werden unter Sammlern kontrovers diskutiert. Ein Thema ist beispielsweise deren Einstufung als Ganzsachen überhaupt, aber auch deren "Sammelbarkeit". Letzteres setzt eine Ordnung und Erfassung der Stücke voraus und erfordert vom Sammler eine gewisse Flexibilität, denn das Gebiet ist so umfangreich, dass wohl niemand "vollständig" sein kann.

Gespannt wartete ich Ende 2017 auf die angekündigte Neuauflage des Michel Ganzsachen Deutschland Kataloges, um mehr über den neuesten Stand der Forschung zu den Eigenausgaben zu erfahren. Schließlich erschien der Katalog dann erst im Mai 2018 und ich vermute gerade die teilweise Neuordnung und tiefgehende Überarbeitung der Eigenausgaben als Grund für die Verzögerungen. Das Kapitel Eigenausgaben der Deutschen Post AG umfasst sagenhafte 200 Seiten in dem Katalog, aber es lädt den interessierten Sammler auch zum Erforschen ein. Gelungen finde ich die Einleitung zu dem Kapitel, von der ich mir erlaube sie hier wieder zu geben:

Nach dem Übergang der Deutschen Post von einer Bundesbehörde zu einem privatwirtschaftlichen Unternehmen sind die von der Deutschen Post AG neu herausgegebenen Ganzsachen nicht mehr a priori amtlich. Im Gegensatz zu den Briefmarken, deren amtlicher Charakter unzweifelhaft ist, da sie nur mit Genehmigung des Finanzministeriums heraus gegeben werden dürfen, können Ganzsachen durch die Post nach eigenem Belieben heraus gegeben werden, sofern der Wertstempel bereits als Briefmarke ministeriell genehmigt ist.

Um diejenigen Ganzsachenausgaben, die einen öffentlichen Bedarf decken, nicht auf die gleiche Stufe zu stellen mit den auf Initiative einzelner Abteilungen der Post hergestellten Spezialausgaben, wurden innerhalb der normalen Katalogisierung nur diejenigen Ausgaben aufgenommen, die über Postfilialen, über den Großkundenvertrieb der Post oder über die Postwertzeichenversandstellen erhältlich waren. Alle anderen Ganzsachenausgaben, die zwar von der Deutschen Post AG in eigener Regie produziert, aber nicht öffentlich oder nur an einen ausgewählten Empfängerkreis abgegeben werden, erscheinen in in diesem Abschnitt.


Es folgt eine Beschreibung einzelner Gruppen von Ganzsachen und am Ende noch der Hinweis, dass andere für private Auftraggeber hergestellte Ganzsachen hier nicht gelistet werden, sondern vielmehr wie Privatganzsachen anzusehen sind.

In diesem Thema möchte ich auf die verschiedensten Arten der Eigenausgaben eingehen und teils auch auf Änderungen hinweisen, die in der Neuauflage des Kataloges vorgenommen wurden. Ich orientiere mich an den Kapiteln im Katalog.

Eigenausgaben zu Geschenkzwecken
Werbeumschläge (WU)

Den vormals katalogisierten Umschlag WU 1 gibt es nicht mehr an dieser Stelle. Vielmehr ist er nun als Geschenkumschlag mit der Nummer GU 1 erfasst und bei den Ganzsachen mit Wertstempeln der Dauerserie Burgen und Schlösser eingeordnet.



Ich habe die Rückseite mit gescannt, denn der Klebestreifen auf der rechten Seite im Bild ist typisch für diese Ganzsache. Der Umschlag wurde im Rahmen einer Werbeaktion der Deutschen Bundespost auf einer Zeitschriftenanzeige hinzu geklebt und war in fünf verschiedenen Zeitschriften zu finden. Er stellt im gewissen Maße einen Vorläufer der Eigenausgaben der DPAG dar.

Der Umschlag WU 2 wurde im Rahmen einer Präsentation zur bundesweiten Einführung der Plusbriefe 1998 kostenlos abgegeben. Auf dem Umschlag ist der Radiomoderator Jochen Trus abgebildet, was unter Sammlern zur Bezeichnung Trus-Brief für diese Ausgabe führte.



Von dem Umschlage können zwei Auflagen unterschieden werden:

WU 2 I Bedarfsauflage
WU 2 II Abonnentenauflage

Letztere wurde nachträglich hergestellt und an Abonnenten sogenannter "nicht-philatelistischer" Ganzsachen ausgeliefert. Die Auflagen können anhand des Innendrucks der Briefklappen leicht unterschieden werden. Der gezeigte Umschlag entstammt der Bedarfsauflage (WU 2 I).

Ich plane nach und nach auf alle Arten der Eigenausgaben einzugehen und Beispiele zu zeigen und würde mich über eure Beteiligung freuen.

Viele Grüße
Michael
 
Vernian Am: 16.12.2018 21:52:47 Gelesen: 1131# 2 @  
Zwar nicht mein Thema, aber gefällt mir! Lese ich gerne mit.
 
jmh67 Am: 17.12.2018 05:41:11 Gelesen: 1087# 3 @  
Das wird ja richtig kompliziert mit den Ganzsachen. Im Lipsia-Katalog seligen Angedenkens gab es die Rubrik "Auf verschiedenen Vordrucken", aber das war für Ganzsachen auf Kundenbestellung. Das ist sicher wieder etwas anderes.

Ich habe irgendwann 2002 mal einen Ganzsachenumschlag bei einer Werbeaktion bekommen (und gleich für einen Brief nach Hause benutzt), da stand "Blumengrüße von der Post" oder so etwas Ähnliches drauf, außerdem gab es eine Tüte Blumensamen dazu. Vielleicht erinnert sich jemand besser daran, war das ein GU oder WU?

Vielleicht sollte der Begriff "Ganzsachen" in die Themenüberschrift aufgenommen werden?

-jmh
 
Michael Mallien Am: 17.12.2018 18:54:19 Gelesen: 1031# 4 @  
@ Vernian [#2]

Das freut mich. :)

@ jmh67 [#3]

Einen solchen Werbeumschlag kenne ich nicht. Es gab allerdings am 1.4.2003 Plusbriefe mit dem Wertstempel Rosengrüße ( USo 56) in Packungen zusammen mit 3 Klappkarten mit integrierten Blumensamen im Rahmen der Aktion "Klimaoase" in Zusammenarbeit mit dem B.U.N.D. Der Umschlag ist bei den normalen Ganzsachen gelistet. Die Packungen waren in Postfilialen erhältlich.

Ich zeige heute noch einen weiteren Werbeumschlag, nämlich den WU 4 A/02:



WU A 4/02 und WU B 4/02 waren in einem Geschenk-Set enthalten, das bei den Posttagen 2002 in Bonn kostenlos verteilt wurde.

Der letzte, im aktuellen Michelkatalog aufgelistete Werbeumschlag ist der WU 19 aus dem Oktober 2007. Ob es noch weitere Umschläge geben wird, scheint aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich.

Werbepostkarten

Neben den Werbeumschlägen gibt es auch Werbepostkarten. Die WP 1 erschien im Mai 2000 zur EXPO in Hannover:



Die Karte wurde zusammen mit einer Pressemappe anlässlich einer Informationsveranstaltung der EXPO-Gesellschaft gratis an Journalisten und andere Medienvertreter aus aller Welt abgegeben.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 18.12.2018 21:13:14 Gelesen: 977# 5 @  
Zu den Werbeumschlägen ist noch anzumerken, dass vormals als Werbeumschlag Individuell (WUI) katalogisierte Umschläge nun an anderer Stelle gelistet sind, auf die ich noch zu sprechen komme. WUI stand für Werbeumschläge mit Wertstempeln der Plusbriefe Individuell, also nicht amtlichen Wertstempeln.

Postfach-Mitteilungskarten

Eine weitere Art von kostenlos vergebenen Eigenausgaben sind die Postfach-Mitteilungskarten PFK. Diese Karten wurden nicht öffentlich verkauft, sondern Postkunden bei der Einrichtung eines neuen Postfachs zur Verfügung gestellt, um damit Korrespondenzpartnern die neue Postfachadresse mitteilen zu können.

Es gibt zwei grundsätzlich unterschiedliche Arten von Postfach-Mitteilungskarten:

1. Allgemeine Postfach-Mitteilungskarten mit einer zusätzlichen "Hausanschrift für Paketsendungen und Besucher"
Hier die PFK 9 aus dem November 2001:



2. Postfach-Mitteilungskarten für Pressesendungen mit einem Text zu Pressesendungen/Zeitschriften an den Korrespondenzpartner.
Hier die PFK 8 aus dem März 2001:



In diesem speziellen Fall wurde die Karte allerdings für einen anderen Zweck verwendet, nämlich als Mitteilung an einen Verlag, nichts weiter zuzusenden.

Eine echte Rarität ist die PFK 1. Sie wurde von Frühjahr bis Herbst 1998 bei einem Pilotversuch in Herford abgegeben.

Mit der PFK 23 und 24 stellte die DPAG Mitte 2013 die Ausgabe der Postfach-Mitteilungskarten ein.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 19.12.2018 20:24:33 Gelesen: 920# 6 @  
Zu der nächsten, im Katalog beschriebenen Eigenausgabe, kann ich selbst keine Belege zeigen, aber vielleicht hat jemand von euch welche im Besitz?!

Eigenausgaben zum Gebrauch durch Feldpost-Benutzer

Im Michel steht zu diesen Ausgaben einleitend:

Die nachfolgenden Ausgaben werden von der Deutschen Post AG im Auftrag der Bundeswehr herausgegeben. Da sie nur bei den Feldpostämtern erhältlich sind, wurden sie den Eigenausgaben beigeordnet. Die Umschläge werden für den allgemeinen Gebrauch durch Feldpost-Benutzer zu den normalen Plusbrief-Entgelten abgegeben.

Neben den Wertstempeln weisen alle Ausgaben das gemeinsame Feldpost-Logo der Deutschen Post und der Bundeswehr auf.


Unterschieden werden die Ausgaben in

- Ausgaben mit amtlichen Wertstempeln
- Ausgaben mit individuellen Wertstempeln

Ausgaben mit amtlichen Wertstempeln

Bisher sind 5 Ausgaben aus der Zeit von August 2004 bis April 2007 verzeichnet mit den Michelnummern FP 1 bis FP 5. Wie einleitend erwähnt, weisen die Ausgaben das Feldpost-Logo auf und zwar jeweils links neben dem Wertstempel. Beispielhaft hier ein Ausschnitt einer FP 3 aus einem Angebot bei Ebay:



Die Nummerierung hat mich zunächst verwundert, weil es die Nummern "FP 1" bis "FP 5" schon an anderer Stelle gibt, nämlich bei den Funklotteriepostkarten Bund und Berlin. Die letzte Karte dieser Art, die FP 14, erschien im November 1997. Es besteht jedoch mit der neuen Währung, dem Herausgeber und auch zeitlich ausreichend "Abstand", so dass es kaum zu Verwechslungen kommen kann.

Ausgaben mit individuellen Wertstempeln "Deutsche Post"

Von diesen Umschlägen sind bisher 6 Ausgaben aus der Zeit von Mai 2007 bis Mai 2012 verzeichnet mit den Michelnummern FPI 1 bis FPI 6. Alle individuellen Wertstempel beinhalten das Feldpost-Logo, wie in diesem Beispiel:



Von der FPI 3 gibt es eine Reihe von Unternummern, die sich im Innendruck der Klappe und durch zusätzlich aufgedruckte missionsspezifische Enbleme unterscheiden.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 20.12.2018 21:46:11 Gelesen: 877# 7 @  
Im Katalog folgen weitere Eigenausgaben, zu denen ich ebenfalls nur wenig zeigen kann. Dennoch möchte ich sie hier vorstellen, damit alle katalogisierten Arten von Eigenausgaben besprochen werden.

Eigenausgaben der Deutschen Post, Abteilung "Erlebnis: Briefmarken"

Im Michel steht zu diesen Ausgaben einleitend:

Die nachfolgenden Ausgaben, die das Postlogo "Deutsche Post / PHILATELIE" aufweisen, wurden von der Deutschen Post AG, Abteilung "Erlebnis: Briefmarken" in eigener Regie herausgegeben. Die Produktion weiterer Ausgaben als eigenständige Ganzsachen wurde im Mai 2007 seitens der Postphilatelie untersagt.

Unterschieden werden die Ausgaben in

- Ausgaben mit amtlichen Wertstempeln
- Zudruck-Ganzsachen
- Ausgaben mit individuellen Wertstempeln

Ausgaben mit amtlichen Wertstempeln

Im April 2007 erschienen 3 Ausgaben ( EB 1 bis EB 3) mit den Wertstempeln

- Papst Benedikt XVI. (MiNr. 2599)
- Leuchtturm Westerheversand (MiNr. 2474)
- Post – Briefkasten (MiNr. 2597)

Im April 2012 kam es dann doch noch zu einer weiteren Ausgabe, der EB 4 mit dem Wertstempel zum Tag der Briefmarke 2010. Grund für die Ausgabe trotz des Verbotes war ein Engpass einer vorgesehenen Blanko-Ganzsache, wie sie im nächsten Abschnitt beschrieben sind.

Hier ist ein EB 4 aus einem eBay-Angebot:



Zudruck-Ganzsachen

Nachdem der Abteilung verboten worden war eigene Ganzsachen zu produzieren, behalf man sich mit Zudrucken auf die von der Postphilatelie herausgegebenen Blanko-Ganzsachen. Für den Zeitraum von 2010 bis 2017 sind 24 Zudruck-Ganzsachen verzeichnet ( EBZ 1 bis EBZ 24). Beispielhaft hier die EBZ 23:



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 21.12.2018 11:51:24 Gelesen: 837# 8 @  
@ [#7]

Ich fahre fort mit den Ausgaben der Abteilung "Erlebnis: Briefmarken".

Ausgaben mit individuellen Wertstempeln

Die dritte Art der Ausgaben tragen individuelle Wertstempel. Die Michelnummern beginnen mit EBI. Die EBI 1 ist ein Sonderumschlag Weihnachten 2006, der im November 2006 erschien, also noch vor dem Verbot weiterer Ausgaben seitens der Postphilatelie.

Trotz des Verbotes blieb es nicht bei dieser einen Ausgabe. Im August 2017 wurde auf dem Festivalgelände des Wacken Open Air die EBI 2 abgegeben.



Die Ganzsache wurde mit aufgedrucktem Sonderstempel verkauft, konnte innerhalb einer 30-Tagesfrist aber auch postalisch verwendet werden.

(Noch) nicht im Michel verzeichnet ist eine analoge Ausgabe aus dem August 2018. Ich vermute, sie wird die Nummer EBI 3 erhalten.



Bei dieser Ausgabe wurde die Auflage von 2.500 der EBI 2 auf 1.500 reduziert. Offensichtlich konnte die 2017er Auflage nicht komplett verkauft werden.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 23.12.2018 13:24:40 Gelesen: 795# 9 @  
Eigenausgaben zum Gebrauch durch Abteilungen der Deutschen Post AG

Nun komme ich zum größten und komplexesten Bereich der Eigenausgaben. Die Ordnung, die im Michelkatalog geschaffen wurde, ist sehr hilfreich! Sie erlaubt eine Schritt-für-Schritt Bestimmung eines vorliegendes Beleges. Vereinfachend wurde auf eine Unterteilung in Ganzsachenarten (Umschläge, Karten, Faltblätter usw.) verzichtet.

In der obersten Ebene ist die Unterteilung:
- Eigenausgaben mit amtlichen Wertstempeln EA
- Eigenausgaben mit privaten Deutsche-Post-Wertstempeln EAI

Auf der nächsten Ebene wird nach vorkommenden Postlogos geordnet inklusive einer Ordnungseinheit "Ohne Postlogo". Den Postlogos werden Großbuchstaben zu deren Kennzeichnung zugeordnet. Beispiele sind EA A, EAI C

Innerhalb dieser Ordnungseinheiten (Kategorien) wird in der Regel in der zeitlichen Reihenfolge der Herausgabe katalogisiert. Leicht einordenbar sind Ausgaben mit vollständig datierbaren Vorausentwertungsstempeln. Aber es gibt auch Ausgaben ohne Vorausentwertungstempel und solche mit teilweise datierbaren Stempeln. Hier wird bei der Ordnung unterschiedlich verfahren, was ich jetzt nicht genauer erläutern möchte. Nur soviel: In der Regel werden nicht offensichtlich datierbare Ausgaben am Anfang einer Kategorie aufgelistet.

Dieses Verfahren erfordert eine Regel, um nicht ständig die datierbaren Ausgaben neu nummerieren zu müssen. Der Michel geht da ganz prakmatisch vor: die ersten 100 Nummern einer Kategorie werden reserviert und datierbare Ausgaben beginnen erst mit der laufenden Nummer 101.

Eigenausgaben mit amtlichen Wertstempeln
- Ohne Postlogo
- Ohne vollständig datierbare Vorausentwertung

Diese Eigenausgaben sind für den Laien kaum von anderen (privaten) Ausgaben zu unterscheiden, eben weil sie keinen Hinweis auf einen Absender der Post tragen. Im Katalog sind hier nur solche Ausgaben erfasst, die als postalische Eigenausgabe nachgewiesen sind.

Im neuen Katalog sind für diese Kategorie die Nummern bis EA A100 reserviert. Das hat zu einigen Umnummerierungen geführt.

Die erste Ausgabe aus dieser Kategorie aus meinem Bestand ist die EA A2 aus dem Mai 2001. Von dem Umschlag im C4-Format hier der Ausschnitt mit dem Wertstempel 250 Jahre Opernhaus Bayreuth und dem Vorausentwertungsstempel.



Aus 2009 stammt die EA A25 (vormals EA A29):



Verbreitet ist die EA A26 (vormals EA A31), ein Beispiel für einen Umschlag ohne Vorausentwertung. Auffällig ist das besondere Format des Umschlags (235 x 125 mm) und das große Fenster. Diese Umschläge dienten dem Rechnungsversand an Münzabonnenten.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 25.12.2018 17:31:58 Gelesen: 744# 10 @  
Ich komme nun zu den Ausgaben mit datierbarer Vorausentwertung.

Eigenausgaben mit amtlichen Wertstempeln
- Ohne Postlogo
- Mit datierbarer Vorausentwertung

Für die ersten Ausgaben dieser Unterkategorie wurden amtliche Sonderumschläge aus den Jahren 2002 und 2003 (USo 33/01, 41 Y, 52) mit Zudrucken ergänzt. Bei den Zudrucken handelt es sich um Vorausentwertungen der Postphilatelie Frankfurt am Main sowie deren Absenderadresse und Vorausverfügungen. Leider kann ich kein Beispiel zeigen.

Aus 2006 stammt die EA A105 /01 (vormals EA A20) mit einer Zeitschriftenwerbung:



Die bislang vorletzte katalogisierte Ausgabe dieser Unterkategorie ist die EA A121, eine Werbesendung POSTaktuell mit Vorausentwertung vom 2.12.2013.



Die bislang letzte katalogisierte Ausgabe dieser Unterkategorie ist die EA A122 mit Vorausentwertung vom 3.6.2016. Diese Ausgabe kann ich leider auch nicht zeigen. Ich erwähne sie, weil sie der USo 381 Plusbrief Warenpack nachempfunden ist. Das gleiche gilt auch für die EA A33, welche der USo 350 A Plusbrief Warenpack nachempfunden ist. Beide Eigenausgaben enthielten Informationen zum neuen Plusbrief Warenpack.

Insgesamt sind 60 Ausgaben der Kategorie A katalogisiert (verschiedene Vordruckarten inklusive).

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 27.12.2018 11:19:29 Gelesen: 695# 11 @  


Die Ausgaben mit Postlogo ohne Abteilungsbezeichnung sind als Kategorie B katalogisiert: EA B. Wie in der Kategorie A wird unterschieden in
- Ausgaben ohne bzw. nicht vollständig datierbare Vorausentwertung
- Ausgaben mit datierbarer Vorausentwertung

Im Vergleich zum vorherigen Katalog kam es zu Umnummerierungen, weil jetzt auch in dieser Kategorie die Nummern bis EA B100 für die erste Unterkategorie (nicht vollständig datierbare Voraussentwertungen) reserviert sind. Mich wunderte zunächst, dass nicht gleich ein größerer Nummernpool reserviert worden war, denn es wurden bereit 87 der 100 Nummern "verbraucht". Allerdings stammt die MiNr. EA B87 aus dem November 2010. Offensichtlich werden seitdem nur noch Ausgaben mit datierbarer Vorausentwertung hergestellt.

Eigenausgaben mit amtlichen Wertstempeln
- Postlogo "Deutsche Post" mit bzw. nur Posthorn-Logo
- Ohne vollständig datierbare Vorausentwertung

Ich beginne mit der EA B6. In diesem Umschlag erhielten Besteller der Kundenkarte ihre POSTCARD.



Die EA B21 diente als Kuvertierhülle für eine Werbung für "LETTERNET, den Club für Brieffreunde der Deutschen Post". Diese Ausgabe zeigt eine Variante des Postlogos insofern, dass Schriftzug und Posthorn auf gelbem Untergrund gedruckt sind. Das Logo ist als solches nicht abgesetzt dargestellt.



Für die Zuordnung zur Kategorie B muss sich das Postlogo nicht auf der Vorderseite der Ausgabe befinden. Die EA B67 ist dafür ein Beispiel:



Die oben gezeigten Ausgaben tragen alle nicht vollständig datierbare Voraussentwertungen. Die EA B77 (vormals EA B80) ist ein Beispiel einer Ausgabe ohne Vorausentwertung:



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 28.12.2018 11:01:56 Gelesen: 652# 12 @  
In der in Beitrag [#11] präsentierten Unterkategorie gibt es eine Ausgabe, die ich besonders mag, weshalb ich sie separat zeigen möchte. Es ist die EA B78 (vormals EA B81) mit Wertstempeln zu insgesamt 5,30 Euro für den Versand per Einschreiben Rückschein.

Zunächst ein Foto des C4-Umschlags, da er nicht komplett auf meinen Scanner passt:



Im Katalog steht dazu:

Die Ausgabe wurde per Einschreiben mit Rückschein versandt und weist daher ein aufgeklebtes R-Label und Reste eines Rückscheins auf.

Leider steht nichts darüber, was versendet wurde. Es würde mich sehr interessieren, was hinter dieser Ausgabe steckt. Weiß jemand mehr darüber?
Hier noch zwei gescannte Ausschnitte:



Mir gefällt besonders der Eingangsstempel einer Behörde und die Wertstempel aus der Dauerserie Blumen. Auch für Freunde dieser Dauerserie könnte diese Eigenausgabe interessant sein.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 29.12.2018 12:26:52 Gelesen: 610# 13 @  
Eigenausgaben mit amtlichen Wertstempeln

- Postlogo "Deutsche Post" mit bzw. nur Posthorn-Logo
- Mit datierbarer Vorausentwertung

Ausgaben mit dem Posthorn-Logo ohne "Deutsche Post" findet man nur in dieser Unterkategorie. Als Beispiel zeige ich die EA B129, bei der sich das Posthornlogo auf der Rückseite befindet.



Auf der Rückseite ist eine Werbung abgedruckt mit einer Steckkarte. Das Bild enthält das Postlogo mit "Deutsche Post". Das Logo auf dem Bild wird aber nicht für die Kategorisierung herangezogen, denn es ist kein offizieller Hinweis auf den Versender.

Die Werbesendungen der DPAG sind häufig Broschüren oder Faltblätter. Unter Sammlern wird auf deren Zustand geachtet, also, ob die Broschüre vollständig oder vielleicht nur das Deckblatt vorhanden ist. Einige Sammler legen gar Wert auf ungeöffnete Broschüren. Hier rate ich sie nicht ungeöffnet zu lassen, weil die "Verschlüsse" der Ausgaben oft mit schädlichen Klebern versehen sind. Ein Effekt ist auf der gezeigten EA B129 zu sehen und zwar vier Stellen mit Durchfettung auf der Verschlussklappe der Broschüre.



Der Verschluss erfolgte mit einer klebenden Silikonmasse, welche die Durchfettung verursacht hat. Mit Entfernung der Masse gleich nach Erhalt der Sendung wäre nichts passiert. Eine solche Masse lässt sich sehr leicht mit dem Finger abrubbeln. Versucht man es allerdings erst nach einiger Zeit, so ist die Beschädigung meist schon erfolgt, das Entfernen ist viel schwieriger und kann zudem das Papier beschädigen.

Eine andere Art Verschluss sind runde durchsichtige Klebeabschnitte wie bei der EA B109.



Es besteht das gleiche Problem, wie bei vielen Klarsichtklebestreifen (Tesa und ähnliches): Der Kleber ist schadstoffhaltig und verfärbt sich mit der Zeit. Auch in diesem Fall lässt sich der Verschluss leicht und rückstandsfrei entfernen, wenn die Ausgabe noch jung ist. Ein Versuch bei dem hier gezeigten Besipiel zerreist das Papier.

Es gibt noch weitere Aspekte, warum man die Sendungen öffnen sollte. Einige Sammler achten beispielsweise auf inhaltliche Unterschiede der gleichen Ausgaben, die man natürlich nur nach Öffnung entdecken kann. Ich mache das nicht und habe daher auch kein Beispiel parat.

Die Anzahl der Ausgaben in der Kategorie EA B inklusive katalogisierter Varianten ist in den Unterkategorien wie folgt:

- Ohne vollständig datierbare Vorausentwertung: 118 (1999 bis 2010)
- Mit datierbarer Vorausentwertung: 126 (2007 bis 2016)

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 31.12.2018 11:31:13 Gelesen: 542# 14 @  


Die Eigenausgaben der Konzernzentrale sind als Kategorie C katalogisiert: EA C. Das Logo der Konzernzentrale änderte sich im Laufe der Jahre:
- Deutsche Post World Net: 2000 bis 2008
- Deutsche Post DHL: 2009 bis 2014 (Änderung nach der Ausgliederung der Postbank)
- Deutsche Post DHL/Group: ab 2015

Die Ganzsachen dienen Mitteilungen der Konzernzentrale und dem Versand von Einladungen für Post-Aktionäre.

Eigenausgaben mit amtlichen Wertstempeln
- Postlogo "Deutsche Post World Net / MAIL EXPRESS LOGISTICS FINANCE" oder "Deutsche Post DHL" bzw. "Deutsche Post DHL / Group"

In dieser Kategorie sind keine Nummern reserviert, wie in den Kategorien A und B, denn es gibt bislang keine Ausgaben mit datierbaren Vorausentwertungen.

Die ersten Ausgaben kursierten unter der Bezeichnung Zumwinkel-Ganzsachen nach dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Dr. Klaus Zumwinkel, dessen Name in der Absenderadresse mit aufgedruckt war. Die Ausgabe EA C3 /02 ist dafür ein Beispiel. Hier ein Ausschnitt des C4-Umschlags:



Die "/02" der Michelnummer kennzeichnet eine von 3 Vordruckarten dieser Ausgabe.

Aus der Zeit 2009 bis 2014 (Postlogo "Deutsche Post DHL") möchte ich drei Ausgaben zeigen, die sich in der Art der Entwertung unterscheiden.

1. EA C50 ohne Vorausentwertung



2. EA C53 mit teils datierbarer Vorausentwertung



3. EA C56 mit Frankierwelle



Diese Ausgabe enthielt Informationen für Post-Aktionäre zum E-POSTBRIEF, was sehr schön durch das E-Postbrief-Logo illustriert ist.

Die Katalogisierung im aktuellen Ganzsachenkatalog endet mit der MiNr. EA C63 aus dem April 2017. Ich kann eine aktuellere Ausgabe aus 2018 zeigen mit dem dritten Postlogo "Deutsche Post DHL / Group". Ich vermute, sie wird die MiNr. EA C65 erhalten.



In der Kategorie EA C sind inklusive Varianten 98 Ausgaben katalogisiert. Seit der Änderung des Postlogos 2009 sind es 12 Ausgaben.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 03.01.2019 11:35:31 Gelesen: 465# 15 @  
Mit den Logos der Konzernzentrale gibt es Ausgaben eines IT-Unternehmens der Deutschen Post mit entsprechenden Namenszusätzen. Sie sind im Michel der Kategorie EA CIT zugeordnet. Ich kann zwar keine Beispiele zeigen, führe sie aber der Vollständigkeit halber auf.

Mit dem Logo "Deutsche Post World Net / MAIL EXPRESS LOGISTICS FINANCE" ist der Zusatz Deutsche Post IT Solutions GmbH. Die Ausgaben EA CIT1 bis EA CIT11 stammen aus den Jahren 2002 bis 2007.

Mit dem späteren Logo "Deutsche Post DHL / GLOBAL BUSINESS SERVICES" ist der Zusatz Deutsche Post IT Services GmbH mit zwei Ausgaben aus 2013. Es handelt sich dabei um die selbe Firma. Der Name wurde 2009 verändert.

Ich würde mich freuen, wenn jemand von euch Beispiele zeigen könnte.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 05.01.2019 18:23:58 Gelesen: 407# 16 @  


Die Eigenausgaben des Frachtpostbereiches sind als Kategorie D katalogisiert: EA D. Das Logo änderte sich im Laufe der Jahre:
- Deutsche Post / EURO EXPRESS 2000 - 2001
- DHL / EXPRESS 2005 - 2006, nach Umfirmierung in 2003
- DHL ohne EXPRESS: Ende 2006

Die letzte Variante trägt den Zudruck Claude Béglé unterhalb des Postlogos. Claude Béglé war zu der Zeit der leitende Manager der DHL in Deutschland und Zentraleuropa.

Eigenausgaben mit amtlichen Wertstempeln
- Postlogo "Deutsche Post / EURO EXPRESS", "DHL / EXPRESS" oder nur "DHL"

Alle Ausgaben erschienen ohne Vorausentwertungen.

Die erste Ausgabe wurde aus dem Plusbrief USo 13 B durch Zudruck des Postlogos hergestellt. Von dem C4-Umschlag hier der obere und untere Teil:




In dem Umschlag wurde Information zu Plusprodukten und ein Exemplar der EA D2 verschickt. Die EA D2 ist eine Rücksendepostkarte auf Basis der Pluskarte PSo 60 II. Etwas ähnliches ist die EA D3. Leider kann ich sie nicht zeigen.

Ein Beispiel einer Ausgabe mit dem neuen Postlogo des Frachtbereiches ist die EA D4, die, wie auch die Folgeausgaben D5 und D6 der Korrespondenz einer DHL-Geschäftsstelle diente.



Mein Exemplar ist zwar nicht gestempelt, doch gefällt es mit sehr gut aufgrund des Absenderstempels der Abteilung "SSC Accounting / Zoll-Billing" aus Stuttgart.

Die Ausgaben EA D7 bis D9 erschienen im Dezember 2006 mit der letzten Logo-Variante. Leider kann ich kein Beispiel dazu zeigen.

In dieser kleinen übersichtlichen Kategorie gibt es nur die 9 beschriebenen Ausgaben. Die meisten Ausgaben scheinen selten zu sein. Wenn jemand von euch einmal eine in die Hände bekommt wäre ich sehr interessiert ;)

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 09.01.2019 20:08:31 Gelesen: 320# 17 @  


Die Eigenausgaben des Geschäftskundenservice sind als Kategorie E katalogisiert: EA E.

Das Postlogo "Deutsche Post / BRIEF KOMMUNIKATION" findet man zum Teil auch bei anderen Eigenausgaben, die bereits vorgestellt wurden und zwar bei dem Werbeumschlag WU 18 und bei einigen Postfachmitteilungskarten (vgl. PFK 8 und PFK 9 in Beitrag [#5]).

Die Ausgaben der Kategorie E gibt es hinsichtlich der Vorausentwertung in den drei Varianten

- ohne Vorausentwertung
- ohne vollständig datierbare Vorausentwertung
- mit datierbarer Vorausentwertung

Es wurde hier, im Unterschied zu den Kategorien A und B, keine Aufteilung der Nummerierung vorgenommen, sondern vielmehr in der zeitlichen Reihenfolge der Herausgabe katalogisiert. Der Grund ist die übersichtliche Anzahl der Ausgaben, denn in der Zeit von 2001 bis 2008 gab es nur 28 Katalognummern. Danach sind keine weiteren Ausgaben mehr erfasst.

Die EA E1/01 war die erste Ausgabe, ein C4-Umschlag mit Fenster, dessen oberer Teil bedruckt ist:



Die gezeigte Ausgabe enthielt Informationen zum Plusbrief.

Die EA E4/02 fällt durch ihr außergewöhnliches Format auf. Sie misst 329x136 mm und passt nicht auf meinen Scanner. Daher hier Fotos der Vorder- und Rückseite:



Diese Ausgabe enthielt Informationen zur POSTCARD.

Die letzten Ausgaben aus 2008 tragen den Wertstempel der Blumenmarke Narzisse. Hier sind die EA E25 und EA E28:



Mein Exemplar der EA E25 gefällt mir wieder besonders aufgrund des Eingangsstempels des Empfängers.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 11.01.2019 13:02:59 Gelesen: 221# 18 @  


Die Eigenausgaben der Abteilung Postphilatelie sind als Kategorie F katalogisiert: EA F.

Das Postlogo "Deutsche Post / PHILATELIE" ist auch bei einigen Ausgaben der Abteilung "Erlebnis: Briefmarken" zu finden, die in Beitrag [#7] vorgestellt wurden. Die Ausgaben sind in zwei Gruppen unterteilt:
- ohne datierbare Vorausentwertung
- mit datierbarer Vorausentwertung

Für die erste Gruppe ist der Nummernkreis F1 bis F100 reserviert. Gruppe 2 beginnt bei F101.

Eigenausgaben mit amtlichen Wertstempeln
- Postlogo "Deutsche Post / PHILATELIE"
- Ohne datierbare Vorausentwertung


Die Ausgaben in dieser Kategorie dienen Korrespondenzzwecken der Abteilung. Zu ihrer Herstellung wurden überwiegend bereits erschienene Ganzsachen (U, USo) verwendet und überdruckt. Andere Ausgaben wurden separat hergestellt, wie die EA F16 aus dem Jahr 2006.



Zwei Ausgaben fallen durch ihren Verwendungszeck auf. Es handelt sich dabei um Rückantwort-Umschläge mit angehängtem Bestellformular, wie die EA F38 aus dem Jahr 2010.



Das Bestellformular fehlt leider in meinem Exemplar.

In der Zeit von 2002 bis Ende 2015 sind 50 Katalognummern in dieser Kategorie vergeben. Sie sind nicht sehr häufig zu finden.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 13.01.2019 12:45:46 Gelesen: 162# 19 @  
Die Eigenausgaben der Abteilung Postphilatelie mit datierbarer Vorausentwertung wurden bzw. werden für Werbeaussendungen verwendet. Diese Ausgaben sind sehr vielen Sammlern wohl bekannt, aber auch gleichermaßen "gefürchtet", weil sie so zahlreich sind. Dennoch finden sich unter ihnen viele interessante Aspekte, die ihren Reiz haben. Hinsichtlich der Anzahl gab es gravierende Veränderungen, die weiter unten dargestellt werden.

Eigenausgaben mit amtlichen Wertstempeln
- Postlogo "Deutsche Post / PHILATELIE"
- Mit datierbarer Vorausentwertung


In dieser Unterkategorie befinden sich sowohl vollständig, als auch teilweise datierbare Vorausentwertungen. Letztere wurden nach ihrem tatsächlichen zeitlichen Auftreten eingeordnet.

Die Katalogisierung beginnt mit der MiNr. EA F101 mit einer Vorausentwertung vom 6.6.2005.



Das ist eine Werbesendung, wie man sie sich wünscht, denn sie enthielt offensichtlich einen frankaturgültigen Briefmarkenblock zu 145 Cent.

Im Katalog sind bis zum April 2017 insgesamt 628 Hauptnummern vergeben (EA F101 bis EA F728). Interessant ist ein Blick auf die Entwicklung der Anzahl der Ausgaben pro Jahr der vollständig katalogisierten Jahrgänge 2006 bis 2016:

2006: EA F109-181 = 173
2007: EA F182-271 = 90
2008: EA F272-390 = 119
2009: EA F391-474 = 84
2010: EA F475-517 = 43
2011: EA F518-582 = 65
2012: EA F583-637 = 55
2013: EA F638-668 = 31
2014: EA F669-692 = 24
2015: EA F693-710 = 18
2016: EA F711-726 = 16
 


Leider weiß ich die Quelle nicht mehr, aber ich habe einmal gelesen, dass die Werbebudgets der Postphilatelie deutlich reduziert worden waren, was gut mit der Entwicklung der Ausgaben zusammenpassen würde. Möglicherweise sehen wir hier auch einen Effekt der rückläufigen Sammler- und damit auch Abonnentenzahlen?!

Nichtsdestotrotz ist die Anzahl der Ausgaben groß. Ich werde einige Ausgaben zeigen, bei denen mir beim Durchschauen meiner Bestände etwas aufgefallen ist.

Die EA F149/01 gefällt mir aufgrund des werbefreien Umschlags und der Wertstempel, die einen kleinen "Blumenstraußes" darstellen.



Von diesem Umschlag sind 3 Unternummern (/01 bis /03) erfasst, die sich hinsichtlich der Vorausverfügung und des Innendrucks (mit/ohne Umweltschutz-Aussparung) unterscheiden.

Von der EA F152 habe ich ein Exemplar vorliegen mit einem Balkenstempel UNGÜLTIG über dem Werteindruck. Woher dieser Stempel stammt ist mir nicht bekannt. In der regulären Ausgabe kommt er nicht vor.



Die beiden gezeigten Ausgaben unterscheiden sich außerdem beim Vorausentwertungsstempel. Einmal ist die Abteilung Deutsche Post Philatelie angegeben und einmal nicht.



Soviel erst einmal zum Einstieg in diese Unterkategorie der Eigenausgaben. Ich werde meine Bestände weiter sichten und sicher noch etwas zeigenswertes finden.

Viele Grüße und einen schönen Sonntagnachmittag wünscht
Michael
 

Michael Mallien Am: 15.01.2019 21:25:54 Gelesen: 95# 20 @  
Weiter geht es mit meinem Streifzug durch "EA F-Ausgaben".

Ich habe noch ein Exemplar mit dem UNGÜLTIG-Stempel gefunden, über den ich in Beitrag [#19] berichtet habe. Es ist die EA F177:



Eine weitere Besonderheit dieser Ausgabe ist der Sonderstempel aus HIMMELFORT, einer der "Weihnachtspostfilialen" der Deutschen Post, was ebenfalls auf dem Stempel zu lesen ist. Es sieht so aus, als befinde sich der Sonderstempel über dem UNGÜLTIG-Stempel!



Vielleicht ist auch der UNGÜLTIG-Stempel nur aufgedruckt und stammt aus Testdrucken. Für Testdrucke habe ich ebenfalls Beispiele. Hier der EA F181 an den wohlbekannten Max Mustermann:



Während Max Mustermann mit einfachem Namen und einfacher Adresse wenig Ansprüche an den Test stellt, sieht es mit Frau Prof. Dr. Martina Prinzessin Sonnenschein von Himmelsberg schon anders aus wie auf dieser EA F161:



Die Grenzen des Platzes für die Adresse werden weitgehend ausgetestet.

An diese Dame ging testweise auch die EA F194:



Bei diesem Stück ging es nicht nur um die Adresse auf der Aussenseite, sondern generell um die personalisierte Werbung, wie das Anschreiben und der Bestellschein zeigen:



Es musste halt überall passen.

Beim Anschreiben ist mir noch ein Detail aufgefallen und zwar das zusätzliche Logo "Deutsche Post WorldNet / MAIL EXPRESS LOGISTIC FINANCE" unten auf der Seite. Wir kennen es von den Eigenausgaben der Kategorie EA C (vgl. Beitrag [#14]).



Viele Grüße
Michael
 
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