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Thema: (?) (3) Deutsches Reich Oberschlesien: Stempel aus der Abstimmungszeit 1920 bis 1922
Pete Am: 21.12.2018 19:13:50 Gelesen: 723# 1 @  
Für die Abstimmungszeit in Oberschlesien (1920-1922) sind zwei Handstempelgeräte belegt, welche noch vor Gründung des Deutschen Reiches (1871) seitens der preussischen Postverwaltung eingeführt worden sind (Stempeltype K2, Zweikreisrundstempel). Es handelt sich dabei um die Postorte Bladen (Feuser* Preußen Nr. 343) und Chronstau (Feuser [1] Preußen Nr. 582).





Verwendung des Ortsstempels "Bladen" auf Marken des Deutschen Reiches (1919 bzw. 1922) sowie Oberschlesien (1920 und 1921)



Verwendung des Ortsstempels "Chronstau" auf Oberschlesien, Stempeldatum 17.04.1922

Stempelabschläge dieser beiden Orte sind nicht häufig, lassen sich allerdings mit etwas Geduld finden. An dem Poststempel aus Bladen ist auffällig, dass das Handstempelgerät irgendwann einmal heruntergefallen sein dürfte und auf der rechten Seite des Stempelbildes eine ordentliche Delle aufweist.

Gruß
Pete

[1] Peter Feuser, "Nachverwendete Altdeutschland-Stempel / Spezialkatalog und Handbuch" (erste Auflage, 1983)

[Redaktionell verschoben aus dem Thema "Oberschlesien - Marken, Prüfer und philatelistische Zukunft"]
 
Markus Pichl Am: 21.12.2018 22:23:18 Gelesen: 688# 2 @  
@ Pete [#1]

Hallo Pete,

ja, die alten Preussen-Stempel auf Marken von Oberschlesien lassen den Stempelsammlern ihr Herzchen höher springen.

Auch ich möchte gerne aus diesen beiden Orten je ein Stempelchen beitragen. Zu vermerken gilt noch, dass in der Preussenzeit für Datum und Uhrzeit Antiqua- und in den von uns beiden gezeigten Stempeln Grotesktypen im Einsatz waren.

BLADEN 19/8 20



CHRONSTAU 21/3 21



Beste Grüße
Markus
 
Pete Am: 22.12.2018 10:23:03 Gelesen: 640# 3 @  
@ Markus Pichl [#2]

Sind dir in deinem Archiv spätere Verwendungsdaten aus Bladen (07.09.1922) und Chronstau (17.04.1922) bekannt?

Nun fällt durchaus eher auf, dass der stempelnde Postbeamte in Bladen scheinbar noch "preußisch korrekt" stempelte, d.h. die großformatigen Ausgaben zu 60 Pf. und 1 Mk. mittels zweifacher Stempelung kennzeichnete. -)

Die Vorgabe der doppelten Stempelung galt m.W. insbesondere für die Markwerte der Germania-Ausgaben (ab 1900) und dürfte mit zunehmender Geldentwertung (Inflation) nach 1920 mehr und mehr hinfällig geworden sein.

Am Rande: es dürfte recht lustig aber auch ansprechend aussehen, diese beiden Stempel im Verlauf der Zeit von mehr als 50 Jahren zu betrachten und Belegexemplare aus verschiedenen Epochen/Zeitabschnitten nebeneinander zu legen.

Die Entwertungen tauchten erstmals auf Marken von Preussen auf, dann geht es weiter mit Norddeutscher Postbezirk, anschließend die verschiedenen Ausgaben des Deutschen Reiches (bis 1920), im Fall von Bladen auch auf jeden Fall für die Zeit nach der Rückgliederung an das Deutsche Reich (Mitte 1922) und Oberschlesien (1920-1922).

Gruß
Pete
 
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