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Thema: Dauerserie Blumen Textadventure
gabriele Am: 21.01.2019 22:48:44 Gelesen: 1489# 1 @  
Endlich Schulschluß!
Sammy schloß die Haustür auf, schmiß den Schlüssel auf die Kommode im Flur und warf seine Schultasche davor. Dann ging er in die Küche und spickelte in den Topf auf dem Herd. Ach nö, Kartoffelsuppe mit Würstchen. Er schaute weiter auf den Esstisch und sah einen Zettel in der Mitte liegen. Er las ihn durch:
Geh bitte gleich zur Post und gebe unsere Weihnachtspost dort ab. Was das jetzt kostet, weiß ich nicht, nimm den Geldschein mit und bringe mir den Kassenzettel zurück. Die Post beim Laden hat bis 12.30 Uhr offen. Danke, Mama

Boah, schnell zum Laden, sonst machen die zu. Er steckte Post und Geld in die Jackentasche, hüpfte zur Tür und ging hinaus zur Garage um sein Fahrrad zu holen. Danach strampelte er los.
"Hallo Frau Schmidt, diese Post soll weggeschickt werden, was kostet das denn?"
"Hallo Sammy, zeig mal ... drei Postkarten und ein Brief in Deutschlang, zwei Karten in die Niederlande und ein Kompaktbrief nach England ...
Meine Kasse hat Stromausfall, ich schreib eine Handrechnung und das Geld bringst du mir morgen, geht das in Ordnung? Die Briefmarken klebe ich gleich drauf, dann geht eure Post noch heute zum Versand."
"Klar, morgen in der großen Pause gegen 10 Uhr?"
"Ja, hier ist die Rechnung."

Interessiert schaute er auf die Handrechnung:
3 Karten national á 45 C = 1,35 €
1 Brief national á 70 C = 0,70 €
2 Karten internat. á 90 C = 1,80 €
1 Brief internat. á 150 C = 1,50 €
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gesamt 5,35 €

"Danke Frau Schmidt, bis morgen."

Sammy radelte wieder heim, stellte sein Fahrrad ab und griff in die Jackentasche. Wo steckt denn bloß der blöde Schlüssel? Er klopfte seine Hosentaschen ab ... Dann fiel ihm ein, dass er den Schlüssel auf die Kommode geworfen hatte. Schöne Sch...
Genervt setzte er sich auf die Treppe. Was nun, Ma und Pa kommen erst gegen 19 Uhr von der Arbeit. Trübsinnig starrte er die Straße entlang und sah zwei Radfahrer kommen.
"Hi Sammy, machen wir zusammen Hausaufgaben?"
"Hi Chris, Hi Benji"
Er erzählte seinen Freunden vom seinem Schlüsselpech.
Benji: "Habt ihr nirgendwo einen Ersatzschlüssel liegen? Unser Nachbar hat zur Sicherheit einen Schlüssel von uns."
Sammy: "Benji, du bist ein Ass! Unser wird von Herrn Müller verwahrt, das hatte ich total vergessen. Ich geh mal rüber, kommt ihr mit?"
Chris: "Klar, wir beschützen dich *grins*."

Sie gingen gemeinsam zum Nachbarhaus und Sammy klingelte.
Hr. Müller: "Mahlzeit, meine Herren, was ist denn los?"
Sammy: "Ich hab meinen Schlüssel zuhause liegenlassen und komm nicht mehr rein. Mein Vater sagte mal, dass Sie einen Ersatzschlüssel für uns aufbewahren?"
Hr. Müller: "Ja, als Nachbarschaftshilfe. Kommt doch herein, ich gehe den Schlüssel holen."
Die Jungs setzten sich auf die Bank im Hausflur. Gegenüber hing ein Bild mit vielen kleinen und bunten Briefmarken. Sammy stellte sich davor und betrachtete die Marken.
Sammy: "Männo, sind das viele. Ob es die wohl alle bei der Post im Laden gibt?"
Chris: "Die haben fast alle verschiedene Preise draufstehen. Wofür die wohl gebraucht werden. Sammy, sag mal welche Preise auf der Rechnung von Frau Schmidt stehen, vielleicht
finden wir die ja auf dem Bild."
Benji: "Manche Preise sind auch doppelt mit verschiedenen Bildern, wie die 45 Cent für Postkarten. Durftest Du Bilder aussuchen Sammy?"
Sammy: "Nee, ich hab nicht mal gesehen, welche Bilder Frau Schmidt aufgeklebt hat."
In diesem Moment kam Herr Müller zurück und gab Sammy den Schlüssel "Aber Hallo, interessiert ihr euch für Briefmarken?"
Chris: "Bisher eigentlich nicht, aber dass es sooo viele verschiedene davon gibt? Wofür werden die denn alle gebraucht?"
Benji: "Meine Oma sammelt Briefmarken, die hat noch viel mehr davon, auch ganz andere Bilder ohne Blumen. Ihre älteren Marken sehen total langweilig aus."
Herr Müller: "Na, dann kommt mal mit." Er ging ins nächste Zimmer und setzte sich an den Schreibtisch.
"In diesem Album könnt ihr moderne Briefmarken anschauen, die Blumen-Dauerserie ab 2005 ist nur ein kleiner Teil davon. Wenn ihr Lust und Zeit habt, nehme ich euch gleich mit zu
unserem Jugend- und Anfängerkurs im Briefmarkenklub. Um 16 Uhr sind wir zurück. Ach ja, dort duzen sich alle, ich bin der Joachim *lächel*"
Alle drei Jungs grinsen und stimmen zu. Und jetzt beginnt das Abenteuer. Du spielst den Sammy.
 
gabriele Am: 21.01.2019 22:59:46 Gelesen: 1480# 2 @  
Joachim: "Hallo Leute, Sammy interessiert sich für die Blumenserie und hat viele Fragen."
Sammy: "Ja, wieso gibt es so viele verschiedene davon? Wofür braucht man die alle?"
Otto: "Gute Frage. Ich sammel eigentlich ältere Marken. Früher gab es teilweise Farbvorgaben für Standardpost. Nun versuche ich, da Zusammenhänge zu erkennen."
Lena: "Die Serie ist einfach schön. Damit können für die richtige Freimachung ganz bunte Blumensträuße als Mischfrankatur aufgeklebt werden."
Saskia: "Außerdem sind die verschiedenen Arten interessant. Nassklebende Kleinbogen und Rollen, teilweise auch selbstklebend oder als Ganzsachen-Aufdruck."
Stefan: "Naja, es ist die erste Deutschland-Dauerserie. Vorher gab es Deutsche Bundespost, davor Deutsches Reich oder noch früher die altdeutschen Staaten."
Joachim: "Laßt uns mal bei den Blumen und der Neuzeit ab 2005 bleiben. Sonst wird das zuviel für den Anfang."

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Rede mit Stefan (blau), erste Deutschland-Dauerserie:
"Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) entscheidet jedes Jahr, welche Briefmarken in Deutschland erscheinen werden. Gedruckt werden die Briefmarken meistens in der
Bundesdruckerei in Berlin (BDB). Für den landesweiten Verkauf ist die Deutsche Post AG zuständig."
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Rede mit Lena (pink -magenta), Mischfrankatur:
"Die Serie gibt es schon seit 2005, das sind jetzt im Jahr 2019 14 Jahre. In der Zeit haben sich viele Preise geändert, aber alle Marken sind heute noch gültig. Du kannst
theoretisch alle Marken gemischt verwenden (MIF), solange der Preis für die Post-Dienstleistung erreicht wird. Benutzt du nur eine einzelne Marke nennt man das Einzelfrankatur (EF),
einige von der gleichen Sorte heißen Mehrfachfrankatur (MEF)."
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Rede mit Otto (olive), Farbvorgaben und ältere Marken:
"Die Farben wurden vom Weltpostverein (UPU) wohl schon 1871 festgelegt. Bei den alten Marken galt grün als Postkartenfrankierung (früher Gebühr, heute Entgelt), die 45 Cent-Blumen mit
den weißen Blüten im Grasumfeld wirken auf mich grün. Standardbriefe in rot sind auch gut zu erkennen. Die Blumenserie begann ja erst nach der Euroeinführung 2002, die alten DM-Marken
wurden damals ungültig. Und ob diese Serie außer der Fluoreszenz noch andere/weitere Sicherheitsmerkmale hat, weiß ich nicht. Fälschungen werden oft durch das Schriftbild der Blumennamen
erkannt."
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Rede mit Saskia (orange), verschiedene Markenarten:
"Gleiches Markenbild bedeutet nicht gleiche Herstellungsart. Die werden zwar alle als Offsetdruck auf DP-2 Papier gedruckt, haben aber verschiedene Zähnungen. Bei den Ganzsachen mit
Wertaufdruck gibt es auch wieder viele Unterschiede."
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Rede mit Joachim (hellgrün), Neuzeit:
"Jeder Sammler definiert für sich verständlich die Zeiträume. Für mich beginnt die Neuzeit mit der Euroeinführung. Die Zeit davor, von 1990-2001 könnte Umbruchzeit oder so heißen.
Die Blumenserie gehört also komplett in die Neuzeit. Damit wärest du schon bei den ersten Entscheidungen. Lerne erst einmal alles kennen, was es von und zu dieser Serie gibt."
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Neugierig läuft Sammy um den Tisch und schaut, was die Sammler vor sich liegen haben. Was möchtest du genauer betrachten?
Otto:
Sortierkistchen
Lena:
Sortier-Einsteckblätter
Stefan:
Einsteckalbum
Saskia:
Karteikasten
Joachim:
kleiner Ordner mit Folienseiten für A5



Rede mit Sammy (türkis -cyan) = Übersichtslisten:
Erworbenes Wissen
Offene Fragen
 
gabriele Am: 22.01.2019 23:16:35 Gelesen: 1413# 3 @  
Neugierig läuft Sammy um den Tisch und schaut, was die Sammler vor sich liegen haben. Was möchtest du genauer betrachten?
Joachim, Ordner mit Folienseiten für A5:
"Bei jeder Dauerserie gibt es verschiedene Bereiche, die Sammler interessieren. Um Unterthemen zu überblicken, gibt es einige Hilfsmittel. Das Bild bei mir im Flur zeigt die Blumen nach Ausgabedatum. Hier im Ordner sind die Ersttagsblättter der Blumenserie auch wieder nach Datum sortiert. Im hinteren Teil sammle ich Faltkartons mit Zusammenstelllungen oder Werbung für solche Dinge."
Otto, Sortierkistchen:
"In die Kistchen sortiere ich gestempelte Marken nach Stempelsorte. Da gibt es die Stempel der Briefzentren oder Ortsstempel mit 5-stelliger Postleitzahl. Andere Entwertungen sammle ich als ganze Belege."
Lena, Sortier-Einsteckblätter:
"Bei mir sind die Blumen alphabetisch sortiert. Damit ich nicht bei jeder Neuausgabe immer alles umordnen muss, habe ich einzelne Blätter nach Blumennamen sortiert. Da kann ich alles einordnen, was ich zu jeder Blume weiß und habe."
Stefan, Einsteckalbum:
"Ich sammle nur die ungebrauchten (postfrischen) Blumenserienmarken in beiden Klebarten und nach Ausgabedatum."
Saskia, Karteikasten:
"In meiner Kartei geht es um den Frankaturwert, aufsteigend sortiert. Also im Prinzip die Antwort auf deine Frage, wofür man die ganzen verschiedenen Blumenmarken braucht. Dabei wird erkennbar, was welche Postsendungen kosten oder einmal gekostet haben. Von der Post gibt es dafür Infozettel mit jeweils aktuellen Gebühren."

Rede mit Sammy (türkis -cyan) = Spielintern Übersichtslisten:
 
gabriele Am: 01.02.2019 15:00:47 Gelesen: 1313# 4 @  
Nach seiner Runde um den Tisch setzt Sammy sich wieder an seinen Platz und Joachim schiebt ihm seinen kleinen Ordner zu. "Blätter den einfach einmal durch und stelle auftretende Fragen."
Schon nach den ersten paar Seiten kommt die erste Bemerkung von Sammy:
"Das sind ja Kartons mit aufgeklebten Briefmarken und Text zur Briefmarke auf der Rückseite. Hast Du die selber gemacht oder woher hast du die?"
Joachim: "Die heißen Ersttagsblätter (ETB). Die konnte man seit 1975 als Jahreszusammenstellungen bei der Post-Philatelie abonnieren. Eigentlich werden die ETB als Jahrgänge gesammelt. In diesen Ordner sind nur die Blumen-ETB versammelt, die ich aus den Jahrgängen entnommen habe.
Also sozusagen nur ein thematischer Überblick der Blumen-Dauerserie. Damit die Blätter nicht total im Jahrgang fehlen, habe ich dort SW-Kopien eingeheftet. Wie Thematik genau behandelt wird ist immer vom Sammler abhängig, eben wo der Sammel-Schwerpunkt liegt.
Die ETB sind wegen ihrem Platzbedarf teilweise unbeliebt, die älteren Jahrgänge kann man manchmal sehr günstig im Internet kaufen. Dadurch entsteht eine Sammlung zur Vielfalt der deutschen Briefmarken und ihrer Themen, theoretisch ein privater Briefmarkenkatalog."
Sammy: "In diesem Blumenordner hast du doch auch Zettel eingeheftet, wofür sind die?"
Joachim: "Bei der Blumenserie gibt es ganz grob gesagt zwei verschiedene Markenarten, die nassklebenden und die selbstklebenden. Zu den selbstklebenden Blumen gibt es keine einzelnen ETB, alle Selbstkleber werden seit 2007 am Jahresende auf Sonder-ETB zusammen gefaßt.
Um alle Blumenausgaben in diesem Ordner zu finden, füge ich Kopien von Sonderblättern mit selbstklebenden Blumen ein."
Sammy: "Da sehen die Stempel ganz anders aus als auf den ETB."
Joachim: "Das stimmt, gut erkannt. Auf den ETB werden Ersttagsstempel verwendet, die sehen für die Blumenserie alle gleich aus, nur die Stempeldaten sind verschieden. Die Stempel auf den Sonderblättern heißen Erstverwendungsstempel und geben an, wann und in welcher Verkaufsform es die selbstklebende Blumenmarke zuerst gab."
Sammy: "Das hört sich an, als wenn das verschiedene Hersteller sind? *grins* Wie die Markenkennzeichen von Klamotten?"
Joachim: "Oje Sammy, du willst zu schnell zu viel wissen, das gehört zur Postgeschichte. Erst einmal bleiben wir bei den Blumen, guck doch mal weiter im Ordner."
Sammy: "Gut" blätter, blätter, blätter, ... "Boah, das kenn ich, ist das das Briefmarkenbild von dir zuhause?



Joachim: "Meins ist ähnlich, aber von mir selbst gemacht. Briefmarken sammeln hat auch viel mit Bastelarbeit und Eigeninitiative zu tun *schmunzel*"
Sammy: "Toll! Aber die Kartons von dem nächsten Blatt kann man wohl nicht selbermachen?"
Joachim: "Nö, das sind spezielle Künstlerblätter bezogen auf die Designer der Blumenserie. Das ist nur eine Werbung dafür, aber manche Sammler finden diese Blätter schön und sammeln sie zusätzlich."



Sammy: "Die letzten Sachen sind ganz schön teuer. Gehören die unbedingt zu den Blumenmarken?"
Joachim: "Neeneenee, das sind nur Beispiele dafür, was es so alles gibt. Wenn du die Blumen sammeln möchtest, solltst du auch betrachten, wie und was andere Leute dazu sammeln. Guck doch mal bei den anderten Teilnehmern in dieser Runde, jeder sammelt ja anders. Im Internet gibt es ein paar gute Briefmarkenforen, in denen vieles über verschiedene Themen besprochen wird. Meine Lieblingsadressen schreibe ich dir mal auf."
Sammy: "Supergut! Dann gucke ich mal bei Otto ..."
Otto: "Nicht böse oder traurig sein, ich bin erst hilfreich, wenn du dich allgemein ein bischen besser mit Briefmarken auskennst. Rede doch einmal mit Lena."
Sammy: "Hallo Lena, erklärst du mir etwas zu deiner Sammlung?"
Lena: "Hi Sammy, ich sammel Blumenmarken *frech grins*"
Sammy grinst zurück: "Echt? Ich vielleicht auch mal. Jedenfalls probiere ich, die kennen zu lernen. Als Anfänger sollte ich wohl erst einmal nur neugierig sein. Wie sammelst du denn die Blumen?"
Lena: "Bei der Blumenserie bin ich auch Neuling. Ich finde, jedes neue Briefmarkenthema bietet auch ein Abenteuer in der Wissenswelt. Meine Blumen sind nicht nach Erscheinungsdatum, sondern alphabetisch nach Blumenname. Dabei sind auch für mich die ETB interessant, weil ich in den Texten Stichworte finde um weitere Informationen zu suchen.
Als Startbild einer Blume würde ich gerne illustrierte Ersttagsbriefe (FDC = First Day Cover) verwenden. Auf denen sind immer zwei Erstagsstempel, auf der Marke und im Adressfeld. Dazu muß ich mich noch näher informieren, ob es da vielleicht verschiedene Anbieter gibt und welche mir am besten gefallen. Neue Infos landen immer gleich in meiner Blumenkartei."
 
gabriele Am: 02.02.2019 14:49:55 Gelesen: 1229# 5 @  
Sammy: "Und wie planst du den Aufbau nach dem Startbild weiter?"
Lena: "Im Moment folgen danach das ETB und andere Infos zur Blume. Sozusagen als Grundlage für meine Ausbildung zur Gärtnerin. Da gehört ja alles Mögliche dazu, von der Landschaftsarchitektur über Zierpflanzen bis zu den Nutzpflanzen. Wer weiß schon, welche Pflanzen als Gewürze oder als Heilpflanzen genutzt werden oder früher genutzt wurden? Oder welche Pflanzen in einen Küchengarten gehören? Wobei so altertümliche Klostergärten als frühere Apotheken auch total reizvoll sind. Bei den älteren Briefmarken findet man auch viele Blumenmarken. Die werde ich ebenfalls hinzuziehen, wenn sie zur neuen Foto-Dauerserie passen. Natürlich sind nicht nur deutsche Marken interessant, ab jetzt wird es international."
Sammy: "Du betrachtest die Blumenserie richtig naturwissenschaftlich als Verbindung zum überlieferten Wissen, das finde ich super. Schreibst du zu deiner Sammlung später einmal ein Lehrbuch?"
Lena: "Oje Sammy, du bist lustig. Spezielle und sehr gute Lehrbücher zu Pflanzen gibt es schon seit ewigen Zeiten. Ein Lehrbuch zur Blumenserie wäre mit meinen Maximen völlig am Thema vorbei."
Sammy: "Ups, da hast du schon recht, aber ich glaube, ein Buch über deine Sammlung könnte viele verschiedene Sammler aus ganz unterschiedlichen Gründen ansprechen."
Lena: "Das überlege ich mir mal, wenn meine Sammlung irgendwann vollständig und damit beendet ist. Falls es dazu mal kommt *grins* Frag doch mal den Stefan, der sammelt absolut anders als ich."
Sammy geht weiter zu Stefan.

Stefan: "Da hat Lena recht, die Reihenfolge meiner Sammlung ist eher wie bei Joachim nach Datum. Allerdings gibt es bei mir alle Neuausgaben der Jahre, nicht nur die Blumen. Ein wenig spezialisiert habe ich mich auf alle Dauerserien und welches Wertespektrum zu den entsprechenden Zeiten verwendet wurde. Für jede Dauerserie verwende ich ein eigenes Einsteckalbum, um darin die postfrischen, ungebrauchten Marken unterzubringen."
Sammy: "Was ist denn dein Sammlungsziel?"
Stefan: "Mein Schwerpunkt sind die wirtschaftlichen Zusammenhänge. Dazu gehört auch die jeweils verwendete Drucktechnik, die ja die industrielle Entwicklung anzeigen kann. Aus heutiger Sicht gibt es gravierende Unterschiede der Post über den Lauf der Zeit. Unsere jetzige Deutsche Post AG entstand erst nach der Wiedervereinigung, vorher war das die Deutsche Bundespost in Westdeutschland (BRD) und die Deutsche Post in Ostdeutschland (DDR)."
Sammy: "Das hört sich für mich an, als wenn du Geschichte aus unterschiedlichen Richtungen betrachtest. Das hört sich total schwierig an."
Stefan: "Hmm, eigentlich nicht. Die Blumenserie zeigt durch ihre zwei Ausgabeformen mit nass- und selbstklebenden Marken die Veränderungen bei der Briefmarkenverwendung an. Heute werden die Marken zum abschlecken nicht mehr so oft verwendet. Dabei geht es auch um Bedarfsmengen der privaten Nutzer und der kommerziellen Nutzer. Kaum jemand hat zuhause Großrollen für Frankiermaschinen, um seinen privaten Bedarf zu decken. Dagegen ist es für einen Großversender richtig unpraktisch, jede Sendung einzeln zu bekleben."
Sammy: "Uiui, als Schüler kann ich das garnicht betrachten, da muß ich wohl aufs Berufsleben warten."
Stefan: "Nicht wirklich. Manche Dinge kannst du schon jetzt über Werbesendungen aus eurer Tagespost erkennen. Der Otto kann dir dazu eine Menge über Abstempelungen erzählen. Er hat ja schon gesagt, dass das ein fortgeschrittenes Thema ist. Sprich mal mit Saskia, die betrachtet ebenfalls gestempelte Blumen."
Sammy: "Das will ich gerne tun, um bei dieser Blumenserie noch mehr Betrachtungen zu verstehen. Die vielen verschiedenen Blumen beleuchten die Welt von heute aus so vielen Richtungen ..."
Damit wendet sich Sammy an Saskia.
 
gabriele Am: 03.02.2019 13:42:10 Gelesen: 1162# 6 @  
Saskia: "Howdy Sammy, du hast am Anfang gefragt, wofür diese ganzen verschiedenen Blumenmarken eigentlich gebraucht werden. Vielleicht kann ich dir bei der Antwort ein Stückchen weiterhelfen. Das verschiedene Postsendungen unterschiedliche Preise haben weißt du ja schon. Manche der Blumen sind als Einzelfrankaturen geeignet. Laß uns mal ganz einfach mit einer Postkarte beginnen. Die kannst du überall hinschicken, hier im deutschen Inland oder weltweit an Empfänger."
Sammy: "Ja, das habe ich heute im Laden gelernt, als ich dort unsere Weihnachtspost abgegeben habe. Briefe haben weiter auch unterschiedliche Preise durch die Briefgröße. Gibt es das bei den Karten auch?"
Saskia: "Nö, da gibt es nur festgelegte Formatbereiche, die eingehalten werden müssen. Das Höchstgewicht ist ebenfalls begrenzt. Eine dicke Stahlplatte im Postkartenformat könnte zu schwer sein *lächel*"
Sammy: "Woher kennst du denn diese ganzen Vorschriften?"
Saskia: "Die finde ich zum Beispiel in Gebührenheftchen von der Post oder im Internet. Die Preise müssen bekannt gegeben werden, damit jeder Versand-Dienstleistungen überall in Anspruch nehmen kann."
Sammy: "Wie lange bleiben solche Preise denn gleich?"
Saskia: "Oh, das ist unterschiedlich. Preisänderungen gibt es nicht für alles zu einem einzigen Termin, auch sind Änderungen nicht im regelmäßigen Zeitabständen. Die Inlands-Postkarten kosten seit 1.1.2003 45 Cent, bei Briefen hat es einige Änderungen gegeben. Solche Änderungen müssen beantragt und genehmigt werden."
Sammy: "Dann schreibst du dir alle Änderungen pro Jahr auf, damit du weißt was genau in welchem Jahr geändert wurde?"
Saskia: "Im Prinzip ja, ich arbeite mit Tabellen, die mir die Portoänderungen über die Jahre zeigen. Natürlich gibt es bei den Blumen auch ohne Gebührenänderung beachtenswerte Unterschiede. Eine Postkarte kann inzwischen mit drei verschieden Markenbildern frankiert werden, von alt bis neu. Schau mal diese Tabelle an."



Sammy: "Uff, das ist ja irre! Damit zeigst du ja auch, ob Preise gefallen (grün) oder gestiegen (rot) sind. Hast du so etwas auch für Briefe?"
Saskia: "Schon, auch für andere Versandarten bearbeite ich das. Allerding ist das wirklich langwierig, ob ich schon jede Änderung dokumentiert habe, kann ich nicht sagen. Die Preise sind inzwischen ein völlig verschachtelter Bereich mit vielen Stolperfallen.
Sammy: "Ay, jetzt habe ich bei euch soviele Themen kennen gelernt, die alle die Blumenserie betreffen."
Saskia: "Richtig. Was nun noch fehlt, sind die verwendeten Marken auf Belegen oder Briefausschnitten. Die meisten werden in Briefzentren gestempelt und mit einer Zielcodierung bedruckt. So etwas betrachtet Stefan auch, er sammelt nicht nur postfrisch."
Sammy: "Woher bekommst du denn die ganzen verwendeten Blumenmarken, kriegst du soviel Post aus aller Welt?"
Saskia: "Post aus Deutschland kann ich ganz gut über Freunde und Bekannte bekommen. Mit den Blumen Sendungen ins Ausland zu erhalten ist schon schwieriger. Dafür stöbere ich manchmal im Internet und kaufe günstige Angebote. Ganz oft ist dabei der Zufall mein Freund. Was als Markensorte bisher noch fehlt sind die Ganzsachen mit aufgedruckten Briefmarken."
Sammy: "Aufgedruckt? Darf man das denn?"
Saskia: "Wir dürfen das nicht tun. Aber bei der Post gibt es auch diese gedruckten Marken als Plusbriefe zu kaufen, halt etwas teurer als richtige Briefmarken. Früher gab es auch öfter mal Werbesendungen von der Post-Philatelie, die ebenso aufgedruckte Marken haben."



Sammy: "Hilfe..., jetzt dachte ich, dass Briefmarken eine total einfache Sache sind! Bis ich dabei mal durchblicke, muß ich ja studieren!"
Saskia: "Naja, falls du dich damit ernsthaft beschäftigen möchtest, darfst du jede Menge lernen. Im Lauf der Zeit bekommst du einen immer besseren Überblick und das Thema wird immer spannender. Und beachte dabei, dass wir heute nur über die Dauerserie Blumen geredet haben *grins*"
Sammy: "Damit wären die Ferien dann ausgebucht. Gleich nachher schreibe ich auf, an was ich mich erinnere. Wenn ich das nächste Mal in euren Briefmarkenclub komme, bringe ich mir einen Notizblock mit."
Saskia: "Mach das, es lohnt sich, dieses Hobby genauer zu erforschen!"
 
gabriele Am: 06.02.2019 11:54:55 Gelesen: 1083# 7 @  
Saskia: "Jetzt gebe ich dir zum Lernen der Versandkosten noch eine Postbroschüre, die ab 1.1.2019 gilt. Darin sind viele Vorgaben und Zusammenhänge beschrieben."

Gedankenversunken geht Sammy zurück zu seinem Platz und setzt sich hin. Grübelnd schaut er zu Joachims Ordner.
Sammy: "Darf ich den noch einmal durchblättern?"
Joachim: "Aber sicher doch, möchtest du meinen Block haben, damit du dir nebenher schon die ersten Notizen machen kannst?"
Sammy: "Super, sehr gerne - bevor ich alles vergessen habe - !"
Joachim: "Tja, das war eine ganze Menge in kurzer Zeit. Bist du jetzt richtig neugierig geworden?"
Sammy: "Auf jeden Fall! Wann trefft ihr euch denn wieder, darf ich dann wieder mitkommen?"
Joachim: "Nach den Feiertagen am "vierten" Weihnachtstag und selbstverständlich bist du hier wieder willkommen."

Sammy nimmt Postbroschüre von Saskia zur Hand und fängt an zu lesen. Dann runzelt er die Stirn.
Saskia: "Du wirst Zeit und Ruhe brauchen um alles zu verstehen. Außerdem wirst du einen Katalog benötigen, damit du überhaupt einen Überblick zu den aktuellen Briefmarken gewinnst."
Stefan: "Wenn du dabeibleibst brauchst du irgendwann einen aktuellen Katalog. Aber zu Anfang würde eine Liste mit den Infos aus den Blumen-ETB ausreichen. Dann hättest du mal die wichtigsten Daten."
Joachim: "Bei mir zuhause kann ich dir mal den Spezial-Katalog zeigen und erklären. Darin sind manchmal Besonderheiten einzelner Briefmarken erklärt."
Lena: "Hm, Briefmarkensammler brauchen echt einen richtigen Papierkrieg um diverse Kenntnisse zu erwerben. Ich weiß garnicht, ob es Spezial-Literatur zur Blumenserie gibt."
Otto: "Vergeßt nicht die Entwertungen, dir nur seit 2005 für die Blumen möglich sind. Wenn du zum Start Belege mit gebrauchten Marken aus deinem Umfeld anfängst, triffst du schnell auf Ortsstempel mit 5-stelliger Postleitzahl und auf die Stempel von Briefzentren."
Sammy: "Ich danke euch allen für diese Riesenmenge an Anfängerinformationen *freu*. Mal schauen, was ich alles an Unterschieden bei den Blumen entdecken kann. Das wird eine lange Abenteuerreise und wer weiß, wohin die führt ... Nächstes mal werde ich bestimmt jede Menge Fragen mitbringen."

Joachim steht auf: "Unsere Zeit ist fast um, jetzt gehts zurück." Benji und Chris kommen auch herbei und die Gruppe verläßt den Raum.

Joachim: "Wie hat euch das Treffen gefallen?"
Benji: "Ich war bei der Autogruppe, das war schon interessant."
Chris: "Zu unserer Landesgeschichte gibt es wohl auch viele neuere Marken. Das wußte ich echt nicht."
Sammy: "Die Blumenserie will ich wirklich näher ergründen. Aber jetzt gehen wir erst einmal zu mir nach hause und erledigen die Schulaufgaben."
Joachim: "Sammy, kommst du morgen nachmittag rüber? Dann zeige ich dir einige Grundlagen zur Blumenserie"
Sammy: "Ja, gerne."
 
gabriele Am: 06.02.2019 18:57:25 Gelesen: 1053# 8 @  
Bevor es weitergeht:

In einem richtigen Textadventure gäbe es ab jetzt den Zugriff auf eine Themenliste nach Stichworten.
Zu jedem gefundenen Stichwort könnte dazu eine interne Seite aufgerufen werden, die die bisher bekannten Informationen dazu auflistet und die im Lauf des Spiels erweitert wird.

Bisher bekannt gewordene Stichworte:
ETB
FDC
Typen: Nasskleber, Selbstkleber, Ganzsachen
Versandarten und -kosten

Ich versuche nur Eindrücke von einem (diesem theoretischen) Textadventure zu vermitteln. Die vielen Möglichkeiten im Spielgeschehen und im Spielablauf sind statisch (wie hier) nur schwer darstellbar.
 
gabriele Am: 08.02.2019 14:01:37 Gelesen: 991# 9 @  
@ gabriele [#1]

Am nächsten Vormittag ging Sammy, wie zugesagt, zum Laden von Frau Schmidt, um die Markenrechnung zu begleichen.
Sammy: "Guten Morgen Frau Schmidt, ich möchte die Briefmarken bezahlen." Damit legte er die Handrechnung auf den Verkaufstisch neben der Kasse.
Frau Schmidt: "Hallo Sammy, prima. Meine Kasse ist auch wieder ok, so dass ich dir einen richtigen Kassenzettel geben kann." Sie nahm ihr Voratsheft mit den Postwertzeichen zur Hand und schlug das erste Register auf. "Zuerst die drei nationalen Postkarten zu 45 Cent."
Neugierig schaute Sammy zu: "Haben Sie eigentlich alle modernen Briefmarken?"
Frau Schmidt: "Zum Glück nicht. Ich habe nur die häufiger gebrauchten Standardwerte, alles andere müßtest Du in der Innenstadt bei der Postfiliale besorgen." Sie griff sich den Handscanner ihrer Kasse und hielt ihn über die Nummer vom Seerosen-Bogen. "Von hier aus kann nur einfache Post versendet werden, die am Abend vom Filial-Fahrer abgeholt und im Briefzentrum abgeliefert wird. Dort wird die Post dann von Maschinen gestempelt."
Sammy: "Gibt es bei allen Briefmarken solche Nummern auf den Bogen?"
Frau Schmidt: "Ja, die Postartikelnummern gibt es schon länger, auch für die Selbstkleber. Damit ist die Abrechnung für die Post und für uns viel einfacher. Außerdem gibt es keine Eingabefehler mehr *lächel*"
Sammy: "Verkaufen Sie auch Briefmarken, ohne dass die auf Postsendungen aufgeklebt werden müssen? Solche Bogen wären für zuhause eigentlich als Vorrat ganz praktisch."
Frau Schmidt: "Ja sicher. Du kannst frankierte Post auch in jeden Briefkasten einwerfen. Hier im Laden habe ich nur einen Post-Verkaufspunkt als Filial-Partner."
Sammy: "Oh ja, die Bogen schlage ich meinen Eltern vor."
Er zahlte den Rechnungsbetrag und erhielt den Kassenbeleg.
Sammy: "Tschüß Frau Schmidt."
 
gabriele Am: 09.02.2019 15:23:21 Gelesen: 956# 10 @  
Nach der Schule erledigte Sammy zügig seine Aufgaben, brachte den Müll raus und marschierte zu Joachims Haus.
Joachim: "Hallo Sammy, toll, dass du einen Anfang wagen willst! Der Zeitpunkt ist gut, weil ich durch meinen Urlaub mehr Zeit dafür habe. Immer herein, wir gehen in mein Arbeits- und Briefmarkenzimmer *grins*"
Sammy: "Zuerst den Schlüssel für die Nachbarschaftshilfe zurück an dich! Bei der Blumenserie bin ich echt schon total gespannt!"
Joachim: "Den Schlüssel räume ich nachher weg. Also erst einmal zu den Grundlagen der Blumenserie. Welche Markentypen hast du gestern kennengelernt?"
Sammy: "Nassklebende, Selbstklebende und Ganzsachen mit Markenaufdruck von der Post."
Joachim: "Da hast du gut aufgepasst! Kannst du die Unterschiede zwischen den Marken der verschiedenen Klebarten erklären?"
Sammy: "Nicht wirklich, was muss denn alles beachtet werden?"
Joachin: "Der Hauptunterschied ist durch die Zähnung deutlich sichtbar. Fangen wir mit den Selbstklebern an. Die werden einmal als Markenset mit 10 Marken und zum zweiten als Markenrollen (Markenbox) hergestellt. Die von den Rollen haben bei jeder 5. Marke eine Zählnummer auf der Rückseite. Die Zähnung wird nur um die Markenbilder geschlitzt (gestanzt). Alle Selbstkleber werden als Offsetdrucke geliefert. Manchmal gibt es Unterschiede in den Druckrastern der verschiedenen beauftragten Sicherheitsdruckereien."
Sammy: "Äh, gleich mehrere Druckereien?"
Joachim: "Aber ja, schauen wir doch mal im Deutschland Spezial Katalog (DSK) nach, was wir da finden können. Das beste Beispiel ist vielleicht die Pfingstrose Nr. 3121. Auf solche Unterschiede machen unter anderem auch Briefmarkenhändler aufmerksam. Diese kleinen Unterschiede werden oft durch forschende Sammler bekannt."



kopiert aus der Werbung von Briefmarkenversand Brunner

Sammy: "*schock* Muß denn jede Marke immer ganz genau von mir überprüft werden ... ? *schock*"
Joachim: "*lächel* beruhig dich. Wenn du die Drucktypen wirklich gesehen hast, wird die Unterscheidung einfacher. Natürlich solltest du dafür Vergleichsmarken haben, eben zum Vergleichen *grins* Nur wenn dir etwas ungewöhnliches auffällt, solltest du das genauer untersuchen."
Sammy: "Du bist witzig *grins*. Erst wenn ich alle Marken ganz genau kenne, kann mir doch überhaupt etwas auffallen."
Joachim: "Zurück zu den Grundlagen, Forschung kommt wirklich viel später. Es gibt nicht von allen Blumenbildern auch selbstklebende Marken. Das ist deine nächste Aufgabe: Wieviele insgesamt und welche Selbstkleber gibt es bei den Blumen?"
Sammy notiert sich die Frage.
Joachim: "Dann gibt es bei den Selbstkleber-Rollen zwei Versionen der Rollenbreite. Bei den schmalen Rollen sind die Marken hochkant untereinander vorhanden. Auf den breiten Rollen sind die Marken nebeneinander. So etwas gibt es zum Beispiel beim Tausendgüldenkraut. Versuche doch einmal, dir mögliche Unterschiede vorzustellen."
Sammy: "Joachim, sind bei den Blumen überhaupt irgendwelche "ganz normalen" Marken zu finden?"
Joachim: "Vielleicht eher bei den höheren Werten über 100 Cent? Das wäre eine weitere Aufgabe, dass du zu jedem Motiv entdeckst, ob und welche Abweichungen bekannt sind."
Sammy: "Das hört sich an wie ein guter Weg! So könnte ich ja eigentlich alles aufschreiben, was ich zu einem Motiv+Wert bisher weiß. Hört sich zumindest auf den ersten Blick irgendwie effektiver an als beim Markentyp zu starten *grübel*"
Joachim: "Hmm, da muss ich mal die Lena ausfragen, wie sie das mit ihrer Sortierung nach Blumennamen realisiert. Jedem Blumennamen ist ein Wert zugeordnet, ganz egal in welchem Markentyp. *grins* Jetzt bist du life dabei, wie schnell sich unter Umständen der Stellenwert von wichtigen Betrachtungen ändern kann ... Auf einen Wert bezogen hätten wir teilweise schon wieder Überlappungen. Die Blumennamen sind anscheinend wirklich die oberste Ebene für nähere Betrachtungen."
Sammy: "Meinst du jetzt die Sortierung in einem Album? Nach Blumennamen?"
Joachim: "Vorerst nicht im Album, ich denke eher an Computerdaten und Querverweise. Nimm mal die Seerose mit dem Wert 45 Cent. Die würde zu dem Selbstkleber-Markensets und zu den breiten Selbstkleber-Rollen führen. Aber auch zum nationalen Postkartenporto ist ein Querverweis richtig. Dort findest du dann auch die Margerite und das Maiglöckchen. Bemerkst du das Problem eines Sammlungsaufbaus?
Sammy: "Also eine EDV-Sammlung finde ich viel einfacher als eine reale Sammlung. Wie könnte man diese ganzen Querverweise in ein Album einbringen? Zumindest müßte ich zu jeder Marke einen Zettel mit dem weiteren Wissen einstecken."
Joachim: "Das werde ich im Compi mal durchprobieren. Ups, die Grundlagen muss ich zwingend noch einmal überdenken. Da siehst du schon, wie Neulinge neue Gedanken kurz mal aufwerfen können."
Sammy: "Dann gehe ich mal heim und stöbere zu den Blumen im Internet ... "
Joachim: "Kommst du morgen wieder?"
Sammy: "Ja, es ist einfach zu interessant, ich will keine Pause *frech grins* Kann ich schon gleich nach dem Frühstück kommen?"
Joachim: "Klar, so gegen 10 Uhr?"
 
gabriele Am: 11.02.2019 11:34:11 Gelesen: 887# 11 @  
Joachim: "Einen wunderschönen Guten Morgen Sammy."
Sammy: "Dir auch Joachim."
Joachim: "Gestern Abend habe ich noch mit Lena telefoniert, einen schönen Gruß an dich. Lena bekommt ja von mir die Fotokopien der ETB für ihre Blumenkartei. Weißt du den Grund für ihr Startbild mit einem FDC?"
Sammy: "Vielleicht wegen dem Kaufpreis? Im Internet habe ich die Zehnerbogen mit den Rändern vom Hintergrundbild gesehen, die kosten immer das Zehnfache einer Marke."
Joachim: "Damit hast du vermutlich Recht. Lena hatte dann noch eine tolle Idee zu den Grundsätzen. Sie meinte, dass Saskias Hintergrundwissen mit den Versandkosten noch umfassender ist als die Blumennamen."
Sammy: "Hiermit knüpfst du wieder an meine Startfrage an, wozu so viele Blumenmarken gebraucht werden. Die Listen von Saskia bieten ja total viele Informationen, denk an die Postkartenliste *grins* (siehe Beitrag #6)"
Joachim: "Hört sich gut an. Damit wären ebenfalls der Ausgabetermin und erste mögliche Stempel eingegrenzt. Das muß ich nochmal mit Otto und Stefan durchsprechen."
Sammy: "Also lernen Anfänger zuerst nur die Grundlagen für das Serienverständnis, ohne ein Sammlungsziel zu benennen?"
Joachim: "Ja, so in etwa. Briefmarken sind ja im Prinzip Gutscheine für Post-Dienstleistungen."
Sammy: "Zu den geschlitzten Selbstklebenden hast du mir schon einiges erklärt. Die gibt es bisher, glaub ich, von 18 Motiven."
Joachim: "Richtig. Bei den Nassklebenden gibt es als Zähnung eine Schleifperforation, die feiner ist als bei den Selbstklebern."
Sammy: "Gestern im Laden hat mir Frau Schmidt die Nummern am Rand der Zehnerbogen erklärt und auch, wie der Versand über ihren Laden funktioniert."
Joachim: "Den Postversand und die Stempel lassen wir erstmal noch weg. Die Nummern heißen EAN-Code. Die gibt es auch bei den nassklebenden Rollenmarken. Durch den Code kannst du erkennen, ob Bogen oder aus welcher Rollengröße."
Sammy: "Was bedeutet die Akürzung EAN?"
Joachin: "Europäische Artikel Nummer. Vorne die 40 sagt Deutschland, danach kommt als Händler die Deutsche Post AG (DPAG) und dann deren Artikelnummer, am Schluss noch eine Prüfziffer."
Sammy: "Die Nummer finde ich ganz interessant, gibt es die auch bei den Selbstklebern?"
Joachim: "Sagen wir mal so: ich meine Ja, zumindest auf den Rollenkartons und bei den Markensets. Schon bei dem Folienblatt Gartenrose mit Duft habe ich die Nummer ...00114. entdeckt, Folienblatt FB-7 der Ausgabe 12.6.2008. Dieser EAN-Code ist ebenso seit 1.3.2017 bei allen nassklebenden Blumenmarken Vorschrift. Marken ohne EAN-Code dürfen (können ?) seitdem nicht mehr verkauft werden.



Sammy: "Wie können die nass- und selbstklebenden Marken ohne den Code von denen mit Code getrennt werden?"
Joachim: "Anscheinend durch nichts außer dem Code-Zusatzfeld. Ältere Bogen- und Rollenmarken sind ja als Vorräte bestimmt noch vorhanden, zumindest privat. Der Code scheint mir für Sammler irgendwie nur ein "seltsames Gimmick" zu sein.
Sammy: "Gut, dann werde ich dies Thema ohne und mit EAN-Zusatzfeld vorerst nicht tiefer betrachten."
Joachim: "Da stimme ich dir zu. Es wurden seit März/April 2017 auch ältere Nominalwerte neu mit dem EAN-Code ausgegeben. Auch das scheint außer durch das Codefeld bei den Einzelmarken nicht wirklich erkennbar zu sein. Naja, vielleicht ist das Thema in hundert Jahren wichtiger ...*lächel* "
Sammy: "Oder der Stefan betrachtet diese EAN-Codes für seine Wirtschafts- und Postgeschichte als wichtig?"
Joachim: "Auch gut möglich, wir fragen ihn nächstes mal danach. Vielleicht weiß er, welche Blumen mit EAN-Code wann nachgedruckt wurden und welche Vorschriften gelten. Aber kommen wir zurüch zu den Grundlagen. Interessieren dich auch die Mischfrankaturen (MiF)?
Sammy: "Nö, bisher eigentlich nicht. Eher möchte ich wissen, was mit den einzelnen Briefmarken bezahlt werden kann."
Joachim: "Das ist wohl wirklich dein Start-Sammlungsziel. Dabei kann ich dir nur wenig helfen. Saskia hat dir doch ein Gebührenheft gegeben? Das zu studieren wäre deine nächste Aufgabe. Mach dir dabei auch die Zusatzleistungen der Post bekannt."
Sammy: "Hee, ich will später nicht bei der Post arbeiten *grins* Diese MiF, die du angesprochen hast, sehen die oft so aus, als wenn die extra von Sammlern hergestellt wurden?"
Joachim: "Das gibt es natürlich auch, entweder von Sammler zu Sammler oder schreibt ein Sammler sogar an sich selbst. Oftmals geht es darum, Postgebühren zu dokumentieren. Beim normalen Briefporto, Standard und Kompakt, sind aber schon nette, kleine Zusammenstellungen zu finden."
Sammy: "Blöde Frage, aber ist das noch Post aus echtem Briefverkehr? Ich habe sowas in den Briefmarken-Foren gesehen. Also, meiner Oma würde ich kein Einschreiben mit Rückschein als eiligen Wertbrief senden."
Joachim: "Da geht es wieder um das Sammlungsziel, was jemand mit einer Sammlung darstellen möchte. Es gibt sehr unterschiedlich Sammlungsziele und ewig viele Wege, um ein gesetztes Ziel zu erreichen. Da wird es schon viel schwieriger, reale Anschreiben zu finden und zu bekommen."
Sammy: "Danke Joachim, momentan bleibe ich lieber bei den Standard-Versandarten mit nur einer Blumenmarke. Obwohl, hm, die Kombinationen mit Miniwerten haben schon was für sich ... Diese "Sammlerbriefe" sind doch auch total teuer zu produzieren? Aber so etwas wird wohl schon lange so gemacht?"
Joachim: "Eigentlich schon seit dem Beginn der Briefmarkenzeit, also ab 1850. Wenn du nur authentische Belege sammeln möchtest, mußt du viel über die verschiedenen Markenzeiten lernen, sozusagen alles von Altdeutschland bis Neudeutschland. Das braucht viel Zeit und vielfältiges Interesse an der Briefmarken-, Post- und Landesgeschichte. Im Lauf der Zeit gab es immer wieder jede Menge Schmu."
Sammy: "WENN ich die Blumenserie mal verstanden habe, könnte ich mich ja rückwärts an den Dauerserien entlang hangeln."
Joachim: "WENN du soweit bist, hast du bei uns im Briefmarkenklub schon Sammler kennengelernt, die dir gerne weiterhelfen werden!"
Sammy: "Seid ihr ein Verein?"
Hoachim: "Nee, nur eine lose Briefmarkengruppe, die sich Freitag Nachmittag bis Abend im Gemeindehaus trifft *grins*"
Sammy: "Einfach toll für Neulinge wie mich. Aber jetzt gehe ich wieder heim, wir sehen uns!"
Joachim: "Ok, bis bald und schöne Feiertage, auch an deine Eltern."
 
gabriele Am: 13.02.2019 13:44:04 Gelesen: 830# 12 @  
Nach den Feiertagen gingen Sammy und Joachim gemeinsam zum Briefmarkenklub im Gemeindehaus und begrüßten Lena, Otto und Stefan.
Lena: "Saskia kann heute leider nicht kommen, dafür ist aber Andy, unser Briefesammler, heute mit dabei *freu* "
Joachim: "Hallo Andy, darf ich dir Sammy vorstellen, er hat neu begonnen, sich mit der Blumenserie zu beschäftigen. Seine erste Frage an uns war, wofür die vielen verschiedenen Blumenmarken gebraucht werden. Dabei geht er momentan von Einzelfrankaturen aus."
Andy: "Hallo Sammy, herzlich willkommen! Was weißt du denn bisher über die Frankaturen mit Blumenmarken?"
Sammy: "Noch nicht so viel, Saskia hatte mir ihre Portoaufstellungen für Postkarten und Inland-Briefe gezeigt. Darunter zeigt sie alle Einzelmarken an, die genau dem geforderten Betrag entsprechen. Das fand ich supergut und total verständlich."
Andy: "Saskias Listen sind klasse für eine Gebührenübersicht. Aber die Blumenserie bietet eine Menge Kombinationen für das Porto von Standardsendungen. Weißt du, dass die Ergänzungswerte ab 2012/13 gemeinhin mit zu den Blumen sortiert werden?"
Sammy: "Echt? Wieso das denn?"
Andy: "Ende 2012 kam die 3-Cent-Marke raus, die sollte die Erhöhung 2013 von 55 auf 58 Cent auffangen. Wie auch die 2-Cent-Marke für die Erhöhung 2014 von 58 auf 60 Cent und 2015 von 60 auf 62 Cent. Vermutlich hatten die Blumen-Designer für eventuelle Gebührenerhöhungen keine Vorplanung organisiert."
Sammy: "So habe ich das noch gar nicht betrachtet ..."
Andy: "Naja, es ging wohl darum, dass vorhandene Briefmarken mit diesen kleinen Zuschlägen weiter verwendet werden konnten. Zur Erhöhung 2016 von 62 auf 70 Cent kam noch die Zuschlagsmarke mit 8 Cent heraus. Das war schon günstiger als bespielsweise Bogen der Tagetes mit 20 Cent und der Aster mit 50 Cent neu zu erwerben."



Sammy: "Genial, das sind zwei Marken, für die ich noch keine Einzelverwendung gefunden habe."
Andy: "Ach weißt du, die gesamte Serie darfst du nicht so eng sehen. Für mich ist das ein "Rechenspiel". Was ist an Blumen-Mischfrankaturen (MiF) alles möglich, um Standard-Sendungen portogerecht zu frankieren. Die Post hat ja nie ein Geheimnis daraus gemacht. Guck mal die Postdaten zur Aster an. Das ist der neue EAN-Bogen ab 8.6.2017."



Sammy: "Oohhh, huch, nun ist das wirklich eine Blumenstrauß-Serie. Dann ist das ja echt gewollt, dass es fast unendliche Möglichkeiten gibt. Oje, hat dazu schon jemand ein Kombi-Verzeichnis für alle Standard-Inland-Gebühren erstellt?"
Andy: "Ich weiß nicht, aber es macht mir schon Spaß, Kombinationen zu finden. Ob das nun noch Briefmarken-Sammeln ist oder einfach ein Spiel mit Variationen oder wie andere Sammler meinen nur eine Sammler-Abzocke. Jeder ist sein eigener Herr und sammelt, was ihm richtig erscheint."
Sammy: "Hmm, eigentlich wollte ich nur die Blumenserie und die Einzelverwendungen kennenlernen. Aber irgendwie hast du Recht mit den Kombis von Marken. Die Ergänzungs-Miniwerte habe ich dabei noch garnicht beachtet. Für Standardsendungen als Kombis müßte ich mir eine Extratabelle aufbauen, so nach Saskias System. Da bin ich mal gespannt, wie ich das hinbekomme *grins* "
Andy: "Super, zeigst du uns die Tabelle, wenn du damit fertig bist? Solche Aufzeichnungen habe ich bisher nur auf Schmierzetteln. Und dabei ist Ordnung doch das halbe Leben *grins* "
Sammy: "Die Blumenserie wird immer vielseitiger bei den Hauptmerkmalen für einen Sammlungsaufbau. Egal welches System ich hier kennenlerne, bin ich immer wieder aufs Neue fasziniert."
Andy: "Bei gelaufenen Briefen findest du eigentlich immer Kombis und Entwertungen, die ebenfalls zu einer Briefbeschreibung gehören. Das ist wieder ein eigenes Thema, dazu muss ich oft Stefan oder Otto fragen, um die richtige Beschreibung zu verwenden. Da kommst du dann in den Bereich der Stempel- und Heimatsammler. Die Briefmarken solltest du keinesfalls einseitig interpretieren, eigentlich immer treffen mehrere Aspekte zusammen."
Sammy: "Ja, die Stempel wird mir der Otto demnächst genauer erklären. Sind die genauso vielfältig wie die Marken selbst?"
Andy: "Schon, alle Bereiche ordnen sich, je nach Sammler, verschiedenen Sammlungszielen unter. Da du bei uns viele Sammlungsziele entdecken kannst, brauchen wir und auch du viele verschiedene Grundlagen. Langweilig kann die Blumenserie durch die ganzen möglichen Blickwinkel fast nicht werden."
Otto: "Gut, für eins unserer nächsten Treffen bereite ich einen Stempelvortrag vor, wohl für Ende Januar 2019 (4, 11, 18, 25)."
Sammy: "Dann komme ich bestimmt auch wieder hierher. Über Stempel weiß ich noch gar nichts."
 
gabriele Am: 13.02.2019 13:49:30 Gelesen: 829# 13 @  
@ gabriele [#8]

Bevor es im Text weitergeht:

Die Idee zu diesem "seltsamen Thema" entstand bei der Diskussion über verschiedene Wege, Neueinsteiger oder Nachwuchs und Wiedereinsteiger [1] anzusprechen.
Dort habe ich vorgeschlagen, ein Textadventure [2] als alternative "Literatur" zu nutzen. Für mich bewährt sich dieses "Experiment" nun schon ganz nett.

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=194948#M13 , siehe dort Beitrag #10 und #33
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Adventure

Die Stichwortliste [#8] für die fiktiven Listen kann jetzt erweitert werden:
Zähnungen
EAN-Code
Rollen
Belegbeschreibung
Mischfrankaturen der Blumenserie
Blumen Porto-Ergänzungsmarken (5, 10, 15, 20 Cent)
? Ergänzungs-Miniwerte (2, 3, 8 Cent)
 
gabriele Am: 17.02.2019 17:01:04 Gelesen: 741# 14 @  
Am 4.1.2019 ging Sammy das erste mal allein zum Briefmarkenklub und traf dort Lena, Saskia, Stefan, Andy und Otto. Nach den Neujahrwünschen ging es schnell wieder zur Sache.
Sammy: "Andy, letztes Mal hattest du die Ergänzungswerte angesprochen und gesagt, dass die zur Blumenserie gehören. Wie kommt das? Die sollten doch eher bei den Sondermarken eingereiht werden, oder nicht?"
Andy: "Hmm, gute Frage. Die drei Ergänzungswerte mit 2, 3 und 8 Cent sind ja eigentlich keine Dauermarken wie die Blumenserie. Otto, was meinst du dazu?"
Otto: "Für mich sind die Kleinwerte eine separate Serie. Denk mal an die 1 Pf.-Marke ab 1955, zu welcher Dauerserie sollte die gehören? Zu Heuss? Also für mich steht die auch ganz allein für sich, zum Beispiel als Stempelmarke für Heimatsammler."
Saskia: "Ihr nun wieder *grins*! Konnte damals etwas mit 1 Pfennig frankiert werden, oder war das auch eine Portoergänzung wie unsere neueren Kleinwerte? Egal ob als Ergänzung von Dauer- oder Sondermarken. Für mich jedenfalls gehören die Kleinwerte NICHT zu den Blumen."
Stefan: "Die Kleinwerte boten eben eine einfache Möglichkeit, ältere Marken aufzubrauchen. Ich betrachte sie ebenfalls als eigene Serie."
Lena: "Außerden können die weder wachsen noch gedeihen *grins*."
Sammy: "Gut, dann betrachte ich die Kleinwerte auch nicht als Teil der Blumenserie. Das macht alles ein bischen einfacher. Also sollte ich bei meiner Übersicht zu den Mischfrankaturen nur die Blumenserie beachten?"
Saskia: "Dein Gedanke ist gut. Ich bin schon ganz gespannt auf dein Ergebnis *grins*"
Otto: "Wohin gehören Belege, auf denen Sondermarke, Kleinwerte und Blume verwendet wurden? Denkt euch eine Sondermarke 45 Cent, zwei Kleinwerte 2+3 Cent und ein Hasenglöckchen 20 Cent = gesamt 70 Cent. Bei mir kommt es ja nur auf den Stempel an."
Sammy: "Das wäre für mich ein "vermischter" Blumenbeleg. Sind solche Belege für einen Blumensammler Unsinn?"
Lena: "Für mich schon, ich möchte keinen Ostsee-Walfisch oder einen Gaya-Satellit in meinem Garten rumliegen haben. Es kommt wohl wirklich immer auf das Sammlungsziel an."
Saskia: "Sammy, du kannst jede Versendungsform auf ewig viele Arten mit den wildesten Markenkombinationen "belegen". Für eine Blumensammlung solltest du dich aber ausschließlich auf Blumen der aktuellen Dauerserie konzentrieren.
Andy: "Also ich akzeptiere die Kleinwerte auf Blumenbelegen. Allerdings bin ich nicht generell nur auf Blumen spezialisiert."
Sammy: "Immer wieder das Sammlungsziel! Bisher habe ich nicht viel, aber ich bleibe noch bei meiner ersten Vorstellung, Belege mit Einzelfrankaturen zu mögen *grins*"
Otto: "Das Sammlungsziel ist der schwerste Schritt bei einer Briefmarkensammlung. Zwischen den Dauerserien gibt es immer Übergangsphasen, früher genauso wie heute. Bei mir landen solche Belege "zwischen den Serien"."



Stefan: "Porto-geschichtlich ist das ein Postzustellungsauftrag (PZA) mit Ortstempel, der für mich nichts mit Blumen oder Sehenswürdigkeiten zu tun hat. Jetzt sind wir wieder beim Sammlungsziel *grins*"
Sammy: "Und schon wieder das Sammlungsziel, ist das immer der Dreh- und Angelpunkt?"
Andy: "Wohl schon. Viele sammeln, ohne ein Ziel zu verfolgen. Eigentlich ist das Sammlungsziel der richtige Erst-Ansatz, um eine Sammlung zu beginnen. Natürlich können sich die Ziele im Verlauf der Sammlung ändern. Naja, ich mach mich mal auf die Socken und Briefmarken-Feierabend."

Damit löste sich die Runde auf und alle verließen den "Klubraum" bis zum nächsten Treffen.
 
gabriele Am: 21.02.2019 16:38:26 Gelesen: 662# 15 @  
Erst am 18.1.2019 machten sich Sammy und Joachim wieder auf den Weg zum Klub. Nur Otto und Lena saßen am Tisch.
Nach der Begrüßung startete Sammy seinen Laptop.
Sammy: "Lena, guck mal, welche FDC ich im Internet gefunden habe, 5 verschiedene Illustrationen. Auf allen sind Ersttagsstempel Bonn oder Berlin zu sehen. Die gibt es ja richtig häufig. Es sind nicht nur DPAG-FDC, die diese Stempel zeigen. Was meinst du, können Händler die Ersttag-Abstempelung kaufen?"
Lena: "Sieht ganz so aus, als ob die Stempel Massenware sind. Eigentlich schade, hast du irgendwo gesehen, wer außer der Post noch solche FDC herstellt?"
Sammy: "Nö, aber die Umschlagdesigns sind richtig unterschiedlich. Auf einem steht ja Post-Philatelie, Deutschland exclusiv, sonst sehe ich Etabo und sonst nichts von einem Hersteller. Vielleicht sind das irgendwelche Versandhändler?"
Lena: "Schätzungsweise schon, ich habe bisher auch keine weiteren Infos entdeckt."
Joachim: "Die Blumen-Erstagsstempel sind echt oft zu finden. Vielleicht "verkauft" die Post solche Abstempelungen und freut sich über eventuelle Einnahmen?"
Otto: "Das ist sehr gut möglich, aber so "halbamtliche" Ersttagsstempel sind sowieso nur auf philatelistischen Produkten vorhanden. Die werden manchmal durch eine zusätzliche Marke mit Versandstellenstempel (?) noch weiter "bearbeitet". Eigentlich schon seltsam, mit welchen diversen Mitteln heutzutage Geld "gemacht" wird."
Sammy: "Wie ist das denn mit den Erstverwendungsstempeln (EVwSt) der selbstklebenden Marken? Die sehe und finde ich gar nicht auf solchen Produkten. Kann ja auch sein, dass ich einfach falsch suche. Was meint ihr dazu?"
Otto: "Bei den Stempelankündigungen der Post werden die nicht angesprochen für "gewerbliche" Stempelaufträge. Schon möglich, dass die EVwSt noch nicht im Handelsblickfeld angekommen sind oder so. Lena, da wirst du dich entscheiden müssen, welche FDC dir gefallen und dann versuchen, die günstig zu erwerben."
Lena: "Ja Otto, ich muß mich zu den einfachen Blumen-FDC eben noch weiter informieren."
Sammy: "Sagt mal, werden im Offsetdruck neumodische Marken, Stempel und weitere Produkte alle mit dem Verfahren CTP (Computer To Plate) gedruckt? Dafür gibt es doch keine physikalischen Druckplatten mehr? Ich mein, dass dadurch solche altertümlichen "Fehler" wie Butzen/Putzen oder Farbabweichungen nicht mehr vorkommen können?"
Otto: "Die mit Tintenstrahler gespritzten Stempel sind auch an dem fehlenden leeren Abstand zwischen Trägerpapier und Marke erkennbar. Da hat der Höhenunterschied kaum noch eine Auswirkung auf die Stempelabbildung. Maschinenstempel dagegen arbeiten meist mit Klischee, also eingefärbter Druckplatte."
Joachim: "Der Otto bewertet die Schönheit einer Briefmarke immer nach der verwendeten Drucktechnik *lächel* Damit wären wir wieder bei grundsätzlichen Herangehensweise an die Blumenserie. Was meint ihr, könnten wir es gemeinsam schaffen, Grundsätze zur Serie aufzustellen?"
Lena: "Wenn jeder sein Teilwissen einfügt, warum denn nicht?"
Sammy: "So etwas wie ein Leitfaden für Neueinsteiger? Oder eine umfassende Betrachtung verschiedener Sammlungsziele?"
Otto: "Naja, Sammlungsziele hängen ja davon ab, welches Grundwissen vorhanden ist oder vermittelt wird. Da sollten wir uns zuerst um ein strukturiertes Inhaltsverzeichnis kümmern."
Joachim: "Überlegt euch was bis zum nächsten Treffen. Dann können wir das miteinander vergleichen und genauer diskutieren. Ich bin bei diesem Projekt dabei!"
Sammy: "So etwas wie ein Handbuch zur Blumenserie? Das wäre toll und für den Start total hilfreich. Die neuen Anfänger wie ich könnten sich damit vorbereiten und dann gezieltere Fragen stellen. Ich konnte hier ja schon eine Menge erfahren, nur ist das im Nachhinein irgendwie ein totales Durcheinander."
Otto: "Recht habt ihr! Den geplanten Stempelvortrag kann ich auch später halten, das "Blumen-Seriensystem" ist entschieden wichtiger. Ob uns beispielsweise die BDPh-Regeln für Inhaltsverteichnisse von Ausstellungsammlungen weiterhelfen könnten? Ich mach mich mal an die Arbeit, tschüß bis zum nächsten Treffen."

Die heutige kleine Gruppe brach nun schnell getrennt Richtung Heimat auf.
 
gabriele Am: 24.02.2019 16:44:47 Gelesen: 604# 16 @  
Am folgenden Treffen zum 25.1.2019 nahmen alle bisher Bekannten aus dem Briefmarkenclub teil: Andy, Joachim, Lena, Otto, Sammmy, Saskia, Stefan.
Otto: "Als Vorruheständler habe ich die meiste Freizeit, um die Schritte zu unserm "Blumenbuch" zu organisieren und zu dokumentieren. Was ist denn das Wichtigste für den Anfang?"
Sammy: "Welche Marken gibt es und wofür werden die verwendet, könnte vermutlich die Startfrage sein?"
Otto: "Wir sollten vorsichtig sein und keine Themen vermischen. Aber Sammy hat schon recht mit seiner umfassenden Frage nach allen Blumenmarken. Da haben wir Nasskleber, Selbstkleber und (eingeschränkt) Ganzsachen. Für alle Marken gilt der Rollen-Offsetdruck als Herstellungstechnik mit scheinbar sechs Farbwerken (Cyan, Yellow, Magenta, Schwarz, Sonderfarbe für Wertziffern (?)."
Stefan: "Meinst du, die 500er Enzian hat bei den Wertziffern einen Flexodruck?"
Otto: "Weiß ich nicht, kannst du die Wertziffer mal mit deinem USB-Mikroskop untersuchen?"
Stefan: "Na klar, bei allen Typen und mit Vergleichsbildern zu Ziffern und Farb-Rasterwinkeln?"
Joachim: "Oh ja, dann werden wir sehen, ob und was das bringt. Damit wären wir bei den Druck-Grundlagen. Ich bin mal gespannt, was du entdecken kannst."
Otto: "Ja, die Marken werden immer zuerst gedruckt, bevor irgend etwas anderes damit passieren kann. Das ist ein richtiges Einstiegsmerkmal, welcher Nominalwert wie und in welcher Druckerei hergestellt wurde."
Saskia: "Gut, jetzt sind die Marken gedruckt. Was kann weiter mit den Marken passieren? Sie werden verwendet, aber als was? Als erste Möglichkeit könnten wir doch ungebrauchte Marken nehmen? Mit Erklärungen für postfrisch, ungebraucht, ungestempelt ... Nee, eher müßten wir ganz allgemein Kennzeichen einer Verwendung oder Nicht-Verwendung betrachten ...°
Andy: "Sobald eine Marke irgendwo aufgeklebt wird, ist sie ja verwendet worden und schon dadurch "entwertet bzw. gebraucht". Ein Schreibfehler berechtigt den Verwender nicht dazu, die Marke abzulösen und den "versauten" Umschlag weg zu werfen. Der Umschlag kann nur noch komplett bei der Post gegen eine neue Marke eingetauscht werden."
Lena: "Ich könnte doch einen Adressaufkleber bedrucken und den über die Adresse mit Schreibfehler kleben, oder nicht? Dann wäre die Adresse noch dazu maschinenlesbar."
Andy: "Das sähe dann aus, als wenn du einen Umschlag mit ungestempelter Marke wiederverwendet hättest. In den Post-AGB steht irgendwo, dass das nicht erlaubt ist. Diese Auslegungen bedeuten im Prinzip -im Zweifel gegen den Angeklagten-."
Stefan: "So etwas erweckt theoretisch schon den Eindruck der Einschränkung vom privaten Postverkehr. Bei lukrativen Grosskunden läuft der Schriftvekehr ja meistens automatisiert ab."
Sammy: "Vielleicht auch mit ein Grund, warum emails gerne und oft für private Kontakte eingesetzt werden?"
Otto: "Das kann gut sein. Denkt mal an mms-Postkarten, die werden zwar elektronisch aus dem Urlaub verschickt, aber in Deutschland ausgedruckt und "eventuell" mit aufgeklebter Briefmarke per Post versendet. Da gibt es keine Landesfrankatur und -stempel mehr. Der Postverkehr vor und nach der €-Einführung und vor und nach der Post-Privatisierung ist nicht mehr vergleichbar."
Joachim: "Damit hast du wohl recht, Otto. Die älteren Dauerserien zeigen ganz andere Abbilder vom Postverkehr. Vielleicht sind die Blumen die letzt Dauerserie, die Bezeichnung hat ja eigentlich keinen realen Hintergrund mehr."
Andy: "Bleiben nur noch die privaten Anbieter bei ebay etc. übrig, die noch frankiert und mit Ortstempel versenden. Oder Privat- und Sammlerkontakte ..."
Otto: "Laßt uns mal bei der Sache bleiben, welche Punkte wir bei der Blumenserie berücksichtigen sollten.
1. Welche Markenbilder und -werte gibt es zu den Versandarten, von wann bis wann war damit jeweils eine Einzelfrankatur möglich?
2. Welche Standard-Sendungen gab es ab 2005, und wie ist deren sichtbare Entwicklung?
Eine Trennung nach Klebarten können wir wohl vergessen. Ich komme immer mehr dahin, dass die Einteilung in Markenwerte plus Versandarten die Hauptkategorien vorgibt."
Saskia: "Meinst du jetzt die Entgelte für Standard-Versandarten wie zum Beispiel Inlandbrief-20g (2005-2019: 55 bis 70 Cent)? Oder meinst du ausgetauschte Markenbilder bei einem Nominalwert?"
Joachim: "Jetzt sind wir wieder bei den Listen der Standard-Einzelfrankaturen von Saskia. Bei der DPAG geht es nur noch um Umsätze, wir als "Sammler und Sortierer" sollten doch auch darauf reagieren? Vielleicht mutieren die Briefmarkensammler zu reinen Versandentgeltsammlern. Dann würde es nicht heißen -Hast du Briefe mit Blumenmarken?- sondern -Was hast du zur Entgeltstufe 70 Cent?-"
Sammy: "Iiihhbäh, dann steige ich aus, bevor ich angefangen habe."
Lena: "Mit meinem "Blumenarchiv" könnte ich ja weitermachen, aber ob das ohne Briefmarken noch so interessant wäre?"
Stefan: "Jede Zeit bringt Veränderungen mit sich. Einfach mal "Abwarten und Teetrinken" *schmunzel*."
Otto: "Nun ja, zum nächsten Treffen werde ich eine Zusammenfassung schreiben und davon emails an euch schicken. Damit könnt ihr euch Gedanken über die weitere Struktur unseres "Blumenbuches zur Dauerserie" machen. Jetzt geh ich mal heim, bis nächsten Freitag."

Zum Abschied fragten sich alle heutigen Teilnehmer: "Ob es wohl mal ein Endergebnis als -Unser Blumenserie-Buch- geben wird?"
 
gabriele Am: 27.02.2019 20:39:14 Gelesen: 565# 17 @  
Das nächste Treffen am Freitag war wieder gut besucht.
Saskia: "Otto, vielen Dank für die email von dir. Du setzt wohl richtig damit an, nur noch die Entgelt-Perioden der DPAG zu betrachten! Es geht generell nicht mehr um Briefmarken, sondern um Zahlungsbelege für Postdienstleistungen."
Otto: "Briefmarken spielen heutzutage nur noch eine untergeordnete Rolle. Die bekommst du ja nicht mehr überall, es gibt auch diverse Label mit Codierungen. Datum des Poststempels scheint ebenfalls Vergangenheit zu sein."
Joachim: "Naja, aber wir betrachten doch die Dauerserie Blumen. Findet oder meint ihr, dass das die letzte Dauerserie in Deutschland ist?"
Andy: "Das wäre schade, aber wenn man die gesamte Entwicklung betrachtet ... Welche Rolle im Postversand spielen echte Briefmarken denn überhaupt noch? Sind das -Relikte einer vergangenen Zeit- ?"
Stefan: "Möglich, aber Briefmarken wurden schon oft -totgesagt-. Ich weiß auch nicht, ob der Postversand ohne EDV heute überhaupt noch möglich wäre?"
Lena: "Unsere -Neue Welt- ... Wie lange gelten Papiere wie Ausweise oder Führerscheine heute noch? Briefmarken sind immerhin ab der Doppelnominale um 2000 immer noch gültig. Das sollten wir auf jeden Fall in unserem Blumenbuch festhalten."
Otto: "Nur, dass ALLE Blumenmarken immer noch gültig und verwendbar sind. Vor 2005 ist bei den Blumen uninteressant. Was habt ihr euch dazu überlegt, wie es im "Blumenbüchlein" weitergehen könnte oder sollte?"
Saskia: "Den Einstieg über die Nominalwerte finde ich gut. Wenn wir die als Aufstellung bei den Versandstufen einbauen, können wir zu den Einzelwerten verzweigen und dort die Ausgabetypen beschreiben."
Sammy: "Dann würden unter "Postkarte" alle 45 Cent-Werte auftauchen und von dort käme ich zu den Markenbeschreibungen?"
Joachim: "Jetzt sollten wir uns Gedanken machen, was zur Markenbeschreibung gehört und wie die vernünftig strukturiert wird. Alle Marken sind Offsetdruck, aber manchmal in verschiedenen Druckereien, je nach Type."
Stefan: "Druckereien finden wir für die Nasskleber im ETB. Wo können wir die Druckereien der Selbstkleber herausfinden? Abweichungen werden doch schnell bekannt, sollten wir nur die wirklich erwähnen?"
Andy: "Also als erster Strukturpunkt "Besondere Merkmale" oder so, das ist ja nicht oft nötig. Im Allgemeinen haben die verschiedenen Ausgabeformen annähernd gleiche Druckbilder."
Sammy: "Was denkt ihr über diese "Streifen" bei den Rollenmarken, die "Plattenkanäle"? Ist so etwas wichtig?"
Otto: "Nur wenn du dich auf nassklebende Rollenmarken spezialisieren möchtest und dann würden auch die EAN-Codes dazugehören. Das ist eine Betrachtung, aber gehört das zu den Frankaturwerten?"
Joachim: "Solche speziellen Dinge mit genauerer Info können schöne Zutaten für deine Sammlung sein, wenn du so etwas bei deinen vorhandenen Marken entdeckst."
Saskia: "Laßt doch erst einmal Diskussionen über Sonderfälle weg. Welche Punkte gehören in eine Beschreibung für die Einzelmarken hinein?
1. Ausgabetag, Markenname und Nominale
2. Für welche Standard-Versandart(en) in welchem Zeitraum
3. Ausgabeform(en) mit Druckerei(en)
Was fehlt noch für einen vollständigen Datensatz?"
Andy: "Willst du die Blumen unabhängig von den Katalogen autonom durchnummerieren? Z.B. Blumenbuch Nr. nk42 und sk18 für die Seerose? Das finde ich ganz ok, aber dann sollte der 1. Punkt unsere Handbuchnummer im Blumenbuch = BbNr. (mit Michelverweis MiNr.) sein."
Saskia: "Heh Andy, ganz super, du denkst ja wirklich mit. Die Bb-Nummer als erster Punkt ist absolut wichtig! Ich danke dir *freu*"
Stefan: "Hui, jetzt gehts vorwärts. Darf ich folgende Reihenfolge vorschlagen:
1. Bb-Nummer (MiNr.)
2. Ausgabeform(en) mit Druckerei(en)
3. Ausgabetag, Markenname und Nominale
4. Für welche Standard-Versandart(en) in welchem Zeitraum
Spielt das doch einfach mal mit den 45-Cent-Marken durch und sucht bessere Lösungen *zwinker*"
Lena: "Also ich könnte auch mit unserer Bb-Nummer super klarkommen! Aktuelle Kataloge sind echt sehr teuer, unsere total durchdachten und erforschten *grins* Blumendaten können wir selbst ausdrucken."
Otto: "Sollen wir hier für heute einen Schlusspunkt setzen? Dann schreibe ich wieder eine "Dokumentation" und sende euch emails davon."

Neu motiviert löste die Gruppe sich langsam unter intensiven Gesprächen auf.
 
gabriele Am: 28.02.2019 21:05:36 Gelesen: 518# 18 @  
Beim nächsten Treffen konnten die Sammler aus dem Briefmarkenklub eine neue Probe-Sammlerin begrüßen.
Stefan: "Ich möchte euch meine Kollegin Karina vorstellen. Karina interessiert sich auch für die Blumenserie und möchte mit einer Blumen-Sammlung beginnen."
Karina: "Ja, ich bin im Geschäft "Frau Posteingang" und "Frau Telefon- und Emailzentrale". Die Blumenbriefmarken begeistern mich schon länger und manche Kollegen bringen mir zum Feierabend ihre unbenötigten Briefe."
Stefan: "Karina, sind das oft wegen dem Datenschutz auch nur Briefausschnitte oder bekommst du immer die ganzen Umschläge?"
Karina: "Meistens Ausschnitte, Stefan, du weißt doch, was beispielsweise du mir gibst?"
Stefan: "Klar, aber wir haben firmeninterne Vorschriften ..."
Joachim: "Hat Stefan dir erzählt, dass wir gerade am Entwurf zu einem kleinen Buch über die Blumenserie arbeiten?"
Karina: "Ja, das hat er, deshalb bin ich mitgekommen. Ahnung habe ich überhaupt nicht, würde aber gerne mehr zur Blumenserie wissen."
Otto: "Auch durch für dich offene Fragen kannst du mitarbeiten. Neulinge bringen schon durch ihre Fragen andersartige Betrachtungen ins Spiel, also Karina, herzlich Willkommen bei uns im Briefmarkenklub."
Saskia: "Hallo Karina, neue Fragen sind immer willkommen. Aber laßt uns weiter arbeiten. Otto, an deiner letzten Doku-Email ist mir aufgefallen, dass wir Punkt 2. und 3. austauschen könnten.
1. Bb-Nummer (MiNr.)
2. Ausgabetag, Markenname, Nominale
3. Ausgabeformen und Druckereien
4. Standard-Versandarten mit Zeitraum
Meint ihr, dass diese Änderung sinnvoll ist?"
Andy: "Das hört sich sehr gut an *lächel* Saskia, kannst du eine Beispieltabelle zu den 45-Cent-Marken erstellen und nächstes mal zeigen?"
Saskia: "Sicher, soll ich die dann als "Muster ohne Gewähr" per email an euch senden?"
Lena: "Das wäre super, wir sollten alles weitere auf das nächste Treffen verschieben"
Otto: "Damit hat Lena recht, laßt uns das Treffen beenden oder sind momentan noch weitere Punkte zu klären?"
Sammy: "Postkarten sind die einfachste Versandform, sollten wir nicht lieber die Briefe als Entwurfsmuster verwenden?"
Joachim: "Eigentlich ist es egal, welchen Standardversand wir als Entwurfsmuster betrachten. Saskias Brieftabelle zeigt doch sehr viele Daten, wie aktuelle Entgelte oder die Kostenentwicklung."
Karina: "Aber ich dachte, dass die Blumenmarken alle gültig sind, können die denn inzwischen teilweise nicht mehr verwendet werden?"
Sammy: "Das dachte ich zuerst auch. Andy hat die Blumenserie schon als "Rechenspiel" bezeichnet, womit er wohl richtig liegt *grins* Die Posttarife müssen ja für jeden Zeitraum mit einbezogen werden."
Andy: "Richtig *grins* Da sind wir wieder bei den möglichen Kombinationen. Aber die betrachten wir erst, nachdem wir mit den verwendbaren Einzelmarken durch sind."
Lena: "Was bin ich froh, dass ich nur einen "Blumengarten" fast ohne Postbetrachtung haben möchte *zwinker*"

Und wieder zerstreute sich die Blumengruppe ohne Endergebnis für die Buchstruktur, jedoch mit anhaltendem Interesse an der Sache.
 
gabriele Am: 01.03.2019 20:00:30 Gelesen: 456# 19 @  
Nochmals kam es eine Woche später zu einem "großen" Treffen der Blumensammler.
Otto: "Aber Hallo, heute ist ja wieder die ganze Mannschaft versammelt *lächel*, also machen wir schnell an unserem Blumenbuch weiter!"
Saskia: "Erstens möchte ich nochmals eine Änderung der Punkte zur Beschreibung der Einzelmarken anregen. Der Punkt 3. sollte ganz ans Ende rutschen und die Liste der möglichen Standard-Versandarten an die zweite Stelle. Das sähe dann wie folgt aus:
1. BbNr. (-> MiNr.)
2. Nominale, Standard-Versandarten mit Zeitraum
3. Ausgabetag, Markenname
4. Ausgabeformen und Druckereien
Wie ihr seht, möchte ich ebenso den Nominalwert zur Versandart verschieben. Könntet ihr das akzeptieren?"
Andy: "Wäre es nicht besser, den Nominalwert als Gesamtüberschrift zu verwenden? Dann könnten wir dazu andere Blumen mit gleichem Nominalwert unterordnen."
Joachim: "Wollen wir etwa eine Doktorarbeit schreiben? Jeder setzt seine Prioritäten doch anders, wenn auch nur minimal."
Otto: "Nein Joachim, keine Doktorarbeit. Laßt uns festlegen, welche Infos direkt zur Marke gehören und welche Daten ein etwas anderes Umfeld betreffen. Wir sollten uns davor hüten, eine Mischung aus Briefmarken und Betriebswirtschaft zu produzieren."
Lena: "Alles, was wir dem ETB entnehmen können, sind Direkt-Infos zur darauf verklebten Marke, oder nicht?"
Sammy: "Eher alles, was wir nur durch eine Marke erkennen können. Ohne irgendetwas anderes drumrum."
Otto: "Das sind Blumenname und Nominale. Unsere Blumen-Buch-Nummern (BbNr.) zählen die nassklebenden (nk) oder selbstklebenden (sk) Marken nach Erscheinungsdatum. Also Lena, dann würde die ETB-Vorderseite richtig sein, der Stempel dort trägt immer das Ausgabedatum."
Karina: "Woher kann ich solche Blumen-ETB denn bekommen? Die würden mich schon interessieren."
Joachim: "Soweit ich weiß, werden die Blumen-ETB, die Esttagsblätter, nicht gesammelt über die kompletten Jahre verkauft. ETB werden immer nur als Jahrgänge gesammelt. Vielleicht kannst du einzelne übers Internet kaufen, aber das weiß ich nicht sicher."
Saskia: "Entschuldigt bitte, aber meine Tabellen haben auch eher einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund für die Betrachtung von Preisentwicklungen. Ottos pragmatischer Ansatz der Datenbeschaffung ist, ganz allgemein gesehen, der richtige Weg."
Sammy: "Die ETB-Rückseiten geben doch auch Informationen zur Marke auf der Vorderseite. Was ist daran anders?"
Joachim; "Zuerst einmal haben wir noch eine Angabe von der Vorderseite vergessen, nämlich Rollenmarke-Dauerserie, also keine Bogenmarke. Wobei die Nasskleber-Bogen und -Rollen immer am gleichen Tag ausgegeben werden, oder gibt es da Ausnahmen? Im linken Feld der Rückseite stehen Infos, die vermutlich für alle Rollenmarken der Blumenserie gelten: Format, Entwerfer/Designer, Druck/Druckerei."
Otto: "Also trennen wir die Angaben in: Allgemein und Speziell. Die Serien -allgemein gültigen- Angaben benötigen wir nur einmal übergeordnet als Hinweise."
Saskia: "Ja gut, dann hätten wir die Blumen-Allgemein-Infos Designer, Drucktechnik: Offsetdruck, Druckerei: Bundesdruckerei Berlin GmbH. Danach folgt die Auswahl nach Standard-Versand mit Nominalwert der Marken dieser Wertstufe."
Andy: "Ans Ende einer Nominale könnten wir dann noch die Kombinationen mit zwei Nominalen hängen, nur zur Übersicht ..."
Karina: "Warum denn eine Begrenzung nur auf zwei verschiedene Marken?"
Otto: "Wegen der Abstempelung durch die Maschinenstempel. Aber die Kombis sollten wir vorerst noch nicht betrachten. Laßt uns erstmal bei Einzelmarken bleiben."
Saskia: "Bearbeitest du wieder unsere Dokumentation? Das wäre toll!"
Otto: : "Na klar, ich werde auch versuchen, die ersten Seiten darzustellen *schief grins*"
Saskia: "Sehr gut, ich schicke dir gleich meine Tabellen per email, vielleicht können die auch weiterhelfen. Ich sage schon einmal Tschüß an alle und mache mich auf die Socken *grins*"



Nachdenklich entfernten sich langsam auch die anderen Teilnehmer.
 
gabriele Am: 06.03.2019 21:55:52 Gelesen: 362# 20 @  
Diesmal traf sich nur ein harter Kern der Blumengruppe: Otto, Saskia, Joachim, Stefan und Andy.

Otto: "Ich gebe es nur ungern zu, aber mit diesen neuen Verfahren, diesen Produktmarken und Ähnlichem, bin ich wirklich überfordert. Also habe ich mich auf den Standard-Versand eingeschränkt, der noch frankiert werden darf. Das Problem liegt an der Umsatzsteuer, mit der ein privater Versender eigentlich nichts zu tun haben sollte. Deshalb ist Privatversand per Frankatur mit Postwertzeichen wohl nur eingeschränkt möglich.
Betrachtet es vielleicht anhand Sammys Frage, wofür die ganzen Blumenmarken verwendet werden könnten. Als Blumensammler sollten wir uns wohl nur auf den Standard einschränken."
Andy: "Ach Otto, lassen wir das Gewinnstreben der DPAG unbeachtet, laß uns entdecken, WAS wir als private Nutzer noch mit Blumenmarken bekleben können. Bleiben wir doch einfach beim privaten Standardversand. Postkarte und Brief ins In- und Ausland."
Joachim: "Ihr habt schon irgendwie recht, wer sammelt Blumenmarken, um die DPAG zu unterstützen? Bewußt wahrscheinlich niemand."
Otto: "Bei mir ging und geht es ja nur um die verschiedenen Dauerserien mit Stempeln und bisher blieb ich dabei. Nun frage ich mich, ob die Sammler, die früher ausgestiegen sind, damit Recht hatten. Viele verloren ihr Interess mit der Post-Privatisierung oder der €-Einführung."
Saskia: "Sei nicht so destruktiv gestimmt, Otto *lächel*. Wenn ich in manchen Briefmarkenforen mitlese, bekomme ich oftmals den Eindruck, als wenn die "Gewinnabsicht" der DPAG stark auf den heutigen Briefmarkenmarkt abgefärbt hat. Früher waren dokumentierte Forschungsergebnisse sinnvolle Wissens-Bereicherung, heute werden Fälschungen, Plattenkanäle und EAN als Hypes (Hyperbel -> Übertreibung) aufgebaut."
Joachim: "Sammy hat mich auch schon zu diesen Hypes gefragt. Auf neue oder alte Briefmarken-Interessierte könnte das ganze Hype-Zeugs doch irritierend oder abschreckend wirken, oder was meint ihr?"
Stefan: "Viele Grüße auch von Karina, sie hatte im Internet auch solche Foren gelesen und mir vorgestern gesagt, dass sie keine Sammlerin von Briefmarken werde und ihre Blumenbriefe lieber behalten möchte."
Andy: "Sowas fragt man wohl nicht offen, aber was könnte an Briefmarken interessierte Leute stärker abschrecken? Die DPAG oder Sammler bzw. Philatelisten, die "Verkaufsshows" wegen echt unnötigem Kleinkram inszenieren?"
Otto: "Solche VK-Shows sind im gesamten Briefmarkengewerbe nichts neues, es gab und gibt schon immer viele Abzocker. Diese Medienhypes sollten wir in unserem Blumenbuch weglassen. Über richtig bemerkenswerte Dinge werden in vielleicht 20-30 Jahren fundierte Fachbücher geschrieben werden."
Saskia: "Dann schlage ich vor, dass wir da bleiben, wo wir sind: Standardfrankaturen mit Einzelwerten."
Joachim: "Wir sollten uns aber überlegen, ob diese Medienhypes als "Randbemerkung" am Textende der betroffenen Nominalwerte angesprochen werden. Streichen können wir später immer noch."
Andy: "Notieren und weiter beobachten meine ich dazu. Was stand nicht schon alles im Michel und verschwand dann wieder? Wir wollen ja nur ein Büchlein für private Sammler und keinen Katalog entwerfen."
Otto: "Da stimme ich dir zu und ich bleibe vorerst bei der einfachen Buchstruktur. Erweiterungen sind ja ohne Probleme möglich, es sind nur Textdateien."
Joachim: "Bevor ich das vergesse, Sammy fragte nach den Erstverwendungsstempeln auf philatelischen Produkten (siehe Beitrag [#15]). Dazu habe ich als Stempelhersteller bis 2016 Geo Müller, Nürnberg gefunden. Ab 2017 ist der Stempelhersteller Wittmann Medien, Schwabach. Das sind anscheinend "private" Stempel der DPAG und haben weder mit Ersttagsstempeln noch mit dem Finanzministerium als Marken-Herausgeber etwas zu tun."
Stefan: "Private Ausgabestempel für private Produkte der DPAG, das könnte passen. Dann ist die Selbstkleber-Ausführung rein gewinnorientiert und hat mit der offiziell geforderten Postwertzeichen-Bereitstellung nichts mehr zu tun? Würde es den "Vertrag" erfüllen, wenn der "Global Player" deutschlandweit auf die Weiden-Versandstelle verweist?"
Saskia: "Stefan, die DPAG ist eine Aktiengesellschaft und in erster Linie für die Gewinne ihrer Aktionäre zuständig, die angewendeten Mittel zur Realisierung interessien nur wenige Briefmarkensammler."
Otto: "Och Kinders, die bundesweite postalische Grundversorgung möchte ich in unserem Blumenbüchlein nicht implementieren! Dieser Themenkreis ist doch nur noch absurd. Und die nötigen Daten zum Büchlein ergeben sich während der Bearbeitung. Wir dürfen das Blumrenbuch nicht - totdiskutieren -"
Andy: "Ja, brechen wir ab, das führt zu nichts. Nächstes mal komme ich nicht, aber ich wünsche euch interessante Diskussionen über BRIEFMARKEN oder POSRWERTZEICHEN und zu DAUERSERIE oder SONDERMARKE."

"Wer wohl weiter dabei bleibt?" war nun die allgemein spürbare Frage im Hintergrund.
 
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