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Thema: Grossbritannien: Perfins bestimmen
Das Thema hat 50 Beiträge:
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Gauss Am: 01.12.2024 22:45:21 Gelesen: 6057# 26 @  
@ 10Parale [#25]

Du zeigst hier ein DB (ohne Co.), das ist die Deutsche Bank.
 
Gauss Am: 02.12.2024 20:28:39 Gelesen: 6013# 27 @  
@ 10Parale [#25]

L / C&S ist Louis Cohen & Sons, 31 Throgmorton Street, London EC.
 
Perfin Fan Am: 03.12.2024 16:43:02 Gelesen: 5986# 28 @  
@ 10Parale [#25]

AF/&Co

Adolph Frankau & Co, Importers & Mfrs of Pipes & Tobacconist Sundries, 15/16 Featherstone St, London EC1
 
10Parale Am: 03.12.2024 18:41:11 Gelesen: 5971# 29 @  
@ Gauss [#27]
@ Perfin Fan [#28]

Herzlichen Dank. Ihr seid ja richtige Perfin-Perfektionisten. Super, wie Ihr Fachwissen an den Laien bringt!

10Parale
 
Perfin Fan Am: 04.12.2024 10:52:39 Gelesen: 5942# 30 @  
@ 10Parale [#29]

Na ja, Fachwissen ist dann doch was anderes als die reine Verwender-Bestimmung. Wir sind halt Perfin-Sammler und haben den englischen Gault-Katalog. ;-)

Aber falls du sonst noch Fragen zu Firmenlochungen hast, immer her damit!
 
DERMZ Am: 20.05.2025 14:26:47 Gelesen: 4746# 31 @  
Guten Tag,

wer verbirgt sich hinter dem perfin "SM / BP"?



Ich habe die Rückseite für die bessere Lesbarkeit gespiegelt. Wer kann weiterhelfen?

Mit besten Grüßen

Olaf
 
evwezel Am: 20.05.2025 14:33:54 Gelesen: 4742# 32 @  
@ DERMZ [#31]

Hallo Olaf,

SM/BP ist Shell Mex & British Petroleum Ltd

Viele Grüße

Emiel
 
Lars Boettger Am: 28.08.2025 14:05:52 Gelesen: 3634# 33 @  
Streifband von der Firma Frederick Huth aus dem Jahr 1893 von London / England nach Hamburg / Deutsches Reich, portorichtig frankiert mit einer 1d-Marke (UPU-Drucksachen-Tarif). Die Marke wurde mit der Firmenlochung HUTH versehen.

Beste Grüsse!

Lars


 
evwezel Am: 01.08.2026 16:51:50 Gelesen: 797# 34 @  
Liebe Sammlerfreunde,

diese Briefmarke ist nicht gerade eine Seltenheit. Die Queen Victoria One Halfpenny Jubilee wurde ursprünglich 1887 (Scott Nr. 125) anlässlich des Goldenen Thronjubiläums von Königin Victoria herausgegeben. Die ersten Marken wurden in Zinnoberrot gedruckt, die späteren Ausgaben aus den 1890er Jahren in Grün bzw. Blaugrün.

Aber selbst gewöhnliche Briefmarken können noch einige Rätsel aufgeben (zumindest für mich). Zunächst einmal gibt mir der Poststempel Rätsel auf. Wofür stehen die Buchstaben IFE (oder heißt es doch IFB)?



Außerdem frage ich mich, ob es möglich wäre, das Muster der Firmenlochung zu rekonstruieren, um die Firma zu identifizieren. Die Buchstaben in der ersten Reihe scheinen „HHW“ zu lauten (oder natürlich „WHH“), die der zweiten Reihe lassen sich nicht eindeutig erkennen.

Für jede Hilfe wäre ich sehr dankbar!

Viele Grüße

Emiel
 
Zürich4 Am: 01.08.2026 20:34:24 Gelesen: 774# 35 @  
Hallo Emiel,

ich habe mal den Dr. Google bemüht und dieser hat mit seinem Grosskind KI erstaunliches zustande gebracht:

Die britische Perforation „WHH & Co.“ steht für „Walter H. Hindley & Co.“, ein privates Handelsunternehmen. Details zur Perforation: Mustercode: In Perforationskatalogen als Muster W3640.02 (WHH / & Co) aufgeführt. Nutzeridentität: Walter H. Hindley & Co., historisch im Finanz- und Handelsviertel von London tätig (z. B. in der Nähe der Threadneedle Street). Verwendungszeitraum: Zu finden auf britischen Königin-Victoria-Briefmarken aus dem späten 19. Jahrhundert (wie den Jubiläums- und den lila-grünen Ausgaben, die in den 1880er und 1890er Jahren verwendet wurden). Zweck: Wurde als Sicherheitsmaßnahme in selbstklebende Briefmarken gestanzt, um Diebstahl durch Mitarbeiter und die unbefugte Verwendung von firmeneigenem Postwertzeichenmaterial zu verhindern.

Aus einem alten Auktionskatalog von Christoph Gärtner GmbH & Co KG (24. Auktion 21.-25.01.2013) wird ein Los mit einer solchen Lochung erwähnt (Leider ist das betreffende Bild unscharf)

P 7788 1890 (20.10.), QV 2 1/2d violetter PTPO-Statistikumschlag, aufgestempelt mit zwei Einzelmarken QV 1/2d orange, beide mit privater Perforation „WHH / & Co.“ für „Walter H Hindley & Co.“ (geprägtes Absender-Cachet auf der Rückseite), gewerblich verwendet mit quadratischem Kreis „Threadneedle St. P.O.“ nach Königsberg/Preußen mit Ankunftsstempel auf der Rückseite, kleinere Mängel, dennoch eine sehr attraktive Kombination!

Wenn du also die Papierreste auf der Rückseite deiner Marke entfernst, wirst du die ganze Perfin/Lochung lesen können.

Zum Triangular postmark habe ich folgendes gefunden:

Dreieckige Poststempel. Es gibt dreieckige Poststempel, die für die Verwendung mit dem günstigeren „Drucksachentarif“ vorgesehen waren. Während einige nur die Postamtnummer tragen, weisen andere einen Code auf, der sich aus alten Telegrafencodes ableiten lässt. Die Dreiecke sind nach wie vor Poststempel. Leider habe ich zu der Abkürzung IFB nichts gefunden.

Ich bin wohlverstanden kein Experte auf diesem Gebiet, aber ich lerne gerne dazu. Und wenn man die Ergebnisse von Google und KI nachprüfen kann hat es sich schon gelohnt.

Freundliche Grüsse aus der Schweiz
André
 
Perfin Fan Am: 01.08.2026 21:46:22 Gelesen: 765# 36 @  
@ Zürich4 [#35]

Zur Ergänzung:

Walter H Hindley & Co,
Jute & Canvas Manufacturers,
62/63 Queen St, Cheapside,
London EC.

Sehr interessant übrigens, dass Googles Gemini anscheinend besser wird. Bei mir kommen bei solchen Anfragen immer die seltsamsten Dinge raus, aber nie eine korrekte Antwort wie in diesem Fall.
 
Gauss Am: 01.08.2026 23:07:01 Gelesen: 747# 37 @  
@ evwezel [#34]

Der I / FB Stempel ist vom Foreign Branch in London.
 
evwezel Am: 02.08.2026 00:14:46 Gelesen: 741# 38 @  
@ Zürich4 [#35]
@ Perfin Fan [#36]
@ Gauss [#37]

Hallo André, Gauss und Perfin Fan,

vielen lieben Dank für Eure Hilfe! Im Alltag arbeite ich für ein Softwareunternehmen, das auf Suchtechnologie für den Arbeitsmarkt spezialisiert ist. Ich nutze KI (Künstliche Intelligenz) also sehr oft. Wenn es jedoch um philatelistische Forschung geht, halte ich mich von KI eher fern. Meiner Erfahrung nach führt sie oft zu sogenannten „Halluzinationen“. Aber ich freue mich sehr, dass es in diesem Fall geklappt hat! Vielen Dank an André für seine ausführliche Antwort und an „Perfin Fan“ für die Ergänzung.

Gauss, du hast erwähnt, dass I/FB für „Foreign Branch“ steht. Ich bin zwar kein Experte für britische Briefmarken, aber wofür steht der Buchstabe ‚I‘ in der Abkürzung „IFB”?

Gemini behauptet, dass „IFB” die Abkürzung für „Inland Foreign Branch” ist, aber diese Behauptung wird m. E. nicht durch die wissenschaftliche Literatur gestützt.

Viele Grüße

Emiel
 
Gauss Am: 02.08.2026 12:47:21 Gelesen: 707# 39 @  
@ evwezel [#38]

Hallo Emiel,

ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass die KI da tatsächlich halluziniert hat. Inland Foreign Branch gibt's nicht. Es wurden sogar 1900 Inland und Newspaper Section ausgelagert, am alten Ort verblieb London und Foreign.

Die Inland Section hatte eigene Dreiecksstempel, im Bild Nr. 3497. Unten I.S., oben 10 als Unterscheidungsnummer. Ich gehe mal davon aus, dass das I im I FB Stempel eine 1 ist, jedenfalls eine Kennzeichnung des Geräts.


 
evwezel Am: 02.08.2026 16:50:15 Gelesen: 682# 40 @  
@ Gauss [#39]

Hallo Gauss,

vielen Dank für diese Ergänzung! Ich möchte hier auch noch einen Artikel zu diesem Thema teilen, der dem Canadian Philatelist (Nov./Dez. 2002) entnommen wurde. Ich entschuldige mich im Voraus dafür, dass dies nichts mit Firmenlochungen zu tun hat.



Viele Grüße

Emiel
 
Gauss Am: 02.08.2026 17:10:34 Gelesen: 673# 41 @  
@ evwezel [#40]

Sehr interessant, danke.
 
evwezel Am: 02.08.2026 21:11:09 Gelesen: 647# 42 @  
Liebe Sammlerfreunde,

lass uns wieder zum eigentlichen Thema zurückkehren.

Ich besitze den Katalog der britischen Firmenlochungen leider nicht. Trotzdem habe ich versucht, die folgenden Firmenlochungen zu identifizieren.



Wenn ich mich nicht irre, gehört die Firmenlochung „S M / & Co.“ zu der Bankiersfirma Samuel Montagu & Co. Siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Samuel_Montagu_%26_Co.

Zunächst habe ich noch eine Firmenlochung mit den Buchstaben „HB":



Sie gehört vermutlich zu Hunter, Barr & Co. Ltd, 57 Queen St, Glasgow.

Könnte jemand diese Information bestätigen?

Viele Grüße

Emiel
 
Gauss Am: 02.08.2026 21:47:07 Gelesen: 636# 43 @  
@ evwezel [#42]

Samuel Montagu kann ich bestätigen bzw. sogar belegen. Von dem gibt's übrigens auch "protective underprints" (welche ich natürlich nicht zeigen kann, die sind selten).


 
evwezel Am: 02.08.2026 21:50:17 Gelesen: 634# 44 @  
@ Gauss [#43]

Das ist wirklich ganz toll, vielen Dank!
 
evwezel Am: 02.08.2026 23:16:12 Gelesen: 624# 45 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich zeige hier die letzte Firmenlochung für heute. Diesmal habe ich allerdings wirklich keine Ahnung, für welche Firma die Buchstaben „H & P“ stehen:



Viele Grüße

Emiel
 
DERMZ Am: 03.08.2026 02:43:31 Gelesen: 590# 46 @  
@ evwezel [#45]

Guten Morgen Emiel,

H&P steht für Huntley & Palmer Ltd Wholesale Biscuit & Cake Manufactors, 46 Market Place, Reading

Happy day wünscht Olaf
 
evwezel Am: 03.08.2026 06:30:26 Gelesen: 587# 47 @  
@ DERMZ [#46]

Hallo Olaf,

vielen Dank für deine Hilfe!

Emiel
 
evwezel Am: 05.08.2026 06:49:09 Gelesen: 484# 48 @  
@ Gauss [#39]

Gauss, aus welcher Quelle stammt diese Abbildung?

Viele Grüße

Emiel
 
Gauss Am: 05.08.2026 08:57:08 Gelesen: 439# 49 @  
@ evwezel [#48]

Aus Postmarks of England & Wales, von James A. Mackay.


 
evwezel Am: 05.08.2026 09:10:36 Gelesen: 435# 50 @  
@ Gauss [#49]

Vielen Dank!

Emiel
 

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