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Thema: DPAG: Neuregelung des Warenversandes ins Ausland
Das Thema hat 43 Beiträge:
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philapit Am: 15.01.2020 09:34:29 Gelesen: 1090# 19 @  
Hallo,

mit Aufschrift - Bitte nicht knicken - Fotos - hilft auch gegen Diebstahl und Neugierde.

MFG
philapit
 
alemannia Am: 15.01.2020 09:46:53 Gelesen: 1082# 20 @  
@ philapit [#19]

Hallo zusamen,

naja,das mit der Aufschrift "Fotos" dürfte doch wohl eher nicht ratsam sein.

Fotos sind keine Dokumente im Sinne dieser Beförderungsart, oder?

Gruß
Guntram
 
uli Am: 15.01.2020 10:25:54 Gelesen: 1064# 21 @  
darf niemand bei der Post die Sendungen öffnen oder durch Tasten Vermutungen zum Inhalt anstellen

Was einem in der Praxis nicht viel hilft, denn das Ganze ist ein ziemlicher Graubereich, wie ich aus meinem Job weiß. Schriftliche Antwort auf eine Anfrage an unseren KeyAccounter bei der DPAG, weil wir immer wieder Probleme mit zurückkommenden Sendungen für unsere Standorte im Ausland haben (sinngemäße Wiedergabe): Auslandsendungen können zurück an den Absender gehen, wenn z.B. die berechtigte Vermutung besteht, dass der Brief nicht an den Empfänger zugestellt werden kann. Ähnlich sieht es aus, wenn der Inhalt aufgrund der Verpackung nicht durchleuchtet werden kann oder wenn der begründete Verdacht besteht, dass es sich um eine Warensendung handelt. Mein Bekannter bei der Bundesnetzagentur hat mir mündlich bestätigt, dass die DPAG da einen recht großen, eigenen Ermessensspielraum hat. Die einzige Chance, dass sich da was ändert, sind richtig viele Kundenbeschwerden bei der Bundesnetzagentur aufgrund unberechtigter Nichtbeförderung oder Portonachforderungen.

Gruß
Uli
 
ligneN Am: 15.01.2020 14:39:26 Gelesen: 999# 22 @  
@ Peter aus Oststeinbek [#15]

Journalist [#17] hat "vollumfänglich" recht.

Am 14.1.19 schrieb ich:

"Ein Bekannter ist e-bay Händler und fragte bei der Posthotline telefonisch nach. Demnach sind Briefmarken oder Briefe / Karten nach wie vor als Inhalt zugelassen. (..)
Auf dem Auslandszollaufkleber CN22 muß documents (philatelic oder philately) angegeben werden."

Die Tickboxen für Dokumente ankreuzen dito.

Es ist NB nicht verboten, "philatelic" mit phil. abzukürzen (Diebstahlsvermeidung) oder "recent covers/clippings" zu erläutern.

Meine +-25 jährlichen nicht eingeschriebenen Sendungen nach Kanada, Japan usw. nicht EU kamen noch nie zurück.

Hinweise von angeblich postvorschriftskennenenden Oberhofbeamten hier im Forum, daß das "lediglich durchgeschlüpft" sei und alle Zuständigen sofort zu entlassen - insbesondere im Ausland! (*schnauf*) - freundlich verbeten.

Eine Prüfung von Briefen als "möglicherweise Waren enthaltend" bei Aufgabe am Schalter ist unzulässig. Das mag bei Dingen, die wie Bücher (Gewicht) aussehen, ein freundlicher Service vom Profischaltermensch sein, habe ich schon mitbekommen: Da geht es dann um mögliche Zurückweisung von den DP-Auslandsaustauschstellen.

Ansonsten würde ich mir aber ein andere (betaste- und "stasi"freie) Postfiliale suchen.
 
22028 Am: 15.01.2020 14:49:38 Gelesen: 993# 23 @  
@ ligneN [#22]

Und wie verhält es sich da mit zusätzlicher Versicherung welche bei Auslandseinschreiben ja nach wie vor möglich ist?

Wenn da was verloren geht, der Brief z.B. mit € 500 versichert ist und die Post sich dann weigert den Schaden zu ersetzen da eine Ware (Briefe/Briefmarken/Philatelistische Artikel drin waren?

Eine mündliche Aussage der Hotline wäre mir da nicht genug.
 
Journalist Am: 15.01.2020 15:39:51 Gelesen: 970# 24 @  
@ ligneN [#22]

Hallo an alle,

die Vermutung oder das Gerücht, das bei den DP-Auslandsaustauschstellen Sendungen wegen Verdachts auf Wareninhalt zurück geschickt werden sollten, ist ein Märchen.

Ich zahle demjenigen, der mir einen solchen retournierten Beleg im Original mit allen entsprechenden postalischen Vermerken vorlegen würde, 25 Euro !

Ich bin mir sicher, das ich diese Summe aber nie zahlen muss. Dieser Aufruf gilt ab sofort bis Ende März 2020. Allerdings zählen dabei keine Umschläge, bei denen absichtlich das Porto falsch bezahlt wurde oder sei es wegen Formatüberschreitungen (Verstoß gegen die AGB) oder Gewichtsüberschreitungen, oder wiederverwendeter Briefmarken oder gefälschter Briefmarken und die aus diesen Gründen von der Entgeltsicherung der Post zu Recht retouniert werden.

Ich suche nachweislich entsprechende Retourensendungen, bei denen ein eindeutiger Postvermerk enthalten ist, das die Sendung falsch deklariert wurde (das es sich also angeblich nicht um eine Briefsendung sondern um eine Warensendung handeln würde) und das diese deshalb zurück geschickt wurde.

Briefmarken und Briefumschläge sind für mich postgeschichtliche Dokumente, hier muss man natürlich bei einem Schadensfall genau überlegen, was man als Inhalt angibt. Wählt man hier die falschen Schlüsselwörter, die in den AGB sowieso ausgeschlossen waren bzw. explizit erwähnt wurden, hat man dann natürlich keinen Rechtsanspruch auf eine Entschädigung. Dies ist aber auch bei vielen anderen Versicherungsfragen ähnlich.

Viele Grüße Jürgen
 
uli Am: 15.01.2020 16:24:49 Gelesen: 950# 25 @  
@ Journalist [#24]

Die 25.- Euro werde ich leider nicht einsacken können. Ich kann nur meine Erfahrungen und die möglichen Gründe für Retouren weitergeben, die uns die DPAG genannt hat. Wir versenden seit letztem Jahr die Auslandpost mit Spring Global Mail, u.a. weil wir mit der DPAG nicht zufrieden waren. Spring ist (nicht nur) in dem Punkt offensichtlich deutlich toleranter als die DPAG. Wir hatten u.a. zum Jahreswechsel problemlos mehrere hundert Briefe mit Schreibwaren ins Ausland versendet.
 
ligneN Am: 15.01.2020 17:03:19 Gelesen: 930# 26 @  
@ Journalist [#24]

Betr. Märchen: Selbst belauscht, das sagte der Schaltermensch dem Kunden vor mir in der Schlange (mit Verweis auf interne Anweisung).
 
Peter aus Oststeinbek Am: 15.01.2020 17:56:45 Gelesen: 900# 27 @  
Hallo zusammmen,

den Vermerk "Fotos" habe ich oft verwendet, seitdem sind keine Sendungen mehr verschwunden, trotz philatelistischer Frankatur!

Teilweise versende ich als Großbrief, die lassen sich nicht so einfach unterschlagen und kamen ebenfalls mit "bunter" Frankatur an.

Ich würde ja ins Ausland auch als Warensendung verschicken, wenn denn diese Sendungsform auch für Privatpersonen zugelassen wäre. Wobei hier keine Briefmarken verklebt werden dürfen (wozu gib es eigentlich die blöden hohen Werte?). Anstatt einfach auf "Päckchen" zum zehnfachen Preis abzuschieben sollte eine adäquate Alternative angeboten werden wenn Waren in Briefen angeblich Probleme machen.

Hier noch eine interessante Seite zu diesem Thema:

https://www.paketda.de/news-dokumente-brief-international.html

Schönen Gruß, Peter
 
Fridolino Am: 16.01.2020 15:52:41 Gelesen: 802# 28 @  
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Post selbst sich ja auch nicht an ihre eigenen Regeln hält.

Neuheiten-Abos nach Österreich werden nach wie vor als Brief verschickt, wie mir ein dortiger Abonnent mitteilte.

Viele Grüße
Fridolino
 
Journalist Am: 16.01.2020 16:14:32 Gelesen: 787# 29 @  
@ ligneN [#26]

Hallo,

ja es stimmt, man hat den Leuten am Schalter erzählt, das die Post intern das kontrollieren würde (das haben mir Mitarbeiter vom Schalter von Postbankfilialen persönlich gesagt), dies ist aber falsch ! (dies ist ein Teil des Märchens).

Eine Kontrolle wäre ein Verstoß gegen das Postgeheimnis.

Dies zeigt ja auch der Test von Paketda. Ich könnte meine Summe von 25,00 Euro auch verdoppeln, ich bin mir aber sicher, das ich diese trotzdem nie zahlen muss.

Viele Grüße Jürgen
 
22028 Am: 16.01.2020 16:15:18 Gelesen: 786# 30 @  
Kann man da mal ein Bild sehen und evtl. bei der Deutschen Post nachfragen, was da nun wirklich Sache ist?
 
Peter aus Oststeinbek Am: 19.01.2020 21:03:57 Gelesen: 617# 31 @  
@ 22028 [#30]

Ich habe gerade einen etwas sarkastischen aber trotzdem freundlichen Brief an den Kundenservice Bonn geschrieben. Per Internet geht ja leider nicht, man bekommt dort nur Antworten auf Fragen, die gar nicht gestellt wurden.

Wenn eine Antwort eingeht gebe ich sie weiter.

Schönen Gruß, Peter
 
London-Dieter Am: 20.01.2020 00:25:47 Gelesen: 575# 32 @  
@ drmöller_neuss [#2]

Ich habe immer ein Fach, wo ich doppelte oder beschädigte ausländische Marken für solche Zwecke sammle.

Das zieht mir die Schuhe aus!

Der arme Sammler, der Ihre Post mit beschädigten Marken bekommt! Da kommt bestimmt keine Sammler-Freude auf und Enthusiasmus für sein Hobby, weil Sie persönlich sparen. Das erforderliche Porto muss sowieso aufgeklebt werden, warum dann nicht einwandfreie Marken?

London-Dieter
 
London-Dieter Am: 20.01.2020 01:42:06 Gelesen: 562# 33 @  
Eines habe ich scheinbar hier im Thread generell verpasst oder nicht richtig verstanden:

Wie lautet eingentlich die Begründung der D.P. AG dafür, warum "Waren" im Brief nicht mehr verschickt werden dürfen? Das riecht in erster Linie für mich nach Profit-Maximierung.

Da ich in England wohne, stellt sich mir diese Situation nicht - oder hat mein Postmaster Internationale oder EU-Bestimmungen verschlafen?

Mögliches Argument "Sicherheit für den Kunden"? Trifft präzise hier auf der Insel nicht zu, das Postpersonal klaut sprichwörtlich wie die Raben.
Einschreiben eingeschlossen (mehrere persönliche Erfahrungen).

Und der umgekehrter Transportweg?

Seit 4 Wochen ist ein Einschreiben (am 28.12.19 aufgegeben) mit Briefmarken eines ebay Händlers aus Deutschland an mich verschwunden. Tracking ist auf beiden Seiten widersprüchlich, die deutsche Seite erklärt:

"The item was handed over to the International Logistics Center on 06.01.2020 to be forwarded to the country of destination. Unfortunately the tracking and tracing of the destination country dös not offer a data interface with the tracking and tracing of Deutsche Post AG. Further information may be provided by the website of the country of destination."

(knapp: am 6.1.20 an das Int. Logistik Center übergeben zur Weiterleitung. Das Empfängerland bietet keinen Datenaustausch für Verfolgung von DP AG. Weitere Information auf der Website des Empfängerlandes).

Beachtlich, denn siehe was die englische Post an Daten hat:

Die englische Royal Mail antwortet auf die Verfolgung:
"In Transit - This item is now leaving the originating country. More information will be available when it arrives in the UK."
(knapp: Das Poststück verläßt nun das Ausgangs-Land. Weitere Information gibt es, wenn es in UK ankommt.
- Item Thursday 02 January
08:44pm Item received at Germany (Poststück empfangen in Deutschland)
- Updated on: Sunday 05 January
11:23pm Item Leaving overseas Germany (Poststück verläßt Deutschland)

Fazit und auf einen Nenner gebracht: Die Deutsche Post kann angeblich nicht nachprüfen, was mit dem Einschreiben passiert ist, weil der englische Datenaustausch für Tracking hier angeblich nicht geboten wird - die Engländer behaupten es verlässt seit nunmehr fast 3 Wochen Deutschland und wenn es kommt, können sie mir entsprechend Bescheid geben.

Es ist nicht feststellbar, auf wessen Seite die Sendung verschwunden ist. Vielleicht in den Ärmelkanal gefallen, Weiterbeförderung als Flaschenpost?

Und für Episoden dieser Art muss man auch noch entsprechend tief in die Tasche greifen. Da stellt sich die Frage: für was eigentlich?

Nachdem ich hier die Beiträge gelesen habe, muss ich der Deutschen Seite des Einschreibens klarmachen, dass die anstehende Verlustmeldung in Hinsicht auf den Inhalt des Einschreibens "Papiere" beinhalten sollte.
 
DL8AAM Am: 20.01.2020 05:39:30 Gelesen: 545# 34 @  
@ London-Dieter [#33]

Das ist ein Ausfluß aus den aktuellen Bestimmungen der UPU, siehe [1].

Einige Länder sehen die neuen Regeln eben enger und genauer als andere bzw. setzen die neuen Regeln schneller um ;-)

Wobei die Hintergründe u.a. im verzerrenden Porto bzw. internationalen Verrechnungen für eCommerce-Sendungen, die als Briefpost versendet wurden, liegen. So konnte man sich ja z.B. 99 Cent-Artikel aus China für 99 Cent inklusive Porto schicken lassen. Im Prinzip heisst es jetzt, dass man nun Waren eben nicht mehr über die günstigen internationalen UPU-Verrechnungsverfahren für Briefpost austauschen (=exportieren) kann. Ein Brief soll eben auch ein Brief sein, die UPU nennt das halt etwas verwirrend "documents". Und "documents" werden in den UPU-Regelwerk, definiert als "... any piece of written, drawn, printed or digital information, excluding objects of merchandise". Für Waren soll eben der Warenversand genutzt werden, der im UPU-Austauschverfahren erheblich höher (fairer) untereinander verrechnet wird. Es soll so verhindert werden, dass sich Exportländer ihre Exportkosten durch die importierenden Länder sogar noch subventionieren lassen können. Speziell China, dass UPU-technisch noch immer als "Entwicklungsland" gilt und somit noch viel günstigere Verrechnungssätze für den UPU-Briefaustausch nutzen kann.

Das hier auch private Versender getroffen werden, ist lediglich ein Kollateralschaden.

Gruß
Thomas

[1] http://www.upu.int/uploads/tx_sbdownloader/actInThreeVolumesManualOfConventionEn.pdf
 
Journalist Am: 20.01.2020 08:56:50 Gelesen: 509# 35 @  
@ London-Dieter [#33]

Hallo London-Dieter und alle:

bezüglich der Sendungsverfolgung ist die Deutsche Post beim internationalen Versand für ihre Kunden auf Steinzeitniveau - ein gutes Gegenbeispiel ist die Schweiz, wo es schon seit etlichen Jahren besser geht.

Nun aber noch mal zu der UPU-Nachfrage - dazu vielleicht eine interessante Grafik, die alles etwas anschaulicher darstellt:



Es handelt sich hier um einen Auszug aus dem aktuellen "Postal TRansport Guide" mit einer Infografik mit allen internationalen Versandarten

Ergänzend dazu noch ein Ausschnitt aus den selben Unterlagen mit dem Unterschied zwischen "small packets" (Warenpost International in Deutschland) und großen "parcels" (Paketen):



Sowie als letzter Ausschnitt noch eine weitere Info dazu:



Wie natürlich auch schon Thomas richtig schreibt, hat speziell China den bisherigen Weltpostvertrag gnadenlos ausgenutzt, da es dort noch als Entwicklungsland gilt. Wie auch folgender Auszug aus einer Grafik der Wirtschaftswoche zeigt:



Hier haben viele Länder, besonders die USA aber auch Deutschland und andere europäische Länder große Verluste eingefahren. Daher wollten die USA aus dem Weltpostvertrag austreten. Deshalb gab es letztes Jahr eine außerordentliche Vollversammlung, bei der man einen Kompromiss gefunden hat.

Dieser Kompromiss kann aber leicht durch eine Art des "Remailings" weiter umgangen werden. Wenn man sich die Warenströme aus China anschaut und sieht welche Freimachungsvermerke aufgebracht sind, so kommen hier Länder wie die Philippinen, Vietnam oder sogar Tonga vor. Diese Länder zählen aber weiterhin als Entwicklungsländer bei der internationalen Abrechnung und man macht hier weiter große Verluste beim Zustellen der Sendungen.

Ganz zu schweigen, von der mangelhaften Einbehaltung der MWST, so dass diese Verkäufer bis zu 40% Preisvorteil haben und so der heimischen Wirtschaft kräftig schaden.

Soweit einige ergänzende Infos zu dieser spannenden Materie.

Viele Grüße Jürgen
 
jmh67 Am: 20.01.2020 10:21:44 Gelesen: 477# 36 @  
@ DL8AAM [#34]
@ Journalist [#35]

Nichtsdestoweniger scheint mir, dass die UPU mit der "merchandise"-Regel das Kind mit dem Bade ausgeschüttet hat und damit eigentlich alles nur komplizierter macht. Wozu gibt es eigentlich überhaupt noch die unterschiedlichen Abrechnungen für verschiedene Länder? Die erschließen sich mir nicht. "Normale" Post aus China oder Vietnam nach Europa ist ja so billig auch nicht mehr, z. B. umgerechnet etwa 70 bis 90 c für eine Postkarte, andere "Entwicklungsländer" haben sogar noch viel höhere Preise bis zu fast 3 EUR, und wenn da Otto Normalverbraucher schon so viel löhnen muss, warum nicht auch die Versandhändler?

-jmh
 
Peter aus Oststeinbek Am: 20.01.2020 13:25:40 Gelesen: 442# 37 @  
@ Journalist [#35]

Hallo Jürgen,

sehr interessant, aber was hat das Ganze mit der Deutschen Post zu tun?
Wenn ich z.B. für eine simple Tafel Schokolade NACH Übersee 16 Euro Porto bezahlen soll, dann ist das für mich reinste Abzocke. Wenn "Waren" als Warensendung verschickt werden sollen, warum dürfen dann Privatkunden keine Warensendungen aufgeben?

Den Asiaten ist das völlig egal, die sind davon ja nicht betroffen.

Nebenbei bemerkt: Ich würde viele Dinge lieber aus deutscher Produktion kaufen wenn es sie denn gäbe!

Meistens ist nicht einmal der Hersteller angegeben, sondern der Importeur oder "hergestellt für ...". Aber das ist ein anderes Thema.

Schönen Gruß, Peter
 
saeckingen Am: 20.01.2020 13:59:55 Gelesen: 427# 38 @  
Meine Güte, warum muss man alles so künstlich aufblasen?

Wenn ich als Privatkunde eine Tafel Schokolade im Brief versenden will, dann mache ich das doch einfach. Die Deutsche Post darf den Sendungsinhalt nicht prüfen und daher läuft der Brief ganz normal durch! Einfach frankieren und in den Briefkasten - fertig! Ich habe seit der Umstellung über 100 Bücher in alle Welt im Brief verschickt - nicht eine Sendung ging verloren und keine einzige kam zurück oder hat sonstige Probleme bereitet.

Das einzige, was sich faktisch verändert hat, ist die Tasache, dass man für Waren im Brief keine Haftung beim Einschreibe- bzw. Wertversand hat. Ersteres ist aber auch nicht wirklich problematisch, da die Haftung auch bisher nur bis zu einem Wert von ca. € 28 Euro bestand und wenn der Wert höher war, überhaupt nicht mehr gehaftet wurde. Für gerade einmal € 28 "Versicherungssumme" lohnt es sich auch nicht, € 3.50 Zuschlag zu bezahlen. Da statistisch zum Glück (noch) nicht jedes 8. Einschreiben verloren geht, trägt man dieses Risiko lieber gleich selbst und spart dabei! Normale Briefe haben dazu noch geringere Verlustquoten als Einschreiben!

Grüße
Harald
 
DL8AAM Am: 20.01.2020 15:34:48 Gelesen: 387# 39 @  
@ Journalist [#35]

Wobei der angebebene Gewinn bzw. der Verlust (Stand 2019) durch eventuelle Konsolidiererrabatte nicht ganz richtig gerechnet ist, denn den angegebenen Referenzsatz von damals 1,45 zahlt in D (bis auf die handvoll von Privatversendern) kaum jemand, auch wenn in der Frankatur optisch 1,45 erscheint.

Für die Deutsche Post DHL kommt "verlustminimierend" (bzw. sogar gewinnbringend) noch hinzu, dass DHL selbst einer der größten Remailer weltweit ist. Wenn nicht sogar der größte - neben Spring/PostNL oder ASENDIA/La Poste/Swiss Post. In China betreibt unsere Deutsche Post DHL diverse Niederlassungen und Hubs. DHL sammelt ja auch selbst in China, und über entsprechende eCommerce (-Händler) unterstützende Logistiker ("eine Art von Waren-Konsolidierern"), eCommerce-Sendungen von chinesischen Online-Händlern (aber auch "document"-Post und "Express") ein, transportiert diese (mit eigenen Fliegern) nach Europa und schleust diese dann in D in das eigene DPAG-Netz oder auch über andere EU-Ländern in den UPU-Kreislauf ein. Für den Philatelisten kommen da oft sehr interessante Belege zustande, den Einzelhänder um die Ecke bricht das aber trotzdem das Genick.

Beste Grüße
Thomas
 
DL8AAM Am: 20.01.2020 22:37:03 Gelesen: 309# 40 @  
Zum Thema "Warensendungen", zwar aus Deutschland - aber über die Österreichische Post, kam gerade etwas über die Postmaster Online Platform:

Austrian Post International weitet Deutschlandgeschäft aus

20.01.2020

Mehr Fläche, schnellere Anbindung, erweitertes Leistungsportfolio - das neue Operations Center der Austrian Post International Deutschland GmbH in Troisdorf-Spich ist Ausdruck des kontinuierlichen Unternehmenswachstums.

Insbesondere das Segment Warensendungen soll ausgeweitet werden. Das neue Operations Center hat Anfang Januar seinen Betrieb aufgenommen. Hier stehen jetzt 40 Prozent mehr Hallenfläche für die Verarbeitung von Geschäftspost, Werbesendungen und Bücher-/Warensendungen zur Verfügung. Die Sendungen werden innerhalb Deutschlands sowie in mehr als 200 Länder weltweit verschickt. (...) Auch am neuen Standort verarbeitet das Extraterritorial Office of Exchange (ETOE) Auslandssendungen im Namen der Österreichischen Post AG. Dadurch ist ein Versand direkt aus Deutschland in das jeweilige Zielland mit entsprechend kürzeren Laufzeiten möglich.

https://postmaster-magazin.de/index.php/top-news/sendung/19694-austrian-post-international-weitet-deutschlandgeschaeft-aus.html
 
London-Dieter Am: 21.01.2020 16:45:21 Gelesen: 247# 41 @  
@ Journalist [#35]

Danke für die Informationen. Da steckt dann doch mehr dahinter, als man vor dem Schalter als Kunde vermutet.

Beste Grüße aus London,
Dieter
 
ligneN Am: 21.01.2020 16:59:28 Gelesen: 235# 42 @  
@ 22028 [#23]

https://www.deutschepost.de/de/b/briefe-ins-ausland/wertbrief-international.html#

https://www.deutschepost.de/de/b/briefe-ins-ausland/haeufige-fragen.html

1) Meines Wissens konnte man schon seit Jahren keine Briefmarken versichert (aka Wert) ins Ausland versenden, weil die Post sie in ihren Valorenklassen gestrichten hatte. Versteigerer haben stets private Versicherungen, das hat schon einen Grund.

Bei höherwertigem half nur Fdex o.ä. und die Hoffnung, daß keiner in einen flachen/platten 100g Umschlag reinschaut.

Mit der Angabe phil documents versende ich nur Kleinkram / aktuelle Briefausschnitte für Freunde im Ausland

2) Meine Anfrage ist betagt.

Vielleicht einfach mal selbst anfragen (mit Zitat betr. "philatelistische Dokumente") und einen aktuellen Stand herausfinden.
 
22028 Am: 21.01.2020 17:14:24 Gelesen: 222# 43 @  
@ ligneN [#42]

Nein, Briefmarken und Briefe durften im Wertbrief ins Ausland versandt werden, ich hatte selbst mal 2 verlorene Wertbriefe nach Frankreich und bekam die Kosten erstattet, nun ist es aber anders.
 

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