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Thema: Die ersten Briefmarken von 1840 bis 1899
Das Thema hat 76 Beiträge:
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10Parale Am: 23.03.2019 21:00:21 Gelesen: 1343# 52 @  
@ marc123 [#51]

Hallo Marc,

genau diese Frage beschäftigt mich wesentlich.

Meine französischsprachige Literatur hat mich aufgeklärt, dass die 20 Centimes auf insgesamt 6 Platten gedruckt wurde. Wenn du die obige Platte genau anschaust, siehst du auf der rechten Seite an Position 92, 110 und 148 eine auf dem Kopf stehende Marke.
Bei der Platte 2 gab es dies auf Position 93 und auf Platte 3 auf Position 115.

Es gab also bei weitem nicht die Anzahl von Platten wie bei der One Penny Black, aber diese Kopfsteher finden sich während der gesamten Herstellungszeit, die bis ins Jahr 1850 dauerte. Ich denke es war eine Spielerei von Jean Jacques Barre, der die Urplatte (Kupfer) gravierte. (Herstellung: Typographie) Barre und Hulot waren sehr verspielt, denn es gibt auch eine Marke im lithographischen Druck.

Übrigens wurden 10.600.000 Marken zerstört, als die Herstellung der Marke eingestellt wurde.

Bei einer Corinphila Auktion im Jahr 1998 wurde ein Brief mit solch einem tete-beche Paar von Sedan nach Verdun für 30.000 Schweizer Franken verkauft.

Die Zeitschrift LE TIMBRE-POSTE (Ausgabe No.91 vom Juli 1954) hat mir bei meinen Recherchen sehr geholfen (siehe Scan).

Liebe Grüße

10Parale


 
Cantus Am: 24.03.2019 01:38:38 Gelesen: 1310# 53 @  
Peru, Ausgabe vom 1.Februar 1871, UNA PESETA in gelb, gestempelt am 13.5.1876.



Viele Grüße
Ingo
 
marc123 Am: 24.03.2019 09:20:18 Gelesen: 1287# 54 @  
@ Cantus [#53]

Hallo Ingo,

das ist aber keine Nr. 1 von Peru sondern eine Nr. 15 nach Yvert u. Tellier (es geht ja hier im Thema um die ersten). Die ersten beiden Marken Perus erschienen laut Michel bereits am 1. Dezember 1857. Ich kann aber leider keine zeigen, da ich keine habe.

@ 10Parale [#52]

Hallo 10Parale,

danke für deine Ergänzungen. Ich habe mal im Michel und bei Yvert nachgeschaut. Bis auf die Nr. 5 (40 centimes) werden alle 7 Marken der ersten Ausgabe bewertet. Einige sind wesentlich seltener und teurer als andere. Ob die Nr. 5 als Kehrdruck existierte oder nur nicht nachgewiesen ist entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Liebe Grüße
Marc
 
Martin de Matin Am: 24.03.2019 09:47:40 Gelesen: 1281# 55 @  
Gemäß Stanley Gibbons Katalog verausgabe der indische Feudalstaat Sirmoor seine erste Marke (in grüner Farbe) im Juni 1878. Der Michelkatalog gibt das Jahr 1879 an.



Von dieser Marke erschien 1892 eine staatliche Nachahmung der Nr.1 mit aufgedruckter Zähnung (MiNr. I).



Die beiden Marken sollte man nicht miteinander verwechseln (Nr.1 ist gebraucht wesentlich seltener als Nr. I), wie es vor ca. einem Jahr bei einer Auktion geschehen ist, und wie es bei einer aktuellen Auktion wieder der Fall ist.

In der naher Zukunft werde ich die Marken von Sirmoor als eigenes Thema vorstellen.

Gruss
Martin
 
10Parale Am: 24.03.2019 16:32:30 Gelesen: 1248# 56 @  
@ marc123 [#54]

Ob die Nr. 5 als Kehrdruck existierte oder nur nicht nachgewiesen ist entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Ich habe selbst noch einmal bei Maury nachgeschaut, auch dort keine Hinweise und Bewertung einer Michel Nr. 5 tete.becge, 40 Centimes erhalten können.

Die ersten 6 Marken mit dem Motiv CERES. Die teuerste dürfte die Michel Nr. 6 **/* sein.

Liebe Grüße

10Parale


 
Martin de Matin Am: 27.03.2019 15:47:18 Gelesen: 1195# 57 @  
@ Pepe [#49]

Bist du dir sicher, das0s deine drei gezeigten Marken wirklich von der Erstausgabe Ungarns sind? Die Erstausgabe von Ungarn ist im Steindruckverfahren hergestellt worden und wurde am 1.5.1871 verausgabt. Die Nachfolgeausgabe (MiNr. 8-13) ist im Stichtiefdruckverfahren hergestellt worden, deren früheste bekannte Verwendung je nach Wertstufe zwischen Mitte Juni und Mitte September 1871 liegt. Die Farben der Erstausgabe sind deutlich matter als bei der Folgeausgabe. So ein leuchtendes grün wie bei deiner 3Kr zum Beispiel, ist mir nur von der zweiten Ausgabe bekannt. Auch das Druckbild bei der Erstausgabe sieht farblich einheitlich aus ohne hell-dunkel Farbbild (z.b.gekreuzte Hintergrundlinien zum Portraitkreis/ Wertangabe)wie es bei der der zweiten Ausgabe der Fall ist. Das Druckbild des Steindrucks ist auch gröber.

Als Vergleich zeige ich unten eine 5 Kr. und eine 10 Kr., wobei links der Steindruck und rechts der Stichtiefdruck zu sehen ist.



Man kann auch die Rückseite der Marke betrachten. Bei der zweiten Ausgabe tritt öfters (nicht immer) deutlich eine rückseitig erkennbare Einprägung des Markenbildes hervor, welches bei der Erstausgabe nie der Fall ist. Auf der unten gezeigten Abbildung kann man (hoffentlich) dieses bei den ovalen Wertangabeschildern sehen.



Ein weitere Hilfe ist auch das Stempeldatum; da eine Verwendung ab 1873 für die nur kurz im Umlauf gewesene Erstausgabe sehr unwahrscheinlich ist. Auch auf der von Harald aufgeführte Wikipediaseite werden wohl auch Stichtiefdruckmarken gezeigt. Typische Farben bei der 3 Kr. und der 25 Kr. Bei deiner und bei der auf Wikipededia abgebildeten 2 Kr. ist jeweils das Stempeldatum 1874. Vielleicht kann ja jemand noch die anderen Werte als Gegenüberstellung zeigen.

Gruss
Martin
 
Thomas S. Am: 27.03.2019 18:27:43 Gelesen: 1166# 58 @  
@ Martin de Matin [#57]


Hallo Zusammen,

da kann ich etwas beitragen. eines meiner Lieblingsstücke ist diese 2 Kreuzer orange, Steindruck, auf Drucksachenhülle nach Wien, Michel Nr. 1 a. auf der Rückseite ist der Ankunftsstempel mit 17/8/1871.

Die matte Farbe des Steindrucks müsste auf dem scan gut zu sehen sein.



Viele Grüsse
Thomas
 
Pepe Am: 27.03.2019 21:09:57 Gelesen: 1137# 59 @  
@ Martin de Matin [#57]

Ich gebe zu, so 100% sicher bin ich mir nicht. Ich freue mich über Deine Frage. Ins geheim hätte ich sie allerdings von der 'Arge Ungarn' erhofft. Nun, um dies abzuklären sollten wir allerdings ein neues Thema eröffnen. Ich werde dies mit hochauflösenden Scans in kürze tun und bitte erst dort wieder einzusteigen. Somit bitte ich um Entschuldigung, sollten die Katalognummern im [#49] nicht korrekt sein und verweise auf das Thema:

Ungarn Klassik bis 1900

@ Thomas S. [#58]

Solche Lieblingsstücke sind hier genau am richtigen Ort und ich denke, sie werden vielen Sammlern Freude machen. Als Neuer hier findest Du ja schon hoch Interessantes auch im Klassikbereich. Also herzlich willkommen und frohen Mut dabei zu sein.

Nette Grüße Pepe
 
Thomas S. Am: 28.03.2019 18:00:12 Gelesen: 1099# 60 @  
@ Pepe [#59]

Hallo Pepe,

vielen Dank.

Herzliche Grüße
Thomas
 
Pepe Am: 28.03.2019 18:22:55 Gelesen: 1091# 61 @  
@ Thomas S. [#60]

Hallo Thomas,

könntest Du diesen schönen Beleg noch mal im Thema Ungarn Klassik bis 1900 einstellen. Dort findet gerade ein Stelldichein der ersten Ungarnmarken statt, und die würden sich freuen dieses nette Briefchen zu begrüßen. Hätte auch noch eine Frage dazu, ist hier nicht Thema.

Danke bis dahin, Pepe
 
Thomas S. Am: 28.03.2019 19:54:23 Gelesen: 1080# 62 @  
@ Pepe [#61]

:) Mach ich, muss nur noch herausfinden, wie ich den Text kopieren kann.

viele grüsse thomas
 
Thomas S. Am: 30.03.2019 15:36:35 Gelesen: 1026# 63 @  
@ Pepe [#32]
@ marc123 [#33]

Hallo Zusammen,

hier noch ergänzend die Michel Nr. 1 auf Brief von Gent:



Herzliche Grüsse
Thomas
 
Stamps99 Am: 04.04.2019 01:28:46 Gelesen: 921# 64 @  
Hallo,

die Nr 1 von Thurn & Taxis ist eigentlich keine - sie wurde erst 1854 verausgabt, 3 Jahre nach den ersten Markenausgaben. Sie diente zur Frankierung des Ortsbestellgeldes, vor ihrer Ausgabe musste bar frankiert werden, in seltenen Fällen wurde auch aufgrundet und überfrankiert.



Brief mit gut geschnittener Marke von Gera nach Heinrichshall. In ausgewählten benachbarten Orten galt ein ermäßigter Tarif von 1/4 Sgr wie bei Ortsbriefen. In der damaligen Zeit der günstigste Tarif, um einen Brief eine Meile weit zu bringen.

Gruß Ralf
 
10Parale Am: 04.04.2019 14:53:33 Gelesen: 867# 65 @  
@ Stamps99 [#64]

die Nr 1 von Thurn & Taxis ist eigentlich keine - sie wurde erst 1854 verausgabt, 3 Jahre nach den ersten Markenausgaben.

Kannst du das mal genauer erklären, im MOK (Michel Online Katalog) sehe ich gerade, dass Thurn & Taxis am 01. Januar 1852 eine Marke herausgebracht hat? Es geht mir nur um eine genaue Datierung (und man möchte es ja auch einem Laien erklären können).

In Baden gab es ja wohl ein ähnliches System mit dem Bestellgeld, aber die aufgeklebten Marken waren echte Briefmarken.

Liebe Grüße

10Parale
 
Cantus Am: 04.04.2019 15:13:08 Gelesen: 857# 66 @  
@ marc123 [#54]

Hallo Marc,

ich hatte die Überschrift dieses Themas anders verstanden als jetzt von dir interpretiert. So wie von dir dargestellt, soll es jeweils nur die erste Marke eines jeden Landes sein, der Text der Überschrift suggeriert aber die Annahme, dass hier die zuerst in der Zeit bis 1899 erschienenen Marken gzeigt werden sollen. Wenn die Überschrift genauer gewesen wäre, hätte ich hier einen anderen Beitrag gebracht.

Viele Grüße
Ingo
 
Stamps99 Am: 04.04.2019 15:21:31 Gelesen: 851# 67 @  
@ 10Parale [#65]

Hallo 10Parale,

gut, dass du nachfragst, es liegt ein Schreibfehler vor, es muss heißen: 2 Jahre nach den ersten Markenausgaben. Leider kann ich den Beitrag nicht mehr korrigieren.

Die ersten acht Marken wurden zum 01.01.1852 herausgegeben, es waren für den Kreuzer-Bezirk die Werte zu 1,3,6 und 9 Kr und für den Groschen-Bezirk die Werte zu 1/2, 1, 2 und 3 Gr.

Die Marken zu 3 Kr und 1 Gr mit geänderter Papierfarbe erschienen im Dezember 1853.

Erst danach, am 01.01.1854 wurde die Marke zu 1/4 Gr herausgegeben (die Marke zu 1/3 Gr erst am 01.07.1858!). Wenn es nach Chronologie der Ausgabe ginge, müsste sie demnach die Katalognummer 11 statt 1 haben, jedoch haben die Kataloghersteller die Ausgaben mit schwarzem Druck auf farbigem Papier zusammengefasst und nach Wertstufen geordnet, so ist die 11 zur 1 geworden.

Gruß Ralf
 
10Parale Am: 11.04.2019 21:00:46 Gelesen: 686# 68 @  
@ Stamps99 [#67]

Super, vielen Dank.

Monaco brachte seine ersten Briefmarken am 01. Juli 1885 heraus. Sie zeigen Fürst Charles III. (8. Dez. 1818 - 10. September 1889) Grimaldi, der 1856 den Thron bestieg.

Die erste Briefmarke ist eigentlich der Wert zu 5 C., die am 1. Juli 1885 erschien.

Die Michel Nr. 1 C. braunoliv erschien erst am 7. September 1885. Ich zeige eine postfrische Marke dieser Ausgabe. Vielleicht hat jemand einen echt gelaufenen Beleg.

So, nun haben wir 38 Ersties gezeigt und stehen eigentlich immer noch am Anfang einer langen Auflistung.

Liebe Grüße

10Parale

1 Großbritannien 06.05.1940
2 Postgebiet Zürich 01.03.1843
3 Brasilien 01.07.1843
4 Postverwaltung Genf 30.09.1843
5 Postverwaltung Basel 01.07.1845
6 Frankreich 01.01.1849
7 Belgien 01.07.1849
8 Bayern 01.11.1849
9 Österreich 01.06.1850
10 Preussen 15.11.1850
11 Dänemark 01.04.1851
12 Baden 01.05.1851
13 Niederlande 01.01.1852
Thurn und Taxis 01.01.1852
14 Luxenburg 15.09.1852
15 Kap der guten Hoffnung 01.09.1853
16 Norwegen 01.01.1855
17 Mecklenburg Schwerin 01.07.1856
18 Peru 01.12.1857
19 Argentinischer Bund 01.05.1858
20 Fürstentum Moldau 15.07.1858
21 Bulgarien 01.05.1859
22 Sierra Leone 21.09.1859
23 Rumänien 25.06.1862
24 Soruth (Ind. Feudal) November 1864
25 Bermuda Islands 25.09.1865
26 Straits Settlements 01.09.1867
27 Südafrikanische Rep. 01.05.1870
28 Ungarn 01.05.1871
29 Afghanisatan 1871
30 Deutsches Reich 01.01.1872
31 Montenegro 01.05.1874
32 Sirmoor (Ind. Feudal) Juni 1878
33 China Juli 1878
34 Nepal 1881
35 Monaco 01.07.1885
36 Mayotte 1892
37 Grande Comore 1897
 




 

Markus Pichl Am: 12.04.2019 01:46:58 Gelesen: 641# 69 @  
@ Pepe [#49]
@ Martin de Matin [#57]
@ Pepe [#59]

Hallo Pepe,

wie von Martin schon näher gebracht, handelt es sich bei Deinen Marken um solche, die im Stichtiefdruck hergestellt wurden und somit um MiNr. 8, 9 und 10

Im Februar 2013 hatte ich alle Marken Ungarn MiNr. 1 bis 6 und 8 bis 13 mehr- bis zigfach und habe damals alle bei einheitlicher Kalibrierung und einer Bildauflösung von 1200 dpi eingescannt. Das ist jetzt über 6 Jahre her und die Scans sind dank vorhandenem ICC-Profil auch heute noch aussagekräftig und nicht verblasst (smile, dass mit dem Verblassen von Scans ist natürlich nicht möglich, aber die Sache mit dem ICC-Profil ist schon wichtig, auch wenn es hier beim Hochladen verloren geht, wie in allen anderen Foren auch. Hingegen bei den Marken im Original selbst schon die Frage ist, ob sie in 50 oder 100 Jahren noch so aussehen werden?). Im Steindruck kommt es zu einer geringen Vielfalt und beim Stichtiefdruck zu einer weitaus größeren Vielfalt von Farbtönungen, als auch deren Helligkeitsstufen. Einige der Unterscheidungsmerkmale hat Martin bereits genannt.

Aus den Scans meiner damaligen Marken habe ich die nachstehenden Bilder zusammengestellt.

MiNr. 1 bis 6 = Steindruck



MiNr. 8 bis 13 = Stichtiefdruck



Hier noch Beispielhaft die Vielfalt an Farbtönungen der MiNr. 8 = Stichtiefdruck. Die späteren Auflagen werden immer gelber - auch Deine gelbe MiNr. 8 ist im Jahre 1874 gestempelt. Das erinnert in gewisser Weise an Sachsen MiNr. 15 und Württemberg MiNr. 41, dass späte Auflagen im Farbeindruck immer gelber werden.



Steindruck und Stichtiefdruck im direkten Vergleich. Beide Marken in ZENGG entwertet, was ich obendrein als besonders reizvoll erachte.



Man beachte auch den Bart des Kaisers ...grübeldenk... bzw. im Falle Ungarns Königs beachten!

Beste Grüße
Markus

P.S.

Leider hat man hier im Thema auch Bilder verwendet, die aus fremder Bildquelle stammen, ohne das darauf hingewiesen wurde. Wer Bilder aus fremder Bildquelle zeigt, der muß sogar darauf hinweisen. Selbst achte ich sehr darauf, derartige Angaben konsequent in meinen Beiträgen zu machen, im Falle ich Bilder aus fremder Bildquelle verwende.
 
Markus Pichl Am: 12.04.2019 17:27:53 Gelesen: 520# 70 @  
Hallo,

aus meiner überschaubaren Sammlung klassischer Briefmarken bis 1900 möchte ich hier mit MiNr. 1 der Regierung ROMAGNA gerne noch einen weiteren Beitrag leisten.

1/2 Baj. schwarz auf strohgelb, verausgabt am 1.September.1859, ungebraucht mit Originalgummierung und Falzresten, signiert Pfenninger.



Beste Grüße
Markus
 
marc123 Am: 12.04.2019 18:33:19 Gelesen: 492# 71 @  
@ Markus Pichl [#70]

Hallo Markus,

danke fürs Zeigen.



Ich kann zu dem Gebiet einen Beleg mit einer 4 Baj. bieten. Brief vom 23 November 1859 von Bologna? nach Venezia.

Liebe Grüße
Marc
 
Martin de Matin Am: 14.04.2019 22:00:21 Gelesen: 404# 72 @  
Gemäß Michelkatalog verausgabte das Osmanische Reich am 13.Januar 1863 seine ersten Marken. Es wurden Marken der Wertstufen 20 Para und zu 1, 2, 5 Ghrusch ausgegeben. Bei der häufigsten Auflage vom Januar 1863 sind die waagerechten Reihen immer kopfstehend zu einander gedruckt worden, so das senkrechte Paare immer Kehrdruckpaare sind. An den Fußenden der Marken befindet sich eine sogenannte Kontolborte die bei den drei niedrigsten Werten in rot und beim höchsten Wert in blau ist.



Gruss
Martin
 
marc123 Am: 16.04.2019 20:58:32 Gelesen: 290# 73 @  
Toskana

Die ersten Marken des Großherzogtums Toskana erschienen laut Michel ab dem 1. April 1851.

Die erste Ausgabe besteht aus 8 Werten auf blauem Papier, und ab 1853-55 auf graublauem bis grauem Papier. Hier kommt noch ein neuer Wert zu 9 Crazie hinzu.



Dreierstreifen der 1 Crazia von Florenz nach Rom vom 18.12.1852.



Fragment der 2 Crazie mit rotem PD entwertet.



4 Crazie auf Brief von Livorno nach Neapel, vom 22.10.1854.

Liebe Grüße
Marc
 
marc123 Am: 17.04.2019 18:04:28 Gelesen: 230# 74 @  
Parma

Das Herzogtum Parma gab ihre ersten Marken (5 Werte) laut Michel am 1. Juni 1852 heraus.



25 Centesimi (Michel Nr. 4) auf Faltbrief nach Milano. Der Inhalt datiert vom 8 Februar 1853, der Ankunftsstempel vom 11. Februar.

Liebe Grüße
Marc
 
Martin de Matin Am: 17.04.2019 19:18:02 Gelesen: 206# 75 @  
@ marc123 [#74]

Als Ergänzung kann ich die Werte zu 5, 15 und 40 Centesimi (MiNr.1, 3, 5) zeigen.

Die Bogen der ersten Parmamarken bestanden wohl aus 80 Marken, die in 4 Gruppen mit jeweils 4 mal 5 Marken aufgeteilt waren. Es existieren somit theoretisch Zwischenstegpaare als auch Herzstücke von diesen Marken. In der Burrussammlung war jeweils ein Bogen zu 80 Marken von der MiNr. 1 und 2 enthalten.



Gruss
Martin
 
Martin de Matin Am: 17.04.2019 20:03:25 Gelesen: 186# 76 @  
Auch der italienische Staat Modena verausgabte seine ersten Marken am 1.6.1852.

Der Bogen bestand gemäß Neuen Handbuch der Briefmarkenkunde aus 240 Marken, die in 4 Gruppen mit jeweils 60 Marken aufgeteilt waren. Auch hier sind Zwischenstege und Herzstücke möglich. In der Burrussammlung befand sich ein 240er-Bogen der 5 centesimi.

Man kann diese Ausgabe sehr spezialisieren, da es viele Varianten gibt wie zum Beispiel mit oder ohne Punkt nach der Wertangabe oder auch viele fehlerhaften Inschriften wie "cnet" oder "ce6t" gibt.



Gruss
Martin
 

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