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Thema: Altdeutschland Bayern: Schöne Belege
Das Thema hat 1635 Beiträge:
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Magdeburger Am: 20.05.2019 18:56:33 Gelesen: 10217# 1611 @  
Hallo in die Runde

der aufgegebene Brief ist mit 7 Kreuzer franco angegeben worden, also doppelt schwer. Schön!

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 25.05.2019 11:06:22 Gelesen: 9171# 1612 @  
@ Stamps99 [#1610]

Bitte [#1609] noch- oder erstmals lesen, danke!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 25.05.2019 11:06:45 Gelesen: 9170# 1613 @  
Liebe Freunde,

auch leicht berührt kann Freude machen - jedenfalls dann, wenn man den größten Brief unserer Jahreshauptversammlung erwerben konnte. Gesegnet mit den Maßen 19,5 x 14 cm braucht man jedenfalls nicht viele Briefe dieser Größe, um eine A4 Seite voll zu machen - einer genügt vollkommen.



Verfasst war er von der Expedition der Donau-Zeitung in Passau am 24.1.186? und gerichtet an das Landgericht in Freyung, wofür 3 Kreuzer bis 1 Loth allemal reichten. Passau zeigt uns seinen "7" - Stempel, nicht den "7A" - Stempel, den ich auch genommen hätte.

Schön auch, dass in dem großen Kuvert noch "Franco" vorgedruckt wurde, man also prinzipiell mit diesen Kuverts keine Portobriefe zu verschicken gedachte. Da er also groß, aber sicher nicht dick war (sonst hätte man mit 6 Kreuzer frankieren müssen über 1 - 15 Loth), und der Empfänger ein Gericht war, gehe ich davon aus, dass 1) das Gericht in Freyung etwas in der Zeitung inserieren musste, 2) dieses Inserat von der Zeitung auch geschaltet wurde, 3) die Rechnung an das Gericht zeitnah erfolgte, 4) die Zahlung des Rechnungsbetrages ebenso zeitnah geschah (i. d. R. per Zahlung des Nachnahmebetrages auf einer Zeitung als Beleg der Einrückung) und - hier - 6) die Zeitung den Erhalt des Geldes per inligender Quittung bestätigte.

Leider ist diese Quittung nicht mehr vorhanden - der Verkäufer besaß sie auch nicht mehr. Für ihre Beschaffung setze ich eine prall gefüllte Pizza (Calzone con tutti) als Belohnung aus!

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 29.05.2019 20:08:02 Gelesen: 8028# 1614 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 18.7.1870 aus Mutterstadt an das Bürgermeisteramt in Kleingmünd über Ludwigshafen nach Neckargmünd und von dort aus nach Kleingmünd. Kleingmünd war ab 1817 eigenständig bis 1907 und Bürgermeister war zu jener Zeit Georg Friedrich Gärtner (1869–1875).

Für das Franko nahm man eine 22xb und und ein Paar 23x zusammen 7 Kreuzer, was dem Posttarif vom 1.10.1868 entsprach, der da besagt 7 Kreuzer für den Brief im Fernverkehr bis 1 Loth. Gestempelt wurde mit Halbkreisstempel von Mutterstadt (Winkler 12a) verwendet 1869 dann erst wieder erwähnt 1879.Auf der Rückseite der Einkreisstempel von Ludwigshafen (Winkler 20b)verwendet 1869-71 und dem Ankunftsstempel in Neckargmünd Zweikreisstempel (Feuser Band 2 nachverwendete Stempel Nr.345).

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 29.05.2019 20:12:02 Gelesen: 8025# 1615 @  
@ Gernesammler [#1614]

Hallo Rainer,

ein sehr schöner Brief mit seltenem Stempel (ich kann das beurteilen, weil ich aus der Ecke 5 km weiter stamme).

Aber bitte, bitte, bitte lass den Mist weg vom 1.10.1868. Der Tarif stammt vom 1.1.1868. Du hattest das schon mehrfach geschrieben mit diesem falschen Datum - bitte ändere das in deiner Literatur, welcher auch immer.

3 Kr. einfach und 7 Kr. über 1 bis 15 Loth, dazu Erhöhung der Recogebühr auf 7 Kr. kam alles am 1.1.1868.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 29.05.2019 22:01:44 Gelesen: 7989# 1616 @  
@ bayern klassisch [#1615]

Hallo Ralph,

hatte ich diesmal aus dem SEM, wo bekomme ich eine aussagekräftige Tariftabelle her.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 29.05.2019 22:58:49 Gelesen: 7979# 1617 @  
@ Gernesammler [#1616]

Hallo Rainer,

das meiste stimmt schon im Sem - streiche es einfach durch und ersetze es durch das richtige Datum.

16.000 Seiten bayerische Verordnungsblätter hätte ich hier, wenn du einen Heimkopierer mitbringen möchtest.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 30.05.2019 17:24:52 Gelesen: 7697# 1618 @  
@ bayern klassisch [#1617]

Hallo Ralph,

habe jetzt meinen Sem beschmiert und die Daten geändert, wenn Du trotzdem eine genauere Tariftabelle mit den Daten hättest wäre ich Dir dankbar, wenn Du mir diese zukommen lassen könntest. Meine Email Adresse hast Du ja.

16.000 Seiten ist mir ein bisgen happig ich sammle zwar Altpapier, aber das würde mein Frauchen erschlagen.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 30.05.2019 18:12:26 Gelesen: 7673# 1619 @  
@ Gernesammler [#1618]

Hallo Rainer,

wer Falsches korrigiert, beschmiert damit nichts.

Es gibt ein Buch von Dr. Karl Zangerle zu den bayerischen Inlands- und DÖPV - Taxen (franko wie porto), an dem ich mitarbeiten durfte. Das müsste für ca. 30 Euro zu bekommen sein. Das ist fast ganz fehlerfrei, was die Belege angeht und fehlerfrei, was die Daten angeht. Schau doch mal unter dem Suchkriterium seines Namens, ob du so eines findest, dann hättest du alles konzentriert in einem Buch, statt in 120 kg Ordnern, wie ich (habe das Buch aber auch!). :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Richard Am: 07.06.2019 09:41:39 Gelesen: 6133# 1620 @  
@ Gernesammler [#1614] bis [#1619]

Hallo Rainer und Ralph,

von unserem Mitglied Peter Sem haben wir am 3.6. folgende Mail erhalten:

Hallo Herr Ebert,

in der aktuellen 8. Auflage meines Handbuches (sie stammt aus dem Jahr 2000) ist der 1.1.1868 korrekt angegeben. Soweit ich mich erinnern kann, stand in einer älteren Auflage vor ca. 30 Jahren einmal das falsch gesetzte Datum.

Hätte nicht gedacht, daß ein Uralt-Katalog so lange in Gebrauch ist....! :-(

MfG Peter Sem

 
Gernesammler Am: 11.06.2019 20:16:31 Gelesen: 5587# 1621 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Porto Brief vom 30.10.1847 aus Nürnberg von M.Ch. Huber an G.A. Baders seel. Erben in Mittenwald, für den Brief in der 2. Gewichtsstufe 1/2 - 1 Loth bei einer Entfernung von 36 Meilen hatte der Empfänger 18 Kreuzer zu zahlen.

Mich würde interessieren was in dem Brief steht da hier Bremen und Amerika New York erwähnt werden, ist es ein Brief unter Freunden oder hat es etwas mit Geschäften zu tun?

Gestempelt wurde mit L2 Zweizeiler von Nürnberg (Winkler 8b).

Gruß Rainer




 
bayern klassisch Am: 11.06.2019 20:45:49 Gelesen: 5582# 1622 @  
@ Gernesammler [#1621]

Hallo Rainer,

der hieß Baader seel. Erben, da ist nur ein "s" zuviel.

Du hast aber Recht - der Brief hatte eine Einlage für einen Kunden in New York, daher war er auch in Bayern 1,5 fach taxiert worden.

Man schreibt, dass Briefe in die USA mit 1 Gulden 48 Kreuzer teilfrankiert via Le Havre abgehen müssen und bitte diese anzurechnen. Das ist schon ein tolles Stück, weil es nicht viele Briefe dieser Art gibt.

Baader in Mittenwald hatte von 1800 bis ca. 1875 ca. 5.500 Briefe aus den USA erhalten und nach dorthin abgeschickt an seine Kunden. Stelle dir mal vor, man hätte diese 11.000 Briefe heute noch - da kann ich gar nicht mehr ruhig schlafen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 11.06.2019 21:03:23 Gelesen: 5579# 1623 @  
@ bayern klassisch [#1622]

Hallo Ralph,

vielen Dank das hilft mir weiter und wie sagst du immer so schön zum Preis einer guten Pizza.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 11.06.2019 21:34:17 Gelesen: 5575# 1624 @  
@ Gernesammler [#1623]

So isses - für einen Pizza-Preis kann man alle Briefe dieser Art nehmen!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 12.06.2019 20:04:45 Gelesen: 5509# 1625 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Porto Brief vom 23.9.1829 aus Nürnberg als schöner Rechnungsbrief von der Firma Rübel & Hilpert nach Kempten an Nicolaus Welf Sohn & Cop.

Für das Porto musste Herr Welf 15 Kreuzer zahlen bei einer Entfernung von 36 Meilen und Gewicht 1/2 - 1 Loth, ich gehe davon aus das der Brief über Memmingen spediert wurde.

Gestempelt mit L2 Zweizeiler von Nürnberg (Winkler 8aI, 43x3,8mm verwendet 1824 - 1833).

Wann die Post in Nürnberg auf Reisen ging lässt sich nicht sagen, aber dieser Brief kam zu spät und erhielt deswegen den Stempel "nach Abgang".

Diese Stempel nutzte man um den Klagen der Nachlässigkeit der Post aus dem Wege zu gehen und stempelte diese wenn die Briefpost schon unterwegs war.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 24.06.2019 16:52:18 Gelesen: 3622# 1626 @  
Liebe Freunde,

dass ich mal einen Brief wie den hier folgenden zu Gesicht bekommen würde, hätte ich für eher unwahrscheinlich gehalten - und doch hat ihn mir ein Sammlerfreund aus der "Palz" gestern vermacht, so dass er jetzt meine Mini - Sammlung "Ulm - Neu/Ulm" zieren wird.



Verfasst in Ulm am 8.9.1870 vom Soldaten Langenwalder war er portofrei an Herrn Franz Langenwalder Oeconom in Furth Post Roßhaupten L(andgericht) Füssen verschickt worden, aber halt eben nicht von Ulm aus, sondern von Neu-Ulm aus, wie der Halbkreisstempel beweist.

Siegelseitig ist nur der Ankunftsstempel von Kempten vom selben Tag zu sehen. Der Ort Furth bei Füssen hatte damals die stolze Einwohnerzahl von 10 (!!) - Briefe dorhin wird man also nicht auf jedem Tauschtag im Dutzend finden und stempelmäßig war damit eh nichts zu holen.



Ein Attest habe ich auch noch angehängt, das die Besonderheit jedoch weniger deutlich zum Ausdruck bringt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 26.06.2019 19:54:31 Gelesen: 3561# 1627 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Franco Brief aus Kaufbeuren als Charge Brief von Kaufbeuren nach Augsburg, ein genaues Datum gibt es nicht.



Von wem der Brief stammt, geht leider auch nicht hervor, aber er wurde spediert an die "Königlich Bairische allerhöchst subdelegierte Komission zur Liquidation der Staatsschulden im Iller ehemaligen Lech und Oberdonau Kreis" klingt auf jeden Fall höchst interessant, aber auch sehr geschwollen. Handschriftlich wurde nochmals "v.Kaufbair" in braunrot unter die Adresse geschrieben.

Gestempelt wurde mit L1 Einzeiler "R.3.KAUFBAYERN" (Winkler 3a, dieser wurde verwendet 1805-10) und einem Chargestempel, sowie unten links dem Vermerk "caa priv" causa privi. Auf der Rückseite sind 8 Kreuzer Franco vermerkt, ich hoffe da kann mir geholfen werden da der Brief nur ca. 11 Meilen spediert wurde und die Charge Gebühr ja extra bezahlt wurde komme ich mit den 8 Kreuzern nicht klar.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 26.06.2019 20:12:06 Gelesen: 3555# 1628 @  
@ Gernesammler [#1627]

Hallo Rainer,

"von Kaufbeiren" schrieb die Post in Augsburg, als er dort einlangte.

Dein Brief ist nach dem 1.12.1810 anzusiedeln. Wie du auf 11 Meilen kommst, weiß ich nicht - ich rechne das immer mit der Homepage http://www.luftlinie.org 57,5 km, also ca. 8 Meilen.

Das Franko betrug für Briefe über 6 - 12 Meilen wie hier 4 Kreuzer (x) bis 1/2 Loth, 6x bis 1 Loth, 8x bis 1 1/2 Loth, so dass du jetzt weißt, wie schwer er damals war.

4x wurden immer bar bezahlt und sind nie auf Briefen zu sehen für die Chargierung.

Bayern erlebte damals mehrere Staatsbankrotte, daher waren diese Staatsschuldentilgungskassen eine Notwendigkeit geworden - sehr traurig, aber Kriege kosteten damals wie heute das allermeiste Geld.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 27.06.2019 19:48:26 Gelesen: 3526# 1629 @  
@ bayern klassisch [#1628]

Hallo Ralph,

vielen Dank, schaue sonst immer bei Maps und das klappt sonst auch, aber nicht gestern bei der Wärme. Das mit dem Franko ist cool, habe ich sofort notiert, bin immer noch auf der Suche nach den Büchern von Dr. Zangerle.

Wie kommst Du auf das Datum nach dem 1.12.1810, wo doch laut Winkler der Stempel in schwarz nur bis 1810 in Gebrauch war, danach im Jahr 1811 in rot.

Ich bin gespannt und freue mich auf die Aussage dazu, denn es ist immer wieder spannend, wie einfache Briefe zu "Traumstücken" werden, nicht teuer aber geschichtlich interessant.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 27.06.2019 20:06:18 Gelesen: 3518# 1630 @  
@ Gernesammler [#1629]

Hallo Rainer,

vor dem 1.12.1810 gab es noch die taxischen Gebühren in Bayern, die anders waren, als die neuen, die Bayern dann erst einführte. 8 Kreuzer passen da bayerisch, aber nicht ins taxische System.

Ob ein Stempel mal rot, mal schwarz abgeschlagen wurde, darfst du nicht so sklavisch sehen - Stempelfarben wechselten hin und wieder und diese zahllosen Daten (1810, 1811, 18irgendwas) taugen wenig, weil ihnen die Präzision fehlt. Wenn man wüsste, dass es noch am 15.6.1811 schwarze, am 30.7.1811 aber rote Abschläge gäbe, hätte man eine recht genaue Zeitspanne, innerhalb derer der Brief dann verschickt worden wäre.

Unsere Altvorderen hat das aber nicht interessiert, weil sie nicht wissenschaftlich dachten und arbeiteten. Heute wird gottlob präziser gearbeitet und nicht nur mit Jahreszahlen gepunktet, die in der Regel 365 Möglichkeiten offen lassen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 07.07.2019 08:53:22 Gelesen: 2335# 1631 @  
Liebe Freunde,

heute zeige ich einen Postschein, dessen Vordruck zeigt, dass Postablagen historisch nicht vorgesehen waren, dergleichen auszufertigen.



Unter der Manual-Nr. 42 wurde bei der Postablage Aschbach ein Brief an J. Gutbrod in Würzburg aufgegeben, der am 24.1.1865 mit 3 Kreuzer frankiert worden war und dessen Chargierung weitere 6 Kreuzer kostete. Diese 6 Kreuzer sollten im Falle einer Briefaufgabe bei einer Postexpedition (PE) als Emolument dem Postexpeditor verbleiben. Bei einer Postablage bin ich mir aber nicht sicher, ob dieser Betrag beim Postablagen - Inhaber verblieb, oder an die vorgesetzte Postexpedition abgeführt werden musste. Ich hatte man einen Anstellungsvertrag der Postverwaltung mit einem Postablageninhaber besessen, in dem das glaube ich geregelt war, aber das gute Stück ist von mir gegangen und damit auch mein Wissen über die Aufteilung der Emolumente.

Schon der Vordruck zeigt, dass mit Postablagen und Chargé zwei Welten aufeinander trafen, steht doch unten "Königl. bayer. Haupt-Briefpost-Expedition". Eine Haupt-Briefpost-Expedition ist aber das krasse Gegenteil einer Postablage und da Aschbach in Oberfranken liegt, wäre hier Bamberg zu nennen gewesen, wenn der Titel richtig ist, bzw. Aschbach einzudrucken gewesen, wenn die Scheine dort verausgabt worden wären. Alternativ könnte man noch akzeptieren, dass die vorgesetzte Postexpedition von Aschbach Burgwindheim war, so dass man sich auch vorstellen könnte, dass vorgedruckte Postscheine von dort bei der Ablage Aschbach verbraucht hätten werden können.

Da alle postalischen Vordrucke mit Postablagenstempel selten sind, wäre es vlt. ganz interessant zu sehen, wie die dort verwendeten Postscheine aussahen, ob sie sich mit denen deckten, die die jeweils vorgesetzten PE führten, ob es eigene gab mit Benennung der jeweiligen Postablage, oder ob es noch mehrere gibt wie diesen Schein hier, der Bezug auf eine Hauptbriefpostexpedition nahm.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 08.07.2019 19:39:52 Gelesen: 1984# 1632 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 15.10.1862 aus Schweinfurt von der "Seifen & Lichter Fabrik" Georg Christian Kraus als Rechnungsbrief an Herrn G. Herrmann in Thurnau spediert.
Der Brief wurde am 15.10 bei der Post aufgegeben und über Culmbach nach Thurnau gesendet wo er am 16.10.1862 bereits ankam. Für das Franko kamen 1 Pärchen Bayern Nr.9 zu 3 Kreuzer für Briefe über 12 Meilen.

Gestempelt wurde mit offenem Mühlradstempel Nr.479 und Halbkreisstempel von Schweinfurt (Winkler 11b) und auf der Rückseite der Halbkreisstempel von Kulmbach (Winkler 12a) sowie dem Ankunftsstempel Halbkreisstempel von Thurnau (Winkler 11b).

Gruß Rainer



 
Gernesammler Am: 10.07.2019 19:53:43 Gelesen: 1693# 1633 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postschein vom 8.6.1827 aus Landsberg für einen Brief von Landsberg nach Cologne (Köln) an ... le .. de la Leyen. Spediert wurde der Brief von der K.Bair.Post Expedition und ab 1812 war Herr Michael Thoma in Landsberg in der Post der Expeditor. Das Porto für den Brief betrug 21 Kreuzer sowie nochmals 4 Kreuzer Scheingebühr.

Jetzt wäre es noch super, den dazu gehörigen Brief zu haben.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 10.07.2019 21:05:39 Gelesen: 1677# 1634 @  
@ Gernesammler [#1633]

Hallo Rainer,

"Monsieur le Prince de la Leyen".

Die Korrespondenz deren zu von der Leyen ist teilweise auf dem Markt, so dass es theoretisch möglich wäre, den passenden Brief zu finden. Ich hoffe, du hast für diesen Job noch 50 Jahre Zeit.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 20.07.2019 10:48:35 Gelesen: 85# 1635 @  
Liebe Freunde,

es gibt etliche interessante Stempelthemen bei Bayern, einige davon sind mit hohen Kosten verbunden, andere kosten fast gar nichts. Zu Letzterem zählen (vor allem) Dienstbriefe aus Nürnberg der späten 1840er und frühen 1850er Jahre, die i. d. R. den schönen, aussagekräftigen Zweikreisstempel der dortigen Hauptbriefpostexpedition zeigen, von dem es Mengen heute noch gibt.

Im Rahmen meiner Contraventions - Sammlung hatte ich mich auch mit den Stempeln und deren regulärem Einstellen, Abschlagen usw. beschäftigt und mir fiel auf, dass diese Poststelle, an deren Sitz ja ausschließlich Beamte ihren Dienst verrichteten, und die damit eine Vorbildfunktion für andere, gewöhnliche Postbedienstete hatte, oft Abschläge hinterließ, die nicht im Sinne des Erfinders waren.





Hier zeige ich einen Brief, der in diese Reihe passt, vom 17.8.1850 vom Magistrat Nürnberg an das Kreis- und Stadtgericht in Würzburg, als Polizey - Gegenstand unter R.S. fallend gänzlich portofrei. Der Stempel ist wunderbar klar abgeschlagen, nur geht halt das Jahr nicht aus ihm hervor, denn statt 1850, steht da nur 185 und 185 nach Christus gab es Nürnberg und seine Post noch gar nicht, weil die Germanen/Franken dergelichen nicht kannten.

Siegelseitig sehen wir den Ankunftsstempel der Hauptbriefpostexpedition Würzburg vom Folgetag, der das Jahr 1850 perfekt zeigt.

Es würde mich sehr interessieren zu sehen, ab wann und wie lange diese Fehleinstellungen in Nürnberg an der Tagesordnung waren und wann man sie abstellte.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 

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