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Thema: (?) (1713) Altdeutschland Bayern: Schöne Belege
Das Thema hat 1714 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 06.10.2019 15:56:09 Gelesen: 10585# 1690 @  
@ Gernesammler [#1689]

Hallo Rainer,

ein schöner Brief aus bekannter Korrespondenz.

Deine Beschreibung darf ich ein wenig abändern: 14 Kreuzer für Bayern bis Aschaffenburg. Den Transit durch TT - Gebiet und den Transit bis zur niederländischen Grenze (Belgien existierte erst ab 1830) ergab total 4 1/2 Groschen.

Die Niederlande addierten ihr Inlandsporto zu den reduzierten Groschen und kamen auf 45 Cents.

Ich ahne, wer diesen Brief bekommen wird und gratuliere ihr ganz herzlich. :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 07.10.2019 19:54:40 Gelesen: 10308# 1691 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Porto Brief vom 27.5.1854 aus Ochsenfurt an den Rechtsanwalt Elssner in Bamberg.

Laut Tarif von 1850 galten 6 Kreuzer für den unfrankierten Brief bis 1 Loth bei einer Entfernung bis 12 Meilen, von Ochsenfurt bis Bamberg waren es 8,2 Meilen, das Porto hatte der Empfänger zu entrichten. Gestempelt wurde mit Halbkreisstempel (Winkler 11a ohne Punkt) auf der Rückseite ist ein gut erhaltenes Siegel mit den Initialen des Absenders FW.

Gruß Rainer




 
bayern klassisch Am: 08.10.2019 09:37:42 Gelesen: 10164# 1692 @  
@ Gernesammler [#1691]

Hallo Rainer,

und jetzt die kleine Besonderheit bei dem Brief: Zuerst wollte der Expeditor eine 3 schreiben, merkte aber dann, dass diese falsch wäre (hast du richtig begründet) und modifizierte seine halbe 3 in eine volle 6. Ist doch auch mal schön, die Gedanken während einer Taxierungsmaßnahme auf einen Brief nachspielen zu können ...

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 08.10.2019 09:58:03 Gelesen: 10160# 1693 @  
Liebe Freunde,

noch etwas Lustiges aus gar nicht mal so lange vergangener Zeit ...

U3 Bayerns, 1875 im Einsatz, ungebraucht geblieben, auch nicht umgetauscht (oder stammt sie aus Umtauschbeständen?), als Kuvert bedarfsgerecht gebraucht als Ortsbrief innerhalb Münchens vom 25.5.1927, dann aber retourniert und in den Akten verschwunden, bis sie eben auftauchte.

Es zeigt aber sehr wohl, dass diese Kuverts, die 1875 gestempelt gar nicht so häufig sind, damals wohl weniger als 1 Pfg. kosteten, denn normale, gummierte Kuverts kosteten 1 Pfg. und genau jenen konnte man sich sparen, wenn man noch so ein altes Stück besaß.



Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 08.10.2019 20:02:45 Gelesen: 10071# 1694 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Porto Brief vom 7.4. aus Wachenheim (an der Weinstrasse) über Dürkheim wahrscheinlich selbst oder per Boten der Post übergeben an Herrn Stakinger in Frankenthal. Für die kurze Entfernung reichten 3 Kreuzer aus die der Empfänger dann bezahlte. Gestempelt wurde mit Halbkreisstempel von Dürkheim (Winkler 11b in rot) 1843-48 im Feuser wird der Stempel ab 1842 erwähnt.
Oberhalb hat einer der Vorbesitzer 1845 geschrieben ob es wirklich das Jahr dieses Briefes war kann ich nicht sagen. Auf der Rückseite ist noch ein Papiersiegel mit der Inschrift "Wachenheim Klein Insigni" den Rest kann ich leider nicht mehr entziffern.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 08.10.2019 20:13:17 Gelesen: 10066# 1695 @  
@ Gernesammler [#1694]

Hallo Rainer,

das Datum ist absolut glaubhaft - der Stempel sah damals so aus und in Wachenheim war man sehr umtriebig und es gab ein Handelshaus, von dem einige Briefe bekannt wurden.

Wenn du das Siegel mit 600 dpi scannst, wäre vlt. mehr zu sehen ...

Liebe Grüsse,
Ralph
 
olli0816 Am: 13.10.2019 10:29:55 Gelesen: 8336# 1696 @  
Hallo,

eigentlich hatte ich schon vor ein paar Monaten einen Brief mit einer 12 Kreuzer-Marke Michel 6 vorgestellt. In einer kleinen Briefsammlung war dann tatsächlich noch einer mit dabei, der mir so gut gefallen hat, dass ich ihn zeigen möchte.

Der Brief wurde am 23.5.1862 von München von der Expedition der Bayerischen Zeitung an das Königliche Rentenamt in Würzburg versendet, wo er einen Tag später ankam. Es ist ein vorgedruckter Brief mit einer Rechnung, also für die Zeitung sicherlich ein Standardbrief, den sie häufiger versendet haben. Insgesamt war er etwas zu groß, um den Inhalt 100% scannen zu können, aber das meiste habe ich drauf gebracht.







Grüße Oliver
 
bayern klassisch Am: 13.10.2019 15:41:28 Gelesen: 8170# 1697 @  
@ olli0816 [#1696]

Hallo Oliver,

dein Brief war über 1 bis 2 Loth inklusive schwer - Empfänger war das Rentamt, nicht das Rentenamt, so etwas gab es nicht und ein Rentamt war das, was wir heute als Finanzamt kennen.

Weil die Kosten staatlichen Stellen anzulasten waren, stellte man (unten auf der Inhaltsseite) kein Stempelgeld in Rechnung. Prima!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 15.10.2019 21:40:43 Gelesen: 6377# 1698 @  
Liebe Freunde,







der folgende Brief ist ein kleines Kleinod, wenn man Stempel mag und die Rahmenstempel der 1870er Jahre, nur aus dem Schwäbischen mir bekannt, sind immer wieder nett anzusehen, jedenfalls dann, wenn sie so aussehen.

Im schönen Memmingen wurde ein einfacher Brief am 26.11.1869 versandt mit der Adresse: "Herrn Levi Sondheim Obergleen Stad. Kirchheim". Das Wort darunter, sicher eine örtliche Präzisierung, kann ich so wenig lesen, wie die Post damals, weswegen diese ein blaues Fragezeichen dahinter setzte, ich den Brief jedoch so wie er ist belasse ...

Gefunden habe ich ein Ober-Gleen bei Kirtorf westlich von Alsfeld, welches wohl nicht gemeint war.

Es gibt auch ein Kirdorf bei Bad Homburg v. d. H. bei Frankfurt am Main - aber wie dem auch sei, siegelseitig sehe ich nur die Stempel (chronologisch) von Ulm (Übergang Bayer - Württemberg), Kirchheim unter Teck und Kirtorf. Dazu gesellt sich harmonisch eine Landbestelltaxe von 2 Kreuzern.

Liebe Grüsse von bayern klassisch

P.S. Das letzte Wort könnte "Kurhessen" heißen ...
 
Gernesammler Am: 18.10.2019 19:39:47 Gelesen: 6006# 1699 @  
@ bayern klassisch [#1698]

Hallo Ralph,

ich hab jetzt eine Weile gesucht und komme immer wieder nur auf das eine Kirtorf, nämlich das bei Alsfeld welches Du eigentlich ausschließt.
Da der Brief über Ulm - Kirchheim u.T Richtung Stuttgart - Frankfurt am Main - Kirtorf spediert wurde und Obergleen ein Vorort von Kirtorf war sollte dies doch eigentlich stimmen.

Onkel Google konnte da etwas helfen: "Im Großherzogtum Hessen gehörte Kirtorf zunächst zum Amt Romrod, ab 1821 zum Landratsbezirk Kirtorf und ab 1832 zum Kreis Alsfeld. "
Hoffe das kann Dir weiterhelfen.

Gruß Rainer
 
Gernesammler Am: 18.10.2019 20:08:54 Gelesen: 5996# 1700 @  
Hallo Sammlerfreunde,

könnte bei dieser Declarartion von Paris nach Würzburg an Herrn F.Rom Jr. ein wenig Hilfe gebrauchen.

Ich lese oben links 10 Pfund 41, darunter 123 1/2 oben rechts 119 1/4 und neben Rom Jr. 119/54.
Was hat R#1 links neben Würzburg zu bedeuten. Die Declaration ist vom 8.11.1847 und nur gestempelt in Paris.

Schon einmal Danke im Voraus für die Hilfe.

Gruß Rainer


 
Magdeburger Am: 19.10.2019 06:48:28 Gelesen: 5913# 1701 @  
@ Gernesammler [#1700]

Hallo Rainer,

versendet wurde ein Kiste mit der Signierung R#1 von immerhin 41 Pfund.
Die beiden Angaben von 119 1/4 und 123 1/4 sind Silbergroschen - der letzte Wert ist 9 f(lorin) 54 Kreuzer, also was der Empfänger bezahlte.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 19.10.2019 09:53:41 Gelesen: 5882# 1702 @  
@ Gernesammler [#1700]

Hallo Rainer,

danke für deine Internetrecherche zu Oberkleen - so wird es sein. Immer toll, noch in dieser späten Zeit 2 Kreuzer Bestellgeld nachweisen zu können.

Dein Brief aus Frankreich nach Bayern ist großes Kino - Fahrpost zwar (die ich nicht sammle), aber äußerst selten. Den Stempel kann ich zwar nicht lesen, aber Paris könnte hinkommen.

@Magdeburger hat die Daten schon eruiert, da kann ich dich nur beglückwünschen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 20.10.2019 17:40:37 Gelesen: 5621# 1703 @  
@ Magdeburger [#1701]
@ bayern klassisch [#1702]

Hallo Ulf, hallo Ralph,

vielen Dank für die Erklärung zu der Declaration und deren Taxierung, so kann das gute Stück in der Sammlung abgelegt werden.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 25.10.2019 11:54:25 Gelesen: 4654# 1704 @  
Liebe Freunde,

frankierte Retourrecepissen (Rückscheine) sind von Bayern Seltenheiten und jeder, der eine besitzt, ist ein glücklicher Sammler. Mir war das Glück schon mehrfach besonders hold, denn ich habe frankierte, unfrankierte und mit Portomarken versehen Rückscheine, zu denen sich dieser gerne noch gesellen darf, denn er hat Inhalt, was immer wichtig ist bei diesen Dokumenten.



Im Haimhausen wurde die 3 Kreuzermarke am 27.1.1874 auf ihrem Weg zurück nach Freising entwertet - wie Frau Brettl feststellt, war das kein häufiger Stempel auf keinem häufigen Dokument, womit sie in ihrem Attest natürlich Recht hat.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 29.10.2019 19:39:44 Gelesen: 3523# 1705 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Drucksache vom 19.7.1852 aus Augsburg von H.G. Hillenbran seinen Erben an Herrn Schachamger in Sonthofen mit der Mitteilung diesem in nächster Zeit die Aufwartung zu machen.



Für das Franko nahm man eine Bayern Nr.3 I und gestempelt wurde diese mit Zweikreisstempel von Augsburg (Winkler Nr.10). Kann man nur hoffen, dass das gute Stück auch echt ist, denn die Marke sieht aus als wäre sie mal abgefallen und hat links am Aussenrand glänzende Flecken. Andererseits sind auf der Innenseite Altersspuren zu sehen, was aber leider nichts zu sagen hat.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 29.10.2019 19:44:28 Gelesen: 3520# 1706 @  
@ Gernesammler [#1705]

Hallo Rainer,

die ist echt und gehört zur Drucksache.

Wenn du eine 3I mit relativ frühem Druck und entsprechender Farbe von 2 Tagen zu suchen hättest aus einem Ort wie Augsburg, hättest du viel zu tun. Das passt schon und Datum innen/außen stimmt perfekt.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 29.10.2019 19:48:35 Gelesen: 3517# 1707 @  
@ bayern klassisch [#1706]

Hallo Ralph,

super, danke für die Info dann sind ja die 1,99 gut angelegt, außer mir wollte das Vertreterbriefchen keiner haben.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 29.10.2019 19:50:05 Gelesen: 3516# 1708 @  
@ Gernesammler [#1707]

Ha, ha, ha - 1,99? Das ist ja der Witz des Jahres, aber manchmal hat man kein Pech und dann kommt noch das Glück hinzu.

Ich gönne es dir und freue mich für dich!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 31.10.2019 19:51:37 Gelesen: 3246# 1709 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 28.4.1870 von der Firma Christian Frd.Türk aus Erlangen nach Braunschweig an die Herren Blume & Cie. Im Brief geht es um eine Rechnung über 158 Gulden 3 Kreuzer (u.a. Cigarren aus Ingolstadt), was ich bei der Rechnung interessant finde es werden 6 Kreuzer Briefporto (so steht es hier) veranschlagt in der Rechnung, aber als Franko war ja nur die Bayern Nr.15 zu 3 Kreuzer verklebt. Gestempelt mit Halbkreisstempel von Erlangen (Winkler Nr.14 große Schrift) sowie auf der Rückseite der Ankunftsstempel von Braunschweig und ein kleiner Einkreisstempel mit der Nr.14 dies sollte ein Briefträgerstempel sein. Zum Schließen des Briefes wurde von der Firma Türk ein Gummisiegel verwendet.

Gruß Rainer



 
bayern klassisch Am: 31.10.2019 20:36:49 Gelesen: 3220# 1710 @  
@ Gernesammler [#1709]

Hallo Rainer,

ein interessanter Brief, der zeigt, dass damals nicht immer richtig gerechnet wurde.

Hätte man 1870 aus Braunschweig einen unfrankierten Brief nach Bayern geschrieben, hätte dieser 7 Kreuzer oder 11 gekostet, aber niemals 6 Kreuzer. Ein frankierter Brief hätte nur 1 Groschen bzw. 2 Groschen gekostet, was 3,5 bzw. 7 Kreuzer entsprach. Aber auf 6 Kreuzer kommt man weder postalisch, noch paritätisch.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 06.11.2019 19:34:35 Gelesen: 2250# 1711 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Aufgabeschein einer Post Anweisung vom 17.1.1879 aus Ermershausen über 25 Mark an Rabbi Hirsch in Burgpreppach.

Ausgestellt und gestempelt in Ermershausen durch den Beamten Wolf, gestempelt wurde hier mit Halbkreisstempel (Winkler Nr.12a II, dieser wurde wohl nochmals zwischen 1879 und 1882 aus der Versenkung geholt weil nicht genug Stempel da waren).

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 06.11.2019 21:36:36 Gelesen: 2229# 1712 @  
@ Gernesammler [#1711]

Hallo Rainer,

alles sehr gut beschrieben - hast du schon eine andere Postanweisung mit der Unterscheidung "a" gesehen?

Hier die "48a", so dass es auch eine "48" gegeben haben muss. Ich kenne außer der hier sonst so etwas nicht.

Liebe Grüsse,
ralph
 
Gernesammler Am: 13.11.2019 19:46:41 Gelesen: 1237# 1713 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 23.1.1809 aus Oberstdorf von einem Herrn Jäger an Nicolaus Zumstein und Söhne in Kempten.

Spediert wurde dieser als Wertbrief über 100 Gulden und das Porto welches der Empfänger zahlte waren 12 Kreuzer.

Kann mir noch jemand sagen was das A und der 100 bedeutet, wäre toll Danke.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 17.11.2019 19:21:00 Gelesen: 546# 1714 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Porto Brief vom 21.9.1853 vom Königlichen Landgericht Ingolstadt an die Pfarrkirchenverwaltung in Möggenlohe (Möckenlohe) bei Eichstädt. Für die Abschrift vom Gericht Ingolstadt waren 15 Kreuzer zu zahlen was im oberen Stempel ausgewiesen ist, daneben ein Prägestempel im Papier "Königreich Bayern" unten nochmal der Gerichtsstempel von Ingolstadt. Da der Brief nicht mit 3 Kreuzern frankiert war hatte die Pfarramtsverwaltung 6 Kreuzer zu zahlen für unfrankierte Briefe. Gestempelt mit Halbkreisstempel von Ingolstadt (Winkler 11b) und auf der Rückseite Ankunftsstempel von Eichstädt (Winkler 11b).

Gruß Rainer




 

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