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Thema: (?) (1675) Altdeutschland Bayern: Schöne Belege
Das Thema hat 1677 Beiträge:
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olli0816 Am: 24.08.2019 18:07:20 Gelesen: 3238# 1653 @  
Hallo zusammen,

da träumen aber zwei, eine 19 von Bayern auf Brief habe ich sehr selten gesehen und dann war es immer sehr teuer. Da ist ja die 7 auf Brief noch richtig preisgünstig dagegen. :) Ich habe leider nur ein schön gestempeltes Exemplar davon, aber mit dem bin ich auch ganz zufrieden. Und immerhin habe ich jetzt eine 18 auf einem schönen Brief, den habe ich bereits gezeigt.

Deswegen schreibe ich nicht nach langer Abstinenz. Ich möchte heute einen Brief zeigen, der mit Sicherheit weit nicht so werthaltig und selten ist. Es ist ein Brief von 1862 mit einem offenen Mühlradstempel 769 von Untermerzbach. Der Brief ist mit einer 4II 6 Kreuzer frankiert (zugegebenerweise nicht das schönste Exemplar) und ging nach Regensburg. Den Ankunftsstempel sieht man vom 5.10.1862 verschwommen auf der Rückseite, dazu ein Halbkreisstempel von Staffelstein, wenn ich das richtig lese. Vielleicht gefällt er ein bisschen, auch wenn er nicht so spektakulär ist.

Viele Grüße
Oliver


 
bayern klassisch Am: 25.08.2019 07:26:56 Gelesen: 3180# 1654 @  
@ olli0816 [#1653]

Hallo Oliver,

mit Träumen hat das bei mir wenig zu tun, ich habe eine EF der Nr. 19 als 25 Kreuzer - Frankatur und da wird es schon richtig selten. Schaust du mal:



Dein Brief zeigt eine 4 II Platte 3 - im Oktober gab es ja schon die 6 Kreuzer blau als Folgemarke, aber von Spätverwendungen spricht man bei der braunen 6 Kr. Marke erst ab 1864, denn dann wird es richtig selten.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
olli0816 Am: 25.08.2019 08:37:50 Gelesen: 3169# 1655 @  
Hallo Ralph,

ich gratuliere dir zu diesem wirklich außergewöhnlichen Beleg. Der war sicherlich nicht günstig und das dürften die wenigsten Bayernsammler besitzen. Ich freue mich für dich. :)

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag
Oliver
 
bayern klassisch Am: 25.08.2019 09:08:00 Gelesen: 3163# 1656 @  
@ olli0816 [#1655]

Hallo Oliver,

danke für die netten Worte. Ja, habe ich in Wiesbaden ersteigert.

Beschreibung: 12 Kreuzer (Kr.) Franko bis 10g, wovon Bayern 4,8 Kr. und Frankreich 7,2 Kr. erhielt. Wegen Einschreiben 6 Kr. für Frankreich in Marke(n), so dass sich so die 18 Kr. in Marke(n) erklären lassen. Für Einschreiben in Bayern 7 Kr. bar bezahlt (s. Vermerk unten links, stand dem Postexpeditor zu, nicht der bayer. Post!), womit wir eine 25 Kr. Frankatur vor uns haben. Ich weiß nicht, ob es 10 davon weltweig gibt.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 25.08.2019 09:44:57 Gelesen: 3156# 1657 @  
Liebe Freunde,

den konnte ich trotz seines gebrauchten Aussehens nicht links liegen lassen: Brief aus Schongau mit dem Mühlrad 470 vom 30.3.1864 mit der Anschrift "Herrn Andreas Pfingstl, Taglöhner in Obslaufen bei Laufen/Salzach".



Obslaufen, sagt und wikipedia, ist eine der 2 Vorstädte von Laufen an der Salzbach nahe der bayerisch - österreichischen Grenze. Für einfache Briefe über 12 Meilen waren 6 Kreuzer korrekt frankiert worden. Den Inhalt habe ich transkribiert, weil mich interessierte, was man einem Tagelöhner (so ziemlich die unterste Stufe der Einkommenspyramide damals wie heute) schreiben konnte:

"Liebste beste Eltern und Geschwister! Ich muß zu meiner 'Schande gestehen, daß ich heuer den Namenstag meiner lieben Schwester Katharina wieder nicht gewußt habe. Ich säume daher nicht, Ihr nachträglich alles Gute zu wünschen: Gesundheit, Heilung Ihrer bösen Hand, langes Leben, Glück in der Arbeiten, Zufriedenheit in Ihrem Stande, Geduld im Leiden, Wachsthum im Guten auf dieser Welt und jenseits fröhliches Wiedersehen!

Mit größter Bedrübniß habe ich gelesen, daß leider wenig Hoffnung zur Wiedergenesung meiner lieben guten aber kranken Mutter vorhanden ist ..."

Auch schreibt er, dass er 30 Gulden Erspartes den Eltern zuschickte in der Hoffnung auf Linderung der finanziellen Engpässe - welch noble Geste von unserem Absender, Stephan Pfingstl in Schongau.

Die Marke scheint mir oben einen kleinen Plattenfehler zu haben über dem Y von BAYERN. NImmt man doch gerne mit, wenns im Preis dabei war.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 25.08.2019 11:14:30 Gelesen: 3146# 1658 @  
@ bayern klassisch

Im "Zugspitz"-Katalog wird noch eine zweite EF der Nr. 19 angeboten, im Ausruf geringfügig günstiger.

Hier ist es allerdings so, daß der offene Mühlradstempel nicht auf das Briefcouvert übergeht.

Da hätte ich gerne Deine Meinung dazu (natürlich nach Katalogempfang).

Viele Sonntagsgrüße
hajo22
 
bayern klassisch Am: 25.08.2019 11:32:39 Gelesen: 3138# 1659 @  
@ hajo22 [#1658]

Habe noch immer keinen Katalog - welche Los-Nr. hat dein Stück?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 25.08.2019 15:57:37 Gelesen: 3109# 1660 @  
@ bayern klassisch [#1659]

Zunächst: Ich habe Probleme mit dem Testprogramm und kann diesen langen Thread daher nur in Etappen öffnen. Rufe ich die Datei auf, kommt Beitrag Nr. 1 und dann nichts mehr (eine längere Weile). Muß scrollen, Ende drücken usw. Echt lästig.

Also EF Nr.19 Erstgenannte EF: 8230; Zweitgenannte: 8176 (um die geht es mir).

Für Deine Hilfe vielen Dank.

Schönen Sonntag
hajo22
 
bayern klassisch Am: 25.08.2019 16:28:12 Gelesen: 3090# 1661 @  
@ hajo22 [#1660]

Hallo hajo22,

ich habe mir beide Briefe angesehen - der in die Schweiz ist wesentlich besser, als der andere (um den es dir ging).

Aus dem 1. bayer. in den 2. Schweizer Rayon ist schon recht selten und wurde seltenst mit einer Nr. 19 dargestellt, weil viele Poststellen diese Marke gar nicht im Repertoir hatten. Das ist ein echter Spitzenbrief.

"Deiner" nach England via Frankreich ist auch selten, weil die Post damals üblicherweise über Belgien nach England lief und hier wohl die schnellere Verbindung i. V. m. einem Gewicht bis 7,5 g diesen Laufweg als den attraktiveren erscheinen ließen.

Ob die Marke authentisch haftet, weiß niemand, auch kein Prüfer, Attest hin, oder her. Ich halte den Brief aber für authentisch, von daher kann ich dich beruhigen, dass da sicher eine Nr. 19 aufgeklebt war, oder noch immer ist.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Richard Am: 25.08.2019 18:50:24 Gelesen: 3070# 1662 @  
@ hajo22 [#1660]

Zunächst: Ich habe Probleme mit dem Testprogramm und kann diesen langen thread daher nur in Etappen öffnen. Rufe ich die Datei auf, kommt Beitrag Nr.1 und dann nichts mehr (eine längere Weile). Muß scrollen, Ende drücken usw. Echt lästig.

Hallo Hajo,

schau doch einmal in die Forumhilfe ? [1]

https://www.philaseiten.de/s/hilfe.html#Meine_PS_10

Du brauchst nur unter "Meine Einstellungen" die Anzahl der gezeigten Beiträge auf auf 20 begrenzen oder bei extrem langsamem Internet noch niedriger - einfach ausprobieren - das sollte helfen.

Mit dem Wort Testprogramm kann ich in diesem Zusammenhang nichts anfangen.

Schöne Grüsse, Richard

[1] Auch alle anderen Mitglieder sollten die Hilfe einmal durchlesen !
 
hajo22 Am: 26.08.2019 12:19:13 Gelesen: 2999# 1663 @  
@ Richard [#1662]

Ich dachte, es hätte etwas mit der "Supersuche Test" zu tun.

In "meine Einstellungen" habe ich jetzt die Beiträge-Ansichten auf 40 reduziert. Das klappt bei langen Threads.

Danke für den Hinweis und schönen Tag
hajo22
 
bayern klassisch Am: 31.08.2019 08:30:27 Gelesen: 2247# 1664 @  
Liebe Freunde,

Brief aus Bayreuth mit gM 23 1. Verteilung an "Frau Ingenieur Seidel in Augsburg hohe Grabgasse 47 frei". Siegelseitig ein schwarzes Siegel und ein Fragment des Ankunftsstempels vom Augsburger Bahnhof.



Es ist zu bezweifeln, dass eine Frau Seidel in den frühen 1850er Jahren studiert hatte - daher unterstelle ich, wie es damals üblich war, dass die Frau eines Ingenieurs im offiziellen Korrespondenzverkehr mit dem Titel (auch Stand genannt) ihres Mannes angeschrieben wurde.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 31.08.2019 08:40:30 Gelesen: 2244# 1665 @  
Liebe Freunde,

für meine langsam ausufernde Mini - Sammlung "1851" lief mir diese Drucksache (DS) aus Nürnberg vom 2.4.1851 zu (in der DS steht aber der 24.3.1851), die ihrer Schleife entbehrt, sonst aber recht vollkommen daher kommt.



Versender war der Verwaltungs - Ausschluß des protestantischen Central-Missions-Vereins für Bayern. Interessant für Leute heute, die sich mal kurz vorstellen dürfen, dass Wecker kaum bekannt waren, dürfte die Tatsache sein, dass man sich in Nürnberg um 06.30 Uhr morgens zusammen zu finden hatte. Da ahnt man, wann man dafür aufzustehen hatte.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 31.08.2019 15:32:00 Gelesen: 2223# 1666 @  
@ bayern klassisch [#1652]

Ja, Du hast recht, es wird voraussichtlich viel zu teuer.

hajo22
 
Gernesammler Am: 02.09.2019 19:41:27 Gelesen: 2081# 1667 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Franko Brief aus Babenhausen vom 16.5.1835 von einem Herrn Mayer, der dann in Memmingen an Herrn Strobelberger am gleichen Tag aufgegeben wurde nach München. Den Weg von Babenhausen nach Memmingen übernahm wohl ein Bote des Herrn Mayer. Für das Franko zahlte dieser 4 Kreuzer für die Strecke bis München.

Was hat es in dem Brief mit den Fuggern auf sich, diese waren ja zu damaliger Zeit große Kaufleute. Sollte es etwas interessantes sein, kann ich auch den Rest des Briefes einstellen.

"Nach dem Erwerb der Grafschaft Kirchberg und der Herrschaften Weißenhorn, Wullenstetten, Pfaffenhausen und Resten der früheren Grafschaft Marstetten stieg der bürgerliche Kaufherr, Montanunternehmer und Bankier Jakob Fugger „der Reiche“ und nach ihm sukzessive die gesamte Familie in den Adel beziehungsweise in den Reichsgrafenstand auf. Die Fugger-Babenhausen (1803) und die Fugger von Glött (1913) wurden in den Fürstenstand erhoben. Die Familie zählt daher zu den wenigen deutschen Kaufmannsfamilien, die – wie in Italien häufiger geschehen – aus dem Briefadel bis in den Hochadel aufstiegen".

Gruß Rainer



 
bayern klassisch Am: 02.09.2019 20:18:34 Gelesen: 2075# 1668 @  
@ Gernesammler [#1667]

Hallo Rainer,

es geht um die Bestellung eines Ordonnanz - Degens für die Fugger; wow, vielleicht gibt es den noch heute auf dem Schloß? Würde mich nicht wundern.

Vielleicht zeigst du den Brief als Scan mal den Leuten dort?

Siegelseitig geprüft Hartmann (bzw. signiert) ist auch nicht häufig. Schönes Stück!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 03.09.2019 20:13:03 Gelesen: 2031# 1669 @  
@ bayern klassisch [#1668]

Hallo Ralph,

danke für den Text, ich werde es mal versuchen dort anzufragen, sollte ich Antwort erhalten sag ich Bescheid.

Hallo Sammlerfreunde,

Ganzsachen Postkarte P4II zu 2 Kreuzer aus Treuchtlingen vom 17.8.1876 an Herrn Schönlein in Stuttgart. Im Text bittet ein Herr Fischendörfer um die frankierte Zusendung einer Einbandkarte zur "illustratorischen Chronik der Zeit" den Betrag würde er dann in Marken übersenden. Dieser Herr war in Treuchtlingen beim hiesigen königlichen Stadtboten angestellt was dort wohl eine Zeitung war.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 04.09.2019 06:25:12 Gelesen: 2013# 1670 @  
@ Gernesammler [#1669]

Hallo Rainer,

deine sehr schön gestempelte Karte stammt von 1875, weil Kreuzerkarten ab 1.1.1876 nicht mehr gültig waren und nachtaxiert worden wären. Außer die 1. Leerung am 1.1.1876, da wurden sie noch geduldet.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 04.09.2019 19:15:27 Gelesen: 1988# 1671 @  
@ bayern klassisch [#1670]

Hallo Ralph,

hast recht, hätte bloß mal ins Buch schauen müssen und hatte die Krakelei als 1876 gesehen.

Beim nächsten mal besser.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 08.09.2019 19:48:21 Gelesen: 1389# 1672 @  
Liebe Freunde,

nach über 25 Jahren endete letzthin die Suche nach einer solchen Post - Anweisung, wofür ich sehr dankbar bin, denn allmählich begann ich schon müde und verzweifelt zu werden. Aber es ist nochmal alles gut gegangen.



7 Kreuzer Post - Anweisung (PA) von Steinwenden vom 21.11.1874 komplett mit Kupon über 16 Gulden, umgerechnet in 9 Reichsthaler 4 Silbergroschen und 3 Pfennige an Gustav Kägler, Gerber in Barr, Elsaß. Endlich eine PA in das ehemalige Frankreich, optisch noch dazu ganz passabel und auch hinten ganz nett.

Der Adressat quittierte am 22.11.1874 im heimischen Barr bzw. am Folgetag, was ganz lustig ist, denn am 22.11. war der Stempel noch schwarz, am 23.11. aber blau!

Dazu sehe ich 1/2 in Rötel, was ich für eine Gebühr von 1/2 Silbergroschen halte, es aber nicht sicher weiß.

So, jetzt fehlt mir nur noch eine von Elsaß - Deutsch Lothringen nach Bayern aus der Kreuzerzeit, dann bin ich glücklich und zufrieden.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 09.09.2019 09:44:12 Gelesen: 1358# 1673 @  
Liebe Freunde,

Dienstbriefe mit Insinuation sind keine Kostbarkeiten, aber wenn sie nett daher kommen und die Verwendung von Trauerbriefpapier zeigen, macht man sicher nicht viel falsch, wenn man sich ihnen widmet, wie das mir unlängst erging, als ich einen aus dem schönen Simbach am Inn vom 17.4.1864 schnappen konnte, der neben dem schwarzen Trauersiegel auch den entsprechenden Inhalt aufwies.





Nota bene: Zum Tode des bayerischen Königs Max II Josef am 10.3.1864 war eine vierteljährliche Staatstrauer anbefohlen worden und just in diese Zeitspanne fiel dieser Brief vom Landgericht Simbach an den kgl. Advokaten Petzold in Pfarrkirchen. Text:

Hubersberger Joseph % (gegen) Neulinger Balthasar wegen Lohnrückstand

Das Duplikat der Klage über Betr. vom 8./13. d(ieses) M(onats) wurde dem Balthasar Neulinger unter dem Auftrage mitgetehilt, die eingeklagten 8 Gulden 40 Kreuzer nebst Klagekosten ad (zu) 2 Gulden 56 Kreuzer binnen 14 Tagen bei Vermeidung der Auspfändung zu bezahlen, oder binnen gleicher Ausschlußfrist rechtserhebliche Erinnerungen vorzubringen. Simbach den 15. April 1864 der Königl. Landrichter v. Voithenberg ? mpp (manu propria = eigenhändig).

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 09.09.2019 09:50:44 Gelesen: 1356# 1674 @  
Liebe Freunde,



heute zeige ich einen privaten Brief aus München vom 1.12.1837 mit folgender Adresse:

Seiner Hochwohlgebohren p. Dem Director der Centralstelle des großherzoglich badischen Landwirthschaftlichen Vereins, Titul. Herrn Freyherren von Ellrichshausen p. in Carlsruhe - franco.

Der Absender zahlte 10 Kreuzer für Bayern und 4 Kreuzer für Baden.

Was der Scanner nicht einfangen kann, ist der Goldschnitt des verwendeten Briefpapiers - so bleibt die edle Schönheit allein den Augen des jetzigen Besitzers vorbehalten. Der Anbieter in der elektronischen Bucht (eBay) hatte es nicht gesehen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 09.09.2019 10:07:47 Gelesen: 1353# 1675 @  
Liebe Freunde,

folgenden Brief aus München vom 1.10.1858 konnte ich trotz erbitterter Gegenwehr schnappen, auch wenn die nächsten Tage bei Wasser und Brot hart zu werden drohen.



Empfänger war seine Hochwürden, der landgräflich hessische Hofprediger Herrn Dr. Lieberknecht in Homburg vor der Höhe (heute: Bad Homburg bei Frankfurt am Main).

Der Brief war als K.D.S. = Königliche Dienst Sache aufgegeben worden und wurde daher als portofreier Brief im DÖPV kostenlos befördert. Auch seine Zustellung kostete nichts, was damals nicht häufig vorkam.

Ausweislich seiner Siegelseite kam er am Folgetag in FFM an und wurde mit der 4. Distribution (Austragung) Herrn Dr. Lieberknecht zugestellt.

Beim Siegel könnte ich Hilfe gebrauchen - was ich lesen zu können glaube: ... MAJ. D. KÖNIG ...

Für Tipps, die zur Auffindung des Absenders führen, wäre ich sehr dankbar.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 17.09.2019 17:10:55 Gelesen: 206# 1676 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief als Partei Sache (PS) vom 6.12.1828 aus Würzburg an das Königliche Kreis und Stadtgericht in Schweinfurt.

Der Empfänger das Stadtgericht musste 4 Kreuzer für das Porto zahlen.

Gestempelt wurde mit L2 Zweizeiler Würzburg und Datum (Winkler 8a).

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 17.09.2019 18:04:36 Gelesen: 197# 1677 @  
@ Gernesammler [#1676]

Hallo Rainer,

dem ist eigentlich nichts hinzu zu fügen - außer dass ich mal an dieser Stelle eine Lanze brechen will für die großen, zweizeiligen Stempel, die allesamt nicht einfach in guter Qualität wie hier zu finden sind; umso schöner, wenn ein Abschlag auf dem groben Behördenpapier eines dicken Briefes so gut gelingt wie hier - da darf sich das Sammlerherz schon ein bisserl freuen darüber!

Liebe Grüsse,
Ralph
 

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