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Thema: (?) (26) Marken bestimmen: Bermuda Inseln
Das Thema hat 37 Beiträge:
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guy69 Am: 09.11.2020 08:31:53 Gelesen: 1010# 13 @  
@ 10Parale [#7]

Irgendwie kann ich den Plattenfehler nicht so recht erkennen. Auf welcher Marke des Viererblocks soll er denn sein?
 
JohannesM Am: 09.11.2020 11:04:41 Gelesen: 1000# 14 @  
@ guy69 [#13]

steht doch da, Feld 39, also links unten.

Mit besten Grüßen
Eckhard
 
10Parale Am: 09.11.2020 12:13:48 Gelesen: 987# 15 @  
@ guy69 [#13]

Die Frage ist berechtigt. Von allen Stücken die ich hier beim Schweizer Auktionshaus Corinphila erworben habe, ist dieser Plattenfehler am schwierigsten zu finden (linke obere Marke über dem B linke Fläche, ein sehr schmaler, weiße schimmernder Farbfehler. Hier eine Vergrößerung.

Ich möchte die Marke nicht noch einmal scannen, weil sie im Dunkeln besser überlebt und in meiner Spezialsammlung " Julia" zu finden ist.

Liebe Grüße

10Parale


 
JohannesM Am: 09.11.2020 15:39:33 Gelesen: 959# 16 @  
@ 10Parale [#15]

Also ich sehe den Plattenfehler bei der unteren linken Marke und da ist auch das Feld 39 laut deiner eigenen Beschreibung.

Beste Grüße
Eckhard
 
10Parale Am: 09.11.2020 16:01:27 Gelesen: 952# 17 @  
@ JohannesM [#16]

So ist es! Da habe ich mich geirrt und bitte um Entschuldigung.

Heute Abend werde ich eine Vergrößerung des Plattenfehlers der unteren linken Marke vornehmen. Bin über meine eigene Dummheit erschrocken.

Liebe Grüße und selbstverständlich herzlichen Dank.

10Parale
 
10Parale Am: 09.11.2020 18:59:58 Gelesen: 932# 18 @  
@ JohannesM [#16]

Und hier der korrekte Ausschnitt.

Sorry noch mal.

10Parale


 
10Parale Am: 13.11.2020 14:21:29 Gelesen: 843# 19 @  
@ 10Parale [#6]

Hier die erste der beiden "Express Letter Stamps" - Eilmarke zu 22 $, Stanley Gibbons No. E1, herausgegeben am 7. November 1996 mit dem Portrait der Queen Elizabeth II. Die Marke hat aus Sicherheitsgründen fluoreszierende Anteile.

Stanley Gibbons bewertet die Marke postfrisch mit 30 £, der Michel Online Katalog mit 55 €.

Zähnung lt. Stanley Gibbons 14 x 13 ½ - lt. Michel Katalog 13 3/4 - 13 1/4 - na, was stimmt nun?

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 18.11.2020 20:46:26 Gelesen: 777# 20 @  
@ 10Parale [#19]

Heute mal wieder ein paar Jahre zurück ins Jahr 1866.

Stanley Gibbons No. 3 (Michel Nr. 2 A), 2 Pence dull-blue, watermark CC Crown, (Farbe: blass blau), Perforation (Zähnung) 14.

Unter Wasserzeichen CC Crown versteht man die Buchstaben CC und darüber eine Krone.

Der Stanley Gibbons vergibt eine weitere (No. 4) für eine 2 Pence Marke in der Farbe bright-blue, also hellblau, die im Jahr 1877 erschien. Hier unbedingt auf das Wasserzeichen achten, denn eine blaue Marke mit dem Wassereichen CA Crown trägt die Stanley Gibbons Nr. 25 (= Michel Nr. 15 aus dem Jahr 1886).

Hier zeige ich eine ungebrauchte, rückseitig gefalzte Michel Stanley Gibbons No. 3 oder 4, mit dem Wasserzeichen CC Krone, die ich im Jahr 2019 bei Empire Philatelists in Henley-on-Thames gekauft habe. Interessant, dass der Händler die Marke so angepriesen hat: für mich ist es die SG 3.

"Bermuda 1877 2 d Dull Blue SG3 CC Ave Mtd Mint" - wenn sie tatsächlich Dull Blue ist (fahlblau), dann kann sie nur aus dem Jahr 1866 sein. Beide Farben, sowohl die SG3 und auch die SG4 werden ungebraucht mit 475 £ bewertet. Der Michel bewertet die Marke mit 320 €.

Ich habe die Marke zu 20% des Stanley Gibbons Wertes bzw. zu 30% des Michel-Wertes erhalten (Circa-Wert). Ich beobachte den Markt, die Marken werden selten angeboten, einen Farbunterschied zwischen dull-blue oder bright-blue ist kaum auszumachen.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 16.12.2020 19:44:53 Gelesen: 544# 21 @  
@ 10Parale [#20]

Heute zeige ich mal eine Marke, die sich langsam zu meinen Lieblingen einreiht. Die Bermuda-Inseln brachten ihre ersten offiziellen Briefmarken am 25. September 1865 heraus und sie zeigen das Bildnis von Königin Viktoria in verschiedenen Rahmen. (Natürlich waren die ersten Marken die unbezahlbaren Postmaster´s Stamps.)

Die Stanley Gibbons #1 gibt es in 2 Farbtypen, diese hier ist die Farbe rosarot. Das Wasserzeichen I besteht aus einer Krone (Crown) und zwei C C also Crown CC.

In der Beitragsreihe "Die ersten Briefmarken von 1840-1899 #46 habe ich die blass-rosa Ausführung vorgestellt.

Liebe Grüße

10Parale


 
Pepe Am: 17.12.2020 20:18:40 Gelesen: 512# 22 @  
@ 10Parale [#21]

In meinen Tiefen bin ich auf immerhin 16 Marken aus Bermuda gekommen. Alles unbeschriebene Stücke. So zeige ich mal die ersten zwei und hoffe auf Bestimmung.



Die linke ist ohne Wasserzeichen, gezähnt L 11½, Farbe hellbraun oder ähnlich. Die rechte hat das Wasserzeichen Krone über C A, gezähnt K 14, Farbe rosa (töne).

Mich würden schon mal Michelnummern und Bewertung interessieren. So das sie in ein Tauschbuch können.

Nette Grüße Pepe
 
10Parale Am: 17.12.2020 21:08:08 Gelesen: 504# 23 @  
@ Pepe [#22]

Die Rückseite der linken Marke würde mich mal interessieren. Ich habe keine Anhaltspunkte dafür gefunden, dass es von der Ausgabe Freimarken Königin Viktoria Marken ohne Wasserzeichen gäbe. Geläufig sind hier Wasserzeichen I und II, also einmal Krone über CC und einmal Krone über CA (WZ II).

Habe ich etwas übersehen?

Selbst mit Wasserzeichen ist diese Marke mit der Zähnung 11 ½ und der Farbe braun bei mir im Stanley Gibbons Bermuda nicht zu finden. Seltsam! Mir sind solche Punktstempel bei Bermuda-Marken noch nicht vorgekommen. Ich kann nur spekulieren, entweder Fälschung oder irgendein Nachdruck in hellbrauner Farbe.

Die rechte Marke gehört zu Freimarkenserie mit dem Wasserzeichen Krone über CA, wie du richtig sagst. Der Michel und der Stanley Gibbons unterscheiden 4 rote Farbtöne

stumpfrot - dull rose
rosa - rose-red
karminrosa - carmine-rose
anilinrot - aniline carmine
 

In der Folge der Farben Michel 14a - 14d, Stanley Gibbons 22,23,24,24a

anilin-rot scheidet mal aus, weil diese Marke erst 1889 erschien. Der Stempel von Hamilton datiert aus dem Jahr 1887 und sieht realistisch aus. Deshalb und auf Grund des Scans tippe ich bei der rechten Marke auf Michel Nr. 14 c, karmin-rosa bzw. Stanley Gibbons Nr. 24.

Ich zeige hier noch einmal auf einem Scan die Marken stumpfrot (gestempelt) und anilinrot ungebraucht zum Farbvergleich (14 a - 14 d).

Liebe Grüße

10Parale


 

Pepe Am: 17.12.2020 21:56:54 Gelesen: 494# 24 @  
@ 10Parale [#23]

Die Marke macht erst mal ein Vollbad. Hoffe dann schlauer zu werden. Dafür mal die Karte von den Inseln.



Mi 142, hellblau.

Hier der Link zur Vertiefung. [1] Danke an Jaques

Nette Grüße Pepe

[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/159750
 
Martin de Matin Am: 17.12.2020 22:36:34 Gelesen: 489# 25 @  
@ Pepe [#22]

Bei der "hellbraunen " Marke braucht man sich keine Gedanken über eventueller Echtheit machen. Die Marke hat die typischen Erkennungszeichen einer Fälschung aus der Zeit von Spiro und Fournier. Bei Marken die einen Punktstempel haben, obwohl es in diesen Ländern keinen derartigen Stempel gibt, ist es ein typisches Anzeichen für frühe Fälschungen. Des weiteren Zähnung stimmt nicht überein (Zähnungsmaß oder Zähnungsart, hier die Linienzähnung), und "Schnittlinien", hier oben und links die nicht beim Original vorkommen. Allgemeine Erscheinung des Druckbildes, hierbei zu sehen an den unsauberen Schraffurlinien im Mittelkreis und deutliche Abweichungen der Inschrift (besonders deutlich bei der Wertangabe "ONE Penny") sind ein sicheres Erkennungsmerkmal für frühe Fälschungen.

Für mich ist der Punktstempel meist ein sicheres Zeichen für eine genauere Betrachtung einer Marke.

Gruss
Martin
 
Pepe Am: 20.12.2020 20:15:35 Gelesen: 461# 26 @  
@ Martin de Matin [#25]

Ich vermute du hast Recht. Nun wäre es hilfreich, ein echtes Stück, was der Fälscher hier nachmachen wollte, der Fälschung gegenüber zu stellen. Vielleicht kann ja jemand helfen. Ich hebe die Fälschung auf.

Eine ebenfalls schwierige Marke möchte bestimmt werden. Trotz langem Wasserbad ist das Wasserzeichen sehr schwer erkennbar. Krone ja aber Buchstaben darunter kursiv und schnörkelig.



Auch die Farbe ist unter Umständen verblasst, Stempelzahl eine 7.

Einen schönen 4. Advent wünscht
Pepe
 
10Parale Am: 20.12.2020 21:27:38 Gelesen: 452# 27 @  
@ Pepe [#26]

"Nun wäre es hilfreich, ein echtes Stück, was der Fälscher hier nachmachen wollte, der Fälschung gegenüber zu stellen"

Ich weiß nicht, welche Absicht der Fälscher hatte, aber er hat kein existentes Original nachahmen wollen. Dies gibt es nämlich nicht. Es war wohl Absicht, etwas Neues zu schaffen und dem unbedarften Sammler unter die Nase zu reiben. Ich halte es übrigens für eine gelungene Fälschung und würde auch einen Preis dafür bezahlen. Also wenn kein Bedarf besteht, Pepe, ich bin dabei.

Von der Marke zu 4 Pence, die du uns in gestempelter Erhaltung zeigst, gibt es eine Ausgabe vom 25. März 1880 und eine Ausgabe vom 18.01.1904.

1880 - Wasserzeichen Krone über CC / Stanley Gibbons Nr. 10 orange-red (orangenrot) - Michel Nr. 12

1904 - Wasserzeichen Krone über CA / Stanley Gibbons Nr. 28a orange-brown (orange-braun) - Michel Nr. 24
 

Ich zeige im folgenden eine ungebrauchte (sogar falzlose) orangebraune Marke mit dem Wasserzeichen Krone über CA (SG-Valuierung 35 £) und eine gestempelte Marke in orangenroter Farbe Krone über CC mit dem Stempelzahl 1. (SG-Valuierung 1,75 £).

Bei dem Stempelzahlen bin ich blasser Anfänger und muss mir erst Literatur anschaffen. Die 1 dürfte wohl für Hamilton stehen, die 7 ? Wenn du nicht erkennen kannst, ob CA oder CC, hilft nur noch eine Farbbestimmung. Die ist sehr schwierig, aber es könnte sich bei deiner Marke (die Farbe gleitet ins bräunliche ab) durchaus auch um die Michel Nr. 24 handeln, die dann mit 85 € in gestempelter Erhaltung bewertet würde.

Liebe Grüße und schönen Adventsabend wünscht

10Parale


 

10Parale Am: 21.12.2020 20:43:54 Gelesen: 427# 28 @  
@ Pepe [#26]

Dann ist mir heute noch dieser Wahnsinnsbrief in der Sammlung eingefallen, einer meiner absoluten Lieblingsbriefe, der am 12. März 85 von St. Georges (Stempelzahl 3 - da haben wir es schriftlich) nach London lief, um dort schnurstracks in die ABBEY ROAD geliefert zu werden. (jeder kennt das 11. Studioalbum der Beatles mit dem gleichnamigen Titel, wo die 4 Pilzköpfe über den Zebrastreifen in der Abbey Road laufen - 1969).

Nun gut, ich habe noch nicht so viele Briefe mit dieser 4 Pence (SG 20) als Einzelfrankatur entdeckt, aber mit einem wenig Glück kann man so was in guter Erhaltung noch ab 70 Euro erhaschen.

Liebe Grüße

10Parale


 
Pepe Am: 22.12.2020 22:04:09 Gelesen: 403# 29 @  
@ 10Parale [#28]

Ja der ist sehr schön, die Stempelzahl ist allerdings nicht die 3 sondern die 2. Bestimmt vertippt. Aus diesem kleinen Sammelgebiet ist es sicher möglich alle Stempelzahlen zu erhaschen.

Die von mir gezeigte Four Pence hat doch Wz Krone CA. [#26]

Heute noch mal für mich Unbekannte.



Half Penny grün, Wz Krone CA, leider ohne Gummi



One Shilling grau, Wz Krone CA, Überdruck One Farthing

Keine Daten, Mi Nummern und Wert bekannt.

Nette Grüße Pepe
 
Martin de Matin Am: 22.12.2020 22:33:16 Gelesen: 399# 30 @  
@ Pepe [#29]

Die grüne ist die MiNr.13, die im Oktober 1892 ausgegeben wurde.

Die grau ist die MiNr.20 aus dem Jahr 1901. Sie gibt es in zwei Farbvarianten. 20a ist grau und 20b ist blaugrau.

Beide Marken waren 1995 im niedrigen einstelligen DM-Bereich.

Gruss
Martin
 
10Parale Am: 23.12.2020 20:38:01 Gelesen: 363# 31 @  
@ Pepe [#29]
@ Martin de Matin [#30]

Hallo,

ich freue mich sehr Pepe, dass Du deine Bermuda Marken hier zum Besten gibst. Bei der ONE FARTHING MARKE gibt es wenige seltene Exemplare, wo das F mittels eines Handstempels eingefügt wurde. Es soll insgesamt 10 Exemplare davon geben, 8 ungebrauchte und 2 gebrauchte, Ein Exemplar befindet sich in der Royal Philatelic Collection. Also Augen auf. Bewertung bei 8.000 £, gebraucht sogar 10.000 £.

Es gibt noch eine andere ½ Pence Marke aus dem Jahr 1880 in hellbrauner Farbe (stone), Michel Nr. 11 Watermark Crown CC , Zähnung 14, die ich hier neben einem Viererblock der ONE FARTHING zeige.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 08.01.2021 16:16:50 Gelesen: 205# 32 @  
Heute bin ich wieder mal selbst an meine Grenzen gestoßen. Da habe ich eine Marke der sogenannten "One Penny Provisionals of 1875" sehr sehr günstig kaufen können. Hintergrund:

Der Vorrat an 1 Penny Marken schrumpfte im Jahr 1874 auf Grund mangelnder Mengenkontrollen im Lager und in England musste erst mal Nachschub bestellt werden. Wieder einmal musste man sich mit Provisorien aushelfen, wobei die 2 Pence, 3 Pence und 1 Shilling Marke für das Vorhaben gewählt wurden (Michel Nr.2, 3Aa und 5A) Ein zweizeiliger Aufdruck mit der Inschrift One Penny. (Punkt - seltenere Exemplare ohne Punkt) ziert die Marken.

Der Michel Online Katalog weist darauf hin, dass Marken 1 Shilling grün mit der Zähnung 14:12½ (Michel Nr. 5 C) mit Aufdruck Fälschungen darstellen. Diese waren nicht für den Aufdruck vorgesehen, sondern lediglich Marken mit der Zähnung 14.

Bei der Marke, die ich günstig einkaufen konnte, liegt eine Zähnung von 14,25 : 14 vor (Abweichung 0,25 kann messtechnisch bedingt sein, Signoscope) Der Aufdruck sieht passabel aus und Vergleichswerte der 1 Shilling Marke zeigen ein ähnlich grünes Farbbild.

Auf der Rückseite konnte ich mit dem Wasserzeichenleser eine Krone und zumindest ganz sicher ein C erkennen. Dennoch bin ich natürlich pessimistisch (eine Grundeinstellung, die mir die Beschäftigung mit der Philatelie leider einbrachte) aus folgenden Gründen:

- der Preis der Marke 8 € (warum haben nur wenige geboten?), allerdings hat der Anbieter ein sehr schlechtes Foto eingestellt, das auch mich abschreckte.
- rückseitig ein roter Streifen (siehe Scan), der mich an bayerische Marken erinnert (Seidenfaden)
- der Anbieter deklariert die Marke als ungebraucht und in der Artikelbeschreibung auch als gebraucht, ich selbst kann weder das eine noch andere verifizieren?

Nun gut, hier zu Lande wird man wohl kaum einen Bermuda Prüfer finden, aber diese Marke würde ich gerne prüfen lassen.

Liebe Grüße

10Parale


 
Koban Am: 08.01.2021 18:49:24 Gelesen: 189# 33 @  
@ 10Parale [#32]

Vergleiche mal den Aufdruck mit den Marken unter dem Link [1].

Gruß,
Koban

[1] http://www.bermudastamps.co.uk/1875/03/11/1d-on-1-green-provisional-surcharge/
 
10Parale Am: 08.01.2021 20:28:51 Gelesen: 177# 34 @  
@ Koban [#33]

Vielen Dank für den Link. Ich habe mittlerweile auch das Buch von M.H.Ludington erhalten und dessen CHAPTER 4 bin ich am studieren.

Ich kann nur behaupten, die Stellung des Aufdrucks im Markenbild kann differieren. Ich habe nun 3 Beispiele gefunden:

1. Meine Marke

2. Die Marke die Ludington auf Seite 189 (The Post Office) in schwarz-weiß abgebildet hat zeigt eine andere Stellung wie die Marke in deinem Link [1] http://www.bermudastamps.co.uk/1875/03/11/1d-on-1-green-provisional-surcharge/ - siehe SCAN

3. auf philasearch bietet CERES PHILATELIE Paris im Nachverkauf u.a. eine 1 Shilling grün mit Surcharge an und die Stellung des Aufdrucks und das P von Penny sehen auch ganz anders aus. https://www.philasearch.com/de/i_9515_69024/1880_Bermuda/9515-A177-4600.html?set_sprache=de&suchtext=Bermuda&page=4&row_nr=99&breadcrumbId=1610133082.8435

Dein Link überzeugt mich nicht von einer Fälschung, aber ist ein wertvoller Hinweis und ein wertvolles Studienobjekt, vielen Dank.

10Parale


 
Martin de Matin Am: 09.01.2021 00:03:35 Gelesen: 154# 35 @  
@ 10Parale [#32]

Vielleicht solltest du deine mit diesem Stück bei Philasearch vergleichen [1].

Ich habe bei Philasearch mehrere Marken mit diesem Aufdruck angesehen und mit deinem Stück verglichen. Auch bei diesem Aufdruck auf anderer Wertstufe.

Der Aufdruck zeigt immer deutliche Quetschränder an den Buchstaben (aussen ein dünner tiefschwarzer Rand innen aber heller). Der Aufdruck hat immer ein ziemlich gleichmässiges Erscheinungsbild. Die äussere Begrenzung der Buchstaben ist gerade und sauber.

Bei deinem Stück sieht man keine gleichmässig gedruckten Buchstaben. Dies ist durch die roten Pfeile deutlich bei den Buchstaben "n" und "O" ua. zu sehen. Es sind ungleichmässig stark gedruckte Stellen bei den Buchstaben "P" und "O" zu sehen. Die Buchstaben bei deinem Stück sehen einheitlich tiefschwarz aus.
Im zweiten Bild sieht man andere Ausführung der Buchstaben (siehe blaue Pfeile). Der untere Bogen des ersten "e" wird dünner und ist länger. Dünne Linien oben und unten am "P" und Einbuchtung rechts am "y".



Ich zweifle sehr an der Echtheit des Aufdrucks bei deinem Stück.

Ich vermute auch, das die Marke gebraucht ist. Wenn man durch Bildbearbeitung die grüne Farbe stark abschwächt erkennt man grauschwarze Farbstellen im /um den Haarbereich vor dem Mund und zwischen den Aufdruckzeilen. Besonders deutlich ist es über "ny" zu sehen.

Ich vermute jemand wollte aus einer beschädigten relativ billigen Marke, eine seltene (4800 Stück) teure Marke machen.

Gruss
Martin

[1] http://www.philasearch.com/de/i_9610_1630/1880_Bermuda/9610-M202178.html?set_sprache=de&set_gesetz_bestaetigt_jn=J&gesetz_bestaetigt_neu=J&treeparent=COSUBGRP-30270%2CCO-1880%2CCD-2&set_anbieter=0&set_auktionnr=-1&postype=PH&page=9&row_nr=211&breadcrumbId=1610140521.0972
 
10Parale Am: 09.01.2021 16:42:54 Gelesen: 107# 36 @  
@ Martin de Matin [#35]

Vielen herzlichen Dank. Du bringst einige Argumente für eine Fälschung ins Feld, die auch mich überzeugen.

Mr. Donald McPhee Lee (The Queen´s printer), der mit der Herstellung dieses Aufdrucks beauftragt wurde, könnte uns da auch noch einiges erzählen, wäre er noch am Leben.

Doch zunächst die Frage: Wie kommst du auf die Zahl 4.800 Stück? Dies bezieht sich wohl auf die 2 Pence mit Aufdruck.

Ludington führt an, dass die Anzahl der Marken mit Aufdruck nicht eindeutig bewiesen werden kann. Wenn ich seine Tabelle über die 1 Shilling Marken, die zur Umwandlung mit Aufdruck herangezogen wurden richtig interpretiere gibt es folgende Mutmaßungen (suggestions):

1 Shilling grün - 24.000 Exemplare mit Aufdruck - Bewertung: 750/460
2 pence blau - 4.800 Exemplare mit Aufdruck - Bewertung: 1000/550
3 pence bräunlichgelb 12.000 Exemplare mit Aufdruck - Bewertung: 650/500
 

Insofern ist auch die Bewertung laut Michel einigermaßen verständlich, wenn auch nicht ganz.

Fazit: Aufdruckmarken sind immer problematisch. Man sollte sich von Fälschungen nicht entmutigen lassen, sondern sie heranziehen, um Originale zu erkennen. Ein Rest Hoffnung bleibt immer.

Liebe Grüße

10Parale
 

Martin de Matin Am: 09.01.2021 17:09:42 Gelesen: 97# 37 @  
@ 10Parale [#36]

Ich habe mich in der Reihe vertan, die 4800 beziehen sich auf die 2 Pence. Im Kohlhandbuch steht für die 1 Schilling von 23.500 Stück, die sich auf 3 Auflagen verteilen (11.3. / 31. 3. und 16. 1875.

Fälschungen sind meiner Meinung nach wichtig als Vergleichsmaterial sofern man nicht zu viel bezahlt.

Gruss
Martin
 

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