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Thema: (?) (48) Marken bestimmen: Bermuda Inseln
Das Thema hat 48 Beiträge:
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Pepe Am: 17.12.2020 21:56:54 Gelesen: 6286# 24 @  
@ 10Parale [#23]

Die Marke macht erst mal ein Vollbad. Hoffe dann schlauer zu werden. Dafür mal die Karte von den Inseln.



Mi 142, hellblau.

Hier der Link zur Vertiefung. [1] Danke an Jaques

Nette Grüße Pepe

[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/159750
 
Martin de Matin Am: 17.12.2020 22:36:34 Gelesen: 6281# 25 @  
@ Pepe [#22]

Bei der "hellbraunen " Marke braucht man sich keine Gedanken über eventueller Echtheit machen. Die Marke hat die typischen Erkennungszeichen einer Fälschung aus der Zeit von Spiro und Fournier. Bei Marken die einen Punktstempel haben, obwohl es in diesen Ländern keinen derartigen Stempel gibt, ist es ein typisches Anzeichen für frühe Fälschungen. Des weiteren Zähnung stimmt nicht überein (Zähnungsmaß oder Zähnungsart, hier die Linienzähnung), und "Schnittlinien", hier oben und links die nicht beim Original vorkommen. Allgemeine Erscheinung des Druckbildes, hierbei zu sehen an den unsauberen Schraffurlinien im Mittelkreis und deutliche Abweichungen der Inschrift (besonders deutlich bei der Wertangabe "ONE Penny") sind ein sicheres Erkennungsmerkmal für frühe Fälschungen.

Für mich ist der Punktstempel meist ein sicheres Zeichen für eine genauere Betrachtung einer Marke.

Gruss
Martin
 
Pepe Am: 20.12.2020 20:15:35 Gelesen: 6253# 26 @  
@ Martin de Matin [#25]

Ich vermute du hast Recht. Nun wäre es hilfreich, ein echtes Stück, was der Fälscher hier nachmachen wollte, der Fälschung gegenüber zu stellen. Vielleicht kann ja jemand helfen. Ich hebe die Fälschung auf.

Eine ebenfalls schwierige Marke möchte bestimmt werden. Trotz langem Wasserbad ist das Wasserzeichen sehr schwer erkennbar. Krone ja aber Buchstaben darunter kursiv und schnörkelig.



Auch die Farbe ist unter Umständen verblasst, Stempelzahl eine 7.

Einen schönen 4. Advent wünscht
Pepe
 
10Parale Am: 20.12.2020 21:27:38 Gelesen: 6244# 27 @  
@ Pepe [#26]

"Nun wäre es hilfreich, ein echtes Stück, was der Fälscher hier nachmachen wollte, der Fälschung gegenüber zu stellen"

Ich weiß nicht, welche Absicht der Fälscher hatte, aber er hat kein existentes Original nachahmen wollen. Dies gibt es nämlich nicht. Es war wohl Absicht, etwas Neues zu schaffen und dem unbedarften Sammler unter die Nase zu reiben. Ich halte es übrigens für eine gelungene Fälschung und würde auch einen Preis dafür bezahlen. Also wenn kein Bedarf besteht, Pepe, ich bin dabei.

Von der Marke zu 4 Pence, die du uns in gestempelter Erhaltung zeigst, gibt es eine Ausgabe vom 25. März 1880 und eine Ausgabe vom 18.01.1904.

1880 - Wasserzeichen Krone über CC / Stanley Gibbons Nr. 10 orange-red (orangenrot) - Michel Nr. 12

1904 - Wasserzeichen Krone über CA / Stanley Gibbons Nr. 28a orange-brown (orange-braun) - Michel Nr. 24
 

Ich zeige im folgenden eine ungebrauchte (sogar falzlose) orangebraune Marke mit dem Wasserzeichen Krone über CA (SG-Valuierung 35 £) und eine gestempelte Marke in orangenroter Farbe Krone über CC mit dem Stempelzahl 1. (SG-Valuierung 1,75 £).

Bei dem Stempelzahlen bin ich blasser Anfänger und muss mir erst Literatur anschaffen. Die 1 dürfte wohl für Hamilton stehen, die 7 ? Wenn du nicht erkennen kannst, ob CA oder CC, hilft nur noch eine Farbbestimmung. Die ist sehr schwierig, aber es könnte sich bei deiner Marke (die Farbe gleitet ins bräunliche ab) durchaus auch um die Michel Nr. 24 handeln, die dann mit 85 € in gestempelter Erhaltung bewertet würde.

Liebe Grüße und schönen Adventsabend wünscht

10Parale


 

10Parale Am: 21.12.2020 20:43:54 Gelesen: 6219# 28 @  
@ Pepe [#26]

Dann ist mir heute noch dieser Wahnsinnsbrief in der Sammlung eingefallen, einer meiner absoluten Lieblingsbriefe, der am 12. März 85 von St. Georges (Stempelzahl 3 - da haben wir es schriftlich) nach London lief, um dort schnurstracks in die ABBEY ROAD geliefert zu werden. (jeder kennt das 11. Studioalbum der Beatles mit dem gleichnamigen Titel, wo die 4 Pilzköpfe über den Zebrastreifen in der Abbey Road laufen - 1969).

Nun gut, ich habe noch nicht so viele Briefe mit dieser 4 Pence (SG 20) als Einzelfrankatur entdeckt, aber mit einem wenig Glück kann man so was in guter Erhaltung noch ab 70 Euro erhaschen.

Liebe Grüße

10Parale


 
Pepe Am: 22.12.2020 22:04:09 Gelesen: 6195# 29 @  
@ 10Parale [#28]

Ja der ist sehr schön, die Stempelzahl ist allerdings nicht die 3 sondern die 2. Bestimmt vertippt. Aus diesem kleinen Sammelgebiet ist es sicher möglich alle Stempelzahlen zu erhaschen.

Die von mir gezeigte Four Pence hat doch Wz Krone CA. [#26]

Heute noch mal für mich Unbekannte.



Half Penny grün, Wz Krone CA, leider ohne Gummi



One Shilling grau, Wz Krone CA, Überdruck One Farthing

Keine Daten, Mi Nummern und Wert bekannt.

Nette Grüße Pepe
 
Martin de Matin Am: 22.12.2020 22:33:16 Gelesen: 6191# 30 @  
@ Pepe [#29]

Die grüne ist die MiNr.13, die im Oktober 1892 ausgegeben wurde.

Die grau ist die MiNr.20 aus dem Jahr 1901. Sie gibt es in zwei Farbvarianten. 20a ist grau und 20b ist blaugrau.

Beide Marken waren 1995 im niedrigen einstelligen DM-Bereich.

Gruss
Martin
 
10Parale Am: 23.12.2020 20:38:01 Gelesen: 6155# 31 @  
@ Pepe [#29]
@ Martin de Matin [#30]

Hallo,

ich freue mich sehr Pepe, dass Du deine Bermuda Marken hier zum Besten gibst. Bei der ONE FARTHING MARKE gibt es wenige seltene Exemplare, wo das F mittels eines Handstempels eingefügt wurde. Es soll insgesamt 10 Exemplare davon geben, 8 ungebrauchte und 2 gebrauchte, Ein Exemplar befindet sich in der Royal Philatelic Collection. Also Augen auf. Bewertung bei 8.000 £, gebraucht sogar 10.000 £.

Es gibt noch eine andere ½ Pence Marke aus dem Jahr 1880 in hellbrauner Farbe (stone), Michel Nr. 11 Watermark Crown CC , Zähnung 14, die ich hier neben einem Viererblock der ONE FARTHING zeige.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 08.01.2021 16:16:50 Gelesen: 5997# 32 @  
Heute bin ich wieder mal selbst an meine Grenzen gestoßen. Da habe ich eine Marke der sogenannten "One Penny Provisionals of 1875" sehr sehr günstig kaufen können. Hintergrund:

Der Vorrat an 1 Penny Marken schrumpfte im Jahr 1874 auf Grund mangelnder Mengenkontrollen im Lager und in England musste erst mal Nachschub bestellt werden. Wieder einmal musste man sich mit Provisorien aushelfen, wobei die 2 Pence, 3 Pence und 1 Shilling Marke für das Vorhaben gewählt wurden (Michel Nr.2, 3Aa und 5A) Ein zweizeiliger Aufdruck mit der Inschrift One Penny. (Punkt - seltenere Exemplare ohne Punkt) ziert die Marken.

Der Michel Online Katalog weist darauf hin, dass Marken 1 Shilling grün mit der Zähnung 14:12½ (Michel Nr. 5 C) mit Aufdruck Fälschungen darstellen. Diese waren nicht für den Aufdruck vorgesehen, sondern lediglich Marken mit der Zähnung 14.

Bei der Marke, die ich günstig einkaufen konnte, liegt eine Zähnung von 14,25 : 14 vor (Abweichung 0,25 kann messtechnisch bedingt sein, Signoscope) Der Aufdruck sieht passabel aus und Vergleichswerte der 1 Shilling Marke zeigen ein ähnlich grünes Farbbild.

Auf der Rückseite konnte ich mit dem Wasserzeichenleser eine Krone und zumindest ganz sicher ein C erkennen. Dennoch bin ich natürlich pessimistisch (eine Grundeinstellung, die mir die Beschäftigung mit der Philatelie leider einbrachte) aus folgenden Gründen:

- der Preis der Marke 8 € (warum haben nur wenige geboten?), allerdings hat der Anbieter ein sehr schlechtes Foto eingestellt, das auch mich abschreckte.
- rückseitig ein roter Streifen (siehe Scan), der mich an bayerische Marken erinnert (Seidenfaden)
- der Anbieter deklariert die Marke als ungebraucht und in der Artikelbeschreibung auch als gebraucht, ich selbst kann weder das eine noch andere verifizieren?

Nun gut, hier zu Lande wird man wohl kaum einen Bermuda Prüfer finden, aber diese Marke würde ich gerne prüfen lassen.

Liebe Grüße

10Parale


 
Koban Am: 08.01.2021 18:49:24 Gelesen: 5981# 33 @  
@ 10Parale [#32]

Vergleiche mal den Aufdruck mit den Marken unter dem Link [1].

Gruß,
Koban

[1] http://www.bermudastamps.co.uk/1875/03/11/1d-on-1-green-provisional-surcharge/
 
10Parale Am: 08.01.2021 20:28:51 Gelesen: 5969# 34 @  
@ Koban [#33]

Vielen Dank für den Link. Ich habe mittlerweile auch das Buch von M.H.Ludington erhalten und dessen CHAPTER 4 bin ich am studieren.

Ich kann nur behaupten, die Stellung des Aufdrucks im Markenbild kann differieren. Ich habe nun 3 Beispiele gefunden:

1. Meine Marke

2. Die Marke die Ludington auf Seite 189 (The Post Office) in schwarz-weiß abgebildet hat zeigt eine andere Stellung wie die Marke in deinem Link [1] http://www.bermudastamps.co.uk/1875/03/11/1d-on-1-green-provisional-surcharge/ - siehe SCAN

3. auf philasearch bietet CERES PHILATELIE Paris im Nachverkauf u.a. eine 1 Shilling grün mit Surcharge an und die Stellung des Aufdrucks und das P von Penny sehen auch ganz anders aus. https://www.philasearch.com/de/i_9515_69024/1880_Bermuda/9515-A177-4600.html?set_sprache=de&suchtext=Bermuda&page=4&row_nr=99&breadcrumbId=1610133082.8435

Dein Link überzeugt mich nicht von einer Fälschung, aber ist ein wertvoller Hinweis und ein wertvolles Studienobjekt, vielen Dank.

10Parale


 
Martin de Matin Am: 09.01.2021 00:03:35 Gelesen: 5946# 35 @  
@ 10Parale [#32]

Vielleicht solltest du deine mit diesem Stück bei Philasearch vergleichen [1].

Ich habe bei Philasearch mehrere Marken mit diesem Aufdruck angesehen und mit deinem Stück verglichen. Auch bei diesem Aufdruck auf anderer Wertstufe.

Der Aufdruck zeigt immer deutliche Quetschränder an den Buchstaben (aussen ein dünner tiefschwarzer Rand innen aber heller). Der Aufdruck hat immer ein ziemlich gleichmässiges Erscheinungsbild. Die äussere Begrenzung der Buchstaben ist gerade und sauber.

Bei deinem Stück sieht man keine gleichmässig gedruckten Buchstaben. Dies ist durch die roten Pfeile deutlich bei den Buchstaben "n" und "O" ua. zu sehen. Es sind ungleichmässig stark gedruckte Stellen bei den Buchstaben "P" und "O" zu sehen. Die Buchstaben bei deinem Stück sehen einheitlich tiefschwarz aus.
Im zweiten Bild sieht man andere Ausführung der Buchstaben (siehe blaue Pfeile). Der untere Bogen des ersten "e" wird dünner und ist länger. Dünne Linien oben und unten am "P" und Einbuchtung rechts am "y".



Ich zweifle sehr an der Echtheit des Aufdrucks bei deinem Stück.

Ich vermute auch, das die Marke gebraucht ist. Wenn man durch Bildbearbeitung die grüne Farbe stark abschwächt erkennt man grauschwarze Farbstellen im /um den Haarbereich vor dem Mund und zwischen den Aufdruckzeilen. Besonders deutlich ist es über "ny" zu sehen.

Ich vermute jemand wollte aus einer beschädigten relativ billigen Marke, eine seltene (4800 Stück) teure Marke machen.

Gruss
Martin

[1] http://www.philasearch.com/de/i_9610_1630/1880_Bermuda/9610-M202178.html?set_sprache=de&set_gesetz_bestaetigt_jn=J&gesetz_bestaetigt_neu=J&treeparent=COSUBGRP-30270%2CCO-1880%2CCD-2&set_anbieter=0&set_auktionnr=-1&postype=PH&page=9&row_nr=211&breadcrumbId=1610140521.0972
 
10Parale Am: 09.01.2021 16:42:54 Gelesen: 5899# 36 @  
@ Martin de Matin [#35]

Vielen herzlichen Dank. Du bringst einige Argumente für eine Fälschung ins Feld, die auch mich überzeugen.

Mr. Donald McPhee Lee (The Queen´s printer), der mit der Herstellung dieses Aufdrucks beauftragt wurde, könnte uns da auch noch einiges erzählen, wäre er noch am Leben.

Doch zunächst die Frage: Wie kommst du auf die Zahl 4.800 Stück? Dies bezieht sich wohl auf die 2 Pence mit Aufdruck.

Ludington führt an, dass die Anzahl der Marken mit Aufdruck nicht eindeutig bewiesen werden kann. Wenn ich seine Tabelle über die 1 Shilling Marken, die zur Umwandlung mit Aufdruck herangezogen wurden richtig interpretiere gibt es folgende Mutmaßungen (suggestions):

1 Shilling grün - 24.000 Exemplare mit Aufdruck - Bewertung: 750/460
2 pence blau - 4.800 Exemplare mit Aufdruck - Bewertung: 1000/550
3 pence bräunlichgelb 12.000 Exemplare mit Aufdruck - Bewertung: 650/500
 

Insofern ist auch die Bewertung laut Michel einigermaßen verständlich, wenn auch nicht ganz.

Fazit: Aufdruckmarken sind immer problematisch. Man sollte sich von Fälschungen nicht entmutigen lassen, sondern sie heranziehen, um Originale zu erkennen. Ein Rest Hoffnung bleibt immer.

Liebe Grüße

10Parale
 

Martin de Matin Am: 09.01.2021 17:09:42 Gelesen: 5889# 37 @  
@ 10Parale [#36]

Ich habe mich in der Reihe vertan, die 4800 beziehen sich auf die 2 Pence. Im Kohlhandbuch steht für die 1 Schilling von 23.500 Stück, die sich auf 3 Auflagen verteilen (11.3. / 31. 3. und 16. 1875.

Fälschungen sind meiner Meinung nach wichtig als Vergleichsmaterial sofern man nicht zu viel bezahlt.

Gruss
Martin
 
10Parale Am: 28.01.2021 17:15:26 Gelesen: 5642# 38 @  
@ Martin de Matin [#37]

Fälschungen sind meiner Meinung nach wichtig als Vergleichsmaterial sofern man nicht zu viel bezahlt.

Da stimme ich zu.

Wer Bermuda sammelt, sollte stets das Wasserzeichen prüfen. Denn es gibt bei einigen Marken kopfstehende Wasserzeichen.

Ich zeige hier eine Stanley Gibbons #24a, 1 Penny anilin-rot karmin aus dem Jahr 1889 in ungebrauchter Erhaltung mit einem kopfstehenden Wasserzeichen CROWN CA.

Zur Verdeutlichung, wie das dann aussieht, zeige ich einen Vergleich der Wasserzeichen.

Liebe Grüße

10Parale



 
volkimal Am: 28.01.2021 17:48:04 Gelesen: 5630# 39 @  
@ 10Parale [#38]

Hallo 10Parale,

wenn ich deine Marke auf den Kopf stelle, sieht das Wasserzeichen so aus:



Habe gerade keinen Katalog zur Hand um es zu vergleichen.

Viele Grüße
Volkmar
 
10Parale Am: 28.01.2021 19:45:40 Gelesen: 5613# 40 @  
@ volkimal [#39]

inverted - auf dem Kopf stehend -
reversed - umgekehrt (Reihenfolge) - konträr, gegenteilig zu der normalen Position

Ich habe 2 identische Marken, Stanley Gibbons Nr. 24 rückseitig mit 600 dpi gescannt. Die linke Marke ist die Marke mit dem WATERMARK INVERTED 24a.

Der Stanley Gibbons unterscheidet bei den Marken zwischen inverted watermark und reversed watermark. Die Michel Nr. 24 gibt es lt. allen Aufzeichnungen auf dieser Welt nur mit auf dem Kopf stehenden Wasserzeichen.

Ich habe diese Marke übrigens kürzlich bei einem deutschen Auktionshaus mit exakt dieser Beschreibung für den Zuschlag von 110,-- €uro erworben (ohne Aufpreis). Natürlich muss ich mich da auch noch selbst einarbeiten.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 20.02.2021 22:23:32 Gelesen: 5322# 41 @  
@ 10Parale [#40]

heute zeige ich 2 Viererblocks aus der Freimarkenserie "Schiffe", wobei mir der rechte ungebrauchte Viererblock, - da die Rückseite -, Kopfzerbrechen bereitet.

Vielleicht kann ein erfahrener Sammler, der sich mit Gummierungen auskennt, weiterhelfen.

Der linke Block hat das Wasserzeichen 4 (Multiple Script), mehrere Kronen, und CA in einer besonderen schnörkelartigen Schreibweise (siehe Bild). Insofern denke ich, handelt es sich um die Michel Nr. 71 (Farbe: rot). Die 3 Untertypen lasse ich mal außer Acht.

Der rechte Viererblock wurde mir mit der Eigenschaft (2 hinged above, original gum) angeboten, also mit Originalgummi. Heute legte ich den Viererblock unter das Signoscope und fand überhaupt kein Wasserzeichen. Woran liegt das? Wären die 4 Marken Fälschungen, sind sie gut gemacht. Sind wie eventuell nachgummiert und die Nachgummierung verdeckt die Sichtbarkeit eines Wasserzeichens? Ich habe da leider wenig Ahnung.

Freimarken "Schiffe" ohne Wasserzeichen sind mir nicht bekannt. Nun gut, ich habe den Verkäufer angeschrieben und hoffe er hat eine gute Antwort parat.

Liebe Grüße

10Parale




 
Martin de Matin Am: 21.02.2021 16:29:41 Gelesen: 5284# 42 @  
@ 10Parale [#41]

Hast du die Einheit auch in Benzin nach dem Wasserzeichen überprüft?

Bedenklicher finde ich, das die rote Farbe teilweise dunkler erscheint. Dies sieht man in dem farbigen Kasten in dem "Bermuda" steht. Bei der linken oberen Marke ist er deutlich dunkler als bei der rechten unteren, und es sieht auch so aus als wäre er links heller als rechts. Auch die Wertziffer "1" macht so einen Eindruck. Wenn man die Marken im flachen Winkel gegen eine Lichtquelle hält und dann ein silbergrauer Glanz auf der Farbe erscheint, dann kann man davon ausgehen, das es sich um einen Bleisulfidschaden handelt. Ich habe auch eine rote Marke mit diesem Wasserzeichen, die durch Unterbringung in Folie sich zu so einem Farbbild verändert hat.

Gruss
Martin
 
10Parale Am: 24.02.2021 16:42:30 Gelesen: 5232# 43 @  
@ Martin de Matin [#42]

"Hast du die Einheit auch in Benzin nach dem Wasserzeichen überprüft?"

Hier die Antwort des Verkäufers in englischer Sprache

Watermark fluid with the correct black tray is the best way to go. Sometimes the stamp has to sit a minute in the fluid when dealing with chalky paper or other situations but I find it much better to see the watermark. You will find the watermark on these stamps.

Der Verkäufer ist also fest überzeugt, dass ich mit Benzin oder "Watermark fluid" nach maximal 1 Minute Wartezeit ein Wasserzeichen entdecken werde. Ich glaube daran!

Spontan wie ich manchmal bin habe ich daraufhin 4 postfrische Marken als Vergleichsmaterial hinzugezogen. Und sofort sah ich verwundert ein Wasserzeichen, bzw. 2 verschiedene Wasserzeichen. Der Scan zeigt von links nach rechts;

- BERMUDA GV SG79a, 1d carmine-lake: Wasserzeichen Mult Script
- BERMUDA GV SG46a, 1d rose-red: Wasserzeichen Multiple Crown
- BERMUDA EDVII SG46, 1d red: Wasserzeichen Multiple Crown
- Bermuda GV sg79a, 1d Carmine-See: Wasserzeichen Mult Script
 

Der erste Schritt bei dieser Marke ist also die Wasserzeichenbestimmung. Der zweite Schritt die Farbbestimmung. Hier wird also noch bei der SG 79a zwischen Camin-lake und Carmin-See unterschieden. Ich habe keine adäquate Übersetzung, denke aber See ist heller als LAKE.

Wenn ich nun diese 4 Marken und den VB aus [#41] farbtechnisch vergleiche, handelt es sich offensichtlich um einen Bleisulfidschaden, wie Martin de Matin richtig feststellt. Alle Achtung und Bewunderung für solch ein gutes Auge! Ich werde nun dem Verkäufer dementsprechend eine Mitteilung machen. Ich muss allerdings gestehen, dass ich den Viererblock für 12 £ noch recht günstig erwerben konnte. Ob die englische Übersetung "Lead sulfide damage" richtig ist, weiss ich nicht.

Der Verkäufer hat mir Rückgabe angeboten, wenn ich nicht zufrieden bin. Bei soviel Höflichkeit bin ich aber zufrieden und behalte den VB als Exempel.

Liebe Grüße

10Parale


 

Martin de Matin Am: 24.02.2021 21:37:11 Gelesen: 5199# 44 @  
@ 10Parale [#43]

"Ob die englische Übersetung "Lead sulfide damage" richtig ist, weiss ich nicht."

In englischsprachigen Auktionkatalogen/Attesten findig man für Bleisulfidschäden die Bezeichnung "sulphurated" (sulfur = Schwefel).

Gruss
Martin
 
10Parale Am: 26.03.2021 20:59:51 Gelesen: 4793# 45 @  
@ Martin de Matin [#30]

"Die graue ist die MiNr.20 aus dem Jahr 1901. Sie gibt es in zwei Farbvarianten. 20a ist grau und 20b ist blaugrau.

Beide Marken waren 1995 im niedrigen einstelligen DM-Bereich."


Bei Stanley Gibbons haben die beiden Farbvarianten die Nummern 30 und 30b, wobei die Marke in blaugrau (bluish grey) postfrisch mit 5,50 £, die graue mit 5 £ bewertet sind. Der Michel bewertet sehr viel niedriger, was mich ehrlich gesagt sehr wundert.

Hier zeige ich eine Gegenüberstellung von 2 postfrischen Viererblocks zur Darstellung der Farbdifferenz, links blaugrau.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 26.06.2021 22:47:18 Gelesen: 3723# 46 @  
Die folgende UPU Postkarte finde ich übrigens sehr interessant. Sie hat die Bezeichnung (Asch. No. IIa, Ausgabe von 1880) frankiert mit ½ + 1d.

Da die erste Ganzsache von Bermuda erst im Jahr 1885 erschienen ist, vermute ich, dass es sich bei den beiden Marken um eine Art Vorfrankatur handelt, kann es aber nicht belegen.

Ich stelle mir natürlich gleich die Frage, welche Marken besonders des Wertes "One Penny" für die Frankatur benutzt wurden. Da gibt es natürlich wasserzeichen-technisch und farbtechnisch einige Möglichkeiten.

Gestempelt und echt gelaufen sind solche Postkarten äußerst teuer und ab und zu auch auf Auktionen im Angebot.

Allerdings fehlen mir eindeutige Angaben, vielleicht wurde oder musste stets die selbe 1 Pence Marke verwendet werden. Es gibt auch eine Art Vorfrankatur mit ½ Pence (Stanley Gibbons #19). Vielleicht kann jemand mehr zu diesen eigenartigen vor-frankierten Postkarten sagen.

Rückseitig fand ich übrigens eine Zählnummer, darüber kann ich auch nichts sagen.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 12.07.2021 20:17:45 Gelesen: 3536# 47 @  
@ 10Parale [#46]

Es gibt auch eine Art Vorfrankatur mit ½ Pence (Stanley Gibbons #19).

Also hier noch die Higgins #1 Post Card von Bermuda in ungebrauchtem Zustand. Solche Karten bekommt man noch für einen zweistelligen Betrag, so um die 30 Euro. +, - je nach Zustand. Echt gelaufen keine billigen Angelegenheiten.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 29.12.2021 20:17:04 Gelesen: 2068# 48 @  
@ 10Parale [#46]

Nun ist es mir gelungen, einmal eine dieser UPU Postkarten Ascher No. II zu finden, auf der die beiden Marken entfernt wurden. Zudem konnte ich herausfinden, dass es zwei Typen der Nr. II gibt, die sich im Farbton des Kartons unterscheiden - II a ist dunkler als II b.

Und tatsächlich befinden sich auf der Blanko Postkarte 2 Felder mit Anweisungen, welche Marken zu verkleben sind.

Es stellt sich nun die Frage, wie diese Postkarten am Schalter verkauft wurden, schon vorfrankiert oder nicht frankiert? Ich tippe auf das Erstere.

Liebe Grüße

10Parale


 

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