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Thema: Werte von Briefen schätzen
Das Thema hat 43 Beiträge:
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AfriKiwi Am: 07.08.2007 08:11:48 Gelesen: 50719# 1 @  
Hallo Alle,

Wer kann mir den Wert schätzen für diesen Beleg, wie abgebildet.

Vielen Dank
Erich


 
Hermes65 Am: 07.08.2007 08:17:09 Gelesen: 50718# 2 @  
Nach Michel Briefe-Katalog 2004: steht die 500 Pf als Mischfrankatur 7,50 EUR. + 3 einzelne a 1,80 und die 40er mit 0,40 EUR. zusammen: 13,30 EUR. Voraussetzung: der Brief ist Portogerecht!
 
AfriKiwi Am: 07.08.2007 09:43:00 Gelesen: 50716# 3 @  
@ Hermes65 [#2]

Vielen Dank Manfred,

Also der Michel Brief-Katalog ist die Antwort.

Er scheint Portogerecht zu sein weil ich einen anderen habe gegen gleichem Porto Frankatur.

Was wird so im allgemeinen von Deutschen an Bedarfbelegen geschätzt ?

Ich schätze es nach dem Vorkommen, ob seltene Marke oder Einheit (Markenheftchenpaare), sauberen deutlichen Rundstempel.

Wie ist sowas zu bewerten mit einem Plattenfehler auf den Modernen Sachen -
% Plus ?

Dann haben wir unten die 100 Pfg der Ersten Selbstklebenden, Datum aber 27.09.93.

Erich
 


Hermes65 Am: 07.08.2007 11:44:53 Gelesen: 50711# 4 @  
Die Anforderungen im Michel sprechen eine klare Sprache: Portogerecht heißt max. 10% über dem jeweiligen Porto.

Überfrankierte Briefe gelten demnach streng genommen nicht also solche. Dabei gilt max. 15% für die beste Marke des Briefes, die anderen Marken werden mit dem gestempelt-Preis hinzugerechnet.

Den höchsten Wert haben in der Regel Mehrfachfrankaturen oder Einzelfrankaturen. Mischfrankaturen sind meist deutlich niedriger notiert.

Das alles gilt für Deutschland; bei ausländischen Briefen kenne ich mich nicht aus, denke aber, dass es ähnlich sein wird!

Hier ein Beispiel für eine schöne Mehrfachfrankatur, schlicht, aber durchaus interessant! Heuß-Pärchen 30 Pfg. portogerecht als Orts-R-Brief!


 
- Am: 07.08.2007 12:34:55 Gelesen: 50708# 5 @  
@ Hermes65 [#4]

Mein Gott, waren das noch Zeiten, als ein Einschreiben 60 Pfennige kostete!
 
AfriKiwi Am: 07.08.2007 12:38:27 Gelesen: 50708# 6 @  
@ Hermes65 [#4]

Hallo Manfred,

Vielen Dank für die Information, praktisch gesprochen also die gleiche Bewertung im Ausland aber sicher mit Ausnahmen.

Hier ein normaler Auslandsbrief mit Sonderstempel, wohin er ging, wahrscheinlich nach NZ oder Australien für DM 2.40 Porto in 1954. Aber für €2 war es schon ein guter Kauf leider nicht das gute Wasserzeichen.

Erich


 
Hermes65 Am: 07.08.2007 12:46:35 Gelesen: 50707# 7 @  
Für 2 Euro? Echt geschenkt das gute Stück; das würd' ich dir auch dafür geben. *gg

Hier noch eine Fast-Mehrfach-Frankatur:

Wohlfahrt 1958 en masse auf Einschreiben-Luftpost-Brief nach Bombay (Indien) und entsprechenden Stempeln. Rückseitig Siegelaufkleber "Bank Deutscher Länder Fankfurt (Main)". Ein dekoratives Stück zweifelsohne.


 
AfriKiwi Am: 07.08.2007 13:28:53 Gelesen: 50704# 8 @  
@ Hermes65 [#7]

Prima Farbe mit dem Scan von dem Frankfurt Brief und saubere Erhaltung. Nicht so verkrumpelt wie mein 60 Pfenniger.

Da sieht dieser von über 100 Jahren besser aus als mein verkrumpelter 80er Posthorn Umschlag - aber wieviel besser oder auch garnicht besser ?

@ Klaus

Ich habe auch noch kein Einschreiben gesehen für 60 Pfg., das kann man leicht als einen normalen Brief ansehen, wenn man durch den Kisten wühlt.

Erich
 


Hermes65 Am: 07.08.2007 13:52:45 Gelesen: 50703# 9 @  
Die Verwirrung um den Einschreibe-Brief kann ich verstehen, denn die Betonung liegt eben auf "Orts-"
 
- Am: 07.08.2007 14:00:03 Gelesen: 50701# 10 @  
@ Hermes65 [#9]

Das war mir schon klar!

Damals hat man auch noch eine 'Halbe' für 50 Pfg bekommen!
 
Henry Am: 08.08.2007 20:46:30 Gelesen: 50670# 11 @  
@ AfriKiwi [#1]

Der Brief ist portogerecht, wenn ich den Stempel mit dem Jahr 1999 richtig entziffere (ist etwas schwierig zu sehen):

Briefentgelt Standardbrief 3 DM + Express International 10 DM + Einschreiben 4 DM + Rückschein 3,50 DM

Die Bewertung nach MICHEL ergibt eine Verhandlungsbasis. Entscheidend ist aber letztendlich, was es dem Käufer wert ist. Für die Betrachtung eines Zuschlages für die Seltenheit der Auslandsverwendung gibt es leider keinen festgelegten Massstab. Sicher ist die Höhe des Portos selten, was ja auch durch den Auslandsversand bedingt ist. Das Land selbst ist nicht so wichtig, sondern der Bereich "Welt", also außerhalb Europas. Wieviel Briefe es gibt - wer weiß das schon? Also ist es auch hier allein darauf ankommend, wie wichtig der Brief dem Interessenten ist und wieviel er dafür ausgeben will.
Henry
 
Hermes65 Am: 08.08.2007 21:52:30 Gelesen: 50667# 12 @  
Das sehe ich genauso, Briefe sind Unikate mit einem stets eigenen "Wert" und deshalb wird der Interessent auch mal ein paar Cents mehr ausgeben.
 
AfriKiwi Am: 09.08.2007 00:21:23 Gelesen: 50663# 13 @  
@ Henry [#11]
@ Hermes65 [#12]

Danke, stimmt schon mit dem Brief.

"Für die Betrachtung eines Zuschlages für die Seltenheit der Auslandsverwendung gibt es leider keinen festgelegten Maßstab. Sicher ist die Höhe des Portos selten, was ja auch durch den Auslandsversand bedingt ist. Das Land selbst ist nicht so wichtig, sondern der Bereich "Welt", also außerhalb Europas. Wieviel Briefe es gibt - wer weiß das schon ?"

Ein Maßstab ist sicher wohl auch der angebrachte Transit- oder Ankunftstempel der nur auf dem Rückschein angebracht wurde, hinten auf Einschreibebriefen !

Erich
 
Henry Am: 09.08.2007 20:11:20 Gelesen: 50653# 14 @  
@ AfriKiwi [#13]

Die Aussage stimmt, sofern es die Stempel auf der Rückseite des Briefes betrifft, aus denen der Beförderungsweg abgelesen werden kann. Bei Briefen ohne diese Stempel ist Vorsicht erforderlich.

Stempelungen auf dem Rückschein helfen normalerweise nicht viel, weil der eigentlich ja zu dem Absender zurück geht und dem Empfänger nur vorliegen kann, wenn er entweder den Brief selbst versandt hat (Merkmal für Mache) oder aufgrund anderer Verbindungen den Rückschein vom Absender erhält. Das wird aber nur in wenigen nicht gemachten Fällen vorkommen.

Henry
 
Hermes65 Am: 09.08.2007 20:40:59 Gelesen: 50650# 15 @  
Vielleicht sollte man das Briefe sammeln nicht so aktiv betreiben, sondern einfach abwarten und aufnehmen was einem so "über den Weg" kommt. Irgend ein schönes Stück könnte es schon sein. Die Spannung ist genauso gewährleistet, man weiß halt nie was kommt!

Abbildung: ZD W6 mit Zusatzfrankatur auf Eilbotenbrief, der gerade noch portogerecht frankiert ist (31.3.1919)!


 
Henry Am: 11.08.2007 17:38:46 Gelesen: 50631# 16 @  
@ Hermes65 [#15]

Da sprichst Du eine Sache an, die man überdenken kann und was auch jeder für sich machen sollte.

Man kann sammeln im Sinne von "aufsammeln". Das würde ich unter dem verstehen, was Du so bezeichnest als "nehmen, wie es kommt". Das wäre auch die kostenfreundlichste Sammlerei.

Aber mal ehrlich - wäre das wirklich als Hobby dann erfüllend? Dann müsstest Du doch auch aktiv sein, um Stellen zu suchen, an denen Du solche Briefe finden könntest. Und wenn Du dann später schöne Belege siehst, die Du dann vielleicht doch gerne hättest, blätterst Du dann evtl doch mehr Geld hin, als es eigentlich notwendig wäre. Und würdest Du auf diesem Weg tatsächlich so viel Briefe finden, die dich bei dem Hobby halten oder würde nicht eher die Gefahr bestehen, das Interesse zu verlieren?

Die andere Art zu sammeln, ist das "beschaffen". Das ist das, über was wir im allgemeinen auch hier im Forum kommunizieren. Hier kann man zweifelsfrei über die Intensität diskutieren, die an den Tag gelegt wird. Ich glaube aber, dass dies genau die Entscheidung jedes einzelnen sein soll und bleiben muss, was auch die Individualität einer Sammlung ausmacht. Da hat kein anderer dreinzureden.

Und ich meine, hier sollte man eine große Toleranz zeigen. Für ein "Auslachen" oder "Geringschätzen" des anderen wegen dessen "abwegiger" Sammlerei ist keinesfalls angebracht. Das Hobby soll jedem seine Freude bereiten, egal, wie und was er sammelt.

Dieser eitrag soll keine Belehrung sein, nur eine Gedankenanregung.

Gruß
Henry
 
- Am: 11.08.2007 18:09:02 Gelesen: 50628# 17 @  
@ Henry [#16]

Ja, "jedem Tierchen sein Plaisierchen!"

Das galt schon immer!

Jeder kann - und soll - das sammeln, was ihm Spaß macht.

Schwierig wird es erst dann, wenn man auf einer Briefmarkenschau ausstellen will. Dann ist man in das Konzept der Ausstellungsregeln des BdPH gezwängt. Es gibt zwar hier schon erste Anzeichen einer Liberalisierung, was der Sammelfreude sicherlich förderlich ist. Aber ist man fortgeschritten und will international ausstellen, dann ...
 
AfriKiwi Am: 12.08.2007 01:22:12 Gelesen: 50619# 18 @  
@ italiker [#17]
@ Henry [#16]

Ihr 'alten' Briefmarkensammler habt schon den Kopf auf den richtige Platz.

Mir tut es gut Euer Meinungen zu lesen und ich bin froh gleiche Gedanken über das Sammeln zu haben.

Ein Punkt: "Aber ist man fortgeschritten und will international ausstellen, dann ..."

Ich meine man ist schon relativ "fortgeschritten" (ich weiß schon wie Ihr es meint) wenn gerade die eine Marke fehlt und man sie dringend kaufen oder eintauschen will.

Die Intensität wird ja immer größer und fordert philatelistisches Wissen was öfters zu Meinungskämpfen leitet (zum Glück kaum Mord und Totschlag). Das Portmonnaie muß auch die besseren Stücke bezahlen was Ausstellungsregeln zwingt.

Auch kann ich Tausende Euros bezahlen für eine praktisch Gold ++ Austellungseiten, zwei Marken dazu legen und sagen - das ist jetzt mein Austellungsgebiet wovon ich wirklich nicht viel weiß.

Ich denke es brauch nicht gerade die Top Stücke sein was wir gerade hier sehen, denn jemand hat bestimmt bessere. Geht es nicht darum daß unser Stücke überhaupt gesehen werden kann, was nicht möglich war auf diese Art vor dem Zeitalter des Internets ?

Jeder hat doch sein Stolz etwas zu zeigen, egal wie anderen darüber denken und es als solches zu respektieren.

Erich

Unten eine Selbstklebende 5c Notausgabe von Neuseeland aus 2004 weil das Porto von 40c auf 45 gestiegen ist und nicht genug 45c Marken zu kaufen war.


 

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