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Thema: Bund: Neue Preise zum 01.07.2019
Das Thema hat 35 Beiträge:
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Christoph 1 Am: 05.06.2019 12:36:25 Gelesen: 1719# 11 @  
Hier ein guter Kommentar aus der Badischen Zeitung, der die Sache auf den Punkt bringt:

Die Portoerhöhung der Post ist unverschämt und ordnungspolitisch ein Fiasko

BZ-Plus 14 Prozent mehr für den Standardbrief und 33 Prozent mehr für die Postkarte – die Deutsche Post langt preislich zu. Tatkräftig hilft der Wirtschaftsminister, der extra die Regulierungsbehörde ausbremst.


Gruß,
Christoph

[Toter Link redaktionell entfernt, da lesen ohne Anmeldung nicht möglich ist. Dafür kompletter lesbarer Text hier eingefügt]
 
drmoeller_neuss Am: 05.06.2019 12:57:32 Gelesen: 1707# 12 @  
Ist sich die Bundesnetzagentur auch über die "versteckten" Preiserhöhungen im Klaren? Neben den angekündigten Preiserhöhungen um 10 bis 15 Cent ergeben sich durch die Verschärfung der zugelassenen Maximalformate bzw. Zulassungsbedingungen bei Auslandssendungen erhebliche Preiserhöhungen.

Wer nie eine Warensendung oder Büchersendung verschickt, wird darauf nicht kommen.
 
Nachtreter Am: 05.06.2019 13:06:29 Gelesen: 1701# 13 @  
@ drmoeller_neuss [#12]

Wer sie nie verschickt vielleicht nicht. Aber wer welche bekommt und dafür dann das Porto bezahlen / ersetzen muß dann doch! :-)

Deshalb geht häufig auch die Argumentation komplett ins Leere, daß der Normalhaushalt "nur" 2,xx € für Porto ausgibt! Die Portospirale geht eben nach oben, die Sendungsmenge weiter nach unten.

Sonnige Grüße

Nachtreter
 
jmh67 Am: 05.06.2019 18:42:00 Gelesen: 1633# 14 @  
@ Christoph 1 [#11]

Leider versteckt sich der Zeitungsartikel hinter einer Registrierschranke.

-jmh
 
Journalist Am: 05.06.2019 19:12:44 Gelesen: 1613# 15 @  
@ drmoeller_neuss [#12]

Hallo an alle,

bezüglich der Auslandssendungen kann ich nur jeden raten, einfach alles weiter als Brief zu versenden. Aufgrund des Briefgeheimisses kann die Post hier keine Prüfungen vornehmen, um festzustellen, ob es sich um Dokumente als Inhalt handelt oder ob es sich um Waren oder Bücher handelt. Allerdings sollte man dann, falls man eine Zollangabe macht, hier etwas schummeln und als Inhalt immer auch Dokumente angeben !

Schließlich ist ja auch beispielsweise ein Buch ein "Dokument" oder. :-)

viele Grüße Jürgen
 
Christoph 1 Am: 05.06.2019 19:34:25 Gelesen: 1605# 16 @  
@ jmh67 [#14]

ich hatte hier kurzzeitig den Text aus der Zeitung hineinkopiert, aber nun wurde ich per e-mail darauf hingewiesen, dass das urheberrechtlich problematisch sein könnte. Da ich Richard keinen Ärger bereiten will, habe ich den Text wieder gelöscht.

Der Kommentator der Badischen Zeitung hat i.W. darauf abgehoben, dass die Großkunden von der Portoerhöhung verschont bleiben und dass Private die Leidtragenden sind. Außerdem ging es darum, dass die Regulierungsbehörde möglicherweise auf politischen Druck die Erhöhung genehmigen musste.

Gruß,
Christoph
 
jmh67 Am: 06.06.2019 07:05:19 Gelesen: 1554# 17 @  
@ Christoph 1 [#16]

Auszugsweise Zitate mit ordnungsgemäßer Nennung der Quelle sollten wohl in Ordnung sein. Komplettübernahme eines Textes ist wahrscheinlich auch gar nicht nötig. Jedenfalls aber erscheint mir die von der Zeitung vermutete Einflussnahme auf die Regulierungsbehörde mindestens seltsam.

Zwei Dinge dürfen wir freilich nicht vergessen: Erstens hat auch die weiland Bundespost gelegentlich die Gebühren saftig erhöht, das ist aber historisch, war anderen Rahmenbedingungen unterworfen und kann daher nicht als Präzedenzfall und schon gar nicht als Beispiel für die heutige Zeit gelten, denn zweitens ist die Deutsche Post AG heute ein Unternehmen und agiert wie ein solches, indem sie sich bei der Preisgestaltung eben auch Sahnestücke herauspickt, aufwendige "Produkte" teurer macht und "Stammkunden" Rabatt gibt. Ob das aus Kundensicht richtig oder falsch ist, sei dahingestellt. Es ist aber eine Folge der Entwicklung seit den 1990ern.

@ Vernian [#10]

Eine Vereinfachung der Sendungskategorien fände ich auch angebracht. Im UK kennt man z. B. nur noch Brief (bis 100 g!), Großbrief, Päckchen und Paket. Der Inhalt spielt keine Rolle. Allerdings finde ich die dortige Unterscheidung zwischen 1. und 2. Klasse unnötig und die Formatgrenzen (die allerdings beim Brief lockerer sind als hier) ebenfalls hinderlich.

-jmh
 
ligneN Am: 06.06.2019 08:15:48 Gelesen: 1535# 18 @  
Das Thema "neue Blumennennwerte-Flut zu erwarten" kommt nicht zur Sprache, sonst aber gute Zusammenfassung:

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/briefporto-wenn-die-post-teurer-wird-soll-sie-bitteschoen-auch-besser-werden-1.4473071

Fragen und Antworten zur größten Portoerhöhung aller Zeiten.   Von Benedikt Müller, aus der "Süddeutschen Zeitung"

(Eine Zusammenfassung steht im Philaseiten-Thread:

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=7853&CP=0&F=1)
 
Journalist Am: 20.06.2019 10:59:35 Gelesen: 1292# 19 @  
Hallo an alle,

sicherlich wundern sich viele, weshalb die nun von der Post vorgelegten Preise noch nicht von der Bundesnetzagentur genehmigt wurden. Dazu gibt es nun vom 19.6.2019 eine aktuelle Pressemitteilung der Post die ich zuerst in zwei Seiten als Bildschirmkopie zeigen möchte, bevor ich noch ergänzende Anmerkungen bringe:



Wie der Pressemitteilung ja zu entnehmen ist, benötigt der Antrag der Post einige Zeit der Prüfung, zum einen durch die Bundesnetzagentur selbst, es gibt aber auch Beteilungsrechte Dritter an diesem Verfahren, die innerhalb entsprechender Fristen antworten können. Würde man nun dieses Verfahren normal durchziehen, könnte die Portoerhöhung tatsächlich nicht zum 1. Juli 2019 kommen oder es würde doch etwas zu eng werden.

Da die Beteiligungsrechte Dritter aber kein Vetorechte enthalten, um alles zu stoppen, würde dies natürlich nur alles nach hinten verschieben.

Aus diesen Grund hat scheinbar nun die Bundesnetzagentur eine vorläufige Genehmigung erteilt.

Sollte es wieder erwarten, doch noch zu schwerwiegenden Einwänden kommen, würde dies vermutlich erst beim nächsten Mal entsprechend berücksichtigt werden.

Soweit einige ergänzende aktuelle Infos zu dieser Portoänderung.

Viele Grüße Jürgen
 
ligneN Am: 02.07.2019 09:20:44 Gelesen: 1076# 20 @  
Und heute wissen wir: alles wurde komplett/unverändert durchgewinkt.

"Die Wirtschaft" mit Großversendertarifen wurde fürsorglich "entlastet", Normalverbraucher und Kleinunternehmer (unbdeutende Wichte) zahlen die Börsenzeche.

Die Tradition der "Verbraucherschutzankündigungs-Ilse" wurde von der neuen GroKo "Verbraucherschutzverweigerungsministerin" (SZ) Klöckner noch erweitert.

Und zum großartigen Wirtschaftsminister Altmaier, der die Einflußmöglichkeiten der Netzbehörde nach etwas Post-AG Gejammer in einer "schlauen" hinter-den-Kulissen Gesetzesänderung gehorsam/eilfertig entmachtete: so war die Netzbehörde ja gedacht?

Zum zuständigen Altmaier fällt selbst dem BDI in seiner Verzweiflung nichts mehr ein.
 
Altmerker Am: 02.07.2019 14:52:25 Gelesen: 1013# 21 @  
Ich finde das alles auch skandalös. Doch ich wurde jetzt überrascht: Bei der Büchersendung scheint vieles noch nicht in Sack und Tüten zu sein. Laut Post-Info gestern, kann ich kulanterweise bis 12/2019 Buchsendungen zum alten Porto selbst frankieren. Wenn ich es aber am Schalter abgebe, wird es teurer. Was soll der Mist? Noch dazu, wenn draußen der Briefmarkenautomat mit Baustellenschild vor sich hindümpelt und ich an die Schalterschlange gezwungen werde, weil ich keine Marken in entsprechender Stückelung gebunkert habe.

Gruß
Uwe
 
Journalist Am: 08.07.2019 19:04:52 Gelesen: 852# 22 @  
@ Altmerker [#21]

Hallo Uwe und an alle,

zum Thema Büchersendung Preiserhöhung zum 1. Juli 2019 nun eine weitere erschreckende Tabelle und Vergleichsübersicht über die hinterlistigen Feinheiten dieser Portoänderung, die teilweise bis zu einer Erhöhnung von 275 Prozent führt, wie folgende Tabelle hoffentlich anschaulich zeigt:



Diese hinterlistigen Feinheiten sind die zulässigen Höchstmaße speziell in der Dicke der Sendung.

Statt bisher 15 Zentimeter maximaler Dicke kann ein Buch nun nur noch maximal incl. Verpackung 5 Zentimeter dick sein.

Viele Grüße Jürgen
 
saeckingen Am: 08.07.2019 20:18:55 Gelesen: 820# 23 @  
Aber mal ganz ehrlich - welches Buch bis 500 g oder auch 1000 g ist über 50 mm dick?
 
Christoph 1 Am: 08.07.2019 22:29:22 Gelesen: 776# 24 @  
@ saeckingen [#23]

Man kann ja in einer Büchersendung nicht nur EIN Buch verschicken, sondern z.B. auch 20 dünne Büchlein. ;-)
 
Vernian Am: 09.07.2019 00:29:26 Gelesen: 750# 25 @  
@ Altmerker [#21]

Wenn ich es aber am Schalter abgebe, wird es teurer.

Ist das so? Ich habe die Pressemitteilungen über die "Kulanz-Verlängerung" der bisherigen Büchersendungskonditionen gelesen und ausgedruckt, da steht nichts davon, dass man derartige Sendungen nicht am Schalter abgeben kann.

Die Frage ist für mich von höchster Bedeutung, denn 100 Sendungen in einen Postkasten stopfen ist ja nun auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.

V.
 
Journalist Am: 09.07.2019 11:54:29 Gelesen: 676# 26 @  
@ saeckingen [#23]

Hallo,

ja ein einzelnes Buch, das über 5 Zentimeter dick ist und unter 1000 Gramm wiegt, ist vielleicht nicht so häufig, aber wie Christoph richtig sagt, war ja so auch der Versand von mehreren Büchern in der Summe einfacher, als nun, wo diese eher alle einzeln verschickt werden müssten.

Bei den Warensendungen ist die Gemengelage zwar ähnlich, aber wegen verschiedener Maße und Optionen etwas verzwickter - vereinzelt gibt es hier zwar eine Ermäßigung, aber speziell hier dürften Waren, die unter 5 Zentimeter Dicke sind, eher die Ausnahme sein. Diese werden nun automatisch zu einem Päckchen oder für Großkunden zur Warenpost, bei entsprechenden Mindestmengen wie die folgende Tabelle zeigt:



In der Summe bleibt festzuhalten, dass die Post über die Änderungen der Randbedingungen (Maße) teilweise sehr deutlich indirekt an der Preisschraube gedreht hat.

Viele Grüße Jürgen
 
saeckingen Am: 10.07.2019 07:41:22 Gelesen: 578# 27 @  
Es ist mir klar, dass eine Büchersendung mehrere Bücher enthalten darf. Aber 5 cm Papier wiegen deutlich mehr als 500 g!
 
Vernian Am: 10.07.2019 11:30:46 Gelesen: 532# 28 @  
Keine Antwort? Kann jemand was dazu sagen? Danke!

@ Altmerker [#21]

"Wenn ich es aber am Schalter abgebe, wird es teurer."

Ist das so? Ich habe die Pressemitteilungen über die "Kulanz-Verlängerung" der bisherigen Büchersendungskonditionen gelesen und ausgedruckt, da steht nichts davon, dass man derartige Sendungen nicht am Schalter abgeben kann.

Die Frage ist für mich von höchster Bedeutung, denn 100 Sendungen in einen Postkasten stopfen ist ja nun auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.

V.
 
Journalist Am: 10.07.2019 13:12:52 Gelesen: 508# 29 @  
@ Vernian [#28]

Zu deiner Frage mit Datum 4.7.2019 wurden die Filialen angewiesen bzw. informiert, das es bezüglich der Bücher- und Warensendung eine Übergangsfrist gibt (bis 31.12.2019)

mit folgenden Zitat daraus:

In diesem Zeitraum werden auch die bisher angebotenen sechs Produkte im Bereich der Bücher- und Warensendungen zu alten Preisen und bisherigen Maßen unbeanstandet angenommen

Die Frage ist nun allerdings, hat diese Info nur der Chef gelesen oder der Verantwortliche und oder hat er diese Info auch an diejenigen weitergegeben, die die Arbeit am Schalter machen ?

Viele Grüße Jürgen
 
saeckingen Am: 10.07.2019 16:05:47 Gelesen: 460# 30 @  
Ich habe gestern eine Büchersendung zum alten Tarif am Schalter abgegeben. Die Mitarbeiterin hat mich auf die neuen Tarife aufmerksam gemacht und wollte nachkassieren, ich habe sie daraufhin auf die Übergangsfrist hingewiesen. Erst als der Kollege vom Nachbarschalter bestätigte, dass ich Recht habe, wurde die Sendung angenommen. Im Schaltersystem ist die Übergangsregelung aber (noch) nicht eingepflegt, d.h. wenn die Sendung mit Label freigemacht wird, geschieht das immer nach dem neuen Tarif.

Grüße
Harald
 
Vernian Am: 10.07.2019 18:54:24 Gelesen: 403# 31 @  
Hallo,

gut, Dankeschön. D.h. wenn ich bis Ende des Jahres meine Büchersendungen zum alten Tarif bei einem Postamt aufgebe werde ich das Presseschreiben diesbezüglich mitnehmen um auf der sicheren Seite zu sein.

Danke und Gruß

Vernian
 
StefanM Am: 11.07.2019 08:08:17 Gelesen: 320# 32 @  
@ Vernian [#31]

Einfacher ist das Erstellen von Internetmarken für die alten Versendungsformen, ausdrucken auf Klebeetiketten und ab in den Briefkasten. Da gibt es keine Diskussionen. :)
 
Vernian Am: 11.07.2019 08:41:45 Gelesen: 305# 33 @  
@ StefanM [#32]

Also zum einen: Als Briefmarkensammler bemühe ich mich möglichst Briefmarken zu verwenden, wo das noch zulässig ist. Ich bin schon gezwungen Internetfrankaturausdrucke (den als "Marke" ist das m.E. nicht mehr zu bezeichnen) für meine Sendungen ins Ausland (Warenpost International) zu verwenden.

Zum anderen: Das Problem ist nicht der Einwurf in einen Postkasten wenn es um einzelne Sendungen geht. Ich habe aber zweimal im Jahr je über 100 Büchersendungen auf den Weg zu bringen, die ich wegen der Menge auf einer Poststelle abliefere (passt in keinen Kasten mehr). Mit dem neuen Tarif BüWa bis 500 g lohnt das preislich nicht mehr, da kann ich günstiger als Großbrief versenden. Durch die Verlängerung der alten Büchersendung kann ich aber im Herbst nochmal meine zweite Ladung Sendungen dieses Jahr günstiger auf den Weg bringen - deshalb hatte ich hier die Frage.
 
Nachtreter Am: 11.07.2019 21:03:20 Gelesen: 223# 34 @  
@ Vernian [#33]

Bei der gelben Service-Wüste würde ich mir glatt den “Spaß“ erlauben und dann gleich mehrere gelbe Briefkästen bis fast an den Anschlag vollstopfen. Außer abkassieren und vielleicht noch die eigenen Angestellten schikanieren können die nämlich bald nichts mehr!

Viele Grüsse

Nachtreter
 
Vernian Am: 11.07.2019 23:22:57 Gelesen: 194# 35 @  
@ Nachtreter [#34]

Wohl wahr.
 

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