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Thema: Schweiz Destinationen 1900 bis 1949
Das Thema hat 151 Beiträge:
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merkuria Am: 19.09.2020 09:37:57 Gelesen: 6738# 127 @  
Liebe Freunde der Destinationen!

Da sich das Thema Schweiz Destinationen 1900 - 1945 doch an einigem Interesse erfreuen kann, habe ich ein weiteres Thema Schweiz Destinationen bis 1899 zum Zeigen von Belegen vor 1900 eröffnet:

https://www.philaseiten.de/thema/14799

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 09.10.2020 09:07:40 Gelesen: 6284# 128 @  


Einschreibe-Luftpostbrief 8 g von Bulle nach Cotonou / Dahomey (heutige Landeszeichnung ist Benin), Aufgabe 24. März 1933. Der Brief ging per Luftpost ab Genf (Transitstempel 24. März 1933) nach Marseille (Transitstempel 27. März 1933) und dann mit dem Flug Marseille-Alger-Zinder-Niamey (Transitstempel 31. März 1933). Er erreichte sein Ziel in Dahomey gemäss Ankunftsstempel am 15. April 1933.

Der Brief ist gemäss Gebührenverordnung vom 1.10.1924 – 28.02.1948 sowie Luftpost-Gebührenverordnung für Franz. Westafrika vom 1.01.1932 – 30.04.1935 korrekt frankiert:

Brief Ausland bis 20g ….......= 30 Rappen
Einschreibegebühr Ausland = 30 Rappen
Luftpostgebühr bis 10g…….= 80 Rappen = 140 Rappen entspricht 1.40 FR

Frankatur: 1x Mi Nr. 182, 1x 258 und 1x 263

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 15.10.2020 08:46:47 Gelesen: 6087# 129 @  


Luftpostbrief bis 20 g von Bern nach La Valetta / Malta, Aufgabe 21. März 1935. Der Brief ging per Bahn nach Rom (Transitstempel 22. März 1935) und erreichte sein Ziel in Malta per Luftpost gemäss Ankunftsstempel am 23. März 1935.

Der Brief ist gemäss Gebührenverordnung vom 1.10.1924 – 28.02.1948 sowie Luftpost-Gebührenverordnung für Europa / Malta vom 1.01.1935 – 31.05.1944 korrekt frankiert:

Brief Ausland bis 20 g ...= 30 Rappen
Luftpostgebühr bis 10 g = 10 Rappen = 40 Rappen
Frankatur: 1x Mi Nr. 284 und 1x 286a

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 30.10.2020 13:52:40 Gelesen: 5633# 130 @  


Einschreibe-Luftpostbrief 66 g von Bern nach Sikasso / Französisch Sudan (die Stadt liegt auf dem Gebiet des heutigen Mali), Aufgabe 4. Februar 1937. Der Brief reiste per Luftpost von Marseille nach Dakar / Senegal und erreichte Sikasso gemäss Ankunftsstempel am 12. Februar 1937. Da der Empfänger dort nicht erreichbar war, wurde der Brief an seinen neuen Bestimmungsort Abidjan /Elfenbeinküste weitergeleitet. Das Ankunftsdatum in Abidjan ist nicht ersichtlich.

Der Brief ist gemäss Gebührenverordnung vom 1.10.1924 – 28.02.1948 sowie Luftpost-Gebührenverordnung für Franz. Westafrika vom 1.05.1935 – 30.04.1937 korrekt frankiert:

Brief Ausland bis 20g …………………….....= 30 Rappen
Brief Ausland 3x weitere 20g à 20 Rappen = 60 Rappen
Einschreibegebühr Ausland ………………..= 30 Rappen
Luftpostgebühr 14x 40 Rappen je 5g…….= 560 Rappen = 680 Rappen ergibt 6.80 FR

Frankatur: 2x Mi Nr. 184z, 2x 191z, 2x 208y und 1x 226

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 26.11.2020 08:24:10 Gelesen: 4976# 131 @  


Einschreibe-Luftpostbrief 20g von Zürich nach Bangkok / Thailand, Aufgabe 20. Mai 1932. Der Brief ging per Luftpost ab Genf (Transitstempel 22. Mai 1932) nach Marseille (Transitstempel 23. Mai 1932) und dann mit dem Flug Marseille-Saigon. Er erreichte sein Ziel in Thailand gemäss Ankunftsstempel am 2. Juni 1932.

Der Brief ist gemäss Gebührenverordnung vom 1.10.1924 – 28.02.1948 sowie
Luftpost-Gebührenverordnung für Thailand via Saigon vom 1.01.1932 – 30.9.1932 korrekt frankiert:

Brief Ausland bis 20 g ….........= 30 Rappen
Einschreibegebühr Ausland ...= 40 Rappen
Luftpostgebühr bis 10 g…...= 100 Rappen
Luftpostgebühr weitere 10 g = 100 Rappen = 270 Rappen entspricht 2.70 FR

Frankatur: 2x Mi Nr. 107x, 1x 196x und 1x 252

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 11.12.2020 08:36:55 Gelesen: 4499# 132 @  


Einschreibe-Luftpostbrief bis 20g von Zürich nach Freetown / Sierra Leone, Aufgabe 1. August 1925. Der Brief reiste per Luftpost über Toulouse und Dakar und erreichte Sierra Leone gemäss Ankunftsstempel am 19. August 1925.

Da der Brief in Sierra Leone nicht zustellbar war, wurde er am 12. November 1925 von Freetown nach England zurückgeschickt (zweisprachiger Kastenstempel) wo er am 4. Dezember 1925 bei der britischen Amtsstelle für Briefretouren eintraf. Am 7. Dezember 1925 erreichte der Brief wieder Bern, was durch den Briefträgerstempel bestätigt wird. Eine handschriftliche Notiz des Briefträgers „7. XII. nicht zurückbestellbar“ zeigt uns, dass die Retoure beim Absender in Bern auch nicht zustellbar war und vermutlich zur Abholung avisiert wurde.

Der Brief ist gemäss Gebührenverordnung vom 1.10.1924 – 28.02.1948 sowie Luftpost-Gebührenverordnung für Sierra Leone via Toulouse - Dakar vom 1.08.1925 – 6.06.1926 korrekt frankiert:

Brief Ausland bis 20g ….......= 30 Rappen
Einschreibegebühr Ausland = 40 Rappen
Luftpostgebühr bis 20g…..= 150 Rappen = 220 Rappen entspricht 2.20 FR

Frankatur: 2x Mi Nr. 161, 1x 169x, 1x 184x und 1x 191x

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 26.12.2020 09:45:56 Gelesen: 4030# 133 @  


Einschreibe-Luftpostbrief bis 10 g von Lausanne nach Singapur, Aufgabe 7. November 1932. Der Brief erreichte sein Ziel in Singapur gemäss rückseitigem Ankunftsstempel am 23. November 1932. Bemerkenswert ist der originelle Eingangsstempel des Adelphi-Hotels, welcher nebst dem Tag auch die genaue Zeit des Eingangs belegt (23.50 h)!

Das 1850 gegründete Adelphi Hotel [1] war eines der bedeutendsten Hotels in Singapur und existierte bis 1973.

Der Brief ist gemäss Gebührenverordnung vom 1.10.1924 – 28.02.1948 sowie
Luftpost-Gebührenverordnung für Malaiische Staaten vom 1.01.1932 – 8.12.1933 korrekt frankiert:

Brief Ausland bis 20g .…......= 30 Rappen
Einschreibegebühr Ausland = 30 Rappen
Luftpostgebühr bis 10g…..= 100 Rappen = 160 Rappen entspricht 1.60 FR

Frankatur: 1x Mi Nr. 169x, 2x 257 und 1x 258

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://wiki.sg/p/Adelphi_Hotel
 
merkuria Am: 07.01.2021 09:30:40 Gelesen: 3762# 134 @  


Einschreibe-Luftpostbrief bis 40 g von Zürich nach Thorshaven / Färöer-Inseln / Dänemark, Aufgabe 5. Juni 1935, Ankunft 10. Juni 1935.
Der Brief ist gemäss Gebührenverordnung vom 1.10.1924 – 28.02.1948 sowie
Luftpost-Gebührenverordnung für Europa (Dänemark) vom 1.01.1935 – 28.02.1942 korrekt frankiert:

Brief Ausland bis 20g .…......= 30 Rappen
Weitere 20g Ausland ………= 20 Rappen
Einschreibegebühr Ausland = 30 Rappen
Luftpostgebühr bis 20g…….= 10 Rappen
Luftpost weitere 20g ………= 10 Rappen = 100 Rappen entspricht 1FR

Frankatur: 1x Mi Nr. 191z

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 25.01.2021 09:19:43 Gelesen: 3271# 135 @  


Luftpostbrief 6 g von Bern nach Saigon / Franz. Indochina, Aufgabe 21. März 1934. Der Brief reiste mit Air France von Marseillle über Bagdad nach Saigon, wo er am 30. März 1934 eintraf.

Der Brief ist gemäss Gebührenverordnung vom 1.10.1924 – 28.02.1948 sowie
Luftpost-Gebührenverordnung für Indochina vom 1.01.1932 – 30.03.1936 korrekt frankiert:

Brief Ausland bis 20g .....= 30 Rappen
Luftpostgebühr bis 10g = 120 Rappen = 150 Rappen entspricht 1.50 FR

Frankatur: 1x Mi Nr. 191z, 1x 268 und 1x 269

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 09.02.2021 08:17:57 Gelesen: 2710# 136 @  


Ansichtskarte von Les Avants / Montreux / Kanton Waadt nach Lagos / Nigeria, Aufgabe 8. Dezember 1903 und Ankunft in Lagos am 28. Dezember 1903.

Der Brief ist gemäss Gebührenverordnung vom 1.07.1875 – 31.01.1921 korrekt frankiert:

Karte Ausland = 10 Rappen

Frankatur: 1x Mi Nr. 54

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
DK09022021 Am: 15.02.2021 13:48:28 Gelesen: 2395# 137 @  
Lufpostbrief vorside, nacht Nairobi Afrika am 9 und 15.12 1929 mit Ad Astra-Afrikaflug Dezember 1929.

Vielleicht weiss jemand von diesem Flug und war korrekt frankiert?


 
merkuria Am: 23.02.2021 23:09:20 Gelesen: 2109# 138 @  
@ DK09022021 [#137]

Dieser Brief wurde durch die private Schweizer Fluggesellschaft Ad Astra [1] auf deren Afrikaflug [2] vom 15. Dezember 1929 befördert. Da nur der Vorderteil des Briefes existiert, sind natürlich keine allfälligen Ankunftsstempel von Nairobi sowie von Villeret / Schweiz mit Angabe des Rückkehrdatums in die Schweiz ersichtlich. Auch ist nicht erkenntlich, ob sich weitere Frankaturen auf der Rückseite befanden.

Zur vorhandenen Frankatur von 260 Rappen oder 2.60 FR kann ich nur diese Angaben machen:

Gemäss Gebührenverordnung vom 1.10.1924 – 28.02.1948 waren folgende Taxen notwendig:

Brief Ausland bis 20 g ……….= 30 Rappen
Einschreibegebühr……………= 40 Rappen
Expressgebühr………………..= 60 Rappen
Verbleibend für Fluggebühr .= 130 Rappen ergibt total 260 Rappen

Zu den korrekten Fluggebühren kann ich keine Angaben machen, da mir die Ad Astra-Gebühren für diesen Sonderflug nicht bekannt sind. Bei solchen Belegen war für den Absender auch meist die Attraktivität der Frankatur wichtiger als deren Korrektheit!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://blogs.ethz.ch/crowdsourcing/2019/04/05/die-erste-fluggesellschaft-der-schweiz-ad-astra-aero-morgengast-am-3-4-2019/ (Entstehungsgeschichte Ad Astra)
[2] https://blogs.ethz.ch/digital-collections/2017/02/03/walter-mittelholzer-als-touristikunternehmer/ (Reisebericht über Afrikaflug)
 
DK09022021 Am: 25.02.2021 08:05:00 Gelesen: 2032# 139 @  
@ merkuria

Hallo Jacques,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung und den Link, sehr spannende Lektüre.

Hätte auch gerne die Rückseite des Briefes gehabt, bin aber jetzt sehr zufrieden mit dem Luftpoststempel Ad-Astra. Ich hatte für 3 Euro einen gemischten FDC aus der Schweiz gekauft, darunter auch den Briefumschlag.

Mit freundlichen Grüßen aus Dänemark

Per
 
merkuria Am: 27.02.2021 09:14:05 Gelesen: 1932# 140 @  


Luftpostbrief bis 5 g von Chardonne / Kanton Waadt an die Britische Gesandtschaft in Nepal, Aufgabe 22. November 1937. Der Brief reiste mit BOAC von London über Karachi und Delhi nach Kathmandu wo er am 30. November 1937 eintraf (nepalesischer Ankunftsstempel 30.OV.37 auf der Rückseite)

Der Brief ist gemäss Gebührenverordnung vom 1.10.1924 – 28.02.1948 sowie
Luftpost-Gebührenverordnung für Brit. Indien vom 1.06.1937 – 31.08.1938 korrekt frankiert:

Brief Ausland bis 20g .............= 30 Rappen
Luftpostgebühr BOAC bis 5 g = 40 Rappen ergibt 70 Rappen

Frankatur: 2x Mi Nr. 256, und 2x 257

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
ChristianSperber Am: 27.02.2021 16:43:36 Gelesen: 1903# 141 @  
@ merkuria [#140]

Hallo Jacques,

ein schöner Beleg nach Nepal an einen berühmten Empfänger (Frederick Marshman Bailey) [1], der die Angewohnheit hatte, seine gesamte Korrespondenz aufzubewahren und so der Nachwelt viel interessantes philatelistisches Material erhalten hat [2].

Zwei Anmerkungen zum Beleg:

Ich kann in der Abbildung nicht erkennen, ob der "Cancelled"-Stempel aus Karachi oder Delhi stammt. Damit wurde das Ende der Luftpostbeförderung angezeigt.
Und dann erspähe ich noch einen Vermerk "7gr.", so dass der Beleg nach Deinen Angaben zum Porto eigentlich übergewichtig war.

Gruß
Christian

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Frederick_Marshman_Bailey
[2] Frealon Bibbins: A Philstelic Story of ... Bailey ... based on the author's collection of covers from Bailey's correspondence..., 2003
 
merkuria Am: 27.02.2021 22:29:24 Gelesen: 1887# 142 @  
@ ChristianSperber [#141]

Guten Abend Christian,

Zu Deinen Anmerkungen kann ich folgendes sagen:

Der "Cancelled"-Stempel ist selbst auf dem Originalbeleg nicht zu deuten. Ich nehme aber schwer an, dass es Delhi ist, denn die Flugroute der BOAC nach Britisch Indien führte seit 1.01.1932 von London via Karachi nach Dehli. Von dort aus ging es wohl auf dem Landweg weiter nach Nepal. 1936 verfügte Nepal über keinen offiziellen Flughafen, ein solcher wurde erst 1949 eröffnet.

Das mit den 7 g ist mir auch nicht ganz klar. Möglicherweise war der Schweizer Postler nicht auf dem Laufenden, denn vom 1. 01.1932 bis zum 30.04.1935 betrugen die Gewichtsstufen jeweils 10 g. Oder hier hat einer nicht aufgepasst!

Besten Dank für den interessanten Link zu Frederick_Marshman_Bailey. Wusste gar nicht, dass ich einen solch bekannten Adressaten habe.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
ChristianSperber Am: 28.02.2021 12:00:18 Gelesen: 1849# 143 @  
@ merkuria [#142]

Hallo Jacques,

ich muss gestehen, dass ich das mit "Karachi Cancelled" oder "Delhi Cancelled" dahingeschrieben hatte, ohne richtig nachzudenken.

Ich bezweifele sehr, dass es einen Stempel "Delhi Cancelled" 1937 überhaupt gab, jedenfalls gibt es keinen Hinweis darauf in [1].

Aufgrund der Flugdaten bin ich der Meinung, dass es sich um den Stempel "Karachi Cancelled" handeln dürfte: Dein Beleg müsste noch am 22.11.1937 Brindisi erreicht haben, um dort mit dem Flugboot Cygnus bis Karachi transportiert worden zu sein [2, 3]. Cygnus kam am 26.11.1937 einen Tag verspätet in Karachi an (Service IE 603) [3].

Ob der Stempel "Cancelled" abgeschlagen wurde, weil der mögliche Anschlussflug nach Delhi verpasst wurde, kann ich nicht sagen. Jedenfalls erscheint die Beförderungszeit von Karachi bis Nepal vom 26. bis zum 30.11. auch auf dem Landweg plausibel.

Übrigens endete der Rückflug von Cygnus (Bild siehe [4]) ab Karachi nach Westen (Service IW 604) mit dem bekannten Absturz nach dem Start in Brindisi.

Gruß
Christian

[1] Ian McQueen: Airmail Directional Handstamps Vol. I, 2003, S. 121
[2] Proud: Intercontinental Airmails Asia and Australasia, 2009, S. 385
[3] Peter Wingent: Aircraft Movements on Imperial Airways' Eastern Route, Vol. 2 1937-39, 2005, S. 24
[4] https://tuckdbpostcards.org/items/73599
 
ChristianSperber Am: 28.02.2021 14:42:38 Gelesen: 1841# 144 @  
Liebe Sammlerfreunde,

nachdem ich mich mit merkurias Bailey-Brief beschäftigt hatte, nutzte ich die Gelegenheit des Nachschlagens für ein paar eigene Belege, die ich gerne vorstellen möchte:



Brief (von Lausanne (28.5.1936) nach Rangoon, Birma (6.6.1936)

Porto: 30 Rappen + 2 * 30 Rappen Luftpostzuschlag je 5gr. [1]

Zuleitung nach Brindisi mit der Bahn (dementsprechend auch der Leitvermerk via Chiasso)

Ab Brindisi (1.6.1936) mit Imperial Airways (Service IE 449) bis Rangoon (an 6.6.1936).

Dabei wurde der Brief mit drei Flugzeugen befördert: Satyrus bis Alexandria, Helena bis Karachi und danach mit Atalanta.

Gruß
Christian

[1] Roland Kohl: Die Schweizerischen Flugpost-Zuschlagstaxen. Postgeschichte Nr. 40 (1989), S. 20
[2] Proud: wie vor, S. 318
 
ChristianSperber Am: 03.03.2021 22:38:15 Gelesen: 1681# 145 @  
Brief an den Maharadscha von Jaipur



Brief von Lausanne (30.9.1936) nach Jaipur, Britisch-Indien

Porto 30 Rappen + 4 * 30 Rappen Luftpostzuschlag [2].

Befördert mit dem Flugzeug Kwak der KLM bis Jodhpur (an 6.10.1936) [1].

Die Zuleitung erfolgte mit Luftpost bis Halle/Leipzig oder Budapest [2].

Die Ortsbezeichnung im Ankunftstempel vom 7.10.2936 ist nicht lesbar, dürfte aber Jaipur sein.

Gruß
Christian

[1] Proud, wie vor, S. 717
[2] Kohl in Postgeschichte, wie vor
 
ChristianSperber Am: 03.03.2021 22:59:06 Gelesen: 1677# 146 @  
Britisch-Indien, 1945



Brief von Bern (23.10.1945) nach Simla (31.10.1945)

Porto 30 Rappen + 3 * 1,50 sFR Luftpostzuschlag [1]

Der Zweite Weltkrieg brachte eine wesentliche Verteuerung der Luftpostschzuschläge, die Ende 1945 noch nicht wieder reduziert waren.

Der Stempel O.A.T. wurde in London angebracht, und bedeutet, dass das Briefbündel mit Luftpost weiter zu befördern war. Meist wurde der oberste Beleg eines Bündels gestempelt. [2]

Gruß
Christian

[1] Proud, wie vor, S. 660
[2] Murray Heifetz, OAT and AV2 Markings, Second Edition
 
merkuria Am: 08.03.2021 08:55:52 Gelesen: 1568# 147 @  


Einschreibe-Luftpostbrief bis 20 g von Bern nach Karachi, damals brit. Indien, heute Pakistan, Aufgabe 14. Juni 1929. Der Brief reiste erst per Luftpost nach Zürich und dann weiter nach London, wo er mit dem BOAC Erstflug London- Bagdad-Karachi vom 15. Juni weiterbefördert wurde. Er erreichte sein Ziel gemäss Ankunftsstempel auf der Rückseite am 23. Juni 1929.

Der Brief ist gemäss Gebührenverordnung vom 1.10.1924 – 28.02.1948 sowie
Luftpost-Gebührenverordnung für Brit. Indien vom 15.06.1929 – 31.10.1930 korrekt frankiert:

Brief Ausland bis 20g .......................= 30 Rappen
Einschreibegebühr Ausland………...= 40 Rappen
Luftpostgebühr Europa bis 20g…… = 20 Rappen *)
Luftpostgebühr ab London bis 20 g = 90 Rappen ergibt 180 Rappen = 1.80 FR

*) vom 1.10. 1926 bis 31.8.1929 musste bei Linien, die von ausländischen Flugplätzen ausgehen (in unserem Fall London) noch der Luftpostzuschlag nach dem Europatarif entrichtet werden.

Frankatur: 4x Mi Nr. 182, und 1x 213x

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 23.03.2021 08:49:56 Gelesen: 1052# 148 @  


Einschreibe-Luftpostbrief mit 7g von Bern nach Manila / Philippinen, Aufgabe 19. August 1936.

Der Brief ist gemäss Gebührenverordnung vom 1.10.1924 – 28.02.1948 sowie Luftpost-Gebührenverordnung für die Philippinen vom 1.04.1936–01.09.1936 korrekt frankiert:

Brief Ausland bis 20g ..........= 30 Rappen
Einschreibegebühr Ausland = 30 Rappen
Luftpostgebühr bis 5 g …….= 65 Rappen
Luftpostgebühr weitere 5 g .= 65 Rappen ergibt 190 Rappen = 1.90 FR

Frankatur: 1x Mi Nr. 254, 1x 286a und 3x 293c

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 07.04.2021 08:39:48 Gelesen: 682# 149 @  


Einschreibe-Luftpostbrief mit 10g von St. Gallen nach Gorontalo / Niederländisch Indien (heute Provinzhauptstadt der indonesischen Insel Sulawesi), Aufgabe 7. November 1938.

Der Brief reiste über Italien (Transitstempel Napoli 9. November 1938) und erreichte sein Ziel am 22. November 1938.

Der Brief ist gemäss Gebührenverordnung vom 1.10.1924 – 28.02.1948 sowie Luftpost-
Gebührenverordnung für Niederl. Indien vom 1.06.1937 – 31.12.1938 korrekt frankiert:

Brief Ausland bis 20g ..........= 30 Rappen
Einschreibegebühr Ausland = 30 Rappen
Luftpostgebühr bis 5 g …….= 60 Rappen
Luftpostgebühr weitere 5 g .= 60 Rappen ergibt 180 Rappen = 1.80 FR

Frankatur: 1x Mi Nr. 189z, 1x 191z und 1x 300

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
ChristianSperber Am: 07.04.2021 22:32:52 Gelesen: 650# 150 @  
@ merkuria [#149]

Hallo Jacques,

vielen Dank für das Zeigen Deiner interessanten und schönen Briefe, ich sehe sie immer wieder gerne.

Zum Deinem Brief nach Niederländisch-Indien:

Nach Proud [1] flog die KLM mit Reiger ab Neapel 10.11.1938 und erreichte Batavia am 16.11.1938.

Gruß

Christian

[1] Proud: Intercontinental Airmails Vol. II
 
merkuria Am: 19.04.2021 10:15:30 Gelesen: 111# 151 @  


Einschreibe-Luftpostbrief von Laufen / Kanton Bern (heute Kanton Baselland) nach Riga / Lettland, Aufgabe 27. April 1933.

Der Brief ist gemäss Gebührenverordnung vom 1.10.1924 – 28.02.1948 sowie
Luftpost-Gebührenverordnung für Europa vom 01.02.1928 - 31.12.1934 korrekt frankiert:

Brief Ausland bis 20g ................= 30 Rappen
Einschreibegebühr Ausland ..... = 30 Rappen
Luftpostgebühr Europa bis 20g = 20 Rappen ergibt 80 Rappen

Frankatur: 1x Mi Nr. 201x, 1x 233z, und 1x 234z

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 

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