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Thema: Sondereinschreibezettel
Das Thema hat 34 Beiträge:
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volkimal Am: 05.08.2019 21:54:06 Gelesen: 788# 10 @  
@ Hornblower [#9]

Hallo Michael,

im Beitrag [#6] unterschied DiDi zwischen "Sonder-Einschreibzetteln" und "provisorischen Sonder-Einschreibzetteln".

Mir ist das übrigens egal. Die Worte "der erste "echte" Sonder-Einschreibzettel" im Beitrag [#8] bezogen sich nur auf die bis dahin gezeigten sieben Beiträge zu diesem Thema. Mein Exemplar zum Grade Gedenkflug war natürlich nicht der erste deutsche Sonder-Einschreibzettel den es überhaupt gibt.

Interessant dein Exemplar aus Hamburg. Nach DiDi's Definition müsste es ja ein provisorischer Sonder-Einschreibzettel sein, denn er hat doch einen Gummi-Aufdruck zur passenden Gelegenheit. Ich finde aber, dass es ein echter "Sonder-Einschreibezettel" ist.

Bei der IPOSTA 1930 gab es tatsächlich auch einen Sonder-Einschreibezettel. Er ist zwar nicht in meiner Sammlung, aber er wird gerade bei Delcampe angeboten. Hier ist er:



Wer das "Schnäppchen" haben will ist mit 548,90 € + Porto dabei. Der erste Sonder-Einschreibezettel ist es allerdings nicht. Im Häger: Lexikon der Philatelie, ist ein Exemplar von der Postwertzeichen-Ausstellung Berlin 1922 abgebildet. Auch den habe ich bei Delcampe gefunden.



Dieses Exemplar ist mit 22,- € im Ausruf.

Noch eine Information aus dem Häger. Bei der Deutschen Bundespost gab es Sonder-Einschreibezettel zwischen 1969 und 1973.

Viele Grüße
Volkmar
 
London-Dieter Am: 06.08.2019 00:56:50 Gelesen: 766# 11 @  
Zum Thema nachfolgend zwei von meinen Mannheimer Sonder-Einschreibzetteln:

1) 68 Mannheim, Anlass: MAPHILA 1971 aus dem Jahr 1971



2) 68 Mannheim 2, Anlass: Olympia-Ausstellung Deutsche Bank AG aus dem Jahr 1970


 
Hornblower Am: 06.08.2019 07:57:52 Gelesen: 753# 12 @  
Hallo Volkimal,

besten Dank für die Erklärung und das zeigen der beiden Belege. Schöne Sachen, fallen aber nicht in mein Sammelgebiet. Dafür aber diese beiden hier. In München fand neben Hamburg auch eine große Ausstellung zum Jubiläum statt, zu der es gleich zwei unterschiedliche Sondereinschreibezettel gab:



Weitere Ausstellungen zum Jubiläum gab es auch in anderen deutschen Städten, hier gab es aber keine speziellen Einschreibezettel.

@ [#11] London-Dieter

vielen Dank für die beiden Mannheim-Belege. Die MAPHILA 1971 im Mannheimer Schloss habe ich persönlich besucht und bin dann später auch Mitglied im PSV geworden. Die späteren Großtauschtage im Rosengarten waren in den 80er spektakulär. Da kamen Erinnerungen hoch, vielen Dank!

Gruß
Michael
 
Manne Am: 06.08.2019 09:27:18 Gelesen: 740# 13 @  
Hallo,

auf dem Sonderpostamt der Südwest-Messe gab es diesen Einschreibzettel. Auf dem Einschreiben wurde am 14.06.1971 der Sonderstempel abgeschlagen.

Gruß
Manne


 
becker04 Am: 06.08.2019 11:25:34 Gelesen: 717# 14 @  
Hallo,

habe hier den linken Teil eines Sondereinschreibe-Gebührenzettels für SbPÄ auf dem Einlieferungsschein.



Viele Grüße
Klaus
 
Hornblower Am: 07.08.2019 11:50:43 Gelesen: 664# 15 @  
Hallo zusammen,

nach Zürich und Genf 1943 feierte man in der Schweiz 1945 den 100. Geburtstag des "Basler Täubchens". Auch zu dieser Ausstellung gab es wieder einen besonderen Einschreibezettel:



Gruß
Michael
 
Hornblower Am: 08.08.2019 07:50:39 Gelesen: 637# 16 @  
Die nächsten Sondereinschreibezettel zum Thema "100 Jahre Briefmarken" erschienen 1950 in Österreich. Hier gab es mehrere Ausstellungen im Land, aber nur in Wien und Graz kamen besondere Zettel zum Einsatz. Hier sind beide:



Beste Grüße
Michael
 
HWS-NRW Am: 08.08.2019 12:32:11 Gelesen: 617# 17 @  
@ volkimal [#8]

Hallo,

soviel ich weiß, war es der "erste" der Deutschen Bundespost, es gibt dazu auch eine Forschungsgemeinschaft und einen tollen Katalog, ideal z.B. auch für die Thematiker unter uns Sammlern.

mit Sammlergruß
Werner
 
saeckingen Am: 08.08.2019 13:10:03 Gelesen: 606# 18 @  
@ HWS-NRW [#17]

Das ist das Werk, auf welches Werner verweist [1].

[1] ttps://http://www.philabooks.com/pages/detail.asp?L=SU&AB=1&ID=64368
 
volkimal Am: 08.08.2019 13:48:05 Gelesen: 598# 19 @  
@ HWS-NRW [#17]

Hallo Werner,

laut Häger gab es den ersten Sonder-Einschreibezettel der Deutschen Bundespost bei der Jubria 1970 in Beckum (20.-22.03.1970). Der Antrag war ab dem 29.12.1969 möglich. Den letzten gab es laut Häger bei der IBRA'73 in München:



Wer Interesse hat kann beide Briefe zu Zeit bei Delcampe kaufen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Hornblower Am: 08.08.2019 14:26:47 Gelesen: 592# 20 @  
Hallo Volkmar,

Häger ist immer eine gute Quelle, aber leider auch nicht mehr aktuell. Hier habe ich noch einen von 1999 aus Chemnitz:



Fällt zwar nicht mehr direkt in mein Gebiet, aber wenn man es findet.

Gruß
Michael
 
volkimal Am: 08.08.2019 15:03:25 Gelesen: 586# 21 @  
@ Hornblower [#20]

Hallo Michael,

danke für den Hinweis! Häger bezog sich auf das Gebiet der Deutschen Bundespost. In der DDR war es sowieso anders - siebe Beitrag [#5]. Dein Beispiel kommt aus Chemnitz, also dem Gebiet der ehemaligen DDR.

Wer weiß, wie die Situation 1999 war. Gab es in ganz Deutschland Sonder-Einschreibezettel oder nur auf dem Gebiet der ehemaligen DDR? Wie lange gab es überhaupt Sonder-Einschreibezettel in Deutschland?

Viele Grüße
Volkmar
 
Hornblower Am: 08.08.2019 15:45:34 Gelesen: 580# 22 @  
Hallo Volkmar,

so genau habe ich mich mit diesem Thema offen gestanden nicht befasst. Ich sammle diese Zettel ja "nur" im Rahmen meines Themas "100 Jahre Briefmarken". Weiter oben ist aber ein prima Buchtipp von Saeckingen. Wenn ich es richtig sehe, gab es diese Zettel schon im Kaiserreich. Mit dem Wegfall der R-Zettel (wann war denn das noch?) dürften sich auch die Sonderzettel erledigt haben. Oder kennt jemand Zusätze auf den neudeutschen "Labeln"?

Beste Grüße
Michael
 
Ecksammler Am: 08.08.2019 17:41:56 Gelesen: 560# 23 @  
@ Hornblower [#20]

Hallo,

der Stempel stammt aus 1990. 1999 waren die Postleitzahlen bereits fünfstellig.

Viele Grüße
Josef
 
Parachana Am: 08.08.2019 22:38:17 Gelesen: 534# 24 @  
Hallo,

aus meinem Sammelgebiet "Griechenland" habe ich diesen Zettel gefunden. Ob er hier richtig rein passt weiss ich nicht genau. Doch ich fand ihn sehr interessant. Wie ich nicht genau erkennen kann, ist er wohl von 1982. Auf der Rückseite ist noch ein Rollstempel aus Athen.



LG
Uwe
 
Hornblower Am: 09.08.2019 07:36:28 Gelesen: 514# 25 @  
@ Ecksammler [#23]

Hallo Josef,

stimmt natürlich, ich hatte mich vertippt.

In Australien beging man 1950 mit der ANPEX in Melbourne den 100. Jahrestag der ersten Marken von Victoria und Neusüdwales. Zu dieser Ausstellung gab es auch einen Sondereinschreibezettel.



Uwe, ein schönes Stück, das in meinen Augen sehr gut hierher passt.

Gruß
Michael
 
Hornblower Am: 10.08.2019 14:57:34 Gelesen: 465# 26 @  
Tasmanien, das 1953 sein 100. Markenjubiläum fierte, hatte keine Ausstellung und daher auch keinen Sonderstempel oder speziellen Einschreibezettel. Erst 1954, als das Jubiläum "100 Jahre Marken von Westaustralien" mit der WAPEX gefeiert wurde, gab es wieder einen Sonderzettel.



Gruß
Michael
 
Hornblower Am: 11.08.2019 09:33:03 Gelesen: 429# 27 @  
Die zweite ANPEX gab es 1955 zum 100. Jubiläum der ersten Marken Südaustraliens. Auch hier gab es wieder einen Sondereinschreibezettel:



Gruß
Michael
 
Altmerker Am: 11.08.2019 12:29:58 Gelesen: 414# 28 @  
Es gibt einen sehr informativen Beitrag zu den Blanko R-Zettel mit einem violetten Gummistempel, die in Hannover vom 9.9. bis 3.10. 1948 zur erweiterten Deutschen Presseausstellung abgefertigt wurden [1].



Gruß
Uwe

[1] https://einschreiben-aus-niedersachsen.de/category/presse/
 
Hornblower Am: 12.08.2019 13:45:31 Gelesen: 323# 29 @  
Das letzte australische Markenjubiläum wurde 1960 in Queensland gefeiert. Auch hier gab es eine Ausstellung und einen dazugehörenden Sondereinschreibezettel. Dieser ist nach meiner Erfahrung der seltenste dieser Jubiläumszettel. Das Einschreibeporto war damals sehr hoch und die Briefe wurden zusätzlich mit dem Schiff befördert. Viele Händler in Europa und den USA wollten nicht so lange warten und begnügten sich daher mit normalen FDC. Hier ist das Stück:



Gruß
Michael
 
Hornblower Am: 13.08.2019 09:09:02 Gelesen: 290# 30 @  
In Auckland wurde im Juli 1955 der 100. Geburtstag der ersten Marken Neuseelands mit einer großen Ausstellung im Rathaus gefeiert. Der hierzu aufgelegte Sonderumschlag in einer Auflage von 100.000 Stück erfreute sich einer so großen Nachfrage, dass bereits am ersten Tag alle Umschläge vergriffen waren. Die Organisatoren versuchten deshalb, alle erreichbaren Stücke aufzukaufen und selbst der Drucker musste den eigentlich zur Vernichtung bestimmten Ausschuss abliefern. Dieser wurde mit mit einem eigens angefertigten Stempel versehen - auch ein ziemlich einzigartiger Vorgang.

Zur Ausstellung gab es auch einen Sondereinschreibezettel:



Gruß
Michael
 
Hornblower Am: 14.08.2019 09:34:57 Gelesen: 180# 31 @  
1955 beging auch Schweden mit einer großen Ausstellung, der Stockholmia 55, das Jubiläum seiner ersten Marken. Für Einschreibebriefe wurde dabei auch ein besonderer Einschreibezettel verwendet, der merkwürdigerweise aber nur selten vorkommt, die meisten Einschreibebriefe tragen gewöhnliche Zettel.



Gruß
Michael
 
becker04 Am: 17.08.2019 11:58:19 Gelesen: 109# 32 @  
Zur Ostropa in Königsberg gab es auch speziellen Zettel.



Viele Grüße
Klaus
 
Hornblower Am: 17.08.2019 12:53:16 Gelesen: 102# 33 @  
Hallo Klaus,

ein schönes Stück, danke für´s Zeigen!

Zur DEBRIA 1950 wurden knapp 24.000 Einschreiben verschickt. An neun Schaltern waren Postbeamte im Einsatz, die eigene Einschreibezettel verwendeten, die spezilalisiert gesammelt werden können. Selten sind aber solche Fehldrucke:



Gruß
Michael
 
volkimal Am: 18.08.2019 10:45:48 Gelesen: 72# 34 @  
Hallo zusammen,

gestern habe ich in meiner Sammlung noch einen Sondereinschreibezettel gefunden, einen Einschreibe-Gebührenzettel für SbPÄ (Selbstbedienungspostämter) aus der DDR:



Es ist ein Sondereinschreibezettel aus Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) zur Briefmarkenausstellung "Frieden und Kultur" im Jahr 1987.



Diesen Ersttagsumschlag mit den Marken zum "Kampf gegen die Apartheit" schickte der Absender am 12.07.1987 nach Lüchow-Dannenberg. Von dort wurde er zurückgeschickt und kam am 24.07. wieder in Karl-Marx-Stadt an. Interessant sind die Unterscheidungsbuchstaben "aP" auf dem Ankunftsstempel. Klein- und Großschreibung gemischt sieht man nicht so oft. Ich sehe gerade, dass es vermutlich ein kleines "ap" sein soll. Schaut einmal hier [1].

Weshalb der Brief zurückgeschickt wurde, erkennt man an dem zweiten Brief:





Beide Briefe gehören damit zum Thema "Postkrieg DDR/Bundesrepublik".

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/113489
 

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