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Thema: Post- und Absenderfreistempel: Maschinentypen
Das Thema hat 236 Beiträge:
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Nordluchs Am: 26.08.2019 15:18:41 Gelesen: 5150# 212 @  
@ Jürgen Witkowski [#211]

Hallo Jürgen und Volkmar,

Komusina? Das von Euch eingestellt? Ich staune nur, was alles ans Tageslicht kommt. Aber Ihr habt das richtig erkannt, dass eigentlich auf den Philaseiten wenig derartiges altes „Zeug“ zu sehen ist. Daher hier von meiner Seite zwei aus dem Ausland. In den Niederlanden waren etliche Komusina in Betrieb.



Viele Grüße
Hajo
 
volkimal Am: 26.08.2019 17:15:08 Gelesen: 5140# 213 @  
@ Nordluchs [#212]

Hallo Hajo,

sehr schöne Beispiele! Von mir eine Komusina vom 13.04.1938:





Eine Karte der Krupp'schen Verwaltung der Zechen Hannover und Hannibal in Bochum-Hordel.

Viele Grüße
Volkmar
 
Nordluchs Am: 28.08.2019 11:34:31 Gelesen: 5101# 214 @  
@ volkimal [#213]

Hallo Volker,
hallo an alle Interessierten,

da wir gerade das Thema „Komusina“ zu fassen haben, mal etwas aus früheren Zeiten. Aus anderen Gründen zusammengestellt, Volkmar hat das schon gesehen, benutze ich das jetzt an dieser Stelle. Hatte endlich einen lang vermissten Ausschnitt wieder gefunden und zeige diesen, da ich sicher bin das nur wenige so etwas schon gesehen haben. Hergestellt mit einem Rollstempel (mit Zählwerk !). Das schon 1917 entwickelte, vom Königlichen Bayrischen Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten in München abgelehnt und in Berlin 1921 erneut vorgestellt wurde.



Erdacht von einem Postbeamten! Er hieß Erich Komusin. Daraus entwickelte sich später daraus die erste Komusina, mit der recht frühen Bezeichnung Franko-Rollstempel. Aber in dieser Zeit war überhaupt nicht daran zu denken, Stempelgeräte in private Hand zu geben. Ich zeige hier den Stempel in einer frühen Phase, um auch Sammlern die mit Freistemplern nichts am Hut haben, dieses ungewöhnliche Teil in Augenschein nehmen können. Das ist dann so nebenbei bemerkt, der Beginn einer steilen Karriere unter dem späteren Produktnamen „Postalia“. Es gibt natürlich auch zu den Anfängen eine Veröffentlichung von mir, aber ich will es nicht übertreiben.

Beste Grüße
Hajo
 
volkimal Am: 01.09.2019 11:37:44 Gelesen: 4956# 215 @  
@ Nordluchs [#214]

Hallo Hajo,

ein Super-Beispiel. Danke fürs Zeigen. Von mir ein weiterer Komusina-Abschlag:



Ein Abschlag des VEB Steckenpferd aus Radebeul vom 22.03.1951. Im Stempel wird Werbung für Steckenpferd-Lilienmilch-Seife gemacht. Der ursprüngliche Firmenname "Bergmann & Co" steht unten rechts.

Etwas zur Firmengeschichte aus Wikipedia [1]:

Der VEB Steckenpferd war ein Unternehmen im Ursprungsstadtteil Radebeul der heutigen Stadt Radebeul, dessen Produkte Seifen und Kosmetika unter dem Markenzeichen Steckenpferd international bekannt waren. Das Unternehmen wurde 1885 gegründet und war als Feinseifen- und Parfümfabrik Bergmann & Co. sächsischer Hoflieferant. Es wurde 1950 enteignet und 1991 erfolgreich reprivatisiert. Am bekanntesten wurde das Unternehmen durch die DDR-weite Steckenpferd-Bewegung, durch die sich die DDR mit konvertierbarer Währung dringend benötigte Schiffe beschaffen konnte.

Absenderfreistempel der Firma Komusina hat es in der DDR bestimmt nicht viele gegeben. Komusina war als zweiter deutscher Hersteller mit Standardmaschinen auf dem Markt. Bereits 1931 musste die Firma nach Patentstreitigkeiten Konkurs anmelden und die Produktion einstellen. Diese Maschine war also schon über 20 Jahre in Betrieb.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Steckenpferd_(VEB)
 
Nordluchs Am: 02.09.2019 19:57:23 Gelesen: 4929# 216 @  
@ volkimal [#215]

Hallo Volkmar,

schönes Stück, vor allem mit dieser ausführlichen thematischen Erklärung. Die Firma Francotyp hatte sich nach dem Konkurs von Komusina, seitens der Reichspost verpflichtet, die Wartung zu übernehmen. Versuchte aber meist einen Austausch der Geräte gegen eigene Produkte. Die Fälle in denen das nicht gelang sehen wir hier. Ich gehe davon aus, dass in dem Fall der SBZ der alte Francotyp-Vertreter Oswald Schiller in Leipzig den Wertrahmen besorgt hat.

Anbei zwei derartige Abschläge aus dem „Westen“ die aus meiner Sammlung stammen.



Alle derartigen Maschinen konnte man an zwei Händen abzählen! Habe aber noch weitere interessante Stücke, die ich gerne demnächst zeige. In der Rubrik – Notopfermarken mit Vorausentwertungen - hatte ich vor Wochen in [#8] auch ein schönes Stück gezeigt. Ein sehr spätes Stück von 1957 zeige ich im übernächsten Beitrag.

Viele Grüße
Hajo
 
Nordluchs Am: 07.09.2019 15:41:19 Gelesen: 4700# 217 @  
@ volkimal [#215]

Hallo zusammen,

im Moment haben wir die Komusina am Wickel. Im letzten Beitrag hatte ich erwähnt: „Ein sehr spätes Stück von 1957 zeige ich im übernächsten Beitrag.“ Damit fehlt natürlich der nächste Beitrag und das geschieht jetzt hier wie folgt.



Saarbrücken 2 / Post / Saar Zählziffer / Rechtsanwalt Erwin J. Müller / Saarbrücken

Die postalische Nachweiskarte bzw. Zulassung für das Gerät - D 1777 - vom 6.12.1949 liegt ebenfalls vor. Einzige bekannte Komusina Maschine mit dem Wertrahmen " Post Saar "!

Nun aber bis demnächst mit späten Belegen dieser Gattung.

Viele Grüße
Hajo

PS: Gestatten Sie mir an dieser Stelle einen Dank an den "Chef" zu richten. Mir ist klar geworden, dass diese Möglichkeit einer Präsentation sehr den Zeitgeist trifft. Ich kann derartige Kurzgeschichten anderweitig nicht so unterbringen. Zumal die Reaktion auf Beiträge umgehend möglich ist. Auch die Einsichtnahme für Jedermann ist nicht zu unterschätzen. Also Herzlichen Dank an Richard Ebert für diese Möglichkeiten.
 
Nordluchs Am: 15.09.2019 10:29:43 Gelesen: 4325# 218 @  
@ volkimal [#215]

Hallo Volkmar,
hallo an die interessierten Leser!

Eigentlich hatte ich angekündigt, die letzten noch verwendeten Komusina zu zeigen, aber inzwischen wurde ein schöner seltener Beleg aus den 1950er Jahren entdeckt. Der hat es in sich. Der Beleg stammt aus der Ex – Sammlung von Gerd Eich † und ist ursprünglich in die USA an Werner Simon gegangen. Nun wer war Werner Simon?



Komusina nach 1945 / Münchberg (Oberfranken) C. PH. Reichel

Allen Sammlern die den Weltkatalog [1] gelegentlich benutzen, kann ich mitteilen, dass frühere Kataloge schon in gedruckter Version vorlagen. S. D. Barfoth/ Werner Simon – The Meter Postage Catalog (1953) und später Werner Simon / David P. Walsh - The United States Postage Meter Stamp Catalog (1976), so lauten die Titel. Etliche Artikel in der Sammlerwoche sind ebenfalls erwähnenswert. Werner Simon verließ Deutschland in den dreißiger Jahren, die Gründe kann man sich denken!

Bis demnächst
Hajo

[1] https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog
 
volkimal Am: 15.09.2019 11:02:00 Gelesen: 4315# 219 @  
@ Nordluchs [#218]

Hallo Hajo,

ist Dir eigentlich aufgefallen, dass der Stempelkopf höchstwahrscheinlich aptiert wurde?



Links ist der tatsächliche Stempelkopf - er ist asymmetrisch. Rechts ist das Bild, wie er ursprünglich ausgesehen haben könnte. Das ist natürlich nur eine Vermutung. Solch eine Aptierung habe ich bisher nicht gesehen. Kannst du genaueres dazu sagen?

Viele Grüße
Volkmar
 
Nordluchs Am: 15.09.2019 12:09:40 Gelesen: 4303# 220 @  
@ volkimal [#219]

Hallo Volkmar,

interessante Anmerkung. Auf den ersten Blick gebe ich Dir Recht. Aber nachdem ich in die „große“ Datenbank geschaut habe, gibt es die zwei folgenden Ergebnisse.



Es ist zu erkennen, dass schon in den 30iger Jahren zwei unterschiedlich gefertigte Ortsbezeichnungen auftauchen. Die Komusina trug zwei verschiedene Abdrücke auf einer Stempelwalze. Je nach Bedarf wurde durch drehen der Walze die zweite in Stellung gebracht. Es ist vermutlich bei der Gravur bzw. Herstellung der Stempelbilder ein Fehler passiert.



Hier noch ein Beispiel von 1944. Natürlich hast Du ein sehr „geschultes Auge“ für nicht ganz stimmige Bezeichnungen bzw. deren Stellung. Es wäre zu schön gewesen wenn das hier zutreffen würde. Ich hoffe dass meine Erklärung plausibel war.

Angelika „verhaut“ gerade die Schnitzel, daher muss ich Schluss machen.

Viele Grüße
Hajo
 
Nordluchs Am: 17.09.2019 12:07:16 Gelesen: 4264# 221 @  
@ volkimal [#219]

Hallo Volkmar,
hallo an die Leser und Benutzer,

nachdem ich umfangreiche Recherchen angestellte habe, kann unter Verwendung der berühmten alten Sammlung von Ernst Ehrmann ein Beispiel gezeigt werden. Der Name ist hier im Forum schon öfters erwähnt worden. Darin enthalten ist neben alten seltenen Stempel auch ein Formblatt, aus dem meine vorherigen Angaben [#220] mit der zweifachen Anordnung unterstützt werden.



Das Blatt habe ich zur besseren Ansicht in zwei Hälfen geteilt. Diese Sammlung liegt mir seit Anfang 2010 in Kopie (Scan) vor. Auf der wahnsinnigen Homepage [1] von Dr. Eden, Holzwickede ist das zu bewundern. Aber schauen Sie sich mal die gesamte Bandbreite an. Wenn man dann gelegentlich hört, das Sammeln von Freistempel langweilig ist, kann man nicht mehr helfen. Nachstehend aber der direkte Weg zu diesem Beitrag.

Viele Grüße
Hajo

[1] https://www.postautomation.de/freimachung-mit-freistempel/komusina-absenderfreistempel/
 
Nordluchs Am: 28.09.2019 18:54:15 Gelesen: 3735# 222 @  
@ Nordluchs [#217]

Hallo zusammen!

Ein sehr spätes Stück von 1957 zeige ich im nächsten Beitrag. So hatte ich im einem vorigen Beitrag [#217] angekündigt! Dann wollen wir mal. Da wir wieder das Rad vordrehen wollen, nun die letzten wenig bekannten Komusina nach 1945. Die gibt es auch nicht in jeder Schachtel! Ein langjähriger Freund und Wegbegleiter (Name als Adressat sichtbar), überließ mir den Beleg für meine frühere Ausstellungsammlung. Nebenbei bemerkt Vorlage auch für den Katalog Dürst/Eich von 1980.



Wer genau hinschaut kann noch Reste im Ortstempel „Hauptstadt der Bewegung“ erkennen.

Nach diesem Zeitpunkt sind vermutlich nur noch 2 Maschinen für kurze Zeit in Betrieb gewesen. Danach gibt es nach meinem Kenntnisstand keine Belege mit Komusina. 1976 besuchte ein Herr Gerd Eich †, die Firma Postalia in Offenbach und erbat von den in einem Schaukasten ausgestellten Maschinen Abdrucke. Ergebnis wie folgt:



Postalia konnte die beiden abgebildeten Berliner Komusina nicht erklären. Wie die Besitzer zu dem Wertrahmen „Deutsche Bundespost Berlin“ kamen, ist ebenfalls nicht bekannt. Vermutung meinerseits Francotyp. Denn die hatten ja die Wartung nach dem Konkurs 1932 übernommen. Sehr betrüblich ist an dieser Geschichte, dass alle erwähnten Maschinen nach Übernahme durch Francotyp (daher der spätere Name Francotyp-Postalia) nicht mehr aufzufinden waren.

Neben 4 ganz alten Maschinen (3 Komusina, 1 Absenderstempler mit Markenkapseln), befand sich auch das Urmodell von Herrn Komusin dabei. Ich habe an bestimmten Stellen mein Möglichstes versucht. Leider vergeblich und hoffe das diese Geräte eines Tages wieder auftauchen!

Viele Grüße
Hajo
 
DL8AAM Am: 30.09.2019 19:10:13 Gelesen: 3614# 223 @  
Zwar "noch" kein neuer Maschinentyp, aber hier schon einmal die Info:

Neopost wird in "Quadient" umbenannt, siehe

https://www.neopost.de/connections

https://www.quadient.com/connections?_ga=2.77252309.1923232640.1569863002-1839228158.1569863002

https://postmaster-magazin.de/index.php/top-news/dokument/19596-aus-neopost-wird-quadient.html

Für die "Übergangszeit" hat man eigens sogar ein neues "Übergangslogo" geschaffen:



Gruß
Thomas
 
Nordluchs Am: 06.10.2019 16:20:55 Gelesen: 3346# 224 @  
@ Nordluchs [#222]

Hallo zusammen!

Meine Frau Angelika hatte mal vor fast 10 Jahren einen netten AFS gefunden und hier ist das Ergebnis!



Das kuriose Porto von 44,55 Euro allein ist schon zeigenswert - sicher ein teurer Einstellungsfehler. Das erforderliche Porto für diesen Brief dürfte 55 Cent gewesen sein (Maschine: K – TeleFrank). Aber auch der Name der Stiftung ist kurios und macht neugierig.Bei Wikipedia [1] findet man die Erklärung. Sie ist ein Stück Hamburger Stadtgeschichte: Die Stiftung wurde 1622 gegründet, „ursprünglich als Lösegeldkasse, um Hamburger Seeleute von nordafrikanischen Piraten freizukaufen. Dazu mussten sie einen Teil ihrer Heuer in diese Kasse einzahlen. Ihr Name stammt von dem Betrag in ‘Pesos zu acht Realen’, den ihre Mitglieder vor jeder Fahrt entrichten mussten. In dieser Währung, die in Kastilien gebräuchlich war, wurde das Lösegeld an die Piraten ausgezahlt. Die Kasse ist in all den Jahrhunderten ihrer Tradition treu geblieben, den Seefahrern, ihren Angehörigen, Alten, Kranken und bedürftigen Menschen Unterkunft und Verpflegung zu gewähren.“ Der Name des Heims „Fallen Anker“ ist eine, wohl seemännische, Mischung aus Englisch und Deutsch: Der Anker ist gefallen, der Ruhestand erreicht (Angelika Förster).

Viele Grüße

Hajo

[1] https://www.fallen-anker.de/unser-haus/
 
bernhard Am: 06.10.2019 18:29:21 Gelesen: 3314# 225 @  
@ Nordluchs [#224]

Hallo Hajo,

beim ersten Blick ein ehr langweiliger neuer AFS, doch die Geschichte die du bzw. Angelika dahinter erzählst ist schon richtig interessant!

Viele Grüße
Bernhard
 
T1000er Am: 06.10.2019 19:29:39 Gelesen: 3304# 226 @  
Hallo,

bin ich jetzt der einzige der den Freistempel von Hajo nicht sehen kann?

Schöne Grüße,
Thomas


 
juju Am: 06.10.2019 19:34:15 Gelesen: 3302# 227 @  
@ T1000er [#226]

Nein, dies ist bei mir auch so. Einmal draufklicken, dann wird das Foto heruntergeladen und man kann es ansehen. Das Forum kann offenbar das Dateiformat nicht wiedergeben.

Gruß
Justus
 
T1000er Am: 06.10.2019 20:08:48 Gelesen: 3289# 228 @  
@ juju [#227]

Nur mit draufklicken ist es bei mir nicht getan. Ich muß mehrere Schritte unternehmen, um das Bild zu sehen.



Schöne Grüße,
Thomas
 
Shinokuma Am: 06.10.2019 21:24:34 Gelesen: 3271# 229 @  
@ Pete [#172]

Bin erst heute auf Deinen Beitrag aus dem Jahr 2014 gestoßen, in dem Du von Deinem Fund eines AFS einer Krag-Maschine berichtest.

Woran hast Du denn erkannt, dass es sich um eine Maschine von Krag handelt, wenn keine Kennung mit dem entsprechenden Buchstaben vorhanden ist?

Ich habe ziemlich viele solcher AFS-Belege ohne Kennung und wüsste gerne wie man die einem bestimmten Hersteller zuordnen kann.

Du kannst mir das auch gerne beim nächsten Treffen im KuFo in Essen-Steele etwas ausführlicher erzählen.

Herzliche Grüße
Gunther
 
Nordluchs Am: 06.10.2019 21:41:54 Gelesen: 3264# 230 @  
@ Nordluchs [#224]

Hallo zusammen!

Habe die Probleme eben selber auf dem Tablet gesehen!

Eventuell ist das Format TIF das Problem. Anbei eine neue Version in PDF.

Meine Frau Angelika hatte mal vor fast 10 Jahren einen netten AFS gefunden und hier ist das Ergebnis!



Das kuriose Porto von 44,55 Euro allein ist schon zeigenswert - sicher ein teurer Einstellungsfehler. Das erforderliche Porto für diesen Brief dürfte 55 Cent gewesen sein (Maschine: K – TeleFrank). Aber auch der Name der Stiftung ist kurios und macht neugierig.Bei Wikipedia [1] findet man die Erklärung. Sie ist ein Stück Hamburger Stadtgeschichte: Die Stiftung wurde 1622 gegründet, „ursprünglich als Lösegeldkasse, um Hamburger Seeleute von nordafrikanischen Piraten freizukaufen. Dazu mussten sie einen Teil ihrer Heuer in diese Kasse einzahlen. Ihr Name stammt von dem Betrag in ‘Pesos zu acht Realen’, den ihre Mitglieder vor jeder Fahrt entrichten mussten. In dieser Währung, die in Kastilien gebräuchlich war, wurde das Lösegeld an die Piraten ausgezahlt. Die Kasse ist in all den Jahrhunderten ihrer Tradition treu geblieben, den Seefahrern, ihren Angehörigen, Alten, Kranken und bedürftigen Menschen Unterkunft und Verpflegung zu gewähren.“ Der Name des Heims „Fallen Anker“ ist eine, wohl seemännische, Mischung aus Englisch und Deutsch: Der Anker ist gefallen, der Ruhestand erreicht (Angelika Förster).

Viele Grüße

Hajo

[1] https://www.fallen-anker.de/unser-haus/
 
Nordluchs Am: 06.10.2019 21:52:19 Gelesen: 3255# 231 @  
@ Shinokuma [#229]

Hallo an den Teilnehmer!

Habe das zufällig gelesen. Also davon gab es ca. 10 Maschinen!

Ein Muster ist unter dem untenstehenden Beitrag zu sehen.

Beste Grüße
Hajo

https://www.philaseiten.de/beitrag/211018
 
Shinokuma Am: 07.10.2019 00:43:31 Gelesen: 3234# 232 @  
@ Nordluchs [#231]

Lieber Hajo,

um ehrlich zu sein, hat Dein Beitrag meine Frage nicht beantwortet. Ich wollte gar nicht wissen, wie viele Maschinen es davon gab. Und die Musterabbildungen in dem Link zeigen mir nur Fantasiestempel, in denen der Name Krag auftaucht. Wenn man die sieht, weiß man natürlich sofort, dass es sich dabei um Stempelabschläge einer Krag-Maschine handelt.

Eigentlich hätte ich gerne gewusst, wie man den massenhaft vorhandenen AFS ohne Kennung ansieht, von was für einer Maschine sie stammen und woher Pete wusste, dass sein Stempelabschlag von einer Krag stammt.

Vielleicht gibt es darauf ja auch noch von irgendjemandem eine fundierte Antwort. Herzlichen Dank dafür schon im Voraus!

Mit besten Grüßen

Gunther
 
Nordluchs Am: 07.10.2019 14:28:07 Gelesen: 3192# 233 @  
@ Shinokuma [#232]

Hallo Gunther,

ich kann leider nicht direkt auf meine Datenbank zurückgreifen, da mir eine brandneue Version zur Bearbeitung erst in 14 Tagen übermittelt wird. Habe also aus dem „Karton“ einige Beleg geholt und eingescannt. Vorab meinerseits der Einwand: Es handelt sich nicht um Phantasiestempel, sondern Musterabdrucke zur Einführung dieser Krag in Deutschland. Daher die Reihenfolge mit einem anderen und der einzigen Maschine mit Kennung.





Wichtig an der ganzen Geschichte ist, sich auf die Datumsziffern und Wertziffern zu konzentrieren. Egal wo auf der Welt die Maschinen verwendet werden, sind diese Kriterien das Merkmal zur Erkennung. Alles andere ob in den Niederlanden, Norwegen und hier Deutschland durch Klischee und Wertrahmen verändert, ist bei der Erkennung nebensächlich. Abschließend noch zwei Francotyp zur Unterscheidung.





Zusätzlich eine alte Hasler. Wie erkenntlich haben alle bei genauer Betrachtung ihre bestimmten Merkmale.

Also mein Rat ist, wenn man nicht auf Literatur zurückgreifen möchte, Freistempel (AFS) ohne Kennung und AFS mit Kennung zu nehmen und zu vergleichen. Der von Dir erwähnte „Pete“ ist seit dem März der 2. Mann bei der FG Freistempel (Schriftführer!?) und kann Dir sicherlich Literatur empfehlen.

Viele Grüße
Hajo
 
DL8AAM Am: 07.10.2019 16:45:41 Gelesen: 3175# 234 @  
@ Shinokuma [#232]

Ein erster Zugang wäre zum Beispiel der "International Postage Meter Stamp Catalog/Germany, Part 2" [1].

Gruß
Thomas

[1] https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog/Germany,_Part_2
 
Pete Am: 13.10.2019 14:05:28 Gelesen: 2768# 235 @  
@ Shinokuma [#229]

Bin erst heute auf Deinen Beitrag aus dem Jahr 2014 gestoßen, in dem Du von Deinem Fund eines AFS einer Krag-Maschine berichtest.

Woran hast Du denn erkannt, dass es sich um eine Maschine von Krag handelt, wenn keine Kennung mit dem entsprechenden Buchstaben vorhanden ist?

Ich habe ziemlich viele solcher AFS-Belege ohne Kennung und wüsste gerne wie man die einem bestimmten Hersteller zuordnen kann.


Wie Nordluchs in Beitrag [#233] stützt sich das Erkennen der Freistempel des Herstellers Krag auf die Wertziffern im Rahmen und die Ziffern im Datum (meinerseits noch im Kombination mit dem Wertrahmen selbst). Im Bedarfsfall kann ich einen Sammlerkollegen fragen bzw. Belege vorlegen, welcher sich seit Jahren mit Absenderfreistempeln ohne Kennung befasst. Meine "Baustellen" liegen eher im Zeitraum nach verpflichtender Einführung von Kennungen für neu zugelassene Geräte (ab 1982).

In Beitrag [#172] erwähnte ich das einzig bekannte Frankiergerät von Krag, welches eine Kennung, beginnend mit dem Buchstaben "D" für den Hersteller "Krag" aufweist. In Beitrag [#233] wird ein Abschlag dieses Gerätes aus Wesel gezeigt. Alle anderen Geräte von Krag weisen keine Kennung auf. Die betroffenen Absender sollten in der Fachliteratur (Artikel im Rundbrief der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e.V. [1]) im Allgemeinen bekannt sein.

In Deutschland sind nicht allzu viele Geräte von Krag verkauft und zugelassen worden. Der Grund dafür lag m.W. in der Handhabung des Gerätes selbst. Wenn man im Postamt das Porto neu aufladen wollte, musste man aufgrund der baulichen Gegebenheiten am Frankiergerät dieses zur Gänze zum Postamt mitnehmen (Gewicht ca. 10 kg), das Porto durch den Postbeamten aufladen lassen und anschließend zurückschleppen.

Du kannst mir das auch gerne beim nächsten Treffen im KuFo in Essen-Steele etwas ausführlicher erzählen.

Bei Fragen einfach bei nächster Gelegenheit betroffene Belege mitbringen (z.B. am Samstag, den 02.11.2019 zum Philaseiten-Treff in Essen-Steele).

Gruß
Pete

[1] http://www.fg-freistempel.de/
 
bedaposablu Am: 02.12.2019 15:11:31 Gelesen: 106# 236 @  
Hallo,

hier ein AFS der neuen Art heute gefunden!



Mit freundlichen Grüßen!
bedaposablu
 

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