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Thema: Post- und Absenderfreistempel: Maschinentypen
Das Thema hat 243 Beiträge:
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volkimal Am: 15.09.2019 11:02:00 Gelesen: 27561# 219 @  
@ Nordluchs [#218]

Hallo Hajo,

ist Dir eigentlich aufgefallen, dass der Stempelkopf höchstwahrscheinlich aptiert wurde?



Links ist der tatsächliche Stempelkopf - er ist asymmetrisch. Rechts ist das Bild, wie er ursprünglich ausgesehen haben könnte. Das ist natürlich nur eine Vermutung. Solch eine Aptierung habe ich bisher nicht gesehen. Kannst du genaueres dazu sagen?

Viele Grüße
Volkmar
 
Nordluchs Am: 15.09.2019 12:09:40 Gelesen: 27549# 220 @  
@ volkimal [#219]

Hallo Volkmar,

interessante Anmerkung. Auf den ersten Blick gebe ich Dir Recht. Aber nachdem ich in die „große“ Datenbank geschaut habe, gibt es die zwei folgenden Ergebnisse.



Es ist zu erkennen, dass schon in den 30iger Jahren zwei unterschiedlich gefertigte Ortsbezeichnungen auftauchen. Die Komusina trug zwei verschiedene Abdrücke auf einer Stempelwalze. Je nach Bedarf wurde durch drehen der Walze die zweite in Stellung gebracht. Es ist vermutlich bei der Gravur bzw. Herstellung der Stempelbilder ein Fehler passiert.



Hier noch ein Beispiel von 1944. Natürlich hast Du ein sehr „geschultes Auge“ für nicht ganz stimmige Bezeichnungen bzw. deren Stellung. Es wäre zu schön gewesen wenn das hier zutreffen würde. Ich hoffe dass meine Erklärung plausibel war.

Angelika „verhaut“ gerade die Schnitzel, daher muss ich Schluss machen.

Viele Grüße
Hajo
 
Nordluchs Am: 17.09.2019 12:07:16 Gelesen: 27510# 221 @  
@ volkimal [#219]

Hallo Volkmar,
hallo an die Leser und Benutzer,

nachdem ich umfangreiche Recherchen angestellte habe, kann unter Verwendung der berühmten alten Sammlung von Ernst Ehrmann ein Beispiel gezeigt werden. Der Name ist hier im Forum schon öfters erwähnt worden. Darin enthalten ist neben alten seltenen Stempel auch ein Formblatt, aus dem meine vorherigen Angaben [#220] mit der zweifachen Anordnung unterstützt werden.



Das Blatt habe ich zur besseren Ansicht in zwei Hälfen geteilt. Diese Sammlung liegt mir seit Anfang 2010 in Kopie (Scan) vor. Auf der wahnsinnigen Homepage [1] von Dr. Eden, Holzwickede ist das zu bewundern. Aber schauen Sie sich mal die gesamte Bandbreite an. Wenn man dann gelegentlich hört, das Sammeln von Freistempel langweilig ist, kann man nicht mehr helfen. Nachstehend aber der direkte Weg zu diesem Beitrag.

Viele Grüße
Hajo

[1] https://www.postautomation.de/freimachung-mit-freistempel/komusina-absenderfreistempel/
 
Nordluchs Am: 28.09.2019 18:54:15 Gelesen: 26981# 222 @  
@ Nordluchs [#217]

Hallo zusammen!

Ein sehr spätes Stück von 1957 zeige ich im nächsten Beitrag. So hatte ich im einem vorigen Beitrag [#217] angekündigt! Dann wollen wir mal. Da wir wieder das Rad vordrehen wollen, nun die letzten wenig bekannten Komusina nach 1945. Die gibt es auch nicht in jeder Schachtel! Ein langjähriger Freund und Wegbegleiter (Name als Adressat sichtbar), überließ mir den Beleg für meine frühere Ausstellungsammlung. Nebenbei bemerkt Vorlage auch für den Katalog Dürst/Eich von 1980.



Wer genau hinschaut kann noch Reste im Ortstempel „Hauptstadt der Bewegung“ erkennen.

Nach diesem Zeitpunkt sind vermutlich nur noch 2 Maschinen für kurze Zeit in Betrieb gewesen. Danach gibt es nach meinem Kenntnisstand keine Belege mit Komusina. 1976 besuchte ein Herr Gerd Eich †, die Firma Postalia in Offenbach und erbat von den in einem Schaukasten ausgestellten Maschinen Abdrucke. Ergebnis wie folgt:



Postalia konnte die beiden abgebildeten Berliner Komusina nicht erklären. Wie die Besitzer zu dem Wertrahmen „Deutsche Bundespost Berlin“ kamen, ist ebenfalls nicht bekannt. Vermutung meinerseits Francotyp. Denn die hatten ja die Wartung nach dem Konkurs 1932 übernommen. Sehr betrüblich ist an dieser Geschichte, dass alle erwähnten Maschinen nach Übernahme durch Francotyp (daher der spätere Name Francotyp-Postalia) nicht mehr aufzufinden waren.

Neben 4 ganz alten Maschinen (3 Komusina, 1 Absenderstempler mit Markenkapseln), befand sich auch das Urmodell von Herrn Komusin dabei. Ich habe an bestimmten Stellen mein Möglichstes versucht. Leider vergeblich und hoffe das diese Geräte eines Tages wieder auftauchen!

Viele Grüße
Hajo
 
DL8AAM Am: 30.09.2019 19:10:13 Gelesen: 26860# 223 @  
Zwar "noch" kein neuer Maschinentyp, aber hier schon einmal die Info:

Neopost wird in "Quadient" umbenannt, siehe

https://www.neopost.de/connections

https://www.quadient.com/connections?_ga=2.77252309.1923232640.1569863002-1839228158.1569863002

https://postmaster-magazin.de/index.php/top-news/dokument/19596-aus-neopost-wird-quadient.html

Für die "Übergangszeit" hat man eigens sogar ein neues "Übergangslogo" geschaffen:



Gruß
Thomas
 
Nordluchs Am: 06.10.2019 16:20:55 Gelesen: 26592# 224 @  
@ Nordluchs [#222]

Hallo zusammen!

Meine Frau Angelika hatte mal vor fast 10 Jahren einen netten AFS gefunden und hier ist das Ergebnis!



Das kuriose Porto von 44,55 Euro allein ist schon zeigenswert - sicher ein teurer Einstellungsfehler. Das erforderliche Porto für diesen Brief dürfte 55 Cent gewesen sein (Maschine: K – TeleFrank). Aber auch der Name der Stiftung ist kurios und macht neugierig.Bei Wikipedia [1] findet man die Erklärung. Sie ist ein Stück Hamburger Stadtgeschichte: Die Stiftung wurde 1622 gegründet, „ursprünglich als Lösegeldkasse, um Hamburger Seeleute von nordafrikanischen Piraten freizukaufen. Dazu mussten sie einen Teil ihrer Heuer in diese Kasse einzahlen. Ihr Name stammt von dem Betrag in ‘Pesos zu acht Realen’, den ihre Mitglieder vor jeder Fahrt entrichten mussten. In dieser Währung, die in Kastilien gebräuchlich war, wurde das Lösegeld an die Piraten ausgezahlt. Die Kasse ist in all den Jahrhunderten ihrer Tradition treu geblieben, den Seefahrern, ihren Angehörigen, Alten, Kranken und bedürftigen Menschen Unterkunft und Verpflegung zu gewähren.“ Der Name des Heims „Fallen Anker“ ist eine, wohl seemännische, Mischung aus Englisch und Deutsch: Der Anker ist gefallen, der Ruhestand erreicht (Angelika Förster).

Viele Grüße

Hajo

[1] https://www.fallen-anker.de/unser-haus/
 
bernhard Am: 06.10.2019 18:29:21 Gelesen: 26560# 225 @  
@ Nordluchs [#224]

Hallo Hajo,

beim ersten Blick ein ehr langweiliger neuer AFS, doch die Geschichte die du bzw. Angelika dahinter erzählst ist schon richtig interessant!

Viele Grüße
Bernhard
 
T1000er Am: 06.10.2019 19:29:39 Gelesen: 26550# 226 @  
Hallo,

bin ich jetzt der einzige der den Freistempel von Hajo nicht sehen kann?

Schöne Grüße,
Thomas


 
juju Am: 06.10.2019 19:34:15 Gelesen: 26548# 227 @  
@ T1000er [#226]

Nein, dies ist bei mir auch so. Einmal draufklicken, dann wird das Foto heruntergeladen und man kann es ansehen. Das Forum kann offenbar das Dateiformat nicht wiedergeben.

Gruß
Justus
 
T1000er Am: 06.10.2019 20:08:48 Gelesen: 26535# 228 @  
@ juju [#227]

Nur mit draufklicken ist es bei mir nicht getan. Ich muß mehrere Schritte unternehmen, um das Bild zu sehen.



Schöne Grüße,
Thomas
 
Shinokuma Am: 06.10.2019 21:24:34 Gelesen: 26517# 229 @  
@ Pete [#172]

Bin erst heute auf Deinen Beitrag aus dem Jahr 2014 gestoßen, in dem Du von Deinem Fund eines AFS einer Krag-Maschine berichtest.

Woran hast Du denn erkannt, dass es sich um eine Maschine von Krag handelt, wenn keine Kennung mit dem entsprechenden Buchstaben vorhanden ist?

Ich habe ziemlich viele solcher AFS-Belege ohne Kennung und wüsste gerne wie man die einem bestimmten Hersteller zuordnen kann.

Du kannst mir das auch gerne beim nächsten Treffen im KuFo in Essen-Steele etwas ausführlicher erzählen.

Herzliche Grüße
Gunther
 
Nordluchs Am: 06.10.2019 21:41:54 Gelesen: 26510# 230 @  
@ Nordluchs [#224]

Hallo zusammen!

Habe die Probleme eben selber auf dem Tablet gesehen!

Eventuell ist das Format TIF das Problem. Anbei eine neue Version in PDF.

Meine Frau Angelika hatte mal vor fast 10 Jahren einen netten AFS gefunden und hier ist das Ergebnis!



Das kuriose Porto von 44,55 Euro allein ist schon zeigenswert - sicher ein teurer Einstellungsfehler. Das erforderliche Porto für diesen Brief dürfte 55 Cent gewesen sein (Maschine: K – TeleFrank). Aber auch der Name der Stiftung ist kurios und macht neugierig.Bei Wikipedia [1] findet man die Erklärung. Sie ist ein Stück Hamburger Stadtgeschichte: Die Stiftung wurde 1622 gegründet, „ursprünglich als Lösegeldkasse, um Hamburger Seeleute von nordafrikanischen Piraten freizukaufen. Dazu mussten sie einen Teil ihrer Heuer in diese Kasse einzahlen. Ihr Name stammt von dem Betrag in ‘Pesos zu acht Realen’, den ihre Mitglieder vor jeder Fahrt entrichten mussten. In dieser Währung, die in Kastilien gebräuchlich war, wurde das Lösegeld an die Piraten ausgezahlt. Die Kasse ist in all den Jahrhunderten ihrer Tradition treu geblieben, den Seefahrern, ihren Angehörigen, Alten, Kranken und bedürftigen Menschen Unterkunft und Verpflegung zu gewähren.“ Der Name des Heims „Fallen Anker“ ist eine, wohl seemännische, Mischung aus Englisch und Deutsch: Der Anker ist gefallen, der Ruhestand erreicht (Angelika Förster).

Viele Grüße

Hajo

[1] https://www.fallen-anker.de/unser-haus/
 
Nordluchs Am: 06.10.2019 21:52:19 Gelesen: 26501# 231 @  
@ Shinokuma [#229]

Hallo an den Teilnehmer!

Habe das zufällig gelesen. Also davon gab es ca. 10 Maschinen!

Ein Muster ist unter dem untenstehenden Beitrag zu sehen.

Beste Grüße
Hajo

https://www.philaseiten.de/beitrag/211018
 
Shinokuma Am: 07.10.2019 00:43:31 Gelesen: 26480# 232 @  
@ Nordluchs [#231]

Lieber Hajo,

um ehrlich zu sein, hat Dein Beitrag meine Frage nicht beantwortet. Ich wollte gar nicht wissen, wie viele Maschinen es davon gab. Und die Musterabbildungen in dem Link zeigen mir nur Fantasiestempel, in denen der Name Krag auftaucht. Wenn man die sieht, weiß man natürlich sofort, dass es sich dabei um Stempelabschläge einer Krag-Maschine handelt.

Eigentlich hätte ich gerne gewusst, wie man den massenhaft vorhandenen AFS ohne Kennung ansieht, von was für einer Maschine sie stammen und woher Pete wusste, dass sein Stempelabschlag von einer Krag stammt.

Vielleicht gibt es darauf ja auch noch von irgendjemandem eine fundierte Antwort. Herzlichen Dank dafür schon im Voraus!

Mit besten Grüßen

Gunther
 
Nordluchs Am: 07.10.2019 14:28:07 Gelesen: 26438# 233 @  
@ Shinokuma [#232]

Hallo Gunther,

ich kann leider nicht direkt auf meine Datenbank zurückgreifen, da mir eine brandneue Version zur Bearbeitung erst in 14 Tagen übermittelt wird. Habe also aus dem „Karton“ einige Beleg geholt und eingescannt. Vorab meinerseits der Einwand: Es handelt sich nicht um Phantasiestempel, sondern Musterabdrucke zur Einführung dieser Krag in Deutschland. Daher die Reihenfolge mit einem anderen und der einzigen Maschine mit Kennung.





Wichtig an der ganzen Geschichte ist, sich auf die Datumsziffern und Wertziffern zu konzentrieren. Egal wo auf der Welt die Maschinen verwendet werden, sind diese Kriterien das Merkmal zur Erkennung. Alles andere ob in den Niederlanden, Norwegen und hier Deutschland durch Klischee und Wertrahmen verändert, ist bei der Erkennung nebensächlich. Abschließend noch zwei Francotyp zur Unterscheidung.





Zusätzlich eine alte Hasler. Wie erkenntlich haben alle bei genauer Betrachtung ihre bestimmten Merkmale.

Also mein Rat ist, wenn man nicht auf Literatur zurückgreifen möchte, Freistempel (AFS) ohne Kennung und AFS mit Kennung zu nehmen und zu vergleichen. Der von Dir erwähnte „Pete“ ist seit dem März der 2. Mann bei der FG Freistempel (Schriftführer!?) und kann Dir sicherlich Literatur empfehlen.

Viele Grüße
Hajo
 
DL8AAM Am: 07.10.2019 16:45:41 Gelesen: 26421# 234 @  
@ Shinokuma [#232]

Ein erster Zugang wäre zum Beispiel der "International Postage Meter Stamp Catalog/Germany, Part 2" [1].

Gruß
Thomas

[1] https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog/Germany,_Part_2
 
Pete Am: 13.10.2019 14:05:28 Gelesen: 26014# 235 @  
@ Shinokuma [#229]

Bin erst heute auf Deinen Beitrag aus dem Jahr 2014 gestoßen, in dem Du von Deinem Fund eines AFS einer Krag-Maschine berichtest.

Woran hast Du denn erkannt, dass es sich um eine Maschine von Krag handelt, wenn keine Kennung mit dem entsprechenden Buchstaben vorhanden ist?

Ich habe ziemlich viele solcher AFS-Belege ohne Kennung und wüsste gerne wie man die einem bestimmten Hersteller zuordnen kann.


Wie Nordluchs in Beitrag [#233] stützt sich das Erkennen der Freistempel des Herstellers Krag auf die Wertziffern im Rahmen und die Ziffern im Datum (meinerseits noch im Kombination mit dem Wertrahmen selbst). Im Bedarfsfall kann ich einen Sammlerkollegen fragen bzw. Belege vorlegen, welcher sich seit Jahren mit Absenderfreistempeln ohne Kennung befasst. Meine "Baustellen" liegen eher im Zeitraum nach verpflichtender Einführung von Kennungen für neu zugelassene Geräte (ab 1982).

In Beitrag [#172] erwähnte ich das einzig bekannte Frankiergerät von Krag, welches eine Kennung, beginnend mit dem Buchstaben "D" für den Hersteller "Krag" aufweist. In Beitrag [#233] wird ein Abschlag dieses Gerätes aus Wesel gezeigt. Alle anderen Geräte von Krag weisen keine Kennung auf. Die betroffenen Absender sollten in der Fachliteratur (Artikel im Rundbrief der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e.V. [1]) im Allgemeinen bekannt sein.

In Deutschland sind nicht allzu viele Geräte von Krag verkauft und zugelassen worden. Der Grund dafür lag m.W. in der Handhabung des Gerätes selbst. Wenn man im Postamt das Porto neu aufladen wollte, musste man aufgrund der baulichen Gegebenheiten am Frankiergerät dieses zur Gänze zum Postamt mitnehmen (Gewicht ca. 10 kg), das Porto durch den Postbeamten aufladen lassen und anschließend zurückschleppen.

Du kannst mir das auch gerne beim nächsten Treffen im KuFo in Essen-Steele etwas ausführlicher erzählen.

Bei Fragen einfach bei nächster Gelegenheit betroffene Belege mitbringen (z.B. am Samstag, den 02.11.2019 zum Philaseiten-Treff in Essen-Steele).

Gruß
Pete

[1] http://www.fg-freistempel.de/
 
bedaposablu Am: 02.12.2019 15:11:31 Gelesen: 23352# 236 @  
Hallo,

hier ein AFS der neuen Art heute gefunden!



Mit freundlichen Grüßen!
bedaposablu
 
bedaposablu Am: 17.12.2019 14:41:04 Gelesen: 22731# 237 @  
Hallo Sammlerfreunde,

anbei ein neuer AFS aus Kaarst vom Gärtner Pötschke. Man beachte die Schreibweise des Datums 02-02-06!



MFG! bedaposablu
 
BochumerJunge Am: 14.04.2020 17:30:11 Gelesen: 4863# 238 @  
BUND: Absenderfreistempel oder Postfreistempel?

Erst einmal ein Gruß an alle Sammlerfreunde!

Ich habe mal wieder ein Problemchen. In meinen Freistempeln ist der unten abgebilderte Brief. Hierzu stellt sich für mich die Frage ob es sich hier um einen Absenderfreistempel der Deutschen Post AG handelt oder um einen Postfreistempel.

Auch mit dem Hersteller bin ich mir noch unsicher. Der Kennziffer nach müsste es Hasler sein, dem Aussehen nach Pitney Bowes oder Rena. Leider habe ich hier nur dieses nicht besonders schöne Exemplar.

Vielleicht hat ja jemand den identischen Abdruck mit der Kennung C84 24**?
Auch kann man leider nicht das zugeordnete Postamt erkennen.

Wer kann mir da weiterhelfen?

Habt alle eine Coronafreie Zeit und viel Sonne im Garten oder auf dem Balkon.

Sonnige Grüße
HG


 
DL8AAM Am: 14.04.2020 19:00:04 Gelesen: 4846# 239 @  
@ BochumerJunge [#238]

Hi,

ein Hassler ist das nicht, die Gerätenummer beginnt mit E84, d.h. es ist wirklich ein Pitney Bowes Gerät.

Bei dem Postamt könnte auf Grund der PLZ sich um BERLIN 51 handeln. Es ist aber auch ein AFS mit diesem Klischee aus BERLIN 11 bekannt, nur wird Berlin 11 eher mit den PLZ 10963, 10704 und 10835 ("Briefzentrum" Berlin-Zentrum) in Verbindung gebracht.



aus unserer Stempeldatenbank (#066018).

Und der Abschlag dürfte, wenn es sich nicht um einen komplett atypschen Einsatz handelt, nicht um ein Post-, sondern um einen Absenderfreistempel handeln. "Echte" Postfreistempel führen in der Datumszeile in der Regel ja immer zusätzlich eine Uhrzeit bzw. meist ausgenullt mit --. Mit dem "postalischen" Schreib mal wieder Klischee, sollte vermutlich beim Empfänger nur der Eindruck einer "Seriösität" erweckt werden. Von der Qualität des Abdrucks würde ich auf eine Massenversender bzw. vielleicht sogar wahrscheinlicher, auf einen Lettershop, schliessen - der auf Massenwerbemailingaktionen oder sonstigen Massenversand spezialisiert war.

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 14.04.2020 20:22:45 Gelesen: 4821# 240 @  
@ BochumerJunge [#238]

Auch mit dem Hersteller bin ich mir noch unsicher. Der Kennziffer nach müsste es Hasler sein, dem Aussehen nach Pitney Bowes oder Rena. Leider habe ich hier nur dieses nicht besonders schöne Exemplar.

Es handelt sich - dem Wertrahmen nach - um ein Modell des Herstellers Pitney Bowes (Kennbuchstabe "E", nicht Hasler mit dem Kennbuchstaben "C"). DL8AAM hat es bereits beschrieben und zeigt einen passenden Vergleichsabschlag dieses Modells.

Laut http://www.philastempel.de [1], wo auch nach Hersteller von Absenderfreistempeln gefiltert werden kann, existieren baugleiche Geräte des Herstellers Rena (Kennbuchstabe "G"), welche in Lizenz gebaut wurden, auch mit einer fünfstelligen Postleitzahl. Zeitlich hätte dies bei deinem Abschlag noch gepasst. Rena war m.W. hauptsächlich in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre und Anfang der 1990er Jahre aktiv und die Geräte wiesen auch einen anderen Nummernkreis (G21-XXXX und G22-XXXX) auf. Ab Ende der 1990er Jahre (bis spätestens 2002) auf Euro umgestellte Geräte sind mir nicht bekannt.

Als Anmerkung am Rande: ein sehr spätes Exemplar einer Rena datiert aus dem Jahr 2000 [2].

Gruß
Pete

[1] https://www.philastempel.de/stempel/suchen/kombi <- aktuell 176 Einträge zum Hersteller Rena
[2] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/123793
 
volkimal Am: 03.10.2020 12:06:24 Gelesen: 4176# 241 @  
Hallo zusammen,

zwei Absenderfreistempel der Marke Komusina aus Menden (Sauerland):



Den linken Stempel hat Angelika in die Datenbank eingegeben. Den rechten werde ich gleich eingeben, denn es ist ein anderer Stempel. Der Ortsstempel und der Wertrahmen wurden zwischenzeitlich ausgetauscht. Der auffälligste Unterschied ist der erste Buchstabe von Iserlohn. Ursrünglich wurde Iserlohn mit "I" geschrieben, 1939 dagegen mit "J".

Viele Grüße
Volkmar
 
T1000er Am: 18.11.2020 01:26:30 Gelesen: 1307# 242 @  
@ Pete [#240]

...auf Euro umgestellte Geräte sind mir nicht bekannt.

Hallo Pete,

dann lernst Du sie jetzt kennen!

Selbstverständlich sind die Rena-Maschinen auch auf Euro umgestellt worden. Nur die Kennung "G" ist nicht beibehalten worden.

Die Firma Rena stellte den Verkauf von Frankiermaschinen im 1. Quartal 1985 ein. Den Kundendienst besorgte seit dem der Hersteller der Frankiermaschinen, nämlich Pitney Bowes (PB).

Die Rena Maschinen stammen ja aus dem Maschinenpark von PB. Es handelt sich dabei um das Modell 6337. Auch die Nummernkreise (G) 21 und 22 sind nahtlos bei PB zu integrieren.

Mit der Umstellung auf den Wertrahmen Euro Cent verschwand auch der Kennbuchstabe "G" und wurde durch das "E" für PB ersetzt. In der Stempeldatenbank ist zumindest 1 Beispiel aus dem Fundus von Angelika2603 zufinden.

Die Kennung G 22 1601 ist auch als E 22 1601 vertreten.

Anbei mal die Links zu den Stempeln.:

https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/123780

Mit vierstelliger PLZ aus dem Jahr 1992

https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/245118

Mit fünfstelliger PLZ aus dem Jahr 1996

https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/326272

Mit Wertrahmen in Euro Cent aus dem Jahr 2004

Schöne Grüße,
Thomas
 
Pete Am: 30.11.2020 19:17:57 Gelesen: 329# 243 @  
@ T1000er [#242]

dann lernst Du sie jetzt kennen!

Selbstverständlich sind die Rena-Maschinen auch auf Euro umgestellt worden. Nur die Kennung "G" ist nicht beibehalten worden.


Danke für die Erklärung! Das gezeigte Beispiel von Angelika2603 passt sehr schön dazu. Damit ist mir nun auch klar, weshalb ich trotz sehr sehr großer Berge Papier (Freistempler) in den vergangenen Jahren keine Belege mit "Rena" in blau finden konnte.

Mir war die Vorgehensweise von Pitney Bowes nicht bekannt, dass bei der Umrüstung des Wertrahmens von DM auf Euro auch gleichzeitig die Kennung des Herstellers von "G" auf "E" geändert wurde.

Gruß
Pete
 

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