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Thema: Auxiliary Marking: Label "Frankering Gecontroleerd" (Niederlande)
DL8AAM Am: 13.03.2009 14:23:19 Gelesen: 14242# 1 @  
Hallo !

In den letzten 3-4 Wochen habe ich viel Post aus den Niederlanden erhalten (wegen geplanter Reise verschiedene Hotels angeschrieben). Ca. 95% aller Antworten wurden (weitergeleitet von der niederländischen TNT an dessen deutsche PP Tochter) über den lokalen PP Anbieter CITIPOST Göttingen zugestellt, aber einige wenige kamen auch mit den gelben Boten der Deutschen Post. Und hier waren 6 mit einem Aufkleber "Frankering Gecontroleerd" direkt auf dem AFS positioniert (bei 2 auf den Briefmarken). Wenn ich das richtig verstehe wurde durch die dortige Post "TNT Post" das Porto kontrolliert. Interessanterweise kam heute ein Großformatumschlag mit diesem Label auch über die CITIPOST an.



Können Aussagen über den Kontrollkode getroffen werden?

Bei allen Labels beginnt dieser immer mit N01 folgend mit 090211 (1x), 090309 (x2), 090306 (x1) - ggf. die aufbringenden Briefzentren? Die letzten 6 Ziffern könnten eine laufende Nummer sein.

Habe etwas das Internet begoogelt, aber außer einigen Seiten aus Holland (http://www.postzegelforum.nl/artikelen/bericht/1431) die ich auch trotz "Google Übersetzer" nicht ganz erfassen konnte (hier wurde fast immer von Labels auf nicht abgestempelten Briefmarken gesprochen). Scheinbar gibt es diese Labels erst seit Mitte 2008. Neben diesen gibt noch einige eBay-Angebote im Netz (u.a. http://cgi.ebay.nl/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=310116455382) vielleicht den "echten" Bericht zum Thema aber übergooglet? (Ich liebe Googlezismen)

Sorry, wenn ich den Beitrag mit den engl. "Auxilary Marking" überschrieben habe. Leider fällt mir so fix kein wirklich passender deutscher Name ein. Aber eigentlich ist Auxilary Marking ja auch ein stehender Begriff, zumindest bei Sammler von US Bedarfspost, da gibts sogar spezielle Klubs (http://www.postal-markings.org), die sich nur mit sowas, z.B. "RTS" ("Zurück an Absender" - Vermerken etc.) beschäftigen.

Ein wirklich sehr interessanter Aspekt, leider in DL noch etwas vernachlässigt, oder habe ich da was überlesen ? ;-)

Vielleicht auch Zeit für einen neuen Thread?

Beste Grüße aus Göttingen
Thomas
 
Carolina Pegleg Am: 13.03.2009 19:34:41 Gelesen: 14224# 2 @  
@ DL8AAM [#1]

Ich finde solche Rätsel immer interessant. Ich muss aber zunächst einmal (dumm?) fragen, was "PP" bedeutet. Es ist in meinem philatelistischen Sprachschatz mit "Port Paye" oder "Postage paid" belegt, was aber in Deinem Zusammenhang keinen Sinn macht.

Zu Abkürzungen allgemein: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1193&CP=0&F=1

Ich hoffe ich liege nicht falsch, wenn ich behaupte das meiste was in den USA unter "auxiliary marking" läuft, kann man auf deutsch getrost als Nebenstempel bezeichnen. Natürlich muss man sich vielleicht modernen Erscheinungsformen anpassen und in Deinem Fall von "Nebenkennzeichnungen" sprechen.

Kennzeichnungen "Gebühr geprüft" sind ja auch aus Deutschland bekannt, insbesondere bei Drucksachen, Büchersendungen etc. Interessant ist aber die massive Aktion, die die niederländische Postverwaltung hier offenbar durchzieht und flächendeckend (und maschinell ?) das Porto normaler Briefsendungen prüft.

Ob die Kosten der Prüfung und Kennzeichnung mit Labels, die ja auch sicher 1-2 Cent das Stück kosten, den Nutzen rechtfertigen? Möglicherweise ist es nur eine Eintagsfliege, eine einmalige statistische Erhebung? In dem Fall: Briefe gut aufheben. Es ist alles nur Spekulation von mir, wir haben aber auch Mitglieder aus Holland (?), definitiv aber Belgien, die sich mal den flämischen Link von Dir anschauen können. Würde mich auch interessieren, was es damit auf sich hat.
 
Stefan Am: 13.03.2009 20:19:40 Gelesen: 14213# 3 @  
@ Carolina Pegleg [#2]

PP = Privatpost[unternehmen] (aus Deutschland)

Gruß
Pete
 
Carolina Pegleg Am: 15.03.2009 15:06:48 Gelesen: 14186# 4 @  
@ Pete [#3]

PP = Privatpost. Puh. Hab es irgendwie schon gewusst, dass das ein dumme Frage war. Privatpost ist ein Thema was hier vollkommen an mir vorüber geht.
 
Stefan Am: 15.03.2009 21:30:53 Gelesen: 14168# 5 @  
@ Carolina Pegleg [#4]

Hab es irgendwie schon gewusst, dass das ein dumme Frage war. Privatpost ist ein Thema was hier vollkommen an mir vorüber geht.

Nein, es war keine dumme Frage von dir. Du schreibst, dass Privatpost an dir vollkommen vorüber geht. Dann müsste einmal ein Privater aus Deutschland bei dir zuhause vorstellig werden, sprich dir einen Brief über einen Privaten schicken, der die Auslandssendungen seiner Kunden nicht bei der DPAG einliefert. Davon existieren hier einige wenige, bei denen dies möglich ist; Bsp. PIN Mail Berlin speist seit Mitte 2008 seine Sendungen über TNT ins internationale Netz ein (vorher jahrelang über die belgische Post).

Der Nachfolger von PIN Mail Leipzig, TVL machte dies zumindest auch bis Ende letzten Jahres auch für Briefmarkenkunden so. Wenn es klappt, probiere ich es demnächst wieder aus. Dabei sind Anschriften aus Übersee gern gesehen. :-)

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 26.03.2009 19:13:55 Gelesen: 14117# 6 @  
@ DL8AAM [#1]

Wie versprochen hier nun der Scan eines Briefes aus den Niederlanden mit diesem "Frankering Gecontroleerd"-Label, der über die örtliche PP "CITIPOST Göttingen" zugestellt wurde. Ansonsten wurden der Rest, etwa 80% der Briefe (8 von 10) mit diesem Label per Deutschen Post in den Kasten geworfen, während mehr als 95% aller Post aus den Niederlanden hier über die PP-Kombination "TNT Deutschland" und CITIPOST Göttingen ankommen. Von den restlichen 5% der DP hatten fast alle dieses Label.



Wer weiss, wer die rückseitigen Kodezeile aufgespayt hat (TNT Niederlande, PP-TNT Deutschland oder die CITIPOST)

Ist inzwischen etwa genaueres zu dem niederländischen Porto-Geprüft Label bekannt ? Auf meine Anfrage in NL Form "http://www.postzegelblog.nl"; blieb leider substanzlos.

Gruß
Thomas
 
Herman Am: 08.02.2012 19:30:00 Gelesen: 11756# 7 @  
Suchen sie mal unter:

www:/po-en-po.nl

und dann bei postmechanisatie, unter den Themen:

Post en Techniek, mei 2011

(in Niederländischer Sprache :))
 
DL8AAM Am: 09.02.2012 14:49:10 Gelesen: 11728# 8 @  
@ Herman [#7]

Herman, vielen Dank!

Nach etwas Suchen habe ich den Artikel [1] nun auch gefunden > http://www.po-en-po.nl > Postmechanisatie > Tijdschrift Post & Techniek ;-)

Wenn ich und der grausam klingende Googleübersetzer das richtig verstanden habe, stammen diese Labels von dem neuen Sosma ("Schiften Opzetten Stempelen Machine")-System von Nippon Electric Company [Typ NS-10 IP]. Diese Systeme, die in den Briefzentrum ("sorteercentra") eingesetzt werden, versuchen automatisch zu erkennen, ob die Franktur mit dem geforderten Porto übereinstimmt ("Automatische portocontrole met nieuwe Sosma's").

International heisst das neue System "CFCR (Culler Facer Canceller with Revenue Protection)" und ist eine Weiterentwicklung der bisherig üblichen CFC-Straßen.

(Abb. aus [1])

Wenn es ein korrektes Porto erkannt hat, wird die Sendung ganz normal über die SMK ("sorteermachine-klein") weitergeleitet ("automatisch sorteren in de sorteermachine-klein") und mit dem organge-roten Strichkode "identificatie index (IX)" versehen. Wenn das System meint, dass das Porto nicht stimmt, wird die Sendung "in een aparte stapelaar" ausgesondert und nochmals überprüft. Wenn alles OK ist, bringt die "PortenInnenMachine (PIM)" in Nieuwegein dann das beschriebene "FRANKERING GECONTROLEERD"-Label auf ("een speciale sticker aangebracht"), um das korrekte Porto zu bestätigen und um die problemlose Weiterbehandlung zu gewährleisten. Falls ich den Nachsatz richtig interpretiere, wird erwartet, dass zukünftig Sosmas den Text direkt auf die Briefe sprayen und keine Labels mehr verkleben werden.

Ich glaube wir haben dieses Label nun auch gefangen. ;-)

Gruß
Thomas

[1]: http://www.po-en-po.nl/postmechanisatie/P%20&T%2004-mei%202011.pdf
 
T-M 123 Am: 09.02.2012 18:39:57 Gelesen: 11717# 9 @  
Interessant.

Es gibt oder gab auch Handstempel mit "Frankering Gecontroleerd", meist in rot. Ich vermute mal, sie dien(t)en einem ähnlichen Zweck, nur vermutlich nicht ganz so "technisch"?

Viele Grüße
Tim
 
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