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Thema: Moderne Postgeschichte: Internationales Remailing
Das Thema hat 196 Beiträge:
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DL8AAM Am: 18.12.2013 20:41:39 Gelesen: 327033# 122 @  
@ DL8AAM [#107]

Kaum habe ich in einem Thema so nassforsch geschrieben, dass hier in Göttingen ausnahmslos sämtliche Sendungen der niederlandischen PostNL nur noch über die CITIPOST zugestellt werden, schon bekomme ich in der erstbesten neuen "Lieferung" eine die tatsächlich noch von einem gelben DPAG-Briefträger in den Kasten eingeworfen wurde.

Aber was den Fakt wieder ausbügelt, endlich einmal ein - nicht mit CITIPOST-Labels unkenntlich gemachtes - Remailing-PPI mit dem Schiedamer Postfach 7000:



Eigentlich sollte diese Form ja nicht vorkommen: Sendung eines deutschen (Fenster-) Absenders (ESSO Deutschland GmbH - ESSO Card Service; Caffamacherreihe 5, 20355 Hamburg) an einen deutschen Empfänger, als Remailing über die Niederlande, d.h. ein sogenanntes ABA-Remailing. Nach UPU-Bestimmungen ist das nicht legal. Die Frage ist nur, wo denn tatsächlich die Daten für dieses Mailing gespeichert und verarbeitet wurden, bzw. wo (von wem) das Schreiben erstellt, ausgedruckt und eingetütet wurde. Ins Fenster kann man viel drucken... Im Zeichen von externen Datenverarbeitungsdienstleistern und Lettershops ist vieles möglich, dass ein strenges ABA-Remailingverbot etwas aushebeln könnte.

Bei dem Entgeltbezahlt-Vermerk (PPI) selbst erscheint es mir so, als ob hier softwaretechnisch ein AFS-Tintenstrahler aptiert wurde, bei dem der komplette Wertrahmen sowie der Tagesstempel bis auf das Datum rausprogrammiert wurde und das Kundenklischee wird zur eigentlich Franktur?



Prioritaire-PPI "PostNL / Port betaald / Port payé / Pays-Bas" vom 12.11.2013 ("12 11 13") mit Rücksendeangabe ("If undeliverable,please / return to:") "P.O. Box 7000 / 3109AA SCHIEDAM"

Beste Grüße und FF
Thomas
 
DL8AAM Am: 19.01.2014 02:05:56 Gelesen: 324607# 123 @  
@ DL8AAM [#121]

Royal Mail Lizenznummer "HQ 1514", Southall

Remailing-Sendungen dieser Lizenznummer scheinen doch etwas verbreiteter zu sein. Die Tage kam hier ein Mailing des "Hotel Sonnenburg" aus 6764 Lech am Arlberg aus Österreich, dass ebenfalls eine derartige Frankatur der britischen Royal Mail aufweist:



In diesem Fall wurde ein älteres Label ohne den neuen Zusatz "Delivered by Royal Mail" verwendet.



Zusätzlich zeigte drmoeller_neuss bereits im Thread "Moderne Privatpost: Alle Briefmarken ausgebender Firmen" eine Sendung von Darmstadt nach Lipa City auf den Philippinen, die im Jahr 2009 über die deutsche Privatpost "MaxiMail" verschickt und per HQ1514 in den UPU-Verkehr eingeschleust wurde [1]:



Ich bin mir inzwischen recht recht sicher, dass sich hinter diesem Postfach der weltweit sehr aktive Remailer "TNT" ("TNT Mailfast" bzw. "Spring Global Mail"/"G3 Worldwide Mail") verbirgt.

Gruß
Thomas

[1]: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=26560#M97
 
DL8AAM Am: 22.04.2014 18:09:27 Gelesen: 317603# 124 @  
Royal Mail Lizenznummer "1436", Slough



Sendung vom (für den) Absender "novofleet" bzw. "TKS - TankKarten Service GmbH" aus 12489 Berlin (Justus-von-Liebig-Straße 7) nach Deutschland, eingeliefert bei der britschen Royal Mail (April 2014). Frankiert mit Royal Mail-PPI mit der (lokalen) Lizenz- bzw. Genehmigungsnummer "1436" aus Slough (Berkshire, England). TKS gehört zur "Radius Payment Solutions Ltd.".



Wer hinter dieser Lizenznummer "SLOUGH 1436" steht, ist mir noch nicht klar, möglicherweise "Asendia UK", ein Joint Venture der franzöischen ("La Poste UK") und der schweizer Post ("Swiss Post International") unter Einbeziehung von "BTB Mailflight", "MCM Direct" und Pitney Bowes' "IMS - International Mail Services (UK)". Interessanterweise findet sich oben rechts im überdimensionierten Fenster zusätzlich das sogenannte "Bildmarke Logo Deutsche Post" mit Schriftzug Deutsche Post und dem Posthorn, vermutlich aber nur zur optischen Identifikation bzw. "Verstärkung" (gegenüber dem Empfänger) des Zustellers.

Eigentlich handelt es sich hier um ein an und für sich von der UPU verbotenes ABA-Remailing (d.h. Absender und Empfänger im selben Land, Versand über ein Drittland). Da es sich heutzutage aber bei dieser Art von Mailingaktionen beim Postversand nur noch um einen kleinen Teil einer langen Kette von Fulfillment-Dienstleitungen [3] handelt, dürfte dieses Verbot irgendwie aber ausgehebelt worden sein.

Das Verbot stammt auch noch aus der Zeit in der - vereinfacht gesagt - eine Firma im Land A ihre eigentlich "inländische" Post an Empfänger im selben Land A, zur Portoersparnis über das Drittland B versendet hat. Zum Beispiel Firma XYZ aus Hof hat ihre Ausgangsrechnungen an Kunden in Hof vom Auszubildenen kurz mal über die Grenze nach Tschechien ins nächste Postamt fahren lassen, weil dort das Porto eben mal nur die Hälfte gekostet hat. Später haben dieses dann spezielle Dienstleister übernommen. Gute alte Zeit des Remailings, damals... Snüffff.

Heute ist das Business weltweit vernetzt organisiert und im Prinzip durch maximal eine handvoll von Global Playern (u.a. DHL/DPAG, TNT/Spring, Asendia/La Poste-Swiss Post International etc.) besetzt, die aber auch viel viel mehr als nur den einfachen Postversand anbieten (z.T. "End-to-End", von der Konzeption der Werbeaktion, über den Druck bis zur Zustellung selbst). Leider haben die philatelistischen Belege durch diese "Verdichtung" an "Uniformität" gewonnen und gleichzeitig an ihrer optischen Attraktivität doch recht arg verloren. Gute alte Zeit des Remailings, damals... Snüffff.

Gruß
Thomas

[1]: http://de.wikipedia.org/wiki/Fulfillment
 
DL8AAM Am: 16.05.2014 17:47:24 Gelesen: 315747# 125 @  
@ DL8AAM [#121][#123]

Royal Mail Lizenznummer "HQ 1514", Southall

Hier ein weiteres aktuelles Remailing, dass über diesen Versender (TNT/Spring) nach Deutschland verschickt wurde:



Katalog im Format A5 unter Folie des Absenders "MECALUX, S.A." (laut Internet mit Hauptsitz bei Barcelona, Spanien) für deren deutsche Tochter MECALUX GmbH in Düsseldorf. PPI-Franktur der britischen Royal Mail (ebenfalls ohne dem neueren "Delivered by"-Zusatz) für eine 2. Klasse-Sendung mit der bekannten Rücksendeadresse in Southall (P.O. Box 160, Southall, UB2 5JZ).



Gruß
Thomas
 
Wupper42 Am: 17.05.2014 04:43:09 Gelesen: 315699# 126 @  
@ DL8AAM [#101]

Auch wenn Zeit vergangen ist, kann ich dir dazu etwas sagen. Hierbei handelt es sich um eine vom Absender selbsterstellte PP Frankatur vom Versanddienst SPI. Hat bei der Erstellung dieses seltenen Exemplares gegen die AGB der Schweizer Post International verstoßen und im Frankturmerkmal selber seine Absenderadresse erstellt. Der Datenmatrix, weist auf eine besondere Form der Weiterverarbeitung im Fall einer nicht zustellbaren Sendung. Normal ist bei SPI, dass die Sendung an das Postfach im Inland zugesendet wird. Wenn eine DatenMatrix vorhanden ist, wird der Absender eine andere Art der Behandlung z.B. digitale Rücksendung und Vernichtung angeordnet haben.

Ich betreibe seit einiger Zeit einen Onlineshop und war deswegen auch lange nicht mehr da. Wir versenden weltweit und arbeiten da mit verschiedenen Versanddiensten zusammen, eine ist die Schweizer Post International, Belgische Post und die Deutsche Post. Interessantes kann ich euch daher auch aus unserem eigenen Portfolio zeigen.

Pakete versenden wir standardmässig nach Deutschland mit der Deutschen Post/DHL zum Tarif von 3,20 Euro für 1 KG Paket.

Es wird vom Lager in der Schweiz nach Deutschland Transportiert, dort in Konstanz aufgegeben und mit dem Inlandsporto versendet. Unser Label dafür ist, ich kann aus datenschutzrechtlichen Gründen unserer Kunden nur ein Muster zeigen.


 
DL8AAM Am: 04.06.2014 22:19:11 Gelesen: 314235# 127 @  
Hier einmal wieder ein mehr "klassisches" Remailing:



ABB-Remailing der DPAG/DHL ("Global Mail") aus den USA nach Deutschland. Absender ist DELTA SKYMILES (P.O.Box 20532, Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport, Atlanta, GA 30320-2532). Eingeliefert wurde die Sendung über Pitney Bowes (als "Konsolidierer") bei der DPAG/DHL in Chicago, IL (USA), genauer beim ETOE (Extraterritorial Exchange Office) der Deutschen Post.



Entgeltbezahlt-Label "Port Paye" in 60544 Frankfurt. Rücksendeadresse "2413 / Niederaula / ALLEMAGNE", dabei steht 2413 für das Postfach 2413 in 36243 Niederaula und identifiziert den DPAG-Kunden "Pitney Bowes". Die zusätzliche Kennung "ORD" entspricht der IATA-Kennung des Flughafens "Chicago O'Hare International Airport" und beschreibt das annehmende deutsche DPAG-"Auslandspostamt". Auf Grund der etwas unkorrekten französischen Schreibweisen (siehe "Port Paye" statt "Port Payé" sowie "priere de retourner a" statt "prière de retourner à") vermute ich, dass das Label bereits in den USA verklebt wurde. Links vom Label findet sich der (mir) unbekannte kopfstehende Tintenstrahl Spray-On "002-0696 / GERMANY", möglicherweise handelt es sich dabei um eine Art Konsolidierer-Steuerung bzw. Leithinweis von/für Pitney Bowes?

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 29.07.2014 18:38:54 Gelesen: 308208# 128 @  
@ DL8AAM [#79][#76][#118]

Und hier ein weiteres Remailing der indischen Rechtsanwaltskanzlei "dpa - D. P. Ahuja & Co." aus Calcutta 700 019:



Versendet wurde dieses mit einem Entgeltbezahlt-Label (PP: Postage Paid) unter der Genehmigungsnummer "PP 3566" von TNT/Spring über Singapur (2014). Der originale, eingedruckte indische Absender wurde durch einen kleinen Aufkleber mit einer Postfachanschrift in Singapur überklebt ("c/o ATC, Changi Airfreight Centre, P.O. Box 946, Singapore 918115", ATC: "Airmail Transit Centre"). Dieses Postfach wurde auch schon in [#76] als Absender angegeben, hier aber noch unter der Genehmigungsnummer "PP 1880". Diese Nummer 1880 wurde bereits auch von AfriKiwi [#50] gezeigt und später von agundel [#72] als TNT/Spring zugehörig identifiziert, so dass wir für die jetzige 3566 auch TNT/Spring als gesichert ansehen können.

Der PPI zeigt übrigens Singapurs Nationalplanze, die Orchidee Vanda 'Miss Joaquim' [1].



Gruß
Thomas

[1]: http://en.wikipedia.org/wiki/Vanda_%27Miss_Joaquim%27
 
DL8AAM Am: 12.09.2014 16:38:00 Gelesen: 303355# 129 @  
@ DL8AAM [#114]

Mit ein wenig Geduld schaffen wir vielleicht eines fernen Tages die Rücksendepostfächer (in Schiedam) den jeweiligen Kundenherkunfts- bzw. Absenderländern zuzuordnen?

Nun den ersten 7001er bekommen:



Hierzu schreibt die PostNL selbst " ... (Postbus 7001) ... is van Spring ... Het Postbusadres is een `verzameladres` voor onbestelbare post verzonden uit Engeland met bestemming Nederland. Vanuit dit centrale adres wordt gezorgd voor een retourzending naar de afzender in Engeland." [1], also sinngemäß 'Das Postfach 7001 gehört zu Spring und wird als Sammelpostfach für unzustellbare Sendungen für Kunden aus England eingesetzt'.

Bisher haben wir die folgenden bekannten Postfächer (P.O. Box 7xxx, 3109 AA Schiedam) den jeweiligen Herkunftsländern der Kunden zuordnen können:

7000 : unbekannt
7001 : Großbritannien
7002 : Deutschland
7003 : Schweiz
7004 : Österreich
7037 : unbekannt, ggf. China

Bei dem 7000er bin ich mir noch recht unsicher. Bisher habe ich diese persönlich nur auf Sendungen des ESSO (Tank-) Card Service (für ESSO Deutschland, Hamburg) gesehen, d.h. es soll nicht bedeuten das dieses generell nur für deutsche Absender eingesetzt wird. Möglicherweise steht dieses allgemein für Spring Global Mail oder ggf. für internationale "Mailer" mit Sitz in den Niederlanden selbst? Derzeit finde ich auch nur recht wenige Verweise auf Postfach 7000-Nutzer im Internet, u.a. "foto(dot)com" (weltweites Unternehmen mit der Zentrale in Frankreich) [2] und NXP Semiconductors (Belgien) [3]. Wer hat weitere Belege mit dem Rücksendepostfach 7000?

Es handelt sich hierbei um Sammelpostfächer (für Rücksendungen/Retouren) für Remailing-Kunden von Spring Global Mail aus den jeweiligen Ländern. Der UPU-Einschleusung läuft dann über die PostNL in den Niederlanden. Spring Global Mail ist ein 2001 gegründetes Joint Venture der niederländischen Post "PostNL" (ex TNT) sowie der britschen Royal Mail und ist eines der (sehr) großen Global Player im weltweiten Remailing bzw. internationalen Postversand.

Gruß
Thomas

[1]: https://forum.http://www.trosradar.nl/viewtopic.php?f=131&t=131409
[2]: http://gr.foto.com/en/address.php
[3]: http://we.easyelectronics.ru/lexanet/ocherednaya-halyava-ot-nxp-.html
 
DL8AAM Am: 07.10.2014 16:30:35 Gelesen: 300637# 130 @  
Auf den ersten Blick, eine ganz normaler Werbekatalog/Werbemagazin, wie sie Dutzenden täglich eintrudeln - auf dem Zweiten stolpert man über ein Postfach in Niederaula. Diese sind sehr oft reine Deck- bzw. Sammelfächer der DPAG/DHL beim Internationalen Postzentrum 2 (IPZ 2) in Niederaula und dienen primär u.a. dazu, um mögliche Rücksendungen den jeweiligen DPAG-Kunden bzw. deren Herkunftsgebieten - im Rahmen des Retourenmanagement - gezielter zuordnen zu können.

Ob es sich hier ebenfalls um so einen Fall handelt, ist noch nicht ganz klar, aber sehr gut möglich. Zum angegebenen " Postfach 5003" in 36243 Niederaula findet sich derzeit nichts Sinnführendes im Internet, auch kein Verweis auf dieses Postfach beim angegebenen Absender bzw. auf dessen Webseite. Das alles spricht für eher für eine extern betriebene Deckadresse.

Hat jemand weitere Informationen bzw. kennt weitere Sendungen - eventuell auch von weiteren Absendern - die dieses Postfach als Rücksendeadresse tragen?



Werbemagazin von Jack Wolfskin für DL/A/I/L bzw. Versand für "JACK WOLFSKIN Ausrüstung für Draussen GmbH & Co. KGaA", Jack-Wolfskin-Kreisel 1, 65510 Idstein



Franktur per AFS mit Datamatrixcode (ECC200) auf Adresslabel, für eine INFOPOST-Sendung GOGREEN mit Zusatzleistung "ZL" sowie mit Zusatzmerkmal PREMIUMADRESS. Siehe Produktschlüssel "9229" im Matrixcode, dass steht für die Sendungsart "Infopost/Katalog Groß >100g mit Hülle, Premiumadress RETOURE"

- mit "Frankiervermerk ZL" (siehe Textangabe "8279963229/107508" bzw. EDS-Nummer "279963229" im Matrixcode)
- mit Leistungsmarke ("Schriftzug Deutsche Post und Posthorn")
- mit Ausweisung des Entgelts "0,66 Cent" (ausschließlich) im Matrixcode
- mit zusätzlicher Angabe "INFOPOST"
- mit Kennzeichnung "P" für PREMIUMADRESS

Dekodierung des Datamatrixcodes:
Post-Unternehmen: DEA
Frankierart: 08
Version Produkte/Preise: 31
Kundennummer: 5018170230
Frankierwert: 0,66 Euro
Einlieferungsdatum: 25.08.2014
Produktschlüssel: 9229
laufende Sendungsnummer: 00107508
EDS-Nummer: 279963229
PREMIUMADRESS-ID: 001
 

Gruß
Thomas
 

Wupper42 Am: 17.12.2014 12:02:45 Gelesen: 293715# 131 @  
Soo ich melde mich auch Mal wieder, ich kann nun einiges Interna über Asendia erzählen. Ich arbeite im Zusammenhang mit meiner Firma (Sitz in Deutschland) mit Asendia im Zusammenhang des Internationalen Warenversandes zusammen. Dachte, es wäre mal interessant für euch ein wenig neues Darüber zusehen.

Wir verwenden nach China das Produkt (Country Tracked Goods). Die Labels sehen mittlerweile anders aus über Ihren B2C Onlinelösung. CGN (Köln) Steht zwar auf den Labels allerdings ist das Logistikzentrum von denen in Frankfurt, dort werden unsere Sendungen eingeliefert.


 
DL8AAM Am: 27.12.2014 23:34:37 Gelesen: 292956# 132 @  
@ Wupper42 [#131]

Jou Patrick, ich hatte schon Mitte/Ende 2013 mit ASENDIA gedroht, nun tauchen inzwischen auch die ersten Belege dieses Joint Venture der französischen La Poste und der schweizer Swiss Post auf. Hier ein aktuelles Beispiel der Niederlassung Wien:



Broschüre unter Folie des Absenders "Aktivhotel Gasteiner Einkehr" aus 5632 Dorfgastein (Österreich) nach Deutschland, UPU-versendet über ASENDIA Wien ("VIE": Vienna) durch die schweizer Post; Dezember 2014.



"P.P." Remailing-Frankaturlabel aus CH-8010 Zürich Müllingen, mit abgekürzter Rücksendeadresse "ASENDIA VIE 99999 P" und 2D-Datamatrixcode (Dateninhalt: "756909999903000000000000000000000000000000000000000000000000". Es scheint also, dass die bisherigen SPI-Labels der Vergangenheit angehören, d.h. wir können also von ganz vorne anfangen, die einzelnen Niederlassungen zusammenzutragen. ;-)

Beste Grüße und HNY
Thomas
 
DL8AAM Am: 29.12.2014 02:09:08 Gelesen: 292813# 133 @  
@ DL8AAM [#132]

Und hier ist ein weitere die Tage eingetrudelte Sendung aus dieser Swiss Connection. ;-)



Deckblatt eines Selfmailers des Absenders "Hotel Arlberghaus" aus 6763 Zürs (Österreich), UPU-versendet über ASENDIA Wien ("VIE": Vienna) durch die schweizer Post; Dezember 2014.



Verkürzte neue ASENDIA-Remailing Frankatur aus CH-8010 Zürich Mülligen, hier über der Adressierung, mit abgekürzter Rücksendeadresse "ASENDIA VIE 99999 P". Der 2D-Datenmatrixcode (Dateninhalt "756909999903000000000000000000000000000000000000000000000000") wurde in diesem Fall im Bereich der Frankierzone eingedruckt. Wie man sieht sind die Datenmatrixcodes und die interne 'Kundennummern' (99999 P) identisch, zumindest bei diesen beiden Beispielen [#132].

Gruß
Thomas
 
Wupper42 Am: 13.01.2015 19:52:38 Gelesen: 291091# 134 @  
@ DL8AAM [#133]

Interessante Belege, zu ASENDIA selber, diese wirst du in Zukunft öfters sehen da Sie ihre Preise angepasst haben und nun auch Spring Global Mail und Bpost International unterboten haben.

Bei den Konkurrenten ist ein Auftragswert zu erreichen, damit die Abholungkosten entfallen bzw. gesenkt werden.

Bei kleinen Mengen kann man bei Asendia die Sendungen sogar direkt in einer Umverpackung an das jeweilige Logistikzentrum senden und das ohne Servicegebühr oder Abholungkosten.

Wir arbeiten da zusammen mit einem Geschäftsvertrag mit der DHL zusammen, unsere Sendungen werden an schlechten Tagen mit einer Umverpackung und einen Palettenzettel direkt in die Nähe von Frankfurt gesendet.

Eine Sendung haben wir mit Asendia in die Schweiz gesendet, abgesehen von einer normalen Schweizer Sendungsnummer haben wir noch eine Besonderheit und zwar den Versandstatus:

Di 29.12.2015 16:57 Übergabe an Inlandsortierung CH-8010 Zürich 1

Die 99999 oder die 00000 als Kundennummer bei Asendia ist offiziell nicht vergeben. Dies erhalten Sendungen, bei dem keine Rücksendung vom Versender gewünscht ist und diese Briefe/Pakete mit einem Palettenzettel eingeliefert wurde.
 
Wupper42 Am: 13.01.2015 19:57:36 Gelesen: 291087# 135 @  
@ DL8AAM [#132]

Aus meinen bisherigen Informationen werden die SPI labels nicht mehr angeboten, allerdings haben diese noch ihre Gültigkeit bis auf Widerruf. Wann das sein wird wurde mir nicht gesagt.
 
DL8AAM Am: 26.03.2015 21:58:54 Gelesen: 281389# 136 @  
@ Wupper42 [#135]

Patrick, hier ganz aktuell (aus Februar/März 2015) als eine Art von "Nachläufer" noch ein PPI von SPI im alten Muster:



Eine Google-Werbung, versendet über die Swiss Post International- (besser bzw. korrekter "ASENDIA") Standort in London-Heathrow (England) an einen Kunden in Deutschland. In der Rücksendeadresse findet man als Angabe des dortigen 'posteinsammelnden' SPI-Partners "BTB Mailflight Ltd.", eines der richtig alten Veteranen im internationalen Remailing- (und Postversand-) Geschäft. Wobei diese nun seit bereits 2012 in "Asendia UK" umbenannt [1] und schließlich zum 01.01.2014 vollständig darin aufgegangen ist [2].

Zitat: " BTB Mailflight was merged into Asendia UK on 1st January 2014, offering an even wider range of mailing and fulfilment services. The BTB Mailflight brand no longer exists, but the facilities are still in place and here is some information about the Bedford family firm. Started in 1969, BTB Mailflight soon established itself as one of the UK’s most experienced mailing and fulfilment companies." [2]. Nach eigenen Angaben waren sie die zweitgrößte Postgruppe in Europa.

Da hat man in England scheinbar einen richtig, richtig aktuellen PPI in den den Tiefen des Archivs ausgegraben, den Philatelisten freuts. ;-)



"P.P. / Swiss Post / 8010 Zurich / Mulligen" mit Rücksendeangaben "If undeliverable, please return to: BTB Mailflight Ltd. / SPI LHR 057 P / 8010 Zurich-Mulligen / Switzerland".

Gruß
Thomas

Rückseitig findet sich übrigens folgender Tintenstrahlvermerk, ob uns diese vielleicht auch irgendwann einmal was sagen werden? ;-)



[1]: http://www.btbmf.co.uk bzw. http://www.btbmf.co.uk/index.php/postal-solutions
(schnell im Browser auf "stop" klicken, bevor man auf die Asendia-Seite umgeleitet wird)
[2]: http://www.asendia.co.uk/en/about-us/about-asendia-uk/about-asendia-uk/asendia-uk-heritage/btb-mailflight/
 
DL8AAM Am: 27.04.2015 20:45:39 Gelesen: 277665# 137 @  
@ DL8AAM [#86]

Hier ein weiteres internationales Remailing über die französische Schiene von IMX 'von Frankreich, über Deutschland, nach Deutschland':



Katalog-Mailing (unter Folie, Format ca. C5) des franzöischen Kreuzfahrtunternehmens "Compagnue du Ponant" aus 13008 Marseille (408 Avenue du Prado) - für deren deutsche Betriebsstätte in Hamburg - nach Deutschland, vom Frühjahr 2015.

Im Gegensatz zu [1] handelt es sich hier nun um keine direkte "International Direct Mail (IDM)"-Sendung, sondern (trotz ihrer Eigenschaft als reiner Werbekatalog) um eine deutsche DPAG-Pressesendung unter der DPAG-postalischen "Lizenznummer" Y88102. Trotzdem müsste das eine Sendung aus dem Bereich "Direct Mail" sein, d.h. ein ausländischer Absender lässt seine Post nach Deutschland direkt aus bzw. über einen Dienstleister direkt in Deutschland abwickeln, in diesem Fall über IMX durch die DPAG.

Ich vermute diese Nummer stammt aus dem Umfeld der "Postvertriebskennzeichen [PVK]" bzw. "Zeitungskennzahl [ZKZ]" (für was steht dabei die Kennung Y? Vielleicht handelt es sich um den "alten" Kennbuchstaben für die Erscheinungshäufigkeit, wobei dieser Kennbuchstabe seit 1995 aber nicht mehr vergeben wird) - wer weiss hierzu näheres?.



Die Rücksende-"Deckadresse" ist in diesem Fall wieder das bereits bekannte Postfach 200146 der IMX in 68310 Mannheim. Wobei mir bisher noch immer keine weiteren Informationen zu IMX und Mannheim vorliegen.

Gruß
Thomas

[1] http://www.philaseiten.de/beitrag/88214
 
DL8AAM Am: 10.12.2015 21:00:43 Gelesen: 239130# 138 @  
@ DL8AAM [#136]

BTB Mailflight Ltd. / SPI LHR 057 P / 8010 Zurich-Mulligen / Switzerland"

Der alte Swiss Post International (SPI) Rücksendeverweis 057 P taucht aktuell inzwischen auch in PPIs des neuen (Remailing-) Joint Venture der schweizer und der französischen Post (Swiss Post, La Poste) "ASENDIA" auf:



Rücksendeverweis nun ASENDIA LHR BEDFORD 057 P, LHR steht dabei für den ASENDIA Hub in/für London-Heathrow und Bedford für den Standort der alten "BTB Mailflight Ltd.", einer der Vorgängerfirmen von ASENDIA, genauer von Swiss Post International (SPI) im Vereinigten Königreich. PPI hier leider auf einer Sendung eines unbekannten Absenders nach Deutschland.

Inhalt des (70-stelligen) Datenmatrixcodes (vom Typus her eine bekannte Form der schweizer Post, "DMC") «756900005711000000000000000000000000000000000000000000000000», wobei der dreistellige Präfix den Ländercode darstellt. Der Wert «756» steht hier für die 'Post CH AG' (siehe [1] ab Seite 99), die «90» müsste (wenn man sich an das übliche schweizer Muster gehalten hat) eine ID des Konzernbereichs sein, ggf. ASENDIA. Der Rest passt dann aber irgendwie nicht mehr in das bisher dokumentierte Schema. In [1] wird aber auch nur der Codeaufbau des Konzernbereichs «80» "PostMail" erklärt, also gut möglich das die 90er in der Folge etwas anders schlüsseln, d.h. man muss wohl noch sehr viel mehr Beispiele auslesen, in der Hoffnung vielleicht irgendwann einmal ein sinnvolles Schema erkennen zu können. Die «057» in der Position 7 bis 9 des DMC (ggf. 5-stellig aufgenullt auf «00057» könnte zu der Kunden- bzw. Herkunftsreferenz "057 P" im Rücksendehinweis passen, siehe auch [#133] («99999» im DMC und "99999 P" in der Textangabe)? Macht irgendwie Sinn...

Gruß
Thomas

[1]: https://www.post.ch/-/media/post/gk/dokumente/handbuch-barcodes-und-datatmatrix-codes-fuer-briefsendungen.pdf?
 
jmh67 Am: 10.12.2015 21:30:22 Gelesen: 239124# 139 @  
@ DL8AAM [#138]

Solch ASIENDA-Verweise sind mir auch untergekommen, aber mit Rücksenderichtung Niederlande:



Davon hatte eine Sendung noch einen Postcon-Aufkleber auf der Tüte, die andere nichts dergleichen. Eine dritte Sendung vom selben Absender hatte dafür keinen Zettel mit dem Vermerk von Swiss Post einliegen, sondern nur einen großen Aufkleber von Postcon. Das alles innerhalb von drei Monaten.

Jan-Martin
 
DL8AAM Am: 10.12.2015 21:51:29 Gelesen: 239121# 140 @  
@ jmh67 [#139]

Besten Dank Jan-Martin für das Zeigen! Wir kommen der Sache näher. ;-)

Im DMC steht «7569NL131201560600020000000000000000000000000000000000000000»:
«756» wieder allgemein der Länderkode für die schweizer Post und es scheint nun so, als ob die «9» (also nicht 90) der Konzernbereich/Organisationseinheit ist, d.h. für das Joint Venture "ASENDIA" steht, gefolgt von der Kundennummer bzw. Herkunftsreferenz des Sendung «NL13120156» für "NL13120156 P". Der Rest könnte (...) eine (interne) Aufschlüsselung des Mailings, bzw. Identifizierung der jeweiligen Einlieferung oder des Auftrags sein, könnte ...

ASENDIA EIN ist übrigens die Kennung der Niederlassung, des Standorts Eindhoven.

Gruß
Thomas
 
jmh67 Am: 10.12.2015 23:09:10 Gelesen: 239111# 141 @  
@ DL8AAM [#140]

Absender war die European Association of Geoscientists and Engineers in Houten, wenn das was zu sagen hat. Kann ja den anderen Freimachungsvermerk auch noch scannen, wenn die Matrix ein bißchen anders aussehen sollte.

73, Jan-Martin

PS: Brauche den vom November nicht zu scannen, die sind identisch.
 
DL8AAM Am: 23.02.2016 18:05:09 Gelesen: 226118# 142 @  
@ DL8AAM [#138]

LHR steht dabei für den ASENDIA Hub in/für London-Heathrow

Als weitere Hintergrundinformation zu den:

Gemäß einer Meldung in der aktuellen Ausgabe vom 22.02.2016 des Internetportals "Postmaster Online" [1], wird das Gemeinschaftsunternehmen der französischen La Poste und der schweizerischen Post Swiss Post "Asendia" seine Aktiviätäten für Auslandssendungen (d.h. "Remailing") am Standort London-Hearthrow in nächster Zeit erheblich ausweiten. Man will, neben dem klassischen Remailings mit Direktwerbung und Geschäftspost, insbesondere so den Wachstumsbereich "E-Commerce-Sendungen" verstärken.

Der UK-Chef von Asendia, Frederic Petton wird dort mit der Aussage "Damit können wir alle Heathrow-Aktivitäten an einem Platz zusammenfassen und die modernsten Post- und Pakettechnologien für einen schnelleren Umschlag einsetzen. Natürlich sind wir nach wie vor der Spezialist für Direktwerbung und Geschäftspost, aber die E-Commerce-Sendungen sind der expandierende Bereich mit hohem Innovationsbedarf." zitiert.

Wir können also in Zukunft, neben noch mehr "LHR-Belegen" in unseren Briefkästen, vielleicht auch etwas dickere LHR-Sendungen in unseren 'Paketboxen' freuen? Wobei die klassischen Briefformen eher für unsere Sammlungen geeignet sind, aber auch passende, moderne Paketkarten (d.h. Labels) kann man abgezogen (wenn es mal sauber und zerstörungsfrei klappen sollte) in die Belegsammlung aufnehmen. ;-)

Gruß
Thomas

[1]: http://postmaster-magazin.de/index.php/dienstleister/14691-asendia-expandiert-in-heathrow.html
 
Heinrich3 Am: 01.03.2016 13:47:15 Gelesen: 224357# 143 @  
Hallo in die Runde,

heute bekam ich eine Mahnung aus Großbritannien, datiert vom 16. Februar. Auf der Vorderseite keine Frankatur, nur der Aufkleber der Post NL für Rücksendungen
Postfach 7001 in 3109AA Schiedam. Rückseitig auf dem Briefumschlag die Anschrift des Absenders (Die Angaben Scott law usw. im Sichtfenster bezeichnen den Hersteller des Umschlages).

Bringt das etwas Neues?

Schneeige Grüße
Heinrich


 
DL8AAM Am: 01.04.2016 17:40:53 Gelesen: 219335# 144 @  
@ DL8AAM [#125]

ein weiteres aktuelles Remailing, dass über diesen Versender (TNT/Spring) nach Deutschland verschickt wurde: Katalog im Format A5 unter Folie des Absenders "MECALUX, S.A." (Spanien) für deren deutsche Tochter MECALUX GmbH



Der Absender MECALUX läßt auch 2016 seine Kataloge noch immer als Remailing über das internationale PostNL-(Remailing-)Tochternetzwerk Spring versenden [PostNL = ex TNT]. (Zumindest) Für deutsche Empfänger werden diese nun als DIALOGPOST über die DPAG verschickt, wobei die "Einschleusung" weiterhin über Spring, bzw. dessen deutscher Niederlassung "G3 Worldwide Mail (Germany) GmbH" [1], 46446 Emmerich, stattfindet. Gemäß angegebener Rücksendeadresse "Postfach 920101, 51149) wohl über den Standort Köln-Gremberghoven (Hansestr. 63a). So eine offene Kennzeichnung bzw. Angabe des Remailingunternehmens ist für moderne Remailings dieser Art doch eher recht selten. So einfach wird es uns sonst eine saubere Ansprache der Belege leider nicht gemacht.

Gruß
Thomas

[1] http://www.spring-gds.com/de/impressum
 
DL8AAM Am: 17.04.2016 17:26:00 Gelesen: 217121# 145 @  
Eigentlich wollte ich den Beleg im Thema "Briefe ausländischer Banken" [1] zeigen, aber da er optisch nicht so ansprechend wirkt und ich auch nur einen Ausschnitt des C4-Umschlages scannen konnte, passt er hier wohl eher besser. Zumal es sich in diesem Fall um ein herrliches internationales Remailings handelt, dass in seiner Form an die guten alten, klassischen Remailings erinnert.



C4-Sendung der Bank Morgan Stanley aus New York nach Deutschland aus dem Februar 2015, verschickt als internationales Remailing über die französische Post La Poste unter der Genehmigungsnummer AUT.: No. 04-29. Als reguläre, (UPU-) postalische Rücksendeadresse wird direkt die La Poste beim Postamt 99002 Paris Inter genannt. Der zusätzliche Absendereindruck für New York ist eigentlich so nicht ganz korrekt, denn Rücksendungen dürfen entsprechend der UPU-Bestimmungen nur in das Versandland erfolgen, d.h. hier nach Frankreich, wobei sicherlich (gewollt?) etliche Rücksendungen deshalb auch (aus "Schluderigkeit") direkt nach New York gehen dürften.

Die Genehmigungsnummer 04-29 (d.h. die Nr. 29 aus 2004) wird häufig für Absender/Kunden in den USA eingesetzt, u.a. liegt mir eine Sendung des Absenders PA Dutch Convention & Visitors Bureau, Lancaster, PA, nach Deutschland aus dem Jahr 2011 vor.

Morgan Stanley ist eine der 30 Großbanken [2], die vom "Finanzstabilitätsrat", dem "Financial Stability Board (FSB)", einer internationalen behördlichen Organisation mit Sitz in Basel, als „systemically important financial institution“ (systemisch bedeutsames Finanzinstitut) eingestuft wird. Sie unterliegt damit einer besonderen, multinationalen Überwachung, insbesondere mit u.a. strengeren Anforderungen an die Ausstattung mit Eigenkapital [3] etc.

Gruß
Thomas

[1] http://www.philaseiten.de/thema/2400
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Morgan_Stanley
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Financial_Stability_Board
 
DL8AAM Am: 22.06.2016 16:26:28 Gelesen: 205415# 146 @  
@ DL8AAM [#79][#76][#118][#128]

Und hier ein weiteres Remailing der indischen Rechtsanwaltskanzlei "dpa - D. P. Ahuja & Co." aus Calcutta 700 019

In den oben genannten Beispielen wurden durch den Remailer, vermutlich in jedem Fall TNT/Spring/G3 Worldwide Mail, die Sendungen über Singapur, Taiwan und Malaysia versendet. Nun scheint der Versender bzw. dessen "Postmakler" neuerdings DHL eCommerce / Deutsche Post Global Mail für die Abwicklung einzusetzen.



Sendung der Anwaltskanzlei D.P. Ahuja & Co. aus Kalkutta (Indien) von Anfang Februar 2016, versendet über den Deutsche Post DHL-Stützpunkt in Dubai (VAE). Frankatur "POSTAGE PAID U.A.E." mit Rücksendeanschrift "P.O. Box 36711, Dubai, United Arab Emirates". Das Frankaturlabel trägt einen linearen Barcode mit einer DHLeC (DHL eCommerce") Sendungsnummer sowie diverse Leithinweise für Frankfurt. Zusätzlich trägt der Umschlag ein weiteres Leit- bzw. Bundlabel "CONNECT Bundle Label" (aus Singapur "SIN" bzw. im Barcode "BULSIN..." über die VAE "AEPO") für einen Sammelauftrag bestehend aus 7 Einzelsendungen ("No of items: 7") zu insgesamt 196.3997 Gramm. Das Kürzel BMD kann ich derzeit noch nicht interpretieren, aber vielleicht hat hier jemand eine Idee?



Wenn man sich die Trackingdaten zu dieser grenzüberschreitenden, internationale Standarddrucksache "Printed Matter Standard Cross Border" anschaut [1], erkennt man, dass die ursprünglich aus Indien stammende Sendung erstmals von der Deutsche Post DHL-Niederlassung am 15.02.2016 in Singapur (siehe auch das passende Bundlabel) verarbeitet bzw. erfasst wurde. Die anschließende Ab- bzw. Weiterleitung des Briefes über die VAE sowie der Eingang und Zustellung in Deutschland ist dort leider nicht mehr dokumentiert. Da macht ein Sendungsverfolgung irgendwie doch keinen Sinn mehr, oder?

Trotzdem ein netter Beleg aus dem Bereich der modernen "deutschen Auslandspostämter", und hier sind auf einem Umschlag ja sogar gleich zwei verewigt, Singapur und Dubai. Aber leider gibts von denen ja heutzutage keine echten Poststempel und/oder Aufdruckbriefmarken mehr ;-) Also wird so etwas von den meisten Briefmarkensammlern und Philatelisten oft ignoriert oder bestenfalls einfach nur übersehen. Schade eigentlich.



Im Folgemonat lief übrigens eine weitere Sendung dieses Absenders den gleichen Weg (nur Ausschnitt, da der vollständige Umschlag nicht auf meinen Scanner passte, es fehlt aber nur der eingedruckte indische Absender unten links). In diesem Fall fehlen aber sämtliche zusätzlichen DHL-Labels bzw. -Zusätze. Wenn man die erste Sendung mit den DHL-Verweisen also nicht gesehen hätte, hätte man den Zusammenhang zu DHL auf den ersten Blick nicht erkennen können. Der einzige Beweis für eine DHL-Herkunft dieser Sendung ist hier das verwendete Postfach 36711 von DHL in Dubai in der Rücksendeadresse.

Gruß
Thomas

[1] http://webtrack.dhlglobalmail.com/?locale=de
 

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