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Thema: Die provisorischen Einschreibemarken der SCADTA 1922-1923
Das Thema hat 43 Beiträge:
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22028 Am: 05.01.2020 12:10:30 Gelesen: 2759# 19 @  
Heute mit der 20 Centavos R-Marke, dem Regelfall der SCADTA Einschreibemarken, weitermahcen. Allerdings nur die seltenen Typen II und III, die "häufigere" Type I kommt demnächst.

Die Type II ist der größte R-Handstempel und auch diese Type ist nur auf die Marke direkt gestempelt, nicht auf den Brief übergehend, bekannt. Auf Grund der Seltenheit der Marken, insbesondere auf Ganzstück bzw. mit lesbarem Stempel, sind nur sehr wenige belegbare Verwendungsorte bekannt.



Die Type III ist von den literaturbekannten Typen die einzige welche auf dem Brief übergehend, also erst angebracht wurde als die Marke schon auf dem Brief angebracht wwar, bekannt ist. Es scheint sich um eine Notausgabe zu handeln als die normalen Marken der Type I nicht vorrätig waren. Auf Grund der Seltenheit der Marken, insbesondere auf Ganzstück bzw. mit lesbarem Stempel, sind nur sehr wenige belegbare Verwendungsorte bekannt. Eine wenige Abarten sind bekannt wie z.B. doppelter Aufdruck.


 
22028 Am: 14.01.2020 19:22:49 Gelesen: 2631# 20 @  
Bevor ich mit den noch fehlenden Einschreibmarken zu 20 Centavos der Type I weitermache hier mal einen Brief zeigen.

Einschreibebriefe der SCADTA mit den provisorischen R-Marken sind recht selten und im Zensus den ich pflege und der recht komplett sein dürfte habe ich ca. 90 Briefe (Inlandsbriefe und Auslandsbriefe zusammen gelistet. Wenn man dann noch Destinationen sucht wie ich wird die Luft eng.

Hier ein Brief nach Danzig, erst der 2. bekannte nach Danzig, der erste ist auch in meiner Sammlung. Dieser Brief hat zudem noch die 10 Centavos R-Marken in einer völlig unbekannten Variante, oben ungezähnt. Dass die Marken da mehr oder weniger aus dem Bogenrand gerissen wurden muss man halt akzeptieren.




 
22028 Am: 15.01.2020 17:21:23 Gelesen: 2583# 21 @  
Nachdem vor einigen Tagen und endlich die in Beitrag [#1] gezeigte Marke aus den USA eintraf konnte ich wieder ein Blatt fertigstellen. Das Blatt zeigt zum einen die erste Trial Ausgabe der Einschreibmarken, zum anderen die 4 bekannten Typen wobei von der Type IV nur das eine gezeigte Exemplar bekannt ist.


 
muemmel Am: 15.01.2020 19:54:54 Gelesen: 2569# 22 @  
Also da kann ich nur den Hut ziehen. Für solch ein Nischengebiet bedarf es aber auch viel Wissens. Was es mit SCADTA auf sich hatte, ist mir zwar bekannt, aber nicht in dieser Detailtiefe.

Gruß
Mümmel
 
22028 Am: 15.01.2020 21:12:22 Gelesen: 2557# 23 @  
@ muemmel [#22]

Danke, auch so kleine (Unter) Gebiete haben ihre Spezialitäten wo man noch gut einiges erforschen und entdecken kann. Wie schon mal geschrieben, SCADTA an sich ist ein so großes und umfangreiches Gebiet, das kann man kaum als Ganzes beackern.
 
22028 Am: 30.01.2020 18:57:07 Gelesen: 2436# 24 @  
Mangels Zeit (und das sage ich ganz ehrlich, mangels Motivation) war leider eine Pause, heute mal ein neues Blatt.

Die 20 Centavos Marke gibt es in der Type I in Form von Paaren wo eine Marke mit, die andere Marke ohne Aufdruck ist. Die Hintergründe dazu sind nach wie vor unbekannt. Waren es Abarten wo vergessen wurde eine Marke zu überstempeln? Wurden die Marken erst überstempelt wenn sie auf dem Brief angebracht waren? Oder wurden die Marken absichtlich im Bogen so überstempelt dass solche Paare entstanden? Diese Paare sind mit R-Aufdruck auf der linken oder der rechten Marke bekannt. Auch sind mir einige extrem wenige lose senkrechte Paare mit/ohne Aufdruck bekannt.


 
22028 Am: 31.01.2020 17:38:43 Gelesen: 2410# 25 @  
Heute mit Abarten weitermachen, wieder auf 20 Centavos Marken mit Überdruck der Type I. Kopfstehende und Doppelte Aufdrucke auf Einzelmarken, Briefstück und Briefen.



 
22028 Am: 01.02.2020 16:24:14 Gelesen: 2367# 26 @  
Heute noch mal mit der 10 Centavos Type I weitermachen.

Ein Blatt mit Inlandsfrankaturen, 2 Blätter mit Abarten (doppelter Aufdruck, Kopfstehender Aufdruck, incl. auf Brief), alles andere als Massenware.




 
22028 Am: 02.02.2020 17:43:02 Gelesen: 2306# 27 @  
Heule mit der noch fehlenden Einschreibmarke 20 Centavos in Type I weitermachen.



Dazu dann noch die Verwendung dieser Marke, hier beispielhaft, in Bogota.



Und damit werde ich dieses Diskussion beenden.

Zum einen da, falls, was ich nicht vermute, dem aufmerksamen Leser evtl. aufgefallen ist dass die Struktur (Nummerierung der Kapitel noch nicht ganz ruhig ist und ich mir nun erst mal Gedanken machen muss wie ich die weiteren Briefe (ca. 35-40 an der Zahl) in das Exponat einbauen werde.

Entweder im Kapitel mit der betreffenden Marke unter "Verwendung in" aufgeteilt in "Inlandsbriefe" und dann "Auslandsbriefe" oder ein separates Unterkapitel Verwendungen "Inlandsbriefe" und "Auslandsbriefe".

Und zum anderen, ein Alleinunterhalterthreat macht keinen Spass.
 
Martin de Matin Am: 02.02.2020 18:14:01 Gelesen: 2296# 28 @  
@ 22028 [#27]

Ich sage nicht "Alleinunterhalter" sondern eher Vermittler von Wissen. Ich hoffe das es noch weitere Beiträge von dir über dieses Thema geben wird.
Ich hätte noch ein paar Fragen:

-Wie sieht mit dem Vorkommen von Fälschungen aus?

-Sind von allen Orten, die auf der Karte aus Beitragnr. 8 verzeichnet sind, Entwertungen der Einschreibemarken bekannt?

-Gibt es eine Auflistung welcher Aufdrucktyp bzw. Aufdruckfarbe in den einzelnen Orten verwendet worden ist und gibt es einen Zeitraum wann die Farben/Typen verwendet wurden?

Gruss
Martin
 
22028 Am: 02.02.2020 19:40:22 Gelesen: 2278# 29 @  
@ Martin de Matin [#28]

Danke für die Fragen die ich gerne beantworten möchte.

-Wie sieht mit dem Vorkommen von Fälschungen aus?

Fälschungen gibt es sicher, davon gehe ich, sie sollten dann im allgemeinen einfach zu erkennen sein da der R-Handstempel dann ÜBER dem Poststempel liegt. Bei ungebrauchten Marken ist das sicher schwieriger, andererseits, ich habe noch keine Fälschung angeboten gesehen, zumindest ist mir nichts in Erinnerung und ungebrauchte Marken gbt es kaum.

-Sind von allen Orten, die auf der Karte aus Beitragnr. 8 verzeichnet sind, Entwertungen der Einschreibemarken bekannt?

Nein, auf dem ersten Blatt jeder Wertstufe und Type sind die bekannten Verwendugbsorte aufgeführt. Ich führe eine Liste mit den Verwendungsorten die ich schon in mehreren Fachzeitschriften veröffentlichte, Michel habe ich schon vor Jahren mal angeschrieben deren sehr kleine Liste mal zu aktualisieren, mein Angebot wurde aber bisher nicht angenommen. Mittlerweile gehe ich davon aus dass de Marken in allen Orten wie aufgeführt verwendet wurden, nur ist halt von vielen Orten keine Verwendung belegt.

-Gibt es eine Auflistung welcher Aufdrucktyp bzw. Aufdruckfarbe in den einzelnen Orten verwendet worden ist und gibt es einen Zeitraum wann die Farben/Typen verwendet wurden?

Siehe wiederum das erste Blatt jeder Wertstufe und Type wo die Typen und Farben und verwendeten Orte aufgeführt sind.

Mein Archiv enthält praktisch alles bekannte als Scan, es ist aber keine Statistik machbar. Die Farben da gehe ich heute davon aus und das ist in ein Blättern auch so beschrieben, dass die Farben wo mehr oder weniger zufällig entstanden, ja nachdem welches Stempelkissen verwendet wurde. Die Poststempel gibt es ja in rot und violett (und einige weitere Nuancen), und je nachdem welches Kissen vorher mit dem betreffenden Handstempel verwendet wurde bleib u.U. noch etwas Restfarbe am Handstempel was dann die Nuance veränderte, auch die Kraft mit welcher der Handstempel abgeschlagen wurde dürfte da mitgespielt haben.

Ich schrieb ja schon dass die Briefe sehr sehr selten sind, In meinem Zensus den ich führe habe ich aktuell 87 Briefe aufgeführt, davon über 50 in meiner Sammlung, gehe also davon aus dass ich up-to-date bin.

Siehe Sreenshort, die Liste ist gefiltert nach Briefen. Die Liste muss ich noch aktualsieren, die letzten 3 Briefe sind mit Bild und einigen Details noch nicht drin.



Der Stand des Exponates wie jetzt wird nun erst mal "eingefroren" bis ich mir darüber im Klaren bin wie ich weiter verfahre. Das Ziel ist ja doch ein 4-5 Rahmen Exponat, derzeit sind etwas mehr als 2 Rahmen fertig. Da muss ich mich aber erst mal mit einigen Juroren bei einem Bier darüber unterhalten wie es besser ist weiterzumachen.

Es ist ja doch eine "traditionelle" Sammlung mit dem Hauptaugenmerk auf die Marken. Auch postgeschichtliche Aspekte dürfen da einspielen, Verwendungsorte und Destinationen sind aber "postgeschichtliche" Aspekte und die Mischung muss im Auge behalten werden. Es wird mit Sicherheit eine Mischung aus Traditionell und Postgeschichte, ähnlich wie bei meinem Exponat der Eisenbahnmarken des Irak, dort hat es "geklappt" bis hin zu Gold und EP im Rang 1, das ist halt auch das Ziel dieser Sammlung.
 
22028 Am: 03.02.2020 10:54:05 Gelesen: 2179# 30 @  
De Frage, die sich mir halt stellt ist wie man z.B. so ein Teil zeigt.



Das ist die höchste bekannte Einschreibefrankatur (Päckchen- oder Briefausschnitt) mit einem Gesamtporto von 398 Centavos (3 Pesos und 98 Centavos

Portozusammenstellung:
SCADTA Porto 330 Centavos, (Flussabwärts) 16. Gewichtsstufe, 225-240 Gramm
SCADTA Einschreiben 20 Centavos
Kolumbianisches Staatsporto 48 Centavos, 16. Gewichtsstufe, 225-240 Gramm

Der Brief/Päckchen lief nur innerhalb des SCADTA Luftpostnetzes per Einschreiben, nicht aber innerhalb der Kolumbianischen Post. Kolumbianische Einschreibmarke war daher nicht erforderlich. Ein zu damaligen Zeit nicht unübliches Vorgehen.

Zeigt man das Teil in einer Traditionellen Sammlung ist der Hauptaugenmerk auf der R-Marke. Da es aber die höchste bekannt Frankatur ist sollte man das aber schon herausstellen, dann ist die Beschreibung aber Postgeschichtlich.

An den Empfänger habe ich 7 oder 8 solcher Ausschnitte, es war scheinbar jemand der regelmäßig schwere Briefe erhielt. Ob der Empfänger in irgendeiner Weise mit dem späteren Präsident Uribe bekannt ist (Uribe ist ein Typischer Name aus Medellín) kann ich (noch) nicht sagen, da bin ich noch am eruieren.
 
Martin de Matin Am: 03.02.2020 21:54:10 Gelesen: 2145# 31 @  
@ 22028 [#30]

Vorweg gesagt ich habe kein grosses Wissen was Austellungen betrifft (war in meinem Leben erst Betrachter bei drei Ausstellungen).

Das wunderbare Stück würde meiner Meinung nach nur unscheinbar auf einem Blatt mit den Aufdrucktypen, wie du es Beitrag 27 zeigst, untergehen, da die Aufdrucktype schon mit einem schönen Beleg vertreten ist. Ich denke, das man dieses Stück in einem Zusammenhang mit den Tarifen für die einzelnen Strecken und Gewichtsstufen als krönendes Stück zeigen sollte. Dies ist nur meine persönliche Meinung, die ich beim Betrachten eines mir fremden Gebiets als wünschenswert finde.

Gruss
Martin
 
22028 Am: 04.02.2020 10:55:57 Gelesen: 2117# 32 @  
@ Martin de Matin [#31]

Zu diesem Stück bzw. dem Empfänger fand ich mittlerweile einige Infos:

Als Sohn von José María Uribe Naranjo und Isabel Gaviria schloss er sein Studium in Bogotá ab, da es in Medellin keine Professoren gab, und promovierte mit einer Arbeit mit dem Titel "Studie über Dienstbarkeiten nach dem Zivil- und Bergbaugesetzbuch Kolumbiens und vergleichende allgemeine Gesetzgebung".

Er war Mitarbeiter des Finanzministeriums von Antioquia, auf Anordnung seines Professors Fernando Vélez (der als Autor des wichtigsten zivilrechtlichen Vertrags, der je in Kolumbien geschrieben wurde, gilt), mit dem er sein erstes Buch veröffentlichte, zu dem er das kolumbianische Bergbaugesetz kommentierte.

1899 veröffentlicht er zusammen mit dem Franzosen Edmond Champeau den ersten Band (von fünf Entwürfen) des kolumbianischen Zivilrechtsvertrags, der 1899 in Paris vom Larousse-Verlag herausgegeben wurde.

In dieser Position organisierte er mit dem Minister (Sekretär) Carlos Martínez Silva das gesamte Ministerium neu, angefangen mit den Archiven, die den Hintergrund des interozeanischen Kanals enthielten. Dort widmete er sich zunächst der Verbreitung der gesamten von Kolumbien für den Bau des Kanals geleisteten Arbeit durch die Zeitschrift Anales Diplomáticos y Consulares de Colombia, und dann widmete er sich dem Interesse der Vereinigten Staaten, die Universalgesellschaft des interozeanischen Kanals von Panama, die von Ferdinand Lesseps gegründet wurde und ihre Ineffizienz bewiesen hatte, zu ersetzen. Nach der Reise von Minister Martinez Silva in die Vereinigten Staaten wurde Uribe zum Minister für öffentliche Unterweisung ernannt, ein Amt, das er bis 1904 innehatte. Er schreibt die Leitartikel der Zeitung La Opinión, die 1903 unter dem Titel La reforma administrativa gesammelt werden. Der Herrera-Hay-Vertrag für den Bau des Kanals wird schließlich unterzeichnet, und der Kongress von Kolumbien missbilligt ihn, ein Grund, der die Trennung Panamas von Kolumbien auslöst und Uribe dazu motiviert, das Blaubuch über Panama zu schreiben, um die internationale Meinung über die Aggression zu illustrieren, der Kolumbien von der Regierung Roosevelt ausgesetzt war.

Als Kultussminister setzte er sich für das Organgesetz über den öffentlichen Unterricht (Gesetz 39 von 1903) ein, das vier Bildungsstufen anordnete: Primär-, Sekundär-, Industrie- und Berufsausbildung. Im Jahr 1904 heiratet er nicht nur Clementina Portocarrero Carrizosa, sondern wird am 6. Juni auch zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Kolumbiens in Chile, Argentinien und Brasilien ernannt; mit dem Aufstieg von Rafael Reyes kehrt Uribe in das Land zurück und widmet sich der Tätigkeit als Rechtsanwalt und Professor der Rechtswissenschaften.

Am 30. Mai 1909 wird er zum ersten Mal im Namen der Republikanischen Union, einer Koalition der Mitte unter den traditionellen politischen Parteien, in den Senat der Republik gewählt. Im Jahr 1913 (1911, anderen Quellen zufolge) wird er zum Vertreter im Parlament gewählt, dem er vorsteht. In jenem Jahr wurde auf seine Initiative hin die Gerichtsbarkeit des Streitbeilegungsgremiums geschaffen und der Kodex der politischen und kommunalen Selbstverwaltung herausgegeben. Er wiederholt seine Tätigkeit als Senator im Jahr 1915, ist Mitglied der Beratungskommission für auswärtige Beziehungen (bis 1921) und genehmigt den Urrutia-Thomson-Vertrag, der die Streitigkeiten zwischen Kolumbien und den Vereinigten Staaten beendete. Er intervenierte bei zahlreichen kolumbianischen Grenzverträgen und beim Beitritt Kolumbiens zum Völkerbund.

Im Jahr 1922 wurde er erneut zum Außenminister ernannt, zog sich aber im selben Jahr zurück und nahm seinen Sitz als Senator wieder auf. Im Jahr 1924 wurde er zum Botschafter in Peru ernannt und 1925 wurde er erneut zum Vertreter im Parlament gewählt. 1927 kehrte er in den Senat zurück.

Er starb 1942 in Bogotá.


Das heißt, wegen seinem Beruf hatte er sicherlich öfters schwere und wichtige Sendungen erhalten, daher auch der relativ teure Transport mit der Inner-Kolumbianischen Luftpost.

Wie vorher schon mal angedeutet muss ich erst mal einige Juroren kontaktieren was deren Meinung ist wie dieses und ähnliche Stücke die ich habe in einem Traditionalen Exponat bestmöglich untergebracht werden können.
 
22028 Am: 04.02.2020 16:17:53 Gelesen: 2090# 33 @  
Hier das Bild einer Ansichtskarte der Calle de Boyaca in Medellín, in den 1920er Jahren das Wohngebiet der Reichen und Schönen von Medellín.


 
22028 Am: 05.02.2020 12:11:42 Gelesen: 2050# 34 @  
Da ich hier ja schon einiges über die Portogebühren der SCADTA aus der betreffenden Zeit geschrieben habe, hier ein Bild der Portotabelle, die ich vor einiger Zeit mal anfertigte.


 
22028 Am: 12.02.2020 12:32:45 Gelesen: 1921# 35 @  
Ich habe nun ca 80 Blatt, was 5 (Stiftungs) Rahmen entspricht fertig, die Blätter werde ich bei Gelegenheit mal einigen Juroren vorstellen und auf deren Feedback hoffen, dann mache ich weiter.
 
Regis Am: 21.02.2020 13:46:51 Gelesen: 1826# 36 @  
Ich bin an allen philatelistischen Dingen interessiert, auch dann, wenn ich das Gebiet nicht sammle. Ich bin kein Juror und kenne das Reglement für Ausstellungssammlungen nicht. Ich habe Deine Ausführungen sorgfältig gelesen und da Du die Sammlung Juroren vorstellen willst, möchte ich doch etwas dazu mitteilen.

1. Ich halte den volkstümlichen Umgang mit dem Begriff Porto für irreführend. Alle gezeigten Belege sind voll frankiert und somit portofrei. Porto ist das doppelte, oder 1,5 fache von franko. Solche Portotabellen werden nicht veröffentlicht. Es gibt nur Gebührentabellen.

2. Bei der Beschreibumng der Belege wird nicht auf den Umgang mit der Einschreibsendung eingegangen. Der Absender erhält bei der Aufgabe eine Einschreibquittung mit der Einschreibnummer zur eventuellen Sendungsverfolgung. Wie sieht es aber aus, wenn die Sendung auch bei der Staatspost mit Einschreiben weitergeht. Deren Reko-Nummer kennt der Absender nicht, da diese in einem anderen Ort vergeben wird. SCATDA ist also verpflichtet Listen beider Nummern zu führen, um im Verlustfall die Verfolgung bis in das Empfängerland zu sichern. SCADTA muss also als Absender gegenüber der Staatspost auftreten. Bei vielen gezeigten Belegen ist die Deutung der R-Nr. geschieden zwischen SCADTA und Staatspost schwer festzustellen.

Zum Beispiel der [#18] ist die vermutlich Staatspost-Nr.104 erkennbar, die SCADTA-Nr. über die der Absender verfügen sollte, sehe ich nicht. Die Beschreibung der Belege sollte demnach ausführlicher sein.

@ 22028 [#1]

Die Einschreibmarken und das SCADTA-interne Einschreiben hat mit der Staatspost nichts zu tun, d.h. diese Archive geben dazu nichts her. Das beginnt erst, als die Staatspost aus dem Ausland eingehende Sendungen über SCADTA zum Zielort beförder liess. Das war aber später. Ich hoffe nicht nur Unmut erzeugt zu haben und verbleibe

mit besten Grüßen Regis
 
22028 Am: 21.02.2020 14:24:58 Gelesen: 1814# 37 @  
@ Regis [#36]

Ich bin an allen philatelistischen Dingen interessiert, auch dann, wenn ich das Gebiet nicht sammle. Ich bin kein Juror und kenne das Reglement für Ausstellungssammlungen nicht. Ich habe Deine Ausführungen sorgfältig gelesen und da Du die Sammlung Juroren vorstellen willst, möchte ich doch etwas dazu mitteilen.

1. Ich halte den volkstümlichen Umgang mit dem Begriff Porto für irreführend. Alle gezeigten Belege sind voll frankiert und somit portofrei. Porto ist das doppelte, oder 1,5 fache von franko. Solche Portotabellen werden nicht veröffentlicht. Es gibt nur Gebührentabellen.


Das ist eine recht interessant Sichtweise, ob Du recht hast möchte ich nicht kommentieren, es wird aber im allgemeinen gesagt, dass der Brief XYZ mit NNN Porto frankiert ist.

2. Bei der Beschreibung der Belege wird nicht auf den Umgang mit der Einschreibsendung eingegangen. Der Absender erhält bei der Aufgabe eine Einschreibquittung mit der Einschreibnummer zur eventuellen Sendungsverfolgung. Wie sieht es aber aus, wenn die Sendung auch bei der Staatspost mit Einschreiben weitergeht. Deren Reko-Nummer kennt der Absender nicht, da diese in einem anderen Ort vergeben wird. SCATDA ist also verpflichtet Listen beider Nummern zu führen, um im Verlustfall die Verfolgung bis in das Empfängerland zu sichern. SCADTA muss also als Absender gegenüber der Staatspost auftreten. Bei vielen gezeigten Belegen ist die Deutung der R-Nr. geschieden zwischen SCADTA und Staatspost schwer zu festzustellen.

Bei der Beschreibung der Belege kommt es darauf an in welcher Klasse das Exponat ausgestellt wird. Bei traditionell ist das Porto und evtl. Behandlung des Briefes "Nebensache", es wird erwähnt, mehr aber nicht.

Bei postgeschichtlichen Exponaten wird die Marke evtl gar nicht erwähnt, dafür ist die Behandlung des Briefes wichtig. Wie der Brief zwischen Staatspost und SCADTA registriert/behandelt wurde, ist nach wie vor ein Buch mit 7 Siegeln, das ist auf meiner To-Do Liste, wenn ich mal längere Zeit Bogota bin und dann die Archive durchsuchen kann.

Ob es Einschreibequittungen gab ist zu vermuten, es ist aber aus den frühen Jahren nichts bekannt. Ich selbst kenne nur 2 Quittungen aus der Zeit von 1925, also nach der Zeit des Exponates als der Einschriebedienst schon organsierter war.

Zum Beispiel nei [#18] ist die vermutlich Staatspost-Nr. 104 erkennbar, die SCADTA-Nr. über die der Absender vefügen sollte, sehe ich nicht. Die Beschreibung der Belege sollte demnach ausführlicher sein.

Siehe den ersten Kommentar zu Traditionell bzw. Postgeschichtlich.

@ 22028 [#1]

Die Einschreibmarken und das SCADTA-interne Einschreiben hat mit der Staatspost nichts zu tun, d.h. diese Archive geben dazu nichts her. Das beginnt erst, als die Staatspost aus dem Ausland eingehende Sendungen über SCADTA zum Zielort befördern liess.

Hast Du Detailkenntnisse zu den Archiven, da Du schreibst, dass die Archive nichts her geben. Das wäre in der Tat wichtig für die Forschung.

Das war aber später. Ich hoffe nicht nur Unmut erzeugt zu haben und verbleibe mit besten Grüßen Regis

Warum solltest Du Unmut erzeugt haben?

Wegen den Regeln und wie man ein Exponat aufbaut, schau doch mal hier nach:

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=12198&CP=0&F (Beitrag 5)

http://www.vsphv.ch/wp-content/uploads/2020/02/Leitfaden-Exponataufbau-DE-Februar-2020.pdf
 
wessi1111 Am: 21.02.2020 16:48:02 Gelesen: 1800# 38 @  
@ Regis [#36]

Hallo Regis,

da du so sehr auf die richtige Verwendung von Begriffen Wert legst (ich übrigens auch), habe ich folgende Anmerkung.

In [1] im Beitrag 185 ist beschrieben, dass es Gebühren nur für staatliche Institutionen gibt und das dann bei Privatunternehmen Entgelt heißt.

Wenn das dann so stimmt, müsste es richtigerweise Entgelttabelle statt Gebührentabelle heißen.

Gruß
Wessi

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?&ST=306&full=1#M185
 
Regis Am: 21.02.2020 17:20:22 Gelesen: 1791# 39 @  
@ wessi1111 [#38]

Ich danke Dir für den Verweis und sonstige Bemerkungen. Ich war in Sorge, allein zu sein mit der Unterscheidung von Porto und Franko. Sonst wüsste keiner wer eine portopflichtige Dienstsache bezahlen muss. Facit SCADTA-Entgelt und Postgebühr.

Besten Gruß Regis
 
22028 Am: 21.02.2020 19:31:38 Gelesen: 1766# 40 @  
Hier noch ein Bild einer Einschreibequittung von 2927 der SCADTA nachreichen den ich in meinem Beitrag [#37] schon ansprach. Die Quittung war für einen Brief von Bogota nach Bucaramanga.

Wer eine aus den Jahren 1922-1923 kennt bitte mir melden.


 
22028 Am: 25.02.2020 20:29:42 Gelesen: 1659# 41 @  
Die letzten Tage habe ich einige wunderbare Marken dieser Ausgabe ersteigert, nachdem die eingetroffen sind, werden sie im Exponat eingearbeitet und dann mal gezeigt.
 
22028 Am: 25.03.2020 16:09:14 Gelesen: 1439# 42 @  
Die Sammlung im aktuellen Stand mit 4 Rahmen / 48 Blatt habe ich nun bei [1] des BDPh einstellen lassen.

[1] https://www.exponate-online.de/e_exponat.asp?a=1&e=197
 
22028 Am: 08.11.2020 18:42:51 Gelesen: 294# 43 @  
@ 22028 [#13]

Lange ist es her, dass ich zu dem Gebiet etwas neues bekam, heute war es soweit; die 30 Centavos in Type III, ungebraucht. Diese Type in der Farbe des Aufdrucks hatte ich bisher nur gestempelt.


 

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