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Thema: Marken bestimmen: Peru
Fridolino Am: 27.12.2019 10:15:12 Gelesen: 2716# 1 @  
Ich vermute diese Marken kommen aus Spanien?

Die Stempel sehen auch so merkwürdig aus.



Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?

Viele Grüße
Fridolino
 
Heinrich3 Am: 27.12.2019 11:12:58 Gelesen: 2707# 2 @  
@ Fridolino [#10]

Hallo Fridolino,

die rechte Marke scheint mir die Mi. Nr. 10 von Peru zu sein. Dort gibt es auch den Ort Huanchaco.

Gruß
Heinrich
 
volkimal Am: 27.12.2019 11:23:20 Gelesen: 2702# 3 @  
@ Fridolino [#10]

Hallo Fridolino,

bei der linken Marke habe ich einmal die Farben besser herausgeholt und die Marke gedreht. Jetzt sieht sie so aus:



Es ist ebenfalls Peru und zwar MiNr. 15.

Viele Grüße
Volkmar
 
Fridolino Am: 27.12.2019 11:32:59 Gelesen: 2697# 4 @  
@ Heinrich3 [#2]
@ volkimal [#3]

Vielen Dank, da lag ich ja mit Spanien ein wenig daneben.

Hat jemand den aktuellen Michelpreis?

Viele Grüße
Fridolino
 
Koban Am: 27.12.2019 18:24:56 Gelesen: 2675# 5 @  
@ Fridolino [#4]

Aktuell (2015/6) Mi 10 b rosa 4,00 ME, Mi 15 a blaugrün 3,50 ME. Bei beiden Nummern sind die Katalogwerte für a-und b-Farbe gleich. ABER, beide Stempel sind recht gut abgeschlagen und mutmasslich selten.

Ich war selbst neugierig und habe sie gefunden:

Eine Abbildung des Stempels von HUANCHACO (Type/Nr. 10) findet sich auf S. 64, OBRAGILLO (Type/Nr. 111) auf S. 71 des PDF.

Die Angaben zur Seltenheit finden sich für HUANCHACO auf S. 82, für OBRAGILLO auf S. 85 des PDF [1].

Wenn Du Dich von den Marken trennen möchtest, solltest Du unbedingt den Stempelwert und nicht den Michelwert der Marken für die Preisfindung heranziehen.

Gruß,
Koban

[1] http://www.peru-philatelic-study-circle.com/MO/ssl/Books/Lamy/Peru_Postal_Cancellations_1857-1873-EN.pdf
 
Fridolino Am: 27.12.2019 19:21:46 Gelesen: 2659# 6 @  
@ Koban [#5]

Vielen Dank für die Infos. Da ich keine Verwendung dafür habe, gibt es sie nun in der PPA-Auktion vom 12.1.20.

Viele Grüße
Fridolino
 
JohannesM Am: 18.12.2020 18:57:32 Gelesen: 2174# 7 @  
Ich kann die 2.Marke mit dem Wappeneaufdruck nicht finden, an Platz 1 müßte die Mi 78, an 3 die Mi 77 und an 4 die Mi 48 sein, oder?



Beste Grüße
Eckhard
 
Martin de Matin Am: 18.12.2020 19:54:48 Gelesen: 2164# 8 @  
@ JohannesM [#7]

Die 4. ist die MiNr.82.

Die 2. Marke ist unter Chile im Anhang unter chilenische Besetzung von Peru zu finden. Dort hat sie MiNr.2.

Die anderen sind richtig bestimmt.

Gruss
Martin
 
JohannesM Am: 18.12.2020 20:00:31 Gelesen: 2162# 9 @  
@ Martin de Matin [#8]

Hallo Martin,

vielen Dank für die schnelle Hilfe.

Beste Grüße
Eckhard
 
t.knörich Am: 15.06.2021 11:47:32 Gelesen: 1474# 10 @  
Peru / Lima Mi. 22 (?)

Hallo,

ich wollte mal die abgebildete Marke vorstellen, ich bin kein Peru-Sammler und konnte bislang nur herausfinden das es sich wohl um die Mi.Nr. 22 handelt. Es sieht mir hier wir ein partieller Druckausfall im oberen Bereich (dort nicht dünn, gleichmäßige Papierstärke)aus. Kurioserweise wurde dieser Bereich mit dem abgebildeten Markenfragment überklebt, welches ich jetzt wieder abgelöst habe.

Weiß vielleicht jemand Genaueres ?

Danke und beste Grüße
Timm



 
Martin de Matin Am: 15.06.2021 18:14:07 Gelesen: 1451# 11 @  
@ t.knörich [#10]

Ich würde sagen, da hat jemand mit dem Ablösen einen Fehler gemacht. Ich würde es als geklebte Papierbahn bezeichnen, deswegen sieht auch der schmale Streifen dunkler aus, da dieses Papierteil höher steht und somit besser die Farbe beim Druck annimmt. In Michelkatalog von 1988 steht auch etwas über zusammengeklebte Streifen der MiNr.10 und 11, die man gelegentlich auf Auktionen antrifft und ab 50 Euro gestempelt ausgerufen werden.

Gruss
Martin
 
t.knörich Am: 15.06.2021 22:59:40 Gelesen: 1432# 12 @  
@ Martin de Matin [#11]

Vielen Dank für die Info !

Beste Grüße
Timm
 
Koban Am: 16.06.2021 00:53:35 Gelesen: 1428# 13 @  
@ t.knörich [#10]

Hallo Timm,

anbei eine Teilübersetzung (Google) aus dem unten stehenden Link [1], welche das Zustandekommen dieses Phänomens gut erklärt:

An erster Stelle steht die Tatsache, dass sie, wie einige andere peruanische Ausgaben dieser Zeit, auf einer aus Paris importierten Lecoq-Maschine gedruckt wurde, was das philatelistische Interesse der Briefmarke erheblich steigerte. Der Lecoq war eine Prägemaschine, durch die ein Streifen gummierten Papiers geführt wurde, der entweder etwas mehr als eine Briefmarke in der Höhe oder eine Briefmarke in der Breite maß; die Maschine „druckte“ jeden Stempel einzeln, während der Streifen durch ihn hindurchgeführt wurde.

Dies ist eine ungewöhnliche Methode zum Drucken von Stempeln und nur für relativ kleine Druckanforderungen geeignet. Es ist arbeitstechnisch anspruchsvoll und der teilweise manuelle Aspekt des Prozesses ist nicht am besten geeignet, um eine konsistente Ausgabequalität zu erzielen, weder in Bezug auf die Stempelränder oder die Einfärbung, wobei sowohl Unter- als auch Übereinfärbungen ein gemeinsames Merkmal der Briefmarken sind. Interessanterweise wurden die Papierstreifen zusammengefügt, um einen kontinuierlichen Prozess zu schaffen, indem einfach ein Streifen auf einen anderen geklebt wurde. Der Druck über die Streifenverbindung wurde fortgesetzt, und Briefmarken mit dieser Eigenschaft, die damals bei Sammlern anscheinend wenig Begeisterung geweckt haben, sind heute sehr begehrt.


Gruß,

Koban

[1] http://www.paperheritage.co.uk/articles/Peru%271871.html
 
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