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Thema: DDR Dienstpost, ZKD-Post und drum herum
Das Thema hat 177 Beiträge:
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HWS-NRW Am: 01.04.2025 15:41:24 Gelesen: 32136# 153 @  
Hallo Rainer,

danke für den Hinweis.

Hier kommen noch zwei weitere Belege:



Der Hinweis auf die ZKD-Nummer wurde meines Wissens in den Jahren 1957 bis 1959 auf den Belegen oder sogar im Absenderfreistempel selber vermerkt, ich freue mich, jetzt alle Möglichkeiten im geplanten Büchlein darstellen zu können.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 08.04.2025 16:36:07 Gelesen: 31298# 154 @  
Hallo,

heute kam Post aus dem fernen Japan:



Interessant bei diesem Absenderfreistempel ist der politische Zusatz, derartige Werbung war doch mehr in den 50er-Jahren zu vernehmen.

mit Sammlergruß
Werner
 
Jürgen Witkowski Am: 08.04.2025 18:17:17 Gelesen: 31270# 155 @  
@ HWS-NRW [#154]

Hallo Werner,

erlaube mir, ein paar Fragen zu stellen. War es denn erlaubt, dass ZKD-Post nach Japan geschickt werden durfte? Kann man auf der Rückseite des Beleges sehen, in welche Stadt? Die meisten ZKD-Absenderfreistempel, die in diesem Thema gezeigt wurden, sind in Blau- oder Violett-Tönen. Deiner ist knallrot. War das auch üblich? Unter dem Tagesstempel ist noch ein Handstempel mit einem anderen Datum. Was bedeutet dieser Stempel? Links vom Handstempel ist ein zweigeteilter roter Punkt. Was ist das?

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
HWS-NRW Am: 08.04.2025 18:53:34 Gelesen: 31248# 156 @  
@ Jürgen Witkowski [#155]

Hallo Jürgen, da hast Du etwas falsch gelesen, der Beleg ging nicht nach Japan, ich habe ihn jetzt bei einem Sammler/Verkäufer in Japan erstanden.

Es kam sicherlich mal vor, dass die "vorgegebene" Farbe ausgegangen war und dann hat man halt "Rot" nachgefüllt.

Zu dem zweigeteilten Punkt, das ist meines Erachtens eine (eventuell leicht lockere) Schraube, da ist einfach rote Farbe drüber gelaufen und so kam der Abdruck des Schraubenkopfes auf den Umschlag.



Und es war üblich bzw. vorgeschrieben, dass bei Aufgabe der ZKD-Belege ein "normaler" Tagesstempel (normalerweise) rückseitig abgeschlagen werden sollte und Stempel sollte sich möglichst auch noch von den normal in den Postämtern verwendeten Stempeln unterscheiden. In den 60er-Jahren nutzte man dazu sogar noch die alten Reichspost-Tagesstempel.

mit Sammlergruß
Werner
 
Jürgen Witkowski Am: 08.04.2025 19:57:23 Gelesen: 31231# 157 @  
@ HWS-NRW [#156]

Hallo Werner,

damit sind schonmal einige meiner Fragen geklärt. Offen ist noch, ob es auf der Rückseite noch Stempel gibt und welche Bedeutung der schwarze Zeilenstempel mit Datum 30. Sep. 1966 hat.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
HWS-NRW Am: 08.04.2025 20:55:51 Gelesen: 31222# 158 @  
@ Jürgen Witkowski [#157]

Hallo Jürgen,

hinten ist ein Ankunftsstempel von 102 BERLIN 2 drauf vom 30.9. und vorne scheint es ein einfacher Datumsstempel zu sein, da diese Post ja eine Zeitlang aufbewahrt und auch zurück geschickt werden sollte, was aber oft nicht passierte.



Auf beiden Belegen findet sich der schwarze Datumsstempel sowie ein Dreizeil-Hinweisstempel.

mit Sammlergruß
Werner
 
Jürgen Witkowski Am: 08.04.2025 21:22:08 Gelesen: 31209# 159 @  
@ HWS-NRW [#158]

Hallo Werner,

dann haben wir ja jetzt alle relevanten Informationen zu diesem Beleg beisammen, damit jeder interessierte Leser auch ohne umfangreiche Vorkenntnisse den Brief verstehen und einordnen kann. Die Information ob Du ihn in Japan, Timbuktu oder Niederzwehren erworben hast, ist da vielleicht von untergeordneter Bedeutung.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Landzusteller Am: 09.04.2025 17:20:09 Gelesen: 31101# 160 @  
Zum Thema Farben hier mal ein "Zweifarb- AFS" des VEB Giessereianlagen "Ferdinant Kunert" 8239 Schmiedeberg aus dem Jahr 1965.



Der Mittelteil in blauviolett, der Rest in rotviolett.



Gruß
Rainer
 
Landzusteller Am: 23.04.2025 18:15:55 Gelesen: 30027# 161 @  
Missbräuchliche Verwendung des ZKD Absender Kastenstempel als Eingangsstempel auf zwei Sendungen nach Sandersleben vom Januar 1972. Beide Sendungen - eine Wirtschaftsdrucksache vom Konsum 4271 Welfesholz mit Werbestempel des LPA Hettstedt, sowie ein Normalbrief der HO Hettstedt ebenfalls mit Werbestempel des LPA Hettstedt - gerichtet an den Handelsbetrieb für Obst, Gemüse,... Auslieferungslager 4332 Sandersleben. Bei Ankunft der Briefe beim Empfänger erhalten beide den ZKD Absenderkastenstempel.



14.1.1972 / 19.1.1972

Gruß Rainer
 
2huhu Am: 24.04.2025 17:30:43 Gelesen: 29900# 162 @  
Hallo,

Bei ZKD-Sendungen war die Zusatzleistung Vertrauliche Dientsache zulässig. Mich interessiert, was für eine zusätzliche "Tatigkeit" der Kurierdienst für die 20 Pfennig geleistet hat.



Erfuhren diese Sendungen während der Beförderung eine Sonderbehandlung?

Wurden diese Sendungen an jeden berechtigten Abholer des Empfängerbetriebs ausgehändigt oder nur an Mitarbeiter mit einem "besonderen" VD-Ausweis?

Grüßle
Holger Reichert
 
Jürgen Witkowski Am: 26.04.2025 18:46:34 Gelesen: 29725# 163 @  
@ Landzusteller [#161]

Hallo Rainer,

was ist ein LPA? Ich konnte keine Erklärung dazu finden.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Uwe Seif Am: 26.04.2025 19:36:27 Gelesen: 29718# 164 @  
@ Jürgen Witkowski [#163]

Hallo,

LPA = Leitpostamt;

Hettstedt 1 war für die Bereichsleitzahl 427 das LPA.

Gruß Uwe
 
HWS-NRW Am: 31.08.2025 18:11:14 Gelesen: 23839# 165 @  
Hallo am Abend.



In dieser Form mit einem AFS zu 90 Pfennigen habe ich eine Postzustellungsurkunde noch nicht meiner Sammlung zuführen können, die Gebühr setzt sich aus dem Porto eines Doppelbriefes und der Gebühr für die förmliche Zustellung zusammen, rückseitig abgeschlagen ein Orts-Abgangs - und ein Orts-Eingangsstempel aus dem April 1958.

mit Sammlergruß
Werner
 
wheilmann Am: 31.10.2025 14:09:15 Gelesen: 20693# 166 @  
@ Carsten Burkhardt [#76]

Hallo Carsten,

ich lese soeben hier den ersten Satz Deiner o.a. Antwort (21.09.2018):

ich habe eine große Stempelsammlung DDR ab 48 bis Ende. Viele Stempel kann ich über lange Zeiträume mit zig Abschlägen belegen.”

Die Stempel sind sicherlich nicht hier in unserer Philaseiten-Stempeldatenbank vorhanden.

Wie kommen wir zusammen? Ich hätte große Lust, den Mangel zu beseitigen, auch wenn mir klar ist, dass nicht jeder Stempel datenbank-tauglich sein wird, könnten wir viele vorhandene Lücken in der Datenbank füllen.

Über eine Antwort - ggf., meine Mail-Adresse steht in meinem Profil - würde ich mich sehr freuen.

Gruß Wolfgang
 
HWS-NRW Am: 26.11.2025 11:20:09 Gelesen: 19023# 167 @  
Hallo in die werte Runde.



ZKD-Ortsbrief vom Oktober 1964, aufgegeben in Berlin-Oberschöneweide, rückseitig der Ankunftsstempel von BERLIN N 58 (meines Wissens noch ein alter Reichspost-Stempel).

Ich hätte noch eine Frage an die werte Leserschaft. Angeblich soll es eine Vorgabe der Post (oder der Regierung) geben, dass die Durchgangsstempel möglichst nicht die gleichen sein sollten, mit denen die "normale" Post entwertet wird, deshalb kamen oft die alten, noch verwendbaren Orts-Tagesstempel der Reichspost zu "neuen" Ehren (siehe auch bei diesem Beleg von 1964).

mit Sammlergruß
Werner
 
drmoeller_neuss Am: 27.11.2025 15:19:33 Gelesen: 18853# 168 @  
@ HWS-NRW [#167]

Angeblich soll es eine Vorgabe der Post (oder der Regierung) geben, dass die Durchgangsstempel möglichst nicht die gleichen sein sollten, mit denen die "normale" Post entwertet wird, deshalb kamen oft die alten, noch verwendtbaren Orts-Tagesstempel der Reichspost zu "neuen" Ehren (siehe auch bei diesem Beleg von 1964).

So eine Verordnung ist mir auch bekannt. Allerdings wurde sich wegen Materialmangels, sprich Mangel an Stempelgeräten daran nicht gehalten.

Im Übrigen wurden die alten Orts-Tagesstempel der Reichspost in DDR bis in 1970-er Jahre noch verwendet, einige Stempelveteranen sogar mit 12-Stunden-Zeitangabe.

Bei dem gezeigten Stempel aus Berlin N58 ist der Stern aptiert worden, das geschah in den 30er Jahren. In der DDR wurden aber auch alte Reservestempel aus der Versenkung geholt, die haben noch die Sternchen wie im Auslieferungszustand.

In einige noch brauchbare Stempel wurde auch die Postleitzahl aptiert, diese Stempel waren zum Teil bis zum 30. Juni 1993, dem Umstellungstag auf die fünfstelligen Postleitzahlen, im Einsatz.
 
HWS-NRW Am: 27.11.2025 19:35:26 Gelesen: 18803# 169 @  
@ drmoeller_neuss [#168]

Hallo und Danke für den Hinweis zu einer Verordnung, die ich irgendwann auch mal gesehen habe.

Danke auch für die zusätzliche Info mit dem Sternchen und der später aptierten PLZ.

mit Sammlergruß
Werner
 
Totalo-Flauti Am: 22.03.2026 10:13:08 Gelesen: 11197# 170 @  
Liebe Sammlerfreunde,

eine Vertrauliche Dienstsache der Kaderabteilung (= Personalabteilung) des Leipziger Hauptbahnhof's An die Reichsbahndirektion Halle/Saale vom 05.10.1965.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
HWS-NRW Am: 16.05.2026 19:58:15 Gelesen: 7130# 171 @  
Hallo am Abend.



Heute ein Einlieferungsschein für eine Paketsendung (?), auf der Rückseite eine 10-Pfg-Dienstmarke, gestempelt am 12.10.1956.

Es scheint, dass dies ein Doppel der Einl.Bescheinigung zu sein, liege ich hier richtig mit meiner Annahme.

Mit Dank für eine Antwort
Werner
 
Landzusteller Am: 05.08.2026 18:17:57 Gelesen: 1199# 172 @  
ZKD und drum herum

Genau das richtige Thema für heiße Sommertage! Hier mal ein Beleg mit viel drum herum.

Wohl ein absolut "schräger" Beleg. Was haltet ihr davon ?

Grüße aus Berlin


 
MAXX Am: 06.08.2026 11:58:51 Gelesen: 1085# 173 @  
@ Landzusteller [#172]

Hallo,

warum sollte es ein "schräger" Beleg sein?

Die Abschnittsbevollmächtigten (ABV) der VP erhielten Blankoumschläge mit dem ZKD-Absenderstempel des zuständigen Volkspolizei-Kreisamtes, um zusätzliche Arbeit und Abrechnungen zu ersparen.

Es ist ein Beleg vom ABV der VP aus Azmannsdorf an das VPKA Erfurt.

Das zuständige Postamt am Sitz der VP bestätigte mit dem "Gebühr-Bezahlt"-Stempel die Entrichtung der Gebühren.

Nach meinem Kenntnisstand wurde dieses Verfahren nur im Bezirk Erfurt angewendet.

Gratulation, ein schöner Beleg.

Gruß an die Runde
Detlef
 
Landzusteller Am: 09.08.2026 16:24:24 Gelesen: 667# 174 @  
@ MAXX [#173]

Hallo Detlef,

danke für dein kurzes Statement.

Jetzt für alle eine etwas umfangreiche Erklärung zu diesem sehr interessanten ZKD Bedarfsbrief.

Ja - es handelt sich um einen sogenannten ABV Brief. Obwohl es keine Absendervermerke des ABV aus Azmannsdorf gibt. Auf den ersten Blick stimmt bei diesem Beleg überhaupt gar nichts!

Briefbeschreibung:

Vorliegend ein bedruckter Umschlag vom Volkspolizei Kreisamt Erfurt. Links oben ZKD Absenderkasten Stempel vom VP Kreisamt mit seltenen Bindestrichen vor und nach "ZKD". Mittig ein Stempel der Poststelle Azmannsdorf über Erfurt, mit handschriftlicher Ergänzung Kürzel, Datum 25.10.65, Uhrzeit 8.30. Rechts ein roter ovaler Gebühr bezahlt -Stempel vom Postamt Erfurt 1 ohne erkennbares Datum. Lediglich eine 1 im Bereich des Monats ist zu erkennen. Alle anderen Einstellungen sind blank. Auf diesem Stempel dann der Tagesstempel Erfurt 1 UB so mit Datum vom 25.10.65 15 Uhr. Der Empfänger ist gleich der Absender VP-Kreisamt Abteilung -PM- = Paß- und Meldewesen Erfurt. Die Umschlagrückseite ist vollkommen leer!



Was stimmt hier alles nicht?

Zum Oktober 1965 passt der ZKD Absenderkastenstempel sowie der Poststellenstempel überhaupt nicht! Zum ZKD Kastenstempel passt der Gebühr bezahlt Stempel überhaupt nicht! Bei der Absender- und Empfängerangabe fehlt etwas entscheidendes.

Der Abschnittsbevollmächtigte (ABV) war ein Mitarbeiter der Volkspolizei und der erste Ansprechpartner für jeden DDR Bürger im Bereich Ordnung und Sicherheit. Egal ob Dorf oder Stadt, der ABV sorgte in seinem Abschnitt für Ruhe und Ordnung. Im Volk auch Dorfsheriff genannt.

Im Bezirk Erfurt - und nach derzeitigem Forschungsstand nur in diesem Bezirk - entwickelte die Bezirkspolizeibehörde einen sicheren Kommunikationsweg von Schriftstücken. Die ABV's waren Einzelpersonen und deshalb nicht berechtigt am ZKD teilzunehmen. Aus dem Grund des besseren Geheimnisschutzes und einer sicheren Beförderung entwickelten die Genossen den "ABV Brief".

Die VP Kreisämter im Bezirk Erfurt fertigten für vermutlich jeden ABV im Kreis Freiumschläge zur Nutzung des ZKD an.

Anhand des vorgestellten Briefes lief das wie folgt:

Die ZKD Stelle im VPKA nahm bedruckte Umschläge, stempelte ihren ZKD Absenderkastenstempel, bezahlte die Sendung im Voraus bei der zuständigen ZKD Stelle beim Postamt Erfurt 1 per Verrechnung im ZKD Einlieferungsbuch. Die ZKD Stelle des PA1 stempelte auf die bereits bezahlten Umschläge den Gebühr bezahlt Stempel und übergab die Umschläge wieder dem VPKA Erfurt. Das VPKA wiederum versandte diese Umschläge an den ABV in Azmannsdorf.

Bei Sendungsbedarf nahm der ABV einen dieser Umschläge, Schriftstück rein und ab zur Poststelle. Die Aufgabe erfolgte als bereits bezahlte Sendung und wurde als ZKD Sendung behandelt.

So weit, so gut. Nachlesbar weitestgehend in der ersten Veröffentlichung zu diesem Thema in Rundbrief DDR-Philatelie des Philatelisten Club Berlin-Mitte mit der ARGE “DDR-Spezial”; Heft 83 1 /2020 .

Was bei Neumann/Paul allerdings komplett außer acht gelassen wird, ist die zeitliche Einordnung der vorhandenen Belege.

Der vorgestellte Beleg wird im Oktober 1965 verwendet, muss aber bereits vor dem 1.1.1965 angefertigt und bezahlt worden sein!

Ab dem 1.1.1965 gelten die neuen Postleitzahlen verbindlich in der DDR. Diese waren ebenso in den ZKD Absenderkastenstempel anzuwenden. Es ist absolut unrealistisch, dass gerade das VPKA Erfurt im Oktober 1965 noch nicht über einen neuen Absenderkastenstempel mit PLZ verfügt.

Der Umschlag enthält keinerlei Angaben zu der neuen Postleitzahl.

Auffällig ist auch noch der Stempel der Poststelle Azmannsdorf. Auch dieser alte Stempel wurde spätestens zum 1.1.1965 gegen den neuen nummerierten Poststellenstempel (mit Postleitzahl 5101) ausgetauscht. Im Kreis Erfurt fast einzigartig DDR-weit, wurden diese neuen Stempel NICHT als Annahmevermerk auf ZKD Sendungen abgeschlagen, obwohl diese Stempel bei den Poststellen vorlagen.

Also in jeglicher Hinsicht ein sehr spannender Beleg.

Gruß
Rainer

[Umschlag nochmals redaktionell dem höchst interessanten Beitrag hinzugefügt]
 
MAXX Am: 10.08.2026 21:01:41 Gelesen: 511# 175 @  
Hallo Rainer,

guter Beitrag. Grundsätzlich hast Du ja Recht.

Zum Landpoststempel kann ich natürlich nichts sagen. Da bist Du ja der Experte.

ZKD-Absenderstempel ohne PLZ sollten nur bis 01.04.1965 verwendet werden und danach sollten diese "allmählich" mit PLZ ersetzt werden.

Für mich ist es allerdings kein Beweis, daß der Absenderstempel vom VPKA Erfurt nicht richtig sein sollte, bis ein Bf. mit PLZ auftaucht.

Habe eine Kopie eines Absenderstempels ohne PLZ vom 1967 beigefügt, Druckvermerk 1967, alle Stempel 1967 was eine Verwendung des Erfurter Stempels nicht ausschließt.

Gruß Detlef


 
Landzusteller Am: 11.08.2026 08:55:09 Gelesen: 432# 176 @  
@ MAXX [#175]

Ja, den Beweis der Existenz des ZKD Absenderkastenstempels vom VPKA mit PLZ, mit Datum vor dem Oktober 65 bleibe ich erstmal schuldig. Da müssen die ZKD Experten in ihren Beständen nachforschen.

Dafür zeige ich noch zwei weitere ABV Briefe.

Der erste stammt aus Alach, mit dem Tagesstempel der Poststelle vom 30.10.65 als Annahmevermerk.



Auch hier der vorgefertigte Umschlag mit ZKD Absenderkasten ohne PLZ und lediglich handschriftlichem Zusatz der PLZ vor die Empfängeradresse.

Der zweite Brief stammt vom ABV aus Ringleben; Annahmevermerk Tagesstempel der Poststelle auch vom 30.10.65 !



Hier allerdings mit dem ZKD Absenderkastenstempel mit PLZ vom VPKA! Ebenfalls ein leicht veränderter Umschlag Druck und ein gut gefüllter Gebühr bezahlt Stempel, der aber dennoch keine klaren Angaben über das Stempeldatum macht.

Alles sehr kompliziert und weiterhin bleiben noch viele Fragen offen. Auch was die Aktenlage zu diesem Thema angeht, sind vermutlich noch keine Nachforschungen auf bezirklicher Ebene im Landesarchiv Thüringen angestellt worden.

Jedenfalls sind es Belege, die fünf philatelistische Gebiete auf einem Beleg bündeln.

Gruß Rainer
 
MAXX Am: 12.08.2026 09:31:32 Gelesen: 294# 177 @  
@ Landzusteller [#176]

Hallo Rainer,

schöne Belege. Nach Deinen Ausführungen und den Bildern ist es ja so, daß das VPKA Erfurt spätestens im Okt. 1965 Absenderstempel mit PLZ verwendete.

Nun könnte man spekulieren, daß bei den ABV's noch Umschläge mit Absenderstempeln ohne PLZ vorhanden und aufgebraucht wurden. Mir ist kein einziger Beleg ohne PLZ nach 1965 bekannt, der deswegen beanstandet wurde.

Was mir aber aufgefallen ist, daß die vorgedruckten Briefumschläge keinen Druckvermerk tragen!

Ja, auch Polizeidienststellen haben sich nicht immer an ihre eigenen Vorschriften gehalten, siehe Bilder.



Gruß Detlef
 

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