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Thema: DDR: Dienstpost, ZKD-Post und drum herum
Das Thema hat 95 Beiträge:
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Cantus Am: 20.12.2016 01:36:19 Gelesen: 47134# 71 @  
Von mir ein Brief der Kratzenfabrik Leisnig (Kratzen = Drahtbürsten) vom 22.7.1960, gelaufen über Döbeln nach Karl-Marx-Stadt. Der Brief wurde mit der ZKD-Marke Mi. 3 freigemacht, die ab Dezember 1959 in Gebrauch war.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 04.02.2017 17:17:01 Gelesen: 45947# 72 @  
Deutsche Versicherungs Anstalt Zwickau, ZKD-Brief vom 10.1.1957, gelaufen nach Halberstadt.



Viele Grüße
Ingo
 
JohannesM Am: 09.01.2018 20:14:50 Gelesen: 33146# 73 @  
Fast ein Jahr Friedhofsruhe in diesem Thema, daher ein AFS zur Erbauung.





Übrigens ist mir beim Einstellen der beiden Handstempel in die Datenbank aufgefallen, das auf den Postämtern wohl bestimmte Stempelgeräte für ZKD benutzt wurden, auf normalen Belegen findet man sie nicht, auch bei meinem Sammelgebiet Halberstadt ist dies so.

Beste Grüße
Eckhard
 
marcofilius Am: 21.09.2018 11:49:29 Gelesen: 19372# 74 @  
@ JohannesM [#73]

Hallo Eckhard,

nach weiteren Monaten der Friedhofsruhe möchte ich an deine Bemerkung anknüpfen und in die Runde der Spezialisten fragen, ob deine Vermutung zutrifft, "das(s) auf den Postämtern wohl bestimmte Stempelgeräte für ZKD benutzt wurden". Mir ist auch aufgefallen, dass etliche auf ZKD-Marken abgeschlagene Stempel nicht in der Stempeldatenbank zu finden sind. In meinem Bestand habe ich nur 11 vollständig lesbare Stempel (abgesehen von dem mit "ungültig"). Davon habe ich 6 nicht gefunden und einer ist wohl sehr alt. Zwei folgen als Beispiele.

BERLIN-/ PANKOW 2 ist in der Datenbank unter 006740 (1945) und 020857 (1947).



Nun noch ein harmloses Beispiel aus APOLDA (Unterscheidungsbuchstabe g merkwürdig eckig)



Mit der Bitte um fachliche Beratung.

Gruß
Heinrich
 
Detlev0405 Am: 21.09.2018 15:55:49 Gelesen: 19338# 75 @  
@ marcofilius [#74]

Hallo Heinrich,

ich kann Dir nur aus eigenem Erleben in Stalinstadt/Eisenhüttenstadt mitteilen, das es dort auf dem Hauptpostamt erst am Paketschalter, dann an einem separaten Schalter eine Abfertigung für ZKD Post gab. Meine Mutter war ZKD Beauftragte beim Bau- und Montage Kombinat Ost und ich war einige Male dabei, wenn sie die Post aufgab. Die Post wurde mit den Einträgen im Postbuch verglichen und jeder einzelne Brief erhielt einen Stempelabschlag im Postbuch.

Da der Schalter völlig separat war und nicht mit dem Publikumsverkehr in Verbindung kam, ist davon auszugehen, das das verwendete Stempelgerät ausschließlich an diesem Schalter verwendet wurde.

Gruß
Detlev
 
Carsten Burkhardt Am: 21.09.2018 18:35:00 Gelesen: 19315# 76 @  
Hallo Detlev,

ich habe eine große Stempelsammlung DDR ab 48 bis Ende. Viele Stempel kann ich über lange Zeiträume mit zig Abschlägen belegen.

Jedes Postamt hat dort eigene Verfahren benutzt, manche Stempel ruhten jahrelang in der Reserve und wurden zur ZKD-Zeit dafür verwendet. Und dann wieder am normalen Schalter.

Manche Ämter hatten separate Geräte für ZKD mit neuen Kennbuchstaben, häufig mit Doppelbuchstaben,, die es an diesen Orten nie gab.

Man hat einfach kein funktionstüchtiges Stempelgerät weggeworfen und alles verfügbare vor Ort benutzt, ohne Rücksicht auf die Form der Verwendung.

Auch wenn ZKD ein separater Dienst war, war es Post.

Viele Grüsse
Carsten
 
jmh67 Am: 21.09.2018 21:07:56 Gelesen: 19281# 77 @  
@ Carsten Burkhardt [#76]

Man hat einfach kein funktionstüchtiges Stempelgerät weggeworfen und alles verfügbare vor Ort benutzt, ohne Rücksicht auf die Form der Verwendung.

Jein. Natürlich wird nicht gern weggeworfen, was funktioniert, und was man hat, benutzt man auch. Völlig klar. Aber ich habe doch im Kleinstadtpostamt (zwei normale Schalter und ein Paketschalter, und natürlich die ganze Sortiererei "hinten") beobachten können, dass die Stempelgeräte über Jahre, sogar Jahrzehnte hinweg ziemlich fest zugeordnet waren. Das sah man an den Unterscheidungsbuchstaben. ZKD hatten sie in dem kleinen Nest aber wohl nicht, oder wenn, dann lief das dermaßen abgesondert, dass man davon als gewöhnlicher Sterblicher aber absolut nichts mitbekam. Anders in einer Mittelstadt, wo es aus der Eingangshalle des Hauptpostamts links zum ZKD und rechts zur "normalen" Post ging, da sah man das im Vorbeigehen.

-jmh
 
Carsten Burkhardt Am: 22.09.2018 10:47:36 Gelesen: 19162# 78 @  
Hallo,

ein Beispiel:

DRESDEN A17 / a

war seit 1950 im Gebrauch, Nachweise auf Dauermarken Köpfe, Pieck, Fünfjahrplan etc.





Zwischendurch mal auf ZKD-Briefen und dann wieder jahrelang auf normaler Post, zwischen 5/62 und 4/63 Austausch durch eine neue Type und damit weiter bis zur Ablösung durch Stempel mit Postleitzahl, 1968 Nachweis wieder als ZKD-Stempel.

DRESDEN 8017 / a

Viele Grüße
Carsten
 
Totalo-Flauti Am: 18.11.2018 09:58:44 Gelesen: 16247# 79 @  
Liebe Sammlerfreunde,

mir fiel folgender Brief vom 7.7.1966 aus Leipzig nach Dresden in die Hände. Es sind gleich 3 "Besonderheiten" auf dem Brief vereint.

Als erstes wurde die ZKD-Sendung mit der Zusatzleistung "Mit Zustellungsurkunde" (Mi.Nr. 2) verschickt. Diese Zusatzleistung kostete 65 Pfennige und wurde mit dem Kauf der der "ZU"-Marke entrichtet. Die Zusatzleistung Zustellungsurkunde war im gesamten Zeitraum der Wirksamkeit des ZKD möglich. Vor dem 1. September 1960 kosteten die Gebühren für die Zustellungsurkunde entsprechend dem normalen Gebühren wie für das allgemeine Postpublikum. ZKD-Sendungen mit Zustellungsurkunde mussten seit 1960 einzeln in die ZKD-Einlieferungsbücher (mit Angabe des Empfängers) und ZKD-Eingangsbücher dokumentiert werden. Einfache ZKD-Sendungen wurden nur mengenmäßig erfasst.

Als zweites durchlief der Brief natürlich die ZKD-Kontrolle. Bereits in der Anordnung über die Errichtung des ZKD vom 26.09.1955 heißt es "Die Kontrollorgane des Zentralen Kurierdienstes des Ministeriums des Innern haben ständig Kontrollen über die Beförderung der Post und Einhaltung dieser Anordnung durchzuführen. Dabei wurde festgestellt, das der Empfänger in Dresden (wahrscheinlich ein privates Unternehmen) kein Teilnehmer am ZKD-Dienst war. Der Brief erhielt einen seit 1965 eingeführten Aufkleber. Die Sendungen wurden, wie hier, in der Regel dann als gewöhnliche Post ausgeliefert.

Als drittes ist auf dem Brief die "3" nicht zu übersehen. Diese Zahl wurde für den Empfänger als Hinweis auf die 3. Industriepreisreform in der DDR angebracht. In der DDR wurden seit 1964 Veränderungen an Preisen und des Preissystems in der Wirtschaft vorgenommen. Diese Reform erfolgte in drei Etappen (01.01.1964, 01.01.1965 und 01.01.1967). Die Stempelung mit der 3 weist insbesondere auf die 3. Etappe hin.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.



Hinweis "Die Absenderfreistempel des Zentralen Kurierdienstes der DDR", Jörg Laborenz, 2005, ISSN 1617-4348, ISBN 3-8334-1820-6
 
Totalo-Flauti Am: 25.11.2018 18:15:32 Gelesen: 15895# 80 @  
Liebe Sammlerfreunde,

die Deutsche Versicherungs-Anstalt aus Leipzig weißt ihrem Verischerungsnehmer darauf hin, dass man sich selbst um Handwerker kümmern müsse. Wahrscheinlich hat der Versicherte im Angesicht des Mangels an Handwerker sich in seiner Not an die Versicherung gewandt.

Die Versicherung verwendete hier am 3. Tag der Verpflichtung ihre Post mit Dienstmarken zu frankieren eine Mi. 4x (Wenn ich es richtig sehe?) für die notwendigen 10 Pfennige einer Postkarte.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Fips002 Am: 07.09.2019 19:48:28 Gelesen: 8638# 81 @  
ZKD-Brief vom VEB MÖVE-WERK, VVB IFA, Mühlhausen 5.1.1965 nach Immelborn.



"Möve" war eine deutsche Fahrradmarke. Von 1897 bis 1947 war es die Firma Walter & Co. Von 1948. 1961 war es das Nachfolgeunternehmen VEB Möve Werke in Mühlhausen/Thür. In geringer Stückzahl wurden Sport- und Hallensporträder hergestellt, aber überwiegend Tourenräder. 1961 erfolgte die Zusammenlegung mit dem Fahrradwerk Mifa Sangerhausen. Ab 1972 wurden Fahrradsattelgestelle hergestellt.

Dieter

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv Fahrrad"]
 
epem7081 Am: 05.11.2019 16:59:46 Gelesen: 7184# 82 @  
Hallo Gerichtskundige,

hier frisch erworben ein DDR-Gerichtsbrief, der mit einer Dienstmarke für Sendungen mit Zustellurkunde ausgestattet wurde.







Die Dienstmarke wurde am 30.9.1966 mit einem leider undeutlichen Tagesstempel BERLIN um 12 Uhr abgestempelt. Vorher kam wohl der Stempel BERLIN 4 / 104 / ak um 9 Uhr zum Einsatz. Der gleiche Stempel zierte dann noch die Rückseite, allerdings mit der Uhrzeitangabe 20 Uhr.

An weiteren Stempeln mangelt es nicht. Neben dem Eingangsstempel des VE Kombinat Tiefbau Berlin sind von Belang: der Absenderstempel des Stadtbezirksgericht Prenzlauer Berg und der ZKD-Stempel des Stadtgericht von Groß-Berlin



Ob so ein Brief beim Empfänger Freude auslösen konnte? Wahrscheinlich nur beim Sammler, bei dem dieser Beleg letztlich landete.

Es freut sich jetzt darüber
Edwin

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Belege von und an deutsche Gerichte"]
 
Totalo-Flauti Am: 19.03.2020 13:21:06 Gelesen: 3883# 83 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ein offener ZKD-Beleg hat das Interesse des Ministeriums des Innern geweckt. Die HO-Industriewaren hat den Brief vom 14.08.1961 nach Rathenow nicht verschlossen. Noch am 15. wurde der Brief kontrolliert. Leider hat sich die Rathenower Post bei der Ankunft nicht wie das Bahnpostamt 1 in Berlin für die Weiterleitung auf dem Brief verewigt.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.



[Die Redaktion: HO = Handelsorganisation]
 
Totalo-Flauti Am: 21.03.2020 20:12:39 Gelesen: 3835# 84 @  
Liebe Sammlerfreunde,

die ZKD-Kontrolle wurde zumindestens in Leipzig nicht zentral durchgeführt. Es wurde wohl auf jedem Postamt die entsprechenden Kontrollen durchgeführt (wahrscheinlich für die Sendungen, die in Leipzig verblieben). Leider kann ich bisher erst zwei Postämter belegen. Einmal hat das Hauptpostamt 1 und zum anderen das Postamt 7027 festgestellt, das der Adressat kein ZKD-Teilnehmer war und die Sendung als gewöhnliche Postsendung zu behandeln ist. Für den 2. Beleg habe ich leider kein Scan der Rückseite.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
fogerty Am: 02.04.2020 16:56:35 Gelesen: 3440# 85 @  
ZKD-Brief aus dem Jahre 1959. Von der Volkskammer in Berlin an den Rat der Stadt Aue.



Grüße
Ivo
 
Totalo-Flauti Am: 30.05.2020 13:44:43 Gelesen: 2006# 86 @  
Liebe Sammlerfreunde,

auch die Post war Teilnehmer am ZKD, wie die beiden Belege aus Leipzig zeigen.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.



 
Fips002 Am: 07.07.2020 19:44:35 Gelesen: 1210# 87 @  
Dienstbrief von der Deutschen Handelszentrale Chemie Leipzig vom 25.02.1960.

Brief mit blauen Absenderfreistempel für gewöhnliche Briefsendungen.

Absenderfreistempel in blauer Stempelfarbe waren vom 15.8.1954 bis 15.5.1960 für Sendungen von staatlichen Organen und Institutionen, Betrieben und Verwaltungen der volkseigenen Wirtschaft zugelassen

Nachverwendungen sind bis 1961 bekannt.



Dieter
 
Fips002 Am: 09.07.2020 16:59:47 Gelesen: 1014# 88 @  
ZKD Brief vom VEB Oberlausitzer Textilbetriebe Neugersdorf an die Arbeitsschutzinspektion Neugersdorf 18.9.1978. Der Brief zeigt zwei ZKD-Stempel. Die ZKD-Post konnte mit ZKD-Absenderstempel frankiert werden.

Es ist zu diesen Absenderstempel keine Verfügung über das genaue Einführungsdatum bekannt. Der zweite NfD-Rahmenstempel (Nur für den Dienstgebrauch) wurde ab März 1971 bis Februar 1988 verwendet.



Dieter
 
Ameise Am: 01.08.2020 20:56:56 Gelesen: 391# 89 @  
Hallo, hier mal ein ZKD-Beleg von Berlin nach Großenhain:



Viele Grüße
Enrico
 
Ameise Am: 01.08.2020 20:58:58 Gelesen: 390# 90 @  
Hallo, jetzt einer von Meissen nach Grossenhain:



Viele Grüße
Enrico
 
Ameise Am: 01.08.2020 21:00:53 Gelesen: 389# 91 @  
Hallo, und jetzt einer von Dresden nach Großenhain:



Viele Grüße

Enrico
 
Ameise Am: 01.08.2020 21:21:05 Gelesen: 384# 92 @  
Hallo, jetzt ein ZKD-Beleg von Cottbus nach Kraußnitz:



Obwohl der Stempel "Aushändigung als gewöhnliche Postsendung / ZKD-Kontrolle 828" aufgestempelt ist, sollte der Brief lt. rückseitigen Stempel doch vernichtet werden.

Viele Grüße
Enrico
 
Ameise Am: 01.08.2020 21:24:56 Gelesen: 382# 93 @  
Hallo,

hier drei Belege innerhalb Grossenhains:





Viele Grüße
Enrico
 
Ameise Am: 01.08.2020 21:27:41 Gelesen: 380# 94 @  
Hallo,

jetzt erst einmal der letzte Beleg, diesmal von Grossenhain nach Thiendorf:



Allen noch ein schönes Wochenende
Enrico
 
Fips002 Am: 03.08.2020 17:32:10 Gelesen: 253# 95 @  
Ich zeige drei Briefe mit ZKD-Absenderstempeln

Ab 01.9.1960 wurden von allen ZKD Teilnehmern, sofern sie keine Absenderfreistempel verwendeten, ZKD-Absenderstempel in Kastenform benutzt. Der ZKD-Absenderstempel war links oben anzubringen.

Mit der Einführung der Postleitzahlen waren neue ZKD-Absenderstempel anzufertigen. Die Abmessung betrug nun einheitlich 40 x 60 mm. Bis zum August 1964 war nur die Ortsangabe unterstrichen, wurde oft nicht eingehalten. Danach war die Postleitzahl und die Ortsangabe unterstrichen.

Die Ortsbezeichnungen im ZKD-Absenderstempel wurden uneinheitlich mit großen und kleinen oder nur mit großen Buchstaben gefertigt.



Dieter
 

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