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Thema: (?) (41-42) Deutsches Reich Stempel bestimmen
Das Thema hat 57 Beiträge:
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volkimal Am: 12.06.2020 23:42:54 Gelesen: 1451# 33 @  
@ dr31157 [#32]

Hallo Detlef,

in der Philastempel-Datenbank sind in der Zeit von

1950 bis 1959 noch 96 Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten
1960 bis 1969 noch 10 Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten

verzeichnet. Die späteste Verwendung ist von 1967.

Viele Grüße
Volkmar
 
Lars Boettger Am: 12.06.2020 23:55:36 Gelesen: 1444# 34 @  
@ dr31157 [#32]

Hallo Detlef,

das was volkimal in [#33] schreibt, kann ich nur bestätigen. Der Stempel LUXEMBOURG-VILLE I wurde vor dem 2. Weltkrieg bis 1910 gebraucht. Danach verschwand er in einer Schublade. Aber 1945 kommt er noch einmal zum Einsatz. Ab April 1947 war dann mit den Vorkriegsstempeln in Luxemburg endgültig schluss. Ich meine, dass in der Nachkriegszeit auch altdeutsche Stempel wieder zum Einsatz kamen.

Beste Grüße!

Lars


 
dr31157 Am: 13.06.2020 10:07:14 Gelesen: 1417# 35 @  
@ Lars Boettger [#34]
@ volkimal [#33]

Hallo zusammen,

das Geschehen nach 1945 gehört nicht mehr zu meinem Sammelgebiet.

Zur Zeit der Königreiche wurde die Verteilung und die Verwendung der Poststempel von der Postdirektion zentral geregelt. Die Stempelhoheit lag bei den Postdirektionen und nicht bei den Postämter und Postanstalten. Ich nehme an, dass das Verfahren bei der Deutschen Reichspost nicht anders war.

Ich habe leider keine Dienstanweisungen gefunden, die den Gebrauch der Tagesstempel bei der Reichspost steuerten. Mich interessiert es, als Württemberg und Bayern komplett in die Reichspost integriert waren, ob es da zum Gebrauch der nun nachverwendeten Tagesstempel und zur Beschaffung von neuen Tagesstempel gab.

Viele Grüße
Detlef
 
Lars Boettger Am: 13.06.2020 13:30:30 Gelesen: 1396# 36 @  
@ dr31157 [#35]

Zur Zeit der Königreiche wurde die Verteilung und die Verwendung der Poststempel von der Postdirektion zentral geregelt. Die Stempelhoheit lag bei den Postdirektionen und nicht bei den Postämter und Postanstalten. Ich nehme an, dass das Verfahren bei der Deutschen Reichspost nicht anders war.

Hallo Detlef,

es geschah höchst selten, dass die Postadministration zentral neue Stempel eingeführt hat. Selbst wenn das einmal der Fall war (ich nehme jetzt als Beispiel den Oktober 1940 in Luxemburg), war das kein Prozess, der von jetzt auf gleich funktionierte. Auch wenn die Stempel am 1. Oktober 1940 bei allen Postämtern vorliegen sollten, sind teilweise die alten luxemburgischen Stempel noch bis Februar 1941 weiterverwendet worden. Ich gehe davon aus, dass die Stempel einfach noch nicht vorlagen. Also ja, solche Anweisungen gab es, aber die Umsetzung in der Praxis war eine andere Sache.

Außerdem sollte man eines nicht vergessen - warum etwas ersetzen, was nicht kaputt war? Viele Stempel wurden während mehreren Postadministrationen genutzt, weil sie einfach noch funktionierten. Und ja, in der Zwischenzeit wurden mehrere neue Stempeltypen geschaffen, aber die wurden in der Regel bei kleineren Postämtern nur dann angeschafft, wenn der alte Stempel kaputt war. Oder der Name sich geändert hat. Aber selbst das war kein zwingender Grund für einen Postbeamten, einen neuen Stempel anzufordern. Ich habe mal ein Beispiel für die Nutzung von deutschen Stempeln (hier: NIEDERBRONN) in Elsass-Lothringen angefügt. Die Franzosen hatten wahrscheinlich keine große Lust, mit den alten deutschen Stemplen zu arbeiten. Trotzdem führte die Materialnot dazu, dass die Postämter damit eine Zeit lang weitermachten.

Beste Grüße!

Lars


 
filunski Am: 13.06.2020 14:52:12 Gelesen: 1379# 37 @  
@ dr31157 [#35]

Hallo Detlef,

in Ergänzung zu dem Kommentar von Lars [#36], zur Einführung neuer, Ablösung alter Stempel.

In der deutschen Postgeschichte kam es nur zweimal vor, dass fast auf einen Schlag alle alten gegen neue Stempelgeräte ausgetauscht/umgerüstet wurden. Das war 1962/63 als mit Einführung der 4-stelligen PLZ in der BRD auch ein neuer Normstempel (Kreisstempel mit Sehnensegment oben) eingeführt wurde. Aber obwohl hier fast alle (bis auf wenige Ausnahmen) Stempel ausgetauscht wurden, geschah dies nicht an einem Tag, sondern zog sich bis alle ausgetauscht waren über einen längeren Zeitraum hin. Man muss sich nur mal den gigantischen logistischen Aufwand vorstellen den solch ein Unternehmen erfordert. Bis dahin waren noch fast alle Stempeltypen seit der Kaiserzeit und auch der verschiedenen Postverwaltungen (Württemberg, Bayern etc.) zu finden. Gerade nach dem Krieg war Geld und Material knapp und da kam sogar so mancher Stempel der Jahrzehnte irgendwo "geschlafen" hatte, wieder zum Einsatz.

Auch die typischen bayerischen Braungardt-Stempel (Zweikreisstempel) waren telweise noch bis nach 1945 im Einsatz.

Das zweite Mal, der Austausch klappte diesmal tatsächlich fast überall zum Stichtag dem 1.7.1993, war die Umstellung von 4 auf 5-stellige PLZ. Dies war tatsächlich eine bewundernswerte logistische Meisterleistung der Post.

Viele Grüße,
Peter
 
dr31157 Am: 13.06.2020 16:58:13 Gelesen: 1353# 38 @  
@ filunski [#37]
@ Lars Boettger [#36]

Hallo zusammen,

vielen Dank für die Mühe und Erklärungen.

Viele Grüße
Detlef
 
guy69 Am: 13.06.2020 17:53:36 Gelesen: 1341# 39 @  
@ dr31157 [#32]

Hallo zusammen,

mir fällt gerade der Umschlag auf. Hans Hertrich. In meiner Heimatsammlung gibt es auch einige Stücke aus jener Zeit. Kennt da jemand die Hintergründe?

Viele Grüße
Harald
 
dr31157 Am: 13.06.2020 18:23:55 Gelesen: 1333# 40 @  
@ guy69 [#39]

Hallo Harald,

ich den Brief bei mir unter "portogerechtem Einschreibebrief mit schöner Frankatur vom einem Sammler" eingeordnet. Diese Art von Briefen von und an die Likörfabrik gibt es massig in portogerechten und überfranktierten Versionen. Halt nur schön anzusehen, oft auch nicht echt gelaufen.

Viele Grüße
Detlef
 
dietbeck Am: 25.06.2020 12:12:29 Gelesen: 1260# 41 @  
Hallo zusammen,

vielleicht kann hier jemand helfen. Angeblich ist der Werbestempel zurückgezogen worden. Es geht um den Kongress der anthroposophischen Bewegung ins Stuttgart 1921. Soweit ich recherchieren konnte hat der Kongress wohl stattgefunden, eine Absage kann also eigentlich nicht der Grund sein.

Danke für Informationen
Dieter


 
dr31157 Am: 27.07.2020 17:43:12 Gelesen: 960# 42 @  
Hallo zusammen,

ich habe hier einen Brief von der Marburger Hütte vom 21.07.1943. Den Aufgabestempel kann ich nicht lesen und finden.





Wer kann mir bitte weiterhelfen?

Gruß Detlef
 
DERMZ Am: 27.07.2020 18:22:47 Gelesen: 949# 43 @  
Hallo Detlef,

der Stempel stammt aus Marburg an der Drau, heute Maribor in Slowenien.

Stempeltext: MARBURG (DRAU) - KÖTSCH / b

Kötsch nennt sich heute : Spodnje Hoče (Unterkötsch) bzw. Zgornje Hoče (Oberkötsch) und ist ein Gemeindeteil von Hoče-Slivnica

Viele Grüße Olaf

https://de.wikipedia.org/wiki/Ho%C4%8De-Slivnica
 
volkimal Am: 27.07.2020 18:25:49 Gelesen: 948# 44 @  
@ dr31157 [#42]

Hallo Detlef,
hier noch ein Stempel mit nachträglich vorgesetzter Postleigebietszahl von Delcampe:



Bei deinem Stempel dürfte die PLZ noch nicht vorhanden sein.

Viele Grüße
Volkmar
 
dr31157 Am: 27.07.2020 19:09:10 Gelesen: 941# 45 @  
@ DERMZ [#43]

Hallo Olaf,

nochmals vielen Dank für die Ausarbeitung und Hilfe.

Gruß Detlef
 
dr31157 Am: 27.07.2020 19:15:31 Gelesen: 939# 46 @  
@ volkimal [#44]

Hallo Volkmar,

vielen Dank für das Zeigen den Nachfolge-Stempel.

Gruß Detlef

PS.: Unter dem Themaa Sütterlin.... habe ich eine Paketkarte eingestellt, wo ich die Absenderangabe (Feldpostadresse) nicht lesen kann. Kannst Du das evtl. entziffern?
 
volkimal Am: 15.08.2020 15:05:21 Gelesen: 695# 47 @  
Hallo zusammen,

wenn man nur den Brief vom 13.08.1920 hätte, könnte man fragen, welchen Unterscheidungsbuchstaben der Stempel aus Bad Muskau hat.



Get man die Zeit zurück, so wird der Unterscheidungsbuchstabe immer klarer. Es handelt sich eindeutig um ein "a".



Ein schönes Beispiel zur Abnutzung eines Stempels.

Viele Grüße
Volkmar
 
Pete Am: 30.08.2020 22:29:53 Gelesen: 508# 48 @  
Nachfolgend eine Postkarte, frankiert mit einem Exemplar der Mi-Nr. 101 des Deutschen Reiches:





Lässt sich irgendwie der Stempelort (Negativstempel) bestimmen?

Danke.

Gruß
Pete
 
volkimal Am: 30.08.2020 23:06:47 Gelesen: 494# 49 @  
@ Pete [#48]

Hallo Pete,

die Karte wurde in Bertingen geschrieben. Ganz in der Nähe liegt Mahlwinkel. Ich vermute, dass das Siegel aus dem Ort kommt. Ich sehe am Anfang die Buchstaben "MA" außerdem ist das "W" zu erkennen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Pete Am: 31.08.2020 11:25:55 Gelesen: 458# 50 @  
@ volkimal [#49]

Danke für die Info. :-) Damit lässt sich die allgemein nicht sonderlich häufige Entwertung einem Ort zuordnen.

Gruß
Pete
 
Quincy Am: 14.09.2020 17:58:01 Gelesen: 295# 51 @  
Deutsches Reich ist nicht mein Sammelgebiet. Aber trotzdem haben sich daraus einige Stempel bei mir angesammelt. Bevor ich jedoch hier Stempel zeige, die nicht aus der Werkstatt Klaucke stammen, vorab die Frage: Bis wann waren diese Stempel in Gebrauch?

Hier ein Stempel aus Jungholz (ein Ortsteil in Unterodenthal in der Gemeinde Odenthal im Rheinisch-Bergischen Kreis) vom 31. Juni 1911, 8 Uhr vormittags. Ist das ein Klaucke-Stempel?

Gruß
Hans-Jürgen


 
GSFreak Am: 15.09.2020 09:43:42 Gelesen: 233# 52 @  
@ Quincy [#51]

Hallo Hans-Jürgen,

das ist kein Klaucke-Stempel. Bei den Klaucke-Kreisstempeln ist die Uhrzeitangabe auf einer Geraden und nicht bogenförmig angeordnet (siehe [#1]).

Beste Grüße
Ulrich

[Beiträge [#51] und [#52] redaktionell verschoben aus dem Thema "Stempel aus der Werkstatt des Julius Klaucke"]
 
dr31157 Am: 21.09.2020 21:49:51 Gelesen: 154# 53 @  
Hallo Heimatsammler,

ich habe hier eine Postkarte deren Aufgabestempel K1 Meine ich in den Datenbanken nicht finden kann. Beim Stempelabschlag fehlt die Jahreszahl. Ist das nur ein schlechter Abschlag oder gab es diesen Stempel tatsächlich so ohne Jahreszahl?



Kann mir bitte jemand weiterhelfen?

Gruß Detlef
 
volkimal Am: 21.09.2020 22:03:42 Gelesen: 142# 54 @  
@ dr31157 [#53]

Hallo Detlef,

das Datum bestand aus Steckziffern. Wenn die Jahreszahl nicht eingesteckt wurde fehlt sie natürlich beim Abschlag. So etwas sollte nicht passieren, kommt aber sehr selten vor.

Viele Grüße
Volkmar
 
dr31157 Am: 21.09.2020 22:16:06 Gelesen: 136# 55 @  
@ volkimal [#54]

Hallo Volkmar,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Gab es nicht auch Ortsstempel ohne JZ? Ich konnte im Web diesen Stempel nicht finden.

Deine Mail habe ich soeben gelesen und beantwortet. Vielleicht kannst Du mir auch hier weiterhelfen.

Gruß Detlef
 
Lars Boettger Am: 22.09.2020 08:02:40 Gelesen: 117# 56 @  
@ dr31157 [#55]

Hallo Detlef,

nicht mehr im Deutschen Reich oder Norddeutschen Postbezirk. In den altdeutschen Gebieten - ja, da kann das bei kleinen Postämtern vorkommen.

Was man nicht ausschliessen kann, ist die manuelle Ergänzung des Datums bei nicht oder schlecht abgeschlagenen Stempeln.

Beste Grüße!

Lars
 
dr31157 Am: 22.09.2020 08:54:46 Gelesen: 110# 57 @  
@ Lars Boettger [#56]

Hallo Lars,

vielen Dank für die Info.

Gruß Detlef
 

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