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Thema: Datamatrixcode auf alle Briefmarken ab 2021 - Digitalisierungsoffensive
Das Thema hat 208 Beiträge:
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Journalist Am: 11.03.2021 10:18:18 Gelesen: 2716# 184 @  
@ Matthias91 [#183]

Hallo Matthias und an alle,

bisher ist das das Markenset "Digitaler Wandel" (Berlin und Holland)
sowie das Markenset "50 Jahre Maus" (Berlin und Bagel)

Viele Grüße Jürgen
 
piems Am: 11.03.2021 10:35:53 Gelesen: 2712# 185 @  
@ Journalist [#184]

Hallo Jürgen,

soeben traf meine Abolieferung mit den Ausgaben des 1. Quartals ein. Ich beziehe jeweils ein Exemplar jedes Markensets und zusätzlich auch die nur für die Abonnennten hergestellten Sonderauflagen der Selbstklebemarken mit unbedrucktem Rückseite.
Gemäß Post-App wurden mir die Ausgaben folgender Druckereien geliefert:
Digitaler Wandel:
- Markenset: Enschedé
- Einzelmarken: Bundesdruckerei

50 Jahre Sendung mit der Maus:
- Markenset: Bagel
- Einzelmarken: Bundesdruckerei

Die Sonderauflagen mit neutraler (unbedruckter) Rückseite werden vermutlich generell bei der Bundesdruckerei gefertigt.

Viele Grüße
Clemens
 
Vernian Am: 11.03.2021 11:15:00 Gelesen: 2699# 186 @  
@ Journalist [#181]

ja die Postapp zeigt die jeweilige Druckerei an. Daher stellt sich hier natürlich nun die interessante Frage, ist dies ein ausreichendes Kriterium für Michel, die als Unternummer im Katalog zu erfassen ? - oder müssen hier weitere Unterschiede vorliegen und wenn ja welche z.B. anderes Druckraster und oder ... ?

Also für mich stellt sich ja die Frage der Kriterien der Katalogerfassung hier ganz deutlich. Man muss hier ja langfristiger denken: Wie lange (wie viele Jahre) werden derartige Informationen auslesbar sein? Und wie unterscheidet ein Sammler, der die entsprechenden Hilfsmittel nicht zur Verfügung hat, derartige Unterscheidungen, die nur mittels entsprechender Auslesung des DMC möglich sind? Ich denke unterschiedliche Erfassungen in den Katalogen (und Bewertungen) kann man nur machen, wenn die Unterscheidungen mit normalen und einfachen Hilfsmitteln wie Auge, Lupe und ggf. auch noch Mikroskop, UV-Lampe ... auch in 100 Jahren noch erkennbar sind. Ob die elektronischen Informationen der DMC noch in 10, 15, 25 Jahren mit verfügbarer Technik abgerufen werden können ist hingegen angesichts der Schnelligkeit der digitalen Entwicklungen fraglich. Zwar sind neuere Programme oftmals in der Lage auch ältere Informationen zu lesen und zu verarbeiten, aber gilt das auch für die von der Post verwendete- DMC Technik? Wenn jetzt diese Information der Druckerei schon nur mittels der Post-App und nicht mittels anderer DMC-Apps verfügbar ist, dann sehe ich da schwarz.

Ich denke eine Briefmarke ist in erster Linie eine "Hardcopy-Produkt" und zu erfassende Unterschiede müssen auch noch problemlos in 100 Jahren erkennbar sein. Ob dies mit digital auf einer Marke abgelegten Informationen der Fall sein wird ist aber m.E. mehr als zu bezweifeln! So wie viele Programme aus der DOS-Zeit bereits auf WIN95-Rechnern nicht mehr nutzbar waren (weil ihre Ausführungsgeschwindigkeit nicht von der Geschwindigkeit der Prozessoren abgekoppelt war und Rechner mit WIN95 bereits nur noch auf deutlich leistungsfähigere Prozessoren angewiesen waren als vorherige Geräte, weshalb ältere Programme so schnell leifen das sie in Sekundenbuchteilen beendet waren...) dürfte es als sehr fragwürdig sein wie lange diese Informationen irgendwie "für jedermann" auslesbar bleiben. Und das man als Sammler sich extra 20 oder 30 jährig veraltete Smartphones oder PC's bevorratet um derartige Unterscheidungen auszulesen ist ja wohl utopisch - ganz abgesehen davon das diese Apps Internetgebunden sind und nach entsprechender Zeit wahrscheinlich auch keine Verbindung mehr bekommen weil die dahinter stehenden Datenbanken nicht mehr existieren.

Anders gesagt: Eine Erfassung von Unterschieden der DMC-Informationen bei Briefmarken ist zwar sicherlich interessant, kann aber kein katalog- und bewertungswürdiges Unterscheidungskriterium sein.

Meint

Vernian
 
Matthias91 Am: 11.03.2021 11:23:19 Gelesen: 2694# 187 @  
Hallo Vernian,

da stimme ich dir vollkommen zu.

Bei der Marke Digitaler Wandel sind die Unterschiede aber sehr deutlich auch so zu erkennen. Ich denke, diese wird auch im Katalog unterschieden.

LG

Zur Frage von Auflagenunterschieden von Neuheiten ausserhalb des Datamatrixcoder siehe

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=15560&CP=0&F=1

 
Vernian Am: 11.03.2021 15:57:05 Gelesen: 2636# 188 @  
@ Matthias91 [#187]

Dem kann man nicht wiedersprechen, und so hatte ich es ja auch ausgedrückt. Mit normalen Mitteln erkennbare Unterschiede, besser noch: rein optisch erkennbare Unterschiede - sind mit Sicherheit katalogwürdig, mindestens in einem Spezialkatalog.

Best

V.
 
DL8AAM Am: 11.03.2021 16:17:13 Gelesen: 2632# 189 @  
@ Vernian [#186]

Ich sehe das ähnlich, außer

Eine Erfassung von Unterschieden der DMC-Informationen bei Briefmarken ist zwar sicherlich interessant, kann aber kein katalog- und bewertungswürdiges Unterscheidungskriterium sein.

"wir" finden die optische "Pixel-Cluster" Position im Post-DMC, falls es überhaupt eine feste Position für diesen Dateninhalt geben sollte.

Beste Grüße
Thomas
 
Ben 11 Am: 11.03.2021 18:45:21 Gelesen: 2601# 190 @  
@ Journalist [#184]

Guten Abend Zusammen,

sowie das Markenset "50 Jahre Maus" ( Berlin und Bagel)

Das ist recht interessant und dazu habe ich eine Bitte. Bei uns gibt es "nur" die Folienblätter von Bagel Security.

Kann mir jemand von Euch ein Folienblatt der Bundesdruckerei leihweise oder im Tausch gegen Bagel für drucktechnische Untersuchungen zur Verfügung stellen? Ich würde mich sehr freuen.

Und eine ergänzende Frage:

Scannt man die Marken "Deep Blue 110", "Überseequartier Hamburg 95" und "Westend Frankfurt 270" mit der DHL-App, wird jeweils auch eine selbstklebende, recht hohe Auflagenzahl angezeigt. Hat jemand von Euch diese Folienblätter / Markensets schon mal gesehen?

Viele Grüße, Ben.
 
Richard Am: 14.03.2021 15:35:38 Gelesen: 2473# 191 @  
@ uli [#173]

Sollte Richard (trotzdem) meinen, dass man das in einen eigenen Thread auslagern sollte, werde ich auch damit gut leben können.

Hallo Uli,

eine Auslagerung halte ich nicht für sinnvoll und notwendig.

Schöne Grüsse, Richard
 
Ben 11 Am: 14.03.2021 18:23:47 Gelesen: 2433# 192 @  
@ uli [#178]

Guten Abend Zusammen,

ein kleiner Fortschritt in der Analyse des Matrix-Codes.

Die Information zur Druckerei finden wir im Byte Nr.18. Die Bundesdruckerei Berlin hat dabei den Wert "1".

Der Nennwert der von mir gezeigten "Maus"-Marke beträgt 80 €-Cent. Diesen Wert finden wir in Byte Nr.44 dezimal codiert mit dem Wert "6".

Entschlüsselt sind im DMC bisher:

- Byte 1&2: Base 256- Codierung
- Byte 3-5: die DEA- Kennung.
- Byte 6: die Art der Frankierung und
- Byte 7-11: die laufende Nummer
- Byte 18: Druckerei
- Byte 44: Nennwert

Viele Grüße
Ben.
 
Journalist Am: 16.03.2021 15:03:37 Gelesen: 2348# 193 @  
@ piems [#185]

Hallo Clemens und an alle,

danke für die ergänzenden Infos - ich habe nun über ebay eine selbstklebende Einzelmarke ohne rückseitigen Druck gekauft - diese stammen ja von der Bundesdruckerei aus Berlin.

Ein erster grober Vergleich der selbstklebenden Marken von Bagel und der Bundesdruckerei liefert nicht nur beim Matrixdruck Unterschiede.

Auch bei der Rasterung gibt es kleine Unterschiede.

Wenn man die lila Punkte auf der Marke bei Bagel betrachtet so haben diese ein deutliches Raster, bei der Marke von der Bundesdruckerei ist dies aber eher nur zu erahnen.

Noch deutlicher aber ist der Unterschied bei der Zunge der Ente.

Bei Bagel hat diese ein deutliches Raster, während bei der Marke der Bundesdruckerei kein Raster erkennbar ist.

Wer kann dies bestätigen ?


Nach bisherigen Infos sollen von der selbstklebenden Marke (Markenset) "Sendung mit der Maus" von der Versandstelle und von den Schaltern her nur Bagel bekannt sein.

Aber bezüglich der gestempelten Markensets (gedruckter Stempel) geliefert von der VS - dies sollen Marken von der Bundesdruckerei sein, dito die von Clemens genannten einzelnen Marken selbstklebend von der VS ohne Rückseitenbedruckung (Rückseite ist hier nur weiss) - davon liegt mir nun ein Exemplar im Original vor.

Soweit einige ergänzende Infos zu dieser Marke - wenn sich dies bewahrheiten sollte, müsste Michel vermutlich hier auch zwei Unternummern vergeben ?

Viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 17.03.2021 09:36:24 Gelesen: 2264# 194 @  
@ Journalist [#193]

Hallo an alle,

anbei zu obigen Post als Ergänzung entsprechende USB-Aufnahmen:



Dies zeigt den Ausschnitt der Zunge der Ente bei Bagel



Dies zeigt den selben Ausschnitt der Zunge der Ente bei Berlin

Der Druck bei Bagel zeigt bei der Zunge also eine deutliche Rasterung, die bei der Bundesdruckerei nicht vorhanden ist.

Bei den lila Punkten sieht es ähnlich aus, während bei Bagel eine Rasterung erkennbar ist, ist diese bei der Bundesdruckerei eher nicht erkennbar:



Dies war ein Ausschnitt von Bagel



Dies der vergleichbare Ausschnitt von Berlin

Unabhängig davon gibt es nach vorliegenden Erkenntnissen von Ben 11 [#192] weitere Unterschiede, die man ohne App auch in der Datamatrix an entsprechender Stelle erkennen kann.

Sollte sich das weiter verfestigen, so wird man zukünfig alle Marken bei Michel, die in unterschiedlichen Druckereien gedruckt werden wohl mit entsprechenden Unternummern erfassen müssen, da diese nicht nur mit der App nachweisbar zu sehen sind.

Das wird dann natürlich bei den Dauerserien noch viel vielfältiger werden - es ist also derzeit sehr spannend bei der neuen Philatelie.

Viele Grüße Jürgen
 
Vernian Am: 17.03.2021 12:18:36 Gelesen: 2242# 195 @  
@ Journalist [#194]

Die Frage ist ja, wer, außer ein paar wenigen verbliebenen Sammlern bei der kontinuierlich abnehmenden Sammlerschaft, daran interessiert ist sich um derartige Unterschiede zu bemühen und im Laufe der Zeit diesen Unterschiede auch noch eine unterschiedliche Nachfrage = Bewertung zu verschaffen. Angesichts der Auflagezahlen dürften die wenigsten Marken davon jemals auf ein besonderes Interesse stossen.

Best

Vernian
 
Journalist Am: 18.03.2021 13:08:10 Gelesen: 2158# 196 @  
@ Vernian [#195]

Hallo Vernian und an alle,

das eine sind die Fakten, diese müssen gegebenfalls aus meiner Sicht natürlich dann katalogtechnisch erfasst werden.

Dies muss natürlich nicht bedeuten, das hier eine extrem unterschiedliche Bewertung auftreten dürfte. Die Auflagezahlen werden sicherlich mehr als auchreichend sein.

Es sollte aber nicht so sein, das nur wichtige unterschiedliche Bewertungen katalogrelevant sein sollten oder ? - dies wäre ein etwas schwammiger Katalogisierungsansatz.

Viele Grüße Jürgen
 
Vernian Am: 18.03.2021 19:33:33 Gelesen: 2112# 197 @  
@ Journalist [#196]

Hallo Jürgen,

ich stelle in keiner Weise die Recherchen und Suche nach Unterschieden in Frage. Ich finde sie sogar sehr interessant, sonst würde ich diese Sparte nicht kontinuierlich mitlesen.

Bei dem Aspekt des "Katalogisierens" sollte jedoch berücksichtigt werden, was ein Kataloghersteller eigentlich macht: Er bildet ab was nachgefragt ist. Und wenn nur eine sehr geringe Anzahl Sammler letztlich Wert auf die Unterscheidungen legt, dann wird vermutlich außer einer Fußnote / Hinweis nicht viel mehr in die Kataloge eingehen - denke ich mal so. Also keiner Unternummern a und b oder so.

Ein schönes Beispiel für diese Annahme stammt aus einem meiner Sammelgebiete: So verzeichnete MICHEL von Beginn an (also bereits in der MiRu) die französche Ausgabe zu Jules Vernes 100. Todestag 2005 (MiNr. 3942-3947)in zwei Typen, I als RaTdr, II als Odr. Weder der französische Katalog Yvert & Tellier noch der Spezialkatalog Maury (mir liegen beide von 2009 vor)verzeichnen diesen Unterschied bis 2009, und ich vermute auch mal bis heute nicht. D.h. abgesehen von deutschen Frankreichsammlern, von denen aber auch nicht unbedingt alle Frankreich nach MICHEL sammeln, dürfte kaum ein Frankreichsammler diese Unterscheidung kennen oder bewusst sammeln / suchen. Ich glaube derartige Fälle gibt es gerade bei neueren Frankreich noch öfters, dies sollte aber als Beispiel reichen.

D.h. einerseits kann ein Katalog natürlich eine Nachfrage generieren wenn er entsprechende Unterschiede listet - was hinlänglich bekannt ist. Anderseits ist die Frage ob ein Kataloghersteller sich die Mühe macht, wenn keine besonderes Interesse zu erwarten ist weil die Verfügbarkeit weit höher ist als eine mögliche Nachfrage. Ich nehme mal an, wenn MICHEL tatsächlich die immer mehr aufkommenden Unterschiede neuerer deutscher Marken erfasst, dann vermutlich nur im Spezialkatalog, und im regulären Michel gibt es dann nur einen allgemeinen Hinweis oder so.

Warten wir es ab, spannend ist schon dieser Umstand alleine.

Best

Vernian
 
DL8AAM Am: 18.03.2021 20:30:09 Gelesen: 2098# 198 @  
@ Vernian [#197]

Hi Vernian,

ich glaube Du siehst die Rolle eines Kataloges etwas falsch.

was ein Kataloghersteller eigentlich macht: Er bildet ab was nachgefragt ist.

Nein, gemäß der "reinen Lehre" ist das nicht dessen eigentliche Aufgabe.

einerseits kann ein Katalog natürlich eine Nachfrage generieren wenn er entsprechende Unterschiede listet

Natürlich ist auch das nicht die Aufgabe eines Katalogs.

Von der idealen Grundidee kommt die Hauptaufgabe eines Katalogs eher einer wissenschaftlichen Dokumentation nahe.

Falls nur die heutige Nachfrage katalogisiert würde, dürften viele "exotische" Sammelgebiete und Länder unkatalogisiert bleiben.

Solange die beiden "Auflagen" optisch eineindeutig, am Objekt selbst, mit Hobbywerkzeugen (von "Laien") unterschieden werden können, handelt es sich eindeutig auch um vollkommen unterschiedliche Dinge, die dann eine unterschiedliche Behandlung erfordern. Egal, ob das aktuell einen oder eine Millionen Sammler interessiert. Wie die Unterscheidung im Katalog abgebildet wird (von "eigener Hauptnummer" bis zu abc-xzy oder I-II-III, ist Sache der eigenen Systematik des Katalogmachers. Wenn der Unterschied aber so "gravierend genug" sein sollte, dann dürfte das sogar eine Aufgabe für den Hauptkatalog sein, wenn es nur "untergeordnet" ist, dann eher für einen eventuellen Spezialkatalog. Auch hier ist die Systematik der "Ausgrenzung" in den Spezialkatalog Sache des Herausgebers.

In diesem Fall sind es systematische Unterschiede, die mit einfachen Hilfsmitteln, per Lupe oder per "billigen Scanner", für jeden auch als Unterschiede zu erkennen. Also handelt es sich folglich um "komplett" unterschiedliche Dinge, die natürlich ganz klar auch entsprechend katalogtechnisch unterschiedlich dokumentiert werden müssen. Unterschiedliche "Druckauflagen" von unterschiedlichen Druckern in unterschiedlicher Optik, bedürfen natürlich auch einen Unterschied in der Katalogisierung. Ganz fraglos.

Das andere Extrem wäre, wenn systematische Unterschiede nur auf dem Niveau von Speziallaboren bestimmt werden können. Hier würde nötigenfalls eine Fußnote im Spezialkatalog ausreichen, falls überhaupt.

Beste Grüße
Thomas
 
Vernian Am: 18.03.2021 20:52:44 Gelesen: 2087# 199 @  
@ DL8AAM [#198]

Hallo Thomas,

vom "Ideal" her gesehen hast Du ganz klar Recht. Bei einem MICHEL oder Maury kommt das dem wohl auch sehr nahe, viele andere Briefmarkenkataloge aber beinhalten wohl nur die systhematische Auflistung und Bewertung nebst einigen grundsätzlichen Informationen (bspw. Michel Junior oder eben Yvert & Tellier).

Nun, wie schon gesagt, lassen wir uns überraschen ob und was MICHEL macht - es bleibt spannend.

Best

Vernian
 
uli Am: 19.03.2021 08:52:53 Gelesen: 2050# 200 @  
@ Ben 11 [#192]

Hallo Ben,

ich wollte mich mal kurz melden. Leider habe ich momentan keine Zeit mich um das Thema zu kümmern. Ich habe aber diese Woche Kontakt zu einem Bekannten aufgenommen, der in einer Firma arbeitet, die sich auch mit der Erzeugung von DMC beschäftigt. Er hat mir heute morgen geantwortet, dass er gerne versuchen wird uns bei der Entschlüsselung zu helfen, dazu aber auch erst frühestens nach den Osterferien kommen wird.

Gruß
Uli
 
Ben 11 Am: 20.03.2021 19:24:34 Gelesen: 1964# 201 @  
@ uli [#200]

Hallo Uli,

ich bin durch (-naja, fast). Es gibt noch eine spannende Frage. Entschlüsselt sind im DMC:

- Byte 1&2: Base 256- Codierung
- Byte 3-5: die DEA- Kennung.
- Byte 6: die Art der Frankierung (Briefmarke)
- Byte 7-11: die laufende Nummer (Hex-Schreibweise)
- Byte 12-16: die ID-Nummer (Hex-Schreibweise)
- Byte 17: Motiv
- Byte 18: Druckerei
- Byte 19: Produktionsart (hier: nassklebend)
- Byte 20: Produktionsart (hier: im Bogen)
- Byte 21-40: Kryptoverschlüsselung & Hash-Wert (als Platzhalter)
- Byte 41-42: Datum (Hex Schreibweise)
- Byte 43-44: Nennwert (Hex-Schreibweise)
- Byte 45-49: leer
- Byte 50-77: Fehlerkorrektur (als Platzhalter)

Und jetzt die Frage an alle Spezialisten der DV-Freimachung:

Scannt man die Marke mit der DHL-App, erscheint in der Ansicht eine ID-Nummer.
Diese Nummer setzt sich zusammen aus den 6 (Hex)-Ziffern der ID-Nummer im Code und den 6 (Hex)-Ziffern der laufenden Nummer + dem Hash-Wert.

Die letzte Ziffer wird oft auch als "Prüfziffer" oder ähnliches bezeichnet. Ich gehe aber davon aus, dass es sich hier um den Hash-Wert handelt. Ein Hash-Wert ist eine hexadezimale Zahl von 0-F. Dieser Wert berechnet sich aus der ID-Nummer und der lfd-Nummer in binärer Schreibweise über eine Polynomdivision. Für diese Rechenoperation braucht man jedoch ein s.g. Generatorpolynom als Divisor.

Im Dokument der deutschen Post "DataMatrix-Code DV-Freimachung 1.5.2" wird die Prüfziffer der Fankier-ID nach dem CRC-Verfahren Typ CCITT (CRC-4) berechnet. CRC-4 verweist hier auf ein Polynom 4. Grades.

Meine Frage ist: ist das so? und wie sieht dieses Polynom aus?

CRC-32 würde ein Polynom 32. Grades verwenden, das entspräche eine Länge von 4 Byte. und hierfür hätte ich eine Idee, wo es im DMC sein könnte?

Viele Grüße
Ben
 
Ben 11 Am: 23.03.2021 11:06:59 Gelesen: 1865# 202 @  
Hallo Zusammen,

Bagel Security macht ja im Aufbau des Matrix-Codes auf den neuen Briefmarken einiges anders, als die Bundesdruckerei und R. Enschedé. Diesen Unterschied möchte ich mal genauer untersuchen. Dazu eine Bitte.

Kann jemand von Euch Marken der Ausgabe "50 Jahre Sendung mit der Maus - 0,80€" (Folienblatt Bagel) und "Überseequartier Hamburg - 0,95€ (Kleinbogen Bagel) mit möglichst kleiner laufender Nummer (<10.000) zeigen? Die laufende Nummer sollte beim Umrechnen in die hexadezimale Darstellung keine Buchstaben enthalten.

Ich danke schon einmal für Eure Hilfe.

Viele Grüße
Ben.
 
Journalist Am: 24.03.2021 09:56:17 Gelesen: 1795# 203 @  
Hallo an alle,

in der aktuellen philatelie (April 2021) erscheint ein ausführlicher Artikel "Die Marke "Digitaler Wandel" und deren Besonderheiten, aber auch speziell zum Druck des Datamatrixcodes. Im Internet ist dieser Arikel auf der Webseite "Moderne Postgeschichte" [1] zu finden. Der direkte Link dazu befindet sich am Ende dieses Postes.

Dazu ergänzend noch einige kleine Ausschnitte auch als Bilder - zuerst ein Teilausschnitt der Wertziffer vom Druck der Bundesdruckerei links und rechts von Eschede



Bezüglich des Matrixcodes hier auch ein weiteres Bild zum Einstieg:



Dieser Datamatrixcode ist nun bis auf einige Details von einigen Experten von verschiedenen Argen und dank Mithilfe von einigen Spezialisten hier von philaseiten entschlüsselt.

An bestimmten Stellen kann man beispielsweise erkennen, um welche Druckerei es sich handelt. Dazu benötigt man keine App. Wenn hier diese letzten Details analysiert sind, wird es für die philatelie eine Artikelversion für Jedermann geben, ohne viel mathematisches Hintergrundwissen. Weiter wird es für verschiedene Argen ausführliche Darstellungen geben, die allerdings auch mit entsprechender Mathematik zur genauen Erläuterung verbunden sein werden. Soweit ein ergänzender Ausblick aus der Forscherküche.

Viele Grüße Jürgen

[1] http://jolschimke.de/briefmarken-und-ganzsachen/die-marke-digitaler-wandel.html
 
funnystamp Am: 27.03.2021 11:46:57 Gelesen: 1675# 204 @  
Für weitere Forschungen zum Matrix-Code hier nun ein Scan aus einer Ganzsache. Hier ist die Marke ja eingedruckt, zeigt auch unter der entsprechenden App an, dass dieser Code aus einer Ganzsache stammt.



Grüße
Hermann
 
Journalist Am: 27.03.2021 20:28:52 Gelesen: 1585# 205 @  
@ funnystamp [#204]

Hallo an alle,

ergänzend zu obigen Ausschnitt der ganze Beleg:



Es handelt sich hier um die Ganzsache, die schon parallel zum Erscheinen der Marke am 4.2.2021 angekündigt war, aber sich vermutlich aus Herstellungsgründen doch deutlich verzögert hat.

Dazu nun auch eine Frage: Wer hat diese Ganzsache vor dem Donnerstag den 25.3.2021 von der Versandstelle erhalten ?

Hintergrund der Frage ist, ab wann diese Ganzsache tatsächlich erstmals ausgeliefert wurde - schon jetzt danke für ergänzende Meldungen dazu.

Nun aber auch zum Matrixcode und den dort auslesbaren Informationen:

Bei Produkt steht hier: "Blanko Ganzsache mit eingedrucktem Sonderpostwertzeichen"[/B]

Beim Druck (also der Druckerei) die diese Ganzsache hergestellt hat steht hier:

Deutscher Philatelie Service GmbH

Dies war für mich überraschend, ich hatte hier eher vermutet, das Otto Theobald diese Ganzsachen druckt, mal sehen, wenn dann weitere Ganzsachen mit Marken mit Datamatrixcode erscheinen, wer diese dann herstellt ?

Bezüglich der Auflage gibt es hier aber keine qualifizierten Angaben, es wird nur auf die nassklebenden Auflage und die selbstklebende Auflage verwiesen.

Zeitweilig liefert die App hier aber auch gar keine Angaben zu dem Produkt und dem Druck - dies ist aber nicht die einzige Merkwürdigkeit der App und deren Nutzung.

Zeitweilig ist speziell der Teil "Verfolgen" nicht erreichbar und man kann noch nicht einmal seine eigene Daten sehen - wer hat hier ähnliche Merkwürdigkeiten erlebt oder beobachtet ?

Viele Grüße Jürgen
 
juju Am: 27.03.2021 21:11:00 Gelesen: 1573# 206 @  
@ Journalist [#205]

Hallo Jürgen,

ich habe die Ganzsache auch erst am Donnerstag geliefert bekommen. Interessant ist aber, dass die Lieferung mehrfach verschoben wurde.

Ich hatte Ende Januar bei der Versandstelle die ersten Matrixmarken von der Ausgabe 4. Februar bestellt, zusätzlich die Ganzsachen noch und einige Marken von der Ausgabe am 1. März.

Bei der Lieferung der ersten Matrixmarken, wo auch die Ganzsachen hätten dabei sein sollten, hieß es, die kämen Anfang März. Bei der Lieferung der Marken vom 1.3., Ende Februar wurde die Auslieferung auf den 11.03. datiert. Im Onlineshop hieß es, das Produkt sei vergriffen und sei erst ab dem 12.04.21 lieferbar. Scheinbar hat es da also massive Druckprobleme gegeben.

Beste Grüße
Justus
 
Ben 11 Am: 29.03.2021 09:21:13 Gelesen: 1428# 207 @  
@ funnystamp [#204]

Guten Morgen Hermann,

vielen Dank für die Abbildung Deiner Ganzsachenmarke. Ich habe mir den Data Matrix Code mal angesehen und kann hier einige Details bekannt geben.

Byte Nr.1: Aufruf Base256-Kodierung, wie schon gehabt.
Byte Nr.2: Definition der Länge der Anwendung auf 47 nachfolgende Datenfelder. Also bis einschließlich Byte Nr.49 (das ist etwas anders, als bisher). Danach folgt der Fehlerkorrektur-Algorithmus.
Byte Nr.3-5: "DEA" - Deutschland/Deutsche Post
Byte Nr.6: Frankierart. Kodiert wird die Zahl 53, das ist gleich den anderen Angaben für "Postwertzeichen"?.
Byte Nr.7-16: lfd. Nr. und ID-Nr. Deine Marke hat die lfd. Nr. 149.441.407.
Byte Nr.17: Motiv Nr. 8
Byte Nr.18: Druckerei. Verschlüsselt wird die Ziffer 5 - Philatelie Service GmbH Wermsdorf
Byte Nr.19: Produktionsart. Verschlüsselt wird hier die Zahl 22. Bei nassklebend steht hier die Zahl 3, bei selbstklebend die Zahl 4.
Byte Nr.20: Produktionsart. Verschlüsselt wird die Zahl 37 wie bei den anderen Marken. Kennzeichnung für Bogen?
Byte Nr.41-49: Datum und Wertangabe in Hex-Schreibeweise sind bekannt.

Gedruckt wurde der Data Matrix Code mit einem Laserdrucker.

Da sind also schon ein paar interessante Neuerungen dabei.

Viele Grüße.
Ben.
 
brunoh Am: 29.03.2021 09:47:19 Gelesen: 1414# 208 @  
@ Journalist [#205]

Guten Morgen Sammlergemeinde,

auch bei mir war die Post der Versandstelle am 25.3. im Briefkasten.

Ich hatte u.a. auch ein Exemplar mit dem Erstverwendungsstempel bestellt, Kommentar auf dem Lieferschein:

Leider konnten wir Ihre Bestellung nicht komplett nach Ihren Wünschen ausführen, da mindestens ein Artikel Ihrer Bestellung nicht in der gewünschten Stempelung, dem Erhaltungsgrad oder in der Stückzahl in unserem Sortiment geführt wird.

Bestellt wurde in der letzten Januarwoche, auf dem Lieferschein vom 28.1. schon der Hinweis das die Ganzsache im Zeitraum vom 4. - 11.3. nachgeliefert wird. Auf einer weiteren Lieferung vom 25.2. dann der Hinweis zur Nachlieferung im Zeitraum vom 13. - 20.4., Nachlieferung nun doch schon 3 Wochen eher, aber halt ohne gestempelt.

Frohe Ostern wünscht
Bruno
 

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