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Thema: Datamatrixcode auf alle Briefmarken ab 2021 - Digitalisierungsoffensive
Das Thema hat 214 Beiträge:
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uli Am: 07.03.2021 11:26:10 Gelesen: 4590# 165 @  
@ Ben 11 [#164]

Hallo Ben,

ich habe nur mein Smartphone zur nicht-manuellen DMC-Lesung und kenne keine App, die mit nicht-quadratischen DMC umgehen kann. Auch wäre eine kostenlose SW schön, die eine als Bild gespeicherte DMC so toll aufbereitet, wie im von dir geposteten Bild. Für helfende Hinweise wäre ich dankbar.

Ich hatte zur Prüfung das Bild der Maus-Marke aus dem Philatelieshop der DPAG [1] genommen:



Der Code beginnt mit 235 (11101011), warum auch immer. Ich gehe davon aus, du hast dir auch die DMC auf (deinen) anderen Marken angesehen und da steht immer 231.

Meine Aussage zur ungewöhnlichen DMC nehme ich übrigens zurück, ich hätte meine Unterlagen nur mal richtig lesen müssen.

Wegen Base-256 melde ich mich später, ich möchte mir zuerst einmal die DMC aus deiner Antwort genauer ansehen.

Gruß
Uli

[1]:https://images.shop.deutschepost.de/MEDIA/PROD_ProductCatalog/efim2400035_Z_1_151104915_080_SPWz_die_Sendung_mit_der_Maus_800x600.jpg
 
Pete Am: 07.03.2021 16:29:13 Gelesen: 4548# 166 @  
@ Sammler [#162]

Die Sendung mit der Maus, 28.02.2021, ab Minute 3:20

Diese Sendung mit der Maus vom 28.02.2021 wurde mittlerweile auf Youtube veröffentlicht und ist dort (hoffentlich dauerhaft) einsehbar [1],

Die online vorhandene Mediathek hat (je nach Sender?) leider durchaus den "Haken", dass nach einer gewissen Zeit die Sendungen nicht mehr online einsehbar sind.

Der fragliche Filmbeitrag zur Gestaltung und Produktion dieser Briefmarke ist in der ersten Hälfte der Sendung zu sehen (ab 3:20 min).

Gruß
Pete

[1] https://www.youtube.com/watch?v=gNXIxVWACb8
 
Ben 11 Am: 07.03.2021 16:42:19 Gelesen: 4543# 167 @  
@ uli [#165]

Ich verwende auf meinem Wischhandy einen Scanner der Fa. Cognex. Gibt's im App-Store und sieht so aus:



Und ich kann versichern, dass ich keine Anteile daran halte. :-)

Die von Dir gezeigte Marke ist keine "echte". Der DMC verweist lediglich auf die Web-Seite "deutschepost.de/die-briefmarke".

"Ich gehe davon aus, du hast dir auch die DMC auf (deinen) anderen Marken angesehen und da steht immer 231."

Ja und Nein. Ja, das Byte Nr.1 sieht bis jetzt überall gleich aus. Nur nicht auf der 0,95€ U-Bahn-Marke. Dort steht im Byte Nr.1 0100 0101 = 69. Die "231" kommt erst im Byte Nr.9 vor. Warum das so ist, kann ich noch nicht sagen.

Viele Grüße
Ben.
 
uli Am: 07.03.2021 19:45:21 Gelesen: 4505# 168 @  
@ Ben 11 [#161] [#164]

Dann versuchen wir es mal mit Base-256, vielleicht bekommen wir den DMC irgendwie entschlüsselt. :-)

Der Base-256-Code nutzt den 255-state-Algorithmus:

CW = das Ergebnis (der Codewert) für ein Zeichen (Byte)
P = Position des zu codierenden Zeichens in der gesamten Zeichenkette (beginnend mit 1)
R = Pseudozufallszahl (... weil für eine Position immer identisch); diese dient ausschliesslich der Vermeidung von großen Flächen mit Leerfeldern = Fehllesungen
V = der Wert des zu codierenden Zeichens; bei ASCII also A=65, B=66, ...
N = Anzahl der Zeichen mit dieser Codierung

Die Berechnung:
R = ((149 * P) MOD 255) + 1
CW = (V + R) MOD 256

Mit dem CW 231 wird für die Länge N auf Base-256-Code gewechselt. Auf den CW 231 folgt die Anzahl N der Zeichen mit Base-256-Codierung. Wenn die Codierung bis zum Ende des DMC erfolgt, ist N = 0. Auch N wird wie oben beschrieben codiert.

Für uns hier nicht wichtig: Wenn N < 250, dann kommt die Länge in ein Byte, wenn N >= 250, dann in zwei Bytes: Byte 1 = (N \ 250) + 249 (Wert zwischen 250 und 255) und Byte 2 = N MOD 250 (Wert zwischen 0 und 249). Ebenso sind für uns die anderen "Schalterwerte" und deren Wirkung uninteressant.

Das ist alles, was wir brauchen und passt auch fast zu dem, was du aus deinem Ergebnis interpretiert hast. Fast, weil die 44 in Byte 2 des von dir ausgelesenen DMC die Längenangabe N ist und kein codiertes "D". Für das zweite Byte ist R = 44 und damit V = 0. N ist also 0 --> DMC bis zum Ende Base-256-codiert.

Für die von dir angegebene Zeichenfolge passt das aber ansonsten. Der Wert von Byte 3 ist 5, das ist der codierte Wert 68 und das ist in ASCII das "D". Byte 4: 156 / 69 / "E". Die CW des Strings DEA5:ff%]!wo3QDrP in der DMC müsste 231 - 44 - 5 - 156 - 45 - 183 - 82 - 19 - 169 - 253 - 203 - 37 - 16 - 158 - 247 - 171 - 51 - 247 - 107 - 176 - 70 - 219 - 113 - 7 - 156 sein.

Hast du Möglichkeit die Folge der dezimalen Codewerte in der DMC (231 - 44 - ....) auszulesen?

In der DMC deiner Mausmarke stehen doch mehr als nur die von dir genannten 19 Zeichen drin, oder? In eine DMC mit 16x48 Modulen passen 72 alphanumerische Zeichen.

Nächste Aufgabe: Warum ist der Beginn des Codestrings nicht bei allen Marken 231 - 44?

Die App von Cognex werde ich ausprobieren, danke.

Hast das Bild mit der DataMatrix aus der Mausmarke, den L-förmigen Byte-Kacheln darin und deren Anordnung selber erstellt?

Gruß
Uli

P.S.: An die Reed-Solomom-Fehlerkorrektur traue ich mich nicht ran ;-)
 
Ben 11 Am: 08.03.2021 21:57:22 Gelesen: 4415# 169 @  
@ uli [#168]

Guten Abend Uli,

das ist wunderbar, und genau das Teil im Puzzle hatte mir gefehlt. State-255-Algorithmus war mir schon ein Begriff. Wie die Variablen zu besetzen sind, wusste ich jedoch nicht. Es gibt nicht viel Literatur dazu. In der Berechnung kann ich Dir bis zum Byte Nr.6 folgen. Ab Nr.7 sehen die Zahlen aus dem DMC anders aus.

Die dargestellte Maus-Marke hat:

231-44-5-156-45-183-24-173-125-62-75-168-154-47-196-192-248-134-30-213-198-182-206-135-189-169-54-71-214-187-111-142-205-165-184-224-17-193-159-67-12-16-33-6-76-225-119-13-162-97-123-240-64-5-99-89-94-54-212-113-189-147-62-71-250-250-3-180-28-222-72-240-63-14-174-184-131 = 77 Byte.

Nach der Kennung "DEA5" erwarte ich eigentlich zwei große Zahlen, nämlich die laufende Nummer der Marke und die Auflagenhöhe. Ich denke, dass beide Zahlen Hexadezimal sind. Und hier wäre auch die Frage "Wenn N < 250, dann kommt die Länge in ein Byte, wenn N >= 250, dann in zwei Bytes" zu beantworten. Warum willst Du das weglassen? Da wirkt erst die Base-256 Codierung.

"Hast du Möglichkeit die Folge der dezimalen Codewerte in der DMC (231 - 44 - ....) auszulesen?"

Nicht automatisch. Ich mache das aktuell über Excel. Ist zwar Fleißarbeit, aber für meine Untersuchungen reicht das noch. Wenn man aber die Pixel automatisch lesen und darstellen könnte, wäre das sicher schöner.

"In der DMC deiner Mausmarke stehen doch mehr als nur die von dir genannten 19 Zeichen drin, oder? In eine DMC mit 16x48 Modulen passen 72 alphanumerische Zeichen."

Das stimmt. Wobei ich nicht so gern mit 72 Zeichen argumentiere, sondern eher mit der Anzahl der Code-Wörter. Ein 16 x 48 DMC hat 49 Codewörter für Daten und 28 für die Fehlerkorrektur. Zur Auswertung braucht man sich "nur" die ersten 49 ansehen.

Aus diesem Grund ist auch die Reed-Salomon-Fehlerkorrektur hier nicht so wichtig. Lagrange-Interpolation habe ich zwar mal ausführlicher gemacht, aber hier ist die Anzahl der Stützstellen für die Polynome viel höher.

Warum ist der Beginn des Codestrings nicht bei allen Marken 231 - 44?
Das ist eine spannende Frage, auf die ich beim Betrachten der U-Bahn-Marken gestoßen bin. Erst mal würde ich sagen, dass die Codes vor 231 ganz normal ASCII -codiert sind. Aber das war möglicherweise nicht so geplant.

Viele Grüße
Ben.
 
uli Am: 09.03.2021 10:13:03 Gelesen: 4359# 170 @  
@ Ben 11 [#169]

Guten Morgen Ben,

nach meinem Verständnis wird nur die Länge N als ein- oder zwei-Byte-Wert angegeben. Alle anderen Werte in der DMC werden in einem Byte gespeichert. N=0 heißt, es wird der komplette Datensatz Base-256-codiert. Davon ausgehend, dass der DMC bei allen Bund-Marken gleich aufgebaut ist, also N immer 0 ist, kann man sich ein weiteres Betrachten dieses Werts sparen. Anders sähe das aus, wenn nur ein Teil der DMC Base-256-codiert wäre. Sinnvoll wird ein großer Wert für N aber nur bei großen Datensätzen, die nicht komplett Base-256-codiert werden sollen. Diesen Fall kann ich mir bei DMC aber nicht wirklich als sinnvolle Anwendung vorstellen.

Wenn das nach den vier Zeichen DEA5 wirklich große Zahlen sind, dann interpretiert die DPAG diese Werte vielleicht nicht als ASCII. D.h., es wird bei der DMC auf den Marken ggf. nicht die Standard-Codierung nach ECC200 verwendet, sondern etwas spezielles. Das wäre für mich durchaus nachvollziehbar, weil dieser spezielle DMC vermutlich nur die DPAG interessiert (keine Auswertung durch Dritte) und die DPAG auch ein Interesse daran haben kann, dass die DMC nicht decodiert werden können. In dem Fall wird es aber schwer den DMC zu "verstehen".

Wenn ich Zeit habe, forsche ich weiter.

Gruß
Uli
 
Vernian Am: 09.03.2021 12:31:14 Gelesen: 4335# 171 @  
@ uli und
@ Ben 11

Frage: Sind diese Matrix-Mathematik-Erörterungen unter dieser Überschrift passend oder sollten diese nicht besser in einen eigenen Thread verschoben werden?

Denn eigentlich geht es hier doch um die postalischen und philatelistischen Entwicklungen bei Marken mit Datamatrix und nicht um die Auswertungsverfahren der eingedruckten DMC - was (falls es nicht als vollständig fehl am Platz angesehen werden sollte) doch zumindest in einen eigenständigen Thread gehören dürfte.

Best

V.
 
Vernian Am: 09.03.2021 13:11:37 Gelesen: 4320# 172 @  
Andere Fragen:

1.) Mit der Post-DHL-App lassen sich ja die DMC der Marken einscannen und damit eine Art vereinfachte Sendungsverfolgung abrufen (sowie die Markeninformationen). Wie sieht dies bei Mehrfachfrankaturen aus? Lassen sich bspw. 3 Marken mit DMC auf einer Sendung auch zu einer Sendung zusammenfassen oder ist nur jede für sich als eine Sendung abrufbar?

2.) Wie läuft da die Erfassung bei der Post? Da ja damit auch die Absicht besteht, die richtige Frankaturhöhe zu prüfen, müssen dort ja Mehrfachfrankaturen auf einer Sendung automatisch zusammengeführt werden um den gesamten Frankaturwert zu erfassen (und zu prüfen ob exakt oder unterfrankiert ist bzw auch erkennen ob überfrankiert ist). Dort müsste dann ja die Sendung mit mehreren DMC-Frankaturen als eine Sendung geführt werden. Wird dies nach der ersten Erfassung bei der Post dann automatisch auch in der Sendungsverfolgung auf der App sichtbar, also zusammengeführt wenn ich da mehrere DMC-Scans vorgenommen habe?

Best

V.
 
uli Am: 09.03.2021 16:34:30 Gelesen: 4291# 173 @  
@ Vernian [#171]

Hallo Vernian,

der Titel des Threads heißt "Datamatrixcode auf alle Briefmarken ab 2021 - Digitalisierungsoffensive" und in den Beiträgen von Ben und mir geht es genau um diesen DMC auf diesem Marken und damit den "digitalen Aspekt". Warum sollten wir nicht auch das "Entschlüsseln" des DMC hier behandeln? Viele philatelistische Dinge wird man ohne die Beschäftigung mit dem Code an sich wahrscheinlich nicht erschöpfend klären können, z.B. das Vorhandensein im Aufbau unterschiedlicher DMC.

Sollte Richard (trotzdem) meinen, dass man das in einen eigenen Thread auslagern sollte, werde ich auch damit gut leben können.

Gruß
Uli
 
Vernian Am: 09.03.2021 16:57:08 Gelesen: 4283# 174 @  
Hallo Uli,

auch wenn es dabei um das Auslesen der DMC auf den neuen Briefmarken mit DMC geht würde ich dafür einen eigenständigen Thread aufmachen. Das die Ergebnisse des Entschlüsseln möglicherweise wieder philatelistisch interessant sind ist nicht von der Hand zu weisen, dann ist die thematische Behandlung in einem neuen Thread in einem Philatelie- Forum ja auch voll und ganz berechtigt.

Aber was hier in diesem Thread bislang behandelt wurde ist doch überwiegend die allgemeine postalische Entwicklung / Einführung von Briefmarken mit DMC und ein wenig vom drumherum - und sollte es m.E. auch bleiben. Deshalb können ja interessante Ergebnisse aus einem neuen Thread, der sich hauptthematisch der Entschlüsselung widmet, hier trotzdem verlinkt oder eingebracht werden. Aber ich würde das modern-mathematische-kryptische Entschlüsseln der DMC von eher postalisch-philatelistischen Aspekten getrennt behandeln. Bis auf noch zu entdeckende Schnittmengen dürfte das nämlich eine ganz andere Baustelle sein.

Best

Vernian
 
Journalist Am: 09.03.2021 17:05:09 Gelesen: 4281# 175 @  
@ Vernian [#172]
@ uli [#173]
@ Ben 11 [#164]

Hallo Vernian und an alle,

ich finde den Versuch den Ben und Uli hier angefangen haben, sehr gut und die ersten Ansätze auch super. Ich selbst, bin leider kein so Datenexperte, um hier mitzuhelfen. Aber ich sehe es genauso wie Uli auch, das passt hier sehr gut ins Thema und wenn wir hier vorankommen, können wir eventuell dann auch feststellen, an welcher Stelle beispielsweise die Info über die jeweilige Druckerei abgespeichert ist.

Eventuell ist es aber dann sinnvoll, eher eine neue Rubrik zu eröffnen, die sich mit den Motiven und Marken selbst beschäftigt und nicht so sehr mit der Digitalisierung und deren Umsetzung.

Viele Grüße Jürgen
 
Ben 11 Am: 09.03.2021 18:51:06 Gelesen: 4253# 176 @  
@ Vernian [#171]

"Sind diese Matrix-Mathematik-Erörterungen unter dieser Überschrift passend oder sollten diese nicht besser in einen eigenen Thread verschoben werden?
Denn eigentlich geht es hier doch um die postalischen und philatelistischen Entwicklungen bei Marken mit Datamatrix und nicht um die Auswertungsverfahren der eingedruckten DMC"


Sorry, Vernian. Ich will's mal philatelistisch formulieren: Stellen wir fest, dass der Matrix-Code einer Ausgabe in Aufbau und Beschaffenheit plötzlich völlig von den anderen abweicht, dann dürfte das nicht nur katalogrelevant sein. Wenn Du dann solch eine Marke anhand ihrer Merkmale in Deiner Sammlung findest, freust Du Dich sicher auch. Ist halt wie bei Plattenfehlern oder Farbvarianten. Erst kommt die Grundlagenforschung.

Ich bin Uli jedenfalls sehr dankbar für das mathematische Fachsimpeln zum Thema und zugegeben, ich mache solche Sachen auch gern und wenn die Schnittmenge zu den Briefmarken da ist, gleich doppelt.

Viele Grüße
Ben
 
Ben 11 Am: 09.03.2021 19:06:55 Gelesen: 4244# 177 @  
@ uli [#170]

D.h., es wird bei der DMC auf den Marken ggf. nicht die Standard-Codierung nach ECC200 verwendet, sondern etwas spezielles. Das wäre für mich durchaus nachvollziehbar, weil dieser spezielle DMC vermutlich nur die DPAG interessiert (keine Auswertung durch Dritte) und die DPAG auch ein Interesse daran haben kann, dass die DMC nicht decodiert werden können. In dem Fall wird es aber schwer den DMC zu "verstehen".

Uli,

das denke ich nicht. Die deutsche Post schreibt vor und veröffentlicht es auch, dass DMC nach ECC200 und Base256 codiert werden. Für die Sendungsart RESPONSEPLUS haben die das z.B. gemacht.

Informationen zu den neuen Marken lassen sich mit der DHL-App schon anzeigen. Die von mir gezeigte Maus-Marke hat die laufende Nummer 3827421. Vielleicht kann man nach der eher suchen (oder nach der Hexa-Schreibweise). Oder nach der Nominale 80 oder der Druckerei. Also mit einfacheren Sachen anfangen und schon mal ein paar Lücken schließen, bevor man an die Auflagenhöhe von 40,7 Millionen kommt.

Ich rechne schon mal und probiere das Eine oder Andere.

Viele Grüße
Ben
 
uli Am: 10.03.2021 09:08:38 Gelesen: 4198# 178 @  
Moin Ben,

wenn das auf jeden Fall ECC200 mit Base-256-Codierung ist, dann müssen wir mal schauen, wo ich den Fehler gemacht habe. Den Ansatz, von bekannten Daten Rückschlüsse zu ziehen, halte ich für gut. Kannst du mal alles posten, was dir an Daten zu deiner Mausmarke vorliegt? Ich werde vermutlich erst am Wochenende Zeit finden, um mich diesem Thema widmen zu können.

Gruß
Uli
 
Ben 11 Am: 10.03.2021 18:54:23 Gelesen: 4139# 179 @  
@ uli [#178]

Guten Abend Uli und alle Anderen,

den "Cognex-Scanner" verwende ich nicht mehr. Er scheint keine richtigen Ergebnisse zu liefern. Die DHL-App liefert folgende allgemeine Informationen zu der von mir in #164 gezeigten Maus-Marke / DMC:

- laufende Nr. 3827421
- Produkt: nassklebendes Sonderpostwertzeichen im 10er Bogen
- Druck: Bundesdruckerei GmbH Berlin
- Größe: 55x30 mm, Bild 43,2x30 mm
- Erstausgabe: 01.03.2021
- Nominal: 0,80 €
- Auflage: 4,07 Mill. nassklebend, 62,7 Mill. selbstklebend
und ein paar allgemeine Infos.

Die Deutsche Post beschreibt auf ihrer Webseite zur Frankierung mit Matrix-Code den Inhalt wie folgt:

Bei Briefmarken mit Matrixcode werden folgende Informationen codiert:
- Buchstaben „DEA“ (DE - internationale Kennzeichnung Deutschland) und (A - Deutsche Post)
- Art der Frankierung (Postwertzeichen)
- Laufende Nr. je Motiv, als eindeutiger Zähler
- Interne Nummernkreiskennung (entspricht einer Auflage/Motiv)
- Motiv
- Druckerei des Postwertzeichens
- Art des Produktes (nassklebend/selbstklebend; Bogen/Rolle etc.)
- Informationen zur Absicherung der Echtheit und Fälschungssicherheit des Matrixcodes – der sog. Cryptostring, ergänzt um einen Hash-Wert (analog digitaler Signatur)
- Ausgabedatum
- Nennwert der Marke


Entschlüsselt sind im DMC bisher:
- Byte 1&2: Base 256- Codierung
- Byte 3-5: die DEA- Kennung.
- Byte 6&7: die Art der Frankierung und
- Byte 8-11: die laufende Nummer

Die oben genannte Reihenfolge scheint auch eingehalten zu werden.
Mehr Ergebnisse habe ich noch nicht.

Viele Grüße einstweilen
Ben
 
HenningCGN Am: 11.03.2021 05:47:26 Gelesen: 4090# 180 @  
@ Ben 11 [#179]

Guten Morgen,

wenn eine Marke aus verschiedenen Druckereien kommt, z.B. "Digitaler Wandel", wird das # dann auch in der App angezeigt?

Das wäre für die Unterscheidung ein riesiger Fortschritt.

Grüße

Henning
 
Journalist Am: 11.03.2021 07:54:23 Gelesen: 4079# 181 @  
@ HenningCGN [#180]

Hallo Henning und an alle,

ja die Postapp zeigt die jeweilige Druckerei an. Daher stellt sich hier natürlich nun die interessante Frage, ist dies ein ausreichendes Kriterium für Michel, die als Unternummer im Katalog zu erfassen ? - oder müssen hier weitere Unterschiede vorliegen und wenn ja welche z.B. anderes Druckraster und oder ... ?

Zur Marke "Digitaler Wandel" wird dazu ein erster Bericht in der Aprilausgabe der philatelie erscheinen.

Viele Grüße Jürgen
 
Ben 11 Am: 11.03.2021 08:10:50 Gelesen: 4074# 182 @  
@ HenningCGN [#180]

Guten Morgen Henning,

ja, die App zeigt die beiden unterschiedlichen Druckereien an. Hier mal zwei Bildschirmfotos aus der App.

Vielen Dank, für die sehr interessante Frage. Der Gedanke hilft mir bei der Suche der Information im Matrix-Code. Manchmal braucht es einfach mal einen kleinen Impuls. :-)

Bei einer an sich gleichen Marke mit gleichem Matrixcode (abgesehen von der Zählnummer) gäbe es einen zweiten Unterschied bei der Druckerei. Das werde ich mir mal ansehen.

Viele Grüße
Ben


 
Matthias91 Am: 11.03.2021 10:01:21 Gelesen: 4050# 183 @  
Hallo,

eine Frage in die Runde, welche der Matrixcode-Marken wurde noch in 2 verschiedenen Druckereien gedruckt?

Vielen Dank

Matthias
 
Journalist Am: 11.03.2021 10:18:18 Gelesen: 4043# 184 @  
@ Matthias91 [#183]

Hallo Matthias und an alle,

bisher ist das das Markenset "Digitaler Wandel" (Berlin und Holland)
sowie das Markenset "50 Jahre Maus" (Berlin und Bagel)

Viele Grüße Jürgen
 
piems Am: 11.03.2021 10:35:53 Gelesen: 4039# 185 @  
@ Journalist [#184]

Hallo Jürgen,

soeben traf meine Abolieferung mit den Ausgaben des 1. Quartals ein. Ich beziehe jeweils ein Exemplar jedes Markensets und zusätzlich auch die nur für die Abonnennten hergestellten Sonderauflagen der Selbstklebemarken mit unbedrucktem Rückseite.
Gemäß Post-App wurden mir die Ausgaben folgender Druckereien geliefert:
Digitaler Wandel:
- Markenset: Enschedé
- Einzelmarken: Bundesdruckerei

50 Jahre Sendung mit der Maus:
- Markenset: Bagel
- Einzelmarken: Bundesdruckerei

Die Sonderauflagen mit neutraler (unbedruckter) Rückseite werden vermutlich generell bei der Bundesdruckerei gefertigt.

Viele Grüße
Clemens
 
Vernian Am: 11.03.2021 11:15:00 Gelesen: 4026# 186 @  
@ Journalist [#181]

ja die Postapp zeigt die jeweilige Druckerei an. Daher stellt sich hier natürlich nun die interessante Frage, ist dies ein ausreichendes Kriterium für Michel, die als Unternummer im Katalog zu erfassen ? - oder müssen hier weitere Unterschiede vorliegen und wenn ja welche z.B. anderes Druckraster und oder ... ?

Also für mich stellt sich ja die Frage der Kriterien der Katalogerfassung hier ganz deutlich. Man muss hier ja langfristiger denken: Wie lange (wie viele Jahre) werden derartige Informationen auslesbar sein? Und wie unterscheidet ein Sammler, der die entsprechenden Hilfsmittel nicht zur Verfügung hat, derartige Unterscheidungen, die nur mittels entsprechender Auslesung des DMC möglich sind? Ich denke unterschiedliche Erfassungen in den Katalogen (und Bewertungen) kann man nur machen, wenn die Unterscheidungen mit normalen und einfachen Hilfsmitteln wie Auge, Lupe und ggf. auch noch Mikroskop, UV-Lampe ... auch in 100 Jahren noch erkennbar sind. Ob die elektronischen Informationen der DMC noch in 10, 15, 25 Jahren mit verfügbarer Technik abgerufen werden können ist hingegen angesichts der Schnelligkeit der digitalen Entwicklungen fraglich. Zwar sind neuere Programme oftmals in der Lage auch ältere Informationen zu lesen und zu verarbeiten, aber gilt das auch für die von der Post verwendete- DMC Technik? Wenn jetzt diese Information der Druckerei schon nur mittels der Post-App und nicht mittels anderer DMC-Apps verfügbar ist, dann sehe ich da schwarz.

Ich denke eine Briefmarke ist in erster Linie eine "Hardcopy-Produkt" und zu erfassende Unterschiede müssen auch noch problemlos in 100 Jahren erkennbar sein. Ob dies mit digital auf einer Marke abgelegten Informationen der Fall sein wird ist aber m.E. mehr als zu bezweifeln! So wie viele Programme aus der DOS-Zeit bereits auf WIN95-Rechnern nicht mehr nutzbar waren (weil ihre Ausführungsgeschwindigkeit nicht von der Geschwindigkeit der Prozessoren abgekoppelt war und Rechner mit WIN95 bereits nur noch auf deutlich leistungsfähigere Prozessoren angewiesen waren als vorherige Geräte, weshalb ältere Programme so schnell leifen das sie in Sekundenbuchteilen beendet waren...) dürfte es als sehr fragwürdig sein wie lange diese Informationen irgendwie "für jedermann" auslesbar bleiben. Und das man als Sammler sich extra 20 oder 30 jährig veraltete Smartphones oder PC's bevorratet um derartige Unterscheidungen auszulesen ist ja wohl utopisch - ganz abgesehen davon das diese Apps Internetgebunden sind und nach entsprechender Zeit wahrscheinlich auch keine Verbindung mehr bekommen weil die dahinter stehenden Datenbanken nicht mehr existieren.

Anders gesagt: Eine Erfassung von Unterschieden der DMC-Informationen bei Briefmarken ist zwar sicherlich interessant, kann aber kein katalog- und bewertungswürdiges Unterscheidungskriterium sein.

Meint

Vernian
 
Matthias91 Am: 11.03.2021 11:23:19 Gelesen: 4021# 187 @  
Hallo Vernian,

da stimme ich dir vollkommen zu.

Bei der Marke Digitaler Wandel sind die Unterschiede aber sehr deutlich auch so zu erkennen. Ich denke, diese wird auch im Katalog unterschieden.

LG

Zur Frage von Auflagenunterschieden von Neuheiten ausserhalb des Datamatrixcoder siehe

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=15560&CP=0&F=1

 
Vernian Am: 11.03.2021 15:57:05 Gelesen: 3963# 188 @  
@ Matthias91 [#187]

Dem kann man nicht wiedersprechen, und so hatte ich es ja auch ausgedrückt. Mit normalen Mitteln erkennbare Unterschiede, besser noch: rein optisch erkennbare Unterschiede - sind mit Sicherheit katalogwürdig, mindestens in einem Spezialkatalog.

Best

V.
 
DL8AAM Am: 11.03.2021 16:17:13 Gelesen: 3959# 189 @  
@ Vernian [#186]

Ich sehe das ähnlich, außer

Eine Erfassung von Unterschieden der DMC-Informationen bei Briefmarken ist zwar sicherlich interessant, kann aber kein katalog- und bewertungswürdiges Unterscheidungskriterium sein.

"wir" finden die optische "Pixel-Cluster" Position im Post-DMC, falls es überhaupt eine feste Position für diesen Dateninhalt geben sollte.

Beste Grüße
Thomas
 

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