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Thema: Indien: Indische Staaten Hyderabad Marken bestimmen
M.P.D. Am: 24.03.2020 20:00:39 Gelesen: 986# 1 @  
Hallo,

ich habe im Album diese Marke aus Hyderabad/Indien von 1871 gefunden und bei der Recherche gemerkt, dass die (so vermute ich) recht selten ist.

Kann mir da evtl. jemand was zu sagen?

Für eine Antwort bin ich dankbar.

Gruß
Mike



 
Martin de Matin Am: 24.03.2020 20:36:00 Gelesen: 978# 2 @  
@ M.P.D. [#1]

Deine Marke ist die MiNr. 4. Im Jahr 2003 bewertete Michel diese Marke 0,20 Euro.

Von dieser Marke gibt es einige verschiedene Farbtöne, die alle, mit Ausnahme des rotlilanen Farbfehldrucks, den gleichen Wert haben. Auch nach der Zähnung (gez. 12,5) sieht es wie die billigste Variante aus. Es ist ebenso wenig ein Plattenfehler aus dem Gibbonskatalog erkennbar. Wenn die Marke selten wäre, dann wäre es nicht meine häufigste Marke von Haidarabad (mehr als 50 Stück).

Gruss
Martin
 
Quincy Am: 24.03.2020 21:06:50 Gelesen: 971# 3 @  
Jetzt war Martin de Matin schneller, solange ich in meinem alten Scott von 2009 nachgeschaut und die entsprechende Stelle kopiert habe. Scott kommt letztendlich zu einem ähnlichen Ergebnis, wie Martin schon geschrieben hat. Aber den Auszug (Patchwork) aus dem Scott zeige ich jetzt wenigstens.



Gruß
Quincy
 
M.P.D. Am: 24.03.2020 21:48:44 Gelesen: 963# 4 @  
Interessant. Das ist die einzige Marke, die ich zu Hyderabad im Album hatte und (ich vergleiche im Moment bei Stampworld) bei meiner Recherche nicht finden konnte. Bis auf ein Bild bei einer Versteigerung zu 100 Pfund, allerdings wohl mit 11 1/2 Zähnung. So kann man sich täuschen (wobei sie trotzdem hübsch ist).

Danke für eure Expertise.

Gruß
Mike
 
Sherlock Am: 08.08.2020 05:33:32 Gelesen: 490# 5 @  
Hallo,

versuche gerade, diesen "alten Knochen" zu bestimmen.

Bewegt sich wohl zwischen SG IN-HY 25 oder SG IN-HY 34.

Die Zähnung unterscheidet sich jedoch bei den Katalogangaben zu dem Ergebnis meiner Messung. Da kommt nämlich beidseitig P 12 3/4 heraus. Außerdem sieht es so aus, als wäre der Stempelabschlag eigentlich ein Überdruck. Dazu finde ich zumindest unter Hyderabad keine Entsprechung im Katalog.

Freue mich auf Antworten,

Sherlock


 
volkimal Am: 08.08.2020 08:02:26 Gelesen: 479# 6 @  
@ Sherlock [#5]

Hallo Sherlock,

zur Nummer kann ich nichts sagen. Ich habe nur den Michel. Danach ist es MiNr. 16 aus dem Jahr 1908.

Es ist ein für die damalige Zeit typischer Einkreisstempel. Oben steht die Jahreszahl, darunter der Ort und in der dritten Zeile Monat und Tag. Ganz unten ist ein Zierelement (Halbmond mit Stern).

Der Stempel wurde zweimal abgeschlagen und steht Kopf. Dieses ist die richtige Lage:



Jetzt steht oben die Jahreszahl nach dem Fasli-Kalender: ۱۳۱۹ = 1319 (Fasli) = 1909/1910 AD. Vom Rest des Datums kann ich nichts erkennen. Der Stern des Zierelements vom oberen Stempel ist genau in der Mitte der Jahreszahl vom unteren Stempel.

Viele Grüße
Volkmar
 
Martin de Matin Am: 08.08.2020 10:52:27 Gelesen: 467# 7 @  
@ Sherlock [#5]

Als Vergleich zeige ich Abbildungen des Gibbons-Nr.25 (MiNr.16I) und Gibbons-Nr.34 (MiNr.16II).



Die linken 3 sind die Nr. 25, die 4. Marke ist die Nr. 34 und die letzte dein Stück. Die Nr. 34 ist deutlich höher als die Nr. 25 und die Verzierung mittig links und rechts aussen ist deutlich länger und dabei ist das herzförmige Zierelement (siehe Pfeil) wesentlich breiter. Die Nr. 34 hat zumindest bei meinen Exemplaren immer einen dunkelgrünen Bildeindruck bei dem die senkrechten Schraffurlinien immer deutlich sichtbar ist. Im Gegensatz dazu sind die Schraffurlinien durch Abnutzung der Druckplatte bei Nr.25 teileweise nur schwach zu sehen, so das ein weisser Eindruck des Bildhintergrunds entsteht.

Zur Zähnung würde ich sagen, das 12 3/4 ja sehr nahe an 12 1/2 sind und die anderen im Katalog genannten Zähnungen durch Ersatz der ursprünglichen (12 1/2) nicht mehr voll funktionsfähigen Zähnungsleiste entstanden sind.

Gruss
Martin
 
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