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Thema: Erfahrungen mit ausländischen Tauschpartnern
- Am: 12.08.2007 16:47:23 Gelesen: 16787# 1 @  
Ich sammle schon seit einigen Jahren und habe in dieser Zeit auch mehrere Tauschpartner gehabt, die ich aufgrund von Inseraten in Fachzeitschriften gefunden habe.

Nachdem ich auch angefangen habe, österreichische Briefmarken zu sammeln, dachte ich, daß es doch sinnvoll sei, mit österreichischen Sammlern zu tauschen. Ich gab also in der Zeitschrift „Der Briefmarke“ – der gemeinsamen Zeitschrift des VÖPh (Verband Österreichischer Philatelistenvereine) und der Österreichischen Post - eine Anzeige auf. Wegen der doch recht hohen Kosten für ein Inserat war die Anzeige kurz: „Suche A, gebe D“.

Ich erhielt weit über 20 Zuschriften, etwa je die Hälfte aus Deutschland und Österreich. Aber auch je eine Zuschrift aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden war dabei – was zeigt, daß das Vertriebskonzept von „Die Briefmarke“ offensichtlich sehr erfolgreich ist: Jedes Mitglied eines Vereins des VÖPh und jeder Abonnent der Österreichischen Pots erhält die Zeitschrift kostenlos!

Hierbei fiel schon ein erster Unterschied auf:

Die deutschen Sammler hatten fast alle Rückporto beigelegt – so wie es sich hier in Deutschland inzwischen eingebürgert hat. Bei den österreichischen Zuschriften fehlte dies.

Die deutschen Sammler kamen gleich zur Sache und sagten, was sie wollten bzw. was sie bieten könnten. Teilweise lag bereits eine Fehlliste bei. Anders die Österreicher: sie stellten sich erst mal vor. Dabei wurden die beruflichen Leistungen und die erworbenen Titel deutlich angesprochen. Ich erfuhr so z.B., daß österreichische Lehrer bereits mit 56 Jahren „Pensionist“ sind. Vielleicht liegt hier der Grund, daß manche nicht wissen, wie man den eigenen Landesnamen schreibt (mit wieviel R oder in welcher Sprache?). Das eigentliche Thema, der Briefmarkentausch schien eher Nebensache zu sein. Eine Fehl- oder Bestandsliste lag bei keinem Schreiber bei.

Nun, den deutschen Sammlern schrieb ich ab, auch die österreichischen Sammler – bis auf drei – erhielten Absagen von mir. Für mich eine Frage der Höflichkeit.

Es war natürlich etwas schwierig, mit drei Sammlern gleichzeitig zu tauschen. Ich mußte da immer die Antworten zeitlich so steuern, daß ich jeweils eine aktualisierte Fehlliste mitsenden konnte.

Hier zeigten sich jetzt deutliche Unterschiede zu deutschen Tauschpartnern. Meine Fehllisten sind nach MICHEL-Katalogen erstellt, was in der Kopfzeile auch steht. Zwei Sammler bemerkten dies auch, einer nicht. Er sandte mir österreichische Marken nach meiner Liste, legte jedoch ANK-Nummern zugrunde. Nachdem ich dies dann klären konnte, erstellte ich für ihn eine eigene Liste mit Ausgabedatum, Ausgabeanlass, Nominale und MICHEL-Nummer. Aber auch das machte ihm noch Schwierigkeiten. In seiner Rückantwort fragte er nochmal, ob ich die Nummerierung nach MICHEL-Katalog verwenden würde. Ich hatte dies natürlich nicht erwähnt. Ich dachte es sei klar, daß MICHEL-Nummern auf MICHEL-Katalogen basieren. Also, suchte ich deutsche Marken zum Saldenausgleich heraus und beendete diese Tauschverhältnis – und dachte bedauernd an die frühzeitige Pensionierung österreichischer Lehrer und deren offensichtliche Folgen.

Mit zwei Partnern ist der Tausch auch einfacher. Als ich dann irgendwie zeitliche Probleme hatten, sandte ich Postkarten nach Österreich, bedankte mich für die Sendung und bat um Geduld – auch dies eine Frage der Höflichkeit für mich.

Einer der beiden Sammler wollte dann DDR-Marken und sandte mir eine umfangreiche Fehlliste. Der Tausch ließ sich gut an. Dann sandte er mir einen Schwung österreichischen Marken und kündigte eine aktualisierte Fehlliste an. Dann hörte ich nichts mehr von ihm. Na ja, dachte ich, ich stehe ja in seiner Schuld, er wird sich wohl wieder melden. Nach drei Monaten schickte ich dann eine Sendung nach Österreich zum Saldenausgleich nach der alten Liste und beendete diesen Tausch.

Der letzte jetzt verbliebene Tauschpartner wollte aktuelle deutsche Marken gestempelt. Dabei moserte er in jedem Brief über irdendetwas herum. Das meiste konnte ich nicht nachvollziehen. Die Beschaffung aktueller gestempelter Marken geht halt nicht so schnell – wenn man nicht auf die Klischeestempel der Versandstelle zurückreifen will. Die Frankatur verblieb jeweils beim Partner.

In Köln war dann ein Sonderstempel der Lufthansa angekündigt. Ich machte eine Sendung für ihn fertig und erwähnte, daß ich den Sonderstempel für ihn erhalten wolle. Dazu kam es dann leider nicht, da unser Hund sich einen Kreuzbandriß zuzog und wir kurzfristig einen Operationstermin in Duisburg erhielten. Ich mußte den Brief also in Duisburg in den Briefkasten werfen. Es kam ein beleidigter Brief mit der nächsten Sendung zurück, meine Frankatur lag bei: ein völlig verschmierter Stempel des Briefzentrums – die Marke war Schrott! Ein amüsiertes Staunen ergriff mich jedoch dann bei der Abrechnung: Er hatte seine Frankatur an mich als Tausch angerechnet! Auf diese Idee ist bisher noch kein Tauschfreund von mir gekommen. Na, ja, dachte ich, Wenn er will, machen wir es halt so. Das Beschädigungsrisiko liegt natürlich bei dem Empfänger. Mit dieser Abrechnungsvariante gingen mehrere Briefe hin und her. Und immer wieder irgendwelche Nörgeleien von ihm, vor allem nach Zuschlagsmarken fragte er immer wieder. Dabei wollte er jedoch nur komplette Sätze, keine Einzelmarken. Und nun suchen Sie mal komplette Zuschlagssätze in der Tagespost bzw. in Kiloware!

Nachdem ich eine größere Sendung nach Österreich gesandt hatte, hörte ich nichts mehr. Postkarten gibt es wohl in Österreich nicht, mit denen man dem Partner eine kurze Mitteilung machen kann. Internet hatte der österreichische Sammler nicht.

Da der Partner ja Schulden bei mir hatte, wollte ich nicht bis in alle Ewigkeit warten, wollte aber auch nicht direkt mahnen. Also erstellte ich nach einem Vierteljahr eine aktualisierte Fehlliste für österreichische Marken und sandte sie mit einem kurzen Begleitschreiben ab. Nach weiteren sechs Wochen erhielt ich eine Tauschsendung. Kein Wort, warum es so lange gedauert hat! Meine neue Liste war nicht berücksichtigt worden. Da ich keine Lust habe, deutsche Dubletten wegzugeben und mir dafür österreichische Dubletten hinzulegen, sandte ich den größten Teil der Sendung wieder zurück. Im nächsten Brief wurde wieder herumgenörgelt, wegen meiner Rücksendung: es würde doch erheblich Zeit kosten, die Marken für die Sendung herauszusuchen, usw, usf. Da verlor ich die Lust: Ich bestellte bei der Versandstelle gestempelte Marken, schicke sie nach Österreich und beendete das Tauschverhältnis.

Ja, da glaubt man, daß Sammler doch irgendwie das gleiche Interesse haben. Und doch gibt es erhebliche Unterschiede in der Mentalität!
 
AfriKiwi Am: 13.08.2007 00:34:17 Gelesen: 16779# 2 @  
@ italiker [#1]

Hallo Klaus,

Das ist ein schöner Beitrag, eine gute Geschichte der Tatsache und mußte oft laut Lachen.

Meine schönste Austauschzeit war als ich so in SA mit rund 14 Jahresalter so ein ganzer stoß Südafrika und wahrscheinlich deutsche Marken nachen Australien veschickte.

Meine Adresse war in der 'Rasselbande' und/auch im 'Sternchen' von 'Die Stern'.

Kann mich noch erinnern daß ich noch an einem Tag 6 Briefe bekam - ein Rekord. Ein schönen dicken Brief der heutzutage wahrscheinlich geplündert wird. Schöne Abstemplung wenn er gerade nicht so dick war. Wußte selbst noch nicht viel von Briefmarken, es ging ja aber um Quantität.

Es war halt schon eine bessere Zeit für den Briefmarken penpal.

Der Österreicher ist ein gemütlicher Mensch und läßt sich nicht hetzen mit ein PC und wenn der 56 Jahre 'Pensionist' noch liefern möchte, gehts auch noch mit 3xr, wenn er kann !!!

Du bist ja ein deutscher 'Gentleman', Rückporto bei Anfragen sollte Normal sein von überhaupt Deutschland. Ich schätzte auch Sammler vom Ausland die ein IRC dazulegten für eine Antwort. Es ist immer herausfordernd, Sammler im Ausland zu finden mit Kenntnis der deutsche Sprache und meistens Gold Wert.

Es ist auch in der Tat so und war auch immer so gewesen daß der ältere Sammler viel mehr erwartet und meistens Deine Wünsche glatt vorbeiliest.

Man würde auch Denken daß alles viel besser und schneller geht mit dem Internet, manche alten Hasen Denken halt der Fuchs sucht nur jüngeres Fleisch - verkehrt ! Heute dreht sich alles mehr über die besser Kommunikation nur schade daß auch da manchmal die Höflichkeit vergessen wird.

Erich

Unten auch der Papst war Höflich und trug ein Lesotho Hut und Decke um sich. Egal ob es Protokoll ist, er war Mensch !


 
- Am: 13.08.2007 12:53:07 Gelesen: 16773# 3 @  
@ AfriKiwi [#2]

Hallo Erich,

ich wußte gar nicht, daß es die "Rasselbande" auch in Südafrika gab/gibt. Meine Geschwister und ich haben sie auch gelesen. Und dann wurden die Hefte jahrgangsweise gebunden. Bei uns im Dorf gab es eine Buchbinderei und Druckerei der Marianhiller Missionare, die auch Privataufträge angenommen hat. Ich weiß gar nicht mehr, wo die gebundenen Jahrgänge verblieben sind.

Ja, der Beitrag "Umgang unter Tauschpartnern", den Richard ins Forum gestellt hat, hat mich angeregt, mal über meine Erfahrungen zu berichten. Trotz der gemeinsamen Sprache versteht man sich halt manchmal nicht so ganz.
 
AfriKiwi Am: 14.08.2007 02:32:19 Gelesen: 16764# 4 @  
@ italiker [#3]

Hallo Klaus,

Ja, so in der nähe von vor 1955 hatten meine Großeltern ein Abo eingestellt. Der Verkaufsmann hat eine Rasselbande vorgezeigt worauf ein schöner bunter Papagei war. Hinten war so eine Adressliste für Briefmarkensammler. Zur Zeit noch schreibe ich eine Freundin die ich in den 60er Jahre angeschrieben habe (mit Rechtschreibprüfer - wordpro).

Mit dem Umzug 1955 ging die Rasselbande nach unser SA Adresse. Ich kann mich gar nicht erinnern ob es überhaupt zu kaufen gab in Johannesburg obwohl ich später durch der Buchhandlung meine Michel Rundschau bekommen habe und meine Mutter Ihr Stern.

Irgendwann und wie bleibt vieles hinter mit so einem Umzug - von Kontinent zu Kontinent zu Insel.

Erich
 
- Am: 14.08.2007 12:56:09 Gelesen: 16761# 5 @  
@ AfriKiwi [#4]

Die Rasselbande gibt es ja nicht mehr. Sie paßt mit ihrem Familienbild - behütete Kinder in intakten Familien - auch nicht mehr in die "moderne" Zeit. BRAVO ist heute angesagt - und für uns Ältere die Apotheken-Umschau!
 
AfriKiwi Am: 15.08.2007 00:40:56 Gelesen: 16756# 6 @  
@ italiker [#5]

Hallo Klaus,

Ganz verstehe ich nicht Deinen Beitrag.

Es ist aber auch wirklich schlimm mit der immer mehr werdene mehrzahl von un-intakten Familien.

Meine Rat ist, sie sollen lieber Briefmarken Sammeln !!

Erich


 
AfriKiwi Am: 07.12.2007 08:33:46 Gelesen: 16675# 7 @  
Hallo Alle,

Wie steht es bei Euch ?

Schickt Ihr Einschreibe Brief in Ausland and Tauschpartner wenn der Inhalt schon etwas Wert ist.

Oder läßt Ihr das gleich Versichern als Wertbrief.

Habe gerade gelesen daß Einschreibebrief eher eine Einladung zur Klauerei ist.

Meint Ihr, und so sieht von meiner Seite aus, daß Einschreibebriefe Geldverschwendung ist !

Einschreibe Briefe sind auch hier von der Post Versichert für 250NZ$, zum Glück habe ich es nicht testen müßen.

Wie sicher ist Auslandpost ? Wo habt Ihr schon Probleme gehabt ?

Hatt jemand schon schlechte Erfahrung mit geplünderte Briefe gemacht ?

Erich
 
Georgius Am: 07.12.2007 14:06:16 Gelesen: 16665# 8 @  
@ AfriKiwi [#7]

Hallo Erich,

Seit ca. 12 Jahren betreibe ich Auslandstausch und habe Sendungen mit Briefmarken immer per Einschreiben verschickt und bekommen. In dieser Zeit sind 2 Einschreiben verloren gegangen, nachweislich auf dem Verantwortungsbereich der Deutschen Post.

Ein Brief ging verloren nach Ungarn und der andere von Litauen nach Deutschland. Bei beiden Einschreiben erfolgte kein Ersatz durch die Post. Unter ziemlich fadenscheinigen Ausreden wurden diese Briefe halt nicht mehr aufgefunden, obwohl der Laufweg ja nachgewiesen sein müßte, denn sonst wären es wohl keine Einschreiben.

Im Ganzen gesehen kann man aber sagen, daß sich der Diebstahl von Einschreibbriefen in Grenzen hält, die noch erträglich sind. Allerdings habe ich keine Erfahrungen im Tausch mit Übersee-Ländern, da ich solche Marken nicht sammle.

Ein schöne Adventszeit wünscht mit freundlichen Grüßen

Georgius
 
AfriKiwi Am: 07.12.2007 23:16:22 Gelesen: 16651# 9 @  
@ Georgius [#8]

Ich habe seit 1981 Sendungen (Einschreiben) verschickt von Südafrika nach Deutschland wobei etwa 6 Stück geplündert wurde zwischen 1990-2002.

Diese Briefe verschwanden bei der Übergabe von den Carriers (Fluggesellschaften) zur Post.

Aber wie sicher sind Einschreibebriefe heute ? Ist der Versand per Normalpost besser weil es natürlich größeren Massen sind ?

Die Briefe sind natürlich nie zu finden und die SA Post hat dann auch immer so ein Wert zurück gezahlt. Aber so wie es ist, sind manche Marken einfach nicht zu ersetzen.

Mit Ausland und Übersee mache ich keinen Unterschied denn alles wird per Luftpost befördert und die Piraten sind ja überall.

Bei Ungarn und Litauen sollten man Vorsicht halten. Soll nicht heißen das es gerade hier Probleme sind aber die Art von Versand kann vielleicht verbessert werden.

Die NZ post ist gut mit Postzustellung und hatte noch kein verlorenen Brief. Dafür ist Frankatur - Null.

Wer hat noch solche Problem Länder ?

Erich
 
ugak Am: 08.12.2007 22:02:37 Gelesen: 16633# 10 @  
Jahrelang hatte ich mehrere ausländische TP (Finnland, Argentinien, Luxemburg...).
Mit den weit entfernten TP hatte ich nie Probleme, sie stiegen aus wegen Alter & wirtschaftlichen Problemen (Arg.). Eine Tauschsendung ging bisher nie verloren (toi, toi, toi).
Nur der aus Lux. hat anscheinend von uns Deutschen (Schnäppchenjagd) zuviel gelernt; er schickte mir generell nur 2. & 3. Wahl.
Zur Zeit habe ich u.a. im BMS eine Annonce zu laufen mit auch durchaus unterschiedlichem Ergebnis. Da ich ja Motivsammler (Vögel, Säugetiere, Schmetterlinge, Dampfloks, Flugzeugtypen **)weltweit bin, ist ja die pot. Menge der Sammler begrenzt. Mit Vielen kam/ kommt ein erfreulicher Tausch (für beide Seiten) zustande. Manche teilen mir aber nur mit, dass sie dasselbe sammeln und erwarten von mir die 1.Aktivitäten. Damit kann ich wenig anfangen.
Also beim Tausch sollte man doch ein konkretes Angebot/ Wünsche mitteilen.

Schönen 2. Advent

Bernd
 
Richard Am: 09.12.2007 21:27:50 Gelesen: 16614# 11 @  
Unser Mitglied Saguarojo schreibt in einem anderen Forum zum Thema:

Tauschpartner in China

Hallo,

wer hat Erfahrungen mit Tauschpartnern in China. Meine ehemaligen Tauschpartner in China haben mir immer wieder Ärger eingebracht. Oft meinten sie, dass die Sendung nicht angekommen ist. Dann wiederum wurde nicht oder nur zum Teil bezahlt. Bei zwei anderen war es so, dass ich beiläufig erwähnt habe, schon zweimal in China gewesen zu sein. Und schon haben sie den Kontakt abgebrochen. Hatten die Angst, dass ich mal vorbei komme? Wie sehen Eure Erfahrungen aus?

Saguarojo
 
AfriKiwi Am: 09.12.2007 23:05:15 Gelesen: 16611# 12 @  
@ Richard [#11]

China - Einschreiben hin und erwarte Dein Tausch als Einschreiben zurück.

Alles was ich je von China bekommen habe, kam als Einschreiben. Der Inhalt in bester Erhaltung was man nicht immer sagen kann zum Briefumschlag, aber meistens klappte es.

Erich


 
chrisskywalker Am: 01.02.2008 22:25:06 Gelesen: 16569# 13 @  
@ AfriKiwi [#7]

Meine Erfahrungen mit Einschreibe Briefen sind unterschiedlich. Sendungen aus China und den vormaligen Sowjetrepubliken kommen zu 99% als Einschreiben bei mir an. Bis heute ist nur 1 Einschreiben, das aus Aserbaidschan kam, verloren gegangen.

Umgekehrt sieht die Sache anders aus. Einschreiben, die ich verschickt habe, gehen öfter mal verloren. Meine Nachforschungsanträge dauern bis zu 7 Monaten bevor ich eine Antwort erhalte. Bekam vor ein paar Wochen eine Mitteilung der Belgischen Post, dass die Post des Bestimmungslandes (Ägypten) nicht geantwortet hat. Ich bekam die gesetzlich vorgeschriebene Entschädigung ausgezahlt.

Gegenwärtig schicke ich alles nur noch mit normaler Luftpost und verteile wertvolle Sendungen auf verschiedene Briefe, die ich auch an verschiedenen Tagen abschicke. Mit dieser Methode arbeite ich seit ca. 2 Jahren und bis jetzt ist noch kein Brief verloren gegangen.

Gruss

Holger
 
doktorstamp Am: 02.02.2008 02:42:25 Gelesen: 16565# 14 @  
Wenn ich Einschreiben oder Wertbriefe verschicke dann grundsätzlich mit Freimarken oder Labels (allerdings mit der Einführung gingen welche verloren).

Nach Litauen ist mir kein Einschreiben verloren gegangen, alle mit Freimarken verschickt.

Nach Südamerikanischern Ländern, da sind 8 von 12 Einschreiben verlaufen. Zwei der verlorenen Briefe sind nachweislich ausgehändigt worden. Dank Paypal stand ich da ohne Marken und ohne Geld. Nachforschungsanträge und Ergebnisse total verachtet. Der Kunde ist bei Paypal Herr.

Aber Paypal/Ebay ist ein Thema für sich.

mfG

Nigel
 
Georgius Am: 02.02.2008 18:36:33 Gelesen: 16549# 15 @  
Erfahrungen mit Briefmarkensammlern im Ausland konnte ich bereits im Vorfeld eines möglichen Tausches hier in diesem Forum machen.

Da gibt es Fehllisten, auf die ich mit entsprechendem E-mail-Angebot reagiert habe. Da gibt es Dublettenlisten dieses Sammlers mit großem Markenangebot des Landes XXX, wobei sich auf Nachfrage dann herausstellt, daß man da nur spärlich besattelt sei.

Auf eine von mir per E-Mail abgesendete Fehlliste des mich interessierenden Landes XXX an den bewußten Sammler habe ich bis heute noch keine Antwort erhalten. Was ist das für ein Spielchen?

Ich bin nun sehr im Zweifel, ob die in Briefen angewandte normale Höflichkeit für den E-Mail Verkehr überhaupt noch gilt? Oder, geht es überhaupt um Tausch, oder um das sich Profilieren wollen?

Bis jetzt hat sich in diesem Forum noch kein Tauschkontakt für mich ergeben, obwohl ich per Brief-Post seit Jahren Hunderte von Tauschkontakten pflegen konnte und etliche davon noch heute bestehen.

Diese Fragen mußte ich einfach einmal in den Raum stellen!

Welche Meinungen gibt es dazu?

Das fragt
Georgius
 
Richard Am: 03.02.2008 21:07:29 Gelesen: 16523# 16 @  
@ Georgius [#15]

Dein Beitrag ist berechtigt, hat aber nichts mit Erfahrungen mit ausländischen Tauschpartnern zu tun.

Ich arbeite unter anderem an einer 'Bewertungsliste für Tausch- oder Handelspartner' auf den Philaseiten. Das ist nicht ganz einfach und muss sehr gründlich durchdacht sein.

Wenn kein Tausch oder Handel zustande gekommen ist, kann auch nichts bewertet werden. Möglicherweise werde ich aber Hinweise auf solche Vorkommnisse mit aufnehmen, um die Qualität zu verbessern.

Ich habe dieser Tage einen neutralen Beitrag über Ebay gelesen, der eine Bewertung von Handelspartnern zur Voraussetzung im guten Umgang miteinander machte. Wenn ich ihn wieder finde, werde ich die betreffende Textstelle hier ins Forum setzen.

Bitte lass mir Zeit, dem Problem nachzugehen und eine Lösung zu finden.

Schöne Grüsse, Richard
 
Sammler-Henn Am: 04.02.2008 20:19:30 Gelesen: 16494# 17 @  
Auch ich habe einen umfangreichen Tausch mit Sammlerfreunden im Ausland.

Mir sind auch Briefe verloren gegangen. Dies waren Briefe nach Polen, Lettland und Litauen. Ich habe festgestellt, dass besonders Briefe um die Weihnachtszeit nicht ankamen. Hier wird die Ursache an den zahlreichen Aushilfskräften liegen, die die Postverwaltungen zu dieser Zeit einstellen. Ich habe mit meinen Tauschpartnern vereinbart, dass im Dezember keine Tauschbriefe zum Versand kommen und wir sind gut damit gefahren.

Mit freundlichen Grüßen

Sammler-Henn
 
AfriKiwi Am: 14.07.2011 00:24:03 Gelesen: 14908# 18 @  
Alle, da es heute noch gilt !

Tipps zum Nachdenken unter diesem Titel:-

>>Ich habe mit meinen Tauschpartnern vereinbart, dass im Dezember keine Tauschbriefe zum Versand kommen und wir sind gut damit gefahren.<<

>>Ich bin nun sehr im Zweifel, ob die in Briefen angewandte normale Höflichkeit für den E-Mail Verkehr überhaupt noch gilt? Oder, geht es überhaupt um Tausch, oder um das sich Profilieren wollen?<<

>>Wenn ich Einschreiben oder Wertbriefe verschicke dann grundsätzlich mit Freimarken oder Labels<<

>>Einschreiben, die ich verschickt habe, gehen öfter mal verloren. Meine Nachforschungsanträge dauern bis zu 7 Monaten bevor ich eine Antwort erhalte<<

>>Die deutschen Sammler kamen gleich zur Sache und sagten, was sie wollten bzw. was sie bieten könnten.<<

Diese Tipps gelten wohl noch heute. Dank Philaseiten ergibt das Tauschforum wohl allgemeine ehrbaren Tauschpartner.

Erfahrung. Tatsache ist Kommunikation. Ein vornehmender Tauschpartner eines ehemaligen Sovietblocklandes hatte mich angeschrieben (in gutem Englisch und nicht auf PS) und wollte tauschen.

Meine erste Antwort erfaßte einige Fragen zur besseren fliessenden Kommunikation - seine email address. In seine Antwort wurde nicht darauf reagiert und er bot mir eine Liste an was nicht zu sehen war in seine Antwort.

Um die Geschichte kurz zu machen - gingen gleich die Vorsichtlichter an und ich habe ihn mitgeteilt daß ein Tausch wegen Kommunikationsmangel nicht möglich wäre.

Es scheint vielleicht kraß aber wenn man so aneinander vorbei redet und vermag sich nicht verständlich zu machen, geht es gleich schief. Wer tauschen will muß sich in einer verständlicher Sprache ausdrücken können, das macht Thematische Sammlung oder Stücktausch leichter.

Bei manchen Tauschpartnern brauch man gar nicht lange zur schreiben und nur Briefmarken oder sonst zu schicken.

Der Kommunikationsausgleich ist für beide Tauschpartner klar und verständlich in einer Sprache worauf beide regieren können.

Einfach gesagt, unverständliche Transaktionen ergibt Verluste und eine frühere Absage erspart viel Ärger.

Erich
 
Pilatus Am: 15.07.2011 01:40:56 Gelesen: 14841# 19 @  
Da habe ich wohl riesiges Glück gehabt. Ich hatte 13 Tauschpartner im Ausland. 3 in der Sowjetunion, ebenfalls 3 in Indonesien und jeweils einen in Österreich, Israel, Australien, Schweden, Dänemark, Polen und in der CSSR. Mir ist innerhalb von rund sieben Jahren nicht ein Brief verloren gegangen. Weder in der einen noch in der anderen Richtung. Allerdings war das von 1957 bis 1964.

Ob sich der Zeitgeist in diesen Jahren "global" verändert hat frage ich mich da heute auch.

Beste Grüße Pilatus
 
AfriKiwi Am: 15.07.2011 04:05:22 Gelesen: 14838# 20 @  
@ Pilatus [#19]

Hallo Pilatus,

Du hast riesiges Glück gehabt, zweifellos. Ich habe die meisten verloren in den 80 Jahren danach kaum. Ich glaube der Dienst ist Global viel verbessert grundsätzlich wegen Kontolle verschieder Art, mit noch einigen schlechten Äpfeln um die Sammler.

Wären die Leute besser bezahlt, wird das Risiko weniger interessant und dann bleiben nur Landpiraten.

Erich
 
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