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Thema: **** Blindensendung aus Funchal von 1940 nach Grave, NL 8 Jahre unterwegs
Franz-Karl Lindner Am: 24.06.2020 15:23:59 Gelesen: 582# 1 @  
Blindensendung aus Funchal von 1940 nach Grave, NL 8 Jahre unterwegs

Hallo zusammen,

habe vor einigen Tagen einen Blindenbrief (rechts" "Impresso para cegos" aus Funchal, Madeira 13.3.1940 ins holländische Grave erworben. Frankiert wurde der Brief mit 4 centavos. Der Ankunftstempel aus Grave trägt das Datum 4.3.1948! Der Brief soll über Frankreich befördert worden sein; die französische Post soll aber Post in einem Schloss/einer Burg eingelagert haben. Diese Post soll erst im März 1948 wieder entdeckt und dann weitergeleitet worden sein. In Amsterdam erhielt der Brief einen Aufkleber "Amsterdam März 1948/Verzögert auf Grund der Kriegsbedingungen". Letztendlich wurde der Brief dann auch noch nach Enschede weitergeleitet. So, das was ich "oberflächlich" weiß.

Wer nun kann mir diesen Weg vielleicht etwas genauer erklären? Warum kam es zum Umweg der Beförderung? Wie war der Weg nach Frankreich und wohin dort genau? Wo wurde die Post denn wohl eingelagert und dann vergessen? Wer hat sie wieder ausgegraben und, und und.

Ganz abgesehen davon, ist mir das Porto von 4 centavos nicht bekannt. Also ein echt postgeschichtlicher Beleg mit vielen Fragen. Bin gespannt, wer Licht ins Dunkel bringen kann.

Schon jetzt danke!
Franz-Karl


 
ligneN Am: 25.06.2020 12:47:18 Gelesen: 535# 2 @  
Sendungen mit diesen Aufklebern "Amsterdam Maart 1948" gibt es sehr zahlreich. Und reichlich davon war in den letzten Jahren auf dem Markt, auch dank Auflösung einer großen Spezialsammlung Zensur u.a. bei Corinphila-NL.

Auch die damaligen Zeitungsmeldungen bringen nur die Geschichte mit dem Schloß. Eine andere Geschichte ist die von einem Zug, der umgeleitet wurde.

https://actl.forumgratuit.org/t1412-amsterdam-maart-1948

Translate.google.com sollte ausreichen.

Da werden auch Sendungen nach zB Belgien gezeigt, die eben nicht diesen Aufkleber der NL-Postverwaltung tragen.
 
Regis Am: 25.06.2020 15:14:49 Gelesen: 513# 3 @  
@ Franz-Karl Lindner [#1]

Zur Gebühr: Ein UPU Brief kostete 1 Escudo 75 Cent. Blindensendungen kosteten allgemein sehr wenig. 4 Centavos waren ca 0,55 PF - also beinahe fast garnichts. Da Porto nicht ausgewiesen wurde, dürften 4 C ausgereicht haben.

Gruß Regis
 
Franz-Karl Lindner Am: 25.06.2020 19:49:38 Gelesen: 481# 4 @  
Danke für die Infos. Haben sehr geholfen.

Franz-Karl
 
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