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Thema: Alliierte Besetzung: Ortsnotstempel aus der Zeit nach 1945
Das Thema hat 90 Beiträge:
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wessi1111 Am: 20.06.2024 05:41:56 Gelesen: 18392# 66 @  
Hallo zusammen,

das Handbuch Arenz/Kahl/Richter: Ortsnotstempel Deutscher Postanstalten 1945-1953 ist 2001 erschienen.

In den mehr als 20 Jahren seit Erscheinen sind in den Rundbriefen der Arge DeuNot diverse neue Ortsnotstempel bzw. -kandidaten vorgestellt worden.

Da es mit der Zeit unübersichtlich wurde, habe ich eine Tabelle mit allen Ortsnotstempeln aus dem Handbuch sowie allen in den weiteren Rundbriefartikeln behandelten Ortsnotstempeln erstellt. Diese Tabelle ist zusammen mit einer großen Anzahl Ortsnotstempelkandidaten in einem 50-seitigen Artikel im Rundbrief 105/2024 der Arge DeuNot veröffentlicht worden.

Auf der Homepage der Arge DeuNot ist im Bereich "Forschungsberichte" [1] ein Auszug aus diesem Artikel veröffentlicht, den ich hier wiedergeben möchte.





Gruß
Wessi

[1] http://www.deunot.de/forschungsberichte/
 
wheilmann Am: 20.06.2024 09:57:49 Gelesen: 18363# 67 @  
@ wessi1111 [#66]

Hallo Wessi,

sehr schön, würde mich sehr interessieren, wenn den Zeilen je ein Früh- und Spätdatum beigefügt wäre.

Ich gehe davon aus, dass auch in dem Handbuch "Arenz/Kahl/Richter: Ortsnotstempel Deutscher Postanstalten 1945-1953 ist 2001" ebenfalls dies Daten fehlen. Ist das so richtig?

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Gruß Wolfgang

Nachtrag: Hat sich erledigt. Ich sehe soeben in der Ablichtung von "bernhard / # 63" unter "4." die Angaben "10.45 - 8.46"
 
Dieter 66 Am: 25.09.2024 20:27:13 Gelesen: 17087# 68 @  
Hallo,

hier ein neuer Beleg.

Einschreiben von Rübenach nach Wuppertal mit Freivermerk, fünfzeilig. Stempel Rübenach 10.2.47, sehr frühe Verwendung.

Ungewöhnlich, da bereits im Sommer 1946 in der britischen Zone, ausreichend Markenmaterial zur Verfügung stand, dass hier noch eine Barfrankatur zur Anwendung kam.

Der fünfzeilige Freivermerk in dieser Form wird im Richter Handbuch nur als „anderer Typ“ benannt. Hier nun auf dem Brief die passende Abbildung dazu.

Zum Vergleich die Abbildung des bekannten Freivermerk 6096, siehe unten.

Wie in vielen Orten, durften nach Mai 1945 keine Stempel mit III. Reich Symbolik oder Hinweise mehr verwendet werden. Zu Anfang wurden s.g. „Ortsnotstempel“ verwendet.

Selten ist hier die Verwendung, dess Ortsnotstempel auf dem Einschreibezettel. Hier bediente man sich eines alten Feldpostaufklebers und versah diesen mit dem Ortsnotstempel.

Da im Richter Handbuch die Abb. Nr. 6097 frei gelassen wurde, nehme ich diese mal einfach als neue Nr. für den Freivermerk.



Rübenach-D2-52-G-6097



Schönen Gruß Dieter
 
Dieter 66 Am: 25.09.2024 20:27:13 Gelesen: 17087# 69 @  
Hallo,

hier ein neuer Beleg.

Einschreiben von Rübenach nach Wuppertal mit Freivermerk, fünfzeilig. Stempel Rübenach 10.2.47, sehr frühe Verwendung.

Ungewöhnlich, da bereits im Sommer 1946 in der britischen Zone, ausreichend Markenmaterial zur Verfügung stand, dass hier noch eine Barfrankatur zur Anwendung kam.

Der fünfzeilige Freivermerk in dieser Form wird im Richter Handbuch nur als „anderer Typ“ benannt. Hier nun auf dem Brief die passende Abbildung dazu.

Zum Vergleich die Abbildung des bekannten Freivermerk 6096, siehe unten.

Wie in vielen Orten, durften nach Mai 1945 keine Stempel mit III. Reich Symbolik oder Hinweise mehr verwendet werden. Zu Anfang wurden s.g. „Ortsnotstempel“ verwendet.

Selten ist hier die Verwendung, dess Ortsnotstempel auf dem Einschreibezettel. Hier bediente man sich eines alten Feldpostaufklebers und versah diesen mit dem Ortsnotstempel.

Da im Richter Handbuch die Abb. Nr. 6097 frei gelassen wurde, nehme ich diese mal einfach als neue Nr. für den Freivermerk.



Rübenach-D2-52-G-6097



Schönen Gruß Dieter

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Barfrankaturen als Notbehelf nach 1945 die nicht im Richter Handbuch stehen"]
 
GSFreak Am: 27.09.2024 01:12:08 Gelesen: 17009# 70 @  
@ Dieter 66 [#69]

Hallo Dieter,

in Rübenach gab es ein Zweigpostamt des Postamtes Koblenz 2. Dieses Zweigpostamt bzw. seine Barfrankaturen und Notentwertungen waren schon mehrfach Gegenstand skeptischer Betrachtungen. So steht es in einem achtseitigen Beitrag von Hartmut Arenz im Rundbrief 50 (Januar 1993) der Bundesarbeitsgemeinschaft DEUTSCHE BARFRANKATUREN UND NOTENTWERTUNGEN (Vorgängerin der Arge DEUNOT).

Vieles aus Rübenach ist Mache (Urheber dieser Sammlerbelege war ein Hans Detloff) - aber nicht alles.

Die von Dir gezeigten Freivermerke sind in dem genannten Beitrag beschrieben. Möglicherweise ist noch ein Exemplar des Rundbriefes über Herrn Weidenbach in Ingelheim zu beziehen (Kontaktdaten siehe http://www.deunot.de ). Ich habe evtl. auch noch ein Exemplar übrig. Da muss ich aber suchen. Über E-Mail kann ich Dir auch die Telefonnummer von Herrn Arenz zukommen lassen. Er kann Dir sicherlich den aktuellen Kenntnisstand zu Rübenach-Belegen darlegen.

Beste Grüße
Ulrich
 
Dieter 66 Am: 27.09.2024 14:31:26 Gelesen: 16941# 71 @  
@ GSFreak [#70]

Hallo Ulrich,

das ist schon interessant, da rückseitig als Absender der Herr Detloff aufgeführt ist. Verstehe ich unter Mache bewusst philatelistisch manipuliert, allerdings keine Fälschung. Ist das so?

Ich habe mir jetzt das Handbuch "Ortsnotstempel" bestellt, da mir doch der eine oder andere Beleg in die Hände fällt.

Ich schaue mal nach, ob die Arge den Rundbrief noch vorrätig hat. Ansonsten melde ich mich gerne bei dir.

Wie sieht es den mit diesem, etwas ramponiertem Beleg aus? Ich lasse es mal völlig unkommentiert.



Vielen Dank.

Schönen Gruß Dieter.
 
GSFreak Am: 27.09.2024 16:12:06 Gelesen: 16923# 72 @  
@ Dieter 66 [#71]

Hallo Dieter,

dieser Skelettstempel kommt stets zusammen mit einem weiteren Stempel mit Ortsname "Rübenach" vor. Die bisher bekannte Verwendungszeit des Skelettstempels reicht vom 24.12.1945 bis 18.01.1947 auf Bedarfspost. Und um solche handelt es sich bei Deinem Beleg.

Beste Grüße
Ulrich
 
Stefan Am: 27.09.2024 17:17:01 Gelesen: 16911# 73 @  
@ GSFreak [#72]

Skelettstempel? Ist das die Bezeichnung für den aptierten Stempel ohne Ortsnamen?

Gruß Stefan
 
Dieter 66 Am: 27.09.2024 22:28:11 Gelesen: 16876# 74 @  
@ GSFreak [#72]

Hallo Ulrich,

vielen Dank für Deine, wie immer fundierte Beschreibung.

@ Stefan [#73]

Die Frage zu dem Stempel kann sicherlich Ulrich näher beantworten. Ich habe nur nachgelesen, dass Skelettstempel auch von anderen Postämtern benutzt wurden.

Schönen Gruß Dieter.
 
Dieter 66 Am: 08.10.2024 12:41:34 Gelesen: 16705# 75 @  
@ GSFreak [#70]

Hallo Ulrich,

vielen Dank für die Info, habe jetzt den Rundbrief 50 erhalten.

In der Einleitung fiel mir der Name Wolfang Zangl auf, der seinerzeit 1948 die Studiengruppe „A.G. Notentwertungen“ ins Leben gerufen hat.

In meiner Sammlung befinden sich tatsächlich Postkarten von ihm, die er bereits 1946 von verschiedenen Postämtern sich zusenden lassen hat.

Diese gehören allerdings in die Rubrik „Barfrankaturen nach 45“. Dort werde ich die Postkarten dann vorstellen.

Schönen Gruß Dieter.
 
Briefuhu Am: 22.01.2025 08:48:31 Gelesen: 15559# 76 @  
Ganzsachenpostkarte Michel 905 mit gelben Wertstempel 6 Pfennig, gelaufen am 14.01.1946 von Hude nach Bremen. Skelettstempel und Ortsnotstempel von 23 Hude.





Schönen Gruß
Sepp
 
GSFreak Am: 15.03.2025 10:06:01 Gelesen: 14611# 77 @  
Hallo zusammen,

hier ein barfrankierter Beleg aus Harra (Kreis Schleiz), Datum leider nicht bekannt, da Ortsnotstempel. Der Freivermerk ist eine flüssige Kombination von handschriftlichem Vermerk und integriertem Stempel.



Beste Grüße
Ulrich
 
GSFreak Am: 17.03.2025 10:52:36 Gelesen: 14500# 78 @  
Hallo zusammen,

hier ein barfrankierter Beleg aus Konradsreuth bei Hof-Saale vom 30.10.1945. Bei dem zweizeiligen Freivermerk "gebühr bezahlt" wurde das "Zustell" vor "gebühr" abgedeckt. Der recht kleine Ortsnotstempel von Konradsreuth (mit integriertem Datum ohne Jahreszahl) wurde ursprünglich von der Kraftpost zum Entwerten der Fahrscheine benutzt. Der Verwendungszeitraum in der Nachkriegszeit als Tagesstempel ist von September 1945 bis August 1946 belegt.

Zusätzlich amerikanische Zensur: Zensurstelle München.



Beste Grüße
Ulrich
 
Dieter 66 Am: 18.03.2025 23:05:15 Gelesen: 14392# 79 @  
Hallo,

ich habe hier ein Beleg, der mehr Fragen als Antworten aufwirft. Insbesondere die Angaben der einzelnen Daten sind verwirrend. Für diesen Stempel Günzburg finde ich weder im Katalog Ortsnotstempel ein Hinweis, noch bei den Barfrankaturen.

Ist das überhaupt ein postalischer Beleg oder nur von dem Pfarramt eine interne Karteikarte. Warum denn auf einer geschwärzten Urkarte 314 II. Es könnte auch sein, dass die handschriftlichen Eintragungen nach der Zusendung ergänzt wurden.

Würde gerne eure Meinung dazu hören.



Schönen Gruß Dieter.
 
bernhard Am: 19.03.2025 08:51:23 Gelesen: 14252# 80 @  
@ Dieter 66 [#79]

Hallo Dieter,

ich vermute die Karte wurde mit der Post befördert, jedoch innerhalb eines Briefumschlages.

Viele Grüße
Bernhard
 
Dieter 66 Am: 19.03.2025 16:41:40 Gelesen: 14225# 81 @  
@ bernhard [#80]

Hallo Bernhard,

ja, das wäre auch noch eine Möglichkeit.

Der rechte Stempel "Günzburg" sowie der Datumstempel haben viel Ähnlichkeit mit anderen offiziellen Ortsnotstempel.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dieser Stempel einmalig sein sollte. Es gibt meistens, auch von den seltenen, immer ein paar wenige.

Nur lässt sich der Verlauf, oder ein evtl. Postweg, wie bei vielen anderen Belegen aus der Zeit, heute nicht mehr eindeutig klären.

Dann ist es so wie es ist.
Schönen Gruß Dieter.
 
Cantus Am: 22.03.2025 04:52:59 Gelesen: 14113# 82 @  
Eschede ist eine Gemeinde zwischen Celle und Uelzen, am Rand des Naturparks Südheide, in der Lüneburger Heide. Eschede gehört zum Landkreis Celle in Niedersachsen [1].

Dazu eine Postkarte vom 13.3.1947, gelaufen von Eschede nach Celle. Da der Stempel von Eschede lediglich aus einem Einzeiler besteht, habe ich bei mir den 'Beleg bei den Poststellenstempeln einsortiert. Möglicherweise ist es auch ein Notstempel, die notwendige Literatur dazu besitze ich aber nicht.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Eschede
 
Martin de Matin Am: 22.03.2025 08:41:24 Gelesen: 14103# 83 @  
@ Cantus [#82]

Ich vermute auch, das es sich um einem Notstempel handelt, da in der Stempeldatenbank unter "Eschede" schon zu Zeiten des Königreichs Hannover in Eschede ein normaler Ortstempeltyp gab; das gleiche ist auch ab dem Jahr 1953 zu finden.

Bei https://www.philastempel.de/stempel/suchen/ort den Ort Eschede eingeben.

Im Thema "Alliierte Besetzung: Ortsnotstempel aus der Zeit nach 1945" sind einige ähnliche Stempel von anderen Orten zu sehen.

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1458&CP=0&F=1#newmsg

Vielleicht sollte man den Beleg auch dort einstellen, um eine Antwort von den Spezialisten zu erhalten.

Gruss
Martin

[Beiträge [#82] und [#83] redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv Landwirtschaft - Geräte und Maschinen"]
 
mumpipuck Am: 22.03.2025 21:20:35 Gelesen: 14084# 84 @  
@ Cantus

Hallo Ingo,

Bei stampsx ist der Stempel als Ortsnotstempel auf einer AM POST Marke angelegt mit ergänzenden Angaben:

https://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-datenbank.php?stempel_id=12690763

Burkhard
 
Cantus Am: 22.03.2025 23:02:47 Gelesen: 14055# 85 @  
Hallo,

ihr habt beide recht, es ist ein Ortsnotstempel. Ich komme zwar mit StampsX nicht so gut klar, habe aber im neuen Band von Hans Richter nachgeschlagen, dort ist der von mir gezeigte Stempel auf Seite 119 abgebildet. Da ich recht selten solche Stempel zu Gesicht bekomme, war ich leider sofort auf die Idee gekommen, mich dort sachkundig zu machen.

Richard hat meinen Beitrag und auch den von Martin de Matin bereits ins passende Thema hinüberkopiert.

Viele Grüße
Ingo
 
Jürgen Witkowski Am: 04.06.2025 18:53:46 Gelesen: 11406# 86 @  
Dieser eingeschriebene Fernbrief bis 20 g lief am 7. Feb. 1946 von Fredersdorf b. Berlin zu Herrn Prell nach Chemnitz. Abgestempelt wurde er mit dem Ortsnotstempel Fredersdorf * * b. Berlin. Auch der Einschreibstempel ist ein Provisorium statt eines Einschreibzettels. Der rückseitige Ankunftstempel Chemnitz 1 k stammt vom 13.2.46.

Die erforderliche Freimachung in Höhe von 12 Pf Briefporto und 30 Pf Einschreibgebühr, zusammen 42 Pf, erfolgte durch Freimarken der OPD Erfurt, Thüringen. 2x MiNr. 94 zu 5 Pf, 2x MiNr. 95 zu 6 Pf, 1x MiNr. 96 zu 8 Pf und 1x MiNr. 97 zu 12 Pf.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Alliierte Besetzung SBZ: Walter Prell Briefe"]
 
evwezel Am: 05.09.2025 07:55:40 Gelesen: 8226# 87 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich muss hier sofort gestehen, dass Notstempel (noch) nicht zu meinem Sammelgebiet gehören. Vor einigen Tagen bekam ich von einem Freund eine Postkarte, die am 12. Juli 1945 von Hude nach Oldenburg verschickt wurde:



Zunächst habe ich auf der Webseite
https://www.xn--posthrnchenaufdrucke-79b.de/53-3-ortsnotstempel-zur-zeit-des-alliierten-kontrollrates-hude-gruenenbaum-boedefeld-und-vehrte.html weitere Informationen über diesen Notstempel gelesen:

<< Hude ist eine Gemeinde zwischen Oldenburg und Bremen und lag somit in der britischen Zone. Das Postamt befand sich in einem Seitenflügel des Bahnhofsgebäudes von Hude.

Im Handbuch und Katalog „Ortsnotstempel Deutscher Postanstalten 1945 – 1953“ sind für den Zeitraum Juli 1945 – Juni 1948 insgesamt 6 unterschiedliche Ortsnotstempelabschläge nachgewiesen.
>>

Die Postkarte wurde nach Dr. Fritz Strahlmann verschickt, die tatsächlich unter der Adresse Lindenallee 12 wohnhaft und als Schriftsteller tätig war (siehe https://des.genealogy.net/oldenburgOld1940/search/index?lastname=Strahlmann&firstname=&value01=&value02=&value03=&value05=&value06=&value07=&value08=&value09=&value10=&value11=&value12=&pageName=&search=Search und https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Strahlmann).

Warum habe ich denn doch das Gefühl, das hier etwas nicht stimmt? Zum ersten sieht die Handschrift auf meiner Postkarte aus, als ob sie von einem Kind geschrieben wurde. Und wenn ich den Notstempel auf meiner Postkarte genauer anschaue und mit dem Notstempel von Hude in der Philastempel-Datenbank vergleiche, fällt mir plötzlich noch etwas anderes auf:

Notstempel Hude 1 - Philastempel-Database

(siehe https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/329629 ).



Notstempel Hude 2 (auf meiner Postkarte)



Die Schriftart des Ortsnamens sieht auf meiner Postkarte ganz anders aus! Haben wir hier mit einer Fälschung zu tun? Kann jemand etwas dazu sagen?

Viele Grüße

Emiel
 
bernhard Am: 05.09.2025 22:52:05 Gelesen: 8163# 88 @  
@ evwezel [#87]

Hallo Emiel,

ich habe bei deinem Beleg keine Bauchschmerzen - kann mich aber selbstverständlich irren. Dein Beleg entspricht dem gelisteten Ortsnotstempel "b", die Verwendungszeit passt auch. Da es sich um Gummistempel handelt, wird es nie eine 100%ige Übereinstimmung mit vorgegebenen Abbildungen geben.

In deinem Beitrag werden auch zwei verschiedene Notstempel gezeigt, deshalb sieht man natürlich Unterschiede. Die Schrift weckt in mir kein Unbehagen, möglicherweise hätte die Schreiberin diese Zeilen in Deutscher Schrift geschrieben, wenn es erlaubt gewesen wäre.

Zusätzlich kannst du ja mal die Abmessungen vom Gummistempel und dem Skelettstempel nachmessen, ob es hier Abweichungen gibt.



aus Arenz/Kahl/Richter, Handbuch und Katalog "Ortsnotstempel deutscher Postanstalten 1945 - 1953"

Viele Grüße
Bernhard
 
evwezel Am: 06.09.2025 08:16:54 Gelesen: 8119# 89 @  
@ bernhard [#88]

Guten Morgen Bernhard,

vielen Dank für Deine wertvolle Informationen! Hier sieht man wie wichtig es ist, einen guten Katalog zu haben. Ich kannte nämlich Typ “b” von diesem Notstempel noch gar nicht (der Notstempel von Hude in der Philastempel-Datenbank ist Typ “e”). Natürlich habe ich sofort die Abmessungen nachgemessen und alles stimmt! Ich werde Olaf zunächst fragen, ob er meinen Notstempel auch in die Philastempel-Datenbank eintragen kann.

Ein schönes Wochenende wünscht Dir

Emiel
 
Dieter 66 Am: 17.03.2026 15:14:45 Gelesen: 1022# 90 @  
Hallo,

hier war längere Zeit keiner aktiv. Dann mache ich mal weiter.

Seltener Ortsnotstempel „Fockbek über Rendsburg“ auf Kontrollratsausgabe mit zusätzlichem Skelett-Stempel. Bedarfsgerechter Fernbrief, portogerecht am 24.8.48 nach Hamburg-Altona. Ankunftsstempel xx.8.48.

Bisher unbekannte frühe Verwendung. Nach Ahrenz, Karl, Richter, Handbuch der Ortsnotstempel, war der bisher bekannte Verwendungszeitraum von. 3.49 – 9.49. auf AM-Marken.

Des Weiteren befindet sich auf dem Beleg die Kontrollratsausgabe 44I mit kopfstehenden Bandaufdruck.



Schönen Gruß Dieter.
 

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