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Thema: (?) (33) Australien Dauerserie King Georg V
Das Thema hat 41 Beiträge:
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Pepe Am: 22.08.2020 22:22:46 Gelesen: 1767# 17 @  
@ SH-Sammler [#16]

Hallo Hanspeter,

vielen Dank für die tollen Beiträge über diese unerschöpfliche Dauerserie. Ich bin eifriger Mitleser, allerdings ein großer Briefmarken Sommermuffel. Und die vielen Urlauber hier im Spreewald überlasten das Internet.



SG 76, sage-green, deutsch graugrün, P 14, W5. Entspricht: Mi 58, grün, gez.: 14½:14, Wz 3.

Beide 1925 gestempelt, rechte Marke mit Abart 'NY' verbunden.

Nochmals ein großes Lob und viel später etwas mehr.

Nette Grüße Pepe
 
SH-Sammler Am: 23.08.2020 17:17:55 Gelesen: 1734# 18 @  
@ Pepe [#17]

Hallo Pepe,

vielen Dank für Deine nette Unterstützung. Ich befürchtete, dass ich in diesem Thema wohl Alleinunterhalter sein werde.

Zur Auflockerung hier nochmals 2 Briefe, passend zu den bisher gezeigten Einzelmarken.



Melbourne, 12. Nov. 1923, nach Schaffhausen
Brieftaxe Ausland ab 01. 10. 1923 reduziert auf 3 Pence.
Frankatur mittels 1½d grün, SG 61



Adelaide, 05. Mai 1925, nach Langnau/BE
Brieftaxe Ausland ab 01. 10. 1923 reduziert auf 3 Pence.
Frankatur mittels 1½d scharlachrot, SG 77 resp. 84

Wie ist das “le” hinter dem Ortsnamen Langnau zu erklären? Kenner der alten deutschen Schrift, auch der Sütterlinschrift wissen, dass der Grossbuchstabe B in Sütterlin wie ein L aussieht. Da die Australier (nebst vielen anderen) nicht auf die Sütterlinschrift spezialisiert waren, ist eine solche Fehlinterpretation nachvollziehbar. Das Le wird somit zu Be, die Abkürzung für den Kanton Bern.
 
SH-Sammler Am: 28.08.2020 17:06:22 Gelesen: 1639# 19 @  
@ Pepe [#17]

Hallo Pepe,
Hallo Briefmarkenfreunde,

wie versprochen stelle ich heute einen Teil der nächsten Serie vor.

Mit dieser Ausgabe der Serie King George V gibt es eine Veränderung. Ab Druckperiode 1926 bis 1930 wird Papier mit einem neuen Wasserzeichen verwendet. Es ist das Wasserzeichen SG W7, kleine mehrfache Krone auf A, in anderen Katalogen mit Typ 5 bezeichnet.

Die Kopie hier ist aus meinem alten Stanley Gibbons Katalog 1981 entnommen.



Die nachfolgenden Marken wurden bei 2 verschiedenen Druckern hergestellt und beim Perforieren der Markenbogen auch Maschinen mit unterschiedlichem Zähnungsries benutzt.

Die Ausgaben zeigen je ein Zähnungsries von 14 x 14 sowie 13½ x 12½.


Weiter jetzt zu den Ausgaben der Briefmarken, erneut mit dem kleinsten Wert beginnend. Die linke Marke ist jeweils mit der Zähnung 14 x 14 gestanzt, rechts jeweils die 13½ x 12½.



SG 85, ½ Penny orange, Ausgabe Mrz 1927, Zähnung 14 x 14, Wasserzeichen W7
SG 94, ½ Penny orange, Ausgabe Nov 1928, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W7



SG 86, 1 Penny grün, Ausgaben ab Okt 1926, Zähnung 14 x 14, Wasserzeichen W7
SG 95, 1 Penny grün, Ausgaben ab Dez 1926, Zähnung 13½ x 12½. Druckplatte I, Wasserzeichen W7



SG 96, 1 Penny grün, Zähnung 13½ x 12½. Druckplatte II.

Merkmal für Druckplatte II wie bei SG 31, Spickel im Wertschild unten links.
Diese Variante ist nicht häufig, das Druckdatum nicht bekannt.

Mit SG 87 / 88 resp SG 97 / 98 wird es schwierig. Die Zuordnung der Farben ist ohne den englischsprachigen Farbschlüssel nur bedingt möglich. Die Farbpalette reicht von rot-pink scharlachrot über golden-scharlach bis zu rotbraun. Der Michel-Farbführer ist nur bedingt anwendbar. Und über Farben kann man doch so trefflich diskutieren. Nichts desto trotz, ich versuche es mal…



SG 87, 88, 1½ Penny Scharlachrot resp golden-scharlachrot, Ausgaben ab Nov. 1926, Zähnung 14 x 14, Wasserzeichen W7



SG 97, 98, 1½ Penny Scharlachrot resp golden-scharlachrot, Ausgaben ab Jan. 1927, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W7



SG 98a, 1½ Penny rotbraun, ab Sept. 1930, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W7



SG 89, 2 Pence rot-braun, Ausgabe Aug.1927, Zähnung 14, Wasserzeichen W7 (Marke links)

SG 99, 2 Pence rot-braun, Ausgabe April 1928, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W7 (Marke rechts)



SG 99a, 2 Pence rot, Ausgabe Aug 1930, Druckplatte I, Rahmenhöhe 25,6mm, Wasserzeichen W7 (Marke links)

SG 99b, 2 Pence rot, Ausgabe Sept. 1930, Druckplatte II, Rahmenhöhe 25,1mm, Wasserzeichen W7 (Marke rechts). Beide Varianten mit Zähnung 13½ x 12½,

So, für heute soll dies genügen. Die hohen Werte dieser Serie mir dem Wasserzeichen Typ 5 (SG W7) zeige ich etwas später.

Grüsse und viel Spass beim Studieren

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 30.08.2020 06:25:41 Gelesen: 1598# 20 @  
Hello again,

hier folgt der zweite Teil der Serie mit Wasserzeichen W7. Es sind die höheren Werte.

So langsam gehen mir die Farbeunterschiede aus. Es gibt nicht mehr so viele Farbvarianten wie zu Beginn der Ausgaben.



SG 90, 3 Pence ultramarinblau, Druckplatte I, Typ A, Ausgabe Dez. 1926, Zähnung 14, Wasserzeichen W7, (Marke links)

SG 100, 3 Pence ultramarinblau, Druckplatte I, Typ A, Ausgabe Febr. 1928, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W7, (Marke rechts)



SG 100, 3 Pence ultramarinblau, Druckplatte I, Typ B, Ausgabe Febr. 1928, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W7

Typenunterschied: Augenschattierung zu Schnauzer offen resp. verbunden (Kopie aus Spezialkatalog “Seven Seas”)



SG 101, 3 Pence blau, Druckplatte II (THREE PENCE dicker), Ausgabe Sept. 1929, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W7



SG 91, 4 Pence olive - gelb, Ausgabe Jan.1928, Zähnung 14, Wasserzeichen W7 (Marke links)

SG 102, 4 Pence olive - gelb, Ausgabe April 1929, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W7 (Marke rechts)



SG 92, 4½ Pence rot-violett, Druckplatte I, Ausgabe Okt.1927, Zähnung 14, Wasserzeichen W7 (Marke links)

SG 103, 4½ Pence rot-violett, Druckplatte I, Ausgabe Nov.1928, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W7 (Marke rechts)



4½ Pence rot-violett, Druckplatte II, Ausgabe vor Aug. 1930, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W7. Diese Marke wurde nur im Set mit der ganzen Serie herausgegeben. Die Buchstaben FOUR PENCE HALFPENNY sind dicker.

Per 04. Aug. 1930 gab es eine Portoerhöhung, die 4½ Pence rot-violett wurde nicht mehr benötigt und später überdruckt.



SG 103a, 5 Pence orange-braun, Druckplatte II, Ausgabe Aug. 1930, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W7.



SG 93, 1 Shilling 4 Pence (1/4) grünlichblau, Ausgabe Sept.1927, Zähnung 14, Wasserzeichen W7 (Marke links)

SG 104, 1 Shilling 4 Pence (1/4) grünlichblau bis türkisblau, Ausgabe Sept.1928, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W7 (Marke rechts)

Als letzte Marken mit dem Wasserzeichen W7 gibt es 2 Wertstufen, welche infolge Portoerhöhungen per 04. August 1930 überdruckt wurden.



SG 119, 2 Pence auf 1½ Penny golden-scharlachrot (Ausgabe ab Jan. 1927, vorher SG 98), Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W7.

SG 120, 5 Pence auf 4½ Pence rot-violett, Druckplatte II, bisher offiziell nicht verausgabte Marke zu 4½ Pence. Siehe Hinweis nach der Marke SG 103. Ausgabe mit Überdruck ab Aug. 1930, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W7.

So viel für heute. Das nächste Mal stelle ich die Marken mit einem weiteren Wasserzeichen vor.

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 01.09.2020 14:57:29 Gelesen: 1560# 21 @  
Hallo Sammlerfreunde

Zur Auflockerung hier wieder Briefe, passend zu den bisher gezeigten Einzelmarken mit dem Wasserzeichen W7.



Sydney, 04. April 1928, nach Genf
Brieftaxe Ausland ab 01. 10. 1923 bis August 1930 = 3 Pence.
Frankatur: 1½d golden-scharlach, SG 88, Wasserzeichen W7, Zähnung P 14.

Interessant dürfte auch der Werbestempel sein. Dort wird die Brieftaxe von 3d in die USA mitgeteilt mit dem Zusatz, dass bei zu niedriger Frankatur (Deficiency) der Empfänger die doppelte Nachtaxe bezahlen muss.



Adelaide, 13. Jan. 1931, nach Launceston, auf Sammlerbeleg des Erstfluges Melbourne – Launceston - Hobart, Tasmanien.
Brieftaxe Inland ab 04. August 1930 = 2 Pence
Flugpostzuschlag 3 Pence.
Frankatur: 2d auf 1½ golden-scharlach (SG 119) und Flugpostmarke SG 115.

Werbestempel: Airmail saves Time / Luftpost spart Zeit. Allerdings kommen mir dabei grosse Zweifel auf. Falls der Abgangsstempel korrekt eingestellt war und der Erstflug im Monat Mai stattfand, war dieser Brief doch einige Monate unterwegs…



Melbourne, 29 April 1932 nach Horgen, Schweiz
Eingeschriebener Luftpostbrief, gestempelt mit “Registered Elisabeth Street Melbourne”
rückseitig 3 zusätzliche Stempelabschläge auf dem Briefverschluss.

Der Brief flog mit Western Australian Airways nach Perth, Western Australia und erhelt dort den Leitstempel von Perth, 2. May 1932. Anschliessend wurden die Briefe mit P&O-Steamer auf der Route Colombo – Bombay – Aden – Suez – Gibraltar nach England spediert, von dort anschliessend nach Horgen. Ankunft in Horgen am 28. Mai 1932 an.

Reguläre Luftposttransporte wurden erst ab 1934 ausgeführt. Vor diesem Datum wurden Experimentierflüge durchgeführt.

Ein Luftpostbrief vor 1934 kostete 1s 9d (= 21 Pence). Dazu kommt noch die Einschreibgebuehr von 3 Pence, total 24 Pence (=2s) wie verklebt.

Die Marken mit Aufdruck OS waren ab 17. Nov. 1931 auch im Verkauf an die Öffentlichkeit

Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
Gerhard Am: 02.09.2020 13:37:23 Gelesen: 1521# 22 @  
@ SH-Sammler [#21]

Wow,

Luftpostbrief mit 5-Farben-Frankatur, portogerecht, Glückwunsch dazu, der ist wirklich wunderschön!

MphG
Gerhard
 
SH-Sammler Am: 15.09.2020 06:45:47 Gelesen: 1398# 23 @  
Hallo Briefmarkenfreunde,

heute stelle ich den letzten Teil der Briefmarken von King George V vor.

Ab Druckperiode 1931 bis 1936 wird Papier mit einem neuen Wasserzeichen verwendet. Es ist im Stanley Gibbons Katalog das Wasserzeichen W15, Krone mit C of A, in anderen Katalogen mit Typ 6 bezeichnet. Die Kopie ist erneut dem Stanley Gibbons Katalog entnommen.



Die Ausgaben sind mit Zähnung 13½ x 12½ hergestellt

SG 124, ½ Penny orange, Ausgabe Juli 1932, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W15,



SG 125, 1 Penny grün, Ausgaben ab Okt. 1931, Zähnung 13½ x 12½. Druckplatte I, Wasserzeichen W15,



SG 126, 1½ Penny rotbraun, ab Okt. 1936, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W15,



SG 127, 2 Pence rot, Ausgabe Dez. 1931, Druckplatte II, Rahmenhöhe 25,1mm, Wasserzeichen W15,



SG 128, 3 Pence ultramarinblau, Druckplatte II (THREE PENCE dicker), Ausgabe Sept. 1932, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W15,



SG 129, 4 Pence olive-gelb, Ausgabe Febr. 1933, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W15,



SG 130, 5 Pence gelbbraun bis orange-braun, Druckplatte II, Ausgabe Febr. 1932, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W15,



SG 131, 1 Shilling 4 Pence (1/4) grünlichblau bis türkisblau, Ausgabe Aug.1932, Zähnung 13½ x 12½, Wasserzeichen W15,



Mit dem Tode von King George V und der nachfolgenden Krönung von George VI wurde obige Briefmarkenserie gestoppt. Die Marken wurden nicht zurückgezogen, sondern aufgebraucht. Sie sind bis 1939 oder gar noch später auf Briefen zu finden.
Ab 1937 ist dann das Konterfei von George VI auf den Marken abgebildet.

Falls Ihr in den Folgebeiträgen hin und wieder auch Briefe zeigt

freut sich SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 16.09.2020 13:23:37 Gelesen: 1366# 24 @  
Hallo,

anschliessend zeige ich in loser Folge einige Brief mit unterschiedlichen Destinationen.

Leider habe ich keine Tariftabellen für Briefe von Australien in die ganze Welt, kann daher nicht jedes Mal eine komplette Briefbeschreibung machen.

Wer mit Tariftabellen aushelfen kann wird gebeten, dies zu tun. Ich bitte daher um Verständnis, danke.



Brisbane, 22. May 1933, nach Guatemala. Eher seltene Destination.
Frankatur: 1d grün (SG 125) und Flugpostmarke SG 121.
Rückseitig sind Leit- und Ankunftstempel vom 1. resp 2. Juli 1933.

Der Brief dürfte, obwohl er mit einer Flugpostmarke freigemacht war, mit Seepost unterwegs gewesen sein. 3 Pence war die Flugpost-Inlandtaxe. Eine Flugverbindung nach Mittelamerika über den Pazifik gab es (und gibt es theor. auch heute) noch nicht.



Melbourne, 19. Mar 1936, nach Rumburg, Czechoslovakia
Auch hier die 3 Pence Frankatur für einen Seepostbrief, freigemacht mit SG 125 und SG 127.
Keine Leit- resp. Ankunftstempel.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 21.09.2020 03:45:53 Gelesen: 1321# 25 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Dank der Mithilfe von Thomas, der mir die Tariftabellen der frühen australischen Post zur Verfügung stellen konnte, kann ich die Posttarife der nachfolgenden Briefe meistens nachvollziehen respektive bestätigen. Hiermit spreche ich nochmals meinen Dank an Thomas aus.

Es geht weiter mit einem Brief mit Sonderflug, aber auch mit Sondertarif. Wie in Beitrag #21 dargelegt, wurden reguläre Luftposttransporte mit Destinationen in der ganzen Welt erst ab 1934 ausgeführt. Verbindliche Tarife für Luftpostbriefe vor 1934 gab es nur für wenige Länder



Sydney, 23. May 1931 nach Tandjong Balei, Niederländisch Indien (heute Indonesien).

Mit Sonderflug Melbourne – Batavia (heute Jakarta), dann mit Schiff nach Sumatra. Tandjong gibt es mehrere, daher war die korrekte Bezeichnung mit Balei, Ostküste Sumatra N.E.S. (North East Sumatra) relativ wichtig.

Rückseitig sind Leitstempel vom 27. Mei 1931 von Batavia und Ankunftstempel 30.5.31 von Tandjong Balei abgeschlagen.

Frankatur: 1d grün, 2d rot, 1sh/4d (SG 95, 99b, 104) und Flugpostmarke SG 123.
Tarif für Sonderflug, in Tabellen noch nicht aufgeführt = 2 shilling, wahrscheinlich für doppeltes Gewicht plus Einschreiben 3 pence.

Von nun an zeige ich Briefe, welche mit der regulären Luftpost transportiert wurden.



Sydney, 7, Dec 1934 nach Kuala Lumpur, Malaya (heute Malaysia)

Brief mit regulärer Luftpost (ab 1934), taxiert mit 10 Pence (SG 125, SG 152) gem. Taxverordnung ab Dez. 1934 bis Sept. 1939

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 28.09.2020 02:50:52 Gelesen: 1260# 26 @  
Nachfolgend 2 Inlandbriefe, beide mit Flugpost befördert. Sie kosteten 5 pence, wovon 2 pence für die Standardtaxe sowie 3 pence für den Flugpostzuschlag erhoben wurde.



Grafton, 5. Oct 1935 nach Hobart, Tasmanien

Taxierung ab 4. Aug. 1930: Flugbrief 5 pence (für einen einfachen Brief bis ½ Unze), Einschreiben = 3 pence, total 8 pence (SG 125, SG 148)



Sydney, 7. Oct 1935 nach Hobart, Tasmania

Taxierung ab 4. Aug. 1930: Standardtaxe plus Flugpostzuschlag = 5 pence (SG 57 mit W5, SG 125, SG 157). Späte Verwendung der violetten 1d Marke.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 01.10.2020 11:24:02 Gelesen: 1224# 27 @  
Hallo Sammlerfreunde,

es freut mich, dass meine Beiträge zum Thema King George V auf australischen Briefmarken auf reges Interesse stösst. So haben wir die Marke von insgesamt über 1000 “Besucherklicks” schon hinter uns gelassen. Dies ist für mich ein Ansporn, weitere Belege zu zeigen.

Wir haben gesehen, dass die Inlandtaxen 2d (plus 3d Flugzuschlag) kosteten. Dieser Tarif war ab August 1938 bis Sept 1939 auch für Grossbritannien und Irland gültig. Nachfolgend 2 Flugbriefe nach London.



Melbourne, 15. May 1939 nach London
Taxierung ab Aug. 1938: 5 pence inkl. Flugpostzuschlag (SG 130)




Toorak, 27 May 1939 nach London, weitergeleitet nach Paris, Frankreich
Briefvorderseite mit SG 130, 5 pence. Obwohl Briefe nach Kontinentaleuropa 1sh/9d kosteten, wurde für die Weiterleitung ab England kein Zuschlag erhoben.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 05.10.2020 11:31:59 Gelesen: 1164# 28 @  
Hallo Sammlerfreunde,

wenn ein Thema auf der dritten Seite verschwindet, ist es Zeit für den nächsten Beitrag. Also dann ...



Melbourne, 6. Jan 1936 in die Schweiz, frankiert mit der Inlandtaxe von 2 pence (SG 127).

Der Normaltarif für Schiffspost wäre 3 pence. Der Brief wurde mit 20 Rappen somit korrekt nachfrankiert.

Und der nächste, in meinen Augen eine Rosine.



Melbourne, 14. Sep 1937 nach Bridgetown, Barbados, Britisch Westindien
Bei diesem Tarif nach Bridgetown muss ich ein wenig raten. Barbados ist in den Tariftabellen erst ab 1942 aufgeführt. Der Einfachheit halber entnehme ich aber die Taxe der Nachbarinsel Trinidad, wo für einen Brief 3sh/5d bezahlt werden mussten.

Bei bezahlter Taxe von total 3sh/5d nach Bridgetown, und Abzug der Taxe “Late Fee” von 1d für verspätete Postaufgabe bleibt die Flugposttaxe von 3sh/4d nach Barbados.

Taxe = 1 penny (Late Fee, SG 125), 2 mal SG 153 und SG 129.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
Regis Am: 05.10.2020 13:56:51 Gelesen: 1151# 29 @  
- Ein Beleg der Raketenpost von Alan H. Young



Brief 1 PENNY + Zulassungsvignette, 2. Austr. Raketenstart vom Wrack der SS Maheno nach Fraser Island, Queensland; Aufgabe: Pialba-Queensland 12. August 1935

Gruß Regis
 
SH-Sammler Am: 09.10.2020 13:19:46 Gelesen: 1055# 30 @  
@ Regis [#29]

Hallo Regis,

vielen Dank für Deinen Beitrag mit der Raketenpost.

Diese Art von Postzustellung hat sich wohlweislich nicht durchgesetzt. Ich möchte jedenfalls nicht, dass mir die Post auf den Kopf fällt. Die Bewohner im “Outback” haben sich anders organisiert. Die meisten haben eine PO-Box, ein Postfach im nächstgelegenen, grösseren Ort.

Hier zwei weitere Briefe, diesmal Inlandpost.



Brisbane, 7. Oct 1938 nach Kingaroy, Queensland

Sammlerbeleg für diesen Erstflug nach Kingaroy, allerdings verschoben auf den 9 Januar 1939.

Langsam aber sicher werden die Briefmarken mit King George V abgelöst durch Marken mit George VI, was hier schön dargestellt ist (SG 124, 166, 194).
Taxe für Inlandflug = 5d.



Glenelg, 28. Dec 1935 nach Seaton Park, SA

Sammlerbeleg zum Jubiläum 100 Jahre Gründung der Kolonie Südaustralien.
Offener Umschlag = Drucksachentarif von 1d, hier frankiert mit 2 mal SG 124.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 13.10.2020 04:47:57 Gelesen: 968# 31 @  
Hallo Sammlerfreunde,

zu guter Letzt noch eine Ansichtskarte von Sydney, die sehr lange unterwegs war:



Sydney, 13. Jan 1939 nach Gossau, Schweiz. Ankunft und Auslieferung der Karte am 21. Sept 1945. Eine Begründung für diese Verzögerung kann ich nur teilweise nachvollziehen. Der WW II ab September 1939 erklärt mir die Verspätung vom Januar bis September 1939 nicht. Dies ist die letzte mir bekannte Verwendung einer Marke mit King George V. Wer noch Belege mit späteren Daten hat darf sie gerne zeigen.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
Gerhard Am: 13.10.2020 09:28:23 Gelesen: 959# 32 @  
@ SH-Sammler [#31]

Hallo Hanspeter,

wunderschöe Karte, die Du da Dein Eigen nennen darfst; wie auch die Stücke zuvor. Deine Ausführungen zum Bildnis Georg V. gefallen mir sehr gut. Als langjähriger Australiensammler, habe ich mich immer wieder gern durch die Serie und den SG-Katalog "gekämpft", was mir immer wieder Freude bereitet. Michel hat seine Ausführungen hierzu ja mittlerweile etwas erweitert, läßt aber immer noch vieles offen.

Hast Du nicht Lust, das Gleiche mit den Roos zu machen, die interessierte Sammlerschaft wäre Dir bestimmt dankbar dafür.

MphG
Gerhard
 
SH-Sammler Am: 15.10.2020 11:18:35 Gelesen: 906# 33 @  
@ Gerhard [#32]

Hallo Gerhard,

Danke für Dein “Feedback”, habe mich darüber sehr gefreut. Zu Deiner Anregung betreffend der Känguruh-Ausgaben: Ja, da wäre auch noch etwas zu machen. Ich denke zwar, dass ich auch bei jenem Thema wiederum Selbstunterhalter sein werde. Wer weiss, vielleicht später.

Zurück zu den Marken mit dem Bildnis King George V. Ich habe noch ein paar Briefe zum zeigen. Sie sind jedoch qualitativ nicht besonders, oder aber es sind ähnliche Briefe wie oben schon vorgestellt.

Der folgende Brief von Adelaide ist nicht besonders gut gestempelt. Ich habe aber keinen anderen Brief mit einer 3 pence, welchen ich zeigen könnte.



Adelaide, 1. Dec 1932 nach Langnau, Schweiz, frankiert mit 3 pence (SG 90) der Ausgabe vom Dez. 1926, Zähnung 14, Wasserzeichen W7. Die 3 pence deckten den Normaltarif für Schiffspost ab. Die Marke ist von der Druckplatte I, dünne Schrift “Three Pence” und vom Typ A “Schnauzer zu Augenschattierung unterbrochen”.

Der Empfänger des Briefes war ein weltweit bekannter Käseexporteur im Emmental, Kanton Bern. Siehe auch Beitrag [#18]. Schon damals war der Emmentaler Käse eine gesuchte Delikatesse. Man munkelt sogar, dass der Käse für den Export von der besten Qualität war und dass die Schweizer den Käse der 2. Qualität erhielten. Immerhin war auch die angeblich 2. Qualität so gut, dass wir Schweizer den Emmentaler Käse auch hundert Jahre später immer noch gerne zu uns nehmen.



Flugbrief MILDURA Vic., 30. Nov 1937 nach Broken Hill, NSW, weitergeleitet auf dem Landweg nach Cobar NSW. Auch hier die typische Standardtaxe plus Flugpostzuschlag, total = 5 pence.

Im Jahr 1937 gab es in Australien mehrere neu eröffnete Fluglinien. So auch die Verbindung Adelaide – Mildura – Narrandera - Sydney, mit Seitenlinie von Mildura nach Broken Hill.

Etwas aussergewöhnlich ist der provisorische Ankunftstempel von Cobar mit CK. Vielleicht weiss einer der Mitleser mehr über diesen Ersatzstempel.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 16.10.2020 16:25:36 Gelesen: 868# 34 @  
Hallo Sammlerfreunde,

der nächste Brief ist in mehrfacher Hinsicht etwas speziell. Er würde sehr gut zu den Beiträgen im Thema “Zurück und nachgeschickt” passen. Ich ziehe es jedoch vor, ihn hier zu zeigen.

Zuerst die Frankatur, welche mit insgesamt 21 pence (1 Schilling, 9 pence) aus Marken verschiedenster Ausgaben zusammengesetzt wurde. Verklebt sind eine 5 pence King George V., ein Kookaburra (Lachender Hans), ein Koala, ein Känguruh sowie King George VI mit Ehefrau, der Mutter der heute noch regierenden Queen Elisabeth II.



Der Brief war mit 1 sh/9d korrekt als Luftpostbrief frankiert. Er wurde am 19. März 1939 in Sydney aufgegeben, die Marken oben mit Rechteckstempel und Flagge ganz schwach entwertet. Vor dem Versand am 20. März stellte man fest, dass die Entwertung ungenügend war und hat mit einem Rundstempel nachgeholfen.

11 Tage später wurde der Brief in Berlin ausgetragen, der Empfänger war jedoch ohne Angabe der Adresse abgereist. Also rückseitig Kleber und Stempel drauf, vorne den Stempel “retour” und mit Schiffspost zurück an den Absender nach Rose Bay, einem Quartier in Sydney.



In Sydney geht die Suche erneut los, der Absender weilt nicht mehr in Rose Bay. Zum Glück hat er seine neue Adresse hinterlassen. So konnte der Brief am 9./10. Mai 1939 dem Absender in Darlinghurst, einem anderen Quartier von Sydney zurückgegeben werden.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 21.10.2020 11:10:38 Gelesen: 781# 35 @  
Hallo Sammlerfreunde,

passend zum Beitrag [#33], dem Flugbeleg Mildura – Broken Hill zeige ich den offiziellen Erstflugbrief dieser Linie.



Mildura, 4. August 1936 nach Broken Hill. In Broken Hill hat man Silber (und Blei) gefunden und auch abgebaut.

Wie schon mehrfach beschrieben wurde auch hier die typische Standardtaxe plus Flugpostzuschlag, total = 5 pence verklebt. Zudem hat sich der Pilot H. Gayton Kirkman mit seiner Unterschrift verewigt, was den Brief authentischer macht. Harry Gayton Kirkman war zu jener Zeit der Chef-Pilot der Adelaide Airways.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 26.10.2020 04:30:37 Gelesen: 629# 36 @  
Hello everybody,

im Beitrag [#21] habe ich den Werbestempel mit der “Taxe 3 pence in die USA” kurz erwähnt. Dazu kann ich einen Brief zeigen, welche zu diesem Tarif frankiert wurde.



Armidale NSW, (3.) März 1931 nach Brooklyn, New York, keine weiteren Stempel rückseitig.

Obwohl auf dem Brief eine Flugpostmarke klebt, deckten die 3 pence nur den Überland- resp. Schiffstransport ab. Über die Stempelqualität lässt sich wie immer trefflich diskutieren, aber: was kann man im nachhinein noch machen…. Im Rundordner entsorgen werde ich ihn ganz sicher nicht.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 28.10.2020 08:03:04 Gelesen: 553# 37 @  
Hallo Sammlerfreunde,

der folgende Brief hat in zweierlei Hinsicht mit King George V. zu tun.

Da ist einerseits die in diesem Thema gezeigte 1 penny Marke, anderseits zeigt die 2 pence Marke den König George V. hoch zu Ross. Dies anlässlich des 25 jährigen Jubiläums der Thronbesteigung von George V.



Melbourne, 08. August 1935 nach St. Gallen, Schweiz

Der Werbestempel “Use the Air Mail” ist auf diesem “Schiffs- & Landweg-Brief” irgendwie witzig.

Luftpostverbindungen nach Übersee im Jahr 1935 existierten nur nach Neuseeland, Papua Neuguinea sowie die Verbindung Australien – Indien – Persien - England.

Der Tarif ab Aug 1930 nach Übersee mit Destinationen nicht im British Empire betrug 3 pence pro Unze wie auf Brief frankiert. (Der Tarif innerhalb des Britsh Empire’s betrug 2 pence).
 
SH-Sammler Am: 30.10.2020 15:15:19 Gelesen: 479# 38 @  
Hallo Sammlerfreunde,

heute stelle ich Euch meinen letzten “Australien Brief” mit einer Marke von King George V. vor:



Sammlerbrief für den Erstflug von Brisbane nach Townsville vom September 1935.
Die “New England Airways Ltd.” wurde 1931 gegründet und existierte bis zur Übernahme durch die Gesellschaft “Airlines of Australia” im Jahr 1936.
Tarif wie mehrfach beschrieben: 2 pence Standardtaxe plus 3 pence Flugzuschlag

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 03.11.2020 05:18:53 Gelesen: 406# 39 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Heute stelle ich Euch meinen allerallerletzten Brief mit den australischen Marken von King George V. vor. Allerdings wurde er nicht in Australien aufgegeben, sondern in Papua Neuguinea. Der Brief sieht sehr schön aus, ist meiner Ansicht nach jedoch eine philatelistische Mache.



RABAUL (Papua Neuguinea), 17. Mai 1915

Papua Neuguinea hat eine bewegte Geschichte. Deutschland Sammler kennen die Briefmarken von Deutsch Neuguinea, das Land und die umliegenden Inseln waren ab 1899 bis 1914 unter deutscher Verwaltung. Mit Beginn des ersten Weltkrieges wurde Neuguinea von australischen Truppen besetzt. Im Postwesen wurden entsprechend auch australische Briefmarken verwendet. Allerdings wurden diese überdruckt mit “N.W. Pacific Islands”.

Oben gezeigter Brief wurde als eingeschriebener Brief in die Schweiz verschickt. Die vielen Marken mit dem Gesamtwert von 43 pence wurden mit einem Ovalstempel in Rabaul entwertet. Gemäss Angaben aus einer Auktionsbeschreibung wurde dieser Ovalstempel nur im “Einschreibe-Büro” in Rabaul eingesetzt.

Weil die N.W. Pacific Islands nun australisches Verwaltungsgebiet waren, sollte auch die australische Brieftaxe angewendet werden. Diese betrug für Briefe nach Übersee ab 1901 bis 1918 nur 2½ pence, Einschreiben 3 pence zusätzlich.

Hier hat jemand 37½ pence, also mehr als 3 Shillings ausgegeben, was damals doch ein ansehnlicher Betrag war.

Das war es von meiner Seite. Nun freue ich mich auf EURE Schätze und danke für Euer bisheriges Interesse. Zeigt her Eure Briefe und belebt dieses Thema weiterhin, wünscht sich …

SH-Sammler
Hanspeter
 
mausbach1 Am: 03.11.2020 11:14:08 Gelesen: 392# 40 @  
Der "King"ist hier Zusatzfrankatur der Sydney Brücke von Melbourne nach England



Umschlag hinten "leer" - Maße 145 x 90 mm

Glückauf!
Claus
 
SH-Sammler Am: 03.11.2020 16:43:13 Gelesen: 375# 41 @  
@ mausbach1 [#40]

Hallo Claus,

schön, dass Du Deinen Brief zeigst, weiter so.

Dein Brief ging per Luftpost mit Western Australian Airways (evtl auch mit Australian National Airways) nach Perth, Western Australia. Anschliessend wurden die Briefe mit P&O-Steamer auf der Route Colombo – Bombay – Aden – Süz – Gibraltar nach England verschifft.

Die Brieftaxe nach England betrug ab 4. Aug. 1930 für einen Brief bis ½ Unze = 5 pence. NUR-Schiffspost ab Melbourne hätte 2 pence gekostet. Wie die Verbindungen per Schiff ab Melbourne gewesen wären, kann ich jedoch nicht beurteilen. Ich habe diesbezüglich keine Unterlagen.

So wie es aussieht, wurde die 2d Marke in Grossbritannien (sieht nach London aus) nachgestempelt, um eine Wiederverwendung auszuschliessen. Gemäss Datum auf dem britischen Stempel hat die Reise einen guten Monat gedauert.

Viele Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 

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