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Thema: Berlin Dauerserie Berliner Bauten von 1949: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 438 Beiträge:
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Martin de Matin Am: 15.06.2025 10:44:28 Gelesen: 42814# 414 @  
@ Martin de Matin [#412]
@ Frankenjogger [#413]

" Du meintest wohl "nicht" einzigartig, oder? Was meinst du mit "ohne Coupon"?"

Mit nicht einzigartig meine ich, das es nicht die einzige Paketkarte nach Äthiopien ist. Ich denke es gibt nicht so viele Paketkarten mit der 5 Mark nach Äthiopien da man meist Belgien als Bestimmungsland findet.

Mit "Coupon" meine ich den linken abtrennbaren Teil der Paketkarte. Bei der Paketkarte mit sechsmal der 5 Mark (bei Gärtner Auktion) fehlte dieser. Bei meiner ist der Couponteil auch etwas unten angetrennt und gestützt.

Gruss
Martin
 
hajo22 Am: 15.06.2025 14:47:37 Gelesen: 42768# 415 @  
5 Mark und 60 Pfg. auf der Vorderseite und 2x 1 Mark auf der Rückseite einer Schnellpaketkarte vom 2.10.1951 aus Berlin-Halensee 2 nach Zülpich/NRW,
Ankunft 4.10.51. Gesamtporto 7,60 DM für das Paket mit 19,5 kg.



Viele Grüße
hajo22
 
hajo22 Am: 15.06.2025 15:09:50 Gelesen: 42757# 416 @  
Auslands-Einschreib-Eilboten-Luftpostbrief vom 2.1.1952 aus Berlin-Lichterfelde 1 nach Dänemark. Rückseite 2 Ankunftsstempel.

Vorderseitig vom Berliner Postbamten vermerkt: "vom Abs. freigemacht".



Viele Grüße
hajo22
 
hubtheissen Am: 15.06.2025 16:26:07 Gelesen: 42713# 417 @  
Hallo,

da hier gerade Belege mit der 5,- DM Bauten vorgestellt werden, zeige ich einen LP-Einschreibbrief in die USA vom 09.03.1953. Die Frankatur besteht aus 2 x 5,-DM, 5 x 3 DM und 2 x 2 DM der Bauten I-Serie sowie der 30 Pfg.-Marke Männer I, insgesamt 30,30 DM. Bei einem Gewicht von 595 g wäre der Brief protogerecht (6,10 DM für die Beförderung eines Briefes bis 600 g, 0,40 DM Einschreibgebühr und 119 x 0,3 DM = 23,80 LP-Zuschlag.

Die Umschlagsgröße sowie auch die deutlichen Beförderungsspuren machen das Gewicht plausibel.



Gruß

Hubert
 
hajo22 Am: 15.06.2025 17:52:42 Gelesen: 42689# 418 @  
@ hubtheissen [#417]

Tolle Frankatur auf einem Geschäftsbrief. So etwas habe ich bislang noch nicht gesehen.

Viele Grüße,
hajo22
 
hajo22 Am: 16.06.2025 19:51:47 Gelesen: 42485# 419 @  
Luftpostbrief vom 7.5.1951 aus Berlin SW 11 nach Argentinien. Frankiert mit 90 Pfg. und 3x 20 Pfg. Bautenserie = 1,50 DM.

Die Luftpostgebühr nach Argentinien betrug zu der Zeit 40 Pfg. je 5 gr. Gewicht. Auf dem Brief ist oben links 8 g vermerkt.

Der Brief wurde aber für über 10 gr. frankiert: 3x40 Pfg. + 30 Pfg. Briefgebühr Ausland.

Die 90 Pfg.-Marke trägt einen anderen Berlinerstempel (gleicher Tag, andere Uhrzeit).M.E. Nachfrankierung.

Ankunftsstempel rückseitig (unleserlich).



Viele Grüße
hajo22
 
ChristianSperber Am: 16.06.2025 21:56:31 Gelesen: 42462# 420 @  
@ hubtheissen [#417]

Hallo Hubert,

wie interpretierst Du die Gewichtsangabe oberhalb des Einschreibezettels?

Ich schließe mich hajo22 an: ein faszinierender Beleg.

Grüße

Christian
 
Martin de Matin Am: 16.06.2025 22:28:21 Gelesen: 42453# 421 @  
@ hubtheissen [#417]

Der Brief ist mit 29,30 und nicht mit 30,30 Mark frankiert (nach Wertstufen geordnet 10,00 + 15,00 + 4,00 + 0,30).

Ich als eher unwissender für Gebühren würde nach Michelspezial auf folgende Summe kommen.

Luftpostzuschlag für 410g: 82x 0,30= 24,60 (bei Länderzone 3 sind es je 5g: 0,30)
Einschreiben: 0,40
Brief mit 410g: 0,30 + 20x 0,20= 4,30

Dies ergibt eine Gesammtsumme von 29,30 Mark

Gruss
Martin
 
TeeKay Am: 17.06.2025 00:31:17 Gelesen: 42434# 422 @  
@ Martin de Matin [#421]

Die Berechnung sehe ich auch so.

Was das Stück so selten macht, ist mMn nicht die Frankatur, sondern der Fakt, dass es überhaupt ein Brief war. Ein Luftpost-Einschreiben-Päckchen hätte nur 970 statt 2930 Pf gekostet.
 
hubtheissen Am: 17.06.2025 08:28:22 Gelesen: 42355# 423 @  
@ ChristianSperber [#420]
@ Martin de Matin [#421]
@ TeeKay [#422]

Hallo,

ich hatte eigentlich gedacht, ich wäre besser im Kopfrechnen. Wie man sich doch täuschen kann. Und dann habe ich mir auch noch die ganze Mühe gemacht, mit dem falschen Wert eine Portostufe rauszupuzzeln.

Auf jeden Fall vielen Dank an Christian, Martin und TeeKay für die Berichtigung.

Gruß

Hubert
 
Martin de Matin Am: 19.06.2025 09:09:09 Gelesen: 42050# 424 @  
@ Martin de Matin [#412]

Jetzt zeige ich die kleine Schwester meiner Paketkarte mit der 5-Mark.

Für das 5,6 kg schwere Paket wurde ein Dreierstreifen der 3-Marke und ein Paar der 1-Mark verwendet. Das Paket wurde am 5.9.1956 von der Schering AG in Berlin 65 versendet. Das Paket ging über Hamburg 7 (18.9.1956) nach Addis Abeba. Der Empfänger ist der gleiche wie bei der 5-Paketkarte.



Gruss
Martin
 
Cantus Am: 03.10.2025 22:57:30 Gelesen: 34012# 425 @  
Von mir nur eine kleine Postkarte, gelaufen am 11.7.1949, von Schmargendorf nach Hermsdorf.



Viele Grüße
Ingo
 
Frankenjogger Am: 26.10.2025 07:36:19 Gelesen: 32620# 426 @  
Hallo,

Ulm 2025 ist Geschichte, aber ich habe dort zwei Bauten-Belege gefunden, die ich hier zeigen möchte.

Es sind zwei Luftpost-Übersee-Briefe aus unterschiedlichen Tarifen, mit unterschiedlichen Destinationen.

Der erste Brief ging am 25.10.1950 von Berlin-Charlottenburg 2 als eingeschriebener Luftpostbrief nach Philadelphia.

Vom 1.2.1950, dem Beginn der für die allgemeinen Postkunden bar bezahlbaren Luftpost in West-Berlin, bis zum 30.11.1950 betrug die Luftpostgebühr im Überseebereich (nicht Europa) 50 Pf je 10 g. Die Einschreibegebühr betrug 40 Pf.

Dem entsprechend hatte der Brief ein Gewicht zw. 11 und 20 g. Briefgebühr 30 Pf, R-Gebühr 40 Pf und Luftpost 2x 50 Pf. Frankiert sind 1,70 DM mit 2x 15 Pf, 60 Pf und 80 Pf Bauten I.



Eingeschriebene Luftpostbriefe aus dieser Tarifzeit sind gar nicht so leicht zu finden.

Der zweite Brief ist aus dem Folgetarif, bei dem die Überseeziele in 10 Luftpostzonen eingeteilt, und die Luftpostgebühren bei Briefen je 5 g berechnet wurden. Dieser Tarif startete am 1.12.1950 und ging bis zum 30.6.1953. Die Luftpostgebühr errechnete sich je 5 g und je Zone mal 10 Pf (Zone 1 - 10 Pf, Zone 2 - 20 Pf, ... Zone 10 - 1,00 DM).

Der Brief, den ich zeige wog 12 g und wurde am 30.7.1952 auch von Berlin-Charlottenburg 2 nach Capetown in Südafrika verschickt. Südafrika war Luftpost-Zone 5, entsprechend betrug die Luftpost-Gebühr 3x 50 Pf. Zusammen mit der Briefgebühr (30 Pf) wurden mit 2x 40 Pf und 1 DM Bauten I - 1,80 DM frankiert.



Einen schönen Sonntag wünscht,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 23.12.2025 11:48:47 Gelesen: 29209# 427 @  
Hallo,

so kurz vor Weihnachten präsentiere ich heute meinen wohl imposantesten Neuzugang für dieses Jahr, auf jeden Fall für die Serie Berliner Bauten I.

Nachdem ich diesen Neuzugang im Rundbrief 230 der FG Berlin e.V. gezeigt habe, kann ich diesen auch hier vorstellen, mit der zugehörigen, kleinen Geschichte.

Wer das Handbuch „Auslandsluftpost Berlin (West)“ kennt, der hat evtl. auch das Kapitel über Luftpost-Auslandspaketkarten gelesen.

Dort steht grob gesagt, dass Paketkarten für Luftpost-Auslandspakete generell selten sind.

Im Buch ist auf Seite 249 eine sehr schöne Paketkarte für ein Luftpost-Paket (4,9 kg) in die USA abgebildet. In der Beschreibung dazu steht: „Höchste bekannte Markenfrankatur“, was immerhin 79,80 DM waren.

In der Frühjahrsauktion 2025 hatte das Auktionshaus Heinrich Köhler eine größere Berlin-Sammlung angeboten, in der neben vielen schönen Berlin-Briefen auch eine Luftpost-Paketkarte aus dem Jahr 1954 in die USA enthalten war. Diese Sammlung wurde auch verkauft, womit erst einmal nicht klar war, wohin diese Paketkarte gewandert ist.

Das Besondere an dieser Paketkarte war die Höhe der Frankatur, denn diese überbot die bisher im Handbuch gezeigte Markenfrankatur um fast 10 DM und stellt somit aktuell die höchste mit Marken der Serie Bauten I (17x 5 DM MiF) registrierte Frankatur auf einer Luftpost-Auslandspaketkarte dar.

Paketkarte für ein Luftpost-Paket (27.2.1954; 5,6 kg) von Berlin nach New York;
Gebühr: Paket 5-6 kg 8,70 DM, Lp-Gebühr 6,75 DM je 0,5 kg (81,00 DM) = 89,70 DM.



Leider ist die Qualität (über Rand geklebte und gestoßene Marken, rückseitig ein Markenabriss - in der Abbildung optisch geschönt) deutlich schlechter als die der im Handbuch gezeigten Paketkarte, aber aufgrund der Gebührenhöhe denke ich, dass es berechtigt ist, diese Paketkarte hier als besonderen Beleg zu zeigen.

Diese Paketkarte tauchte in der August-Auktion 2025 von Klüttermann (schon) wieder auf, wo ich diese dann erstehen konnte.

Vielleicht zeigt ja der ein oder andere auch seinen besonderen Neuzugang für 2025. Natürlich nicht hier, sondern im entsprechenden Thema.

Ich wünsche euch schöne, ruhige Weihnachtstage in dem Kreise, der für euch eine wohlige Stimmung erzeugt,

Klemens
 
Martin de Matin Am: 27.12.2025 22:09:59 Gelesen: 28364# 428 @  
@ Frankenjogger [#427]

Als ich den Beleg auf Philasearch gesehen hatte, wurde mein Interesse schon geweckt; ich hatte mich aber für seltene Stücke aus meinem Hauptsammelgebieten entschieden. Den Ausruf (ich glaube es waren 100 €) fand ich lächerlich gering für so eine hohe Frankatur. Ich habe mich auch gewundert, dass die Paketkarte im Auktionskatalog nicht abgebildet war.

Man sollte aber das Stück schon so zeigen wie es ist, mit der zu ca. einem fünftel (wenn ich mich recht erinnere) erhaltenen Marke (auf der Rückseite die dritte Marke in der zweiten Reihe) und nicht ein deutlich unpassendes Stück darüber legen; dann schon eher mit einem Bildbearbeitungsprogramm die fehlenden Teile ergänzen.

Gruss
Martin
 
Frankenjogger Am: 28.12.2025 08:45:52 Gelesen: 28258# 429 @  
Hallo Martin,

ich habe damit kein Problem, auch das Original zu zeigen.

Habe ich auch im Rundbrief der FG Berlin gemacht.



Schönen Sonntag,
Klemens
 
Martin de Matin Am: 17.01.2026 21:07:42 Gelesen: 26699# 430 @  
@ Frankenjogger [#314]

Ich kann den Bruder zu der oben gezeigten Nachnahmepaketkarte zeigen. Es stammt vom gleichen Absender und ging an den gleichen Empfänger und wurde am gleichen Postamt (Berlin Charlottenburg 4) und zur gleichen Zeit (24.11.50 16-17) gestempelt. Das Nachnahmepaket hatte ein Gewicht von 19 kg und es wurde eine Gebühr von 6,80 DM verlangt, dafür wurden eine 80 Pf und zwei 3 DM verwendet.

Es gab möglicherweise noch mindestens ein weiteres Paket, da die Aufkleber der beiden Paketkarten von Berlin Charlottenburg 4 die Nummern 1319 und 1321 tragen.



Gruss
Martin
 
Eilean Am: 27.02.2026 23:53:00 Gelesen: 22957# 431 @  
@ bedaposablu

Ein Stempel aus Berlin SW 11, ah, vom 21. Oktober 1952 vom Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen.



Sicherlich bekannt, aber eine seltenere Verwendungsform und mit Justizstempeln. Rückseitig in Maschinenstempel der Justizbehörden Berlin Moabit mit 20 Pfg.

Gruß
Andreas

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Die Poststempel Berlins"]
 
hubtheissen Am: 20.03.2026 10:06:30 Gelesen: 21055# 432 @  
Hallo,

der Verlag Walter De Gruyter & Co. (heute De Gruyter Brill GmbH) ist ein international tätiger Wissenschaftsverlag mit Hauptsitz in Berlin. Er entstand 1919 aus dem Zusammenschluss von 5 Verlagen.

Die hier gezeigte Einschreiben-Drucksache ging am 05.04.1956 von Berlin nach Vechta.

Das Porto betrug 7 Pfg. für eine Ferndrucksache in der ersten Gewichtsstufe zuzüglich 50 Pfg. Einschreibgebühr.

Frankiert ist die Drucksache mit der 7 Pfg. Bauten II (Mi.121) und der 50 Pfg. Bauten I (Mi. 53):



Gruß

Hubert

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Verlage Deutschland"]
 
hubtheissen Am: 11.04.2026 19:09:55 Gelesen: 19293# 433 @  
Hallo,

ich habe hier einen Luftpost-Eilbrief nach Krefeld-Uerdingen vom 09.10.1953, dessen Portostufe ich nicht verstehe. Der Brief ist echter Bedarf, eine philatelistische Beeinflussung sehe ich nicht.

Der Brief wurde am 09.10.53 um 13:00 am Zentralflughafen Tempelhof aufgegeben und per Luftpost nach Hannover transportiert. Dort wurde er um 17-18 Uhr am selben Tag registriert. Über die Bahnverbindung Gladbach-Hamm kam der Brief dann am 10.10.53 um 7:00 in Uerdingen an.

Frankiert ist der Brief mit 7 Stück 20 Pfg. Bauten I und 1 Stück 5 Pfg. Bauten I = 145 Pfg.



Es gibt zwei Möglichkeiten eines korrekten Portos von 145 Pfg., die mir eingefallen sind, die aber beide nicht wahrscheinlich sind.

1. LP-Eil-Brief der 2. Gewichtsstufe bis 180g: 40 Pfg. der Brief, 60 Pfg. der Eilzuschlag und 9 x 5 Pfg. für 180 g = 145 Pfg. Der Brief ist allerdings zu klein für 180 g Gewicht (wenn man von den berühmten Bleiplatten absieht) und es fehlen auch die entsprechenden Beförderungsspuren.

2. LP-Eil-Brief der 1. Gewichtstufe bis 20 g in den Landzustellbereich: 20 Pfg. für den Brief, 120 Pfg. Eilzuschlag in den Landzustellbereich un 5 Pfg. Luftpostghebühr = 145 Pfg.

Allerdings ist Uerdingen Teil der Großstadt Krefeld und kein Landzustellbereich.

Vielleicht hat noch jemand eine Idee und kann sie mir mitteilen.

Gruß

Hubert
 
Frankenjogger Am: 11.04.2026 19:43:41 Gelesen: 19289# 434 @  
@ hubtheissen [#433]

Ich habe das mal gegoogle-mapst.

Es ist schon vorstellbar, dass das für die Krefelder Post als Zustellbereich mit erhöhtem Aufwand betrachtet wurde.

Ich würde den Beleg als Eilzustellung im Landbereich einordnen.

Viele Grüße,
Klemens
 
spain01 Am: 30.04.2026 22:14:36 Gelesen: 17390# 435 @  
Hallo Allerseits,

nach all den tollen hier gezeigten Belegen habe ich hier etwas auf den ersten Blick eher unspektakuläres.



Portogerechter Brief mit Berlin MiNr. 49 I von Ravensburg nach Saulgau mit Sonderstempel von Ravensburg.

Das für mich besondere daran ist die Notopfermarke MiNr. 2 (Zähnung nicht bestimmt).

Bisher wurde kein Beleg mit einer Notopfermarke hier gezeigt. Ist das doch eher etwas ungewöhnliches?

Gruß
Michael
 
hubtheissen Am: 01.05.2026 07:36:26 Gelesen: 17339# 436 @  
@ spain01 [#435]

Hallo Michael,

in diesem Thema wurden nur Belege gezeigt, die in West-Berlin verwendet wurden. Da war keine Notopfermarke nötig.

Gruß

Hubert
 
hubtheissen Am: 16.05.2026 18:12:27 Gelesen: 15058# 437 @  
Hallo,

es wurde zwar schon einmal von Klemens eine Inlands-Postanweisung per Luftpost und Eilbote gezeigt (@ Frankenjogger [#372]), aber die hier auch ihren Reiz.

Diese Postanweisung über 155 DM nach Dortmund vom 01.07.1954 (Ersttag der neuen Posttarife) sollte per Luftpost und Eilboten transportiert werden. Wie die Frankierung zeigt, kam der Luftpostzuschlag von 5 Pfg. nicht zur Anwendung. Verklebt wurden auf der Vorderseite die 30 Pfg. Bauten I und auf der Rückseite die 1 DM Bauten I. Dies reichte für die 70 Pfg-Gebühr für die Postanweisung sowie dem Eilzuschlag von 60 Pfg.

Auf der Vorderseite befindet sich links neben dem Eilboten-Zettel ein handschriftlicher Vermerk zur Luftpost, den ich aber leider nicht deuten kann. Vielleicht kann da jemand helfen.

Wenn die Postanweisung nicht per Luftpost transportiert wurde, dann wäre die Transportzeit per Zug zur Zwischenstation Hannover recht bemerkenswert. Die Abstempelung in Kreuzberg erfolgte zwischen 15 und 16 Uhr und Hannover wurde schon vor 22 Uhr erreicht. Ich habe in den 1970er und 1980er Jahren wegen des Interzonenverkehrs und der Grenzaufenthalte meist länger als 5h gebraucht.



Gruß

Hubert
 
Frankenjogger Am: 17.05.2026 10:58:28 Gelesen: 14463# 438 @  
@ hubtheissen [#437]

Die Beförderungszeit ist selbst mit Luftpost beachtlich!

Ich habe dieses Jahr bisher nur einen Beleg der Serie Bauten I bekommen, den ich auch gerne zeigen möchte.

Es ist eine Mehrfachfrankatur von 2 x 60 Pf auf einem Fernbrief der zweiten Gewichtsstufe (40 Pf) mit Einschreiben (40 Pf) und Rückschein (40 Pf), vom 19.7.1952 von Berlin W 15 nach Bad Reichenhall.



In der Form hatte ich diese Gebührenkombination bisher auch noch nicht gesehen.

Schönen Sonntag,
Klemens
 

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