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Thema: Kenia: Freimarken-Ausgabe Mineralien
saeckingen Am: 07.10.2020 12:11:27 Gelesen: 252# 1 @  


Luftpostbrief mit Mehrfachfrankatur der Überdruckausgabe 70 c auf 80 c vom 6.1.1983 von Nairobi nach Glasgow, Großbritannien. Die Frankatur erfolgte mit einem Eckrand-6er-Block mit Farbampel im Bogenrand (Kontrollblock).

Der Aufdruck ist im Vergleich zu anderen Aufdruckausgaben ungewöhnlich, da die alte Wertstufe erst mit einem schwarzen Rechteck unkenntlich gemacht wurde und dann in einem zweiten Produktionsschritt die neue Wertstufe mit weisser Farbe darüber gedruckt wurde.

Grüße
Harald
 
Michael Mallien Am: 09.10.2020 08:34:35 Gelesen: 211# 2 @  
Danke Harald, dass Du dieser schönen Dauerserie ein Thema widmest. Sie ist eine der weiteren sehr schönen Dauerserien aus der Zeit der seriösen Ausgabepolitik Kenias.

Ich möchte zunächst die Marken selbst vorstellen.

Die Freimarken-Ausgabe Mineralien erschien am 9.12.1977 mit insgesamt 15 Werten (MiNrn. 96-110). Im November 1982 kam der Überdruckwert aus Beitrag [#1] hinzu (MiNr. 235). Die Cent-Werte erschienen teils in Markenheftchen, die an anderer Stelle gezeigt wurden [1].



Die Cent-Werte:

MiNr. 96: 10 Cent - Selenit
MiNr. 97: 20 Cent - Trona
MiNr. 98: 30 Cent - Cyanit
MiNr. 99: 40 Cent - Amazonit
MiNr. 100: 50 Cent - Galenit
MiNr. 101: 70 Cent - Versteinertes Holz
MiNr. 102: 80 Cent - Flussspat
MiNr. 235: 70 (auf 80) Cent - Überdruck der MiNr. 102

Die Shilling-Werte:

MiNr. 103: 1,00 Shilling - Amethyst
MiNr. 104: 1,50 Shilling - Achat
MiNr. 105: 2,00 Shilling - Turmalin
MiNr. 106: 3,00 Shilling - Aquamarin
MiNr. 107: 5,00 Shilling - Rhodonit
MiNr. 108: 10,00 Shilling - Saphir
MiNr. 109: 20,00 Shilling - Rubin
MiNr. 110: 40,00 Shilling - Grossular

Einige Belege kann ich auch vorweisen. Ich beginne mit diesem Brief vom 20.2.1978 mit der 80-Cent-Marke. Er ging von Kisumu nach Jersey, UK.



Das, wie wir noch sehen werden, vergleichsweise niedrige Porto lässt vermuten, dass der Brief als Surface Mail aufgegeben, dann aber doch per Air Mail befördert wurde. Dazu in Kürze mehr.

Viele Grüße
Michael

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=11666&CP=0&F=1#M42
 
Michael Mallien Am: 10.10.2020 11:00:55 Gelesen: 178# 3 @  
Zum Vergleich der Tarife mit dem in [#2] gezeigten Beleg sind hier zwei Briefe an den selben Adressaten aus der gleichen Zeit.

1. Brief vom 13.2.1978 aus Mohuran nach Jersey, frei gemacht mit der 2-Shilling-Marke.



2. Brief vom 16.3.1978 aus Nairobi nach Jersey, ebenfalls mit 2 Shilling freigemacht als Mehrfachfrankatur der 1-Shilling-Marke. Leider ist eine der Marken stark beschädigt.



Rückseitig ist der Absender vermerkt.



Die dunklen Markenfarben machen es normalerweise schwer das Datum zu entziffern. Bei diesen Belegen ist das kein Problem, denn die Stempel sind mehr oder weniger eingeprägt und im schrägen Gegenlicht lassen sich die Inhalte gut lesen.

Ich gehe nun davon aus, dass 2 Shilling das korrekte Porto für einen Luftpostbrief Anfang 1978 von Kenia nach Großbritannien war.

Viele Grüße
Michael
 
saeckingen Am: 11.10.2020 11:58:47 Gelesen: 150# 4 @  
@ Michael Mallien [#2]

Nachdem Du ja schon die ganze Serie vorgestellt hast, bleibt es mir noch eine Besonderheit nachzutragen.



Es handelt sich um den 3/- Wert, bei dem der Druckgang mit der goldenen Farbe fehlt. Die Marke zeigt als weder denn Nennwert, noch die Landsangabe. Den gleichen Fehler gibt es auch noch bei den Wertstufen zu 1/50 und 2/-, die ich aber leider noch nie bekommen konnte. Diese Abarten sind extrem selten zu finden, trotz ihrer relativ niedrigen Preisansätze im Stanley-Gibbons Katalog.

Grüße
Harald
 
saeckingen Am: 11.10.2020 12:10:11 Gelesen: 147# 5 @  
Als weiteres zeige ich einen Ausschnitt aus einem großformatigen und wohl schweren Brief, der insgesamt eine Frankaur von 38/50 trägt. Neben einer 5/- Sondermarke zu den "Girls Guides" alles mit Werten der Freimarkenserie Mineralien freigemacht. Die Besonderheit dabei sind die 3 intakten Zwischenstegpaare des 2/- Wertes. Komplette Zwischenstegpaare findet man kaum postalisch verwendet. Wenn man diese drei Paare gedanklich wieder zusammensetzt, kann man den kompletten Druckvermerk der Druckerei lesen: HARRISONS AND SONS LTD LONDON.



Grüße
Harald
 
Michael Mallien Am: 18.10.2020 12:38:19 Gelesen: 109# 6 @  
Den Wert zu 1,50 Shilling im senkrechten Paar zzgl. einer 1-Shilling-Marke ergeben die 4 Shilling für diesen Brief aus dem Dezember 1980 nach Frankfurt.



Viele Grüße
Michael
 
Baber Am: 21.10.2020 16:18:37 Gelesen: 70# 7 @  
Der Wert zu 50 Cent Galenit ist noch nicht gezeigt.

Auf Langbrief vom 22.8.1978 nach Deutschland, Gesamtfrakatur 2 Shilling



und der Wert zu 3 Shilling mit Golddruck auf einem Langbrief nach Deutschland vom 9.8.1982



Gruß
Bernd
 
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