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Thema: Berlin (West): Belege ab 3.9.1948 (Michel Nr. 1)
Das Thema hat 49 Beiträge:
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alemannia Am: 08.12.2020 13:13:14 Gelesen: 1686# 25 @  
@ Gerhard [#24]

Hallo Gerhard,

bitte erkläre mir die 58,8 Pfennig näher.

Alle Marken waren in West-Berlin frankaturgültig.

Die Gebührenänderung in den Westzonen (1.9.48) galt in West-Berlin erst ab 1.6.1949.

Gruß

Guntram
 
Gerhard Am: 08.12.2020 13:45:51 Gelesen: 1679# 26 @  
@ alemannia [#25]

Hallo Guntram,

Du hast völlig recht, ich habe irriger Weise den Schwarzaufdruck gezehntelt, zwischen zeitliche Verwirrung durch den Mix West-/Berlin- und Ostfrankatur. Hätte mir den Muckser auch sparen können, ist ein hübscher 3-Farbenbeleg.

MphG
Gerhard
 
hajo22 Am: 08.12.2020 16:00:45 Gelesen: 1662# 27 @  
3.9.1948 Ersttag Schwarzaufdruckmarken Berlin (Pfennigwerte).

Fernbrief mit 24 Pf. Berlin-Schwarzaufdruck aus Berlin W 15 (uu) vom 3.9.48 nach Schwabach.



hajo22
 
dithmarsia43 Am: 09.12.2020 12:18:38 Gelesen: 1625# 28 @  
@ hajo22 [#27]

Hallo,

noch ein Brief aus 1948 : Portogerechte Einzelfrankatur auf R-Brief "Berlin-Friedenau 1 s" nach Lübeck mit Ankunftsstempel.

Beste Grüße

Uwe


 
hajo22 Am: 09.12.2020 14:07:26 Gelesen: 1609# 29 @  
Orts-Nachnahmebrief innerhalb Westberlins über 4 Mark (Vermerk: West in rot) aus Berlin-Charlottenburg 2 vom 3.11.1948 nach Berlin-Zehlendorf.

Portorichtig: 16 Pf. Ortsbrief bis 20 gr. + 40 Pf. NN-Gebühr.

Die Berlin-Schwarzaufdruckmarken konnten gegen DM-West oder gegen DM-Ost erworben werden, da die DM-Ost auch in Westberlin bis 19.3.1949 gültiges Zahlungsmittel war (geduldet). Die Schwarzaufdrucke wurden regelmäßig gegen DM-Ost gekauft, da der Wechselkurs DM-West zu DM-Ost zugunsten der DM-West ausfiel (ca. 1:2,5 oder 1:3, der Wechselkurs schwankte stark zugunsten der Westmark).



hajo22
 
Frankenjogger Am: 09.12.2020 16:58:24 Gelesen: 1591# 30 @  
@ hajo22 [#29]

Warum 19.3.1949? Meines Wissens konnten am 20.3.1949 Schwarzaufdrucke noch gekauft und mit DM-Ost bezahlt werden.

Im März 1949 stieg der Kurs DM-West:DM-Ost übrigens bis zu 1:5, teilweise sogar darüber.

Von mir das Gegenbeispiel, Nachnahme mit Betrag in DM-Ost, vom letzten Tag der Gültigkeit der Schwarzaufdrucke, dem 31.3.1949.



Gruß, Klemens
 
hajo22 Am: 09.12.2020 17:24:02 Gelesen: 1585# 31 @  
@ Frankenjogger [#30]

" Warum 19.3.1949? Meines Wissens konnten am 20.3.1949 Schwarzaufdrucke noch gekauft und mit DM-Ost bezahlt werden."

Am 20.3.1949 wurde die DM-West alleiniges Zahlungsmittel in Westberlin (2. Währungsreform).

Wer noch Schwarzaufdruckmarken besaß, die er in Ostmark erworben hatte, konnte seine Bestände noch bis zum 31.3.49 aufbrauchen.

Die Berlin-Rotaufdruckserie ( Verkauf nur gegen DM-West) war zwischenzeitlich komplett erschienen.

Schwarzaufdruckmarken gab es nicht mehr am Postschalter zu kaufen. Für Käufe in Westberlin mußte die Ostmark in Westmark umgetauscht werden bzw. man nahm die Ostmark zum aktuellen Wechselkurs in Zahlung (wenn man wollte).

hajo22
 
Frankenjogger Am: 09.12.2020 18:11:55 Gelesen: 1574# 32 @  
@ hajo22 [#31]

"Am 20.3.1949 wurde die DM-West alleiniges Zahlungsmittel in Westberlin (2. Währungsreform)."

So steht es im "Pelikan" und auch die Befehle datieren vom 20.3.1949. Nur, wann wurden sie veröffentlicht?

Pelikan zitiert die Dritte Verordnung. Diese endet bei Pelikan mit:

"14. Diese Verordnung tritt am 20. März 1949 in Kraft.
Berlin, den 20. März 1949
Der General - Chef der französischen Militärregierung - Ganeval"

Daraus lese ich, dass diese Verordnung am 20. März veröffentlicht wurde, also am 20. März vor der Veröffentlichung auch noch DM-Ost als Zahlungsmittel galt.
Wann da der Stichzeitpunkt war, das frage ich mich auch. Philatelistisch betrachtet steht der 21. März als erster Tag der reinen DM-West-Bezahlung für Briefmarken.

Diese Verordnung steht für mich auch im Widerspruch mit den neuen Markenausgaben. Die restlichen Rotaufdrucke ab 21. März, der Wert 1 Pf Bauten mittlerweile auch 21. März.

Im Pelikan steht zwar noch der 20. März, aber einen Bedarfsbeleg mit dem 1-Pf-Wert vom 20. März 1949 kenne ich nicht.

Welche Briefmarken wurden am 20. März bei der West-Berliner Post verkauft, wenn die Schwarzaufdrucke am 19. März den letzten Verkaufstag gehabt hätten?

Gruß, Klemens
 
hajo22 Am: 09.12.2020 18:57:03 Gelesen: 1565# 33 @  
@ Frankenjogger [#32]

Die Rotaufdruckwerte über 10,15,20 und 60 Pf. standen auf jeden Fall zur Verfügung.

Ich nehme an, daß die Schwarzaufdruckmarken noch bis 21.3. am Schalter vorrätig waren, dann aber nur noch gegen DM-West verkauft wurden, was die meisten Kunden abgeschreckt haben dürfte.

Im Übrigen waren die Schwarzaufdrucke sicher noch in Schreibwarengeschäften, bei Briefmarkengeschäften und Firmen vorrätig.

Wenn Du Dich intensiver in die Problematik einarbeiten willst, empfehle ich die abgebidete Broschüre der FG Nr.5.

Ich weiß allerdings nicht, ob die Broschüre noch erhältlich ist.



hajo22
 
Frankenjogger Am: 09.12.2020 20:59:20 Gelesen: 1558# 34 @  
@ hajo22 [#33]

Das Heft habe ich im Regal. Es gibt mir aber auch keine weitere Klärung auf die Frage nach dem Ersttag des Wertes zu 1 Pf Bauten.

Dort steht wie im Pelikan der 20.3.1949. Warum wurde der Ersttag auf den 21.3. gesetzt (aktuelle Michel-Kataloge)?

Wenn der 1-Pf-Wert am 20.3.1949 an den Postschaltern gewesen wäre, gäbe es Belege. Drucksachen und Postkarten hätten nur mit dem Wert im Postamt freigemacht werden können und es müssten Ortsbriefe mit 1 Pf und 15 Pf RA vom 20.3.1949 geben. Auch Fernbriefe müssten mit 4x 1 Pf zu 20 Pf RA existieren. All diese Belege habe ich bisher nicht gesehen.

Dass am 20.3.1949 Schwarzaufdruck-Marken nur noch gegen DM-West verkauft wurden, und nur an diesem einen Tag, davon habe ich bisher noch nie etwas gehört oder gelesen.

Es ist gut, dass das hier diskutiert wird, es ist nämlich noch ein Puzzlestück, dass mir in meiner Währungsreform-Betrachtung fehlt. Ich hoffe, dass hier evtl. noch Klarheiten gefunden werden, auch wenn es wiedermal ein eigenes Thema wird.

Ich bin neugierig,
Klemens
 
hajo22 Am: 10.12.2020 11:43:16 Gelesen: 1532# 35 @  
@ Frankenjogger [#34]

" Dass am 20.3.1949 Schwarzaufdruck-Marken nur noch gegen DM-West verkauft wurden, und nur an diesem einen Tag, davon habe ich bisher noch nie etwas gehört oder gelesen."

Ich schrieb: " Ich nehme an, daß.....". Also bitte mich nicht festnageln.

Bist Du Mitglied in der FG Berlin?

3-fach Mischfrankatur Ortsbrief vom 31.3.1949: Schwarzaufdruck 8 Pf. + 2x2 Pf. Rotaufdruck + 4x1 Pf. Bauten I = gesamt 16 Pf. [1]



hajo22

[1] Literaturhinweis zur Bauten I 1 Pf.-Marke:
"Berlin: Währungsreform-Belege mit Bauten I, 1 Pf. (20. bis 31.3.1949)"
DBZ Nr. 17/1980, S. 3054/3055. Wolf J. Pelikan
 
Frankenjogger Am: 10.12.2020 12:55:14 Gelesen: 1518# 36 @  
@ hajo22 [#35]

"Bist Du Mitglied in der FG Berlin?" - ja

Gruß, Klemens
 
Frankenjogger Am: 16.12.2020 18:45:01 Gelesen: 1469# 37 @  
Hallo,

heute mal wieder ein Beleg, mitten aus dem Berliner Leben, äh Zeitabschnitt, Mi. 400 als Mehrfachfrankatur. Selten mache ich eine Ausnahme und nehme Briefe mit Bund-Verwendung in die Sammlung. Hier eine der Ausnahmen.

Die Frage weshalb, dürfte sich bei diesem Beleg erübrigen, auch wenn der Brief leider 8 g zu wenig wog. Immerhin mussten elf Avus-Blocks dran glauben.
Gerne hätte ich auch die anderen drei Mehrfachfrankaturen mit den anderen jeweils 11 Marken, leider aber nicht.



Gruß, Klemens
 
hajo22 Am: 18.12.2020 20:10:08 Gelesen: 1444# 38 @  
Am 22.6.1989 sandte mir Werner Schmidt (Auktionator) diese schöne portorichtige Drucksache mit einem 3er-Streifen der Sondermarke zum 40. Jahrestag der Beendigung der Blockade der Westsektoren Berlins. Drucksache bis 250 gr. = Porto 180 Pf. (hier frankiert mit 3x60 Pfg.), gestempelt Berlin 47.



Auch an großformatigen Briefen kann man sich erfreuen.

hajo22
 
hajo22 Am: 20.12.2020 19:40:08 Gelesen: 1415# 39 @  
Herr Peter Koegel (damals Auktionator für Briefmarken) frankierte den Einschreibbrief nach Westdeutschland mit 7 x 60 Pf. der Luftbrückengedächtnismarke für einen Fernbrief bis 50 gr. = 170 Pf. + R-Gebühr 250 Pf. = 4,20 DM.

Gestempelt Berlin 126 am 22.9.1989. Es lag schon etwas in der Luft.

hajo22
 
hajo22 Am: 24.12.2020 07:33:54 Gelesen: 1375# 40 @  
Zu [#39]

Scan vergessen. Hier kommt er:



Schöne Weihnachten,
hajo22
 
Frankenjogger Am: 27.12.2020 12:11:28 Gelesen: 1339# 41 @  
Hallo,

ich bleibe in der zeitlichen Berliner Mitte, im Jahr 1972 und zeige mal keine Mehrfachfrankatur, sondern eine Einzelfrankatur der Mi. 418, dem 10-Pf-Wert der Zuschlagsserien "Für die Jugend" von 1972. Es war die letze Zuschlagsmarke zu 10+5 Pf von Berlin, die zum Ausgabezeitpunkt noch etwa 4 Monate als Einzelfrankatur auf einem Ortsbrief verwendet werden konnte. Meiner Meinung nach eine moderne Einzelfrankaturen-Rarität, die sicher deutlich seltener ist als die 5-Pf-Einzelfrankaturen dieser Zeit. Der Katalogpreis dafür ist ein schlechter Witz. Wer kann noch einen solchen Brief zeigen?



Viele Grüße, mit Schnee vor dem Haus,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 06.01.2021 17:32:58 Gelesen: 1235# 42 @  
Hallo,

nachdem ich die letzten Tage viele Berliner Briefe sortiert habe, möchte ich hier einen weiteren Beleg zeigen, eine Einzelfrankatur der Mi. 116 zum 100. Geburtstag von Ottmar Mergenthaler.

Er war Uhrmacher und Erfinder der Zeilensetz- und gießmaschine Linotyp [Michel]. Auf dem ersten Blick auch etwas unscheinbar, aber als Drucksache nach Haiti dann doch etwas außergewöhnlich.



Dreikönigsgruß aus dem verschneiten Ländle,
Klemens
 
HWS-NRW Am: 06.01.2021 17:53:57 Gelesen: 1230# 43 @  
@ Frankenjogger [#42]

Hallo Klemens,

ein toller Beleg - und dann noch der herrlichen Werbestempel zu den Filmfestspielen 1954 !

mit Sammlergruß
Werner
 
karrottil Am: 06.01.2021 20:35:53 Gelesen: 1212# 44 @  
Hallo,

Ein Brief von Berlin-Dahlem nach Hannover-Döhren, aufgegeben am 18.11.48.



Der Brief ist ungeöffnet und wenn man den Umschlag gegen Licht hält, scheint die Einladung zu einer Vermählung durch.

Darum wurde der Brief wohl mit der 6 Pfg. Schwarzaufdruck MiNr. 2 frankiert und ging als Drucksache durch.

Wahrscheinlich hat der Empfänger den Briefumschlag verschlossen, sonst hätte es keine Drucksache sein können.

Beste Grüße
Karsten
 
Frankenjogger Am: 13.01.2021 19:01:00 Gelesen: 1112# 45 @  
@ Frankenjogger [#5]

In [#5] schrieb ich, dass es sinnvoll ist, sich hier auf Sonderausgaben zu beschränken, da die Dauerserien schon jeweils eigene Threads haben. Deshalb zeige ich heute einen Brief mit der ersten Sondermarke Berlins (Mi. 35), die in der Serie "75 Jahre Weltpostverein" am 9. April 1949 ausgegeben wurde. Diese Serie hatte fast Dauerserien-Charakter, da nach der endgültigen Einführung der DM-West keine Briefmarken mehr für die noch krummen Porti für Standard-Briefe und Fernpostkarten verfügbar waren. Dies waren hier die Werte zu 12 Pf, 16 Pf und 24 Pf. In Berlin wurden erst zum 1.6.1949 die neuen Gebührenstufen der Westzonen eingeführt.

Hier ein Luftpost-Fernbrief mit Einschreiben, Porto Bf 20 + R 40 + Lp 5 = 65 Pf, vom 29.7.1949, nach neuen Gebührensätzen, nach Bad Gandersheim mit 5x 12 Pf Stephan und 5 Pf Bauten I für die Luftpostgebühr.



Viele Grüße,
Klemens
 
Frankenjogger Am: 20.01.2021 14:13:52 Gelesen: 997# 46 @  
Hallo,

heute zeige ich einen Beleg aus den 1980er Jahren, eine Mehrfachfrankatur (4 Stück) des Höchstwertes zu 120 Pf (Mi. 692) aus der Serie der Berliner Brunnen auf Standard-Wert-Fernbrief über 500 DM (Porto: 80 + 400).



Gruß, Klemens
 
Frankenjogger Am: 03.02.2021 20:28:05 Gelesen: 832# 47 @  
Hallo,

heute gehe ich mal wieder in die zeitliche Mitte des Markenlandes Berlin. Ich zeige heute den Höchstwert aus der Serie "Für die Jugend 1967", die Mi. 302 als Einzelfrankatur, aber nicht auf Auslandsbrief oder Fernbrief der zweiten Gewichtstufe wie sie häufiger zu sehen ist, sondern als Auslandspostkarte mit Luftpost nach Israel. Porto 30 Pf plus 20 Pf für die Luftpostbeförderung. Sicherlich nichts Außergewöhnliches, aber so dann doch nicht häufig zu finden.



Gruß, Klemens
 
Frankenjogger Am: 16.02.2021 14:41:39 Gelesen: 626# 48 @  
Hallo,

heute mal wieder ein Belege vom Ende des Markenlandes Berlin. Die Mi. 868 als Einzelfrankatur auf Fernpostkarte.



Berlin-Gruß, Klemens
 
Frankenjogger Am: 13.04.2021 16:39:52 Gelesen: 103# 49 @  
Hallo,

hier wurde auch schon lange kein Beleg mehr gezeigt. Und weil die Berlin Mi. 1 auch noch nicht gezeigt wurde, heute von mir als Drucksache, ein Angebot eines Berliner Briefmarkenhändlers aus dem Jahr 1949, vom vorletzten Verwendungstag für Schwarzaufdrucke.



Gruß, Klemens
 

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