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Thema: (?) (30) Postkarten Berliner Hotels, Kneipen und Ausflugslokale
Das Thema hat 35 Beiträge:
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Gernesammler Am: 06.11.2020 10:32:41 Gelesen: 1813# 11 @  
@ dithmarsia43 [#10]

Hallo Uwe,

schöne Karten, die Du zeigst, das Hotel Reichshof lag neben der damaligen britischen Botschaft (Wilhelmstraße 70), die im ehemaligen Palais Strousberg untergebracht war.

Das Hotel befand sich damit ganz nahe an der Berliner Prachtstraße Unter den Linden, war aber von deren Verkehrsfluss etwas abgerückt und somit ruhig gelegen. Es war nicht weit entfernt von den damaligen wichtigen Bahnhöfen Friedrichstraße im Norden, Potsdamer Bahnhof und Anhalter Bahnhof im Süden.
Auch hatte es Fahrstuhl und Zentralheizung, später wurde es von Herrn Schwarz dem Inhaber an Lorenz Adlon verkauft.

Die Konditorei Gustav Koch war seit Anfang 1900 in der unteren Badstraße ansässig, die Familie Koch wird seit dem 15. Jahrhundert im Stadtarchiv erwähnt.

Das Cafe Bauer wurde 1878 erbaut und es war auch das Hotel Bauer das genau gegenüber dem Cafe Victoria an der Kreuzung Friedrichstraße lag. Das Cafe selbst gab es seit 1867 gegründet von Oscar Bauer.

Hier einmal zwei Karten vom Cafe Bauer, zu Anfang war im Haus noch das Hotel Behrens (Karte von 1897) die zweite Karte ist von 1908.

Gruß Rainer


 
Cantus Am: 06.11.2020 16:59:52 Gelesen: 1788# 12 @  
@ Gernesammler [#6]

Hallo Rainer,

meines Wissens bedarf das "Rübezahl" einer kostenintensiven Reparatur, ich kann mich jedenfalls an entsprechende Diskussionen der politisch Verantwortlichen im Bezirk erinnern, allerdings liegt diese Erinnerung schon mehr als zehn Jahre zurück.

Ich bleibe noch in dieser Berliner Ecke und zeige eine Karte vom Park-Restaurant Carl Ludwig. Ich habe zwar nicht herausfinden können, wo dieses Restaurant damals lag, vermute aber den Bereich am Spree-Park oder am Treptower Park; vielleicht hast du nähere Informationen.

Diese Karte stammt auch von dem Dachbodenfund.





Die Karte lief am 16.9.1901 von Berlin nach Wuschewier.

Viele Grüße
Ingo
 
Gernesammler Am: 07.11.2020 17:50:10 Gelesen: 1745# 13 @  
@ Cantus [#12]

Hallo Ingo,

zu Deiner netten Karte kann ich diesmal leider nichts beitragen, das Buch gibt nichts her und Onkel Google kennt die Restauration auch nicht, aber schöne Litho.

Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte von 1906 mit Abbildung des Kronprinzeltes, in den Zelten 1887/88 durch einen Neubau ersetzt.Hier kam man her um zu prominieren, sehen oder gesehen zu werden und in den Gärten bei Marschmusik ein Bier zu trinken.
Die Biergärten lagen des Kronprinzenzeltes lagen genau wie bei Ingo seiner Karte an der Spree.

1745 waren es mobile Zelte im 19. Jahrhundert wurden dann an der Spree Schänken und Kaffeegärten gebaut.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 09.11.2020 19:59:17 Gelesen: 1702# 14 @  
Hallo Sammlerfreunde,

zusammen mit dem Eierhäuschen entwickelten sich der Zenner und Co zu den Leuchten für Ausflugstouren im Osten Berlins, man konnte im Biergarten den Konzerten zuhören genau wie Bootstouren unternehmen und Abends "Treptow in Flammen" beim Feuerwerk genießen.

1821/22 wurde das Gasthaus errichtet aber noch nicht unter dem Namen "Zenner" diesen bekam es erst in der Kaiserzeit durch den Wirt Zenner der ein Lokal führte für die feine Welt der Offiziere und Beamten.

Später war der Inhaber und der Name des Lokals Friedrich Knape.

Im Krieg zerstört, 1955 wieder aufgebaut und bis heute beliebtes Ausflugsziel das Zenner.

Ansicht des Lokals am Ufer der Spree, Postkarte von 1915.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 13.11.2020 20:10:37 Gelesen: 1627# 15 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte vom Piccadilly einem Cafe mit 2500 Sitzplätzen im Haus Vaterland am Potsdamer Platz, 1911/12 erbaut kam es 1928 zu den Kempinski Betrieben.

Die Postkarte mit Ansicht des großen Saals ist vom 5.8.1914, 8 Tage nach Beginn des 1. Weltkrieges.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 22.11.2020 17:49:04 Gelesen: 1552# 16 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte von Heinrich Engman`s Original Bauernschänke in Berlin W 8 Jäger Ecke Friedrichstrasse, leider findet man zu diesem Etablissement nicht viel heraus wie zu vielen anderen auch.

Gezeigt wird die Innenansicht mit Personal in den berühmten Katakomben, gestempelt am 8.2.1914.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 23.11.2020 19:56:07 Gelesen: 1522# 17 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte vom Cafe Kranzler am Kurfürstendamm, das Cafe Kranzler eröffnete 1932 am Kudamm eine Filiale die genauso beliebt war wie die Stammfiliale Friedrichstrasse/Unter den Linden.

Wenn das Wetter es zuließ war die Veranda des Cafes immer voll besetzt, 1945 im April leider zerstört wurde Berlin neu aufgebaut und im Dezember 1958 wurde auch das Kranzler in seiner neuen Pracht eröffnet.

Die Postkarte ist noch aus den Anfang 1940er Jahren, verschickt aber erst 1953 eine Karte des neuen Kranzler habe ich noch nicht.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 24.11.2020 20:06:18 Gelesen: 1496# 18 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte vom alten Kranzler in der Friedrichstrasse mit Blick zum Cafe Bauer und dem Hotel "Königlicher Hof" geschrieben am 6.3.1912.

Im Jahr 1825 eröffnete der Wiener Zuckerbäckergeselle Johann Georg Kranzler an der Ecke Friedrichstraße/Unter den Linden 25 eine bescheidene Konditorei in einem Erdgeschoss-Laden.

Nach dem Umbau und der Aufstockung des Gebäudes im Jahr 1834 durch August Stüler erweiterte Kranzler sein Etablissement auf das gesamte Erd- und das erste Obergeschoss.Ein besonderer Anziehungspunkt war seit 1833 eine Straßenterrasse, diese stand sogar unter dem Schutz des Königs.

Tische auf die Straße zu stellen, war in der damaligen Zeit ein Novum. 1911 verkauften die Kranzler-Erbinnen das Haus und die Konditorei an die Hotel-Betriebs-Aktiengesellschaft.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 02.12.2020 20:03:40 Gelesen: 1418# 19 @  
Hallo Sammlerfreunde,

zwei Postkarten mit Abbildungen des Grand Hotel Bellevue und dem Palast Hotel beide standen mal am Potsdamer Platz.Die erste Postkarte in schwarz/weiß ist vom 15.7.1898, die zweite Postkarte eine Lithografie wurde am 31.7.1907 spediert.

Das Hotel Bellevue wurde nach Plänen des Architekten Ludwig Heim errichtet und ca.1884/85 eröffnet, es unterschied sich zum Palast Hotel nur durch seine nähere Lage zum Potsdamer Bahnhof.

Ansonsten hatte es den gleichen Luxus und die Ruhe des Palast Hotels zu bieten, das Hotel wurde Anfang der 30er Jahre abgerissen um einem Neubau Platz zu machen.

Das Palast Hotel entstand ca. 1887 und hatte rund 100 Zimmer, es war auch ein Haus allererster Güte.

Im zweiten Weltkrieg brannte es komplett aus.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 04.12.2020 20:03:51 Gelesen: 1399# 20 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte von 1931 mit Blick auf die Tanzbar "Kaffeeplantage" am Kurfürstendamm diese lag gegenüber dem Uhland-Eck und man konnte hier einen Dreigroschenkaffee in einem ungewöhnlichen Ambiente genießen.

Die "Kaffeeplantage" war eine von vielen kleinen Cafes im "größten Cafehaus Europas" wie der Kudamm in den zwanziger und dreißiger Jahren genannt wurde.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 25.12.2020 18:15:40 Gelesen: 1259# 21 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte mit Ansicht vom Biergarten & Restaurant "Kohlhasenbrück" in Berlin Wannsee in der Nähe Griebnitzsee es hatte auch eine Dampfer Anlegestelle „Kohlhasenbrück“ direkt neben dem Biergarten.

Damals Loetta Kohlhasenbrück das gibt es aber nicht mehr, heute ist es die Söhnel-Werft, diese versteht sich als Manufaktur und Restaurant, Kontor, Brauerei und Biergarten.

Die Postkarte ist von 1903 und gestempelt in Babelsberg welches in der Umgebung des Griebnitzsees liegt.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 28.12.2020 16:39:14 Gelesen: 1225# 22 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte von "Mörners Blumengarten" in Oberschöneweide Inhaber war zu diesem Zeitpunkt ein Herr Gärtig, über den Blumengarten gibt es wie über so viele kleine Ausflugslokale nicht viel zu berichten außer das hier immer Trubel war und man ging etwas kühles zu trinken der Marschmusik zu lauschen oder mit dem Boot zu fahren.

Die Postkarte ist von 1913 und in Oberschöneweide gestempelt.

Hier in der Abbildung ist einer der Ausflugsdampfer zu sehen wovon man zwei zur Gewerbeausstellung in Treptow 1896 bauen ließ die aber leider nicht so genutzt wurden wie man es gern gesehen hätte.

In Berlin gibt es an der Jannowitzbrücke den Historischen Hafen wo eines der Schiffe immer noch fährt, es ist die "Heinrich Zille" damals der Doppelschraubendampfer "Baurat Hobrecht", die Heinrich Zille wurde 1958 nach Überarbeitung auf der Werft wieder in Betrieb genommen und ist somit das älteste Schiff im Berliner Bestand.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 08.01.2021 19:51:39 Gelesen: 1164# 23 @  
Hallo Sammlerfreunde,

nochmals eine Postkarte vom "Zenner" Inhaber war zu diesem Zeitpunkt Herr Knape, Zenner ist ein Gasthaus und Biergarten mit großer Terrasse im nordöstlichen Bereich des Treptower Parks direkt an der Spree gelegen und ein beliebtes Ausflugsziel. Es ist mit etwa 1500 Plätzen eines der größten Berlins.

Die Postkarte wurde am 30.8.1922 bei der Post aufgegeben, verklebt wurden zwei Marken Germania zu 75 Pfennig (Michel Nr.197).

150 Pfennig waren auch nötig für eine Postkarte im Fernverkehr in der Portoperiode 8 (1.7.1922-30.9.1922).

Ansicht mit Blick auf die Terasse und den Biergarten sowie die Spree.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 10.01.2021 17:54:41 Gelesen: 1124# 24 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte von 1905 mit der Ansicht des "Alten Eierhäuschens".

Erste Erwähnung fand die Kneipe 1837 als Schifferkneipe, 1869 brannte das Gasthaus ab und der Pächter ließ einen Fachwerkbau errichten, dieser ging 1876 in den Besitz der Stadt Berlin über, Berlin ist heute noch der Besitzer.

1890 brannte das Lokal in der Zeit des Pächters Lammers erneut ab. 1890-92 wurde am selben Ort ein neues Lokal mit gleichen Namen erbaut,im Jahr 1902 ließ der Berlin eine Veranda und einen großen Saal zusätzlich anbauen.

Um die Jahrhundertwende bis nach dem Ende des Ersten Weltkriegs war Wilhelm Andrée der Pächter des stets gut besuchten Lokals.

In der DDR-Zeit bis Anfang der 1970er Jahre zählte das Eierhäuschen zu den beliebtesten Ausflugsgaststätten.

Gruß Rainer

 
Gernesammler Am: 15.01.2021 21:19:17 Gelesen: 1066# 25 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte von 1971 aus einer traurigen Zeit mit Blick auf die Kneipe "Zum Heidelberger" an der Heidelberger/Elsenstraße in Berlin Neukölln an der Sektorengrenze.

Ich kann mir nur vorstellen dass es sehr beklemmend gewesen sein muss dort sein Feierabendbier zu trinken immer mit dem Blick auf die Mauer.

Ansonsten waren solch kleine Stampen immer sehr schön und gemütlich, egal ob Ost oder West.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 17.01.2021 17:45:21 Gelesen: 1024# 26 @  
Hallo Sammlerfreunde,

möchte nochmals Postkarten von Berlin zeigen, auf denen auch das Cafe Kranzler zu sehen ist, einem der wohl beliebtesten Cafes in Berlin genau wie das Altberliner Bierlokal (sehen und gesehen werden).

Seit der Wiedereröffnung 1958 war das Café erneut eine Berliner Institution und ein Wahrzeichen der City-West.

Alle 5 Karten stammen aus den 70er-80er Jahren und da das Gebäude nach wie vor unter Denkmalschutz steht, hat sich äußerlich bis heute kaum etwas verändert.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 22.01.2021 19:29:36 Gelesen: 952# 27 @  
Hallo Sammlerfreunde,

heute möchte ich eine meiner Lieblings Postkarten von den Berliner Kneipen zeigen und vorstellen, es ist die Restauration "Zur letzten Instanz".

An der Leipziger und Gertraudenstrasse hat und hatte man immer Großstadtverkehr, aber in der kleinen schmalen Seitenstrasse, der Waisengasse steht man mitten im alten Berlin (so beschrieben damals anno 1929).

Es ist eine kleine Kneipe angelehnt an die alte Stadtmauer gegenüber dem Landgericht, ausgeschänkt wird und wurde Weiss und Bairisch Bier und für manch Angeklagten der hier vorher noch ein Bier trank hat der Name der kleinen Kneipe Recht behalten.

Die letzte Instanz ist eines der wenigen Gebäude in der Waisenstrasse die den Bombenhagel überstanden haben, 1963 wurde komplett restauriert und vergrößert.

Nach der Maueröffnung 1989 trafen sich die Bürgermeister beider Stadthälften (Ost/West) beim Bier zu ersten Gesprächen.

Die Karte ist unbenutzt.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 24.01.2021 17:37:34 Gelesen: 907# 28 @  
Hallo Sammlerfreunde,

2 Postkarten von "Hotel Fürstenhof" am Potsdamer Platz, bis 1906 war es ein eher bescheidener Backsteinbau.

Nach dem Neubau lobte die Berliner Architekturwelt 1908 die neuen Formen, die Gliederung als hoch emporstrebend, kraftvoll und plastisch die Verkörperung einer neuen Zeit für ein neues Jahrhundert.

Das Hotel hatte den Potsdamer und den Anhalter Bahnhof in der Nähe so das eine Anreise bequem war.

Es bot in seinen 300 Zimmern eine gepflegte Unterkunft, in den Lokalitäten auf Strassenebene gab es das Cafe Fürstenhof und die Aischinger Bierquelle als vornehmes Bierrestaurant.

Man konnte von den Fenstern und Terrassen des Hotels dem Gewühl und dem Verkehr im hektischen Berlin am Potsdamer Platz zusehen.

Im Krieg wurde das Hotel 1943 schwer getroffen und in den 1950er Jahren die Ruine abgerissen.

Die Postkarte von 1908 zeigt die Ansicht des Innenhofes, die Karte von 1936 das Heotel in voller Pracht und dem Blick auf das Cafe.

Gruß Rainer



 
Gernesammler Am: 07.02.2021 17:16:01 Gelesen: 813# 29 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte vom Bahnhof Schöneweide mit Ansicht zur Mitropa und wer kennt Sie nicht den Aufenthalsraum zum warten auf den Zug oder die Familie.

Was gab es hier nicht alles von Bockwurst mit Salat bis zum Bremsklotz (dreieckige Boulette) aber auch Tatar und Brühe sowie Kaffee und kalte Getränke.
Die Postkarte ist vom Verlag "Kurt Mader" aus Berlin Karlshorst von 1958 und deklariert als "echte Fotografie".

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 07.02.2021 18:00:29 Gelesen: 797# 30 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte mit Abbildung der "Lindenschänke" in Berlin Mahlsdorf Waldesruh, das war 1959 als die Karte rauskam noch jotwede.

"Im Landbuch Karls IV. von 1375 ist das Dorf mit 50 Hufen erwähnt, darunter vier Pfarrhufe (Wedemhof),es gab auch einen Krug.Die dörflichen Rechte teilten sich die von Grieben und die von Falkenberg,die auch entsprechend über das Kirchenpatronat verfügten.Von 1613 bis 1619 war Mahlsdorf im Besitz derer von Pfuel.

Im Jahr 1753 besiedelten auf Erlass des preußischen Königs Friedrich II. Kolonisten aus Plattenhardt in Württemberg den neuen Ortsteil Kiekemal,der aus der Gemarkung Barnim dazu kam.Bis Anfang des 19. Jahrhunderts hatte der Ort lediglich rund 250 Einwohner. Dann kam es besonders in der Gründerzeit zu einem explosionsartigen Wachstum,gefördert auch durch eine 1885 eröffnete Station an der Preußischen Ostbahn.

Die Einwohnerzahl wuchs von 1895 bis 1911 von 850 auf 7118.

Die Gegend um die Bahnstation wurde zu einem Schwerpunkt der Bautätigkeit.Aus einem Guts- und Bauerndorf wurde zunehmend ein Wohn- und Siedlungsvorort Berlins.

Zahlreiche Gastwirtschaften wurden zu Berliner Ausflugszielen".

Wer genauere Angaben zuR Lindenschänke in Mahlsdorf machen kann, ich würde mich freuen.

Gruß Rainer


 
BochumerJunge Am: 07.02.2021 19:30:18 Gelesen: 789# 31 @  
Hallo,

hier aus dem Jahre 1939

Cafe Restaurant "Neuer See", Tiergarten.

Anscheinend ist die Postkarte manuell noch mal beschnitten worden. Es existiert noch ein Cafe mit dem Namen, ob es aber identisch ist mit diesem, bzw. der selbe Standort ist kann ich nicht sagen.

Die Straßenbezeichnung ist jedenfalls anders.

Weiss jemand da mehr drüber?

Gruß
H.-G.


 
Gernesammler Am: 07.02.2021 20:05:43 Gelesen: 779# 32 @  
@ BochumerJunge [#31]

Hallo H.G.,

Peter Josph Lenne gestaltete den Tiergarten 1846-1847 um, dadurch entstand der neue See, damit kamen die seligen Abende bei Mondschein und im Kaffeegarten am Ufer des Sees konnte man in Ruhe beim braunen Lagerung sitzen (1903).

Diese Freude kann man sich heute noch gönnen, ab den 1960er Jahren war es ein Selbstbedienungsrestaurant.

Auch rudern kann man auf dem See noch.

Gruß Rainer
 
Gernesammler Am: 16.02.2021 19:59:15 Gelesen: 684# 33 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte von 1923 vom "Alhambra Hotel" hier mit Ansicht des größten Ballsaals der Residenz, die gesamten Säle konnten bis zu 1000 Personen fassen.

Das Alhambra war einer der Filmpaläste am Kurfürstendamm der aber auch Kinogeschichte machte, 1922 wurde hier der erste Tonfilm gezeigt.

1921 als Geschäftshaus errichtet wurde es bald darauf im Vorderhaus zu einem Hotel umgebaut mit einem gediegenen Restaurant hinter schlichter Fassade. Im Krieg wurde das Hotel schwer gezeichnet, heute befindet sich darin das Hotel "Kurfürstendamm" am Adenauerplatz.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 02.03.2021 20:08:39 Gelesen: 534# 34 @  
Hallo Sammlerfreunde,

vier Postkarten von der Gaststätte "Zum Nuußbaum" angefangen ab den 1920er Jahren bis in die 1980er Jahre.

Das historische Gasthaus Zum Nußbaum war eines der letzten spätmittelalterlichen giebelständigen Häuser Berlins und stand in der Fischerstraße 21 an der Ecke Köllnische Straße. Nach einer über dem Kellereingang angebrachten Zahl, wurde es 1507 erbaut somit ist der Nußbaum das älteste Gasthaus Berlins, gelegen im Nikolaiviertel in der Nähe des Roten Rathauses sollte es eigentlich fast jeder Berliner kennen.

Heinrich Zille war Stammgast im Lokal, um hier „sein Milljöh“ zu studieren. Claire Waldoff kehrte hier ebenfalls ein. Auch der Maler Otto Nagel war hier zu Gast. Im Jahre 1943 wurde das Gasthaus zerstört und brannte aus.

Im Zuge der Rekonstruktion des Alt-Berliner Nikolaiviertels in den Jahren 1985–1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins wurde vom planenden Architekten Günter Stahn an der Stelle der kriegszerstörten Propstei der Nikolaikirche eine Kopie des Gasthauses Zum Nußbaum in der Probststraße an der Ecke zur neu angelegten Straße Am Nußbaum 3 errichtet und davor wieder ein Nussbaum gepflanzt.

Wer mal von Euch irgendwann wenn alles wieder geht in Berlin ist sollte es nicht versäumen dort einzukehren, ich kann es nur empfehlen.

Gruß Rainer



 
Gernesammler Am: 31.03.2021 19:56:07 Gelesen: 281# 35 @  
hallo Sammlerfreunde

Postkarte vom Cafe Victoria dieses war eng mit dem Hotel Victoria verbunden, es war in der zweiten Hälfte 19. und zu Beginn des 20.Jahrhunderts ein kleineres erstklassiges Hotel in der preußischen,später deutschen Hauptstadt Berlin.Es stand auf der Nordseite der Prachtstraße Unter den Linden an der Kreuzung mit der Friedrichstraße.

Im Jahr 1848 erschien das Hotel Victoria zum ersten Mal im Berliner Adressbuch unter Hotel I. Klasse, Besitzer des Hotels war der Cafetier H. Obermeyer aus Charlottenburg.

Im Jahr 1918 wurde das Hotel Victoria geschlossen. Es teilte damit das Schicksal vieler Berliner Hotels aus dem 18. und vom Anfang des 19. Jahrhunderts.



die zweite Postkarte ist das gleiche Haus aber jetzt das Cafe König, es hatte nichts mehr mit dem Flair des Hauses Victoria zu tun Ende der Zwanziger Jahre neu eröffnet bot es Scheineleganz und war Treffpunkt vieler Geschäftemacher, es war und zeigte die Zeit der gesellschaflichen Zerrissenheit.

Ende des 2.WK waren die Häuser an der berühmten Kreuzung nur noch Schutt und Asche.



Gruß Rainer
 

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