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Thema: Vorphilatelie: Briefe bestimmen
Das Thema hat 62 Beiträge:
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merkuria Am: 25.09.2024 09:03:15 Gelesen: 4005# 38 @  
Beleg, aufgegeben heute vor 200 Jahren:

Heute möchte ich einen Beleg aus meinem Fundus zeigen, der ganz und gar nicht in meine Sammlungsgebiete fällt. Obwohl ich mich mit vorphilatelistischen Belegen nicht auskenne und auch die verwendeten Schriften kaum deuten kann, möchte ich Euch diesen Brief nicht vorenthalten. Was mir auffällt, ist das sehr saubere Schriftbild, welches sogar von mir einige Worte entziffern lässt.



Der Brief wurde am 25. September (1824) von Delitsch nach Berlin gesendet. Beim Abgangsort DELITSCH vermute ich eine andere Schreibweise der Stadt Delitzsch (Sachsen). Das Jahr 1824 konnte ich aus dem Text ermitteln. Auch vermute ich, dass dieser Brief ursprünglich aus mehreren Seiten bestand, vorhanden ist aber nur der gefaltete Adressteil mit dessen Rückseite.

Vielleicht kann ein Leser dieses Beitrages etwas Licht ins Dunkel bringen!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Briefuhu Am: 19.06.2025 16:37:38 Gelesen: 2618# 39 @  
Hab hier einen Brief aus 1849, den ich zuerst entsorgen wollte, dann aber machten mich die Stempel neugierig. Jetzt komme ich aber nicht mehr weiter.

Der Brief ging an einen Jean Nicolas David in Franchimont bei Verriers in Belgien. Oben rechts handschriftlich etwas was ich nicht lesen kann, daneben ein Stempel bei dem das Franco bzw. Porto bestimmt wurde. Es wurde versucht die Anschrift unleserlich zu machen.

Nun die interessante Rückseite, Stempel vom 19. Fe (Februar) 1849 von America Liverpool, wobei der Monat auf dem Kopf steht, dann ein Stempel OJ 20 FE (Februar) 1849 den ich nicht zuordnen kann, weiterer Stempel 21. Nov?? Ostende sowie ein Stempel 22. ??? von Valls evtl Spanien.

Vorne eine blaue 20 (evtl) und eine schwarze 18, dürfte das Porto sein und hinten eine 11 ? evtl Franco. Innen ein Vermerk den ich als 6. Februar 1849 New York lese.

Also ich sehe nur eine Brief der evtl. 1849 von Amerika nach Belgien liefe, ansonsten bin ich überfordert.







Schönen Gruß
Sepp
 
bayern klassisch Am: 19.06.2025 16:48:10 Gelesen: 2614# 40 @  
@ Briefuhu [#39]

Hallo Sepp,

meine laienhafte Beschreibung wäre die:

USA-Brief unfrankiert über GB nach Francomont in Belgien.

USA-Seeporto-GB-Porto 1 Shilling 4 Pence, s. Stempel. Das waren 20 Pence.

Diese wurden in Belgien in 20 Decimes reduziert und mit dem belgischen Porto von 4 Decimes zu 24 Decimes addiert.

Der 1. rote Stempel wurde in London am 20.2.1849 abgeschlagen. Die anderen Stempel sind selbsterklärend, bzw. ich kann sie nicht lesen.

LG,
Ralph
 
Briefuhu Am: 19.06.2025 17:15:09 Gelesen: 2608# 41 @  
@ bayern klassisch [#40]

Hallo Ralph,

vielen Dank für Deine Hilfe.

Schönen Gruß
Sepp
 
Lars Boettger Am: 19.06.2025 17:38:36 Gelesen: 2603# 42 @  
@ Briefuhu [#39]

Der Brief ging an einen Jean Nicolas David in Franchimont bei Verriers in Belgien.

Hallo Sepp,

auf die Schnelle und ohne Literatur zur Hand: "Verviers" in Belgien.

"America Liverpool" - Der Brief lief mit dem Cunard-Dampfer "Canada" m.W. in der sog. "Restored Rate Period" (letzte Überfahrt) nach Liverpool und kam dort am 19. Februar 1849 an. Er wurde dann mit der Bahn nach London verbracht und erhielt einen Tag später einen Durchgangsstempel. Von London wurde er über Dover nach Ostende geleitet (ANGLETERRE PAR OSTENDE). Ankunftsstempel von Verviers am 22. Februar 1849.

Es war ein Portobrief: 1/8d = 20 Décimes englisches Porto, + 4 Décimes belgischer Inlandanteil = 24 Décimes. Rückseitig ist nur der Abklatsch einer Portonotierung zu sehen.

Beste Grüße!

Lars
 
Briefuhu Am: 19.06.2025 17:57:44 Gelesen: 2594# 43 @  
Hallo Lars,

recht herzlichen Dank für Deine Hilfe und Deine Erläuterungen, die so zu meinem Beleg kommen.

Schönen Gruß
Sepp
 
Briefuhu Am: 24.06.2025 18:54:13 Gelesen: 2345# 44 @  
Brief vom 28.11.1841 von Lyon nach Genova (Genua) dort Ankunft am 01.12.1841 (1.XBRE). Vorne oben rechts ein Stempelfragment, das ich als Via St. Beauzire interpretiere und eine 18 das das Porto sein dürfte. Auf der Rückseite ein roter Stempel 1.XBRE, das ich nach längerer Recherche als Datum, 1. Dezember erkannte und ein weiterer Porto- bzw. Francovermerk, den ich nicht entziffern kann.





Schönen Gruß
Sepp
 
bayern klassisch Am: 24.06.2025 19:05:30 Gelesen: 2339# 45 @  
@ Briefuhu [#44]

Hallo Sepp,

wie wäre es mit BEAUVOISIN?

Hinten lese ich 9.10. Das könnte auch die Summe der Taxen von weiteren Portobriefen sein, die man dem Empfänger als Halter eines Postfachs angerechnet hatte, aber sicher bin ich mir da nicht.

Vorne stehen 18 Decimi als Porto dieses einen Briefes.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Lars Boettger Am: 24.06.2025 19:13:40 Gelesen: 2337# 46 @  
@ Briefuhu [#44]

Hallo Sepp,

"VIA DI PT. BEAUVOISIN" - die Gemeinde heisst "le Pont-de-Beauvoisin" und liegt an der Grenze zu Savoien.

Beste Grüsse!

Lars
 
Briefuhu Am: 24.06.2025 19:20:38 Gelesen: 2335# 47 @  
@ bayern klassisch [#45]
@ Lars Boettger [#46]

Hallo ihr Beiden,

vielen Dank, ihr habt mir wiedermal weitergeholfen.

Schönen Gruß
Sepp
 
Journalist Am: 19.12.2025 16:55:08 Gelesen: 1212# 48 @  
Hallo an alle,

ich habe dieser Tage einen Vorphilabrief nach Eschborn erworben, ich kann aber die Schrift nicht entziffern - er soll aus dem Jahr 1853 stammen und von Bad Soden nach Eschborn geschickt worden sein, war scheinbar nicht zustellbar und wurde irgendwie weitergeschickt ?



Wer kann hier teilweise oder komplett weiterhelfen, damit ich den Brief richtig beschreiben kann - später benötige ich noch die Hilfe der Schriftexperten bezüglich des Inhalts - danke.

Viele Grüße Jürgen
 
volkimal Am: 19.12.2025 18:01:20 Gelesen: 1198# 49 @  
@ Journalist [#48]

Hallo Jürgen,

kannst Du bitte den Inhalt zeigen. Dann kann der Brief besser erklärt werden. Im Moment kann ich nicht sagen wo er aufgegenben wurde. Es ist nur zu sehen, dass die Orte Sulzbach und Soden beide durchgestrichen wurden - die Reihenfolge ist nicht sicher. Das Ziel war am Ende Eschborn.

Das Datum des Stempels ist auch nicht richtig lesbar.

Viele Grüße
Volkmar
 
chris63 Am: 19.12.2025 18:14:59 Gelesen: 1190# 50 @  
@ Journalist [#48]

Hallo Journalist,

An
die Herrn Schulinspection (vorstandsdireczenten gestrichen)

in Soden, Soden gestrichen und nach Sulzbach, Sulzbach gestrichen und nach Heddernheim, Heddernheim gestrichen und nach Eschborn.

Vermute der Brief wurde von einem Schulamt zum nächsten weitergeschickt.

grüsse Christof
 
Journalist Am: 19.12.2025 19:35:19 Gelesen: 1164# 51 @  
@ volkimal [#49]
@ chris63 [#50]

Hallo Volkmar und Christof,

zuerst einmal danke für die ersten Infos und Teilergebnisse, hier wie gewünscht auch noch der Inhalt des Briefes, den ich auch nicht lesen kann - daher sammle ich normalerweise auch eher moderne Sachen, da mir die Deutung zu schwierig ist.



und Teil 2, da nicht alles auf einen Scan ging



Schon jetzt danke für weitere Analysen und Inhaltsangaben - viele Grüße Jürgen
 
volkimal Am: 19.12.2025 21:14:15 Gelesen: 1132# 52 @  
@ Journalist [#51]

Hallo Jürgen,

Christof schreibt " Vermute der Brief wurde von einem Schulamt zum nächsten weitergeschickt". Damit liegt er vollkommen richtig.
Hier sind der Anfang und das Ende des Briefes:

Erste Seite:
Der Schulinspector Stahl in Eschborn
die Herrn ???raten der Schulvorstände zu Soden, Sulzbach,
Oberliederbach,
Okriftel,
Heddenheim,
Zurück

Den Bericht über die ???
prüfung der Elementarschulen
???

Zweite Seite:
Eschborn 1. Dezbr. 1854

Eingesehen d. 8.Dec.54 Wilhelm
darunter folgen die Daten der weiteren Einsichten mit den jeweiligen Namen/Unterschriften:
12. Dec., 14. Dec., 20. Dec. und 21. Dec.

Für den Hauptteil des Briefes habe ich im Moment keine Zeit.

Viele Grüße
Volkmar
 
chris63 Am: 19.12.2025 21:30:20 Gelesen: 1126# 53 @  
@ Journalist [#51]

Hallo Jürgen,

Der schwache L2-Stempel links oben verm. Soden 11 DEC 1854
Vor Eschborn der Vermerk H.n könnte Herrschaftssachen, Herzogliche Angelegenheiten oder auch nichts bedeuten?

Unten auf dem Brief haben die Schuldirigenten mit Datum den Empfang/Kenntnisnahme bestätigt.

8.12.1854 Wilhelmi, Soden - nächster Vermerk 12.12.1854 wahrscheinlich Sulzbach. Somit vermute ich einmal von Soden nach Sulzbach postalisch gelaufen, ansonsten durch eigene Boten.

Text 1.Teil

Der Schulinspector Stahl in Eschborn

die Herrn Dirigenten der Schulvorstände zu Soden, Sulzbach,
Oberliederbach,
Kriftel, Heddernheim
zurück

Der Bericht über die Herbst-
prüfung der Elementarschulen
betr.

Auf dem Grund des Rescripts herzoglicher Landes-
Regierung von 23. Nov. a.c.

grüsse Christof

P.S. habe gerade ausprobiert, bis auf ein paar kleine Fehler übersetzt Transkribus korrekt.

P.P.S. Hallo Volkmar, irgendwann müssen wir uns mal absprechen um nicht alles doppelt zu machen.
 
Journalist Am: 20.12.2025 11:16:17 Gelesen: 1041# 54 @  
@ volkimal [#52]
@ chris63 [#53]

Hallo Volkmar und Christof,

vielen Dank für die sehr schnelle Antwort. Das hilft mir viel weiter für die Heimatsammlung Eschborn.

Ich wünsche euch noch eine schöne Weihnacht, viele Grüße Jürgen 🙂
 
Briefuhu Am: 03.03.2026 16:08:14 Gelesen: 294# 55 @  
Brief vom 25.04.1848 (laut Briefinhalt) auf Stempelpapier mit Wertstempel 2 G. (Gute) Groschen. Der Brief ginbg an das Königl. Preußische Hochlöbliche Land Gericht zu ???.

Leider konnte ich weder den Empfänger noch den Absender entziffern. Beides müsste aber aus dem Inhalt ersichtlich sein.







Schönen Gruß
Sepp
 
Gernesammler Am: 03.03.2026 16:49:24 Gelesen: 280# 56 @  
Hallo Sepp,

der Empfänger war, An ein königlich Preußisches hochlöbliches Land Gericht zu Kreuznacht.

Wenn ich es richtig lese war der Absender der Schmied Friedrich Seidel aus Drobnin, heute Polen.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 03.03.2026 17:09:01 Gelesen: 270# 57 @  
@ Briefuhu [#55]

Hallo Sepp,

ich lese Fraustadt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kreis_Fraustadt

LG,
Ralph
 
chris63 Am: 03.03.2026 17:17:27 Gelesen: 267# 58 @  
@ Briefuhu [#55]

Hallo Sepp,

der Brief ging an das Landgericht Fraustadt, Posen. Sowie nach den Aktennotizen an den Schmidt Friedrich Seidel aus Drobnin und an das Friedensgericht in Gostyn.

Inhaltlich ging es um die Eintragung eines Grundstückskaufes, mit dem Grundstück verbunden waren uralte (Deutscher Orden) Sonderrechte bekannt als Cöllmer oder Freibauer Stahrung, und jetzt muss ich mich erstmal schlau machen.

gruß Christof
 
Briefuhu Am: 03.03.2026 18:09:36 Gelesen: 255# 59 @  
@ bayern klassisch [#57]
@ chris63 [#58]

Vielen Dank für die Hilfe.

Schönen Gruß
Sepp
 
Briefuhu Am: 03.03.2026 18:13:26 Gelesen: 253# 60 @  
@ Gernesammler [#56]

Auch dir herzlichen Dank.

Schönen Gruß
Sepp
 
chris63 Am: 11.03.2026 22:59:57 Gelesen: 58# 61 @  
@ Briefuhu [#55]

Zu Deinem Brief nach Fraustadt, mit dem beabsichtigtem Grundstückskauf beim Dorfe Feuerstein leider nichts weiter erfahren.

Als Datum lese ich eher 1818, auch war das Friedensgericht Gostyn nur von 1815-1835 dem Landgericht Fraustadt unterstellt.

gruß Christof
 
Briefuhu Am: 12.03.2026 08:59:48 Gelesen: 18# 62 @  
@ chris63 [#61]

Hallo Christof,

vielen Dank für Deine Bemühungen und die Berichtigung des Datums. Ich lese jetzt auch 1818.

Schönen Gruß
Sepp
 

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