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Thema: Rumänien: Marken echt oder falsch ?
Das Thema hat 144 Beiträge:
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10Parale Am: 21.04.2017 22:17:17 Gelesen: 26494# 120 @  
@ plumps [#119]

Ohne Sie enttäuschen zu wollen, denke ich handelt es sich um keine echten Marken der Michel Nr. 10, wobei ich mal auf Markenfälschungen gehe. Die Stempel A65 (für Spezialisten: Kiriac Dragomir Stampilografie Postala fig. 380, fig. fig. 386, fig. 396) von Bucuresci, Craiova und Giurgiu mögen echt sein, aber die Verwendungszeit desselbigen auf diesen Marken spricht gegen einen postalischen oder sonstigen philatelistischen Gebrauch.

Das Papier und die Anordnung und Zeichnung der Marken, - soweit ich auf dem Scan erkennen kann -, sprechen nicht für die Echtheit der Marken.

Abschließend klären lässt sich die Frage nur über die Prüfung über einen anerkannten Prüfer.

Wo haben Sie die Markenbilder denn entdeckt?

Mit philatelistischen Grüßen

10Parale
 
Heinz 7 Am: 22.04.2017 18:59:58 Gelesen: 26435# 121 @  
@ 10Parale [#118]

Das ist ja grauselich! Danke für den Hinweis!

Diese Buntfrankatur 6./7. Ausgabe mit einer Halbierung wäre ein Hammerstück, falls es denn echt wäre. Die Briefmarken (Michel Nr. 22 H, 18 und 20) ergäben eine 35 Bani-Frankatur (wenn die halbierte als 5 Bani-Marke angesehen wird), das Briefstück trägt Stempel von 1872 (BOTOSANI, Dragomir fig. 486), rückseitig ein ähnlicher Ankunftsstempel "ROMAN" (fig. 507).

Was nun aber die Agraffen-Stempel (Gruppe A 65) hier zu suchen hat, weiss nur der Fälscher. Der Stempel ist von 1865, Dragomir listet 51 verschiedene Stempel dieser Gruppe (fig. 371-421), aber ein "STEFANESTI" gibt es dabei nicht. Den Ort "Stefanesci" gibt es zwar mehrfach in Rumänien, aber meines Wissens wurde noch nie dieser Stempel als echt anerkannt. Ich kann leider nicht sagen, ob der Stempel in der ARGE schon einmal besprochen wurde.

Dem Auktionshaus kann man keine bösen Absichten unterstellen, denn der Stempel wird als "forged" bezeichnet. Auch die Beschreibung "Great workmanship" könnte man sogar als "korrekt" bezeichnen, wobei das ist wohl etwas zynisch.

Auktionsbeschreibung:

"Romania, 1869, Prince Carol, 10b blue "bisect" plus 1868-70 3b violet strip of four and 18b scarlet, all tied by forged STEFANESTI 21/1 c.d.s strikes on "1872" cover. Fabulous creation of a great rarity. Great workmanship.
Michel 22a. (Scott 38 var., 34, 36 var). Est. Cash Val. $200 - 300."

Andere Lose dieser Auktion sind um einiges gefährlicher, besonders die Sammellose. Da sieht wohl kaum jemand durch, was da echt ist, und was falsch ... gefährlich... Wir sollten für die ARGE alle Fotos dieser Auktionslose sichern, damit wir gewarnt sind. Wir werden die Prüfer fragen, ob ihnen solche Stücke schon bekannt sind.

Zum Auktionshaus "Harmers International, Inc." ist auch etwas zu sagen, aber das mach ich wohl am Besten unter einem neuen Thema.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 23.04.2017 20:35:30 Gelesen: 26377# 122 @  
@ plumps [#119]

Guten Abend,

mein Sammlerfreund 10 Parale hat recht: Die acht Streifen sind mit Sicherheit nicht echt.

Diese Briefmarkenausgabe wurde in 32er-Bogen herausgegeben (Hand-Einzeldruck) bzw. sogar in 40er-Bogen. Darum stehen die Briefmarken relativ nahe zueinander. Niemals wurde für den Druck von drei Marken so viel Papier verwendet, wie bei Deinen Exemplaren.

Anbei zeige ich einen Originalbogen der Michel Nr. 10. Die Maschinenbogen 1864 wurden noch enger gedruckt (40 Marken auf demselben Papier).



Der Druck der Fälschung ist gut, und auch die Stempel "CRAJOVA", "BUCURESCI" und "GIURGIU" sehen gut aus. Es gibt leider sehr viele gefährliche Fälschungen von Rumänien-Marken und Stempel.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 24.04.2017 20:37:42 Gelesen: 26312# 123 @  
@ Heinz 7 [#121]
@ plumps

Zu "Stefanesti":

Zeige hier einen Stempel von Stefanesti. Es müsste sich um einen Stempel B4 handeln, der bei Dragomir allerdings nicht aufgelistet ist (Seite 144).

Datum: 31. Oktober 1903

Er befindet sich auf der Rückseite eines Streifbandes, müsste demnach relativ selten sein.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 15.05.2017 21:49:50 Gelesen: 25620# 124 @  
@ 10Parale [#118] und [#123]

In Beitrag [#118] sehen wir einen vermutlich falschen Stempel von Stefanesti. Du zeigst in Beitrag [#123] einen anderen Stempel mit demselben Namen, der echt sein dürfte. Auch ich habe einen Beleg mit einem Stempel "Stefanesti" in meiner Sammlung.



Diese Briefhülle trägt einen Stempel der Stempel-Gruppe "Stampile Rurale Comunale" (RC), ab Seite 174 bei Dragomir "Stampilografie postala 1822-1910". Genau bestimmt habe ich den Stempel noch nicht. Interessant ist auch der zweite Fingerhutstempel "J. MUSCEL, PL. - - -", den ich auch noch nicht genau entziffern konnte. (Ich vermute: Plasa Podgoria).

Das Datum des Stempels wurde handschriftlich korrigiert. MAI 22 83 (oder 86?) wurde korrigiert auf "82".

Vielleicht finde ich dieses Stefanesti auf einer Landkarte. Ich habe ein Stefanesti im Bezirk (Judet) Arges gefunden, aber zum Jud. Muscel fehlen mir im Moment noch die genauen Angaben. Es ist nicht ganz einfach.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 01.09.2017 09:26:11 Gelesen: 21461# 125 @  
@ 10Parale [#77]

Wir haben vor einiger Zeit uns eine falsche 81-Parale-Marke vorgeknöpft [#77]. Ich möchte daran anknüpfen und auf eine weitere Gefahr hinweisen.

Es ist mir einmal passiert, dass ein Händler an einer Ausstellung seelenruhig eine "echte 81-Parale-Marke ungebraucht" angeboten hat. Es ist aber vermutlich der Ausschnitt aus einem Gedenkblock gewesen, den ich andernorts vorgestellt habe (siehe Thema "Gedenkblock Rumänien", Beitrag 10).

Ich zeige extra den Gesamtblock auch hier.



Wenn aus diesem Block die linke Marke ausgeschnitten wird, könnte man dies für eine 81-Parale Marke von 1858 (Michel Nr. 3) halten, und damit für eine sehr teure Weltrarität. Die Farbe sieht täuschend echt aus. Aber immerhin einen deutlichen Unterschied hat die rumänische Post hier 1950 doch eingebaut:

Der Abstand zwischen der Schrift "PORTO SKRISORI" und dem Kreis ist bei der Block-Marke doch markant grösser. Bei der ursprünglichen Marke (1858) berührt die Kreislinie die Inschrift beinahe, während sie bei der Block-Marke aus Block 39 doch deutlich abgesetzt ist. Eine echte Marke ist in Beitrag 124 im Thema "Die berühmtesten und wertvollsten Briefmarken der Welt" gezeigt.

Man kann dem Händler nicht einmal vorwerfen, die Marke sei nicht echt! Es ist ja ein Blockausschnitt eines echten Gedenkblockes! Aber natürlich ist sie als Nr. 3 falsch beschrieben. Und mit (damals) Euro 10'000 auch völlig falsch ausgepreist. Meinen Protest/Hinweis hat der Händler damals lächelnd entgegengenommen aber sein Angebot nicht berichtigt. Vermutlich hat er an der Ausstellung doch noch auf einen Dummen gehofft, der ihm das vermeintliche "Schnäppchen" für Euro 10'000 abkauft.

Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 12.10.2017 14:43:24 Gelesen: 19858# 126 @  
Wenn eine Marke auf Brief sehr selten ist, so wie die 50 Bani-Marke 1872 Notausgabe von Rumänien (Michel Nr. 31), so ist man sehr gespannt, auch wenn "nur" ein Fragment auftaucht.

Dieses gezeigte Fragment sieht sehr gut aus. Die Marke ist echt und das Fragment zeigt den Firmen-Absenderstempel (privat, nicht amtlich) "Isaaco Rottemberg; Galatz", der auch auf anderen guten Rumänien-Briefen anzutreffen ist.

Auch der Stempel sieht gut aus (der atttraktive Agraffenstempel von Galatz).



Das Formular für Gebote ist schon fast unterschrieben, da schauen wir nochmals genau hin. Und wir (bzw. ich) zerreisse das Gebotsformular wieder.

Der Stempel GALATI 21/12 sollte auf dieser Marke nicht vorkommen, bzw. die Gültigkeit der Marke Mi. 31 war im Dezember 1872 nicht mehr gegeben. Bestimmt wusste man dies bei Isaaco Rottemberg. Hat man es trotzdem versucht, und ist der Brief (nun: Fragment) durchgeschlüpft?

Wir wissen es nicht. Aber für ein so grosses Fragezeichen sind (mir) Euro 600 Ausruf plus Zuschlag plusplusplus dann doch eindeutig zu viel.

Rekap: (meine Einschätzung)
Marke echt
Briefstück echt
Stempel echt (?)
Verwendung: fraglich (jedenfalls nicht ordnungsgemäss)

Es ist meines Erachtens sehr unwahrscheinlich, dass dieser Stempel aus den Sechziger-Jahren 1872 nochmals zur Verwendung kam. Dazu noch auf einer Marke, die gar nicht mehr gültig war? - Au weia! Denkbar wäre, dass dies eine Gefälligkeitsabstempelung des Postbeamten war; das wäre natürlich hoch-problematisch für Rumänien-Sammler.

Wer kennt ähnliche Fälle aus Galatz ? Nor42 ?

Heinz
 
bignell Am: 17.11.2017 14:43:27 Gelesen: 18408# 127 @  
Liebe Freunde,

können nachstehende Marken/Stempel echt sein?







Die ersten beiden (Michel Nr 10) haben ursprünglich wohl zusammengehört, Stempel BRAILA | 28 | 12 (A62 fig 368 wenn ich den Kiriac richtig lese), linke Marke mit deutlichem Bug.

Dritte Marke Stempel CRAOI(VA) möglicherweise A62 fig 370.

Vierte Marke Stempel C(RAI)OVA | 4 | 12 (A62 fig 370).

Die 15 Bani ist leider oben angeschnitten und deshalb wohl nur mehr als Vergleichsstück zu gebrauchen.

Bitte um Eure Meinung.

Vielen Dank,
harald
 
10Parale Am: 18.11.2017 20:37:11 Gelesen: 18334# 128 @  
@ bignell [#127]

Zumindest für das getrennte waagrechte Paar 30 Parale 10 Ix und die 3. und 4. 30 Parale Marke (10 I) würde ich sagen, dass es sich um echte Marken handelt. Den Stempel hast du richtig erraten und auch diesen halte ich für echt. Die Marken sind breit geschnitten, riesenrandig und zeigen keine definitiven Abweichungen von den bekannten Echtheitsmerkmalen des Handeinzeldrucks.

Die 15 Bani Marke kann ich im Augenblick nicht bewerten.

Soweit mein Befund, schauen wir mal, was die Kollegen meinen.

Liebe Grüße

10Parale
 
bignell Am: 18.11.2017 20:39:23 Gelesen: 18330# 129 @  
@ 10Parale [#128]

Hallo 10Parale,

vielen Dank für Deine Einschätzung, freut mich.

Liebe Grüße,
harald
 
Heinz 7 Am: 19.11.2017 11:11:08 Gelesen: 18287# 130 @  
@ bignell [#127]
@ 10Parale [#128]

Lieber Harald,

ich habe bisher keine Hinweise, dass die Marke/Stempel der fünf gezeigten Stücke falsch sind.

Ohne die Marken im Original gesehen zu haben, ist aber eine positive Zusicherung (bzw. Meinung) "echt" nicht möglich, wofür jeder Verständnis aufbringen muss. So ist insbesondere das Papier jeder Marke zu prüfen. Moderne Reproduktionstechniken machen ein Duplizieren eines Bildes heute kinderleicht.

Im ähnlichen Thema "Rumänien Fürstentum Moldau: Marken echt oder falsch?" zeigten wir ein Beispiel, wo ein "perfektes" Bild sich dennoch als Fälschung herausstellte (siehe: miasmatic/heinz7).

Wenn Du Gewissheit haben möchtest, legst Du die Stücke am besten dem Experten und Bundesprüfer G. Gmach vor. Ich weiss, dass ich mich mit meiner vorsichtigen Ausdrucksweise nicht "beliebt" mache, aber das liegt an der diffizilen Thematik. Also bitte ich um Verständnis.

Heinz
 
bignell Am: 19.11.2017 11:36:12 Gelesen: 18276# 131 @  
@ Heinz 7 [#130]

Hallo Heinz,

vielen Dank für Deine Meinung und natürlich vollstes Verständnis. An sich habe ich bei den Marken selbst ein gutes Gefühl, nur der Stempel (besonders beim ersten mal-ein-Paar-gewesen) sieht für mich recht flächig aus (weiss nicht wie ich das besser ausdrücken kann) - da war ich mir unsicher.

Michel habe ich keinen, im Scott werten die Marken jedoch nicht hoch (Mi 10Ix = Scott 2009 No 18: 65$, Mi 23 = Sc 40: 35$), somit dürfte der Handelswert im niedrigen einstelligen Eurobereich liegen, damit muss ich keinen Prüfer belästigen.

Das Moldau-Thema lese ich auch mit, allerdings habe ich mich da noch nie gemeldet, weil ich da wirklich nichts dazu beitragen kann.

Liebe Grüße,
harald
 
10Parale Am: 19.11.2017 13:24:09 Gelesen: 18251# 132 @  
@ bignell [#131]

"damit muss ich keinen Prüfer belästigen."

Meinem Kollegen Heinz 7 möchte ich zustimmen, nur eine Prüfung vor Ort an Hand der Marke selbst kann auf Grund der fortgeschrittenen "Reproduktionsmethoden" Klarheit bringen. Das Papier dürfte entscheidend sein und es ins nun einmal dünn und kann nur 2-dimensional gescannt werden. Ein Scan erlaubt auch keine Durchsicht und keine Bewegung um womöglich einfaches von gestreiftem Papier unterscheiden zu können.

Dennoch ist die Scan-Technik ein gewaltiger Fortschritt und somit können wir uns gegenseitig unsere Schätze zeigen, ohne dass wir damit das Haus verlassen müssen.

Da Richard seit einiger Zeit eine neue Attest-Datenbank anbietet, wurde mir beim Durchstöbern meiner Sammlung erst mal richtig bewusst, dass 99% meiner Sammlung ohne Signatur, Prüfzeichen, Kurzbefund, Attest o.ä. ist. Wohl keine Frage, dass sich zumindest auch gut gemachte Fälschungen darunter befinden.

Zum Handelswert: Die 30 Parale Marke Michel Nr. 10 II Plattendruck auf gestreiftem Papier (z) steht mit 400,-- Euro im Michel-Katalog. Auf dem freien Markt wird sie, tritt hoch beboten. Der Plattendruck auf einfachem Papier dagegen ist mit 20,-- Euro niedrig bewertet. Wir haben hier also schon einmal eine Spanne.

Auf Grund der 3-monatigen Gültigkeitsperiode der Michel Nr. 10 II ist hier eine gestempelte Marke immer teurer anzusetzen wie eine ungestempelte Marke. Dies schlägt sich auch im Michel-Preis von 120,-- Euro nieder, meiner Meinung nach unterbewertet.

Um abzukürzen, für manches Stück lohnt sich eine Prüfung. Mein Problem ist, - sage das ganz offen -, die Furcht, das gute Stück könnte auf dem Postwege verloren gehen. Gerade habe ich eine E-Mail eines Auktionshauses erhalten, welches mitteilt, dass ein kleiner Teil der angebotenen Lose bei der kommenden Auktion leider auf dem Zustellungswege verloren ging (das war nicht die Post!).

Ich könnte, was die Rumänien Philatelie betrifft, den akutellen Prüfer wohl einige Tage beschäftigen. Ich zeige hier eine ungeprüfte Marke, die ich für echt halte, eine 30 Parale Marke Handeinzeldruck auf gestreiftem Papier (Scan macht es nicht ersichtlich) mit einem M3 Franco Galatz. Der aktuelle Michel-Wert ist 140,-- Euro.

Ich halte die Marke und den Stempel für absolut echt. Eine Prüfung dürfte den Geldbeutel nicht sprengen. Ein Foto-Attest würde dem Stück die echte Würde erweisen. Übrigens, bignells getrennte Marken mit dem Stempel von BRAILA wäre einer Prüfung würdig.

Liebe Grüße

10Parale
 


10Parale Am: 04.12.2017 18:55:42 Gelesen: 17364# 133 @  
@ Heinz 7 [#108]

Du hast in [#108] noch nicht verraten, welche der beiden fast identischen Marken die Sperati Reproduktion ist. Ich spekuliere auf die rechte Marke.

Der rückseitige Fälschungsstempel sieht ja auch sehr professionell aus. Aus welchem Hause stammt denn dieser?

Ich habe ja einen Sammler-Kollegen in Amerika, der mir stets gratis FAKES zusendet, wenn ich mal eine echte Marke bei ihm kaufe.

Wir sehen links 2 echte Marken, einmal die Michel Nr. 31, 50 Bani hellblau/rot aus dem Jahr 1871, hier postfrisch ohne Gummi. Die andere Marke ist ein sehr schön abgestempelte Marke Michel Nr. 23, 15 Bani zinnober/blutrot Botosani 22. Juli 72.

Rechts sind 2 Fälschungen. Die rechte Marke ist schön anzusehen und farbgetreu, doch das Papier verrät die Fälschung. Jedoch kann man das wirklich nur feststellen, wenn man die Marke in der Hand (Pinzette) hält. Die 50 Bani Marke hätte ich nie als Fälschung erkannt, allerdings ist die Farbe etwas hell und im Medaillon oben links ist eine weiße Fläche, die verräterisch wirkt.

Ich behalte dennoch die Fälschungen, sie sind rückseitig schon als "FAKE" markiert und haben lediglich noch einen Nutzen: Vergleichsstücke.

Liebe Grüße

10Parale



 
zonen-andy Am: 23.12.2017 10:50:51 Gelesen: 16427# 134 @  
Hallo Experten,

was meint ihr zu diesem Briefstück? Auf die Antwort bin ich gespannt. Vielen Dank im voraus.





Mit freundlichen Grüßen

Andreas
 
Heinz 7 Am: 03.01.2018 22:47:27 Gelesen: 15208# 135 @  
@ 10Parale [#133]
@ Heinz 7 [#108]

Ich kann mich erinnern, dass ich die Frage einmal beantworten wollte und bereits eingetippt habe. Vielleicht bin ich dann aber zum Forum herausgeflogen? (Passiert manchmal).

Nun ja, anbei also die Antwort: Die SPERATI-Fälschung ist die LINKE Marke. Sie sieht aber aus wie echt, da stimme ich dir zu.

Natürlich soll man Fälschungen als Vergleichsstücke zu Rate ziehen. Gut ist, wenn die falschen Stücke klipp und klar gekennzeichnet sind, damit nie wieder "Unfug" betrieben werden kann.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 03.01.2018 22:59:11 Gelesen: 15206# 136 @  
@ zonen-andy [#134]

Lieber Andy,

Du wartest schon lange auf eine Antwort. Weil sich niemand meldet, springe ich einmal in die Bresche, und hoffe, andere geben auch ihre Meinung dazu ab.

Da scheint ein Brief nach Braila geschickt worden zu sein. Wenn er von Giurgiu aus lief, wie der Stempel nahelegt, wäre ein Porto von 10 Bani fällig gewesen. Es sind aber nur 5 Bani verklebt, was nur für eine Drucksache ausgereicht hätte.

WENN das Stück eine Drucksache ist (war), dann ist das Stück selten und hätte, trotz der Mängel, einen recht hohen Wert. Ich halte die Marke für echt. Ob sie aber auf diesen Briefteil gehört, ist eine Frage, die ich nicht beantworten kann.

Herzliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 04.01.2018 09:07:35 Gelesen: 15141# 137 @  
@ 10Parale [#133]

Der zweite Teil der Antwort ist:

Die Fälschungen/"Kunsterzeugnisse" wurden von den Herausgebern gekennzeichnet mit einem speziell angefertigten Stempel, den ich oben gezeigt habe [#108].

Herausgeber dieses Werkes "The Work of Jean de Sperati" in zwei Bänden war die British Philatelic Association (B.P.A.).

Das Buch ist auch heute noch ziemlich gefragt und längst ausverkauft, auch der Reprint, der davon angefertigt wurde. Wer das Werk kaufen will muss mit ca. CHF 400 Ausgaben rechnen; der Reprint ist in der Regel etwas günstiger zu haben (ca. CHF 300).

Heinz
 
zonen-andy Am: 14.01.2018 13:16:16 Gelesen: 14159# 138 @  
@ Heinz 7 [#136]

Hallo Heinz,

vielen Dank für die wie immer ausführlichen Antworten. Konnte leider krankheitsbedingt nicht eher antworten. Da werde ich das Briefstück irgend wann mal zum Prüfer schicken.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas
 
Heinz 7 Am: 14.01.2018 22:49:57 Gelesen: 14092# 139 @  
@ zonen-andy [#134]
@ zonen-andy [#138]

Lieber Andy,

ich hoffe, Du bist wieder ganz gesund.

Ob das Ganzstück eine Drucksache ist, oder nicht, kannst Du wohl selber herausfinden (zeig uns das Stück einmal von hinten). Die Versiegelung deutet nicht darauf hin, sondern auf einen (mit Siegel) verschlossenen Brief.

Liebe Grüsse
Heinz
 
zonen-andy Am: 16.01.2018 13:04:23 Gelesen: 13921# 140 @  
@ Heinz 7 [#139]

Hallo Heinz,

danke mir geht es etwas besser.

Beim Anschauen und Scannen der Rückseite hat sich alles geklärt. Mir ging es darum, ob die Marke und Stempel echt sind. Allein dies wäre für mich schon ein Erfolg.



Mit freundlichen Grüßen

Andreas
 
10Parale Am: 23.01.2018 20:52:03 Gelesen: 12945# 141 @  
@ Heinz 7 [#100]

Ich habe die Echtheitsmerkmale bei Fritz Heimbüchler in seinem Band II auf Grund deines wertvollen Hinweises nachgelesen und an Hand dieses waagrechten Paares der Michel Nr. 12 x (einfaches Papier) studiert.

Ich bin auf Grund dieser Merkmalbeschreibungen ziemlich sicher, dass dieses abgebildete Paar tatsächlich echt ist.

Gut zu sehen:

Unter dem S von POSTA ist ein deutlicher Punkt zu sehen. Das R von FRANCO hat einen breiten Kopf. Die linke Ziffer 5 unten ist größer als die rechte Ziffer 5.

Dennoch habe ich auch die Rauten gezählt (siehe Beitrag [#99]) und auch diese Anzahl ist korrekt.

Dieses waagrechte Paar habe ich zum Schnäppchen-Preis einkaufen können (ca. 15,-- Euro) und bin darüber nun sehr stolz und wiege mich kenntnishalber in guter Sicherheit.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 24.01.2018 22:07:36 Gelesen: 12447# 142 @  
@ 10Parale [#141]

Das Paar sieht gut aus. Wenn ich Stiedl/Billig, Heft 43 = Rumänien II, Abbildung 8, betrachte, sehe ich die 6 Merkmale bestätigt. Abbildung 9-14 zeigt 6 verschiedene Fälschungen!

Michel 12x hat(te) einen Katalogwert von Euro 50 (2010). Der Stand heute ist mir nicht bekannt. Ein Paar wertete bei CMPR '74 mit Faktor 2.5 = Euro 125. Dein Kaufpreis ist also wirklich sehr günstig, ich gratuliere.

Liebe Grüsse
Heinz

[Redaktionelle Ergänzung: 12 x im MIchel 2016 ** = 80 Euro für die Einzelmarke]
 
Sleeran Am: 18.07.2018 20:14:33 Gelesen: 255# 143 @  
Hallo zusammen,

was haltet ihr von diesem Paar (nicht in meinem Besitz). Die im Heimbüchler beschriebenen Echtheitsmerkmale finde ich auf dem Bild nur uneindeutig. Ich habe noch nicht genug Marken dieser Ausgabe gesehen, um beurteilen zu können, wie groß die Unterschiede von Druck zu Druck sind.



Viele Grüße,
Matthias
 
Hermes65 Am: 18.07.2018 22:20:47 Gelesen: 236# 144 @  
Ich sammle schon seit geraumer Zeit Rumänien (im Moment ab 1903). Habe auch */** schon einiges zusammen bekommen (etwa bis 1989). Ich wollte auch schon weiter zurückgehen, aber wie ich sehe muss ich dazu ein Studium machen, so werde ich wohl bei dem Startpunkt 1903 bleiben.
 

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