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Thema: Wasserzeichensucher: Signoscope T2 und T3
pmarki Am: 20.12.2020 21:23:41 Gelesen: 844# 1 @  
Zu Weihnachten wollte ich mich mit diesem Gerät beschenken. Es macht optisch und funktional einen guten Eindruck, hat einen modernen USB-Stecker. Ich hatte große Hoffnungen darauf gesetzt, wurde aber von der Leistung absolut enttäuscht. Wenn Wasserzeichen vorhanden sind, erkenne ich diese mit dem bloßen Auge oder mit Lupe fast besser als mit dem Gerät. Ich erwarte keine Wunder, aber das Gerät rechtfertigt nicht den Preis.

Ist das Sherlock-Gerät leistungsfähiger? Oder kann mir jemand ein besseres empfehlen?
 
10Parale Am: 20.12.2020 21:29:40 Gelesen: 840# 2 @  
@ pmarki [#1]

ich habe mir letztes Jahr auch eines gekauft, einmal ist es mir runtergefallen und jetzt hat es einen unverzeihlichen Wackelkontakt. Wahrscheinlich kann ich es bald auf den Schrott werfen. Überzeugt hat es mich auch nicht. Das Zähnungsmessgerät von Signoscope ist besser. Ich stimme übrigens zu, dass das Gerät nicht den Preis rechtfertigt.

Liebe Grüße

10Parale
 
MS Sammler Am: 20.12.2020 21:46:48 Gelesen: 834# 3 @  
Hallo,

Ich hoffe du hast auch die milchigen plastikfolien entfernt? Ich habe mir das Vorgängermodell T2 dieses Jahr für ungefähr 30€ gekauft. Beim DR und Bund hilft es eher weniger, auch die Köpfe Serie unterscheide ich meist schon an der Papierart. Bei DDR Wz. Habe ich allerdings mit Benzin so meine Probleme. Deswegen habe ich es mir auch gekauft.

@ 10Parale [#2]

Falls du deines wirklich entsorgen möchtest, dann bitte an mich. Ich habe durch meine Interesse an Elektronik und Jugend-Forscht natürlich auch eine Lötstation und anderes Werkzeug hier um solche Fälle zu retten. ;-)

Viele Grüße,
Leon.
 
Taschentuch Am: 20.12.2020 22:14:11 Gelesen: 818# 4 @  
Hallo,

ich bin mit dem T3 sehr zufrieden. Habe eben mal 10 Marken durchprobiert: 3 Wz habe ich mit bloßem Auge erkannt, 5 mit dem T3 (die drei mit bloßen Augen dann auch noch) und bei 2 musste ich dann doch Benzin zur Hilfe nehmen.

Für mich eine enorme Erleichterung, auch abends bei schlechten Tageslichtverhältnissen Wasserzeichen zu erkennen. Ich musste anfangs etwas rumprobieren (Lichtstärke, Farben). Wichtig ist, dass die Marke absolut fest eingeklemmt wird, also das Drehteil wirklich stark angezogen wird (ohne zu überdrehen). Außerdem sollte man nicht mit der Pinzette an das Glas kommen, dann sieht man Schlieren. Und dann gegebenenfalls verschiedene Farben probieren. Endlich weniger Benzin, herrlich!

Gruß aus der Lüneburger Heide
Michael
 
Quincy Am: 21.12.2020 08:35:49 Gelesen: 766# 5 @  
Signoscope und Sherlock arbeiten nach dem selben Prinzip. Beschrieben ist das u.a. im Thread "Wasserzeichensucher - Technische Hilfsmittel" [1]. Die Unterschiede liegen in der Ausführung. Das Signoscope ist mechanisch besser für das systematische Durchtesten vieler Marken geeignet. Sherlock bietet dagegen verschiedene Ausleuchtungsfarben, die bei der Erkennung schwieriger Wasserzeichen hilfreich sein können.

Ich persönlich nutze Sherlock, da bei meinen Sammelgebieten ein Wasserzeichensucher (egal ob Optik oder Benzin) nur selten notwendig ist.

Viele Grüße
Hans-Jürgen

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=219622#M33
 
Taschentuch Am: 21.12.2020 08:52:32 Gelesen: 756# 6 @  
@ Quincy [#5]

Die von Dir erwähnten verschiedenen Ausleuchtungsfarben bietet das T3 (im Gegensatz zum T2) mittlerweile aber auch. Das Signoscope T3 hat acht Lichtfarben, Sherlock meines Wissens immerhin vier.

Gruß aus der Lüneburger Heide
Michael
 
opti53 Am: 21.12.2020 10:45:49 Gelesen: 720# 7 @  
Hallo,

das Signoscope T3 ist ja eine Weiterentwicklung von T2, aber nur in Bezug auf die Lichtquelle. Ich hatte mir vor Jahren das T2 gekauft, weil es einen niedrigeren Preis als das T1 hatte. Irgendwann hatte sich das Gewinde zum Anziehen verklemmt und es funktionierte nicht mehr richtig. Dann habe ich mir ein gebrauchtes T1 zugelegt und muss sagen, es liegen Welten dazwischen. Die Bedienung des T1 funktioniert besser und zuverlässiger. Dadurch ergibt sich eine bessere Sichtbarkeit der Wasserzeichen. Zudem besteht die Auflagefläche für die Marken aus Metall, wodurch sich eine bessere Reflektion des Lichts ergibt. Die Farbspielereien mit dem Licht bringen da vergleichsweise wenig. Als es die Briefmarkenmesse in München noch gab, habe ich mal bei den verschiedenen Herstellern die Modelle mit farbigem Licht inspiziert und ausprobiert. Ich konnte da keinen wirklichen Vorteil erkennen.

Viele Grüße

Thomas
 
Quincy Am: 22.12.2020 09:06:08 Gelesen: 644# 8 @  
@ Taschentuch [#6]

Interessant! Dann scheint es nicht nur meine subjektive Wahrnehmung zu sein, dass verschiedene Farben bei der Wasserzeichenbestimmung etwas bringen.

@ opti53 [#7]

Das mit der Metallplatte klingt auch interessant. Welche Oberflächenbeschaffenheit hat sie denn? Matt oder hochpoliert? Solche (dünne) Platten kann man ich mir relativ leicht beschaffen und mit Sherlock damit experimentieren. Die Beleuchtungsgeometrie müsste dafür ausreichen. Aber Probieren geht über Studieren.

Grüße an Beide
Hans-Jürgen
 
modirawatleng Am: 22.12.2020 09:55:13 Gelesen: 626# 9 @  
@ pmarki [#1]

Ich habe ein Signoscope T2 und muss zugeben, dass ich es alles andere als selbsterklärend fand. Wie von opti53 in [#7] bereits angedeutet, ist der richtige Grad des Anziehens der Winde entscheidend - nicht zu wenig, aber auch nicht zu gepresst -, bei manchen Marken helfen die Folien und bei manchen nicht, und dann entscheidet auch der Blickwinkel des eigenen Auges.

Statt sofort auf die Suche nach unerkannten Wasserzeichen zu gehen, empfehle ich, zuerst bei Marken mit bekanntem Wasserzeichen herumzuprobieren, wie man ein möglichst deutliches Bild bekommt, und sich die Einstellungen zu merken. Für Problemfälle habe ich den klassischen Wasserzeichensucher "Super Safe" vom Prinz Verlag und mein schwarzes Schälchen aber immer noch griffbereit, muss ich zugeben.

Was den Preis anbelangt, muss ich dem Signoscope T2 eine sehr sorgfältige Verarbeitung attestieren. Gerade das Gewinde wäre aufgrund der Beanspruchung ein Kandidat für schnellen Verschleiß, ist aber äußerst robust und zeigt auch nach vielen Jahren noch keine Schwäche, der Block mit der Glasplatte für die Briefmarke ist sehr kompakt und solide, die Stromversorgung simpel und stabil gebaut, und die Kontrastfolien bekommt man sogar kostenlos nachgeliefert. Meiner Ansicht nach ist das Produkt sein Geld wert.

modirawatleng
 
Holzinger Am: 22.12.2020 14:53:07 Gelesen: 559# 10 @  
@ modirawatleng [#9]

die Kontrastfolien bekommt man sogar kostenlos nachgeliefert.

Könntest Du einmal die Bezugsquelle(n) für die Folien nennen?
 
opti53 Am: 22.12.2020 15:03:48 Gelesen: 550# 11 @  
@ Quincy [#8]

Hallo Hans-Jürgen,

ich habe mal ein Foto von dem Einsatz gemacht. Es ist zwar nicht perfekt scharf, aber man erkennt das Wichtigste:



Ich hatte bei meinem T2 vorher schon mal mit einem Stückchen Alufolie experimentiert und fand das Ergebnis besser. Es ist allerdings mehr Fummelkram, denn man muss Alufolie, Briefmarke und eventuell noch Auflagefolie übereinanderschichten.

Die im Beitrag [#9] erwähnte robuste Verarbeitung des T2 kann ich leider so nicht bestätigen, da das Gewinde defekt ist, so dass man den Andruck nicht mehr richtig einstellen kann. Wahrscheinlich hatte ich ein paar Mal versucht, doch noch ein Wasserzeichen herauszukitzeln, indem ich den Anpressdruck ordentlich erhöht hatte. Das hat das Gewinde nicht ausgehalten. Leider kann man es auch nicht mehr reparieren, da man dazu die Gewindeschraube herausdrehen müsste, was aber auch nicht mehr geht. Also bei dieser Konstruktion immer schön vorsichtig drehen. Allzu viel Gewalt ist schädlich.

Viele Grüße

Thomas
 
modirawatleng Am: 22.12.2020 18:01:52 Gelesen: 495# 12 @  
@ Holzinger [#10]

Ich hatte SAFE [1] angemailt und eigentlich nur gefragt, wo ich welche kaufen kann, und hatte zwei Tage später welche im Briefkasten.

modirawatleng

[1] https://www.safe-album.de/briefmarken.html
 
Jensen Am: 22.12.2020 18:27:53 Gelesen: 483# 13 @  
Hallo an Alle,

an Zubehör und vor allem Literatur spare ich nicht, ganz im Gegenteil.

Was ich aber nicht habe ist ein Wasserzeichensucher Signoscope. Habe eine schwarze Schale und hochreines Benzin.

Was ist der Vorteil von den T-Geräten gegenüber der alten Benzinmethode? -Ist eine ernst gemeinte Frage von mir.

Ein Berufsphilatelist/Händler der Unmengen Marken in kurzer Zeit prüfen muss, da sehe ich das Signoscope ein. Aber sonst ?

Viele Grüße
Jens
 
Taschentuch Am: 22.12.2020 19:32:57 Gelesen: 461# 14 @  
Hallo Jens,

so hatte ich es auch gehandhabt. Bis ich dann im Sommer von meiner Holden angesprochen wurde, da es im Zimmer stark nach Benzin roch. Es ist eine Chemikalie, die selbst in Kleinstmengen wohl nicht gut ist und die man einatmet. Ich kaufe öfters größere Sammlungen mit einigen Marken, die ich auf Wasserzeichen untersuche. Alleine die Bund Heuss-Marken gucke ich ganz gerne nach.

Daher hatte ich dieses Jahr die T3 gekauft und finde es entspannend, Benzin nur noch in Ausnahmefällen benutzen zu müssen. Es sieht nach Meinung von Laien auch professioneller aus. ;-) Jeder wie er will. Wäre ich unzufrieden, hätte ich es einfach wieder verkauft.

Gruß aus der Lüneburger Heide
Michael
 
Quincy Am: 22.12.2020 22:37:19 Gelesen: 422# 15 @  
@ opti53 [#11]

Vielen Dank für das Foto. Du hast meinen Experimentiergeist geweckt. Ich werde mich nach den Feiertagen einmal damit beschäftigen.

@ Jensen [#13]

Ich sehe einen optische Wasserzeichensucher nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zur Benzinschale. Bei Marken mit Falz versagt zum Beispiel die optische Methode, von Marken auf Belegen ganz zu schweigen. Aber wenn man Massenware mit schlecht erkennbaren Wasserzeichen wie z.B. englische Dauerserien haufenweise untersuchen will, ist das mit dem Waschbenzin von gesundheitlichen Standpunkt schon bedenklich. Auch bei postfrischen Marken mit empfindlichem Gummi ist das Benzin nicht der wahre Jakob.

Viele Grüße an Beide
Hans-Jürgen
 
uli Am: 23.12.2020 12:11:09 Gelesen: 378# 16 @  
@ Jensen [#13]

Was ist der Vorteil von den T-Geräten gegenüber der alten Benzinmethode?

Ganz banal: Du brauchst kein Benzin mehr zu verwenden und gehst dem widerlichen Gestank inkl. gesundheitlicher Risiken aus dem Weg. Ich gehe bislang nur in warmen Zeiten auf der Terrasse der Wasserzeichen-Suche nach. Wenn es ein Gerät mit ähnlicher Erfolgsquote für kleines Geld gäbe, würde ich mir das gönnen. Signoscope sind mir für meinen Bedarf zu teuer und "schlecht".

Gruß
Uli
 
modirawatleng Am: 23.12.2020 15:30:24 Gelesen: 340# 17 @  
@ uli [#16]

Du brauchst kein Benzin mehr zu verwenden

Und es gibt Marken, die keine Wasserzeichensucher auf Benzinbasis vertragen. Beim Sammelgebiet Deutschland findet man zuverlässige Angaben dazu im Michel-Katalog, aber da ich einige schlechter dokumentierte Sammelgebiete habe, bin ich vorsichtig.

Seit ich die Handhabung des Signoscope ein bisschen geübt habe (siehe [#9]), geht es bei einer größeren Anzahl von Marken allerdings auch schneller.

modirwatleng
 
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