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Thema: Notopfer Berlin: Marken und Belege
Das Thema hat 128 Beiträge:
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London-Dieter Am: 11.10.2019 19:25:21 Gelesen: 10431# 104 @  
@ bovi11 [#103]

Danke für die Ausführungen. Damit wäre meine Idee eigentlich hinfällig - es kann nach den Postvorschriften (Zurücksendung an den Absender) dann scheinbar keine Nachporto-Belege geben, die auf fehlende Notopfer-Frankatur zurückgehen.

Wäre da nicht der Sammler in mir, der mir versucht einzuflüstern dass sehr wahrscheinlich doch irgendwo unerkannt im Verborgenen so ein Beleg doch existiert.

Na gut.
 
London-Dieter Am: 11.10.2019 19:29:24 Gelesen: 10429# 105 @  
Heute erst spät entdeckt:

Notopfermarken waren ja bekannterweise ins Ausland nicht zulässig. Solange sie auf der Vorderseite aufgeklebt und abgestempelt würden.



Aber wie sieht es auf der Rückseite aus, z.B. als "Verschlussmarken"? SMILE !


 
bovi11 Am: 11.10.2019 20:05:05 Gelesen: 10416# 106 @  
@ London-Dieter [#104]

Das habe ich nicht gesagt. Es gibt solche Belege, die aber nicht den postalischen Vorschriften entsprechen.
 
bovi11 Am: 11.10.2019 20:06:14 Gelesen: 10415# 107 @  
@ London-Dieter [#105]

Derartige Kuriositäten gibt es hin und wieder.
 
HWS-NRW Am: 12.10.2019 16:57:30 Gelesen: 10337# 108 @  
@ London-Dieter [#104]

Hallo,

es kann eigentlich KEINE Nachporto-Belege geben, da die 2 Pfennig für die Marke kein PORTO, sonder eine Zwangsabgabe waren, logischerweise gibt es "echte" Bedarfspost nur mit den Hinweisen "Notopfer fehlt" und ähnliches, deshalb hat man die Belege auch meist an den Absender zurück gegeben und dann (nach erfolgter Steuerabgabe) weitergeleitet.

mit Sammlergruß
Werner
 
10Parale Am: 14.12.2019 22:06:15 Gelesen: 8542# 109 @  
Hier ein schön abgestempelter Brief von Schwenningen (Neckar) vom 22.3.1950.

Kopfzerbrechen bereitet mir aber die Destination, die ich nicht zu lösen vermag. Wenn es bis morgen niemand weiß, muss ich es als Sonntags-Rätsel einstellen. Da Richard in Beitrag [#1] schreibt, dass das Porto damals 20 Pfennig für einen Inlandsbrief betrug, dachte ich zuerst an einen Brief im Inland.

B´see, was für eine seltsame Abkürzung. Ich tippe auf Bielersee in der Schweiz, kann aber auf der Landkarte rund um den Bielersee keine Ortschaft erkennen, die so ähnlich klingt wie der Name auf dem Brief.

Google Maps hilft auch nicht weiter, da der Brief für die Ankunft in einem Schließfach gedacht war.

Vielleicht kann jemand das Rätsel für mich lösen.

Liebe Grüße

10Parale


 
PeKaR Am: 14.12.2019 22:22:18 Gelesen: 8536# 110 @  
Konstanz am Bodensee.

Gruß
Peter
 
bovi11 Am: 14.12.2019 22:33:59 Gelesen: 8532# 111 @  
@ 10Parale [#109]
@ PeKaR [#110]

Richtig - die Postleitzahl 17b gibt Aufschluß.

Es gab allerdings damals auch einen "kleinen Grenzverkehr" mit der Schweiz, vergleichbar mit dem Nachbarortsverkehr innerhalb von Deutschland.

Beim Grenzverkehr mit der Schweiz war allerdings die Notopfermarke nicht erforderlich.
 
10Parale Am: 22.12.2019 17:38:07 Gelesen: 8301# 112 @  
@ bovi11 [#111]
@ PeKaR [#110]

Hallo zusammen,

warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen, stimmt! An Konstanz grenzt das schweizerische Kreuzlingen. Danke für den Hinweis.

Diese einfache Postkarte mit waagrechtem Paar Kölner Dom Michel Nr. 75 wg. und der geschnittenen Steuermarke wurde am 28.12.1948 in Markgröningen (Württemberg) geschrieben.

Liebe Grüße

10Parale


 
nagel.d Am: 22.12.2019 20:11:31 Gelesen: 8277# 113 @  
Wie genau kann ich die einzelnen Marken als Laie unterscheiden ? Ich habe ein Tütchen voll und kann sie nicht wirklich zuordnen.
 
10Parale Am: 22.12.2019 20:48:32 Gelesen: 8272# 114 @  
@ nagel.d [#113]

Selbst Spezialisten auf irgendeinem Gebiet sind manchmal Laien, wenn sie ein neues Thema beginnen. Mein Vorschlag wäre:

1. Lese dir mal diesen Thread durch.
2. Nimm einen Briefmarkenkatalog von Michel in die Hand, möglichst farbig und nach dem Jahr 2000 herausgegeben, gehe zu Alliierte Besetzung
3. dort zu Zwangszuschlagsmarken

Dann siehst du, es ist wirklich nicht einfach. Da gibt es

4. allein 7 verschiedene Wasserzeichen, also möglichst ein Wasserzeichenlesegerät leihen oder kaufen.
5. bei der Michel Nr. 2 (A - N) gibt es verschiedene Zähnungen, da kommst du um ein Zähnungsmessgerät auch nicht herum.
6. eventuell Material bei einer Arbeitsgemeinschaft anfordern, die sich speziell mit der Marke beschäftigt, oder Auskunft einholen.

Mehr fällt mir im Moment nicht ein.

Liebe Grüße

10Parale
 
bovi11 Am: 23.12.2019 00:11:58 Gelesen: 8248# 115 @  
@ nagel.d [#113]
@ 10Parale [#114]

Ohne eine Strategie geht es nicht.

Hier erst einmal die verschiedenen Bildzeichnungen:



Da macht man erst einmal "Häufchen" und sortiert die Bildzeichnungen 3 und 4 aus (Nrn. 6, 7 und 8. Bis auf die Nr. 7 haben die alle die enge Zähnung K 14 und es sind die mit großem Abstand häufigsten Varianten und i.d.R. eben auch die billigsten Sorten. Die Nr. 7 fällt bei der Bildzeichnung wegen der weiten Zähnung K 12 auf, ist aber auch nur in der postfrischen Variante wirklich selten (KW 5.000,00 Euro).

Parallel sortiert man die ungezähnte Variante (Bildzeichnung 1) aus, da gibt es dann nur noch die verschiedenen Wasserzeichenvarianten. Das weitaus meiste wird die 1 W sein = Wz "fallende Striche; stehende Buchstaben".

Wenn man etwas geübt hat, kriegt man das mit dem Sortieren recht zügig hin.

Als nächstes sortiert man die Bildzeichnung 2 aus - auch hier sind die gestempelten Versionen i.d.R. recht häufig, aber wesentlich seltener anzutreffen, als die Markenvarianten, die auf dem ersten Haufen liegen.

Jetzt bleibt das interessanteste Häufchen übrig, nämlich die gezähnten (oder auch durchstochenen) Varianten der Bildzeichnung 1 = die Notopfermarken Nr. 2. Hier gibt es etliche amtliche Zähnungs- und Durchstichvarianten und einige unterschiedliche Wasserzeichen. Daneben gibt es zahllose Privat- und Postmeistertrennungen.

Bei dem letzten Haufen sortiere ich zunächst die Kammzähnungen sowie die Mischzähnung der "B" aus. Die B-Zähnungen fallen ins Auge, weil eine Längsseite die Linienzähnung 11 3/4 hat und die anderen 3 Seiten K 14 gezähnt sind (bei der Marke sind Zahnbrücken wegen abgebrochener Zähnungsnadeln normal).

Bleiben die Linienzähnungen. Hier gibt es die weitaus meisten seltenen Varianten der Notopfermarken - deshalb wird dieser "Haufen" auch der kleinste sein. Gebraucht wird jetzt nur noch ein guter Zähnungsschlüssel (Zähnungsmessgeräte sind ungeeignet).

Ein elektrischer Wasserzeichensucher ist überflüssig (ich habe mehrere), aber es geht genau so gut mit der alten Benzinmethode.

Bei Fragen helfen gute Scans mit Angabe des Wasserzeichens. Dann kann ich hier im Forum fast jede Notopfermarke identifizieren.

Weiteres:

http://www.arbeitsgemeinschaft-notopfer-und-wohnungsbaumarken.de/

Dieter
 
Gerhard Am: 10.04.2020 15:07:22 Gelesen: 5408# 116 @  
@ Bautenfünfer
@ weitere Spezialisten

Habe eine Mi.-Nr. 77 XF in MiF auf Brief, die ein schönes Feld(?)merkmal zeigt, dass aber nicht im Michel-Spezial steht. Kann mir jemand mit einer näheren Zuordnung dienen, wo dieses Merkmal vorkommt und wie häufig es ist?

Für Eure Bemühungen dankt im Voraus
mphG
Gerhard


 
bovi11 Am: 10.04.2020 15:17:03 Gelesen: 5404# 117 @  
@ Gerhard [#116]

Ich kann nur etwas zur Notopfermarke sagen:

Nr. 2 EZ, Linienzähnung 11 3/4 : 10 3/4
 
Gerhard Am: 10.04.2020 21:45:59 Gelesen: 5353# 118 @  
@ bovi11 [#117]

Danke bovi, auch wenn das nicht meine vorrangige Frgae war; wie hast Du den die Zähnung, anhand des Scans rausgekriegt, das finde ich bemerkenswert (!). Ich hoffe ja, dass die Bautenspezialisten mir in Bezug auf die 6er weiterhelfen können, weil krasss ist das Merkmal schon; und es ist keine Papierbeschädigung.

MphG
Gerhard
 
bovi11 Am: 10.04.2020 21:52:43 Gelesen: 5348# 119 @  
@ Gerhard [#118]

Einfach zählen - dann kommt man oben auf etwa 12 Zähne auf 2 cm; anschließend kopiere ich die Marke zweimal und schiebe eine Längsseite an eine Querseite. Im vorliegenden Fall sieht man dann die deutlich weitere Zähnung und da paßt nur die Nr. 2 EZ.

Hier der Versuch einer grafischen Darstellung:


 
Rore Am: 11.04.2020 00:21:50 Gelesen: 5317# 120 @  
Heute eine einfache Postkarte mit eine 10 pfg Marke.


 
Rore Am: 11.04.2020 00:23:33 Gelesen: 5316# 121 @  
Und noch einen Einschreibe Brief mit eine 60-er.


 
bovi11 Am: 11.04.2020 07:43:42 Gelesen: 5283# 122 @  
@ Rore [#121]

Da sind die Abbildungen zu unscharf.

[Beiträge [#116] bis [#122] redaktionell kopiert oder verschoben aus dem Thema "Alliierte Besetzung: Bautenserie 1948"]
 
westfale1953 Am: 28.07.2020 11:56:41 Gelesen: 2520# 123 @  
Hier zwei Briefe (Kontoauszüge) der Marburger Volksbank mit jeweils hinzugefügter Notopfer-Marke.



Der obere mit Stempel vom 1.12.48!

Gruß
Bernhard
 
bovi11 Am: 28.07.2020 12:04:42 Gelesen: 2516# 124 @  
@ westfale1953 [#123]

Das ist in beiden Fällen die Notopfer Nr. 1 W.
 
westfale1953 Am: 28.07.2020 15:36:38 Gelesen: 2491# 125 @  
Hallo, bovi11,

Danke für die Bestimmug!

Klar, die anderen WZ-Varianten gab es ja erst ab dem 15.12. (1Y), 20.12. (1X) bzw. 28.12.1948 (3X).



27.7.49



14.3.49

Bei den beiden obigen Marken (alle auf Brief) fällt die Bestimmung sicherlich schwerer. Kannst Du dazu etwas sagen?

Bei der unteren Marke sieht man auch eine seltsame Zähnung unten (4. Zahnloch von links). Was kann das ausgelöst haben?

Bernhard
 
bovi11 Am: 28.07.2020 15:48:26 Gelesen: 2486# 126 @  
@ westfale1953 [#125]

oben:

Notopfer Nr. 2 CZ oder CV je nach Wasserzeichen

unten:

Notopfer Nr. 2 AW, AZ oder AV je nach Wasserzeichen

Die unregelmäßige Zähnung kommt vor. Hier scheint die eine oder andere Zähnungsnadel verbogen gewesen zu sein.
 
westfale1953 Am: 28.07.2020 16:00:21 Gelesen: 2482# 127 @  
@ bovi11 [#126]

Nochmals vielen Dank!

Gruß
Bernhard
 
bovi11 Am: 28.07.2020 16:37:20 Gelesen: 2477# 128 @  
@ westfale1953 [#127]

Nachtrag:

"unten:

Notopfer Nr. 2 AW, AZ oder AV je nach Wasserzeichen"


Hier scheidet die 2 AV (Wz. steigende Wellenlinien) aus, weil der Ersttag dieser Variante erst der 25.11.49 war. Wenn ich das richtig sehe, ist die untere Marke gestempelt am 14.3.49.
 

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