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Thema: (?) (138/142) Nigeria: Fälschungen zum Schaden der Post
Das Thema hat 151 Beiträge:
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Pete Am: 02.10.2016 18:15:14 Gelesen: 41566# 127 @  
@ zockerpeppi [#126]

Als Ergänzung zu deinem Beleg aus Beitrag [#124]; dieser ist irgendwann in den 1990-er Jahren gelaufen. Die Portostufe zu 40 Niara wurde wenige Jahre verwendet. Mangels ausreichendem Vergleichsmaterial bzw. nicht vorhandener Portotabellen kann ich den Verwendungszeitraum bisher nicht näher eingrenzen. Dies setzt allerdings voraus, dass die Angabe der "Portonominale" korrekt wiedergegeben wurde. Gerade gefälschte Absenderfreistempel stammen oftmals von einer Originalabbildung, woraus ein Handstempel gefertigt wurde.

Der jüngste mir bekannte Beleg stammt frühestens aus dem Jahr 2000 (siehe Beitrag [#60]). Dies schränkt den Verwendungszeitraum deines Beleges etwas ein. Die Verwendung von Absenderfreistempeln in Nigeria war m.E. aufgrund der Fälschungen ab dem 1995 verboten, wobei AFS auch nach 1995 als Fälschung verwendet vorkommen.

Gruß
Pete
 
Pete Am: 08.10.2016 09:15:00 Gelesen: 41305# 128 @  
Fälschungen aus Nigeria - sei es bei nigerianischen Briefmarken oder nigerianischen Absenderfreistempeln - sind in diesem Thema in den vergangenen Jahren vorgestellt worden. Es mag etwas ruhiger in der Veröffentlichung neuer Beiträge geworden sein, allerdings wurde das Thema nicht aus den Augen verloren. Auf einem Tauschtag am vorletzten Wochenende lief mir der nachfolgende Beleg über den Weg:



Es war auffällig, dass sich der Freistempelabschlag unterhalb der Anschrift des Empfängers befand, ein weiterer Teilabschlag oben. Der Bestandteil des AFS rechts neben dem Wertrahmen mit der Inschrift "POSTAGE STAMP" macht bei einem Freistempler auch keinen Sinn. Die Machart der Briefvorderseite (Anschrift, Papier, Aufbau des Freistemplers, ...) entsprach jener der Absender von Belegen aus diesem Thema, d.h. die Verwendung eines Handstempels als angeblicher (maschinell aufgebrachter) Absenderfreistempel. Da sich der Briefumschlag etwas dicker als gewöhnlich anfüllte, lohnte sich ein Blick in das Innere und gab den dazugehörenden Briefinhalt frei:



Der Versandumschlag selbst ist innerhalb der "Frankierung" nicht datiert, allerdings weist der Briefinhalt einen Ankunftsstempel des Empfängers (Behörde) auf, Stempeldatum vom 18.11.1998. Mir scheint das angegebene "Porto" von 18 Pence für eine Auslandssendung etwas niedrig. Ist der seinerzeit gültige Tarif für eine C6-Sendung bis 20g aus Großbritannien nach Deutschland bekannt?

Gruß
Pete
 
fogerty Am: 30.10.2016 17:57:55 Gelesen: 40366# 129 @  
Brief mit Freistempel leider ohne Absender aus Nigera im Jahre 1997 nach Lana/Südtirol. Empfänger war die Konfitürenfabrik Zuegg.



Grüße
Ivo
 
Pete Am: 30.10.2016 22:37:22 Gelesen: 40352# 130 @  
@ fogerty [#129]

Der Absenderfreistempel passt auch ganz gut zum Thema im nachfolgenden Link, da es sich bei dem Freistempler um eine Fälschung zum Schaden der Post handelt. Die Machart (u.a. auch hier eine fehlende Absenderangabe) ist typisch für diese Art Belege, der AFS selbst ein Gummihandstempelabschlag:

(dieses Thema)

Damit wäre belegt, dass das Land Italien auch nicht von den Absendern verschont blieb.

Gruß
Pete
 
fogerty Am: 31.10.2016 10:16:32 Gelesen: 40326# 131 @  
@ Pete [#130]

Danke für den Hinweis, Pete, dieser Link war mir jetzt nicht bekannt!

[Beitrag [#129] bis [#131] aus dem Thema "Nigeria: Echt gelaufene Belege" in dieses passende Thema verschoben]
 
jmh67 Am: 31.10.2016 17:02:49 Gelesen: 40233# 132 @  
@ Pete [#128]

Wenn ich mich recht entsinne, kostete der einfache Brief aus dem UK aufs Festland damals 30 p, die hatten gerade in dem Jahr diesen Preis angehoben.

-jmh
 
Michael Mallien Am: 10.04.2017 19:37:31 Gelesen: 34459# 133 @  
Da wollte ich gerade einen schönen "echt gelaufenen Beleg" aus Nigeria einstellen,



als mir auffiel, dass der Brief noch einen Inhalt hat



womit er wunderbar in dieses Thema hier passt.

Den Beleg mit dem AFS zu 30 Naira aus Dezember 1995 finde ich trotzdem schön!
 
Pete Am: 24.06.2018 20:57:04 Gelesen: 14615# 134 @  
Nachfolgend ein aktueller Neuzugang, welcher zwei gefälschte Exemplare der Ausgabe zu 20 Niara (Antilope) aufweist:



Die Postleitzahl des Empfängers in Darmstadt ist bereits fünfstellig, was auf einen Versand in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre hindeutet.

Es ist auffällig, dass die einzelnen Druckfarben nicht aufeinander abgestimmt waren, weshalb sich eine Verschiebung einzelner Grundfarben ergibt:



Gruß
Pete
 
Erdinger Am: 25.06.2018 13:56:45 Gelesen: 14584# 135 @  
@ Pete [#134]

Da hat der Hinterhof-Drucker einfach die Andruckmakulatur mit ausgeliefert - eine solche mehrfache Passerverschiebung wäre bei einer Qualitätsdruckerei natürlich aussortiert worden. Den Betrügern war es wurscht, die haben alles verklebt, auf solche Feinheiten kam es nicht mehr an.

Wir haben hier ja schon Beispiele von großer Dreistigkeit gesehen, aber dieser Beleg schlägt wirklich alles. Gratulation.

Viele Grüße aus Erding!
 
DL8AAM Am: 10.07.2018 15:58:43 Gelesen: 13604# 136 @  
Wir als Philatelisten können inzwischen auch wieder hoffen, dass aktuell/demnächst die nächste Scamming-Welle (d.h. der gute alte "Vorschussbetrug" [1]) wieder per Briefpost auf uns zu rollt. ;-)

Das Nachrichtenportal "T-Online" meldete heute, mit Verweis auf "die Polizei", das, Zitat:

Momentan nutzten die Betrüger auch wieder verstärkt Briefpost, um Menschen abzuzocken. Damit versuchen sie, ihrem kriminellen Tun einen offiziellen Anstrich zu verpassen.

https://www.t-online.de/digital/sicherheit/id_84087882/polizei-klaert-auf-was-ist-eigentlich-scamming-.html

Also Augen auf ! ;-)

Gruß
Thomas

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Vorschussbetrug
 
Pete Am: 10.07.2018 18:45:41 Gelesen: 13572# 137 @  
@ DL8AAM [#136]

Als Ergänzung zu deiner Meldung aus einem anderen aktuellen Artikel [1]: neben Privathaushalten sind weiterhin (Klein-)Unternehmen bzw. Angestellte dieser Unternehmungen von Interesse. Durch den Versand entsprechender Emails wird versucht, Zugangsdaten des Mitarbeiters (Emailempfängers) sowie die Organisation des betroffenen Unternehmens auszuspähen. Als weiterer Schritt sollen sich Späher unter den ergaunerten Zugangsdaten einloggen und gefälschte Rechnungen erstellen bzw. die Bankverbindung echter eingehender Rechnungen dahingehend anpassen, dass eine abweichende Bankverbindung in dem Schreiben integriert wird. Der jeweilige Rechnungsbetrag soll auf derartige Konten angewiesen werden. Nach [1] schätzt das US-amerikanische FBI, dass es weltweit durch derartigen Maschen in den Jahren 2013 bis 2016 zu 40.000 Betrügereien gekommen ist und dadurch ein Schaden von 5,3 Milliarden Euro verursacht wurde.

Wenn die Summe des Schadens tatsächlich halbwegs zutrifft überrascht es nicht, dass weltweit weiterhin tagtäglich entsprechende Nachrichten verschickt werden und die Absender dabei hoffen, dass Empfänger anbeißen und sich auf die Machenschaften einlassen.

Gruß
Pete

[1] https://www.derstandard.de/story/2000079322530/nigerianische-e-mail-scammer-sind-so-erfolgreich-wie-nie-zuvor
 
Pete Am: 04.11.2018 19:00:08 Gelesen: 8522# 138 @  
In Sindelfingen erhielt ich einen ansprechenden Posten gefälschter Briefmarken und Belege aus Nigeria. Darunter befand sich das nachfolgende Exemplar:



Sendung aus Lagos vom 14.10.1994 nach 74921 Helmstadt

Die Gestaltung des Beleges entspricht der für Belege, welche von der nigerianischen Mafia abgeschickt worden sind (Anrede des Empfängers, handschriftliche Beschriftung der Adresse, fehlender Absender, Briefumschlagformat usw.). Ursprünglich wies die Adresse die vierstellige Postleitzahl auf, welche 1994 in Deutschland nicht mehr gültig war. Der zur Frankatur verwendete Absenderfreistempel schaut (im Gegensatz zu den sonst üblichen Abschlägen) ganz sauber aus. Mag man in diesem Fall doch ein echtes Absenderfreistempelgerät und keinen Gummihandstempel (nachgemachte Stempelplatte) verwendet haben? Wer weiß mehr?

Gruß
Pete
 
Pete Am: 05.11.2018 20:44:58 Gelesen: 8370# 139 @  
@ Pete [#138]

Ursprünglich wies die Adresse die vierstellige Postleitzahl auf, welche 1994 in Deutschland nicht mehr gültig war.

Als Korrekturhinweis von einem mitlesenden aufmerksamen Sammlerkollegen: Die durchgestrichene Postleitzahl ist natürlich fünf- und nicht vierstellig - da war ich gestern Abend etwas zu schnell. Die ursprüngliche PLZ der Sendung bezieht sich auf 38350 Helmstedt in Niedersachsen und ist manchem Sammler als früherer Grenzübergang zur DDR bekannt. Der eigentliche Empfänger hat seinen Sitz in 74921 Helmstadt-Bargen in Baden-Württemberg.

Gruß
Pete
 
Parachana Am: 02.06.2019 18:04:48 Gelesen: 429# 140 @  
Hallo,

da ich vor Kurzem in den Besitz eines Ordners mit Briefen aus Nigeria gekommen bin und es für mich etliche Fragen zu den Briefmarken gibt, bin ich hier gelandet.

Gibt es noch Interesse zu diesen Marken die alle noch auf Briefumschlägen sind, mit Adresse und Stempel.

Wenn ja, würde ich sie nach und nach zeigen.

Hier ein Beispiel



LG
Uwe
 
Parachana Am: 02.06.2019 18:27:18 Gelesen: 424# 141 @  
Ein weiteres Beispiel, wobei hier handelt es sich um eine Adresse, die häufig auf den Briefen vorkommt. Dann jedoch mit Absender und einem scheinbar offiziellen Geschäftsbrief.



LG
Uwe
 
StefanM Am: 03.06.2019 08:32:33 Gelesen: 374# 142 @  
@ Parachana [#140]
@ Parachana [#141]

Klar gibt es Interesse, immer gerne zeigen!

Die Drucke sind ja wirklich scheußlich, aber auch die Stempel kommen mir seltsam vor. Bei dem einen steht unten MARINA?!

Könnte es sein, daß die Belege komplett gefälscht sind, um sie an Sammler loszuwerden?

Gruß
Stefan
 
Michael Mallien Am: 04.06.2019 20:08:35 Gelesen: 319# 143 @  
@ StefanM [#142]

Hallo Stefan,

nein, das sind Fälschungen zum Schaden der Post, mit denen in großem Umfang Unternehmen in Deutschland angeschrieben wurden.

Wie es der Zufall will habe ich gerade heute einen Posten "500 Belege Übersee" herein bekommen und einer der ersten Belege, der mir in die Hände fiel war dieser hier. :)



Vom nigerianischen Stempel kann man LAGOS erahnen und NIGERIA lesen, aber der Eingangsstempel der Firma belegt wohl, dass der Brief mit den gefälschten Marken echt gelaufen ist.

Viele Grüße
Michael
 
Pete Am: 10.06.2019 18:52:18 Gelesen: 167# 144 @  
@ Parachana [#140]

da ich vor Kurzem in den Besitz eines Ordners mit Briefen aus Nigeria gekommen bin und es für mich etliche Fragen zu den Briefmarken gibt, bin ich hier gelandet.

Gibt es noch Interesse zu diesen Marken die alle noch auf Briefumschlägen sind, mit Adresse und Stempel.


Die Ausgaben zu 20,00 Niara (Antilope) und 50,00 Niara (Steinbrücke) stellen die häufigste Fälschung zum Schaden der nigerianischen Post dar. Die anderen vorkommenden Fälschungen (bisher ca. 14 Stück) sind teils wesentlich seltener. Generell noch nicht sonderlich bearbeitet ist das Thema Stempel, welche zur Entwertung der Fälschungen verwendet wurde. Da können noch Überraschungen auftauchen.

@ Parachana [#141]

Ein weiteres Beispiel, wobei hier handelt es sich um eine Adresse, die häufig auf den Briefen vorkommt. Dann jedoch mit Absender und einem scheinbar offiziellen Geschäftsbrief.

Da hast du bereits einen Ausreißer gefunden - Absenderangaben waren bei derartigen Sendungen unüblich.

Ebenfalls nicht uninteressant sind Fälschungen, wo die verklebte Briefmarke zwar echt, allerdings beim besten Willen keinem gültigen Portosatz mehr entsprach (Beispiel siehe Beitrag [#114]; [#121] und [#123]) und zur Markenentwertung gefälschte Tagesstempel verwendet wurden.

Gruß
Pete
 
Parachana Am: 10.06.2019 20:17:49 Gelesen: 156# 145 @  
Hallo,

hier wieder 2 Belege an den gleichen Ort, jedoch nicht an die gleiche Adresse.

Bei dem oberen sieht es nach Fälschungen aus. Beim unteren sehen die Marken echt aus.



Uwe
 
Parachana Am: 10.06.2019 20:41:14 Gelesen: 152# 146 @  
Hallo,

hier ein weiterer Beleg.



Wieder die gleiche Adresse, die Marke sieht wieder gefälscht aus.

Auf dem Stempel ist leider nur Nigeria genau zu erkennen.

Uwe
 
Parachana Am: 10.06.2019 20:45:04 Gelesen: 151# 147 @  
Hier der nächste, wieder gleiche Adresse. Doch diesmal ist auf der Rückseite ein Absender. Mit dem Stempel kann ich leider nicht viel anfangen.





Vielleicht kann jemand anderes damit etwas anfangen und den Stempel erklären.

LG
 
Parachana Am: 10.06.2019 20:48:28 Gelesen: 147# 148 @  
Wieder einer an die gleiche Adresse. Stempel schlecht bis gar nicht lesbar. Auf der Rückseite ein Absender.



Uwe
 
Parachana Am: 10.06.2019 20:54:14 Gelesen: 142# 149 @  
Dieses mal sehen die Briefmarken wieder gefälscht aus. Es gibt keinen Absender. Der Empfänger ist wieder der Gleiche wie vorher. Es gibt nur zwei verschiedene Hausnummern.



Uwe
 
Parachana Am: 10.06.2019 21:03:48 Gelesen: 139# 150 @  
So, das ist der letzte Beleg an diese Adresse aus meinem Ordner. Dieses mal wieder mit Absender auf der Rückseite.



Leider ist wieder kein Stempel zu lesen.

Alle weiteren Belege in meinem Ordner gehen an die selbe Firma, aber dann an eine Adresse in Schwabach. Auch diese haben mal einen Absender und mal keinen.

Die Marken sehen mal echt und mal gefälscht aus.

Schönen Abend
Uwe
 
Pete Am: 10.06.2019 21:09:57 Gelesen: 138# 151 @  
@ Parachana [#145]

Schau du dir bitte die Zähnung an. Im Regelfall sind bereits daran Fälschungen ersichtlich. Die Originale weisen eine Kammzähnung auf. Die Fälschungen kommen im besten Fall mit Linienzähnung vor; alternativ Nähmaschinenzähnung oder aus dem Bogen geschnitten bzw. gefaltet und gerissen.

Beitrag [#145]: oben nicht erkennnbar (Scan "überbelichtet"), unten Original

Beitrag [#146]: Fälschung; Ortsstempel ohne Datumsangabe (typisch für die Fälschungen)

Beitrag [#147]: Original mit typischer Tagesstempelentwertung der Briefmarken bzw. Durchgangsstempel auf der Briefumschlagrückseite

Beitrag [#148]: Original mit typischer Tagesstempelentwertung der Briefmarken

Beitrag [#149]: Fälschung; gelegentlich kommen diese auch ohne Entwertung vor (d.h. vergessen oder einen Arbeitsgang in der Serienbriefproduktion eingespart)

Beitrag [#150]: Original mit typischer Tagesstempelentwertung der Briefmarken

Gruß
Pete
 

Das Thema hat 151 Beiträge:
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