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Thema: BDPh plant Beitragserhöhung um 5 Euro - DBZ streicht Berichterstattung
Das Thema hat 60 Beiträge:
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Lars Boettger Am: 08.04.2021 18:04:40 Gelesen: 1453# 36 @  
@ alemannia [#33]

Die Landesverbände haben die Stimmen von tausenden OV-Mitgliedern, die natürlich nicht anwesend sein müssen, da sie ja über den Ortsverein ihre Stimme, meist natürlich unwissentlich, dem zuständigen Landesverband überlassen.

Hallo Guntram,

Deine Darstellung ist verkürzt und entspricht nicht der Realität:

- Jedes Ortsvereinsmitglied ist über die HV und die Anträge via "Philatelie" informiert und kann seinen Vereinsvorstand darauf ansprechen
- In den Ortsvereinen werden die Anträge diskutiert und der Vereinsvorsitzende holt sich ein Meinungsbild ein (pro / contra)
- In der Regel findet ein Landesverbandstag vor der HV statt, der Vorstand des Landesverbandes teilt sein voraussichtliches Abstimmverhalten mit
- Entspricht das Abstimmverhalten des LV-Vorstandes nicht dem des Vereins bzw. des Meinungsbildes des Vereins, kann der Verein sein Stimmrecht selbst wahrnehmen - er muss nur einen entsprechenden Antrag stellen -> auf der HV kann der Ortsverein mit der Anzahl seiner Mitglieder als Stimmen dann so wählen, wie es der Verein beschlossen hat (kommt gar nicht so selten vor)

Wenn ich mich als Ortsvereinsmitglied überhaupt nicht für die HV interessiere, dann darf ich mich nicht darüber beschweren, wenn nicht so abgestimmt wird, wie ich es gerne hätte.

@ philaspass [#27]

- oder will man beim BDPh nur seinen Stil erhalten um laufende Kosten abzudecken? Wie Reise- und Übernachtungskosten. Mieten, Gehälter oder anderes?


Wie ist denn das gemeint? Wenn ich den Zeitaufwand für meine ehrenamtliche Arbeit als BDPh-Bundesstellenleiter bemesse bzw. den Ärger, den ich damit habe, wenn ich dazu noch die Zeit als kommissarischer Schatzmeister eines Landesverbandes dazu rechne, dann platzt mir bei so einem Kommentar der Kragen. Schon vor 10 Jahren hat der BDPh versucht, neue Einnahmequellen zu erschliessen bzw. seine Kosten zu drücken. Das ist heute nicht anders. Jemand anderes hat es schon erwähnt, der Postversand wird immer teurer, die Kosten für Papier, Porto usw. steigen von Jahr zu Jahr. Vor 20 Jahren war die Deutsche Post AG um einiges großzügiger. Gehalt wird nur an die festangestellten Mitarbeiter bezahlt, der Rest ist ehrenamtlich unterwegs.

Wenn Du willst, kannst Du gerne meine beiden Posten mit ihren ca. 20 Wochenstunden Aufwand haben. Ich verzichte auf den Fahrtkostenersatz, der nicht mal die Benzinkosten und die Abschreibung deckt.

@ alle:

Wir diskutieren hier über einen nicht erschienenen Artikel in der DBZ. Wie es schon andere geschrieben haben (Jürgen Häsler [#28]) gibt es für alles ein Prozedere, dass eingehalten werden muss. Es nützt nichts, wenn man sich über ungelegte Eier aufregt und streitet.

Beste Grüße!

Lars
 
ligneN Am: 08.04.2021 18:40:41 Gelesen: 1411# 37 @  
@ Lars Boettger [#36]

100% d'accord.
 
alemannia Am: 08.04.2021 19:29:33 Gelesen: 1368# 38 @  
@ Lars Boettger [#36]

Hallo Lars,

- Jedes Ortsvereinsmitglied ist über die HV und die Anträge via "Philatelie" informiert und kann seinen Vereinsvorstand darauf ansprechen
- In den Ortsvereinen werden die Anträge diskutiert und der Vereinsvorsitzende holt sich ein Meinungsbild ein (pro / contra)
- In der Regel findet ein Landesverbandstag vor der HV statt, der Vorstand des Landesverbandes teilt sein voraussichtliches Abstimmverhalten mit
- Entspricht das Abstimmverhalten des LV-Vorstandes nicht dem des Vereins bzw. des Meinungsbildes des Vereins, kann der Verein sein Stimmrecht selbst wahrnehmen - er muss nur einen entsprechenden Antrag stellen -> auf der HV kann der Ortsverein mit der Anzahl seiner Mitglieder als Stimmen dann so wählen, wie es der Verein beschlossen hat (kommt gar nicht so selten vor)

Wenn ich mich als Ortsvereinsmitglied überhaupt nicht für die HV interessiere, dann darf ich mich nicht darüber beschweren, wenn nicht so abgestimmt wird, wie ich es gerne hätte.


So ist es in der Theorie, entspricht aber aufgrund der Situation in den Ortsvereinen nicht der vorhandenen Realität. Und das ist bekannt.

In den Ortsvereinen wird über HV-Anträge diskutiert? Na gut, mag sicherlich so sein.

Wie wäre es mit dem Mut zu "Mehr Demokratie" durch eine Möglichkeit als BDPh-Mitglied, unbeachtet dessen ob OV-Mitglied oder Einzelmitglied,

über wichtige Entscheidungen (Wahl des Vorstandes, Beitragsanpassungen...) direkt mitzubestimmen?

Hat man vielleicht Angst vor dem Ergebnis der sich an einer Abstimmung beteiligenden Mitglieder?

Gruß

Guntram
 
Koban Am: 08.04.2021 21:56:01 Gelesen: 1297# 39 @  
[#29] ff

Es hat zwar auch nichts mit dem Thema zu tun, bezüglich der Auskunftspflicht gegenüber den Mitgliedern dennoch hier ein Lesetipp.
Achtung Spoiler - es ist keine Frage des Datenschutzes.

https://aspvr.de/datenschutz-im-verein-herausgabe-der-mitgliederliste-an-vereinsmitglied/

Gruß,
Koban
 
Richard Am: 09.04.2021 09:56:27 Gelesen: 1172# 40 @  
@ Lars Boettger [#6]

Hallo Lars,

als ehemaliger Schatzmeister und BDPh Vorstandsmitglied hast Du völlig recht mit den Begründungen und den tatsächlichen Gründen, die wohl meistens mit nachlassendem Interesse an der Philatelie aus einer Vielzahl von Gründen zu tun haben.

Hallo an Alle,

wie der Internetseite des BDPh zu entnehmen ist, hat dieser 22.840 gemeldete Mitglieder. Bei einer Beitragserhöhung um 5 Euro - nach meiner heutigen Kenntnis werden einige Landesverbände dagegen votieren - sind dies rund 110.000 Euro jährliche Mehreinnahmen.

Tatsächlich gehe ich jedoch von nur rund 100.000 Euro jährlichen Mehreinnahmen aus, da die von den Landesverbänden aktuell gemeldeten Mitgliederzahlen die auf der Seite des BDPh teilweise im zweistelligen Prozentsatz unterschreiten.

Die Beitragserhöhung wird vermutlich mit Wirkung vom 1.1.2023 umgesetzt. Zeitgleich werden die Mitgliederzahlen bis 2023 um weitere rund 15 % gefallen sein, vor allem altersbedingt.

Weitere oder genauere Angaben kann nur unser Mitglied Walter Bernatek machen, der BDPh Schatzmeister, diese wird er aber erst dem Vorstand und Verwaltungsrat vortragen.

Wie werden Defizite vermieden ?

In der Theorie ist das recht einfach, durch

- Erhöhung der Einnahmen (wie Beiträge oder mehr Inserate in der philatelie)

- Verminderung der Leistungen gegenüber Mitgliedern (nur noch 6 statt 12 Hefte der philatelie, Streichung der Jugendarbeit und der Ausstellungen)

In der Praxis werden steigende Einnahmen kaum durchsetzbar sein, wenn sie direkt oder indirekt die Leistungen an Mitglieder verteuern oder abschaffen. Auch die Erhöhung von Inseratpreisen in allen deutschsprachigen Philatelie Zeitschriften wird schwerlich durchzusetzen sein. So sinkt die Auflage der philatelie um jährlich rund 7,5 % und die Inserenten, allem voran die grossen Auktionsfirmen, sind bei fallender Auflage nicht mehr so spendierfreudig sondern könnten auf die Idee kommen nach Preisnachlässen zu fragen.

Noch weniger werden von den Mitgliedern die Streichungen hingenommen, vermissen doch manche schon die "Jahresgaben" früherer Jahre und die 2 kostenlosen Kleinanzeigen in der philatelie - wenn alle Mitglieder davon Gebrauch machen wären über 3.500 Kleinanzeigen pro Heft, tatsächlich werden diese jetzt schon nur noch zu weniger als 1 % in Anspruch genommen.

Das alles und noch viel mehr muss jetzt in den Ortsvereinen und Arbeitsgemeinschaften, in den Landesverbänden (Verwaltungsrat) und im Bundesvorstand des BDPh diskutiert werden um der Hauptversammlung einen Finanzplan für 4 bis 8 Jahre, dem Zeitpunkt der nächsten Beitragserhöhung, vorzulegen. In spätestens 8 Jahren werden wir die nächste Diskussion über Beitragserhöhungen führen können.

Schöne Grüsse aus dem Allgäu, Richard

[b]Korrektur: Dieser Satz wurde von mir am 9.4.2020 korrigiert: "
Tatsächlich gehe ich jedoch von rund 100.000 aktuellen Mitgliedern aus, da die von den Landesverbänden aktuell gemeldeten Mitgliederzahlen die auf der Seite des BDPh teilweise im zweistelligen Prozentsatz unterschreiten." Gemeint waren Mehreinnahmen von 100.000 statt 110.000 Euro jährlich.
 
nagel.d Am: 09.04.2021 11:23:15 Gelesen: 1126# 41 @  
@ Richard [#40]

Richard im Grunde hast du ja vollkommen recht und letztendlich muß ich dir bei deinen Ausführungen zustimmen. Ein Teil der Mitglieder wird den Beitragserhöhungen zustimmen, weil die Preissteigerung, die ja täglich an anderer Stelle zu spüren ist, auch nicht an Beiträgen vorbei geht.

Andererseits muß man sich als Verein aber auch die Frage gefallen lassen, warum man eine Beitragssteigerung macht bei immer weniger Leistung, die Leistungsreduzierung hast du ja trefflich genannt. Diesen Zusammenhang wird man schwer vermitteln können.

Sicherlich kann man in diesem Zusammenhang auch eine andere Lösung in die Beitragsberechnung aufnehmen.

Die Beitragserhöhung zum 1.1.2023 muss allerdings von der Hauptversammlung abgesegnet werden. Und da die derzeit ausgesetzt ist, wird es wohl nicht, lieber Richard, zu deinem genannten Datum kommen.

@ Koban [#39]

Genau wegen diesem Artikel hatte ich BDPH angeschrieben und bekam zur Antwort, dass dies vereinspolitisch nicht gewollt ist und daher mein Antrag nicht abgeholfen werden kann. Und weiterhin musste ich mir noch einige Sachen, auch unschöne Unterstellungen, als Einzelmitglied unterstellen lassen.

LG
 
BochumerJunge Am: 09.04.2021 12:08:04 Gelesen: 1090# 42 @  
Ich denke man sollte die grundsätzliche Frage stellen, ob es in der derzeitigen Lage überhaupt sinnvoll ist die Beiträge zu erhöhen.

Sicher ist für Hardcoresammler wie mich oder einige andere hier das kein Grund die Mitgliedschaft aufzugeben. Und ich bin seit 1961 durchgehend in Ortsverein bzw. AG Mitglied.

Aber ich sehe, das wir rapide weniger werden. Das die Ortsvereine immer größere Probleme bekommen.

Die jetzt schon schwachen Ortsvereine werden die Rechnung dafür bezahlen müssen.

Ich sehe dass jede JHV in einen Streit um die Beiträge führt. Nicht das die Mitglieder sich einem höheren Beitrag verweigern. Sie stellen die Frage was denn überhaupt noch bei den Ortsvereinen bleibt. Und da das sehr wenig ist verweigern sie eine Erhöhung.

Dieser Zug (Mitgliederschwund), der sich vor ca. 20 Jahren in Bewegung gesetzt hat, wird immer schneller. Und eine Beitragserhöhung beschleunigt das ganze noch.

Gruß
H.-G.
 
Sammler Individuell Am: 09.04.2021 15:54:09 Gelesen: 977# 43 @  
Hallo Zusammen!

Wie lange soll über diese ungelegten Eier einer möglichen Beitragserhöhung noch diskutiert werden?

Wir alle geben vermutlich viele € mehr pro Monat für unser schönes Hobby aus, für Marken, Belege, Rundsendungen, Kataloge, Zeitschriften, Alben, sonstiges Zubehör, weitere Fachliteratur, Vereine und ArGen und und und. Nebenbei auch noch für Fahrten zu Tauschtreffen, Messen, Ausstellungen und Poststellen für Ersttagsbelege etc.

Damit die organisierte Philatelie überleben kann, sind nun ab und an Beitragserhöhungen erforderlich. Genau, wie auch bei anderen Clubs wie Kultur- und Sportvereinen, denen die Kosten davonlaufen. Und wenn dann auch noch, aus Altersgründen, jedes Jahr viele Mitglieder wegsterben und sich genau aus diesem Grund auch Vereine auflösen müssen, so dürfte doch für alle Beteiligten klar sein, dass man jährlich nicht unbedingt mit Beitragssenkungen rechnen darf.

Also bleibt den Verantwortlichen nichts anderes übrig, als die Einnahmen zu erhöhen und/oder die Kosten zu senken. Denn jeder eingenommene € kann nur ein Mal ausgegeben werden.

Natürlich kann man darüber nachdenken, ob und wie ggf. Ausgaben gesenkt werden könne, aber ob dies zur Zufriedenheit der Sammler beiträgt, sei dahingestellt.

Seit der letzten Beitragserhöhung sind die meisten Einnahmen (Corona lasse ich mal außen vor) wie Löhne und Gehälter und Renten um diverse % gestiegen, so dass die meisten von uns auch mehr Geld zur Verfügung haben. Aber eben nicht nur die Einnahmen, sondern leider auch Ausgaben wie z.B. die Portokosten für die "Philatelie".

Wenn Jemand diese Erhöhung nicht mehr mitmachen möchte, dann soll er seine Konsequenzen ziehen - darf sich später aber auch nicht beklagen, wenn er z.B. durch mangelndes Wissen, das durch die fehlenden Angebote des BDPh wie die "Philatelie", den Internetauftritt und weitere Angebote wie online-Vorträge später viel Geld verliert. Dies könnte sein, weil er z.B. aufgrund des fehlenden Wissens Fälschungen aufsitzt oder seine Sammlung zu billig verkauft.

Ich würde auch eine höhere Beitragsanpassung mitmachen, denn ich weiß die Leistung des BDPh und die seiner Mitgliedsvereine und ArGen zu schätzen weiß.

Und bitte, nicht weiter meckern über die Erhöhung, sondern sofort austreten und später möglicherweise die Zeche bezahlen. Aber dann ist das Geschrei groß, wenn man dann gutes und eventuell auch viel Geld verloren hat.

Auf gehts: Raus aus dem BDPh und auf alle Angebote verzichten.

Denkt mal darüber nach!

In dem Sinne

Marc
 
lueckel2010 Am: 09.04.2021 16:22:08 Gelesen: 949# 44 @  
@ Sammler Individuell [#43]

Hallo, Marc,

Absolute "Punktlandung"! Super, besser hätte man es nicht rüberbringen können.

Unsere (philatelistischen) Interessen liegen zwar wahrscheinlich weit auseinander, aber gerade die Vielfältigkeit ist ja das Faszinierende an diesem Hobby.

Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
 
johanneshoffner Am: 09.04.2021 19:05:36 Gelesen: 881# 45 @  
@ Sammler Individuell [#43]

Auch ich finde die Argumente richtig.

Nebenbei:

Vor Jahren war ich bei einer JHV eines Vereins, es ging auch um eine Beitragserhöhung. Einige Mitglieder waren so heftig dagegen, dass sie einfach noch zwei Bier brauchten um ihren Ärger herunter zu schlucken. Dass das teurer war, war egal.

Viele Grüsse,

Johannes Hoffner
 
22028 Am: 09.04.2021 19:56:54 Gelesen: 852# 46 @  
@ johanneshoffner [#45]

Siehe dazu meinen Beitrag [#26].
 
10Parale Am: 09.04.2021 20:11:15 Gelesen: 840# 47 @  
@ lueckel2010 [#20]

"Ich habe lediglich versucht, "10Parale" die Vorteile einer Mitgliedschaft in einem Ortsverein gegenüber einer BDPh-Direktmitgliedschaft zu erläutern. Leider ist "10Parale" bislang noch nicht auf diesen Versuch eingegangen."

vorab: ich finde die Beitragserhöhung um 5 Euro eine Lappalie.

@ Cantus (#23)

Meinen vollen Respekt, jedes Jahr 700 Euro für Vereins- und ARGE Mitgliedschaften, das ist eine Menge Holz. Dazu diese Top Einstellung, Hut ab!

Ich werde meine Direktmitgliedschaft beim BdPH weiterführen, solange ich Briefmarken sammle. Ich habe privat und beruflich sehr viel mit jungen Leuten zu tun und kenne ihre Hobbies ziemlich gut. Im Pausenraum unserer Firma lege ich eifrig philatelistische Literatur aus und mittlerweile weiß jedermann, dass Briefmarken meine Leidenschaft sind. Wenn ich den jungen Leute erzählen würde, ich wäre Mitglied in einem Briefmarkenverein, ahnen die sofort, dass ich sie zu etwas überreden will, was eigentlich von alleine kommen muss.

lueckel2010 schreibt: Vereine jeglicher Coleur werden überwiegend von jungen Menschen nur dann akzeptiert, wenn sie persönliche Vorteile bringen und daneben dann auch noch geil oder aber zumindest cool sind. Sie werden grundsätzlich als eher uncool (abschreckend?) empfunden.

Ich würde es nicht so ausdrücken, aber im Prinzip stimmt der Satz. Im Umkehrschluss heißt es doch dann als Auftrag für uns: Macht die Philatelie geil und cool! Die Vegetarier (Veganer) haben es geschafft, ihrer Leidenschaft die Coolness zu geben. Ebenso laufen unzählige junge Menschen in Tattoo-Studios und lassen sich Löwen- oder Schlangenköpfe auf den Rücken und sonst wo hinmalen. Das ist cool, das ist geil.

Ich habe noch keinen einzigen Tätowierten gesehen, der sich die Blaue Mauritius oder die British Guiana magenta auf die Skin (Haut) tätowieren ließ. Das ist noch nicht cool genug.

Spätestens seit der Einführung des Rauchverbots in Kneipen (ich bin Nichtraucher!!) ist ein bierdunstiges Wirtshaus in meinen Augen der schlechteste Ort, um junge Menschen für die Philatelie zu gewinnen. Nichts gegen ein frisch gebrautes Bier vom Fass und ich habe Bilder von Auktionen gesehen, wo noch geraucht werden durfte.

Ich meine, ich bleibe Mitglied im BDPh und spende auch gerne mal einen kleinen Betrag für philatelistische Zwecke, weil ich daran glaube, dass die Jugend eines Tages selbst auf die Sprünge kommen wird, was dieses wunderschöne Hobby wiederzuentdecken. Es muss ja nicht die Jugend von heute sein, die jetzt leider coronabedingt eine sehr schwere Zeit durchmacht.

Liebe Grüße

10Parale
 
fckollbach Am: 09.04.2021 22:49:31 Gelesen: 741# 48 @  
Es wundert mich, dass vor der Forderung nach einer - prozentual nicht unerheblichen - Erhöhung des Beitrags nicht zunächst ernsthaft über mögliche Einsparpotenziale gesprochen wird. Einiges wurde ja hier schon genannt: Weniger Ausgaben der "philatlie" etc. Das alles sollte zunächst offen auf den Tisch und diskutiert werden. Was kann man sich noch leisten - und was eben nicht mehr?

@ BochumerJunge

Ich kann deinen Gedanken nur zustimmen, möchte sie aber noch etwas präzisieren. Meiner Erfahrung nach sind es nämlich nicht die in etlichen Beiträgen so gescholtenen einzelnen Einfaltspinsel, die lieber noch ein oder zwei Biere mehr saufen, statt die paar Euro dem darbenden BDPh zu gönnen.

Es sind in meiner Heimat (Raum München) ganze Vereine, die den BDPh und den LV verlassen haben. Dies aus der rationalen Abwägung heraus, was nach Abzug der Kosten für BDPH und LV tatsächlich noch für die Arbeit des Vereins selbst übrig bleibt.
 
Sammler Individuell Am: 10.04.2021 09:10:24 Gelesen: 670# 49 @  
Bestimmt hat der Bundesvorstand, die LV und Ortsvereine schon häufig über das Einsparen von Kosten nachgedacht. Aber wie soll der Bundesvorstand diese transportieren, wenn er gerade aus Kostengründen möglicherweise die "Philatelie" einstellen musste.

Ich war über viele Jahre als Kassenwart, Jugendwart, später als 2. und dann 1. Vorsitzender in einem kleinen Sportverein tätig und weiß, dass man als Funktionär viel Zeit und Geld opfert um den Verein vernünftig zu führen.

Am Liebsten waren mir zu dieser Zeit die Mitglieder, die sich immer genau dann meldeten, wenn es galt unpopuläre Entscheidungen zu treffen und dann alles besser wussten aber ganz schnell wieder untertauchten, wenn Vereinsposten zu vergeben waren. Diese Mitglieder brauchen alle Vereine!

Alle, die eine Lösung des Problems haben rufe ich auf: Nehmt Vorstandsposten im Verein, euerm LV oder dem BDPh an und ihr werdet sehen, wieviel Freude solch eine Arbeit macht. Nebenbei wird man reich dabei und kann seine komplette Freizeit abseits der Familie mit immer glücklichen Vereinsmitgliedern verbringen.

Der BDPh hat nun die Wahl zwischen Pest und Cholera (und vielleicht noch Corona). Entweder Leistungen kürzen oder Beiträge erhöhen. Ich möchte die Leistungen weiterhin gerne in Anspruch nehmen können, auch wenn ich dies bisher nur sehr selten getan habe. Aber alleine das Wissen darum ist mir wichtig. Und ich freue mich schon jetzt auf das erste online-Seminar im Mai von Michael Mallien (schöne Grüße in den hohen Norden) zum Thema Internetmarke.

Und ich möche gerne die Philatelie jeden Monat lesen und auch die Internetseite des BDPh nutzen.

Nun der Aufruf an alle: lasst Euch die "Philatelie" online schicken und ihr spart dem BDPh viel Geld. Dies wäre doch ein toller erster Schritt zur Kostensenkung ohne dass es dafür einen Vorstandsbeschluss geben muss.

In unserem kleinen Sportverein war das Internet ein Schritt zur Kostenoptimierung. Fast alle Mitglieder hatten einer Kommunikation per Mail zugestimmt und wir konnten die Portkosten pro Jahr um einen schönen dreistelligen Betrag senken.

Ideen und Innovation sind gefragt. Ich wäre vielleicht sogar dabei. Aber nur meckern und Besserwisserei helfen nicht weiter: Nicht dem BDPh, nicht dem Ortsverein und nicht unserem schönen Hobby. Denkt mal darüber nach. Und wer dann immer noch nicht will:

Ihr müsst nicht einmal mehr aus dem BDPh austreten. Der Austritt aus dem Ortsverein und/oder der ArGe reicht schon. Also raus aus der organisierten Philatelie. Tauschtag braucht kein Mensch, Kataloge, Rundbriefe und Fachliteratur sowieso nicht, oder ?

Ich jedenfalls klinke mich mit diesem post aus diesem Thema aus und verfasse gleich einen Artkel für die "AGF-Rundschau". Ich hoffe, von diesem Artikel wie der gesamten AGF-Rundschau können die dann noch weiter organisierten AGF-Mitglieder und alle Sammler profitieren oder haben Freude daran. Denn die Rundschau geht ja auch an den BDPh.

Liebe Grüße

Marc
 
22028 Am: 10.04.2021 09:20:06 Gelesen: 660# 50 @  
@ fckollbach [#48]

Es sind in meiner Heimat (Raum München) ganze Vereine, die den BDPh und den LV verlassen haben. Dies aus der rationalen Abwägung heraus, was nach Abzug der Kosten für BDPH und LV tatsächlich noch für die Arbeit des Vereins selbst übrig bleibt.

Es gibt in München und Umgebung genug Vereine die sehr gute Arbeit leisten UND im BDPh sind. Ich denke nur mal an den sehr guten München Briefmarkenclub von 1905 (MBC 1905) wo ich auch Mitglied bin.

@ Cantus (#23)
@ 10Parale [#47]

Mit diesem Post oute ich mich auch mal als Fördermitglied des BDPh der gerne die 100 Euro / Jahr zusätzlich zahlt.

Icb komme auch auf mehrere hundert Euro jedes Jahr an Mitgliedsbeiträgen. Das zahle ich aber gerne da durch die dadurch gewonnen Kontakte und Kenntnisse zahlen sich für meine Sammlungen aus.

Und, gerade erst einen Beitrag für "Die Philatelie", der Zeitschrift des BDPh, fertig gestellt.
 
Jürgen Häsler Am: 11.04.2021 09:45:58 Gelesen: 449# 51 @  
Hallo und guten Morgen an alle,

ich wünsche Euch allen einen schönen "Weißen Sonntag".

Es wird Zeit für ein Zwischenfazit der Debatte "Geplante Beitragserhöhung durch den BDPh".

1) Erst einmal herzlichen Dank an alle für die rege Beteiligung. Ihr alle habt mich schwer beeindruckt. 50 Beiträge binnen 5 Tagen, davon viele mit hoher Qualität, das kann sich wahrlich sehen lassen.

2) Zur Wertung des Ansinnens "Beitragserhöhung durch den BDPh" im Grundsätzlichen.

Der BDPh benötigt mehr Geld. Einerseits hat die Portoerhöhung zum 01.07.2019 die Finanzen belastet und andererseits macht sich der Mitgliederschwund bemerkbar. Die Fixkosten des BDPh müssen deshalb auf immer weniger "Schultern" verteilt werden.
Eine Beitragserhöhung ist deshalb unvermeidlich. Das kann ich als Vorsitzender eines kleinen Ortsvereins meinen Mitgliedern und als Regionalvertreter des Landesverbandes Südwestdeutscher Briefmarkensammlervereine e.V. den 30 Vereinen in meiner Region auch durchaus vermitteln. Eine Erhöhung von 42 Cent pro Monat dürfte auch niemanden über Gebühr belasten. ABER:

3) Die Form der vorgeschlagenen Beitragserhöhung lehne ich ab. 

Der BDPh beantragt eine Beitragserhöhung für Ortsvereinsmitglieder um 5 Euro. Das sind satte 33,3 %. Das muss also die "Richtschnur" sein !!!

Momentan gilt gemäß aktuell gültiger Beitragsordnung folgendes:
Für die Jahre 2021 und 2022 wird folgender Jahresbeitrag für den Bund beschlossen:
Mitglieder der philatelistischen Verbände: 15 Euro
Einzelmitglieder: 42 Euro
ArGe-Direktmitglieder: 20 Euro
BDPh-Jugend-Mitgliedschaft bis 27 Jahre 7 Euro


OK, mal angenommen, ich akzeptiere als Vertreter der Ortsvereine in der Strukturkommission eine satte Beitragserhöhung um 33,3 %.

Das muss ich tun, denn die Strukturkommission hat 2018 bei der Frage:
Wie soll der BDPh in der Zukunft aussehen ?
einstimmig beschlossen, dass es keine Einschnitte und Kürzungen bei der Verbandszeitschrift "philatelie" geben soll. Das bindet mich, also muss ich der Beitragserhöhung zustimmmen.
Denn wer "A" sagt, muss bekanntlich auch "B" sagen.

Alle anderen Beiträge werden aber BITTESCHÖN dann auch genau um die gleichen 33,3 % erhöht.

Wenn man das tut, erhöht sich rechnerisch der Beitrag für Einzelmitglieder von EUR 42,-- um 33,3 % auf EUR 56,--.
der Beitrag für ARGE-Direktmitglieder von EUR 20,-- um 33,3 % auf EUR 26,67 und der Beitrag für die Jugendmitglieder unter 27 Jahren von EUR 7,-- um 33 % auf EUR 9,33.

Die genannten Beiträge werden auf volle EUR gerundet.

Der Beitrag für Ortsvereinsmitglieder steigt also auf EUR 20,--
Der Beitrag für Einzelmitglieder steigt also auf EUR 56,--
Der Beitrag für ArGe-Direktmitglieder steigt also auf EUR 27,--
Der Beitrag für Jugendmitglieder unter 27 Jahren steigt auf EUR 8,--
Warum nicht auf EUR 9,-- ?
EUR 9,33 werden doch auf EUR 9,-- abgerundet ???

Wir haben zu wenig junge Mitglieder, also subventionieren wir den Jugendbeitrag und erhöhen ihn nur auf EUR 8,--.

Die neue Bundesbeitragsordnung in Nr. 4 sähe dann so aus.

Für die Jahre 2023 bis 2026 gelten folgende Jahresbeiträge für den Bund:
Mitglieder der philatelistischen Verbände: 20 Euro
Einzelmitglieder: 56 Euro
ArGe-Direktmitglieder: 27 Euro
BDPh-Jugend-Mitgliedschaft bis 27 Jahre 8 Euro

Die Diskussion ist NEU eröffnet !!!

 
ChristianSperber Am: 11.04.2021 10:33:26 Gelesen: 413# 52 @  
@ Jürgen Häsler [#51]

Hallo,

hierzu nur in aller Kürze zu Deinem Vorschlag: Dann bin ich (= BDPh-Einzelmitglied) weg, und das Thema BDPh wird auf Dauer erledigt sein. Es gibt auch andere Vereine im Inland und im Ausland.

Warum? Aus meiner Sicht sollte im Verbandswesen endlich begriffen werden, dass nicht jeder eine "klassische" Ortsvereinsmitgliedschaft für erstrebenswert hält und sich z.B. lieber fachlich in Arbeitsgemeinschaften engagiert. Warum soll das weiterhin "bestraft" werden?

Gruß

Christian
 
Jürgen Häsler Am: 11.04.2021 11:56:07 Gelesen: 375# 53 @  
@ ChristianSperber [#52]

Hallo Christian,

vielen Dank für Deine Rückmeldung.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist Du also nicht
ArGe-Direktmitglied, sondern BDPh-Direktmitglied und zahlst deshalb momentan einen Jahresbeitrag von EUR 42,-- an den BDPh.

Ortsvereinsmitglieder, die hier im Südwesten der Bundesrepublik zu Hause sind, zahlen momentan EUR 15,-- an den BDPh und EUR 8,-- an den Landesverband Südwestdeutscher Briefmarkensammlervereine e.V.

Damit der Ortsverein seinen Mitgliedern etwas "bieten" kann, muss er auch noch einen eigenen Beitrag erheben, das sind nochmals ca. EUR 15,-- bis EUR 20,--.
Wenn Du alle diese Beiträge addierst, dann kommst Du auf einen Betrag von
EUR 15  + EUR 8 + EUR 15 = EUR 38 oder
EUR 15  + EUR 8 + EUR 20 = EUR 43.

Du siehst also, dass wir Ortsvereinsmitglieder und Du als Einzelmitglied des BDPh insgesamt den gleichen Beitrag bezahlen.

Warum? Aus meiner Sicht sollte im Verbandswesen endlich begriffen werden, dass nicht jeder eine "klassische" Ortsvereinsmitgliedschaft für erstrebenswert hält und sich z.B. lieber fachlich in Arbeitsgemeinschaften engagiert. Warum soll das weiterhin "bestraft" werden?

Ja, Du hast Recht. Da gibt es nichts zu diskutieren. Warum sollte es keine Wahlfreiheit geben, welche Form der Mitgliedschaft, direkt beim BDPh oder im Ortsverein, gewählt wird ?

Freies Wahlrecht für alle Mitglieder des Bundes Deutscher Philatelisten e.V. !
Auch viele Verbandsfunktionäre des BDPh haben das inzwischen erkannt.

Und die Strukturkommission des Bundes Deutscher Philatelisten e.V. sieht das genauso. Als ich am Sonntag, den 15. Juli 2018 (das war der Tag des Endspiels der Fußball-WM in Russland) in Essen als Vertreter der Ortsvereine bei der Schlussabstimmung zu den Arbeitsergebnissen der Strukturkommission die Hand gehoben habe und damit ein einstimmiges Votum aller 6 Kommissionsmitglieder erreicht wurde, habe ich zusammen mit den anderen Mitgliedern den Weg für einen neuen BUND DEUTSCHER PHILATELISTEN e.V. geebnet. Jürgen Witkowski als Kommissionsleiter hatte es erfolgreich geschafft, den "Graben" zwischen Jürgen Herbst (Einzelmitglieder) und mir zu "überbrücken".

Das Arbeitsergebnis der Kommission ist ein klassischer Kompromiss. Kompromisse sind der Wesenskern unserer Demokratie und Ausdruck unserer pluralistischen Gesellschaft.

Das Wort Kompromiss stammt aus dem Lateinischen "compromissum" und bedeutet, sich etwas gemeinsam "zu versprechen". Ich verspreche Dir etwas, Du versprichst mir etwas.

Jeden Tag schließen wir Kompromisse, oft ohne, dass wir das bemerken.

Im weitesten Sinne ist also auch eine Eheschließung ein "Kompromiss" oder ein Briefmarkentausch.

Im Kompromiss der Strukturkommission gibt es eigentlich nur noch eine einzige Form der Mitgliedschaft und nur noch einen einzigen Beitrag, der für alle gleichermaßen gilt. Verbunden mit einer Demokratisierung des BDPh, einer Stärkung der Kompetenzen des Bundesvorstandes und einer Abschaffung des Verwaltungsrates in seiner heutigen Form. Wie der Übergang in die neue Struktur gelingen könnte, wurde natürlich auch diskutiert und dokumentiert. Die Details dazu sprengen aber den Rahmen meiner Antwort an Dich.

Leider haben der LV Bayern und der LV Elbe-Weser-Ems eine Veröffentlichung der Arbeitsergebnisse der Kommission und die geplante öffentliche Diskussion darüber verhindert.

Das Konzept des "neuen" BDPh wurde deshalb bis heute weder diskutiert, geschweige denn umgesetzt. Mindestens 2 Jahre Vorbereitung wären nötig und am Ende brauchen wir eine Dreiviertelmehrheit und die ist leider nicht vorhanden.

Niemand bedauert das mehr als ich.
 
nagel.d Am: 11.04.2021 12:21:37 Gelesen: 353# 54 @  
Also ich wollte mich ja nicht mehr weiter in diese Diskussion einklinken, muss es allerdings doch tun.

Der BDPH-Vorstand (-Präsidium) hat das so beschlossen (wenn ich das richtig lese). Allerdings kann diese Beitragserhöhung erst in Kraft tretenn wenn die Hauptversammlung dies abgesegnet hat. Wann steht der Termin für die Hauptversammlung fest? Für 2021 ist er ja verschoben. Ergibt sich also dann folgende Situation, der Beitrag kann erst danach festgelegt werden und das dann auch einstimmig (respektiv mit Stimmenmehrheit). Wird er rückwirkend festgelegt, so wird es einigen Gegenwind geben und da bezweifle ich auch, ob eine rückwirkende Bestätigung rechtlich haltbar ist.

Sollte die Beitragserhöhung auch durch den Verwaltungsrat abgesegnet werden, dies ohne Hauptversammlung, wird es auch erhebliche Probleme geben, da die Einzelmitglieder wiedersprechen. Denn eine Stimmenübertragung der Einzelmitglieder ist nach § 38 BGB nicht zulässig.

Also ist dies aus meiner Sicht eine sehr dünne Eisschicht, auf der man sich momentan bewegt.

Aus meiner Sicht kann eine Beitragserhöhung frühstens dann erfolgen (oder auch nicht), wenn die Hauptversammlung abgehalten wurde.

Grüße aus dem Saarland
 
Richard Am: 11.04.2021 12:46:00 Gelesen: 332# 55 @  
@ Jürgen Häsler [#53]

Im Kompromiss der Strukturkommission gibt es eigentlich nur noch eine einzige Form der Mitgliedschaft und nur noch einen einzigen Beitrag, der für alle gleichermaßen gilt. Verbunden mit einer Demokratisierung des BDPh, einer Stärkung der Kompetenzen des Bundesvorstandes und einer Abschaffung des Verwaltungsrates in seiner heutigen Form.

Hallo Jürgen,

danke für Deine Beiträge. Dem obigen Fazit der Strukturkommission kann ich nur zu 100 % zustimmen.

Mit welcher Begründung wurde ein solches Ergebnis in den Reisswolf des BDPh gesteckt statt es wie vorher vom BDPh angekündigt in der philatelie zu veröffentlichen und damit allen Mitgliedern zur Verfügung zu stellen ?

Nebenbei wären durch das erzielte Ergebnis deutliche Verschlankungen und sehr wahrscheinlich Kostensenkungen im Verwaltungsapparat erreicht worden.

Schöne Grüsse, Richard
 
22028 Am: 11.04.2021 12:57:38 Gelesen: 317# 56 @  
@ nagel.d [#54]

Was zündest Du da für Nebelkerzen? Wie eine Beitragserhöhung durchzuführen ist ist in der Satzung festgelegt.

Hast Du irgendwo was gelesen dass das rückwirkend gehen kann oder das der Verwaltungsrat das entscheiden kann?
 
Eric Scherer Am: 11.04.2021 13:08:30 Gelesen: 308# 57 @  
Im Moment wird die Diskussion hier immer absurder. Daher nochmals ganz klar: bisher gibt es keinen Antrag, den Mitgliedsbeitrag für den BDPh zu erhöhen. Ich denke zwar, ein solcher Antrag wird kommen, dann aber fristgerecht, über die richtigen Publikationsmedien und mit einer entsprechenden Begründung. Alles andere ist reine Spekulation.

Zum Sinn und Zweck des BDPh: Ich denke, dass der BDPh viel mehr ist, als eine Ansammlung von Ortvereinen. An erster Stelle ist der BDPh die erste Adresse, der Bannerträger, das Aushängeschild, wenn es um die Philatelie in Deutschland geht. Das ist eine wichtige und vielfältige Funktion und ich denke, ist ist für jedes Hobby, jede Initiative, jede Interessengemeinschaft wichtig, eine solche Dachinstitution zu haben. Ansonsten sind weder Langlebigkeit noch Breitenwirkung gewährleistet.

Die Arbeit des BDPh ist vielfältig. Am ehesten bekommt man einen Einblick, wenn man mal die Vorstandsressorts und die Fachstellen anschaut. Ob Fälschungsbekämpfung, Literatur und Forschungsarbeit, Ausstellungen, Seminare, die Zeitschrift Philatelie, Jugendarbeit, etc. Alles wird über den BDPh gemacht oder vorangetrieben. Es wäre völlig undenkbar, so etwas ohne einen solchen Verband zu gewährleisten. Daher muss es das ureigenste Interesse jedes Briefmarkensammlers und Philatelisten sein, sich einen starken und leistungsfähigen Verband zu wünschen. Daher haben alle, die hier meinen, ohne den BDPh auszukommen oder im gar ein jähes Ende zu wünschen, ihre Gedanken vielleicht nicht ganz fertig gedacht.

Die Philatelie ist im Wandel und damit ist klar, dass auch der BDPh als Verband im Wandel begriffen ist. Ein solcher Wandel geht langsam, in kleinen Schritten, mit viel Kompromissen (der BDPh ist ja keine Diktatur ...), und über die Kleinarbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer. Der Mitgliederschwund ist ein demografischer Fakt - kein Zeichen für eine schlechte Leistung. Damit umzugehen ist aber nicht einfach. Ich selbst bin sicher, dass der BDPh es schaffen wird und das die kritischen Forumsbeiträge hier und anderswo da auch eine wichtige Hilfe sind. Es ist aber auch wichtig, die positiven Dinge zu sehen und diese auch positiv wahrzunehmen.
 
nagel.d Am: 11.04.2021 14:18:31 Gelesen: 268# 58 @  
@ 22028 [#56]

Um ehrlich zu sein die ganzen Kommentare lesen sich, als hätte das Präsidium/der Vorstand des BDPh bereits beschlossen, daß die Beitragsserhöhung kommt.

Eine Beitragserhöhung kann nur über die Hauptversammlung erfolgen Punkt. und die ist für 2021 ja abgesagt. ob dann eine Beitragserhöhung zum 1.1.2023 erfolgen kann hängt davon ab wann die Hauptversammlung angesetzt ist/wird, auch das ist Fakt.

Erst wenn der Termin zur Hauptversammlung ansteht, kann dies auf die Tagesordnung angesetzt werden, dies wurde mehrfach auch gesagt. Und dann kommt es inhaltlich darauf an, wie dieser Antrag formuliert ist und zu welchem Zeitpunkt er inkraft treten soll.

Sollte in dem Antrag formuliert sein dass die Beitragserhöhung rückwirkend inkraft tritt, so bin ich der Meinung, gibt es rechtliche Bedenken.

Alles andere ist jetzt reine Spekulation.
 
Jürgen Häsler Am: 11.04.2021 14:28:53 Gelesen: 262# 59 @  
@ [#57]

Hallo Herr Scherer,

ich kann Ihnen nur zu 100 % zustimmen.

Die Diskussion ist kafkaesk. Und auch absurd.

Wir diskutieren hier über einen NICHT erschienenen Beitrag in der Deutschen Briefmarkenzeitung über eine noch NICHT beantragte und noch NICHT beschlossene Beitragserhöhung. Ich glaube, wir sollten die Diskussion vorläufig beenden und erst wiederaufnehmen, wenn Bundesschatzmeister Walter Bernatek sich in der Verbandszeitschrift "philatelie" geäußert hat.
Das hat auch mit Respekt gegenüber Herrn Bernatek zu tun.

@ Richard [# 55]

Deine Anmerkungen sind alle korrekt. Und deine Frage ist berechtigt.

Ich werde einen Beitrag verfassen und im Thread "Neues aus der BDPh-Strukturkommission" veröffentlichen. Ich bitte aber um Geduld bis morgen oder übermorgen. Ich muss jetzt einen Termin wahrnehmen und verabschiede mich für heute.

Bleibt bitte alle gesund, ein Ende der coronabedingten Einschränkungen im Herbst ist in Sicht und ich möchte Euch alle auf der Hauptversammlung des BDPh wiedersehen. Und auch beim LV-Tag des LV Südwest.
 
Christoph 1 Am: 11.04.2021 17:17:51 Gelesen: 184# 60 @  
@ Jürgen Häsler [#59]
@ nagel.d [#58]

ich möchte hier mal ausdrücklich die sehr gut strukturierten, sachlichen, inhaltsreichen und somit insgesamt zielführenden Beiträge von Jürgen Häsler loben. Das gilt nicht nur für die Beiträge in diesem Thema, sondern auch in anderen Diskussionsfäden. Ich bin vermutlich nicht der Einzige, der sehr dankbar für diese wohltuende Sachlichkeit ist. Gerne mehr davon, ich lese das mit großem Interesse und forme mir daraus ein eigenes Bild vom aktuellen Zustand des BDPh.

Im Gegensatz dazu fallen hier andere Beiträge, wie bspw. [#54] und [#58] besonders negativ auf. Ich kann mich hier nur den sehr deutlichen Worten von Peter (filunski) in Beitrag [#16] anschließen - aber das scheint den Adressaten nicht zu stören. Er schwurbelt einfach weiter im Nebel herum und fühlt sich von der Kritik gar nicht angesprochen.

Viele Grüße
Christoph
 

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